Anatomie eines Staatsversagens: Wer finanzierte den Terror vom CSD?
Der Fall Abdul Ballout offenbart das Versagen der Behörden: Wie konnte ein IS-Anhänger legal einen Lkw mieten? Wer finanziert seine Flucht? Während der Täter abtaucht, bleiben die Fragen nach den Helfern offen.
Ein polizeibekannter Gefährder rast in eine Menschenmenge, wütet anschließend mit einer Machete und taucht spurlos ab. Während die Politik die üblichen Betroffenheitsfloskeln abspult, offenbart der Fall Abdul Ballout (21) das Totalversagen der Sicherheitsarchitektur. Es geht längst nicht mehr nur um einen Einzeltäter – es geht um Geldströme, Helfernetze und eine Administration, die Extremisten gewähren lässt.
Nach der Bluttat auf dem Berliner Christopher Street Day mit einer Toten und knapp 30 Verletzten läuft die Großfahndung. Doch die eigentlichen Fragen, die das Landeskriminalamt und die Politik vor sich hertragen, betreffen die Logistik des Terrors. Wer einen Transporter mietet, eine Hiebwaffe beschafft und nach einem Anschlag im Untergrund verschwindet, tut dies selten ohne Struktur.