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Liberaler Widerstand

ATIB: 2.500 Anhänger, Ülkücü-Erbe – und Kontakte bis in türkische Regierungskreise

Rund 2.500 Anhänger, Ülkücü-Wurzeln und direkte Kontakte zu AKP-Spitzen, Diplomaten und türkischen Behörden: Wir untersuchen ATIB, seine Moscheen, Geldflüsse, Jugendarbeit sowie Positionen zu Israel und Verfassung.

ATIB: 2.500 Anhänger, Ülkücü-Erbe – und Kontakte bis in türkische Regierungskreise
ATIB wird der Ülkücü-Bewegung zugerechnet. Wir prüfen Moscheen, Geld, Jugendbildung, Ankara-Kontakte, Israel und staatliche Förderung. Illustration by Richard Bergsirk

ATIB ist kleiner als DITIB, Millî Görüş oder VIKZ. Doch der Kölner Verband verbindet Moscheen, religiöse Erziehung und türkischen Nationalismus in einer bemerkenswerten Struktur. Die Bundesregierung rechnet ihm rund 2.500 Anhänger in Deutschland zu und ordnet ihn der Ülkücü-Bewegung zu. Gleichzeitig empfing die neue Verbandsspitze 2026 hochrangige AKP-Politiker, türkische Diplomaten und einen Sohn Recep Tayyip Erdoğans. Der Zentralrat der Muslime setzte ATIB daraufhin aus; der Verband erklärte anschließend selbst seinen Austritt.

Bei DITIB führt die institutionelle Verbindung unmittelbar zur staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet.

Bei der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş führt die ideologische Herkunft zu Necmettin Erbakan.

Beim VIKZ führt sie zu Süleyman Hilmi Tunahan.

Bei ATIB – der Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa – führt die Spur dagegen in die türkische Ülkücü-Bewegung, deren Anhänger meist unter dem Begriff „Graue Wölfe“ bekannt sind.

Das ist keine journalistische Etikettierung.