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Biologie schlägt Ideologie: Die taz und das Abstammungsrecht

Die taz schimpft über das Abstammungsrecht und verstrickt sich in woke Begriffe. Doch ohne Mann und Frau gibt es keine Fortpflanzung. Ein bissiger Blick auf Sprachakrobatik und Biologie.

Biologie für Anfänger: Warum man für ein Baby immer noch Mann und Frau braucht (und wieso die taz bei „Cis und Nicht-binär“ völlig den Faden verliert)

Wer morgens den Kaffeelöffel in die Tasse wirft und kurz die Presselandschaft überfliegt, braucht bisweilen gute Nerven. Oder, noch besser: eine Extraportion Humor. Die taz hat sich mal wieder hingesetzt und eine dieser typischen, tiefenbetroffenen Jammergeschichten über das deutsche Abstammungsrecht geschrieben. Der Aufhänger: „Familien ohne Cis-Mann wird es schwer gemacht.“

Klingt dramatisch? Ist es auch, allerdings vor allem für den gesunden Menschenverstand. Da wird der juristische Alltag plötzlich zur hochkomplexen Wissenschaft erhoben, bei der man sich fragt, ob die Redaktion eigentlich noch weiß, wie Kinder auf die Welt kommen. Schnallen Sie sich an, wir nehmen dieses linksliberale Meisterwerk der woken Sprachakrobatik mal genauer auseinander – und stellen die ganz profane Frage: Wo sind eigentlich die biologischen Tatsachen geblieben?

Das große Rätselraten: Ist ein „Cis-Mann“ etwa am Ende doch nur ein ganz normaler Mann?

Hier fängt die Verwirrung doch schon an, und seien wir ehrlich: Wer soll bei diesem Begriffswirrwarr eigentlich noch durchblicken? Man sitzt vor dem Bildschirm, liest den taz-Artikel und fragt sich unwillkürlich: Moment mal ist ein „Cis-Gender“ nicht einfach ein ganz normaler Mann und eine ganz normale Frau? Die taz-Leserschaft nickt an dieser Stelle vermutlich wissend, atmet tief durch und fühlt sich der restlichen Menschheit intellektuell mal wieder turmhoch überlegen, weil sie den Unterschied zwischen „Cis“ und dem normalen Alltag verinnerlicht hat. Oder sind wir am Ende alle einfach nur auf den Kopf gefallen, weil wir uns weigern, für einen stinknormalen Mann einen lateinischen Fachausdruck zu erfinden?

Lösen wir das Rätsel auf:

  • Cis-Mann bedeutet auf Deutsch schlicht: ein ganz normaler Mann, der bei seiner Geburt als Junge zur Welt kam und das auch geblieben ist.
  • Cis-Frau bedeutet: eine ganz normale Frau, die als Mädchen geboren wurde und das auch geblieben ist.

Die Vorsilbe „Cis-“ (aus dem Lateinischen für „diesseits von“) wurde schlicht von akademischen Theoretikern erfunden, um eine künstliche Unterscheidung zu schaffen. Im normalen Leben käme kein Mensch auf die Idee, beim Bäcker zu sagen: „Ich hätte gerne ein Cis-Brötchen.“ Aber im woken Journalismus reicht es eben nicht mehr, einfach „Mann“ und „Frau“ zu sagen – man muss das biologische Geschlecht künstlich mit einem Label versehen, als gäbe es verschiedene Ausstattungsvarianten im Autohaus. Wenn die taz also von „schwulen cisgender Paaren“ schreibt, meint sie auf Deutsch: zwei ganz normale Männer. Aber das klingt natürlich viel weniger nach akademischer Weltrevolution.

Doch damit fängt der Zirkus erst an. Kommen wir zum ultimativen Endgegner jeder Logik: Nicht-binäre Paare.

  • Die Theorie: Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau definieren, wollen eine Familie gründen.
  • Die Praxis: Sobald es um die eigentliche Fortpflanzung geht – also den Moment, in dem die Natur die Weichen stellt –, stößt das Konzept „Nicht-binär“ an seine physikalisch-biologischen Grenzen.

Versuchen Sie mal, ein Kind zu zeugen, wenn Sie sich weigern, biologische Realitäten anzuerkennen. Da hilft kein Manifest, da hilft kein genderneutrales Formular und da hilft auch keine Online-Petition beim LSVD+. Noch immer sehen wir exakt zwei Geschlechter, ohne die eine Fortpflanzung schlicht unmöglich wäre. Oder können sich Nicht-binäre etwa fortpflanzen? Theoretisch vielleicht ja – aber nur dann, wenn wir am Ende doch anerkennen, dass sie biologisch eben als Mann oder Frau funktionieren müssen. Spätestens im Kreißsaal schlägt die Stunde der harten Biologie, ganz egal, was im Ausweis steht.

Der heimliche Neid auf Jens Spahn

Das eigentliche Herzstück des taz-Artikels ist eine faszinierende Mischung aus Frust und chronischem Neid. Im Zentrum steht der Umstand, dass schwule Männer – am prominentesten durch den Fall von Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn und dessen Partner illustriert – über den Umweg einer Auslands-Leihmutterschaft und BGH-Rechtsprechung mittlerweile recht gut abgesichert sein können, während lesbische Paare in Deutschland bei einer Samenspende bürokratisch durch die Runden springen müssen.

Hier zeigt sich die ganze Ironie des linken Kulturkampfs:

  1. Die Leihmutterschaft, die hierzulande aus ethischen Gründen völlig zu Recht kritisch gesehen oder schlicht verboten ist, wird von konservativen Kreisen und feministischen Gruppen eigentlich scharf abgelehnt, weil sie den Körper von Frauen zur Ware macht.
  2. Wenn aber schwule Männer im Ausland genau diesen Weg gehen und das deutsche Recht (per BGH-Urteil) das im Sinne des Kindeswohls anerkennt, schrillen bei den lesbischen Co-Müttern alle Alarmglocken.

Der Subtext des Artikels lautet im Grunde: „Warum dürfen die schwulen Männer über den Umweg Ausland den Paragrafen ein Schnippchen schlagen, während wir lesbischen Frauen hierzulande brav zum Amt rennen und eine Stiefkindadoption machen müssen?“ Dass man hierbei plötzlich neidisch auf die vermeintlichen Pfründe schwuler Männer blickt, während man sonst doch so viel Wert auf intersektionale Schwesternschaft legt, ist an Heuchelei kaum zu überbieten. Man missbraucht das Thema, um eine alte ideologische Rechnung aufzumachen.

Das Problem mit dem Abstammungsrecht: Biologie vs. Wunschdenken

Natürlich gibt es im deutschen Abstammungsrecht Reformbedarf. Das streitet niemand ab. Wenn ein verheiratetes lesbisches Paar legal eine Samenspende in einer Kinderwunschklinik nutzt, wirkt es antiquiert, dass die nicht-gebärende Partnerin das eigene Kind per Stiefkindadoption adoptieren muss. Hier hinkt der Gesetzgeber der gesellschaftlichen Realität hinterher.

Aber anstatt dieses bürokratische Problem sachlich, nüchtern und ohne Schaum vor dem Mund zu lösen, wird sofort die ganz große ideologische Keule geschwungen.

  • Die Union blockiert? Ja, die CDU/CSU pocht darauf, dass Abstammung primär etwas mit biologischer Herkunft zu tun hat.
  • Ist das verwerflich? Keineswegs. Das Recht eines Menschen, zu wissen, woher er biologisch stammt (wer der leibliche Vater, wer die leibliche Mutter ist), ist ein hohes verfassungsrechtliches Gut.

In heterosexuellen Ehen gilt zwar die juristische Fiktion, dass der Ehemann automatisch der Vater ist (auch wenn er es biologisch oft nicht ist – ein jahrhundertealter Schutzmechanismus für die Familie). Doch wenn man das Abstammungsrecht nun komplett entkernt und rein auf ein „Wer-auch-immer-hier-gerade-beteiligt-ist“-Modell umstellt, öffnet man Büchsen der Pandora, bei denen am Ende niemand mehr durchblickt.

Die Realität schlägt die Ideologie

Am Ende des Tages offenbart der taz-Artikel vor allem eines: Das krampfhafte Bedürfnis, jeden Lebensentwurf in ein bürokratisches und sprachliches Korsett zu zwängen, das mit dem normalen Leben draußen auf der Straße nichts mehr zu tun hat. Die taz-Leser mögen sich beim Lesen vielleicht intellektuell überlegen fühlen, weil sie jeden neuen Kampfbegriff auswendig gelernt haben – doch die Realität holt sie spätestens dann ein, wenn ein Blick ins Biologiebuch genügt, um zu verstehen, wie das Leben funktioniert.

Kinder fragen nicht nach „Cis-Gender“ oder „Nicht-binären Paaren“. Kinder wollen wissen, wer sie liebhat, wer für sie sorgt und ob sie verlässlich versorgt sind. Die bürokratischen Hürden für lesbische Paare sollten pragmatisch und unkompliziert abgebaut werden – da sind sich die allermeisten Beobachter einig.

Aber bitte, liebe taz, erspart uns diesen ideologischen Zirkus um Begriffe wie „Cis-Mann“ und „Nicht-binäre Paare“. Ohne Mann und Frau gibt es schlicht keine Fortpflanzung. Das hat nichts mit Hass zu tun, sondern schlicht mit der harten, unbestechlichen Biologie. Und an der scheitert eben auch die woke Grammatik der Berliner Redaktionsstuben.

Tags: Abstammungsrecht, Regenbogenfamilie, Gesellschaft, Biologie, Kritik, taz

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Geschrieben von

Paul Fisher
Paul Fisher
Miami Heat trifft kalte Fiskal-Wahrheit. 🌴 Ökonom & konservativer Freigeist. Ich belebe den Geist der „Vossischen“ neu: Liberal, unabhängig, kritisch. Die Polit-Bubble ohne Filter unter der Lupe. Fakten über Gefühle für das 21. Jahrhundert.
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