Campact: Die Kampagne als Geschäftsmodell
Campact inszeniert sich als Bürgerbewegung, verfügt dabei aber über einen millionenschweren Kampagnenapparat, den nur zwölf Vereinsmitglieder kontrollieren. Der Artikel untersucht Spendenzahlen, Gehälter und Aktionen gegen Müller, Merz und die AfD – sowie die fehlende Abrechnung einzelner Kampagnen.
Von der AfD über Friedrich Merz bis zur Müllermilch: Campact greift bevorzugt Themen auf, die bereits hohe öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen. Der Verein präsentiert sich dabei als Bürgerbewegung. Tatsächlich steht hinter dem Namen ein professioneller Kampagnenapparat mit mehr als 20 Millionen Euro Jahresbudget, 126 Beschäftigten und einer Mitgliederversammlung aus lediglich zwölf Personen.
Das Prinzip ist ebenso einfach wie erfolgreich: Campact greift ein emotional aufgeladenes Thema auf, mobilisiert seinen Millionenverteiler und verbindet die politische Botschaft mit einem Spendenaufruf. Die Einnahmen finanzieren neue Anzeigen, Plakate und Aktionen – und jede dieser Aktionen vergrößert wiederum Reichweite, Adressbestand und Spendenpotenzial.
Der Verlust der Gemeinnützigkeit
Campact e.V. ist kein gemeinnütziger Verein mehr.