Der Montagsbesuch: Ein Gast mit blutigen Händen im Kanzleramt
Wenn am Montag die schwarzen Limousinen vor dem Kanzleramt vorfahren, weht ein Hauch von Realpolitik durch das Regierungsviertel, der das Erbe der Aufklärung Lügen straft.
Der Gast: Ahmed al-Scharaa. In Damaskus firmiert er heute als das „zivilisierte“ Gesicht einer neuen Ära; in den Akten der Geheimdienste und in den geschundenen Herzen der syrischen Christen bleibt er jedoch der Mann, der einst als al-Golani das Banner der Dschihadisten trug und sich mit den Trophäen seiner Schlächter brüstete.