Die Asymmetrie der Brandmauer: Warum Die Linke vom Verfassungsschutz verschont bleibt
Anhand von Medienberichten, Originalpostings und öffentlichen Stellungnahmen untersucht der Artikel Äußerungen von Dara Marc Sasmaz und Reaktionen von Linken, SPD und CDU – im Zentrum stehen politische Häme, der Umgang mit Terror und die Frage, wie ideologische Narrative öffentliche Debatten prägen.
Der Zynismus der Macht – Wenn Verschwörungstheorien und der Tod politischer Gegner gefeiert werden
Wenn in der modernen politischen Auseinandersetzung die letzten zivilisatorischen Schranken fallen, geschieht das längst im Schulterschluss mit absurden Verschwörungserzählungen und digitaler Häme. Ein Paradebeispiel für diese Entgrenzung liefert Dara Marc Sasmaz (bekannt als Twitch-Streamer „DerDara“ und auf Threads als „DerRadikaleDemokrat“), Mitglied der Partei Die Linke und als Social-Media-Berater der Partei in Köln tätig. In direktem Schulterschluss dazu nutzen Akteure wie Tom Koenig exakt diese medialen Kanäle, um absurde Täter-Opfer-Umkehr-Narrative zu verbreiten.
Die Entgleisungen: Verschwörungstheorien, Häme über den Tod und Verhöhnung von Terroropfern
Die verbale Verrohung und die Flucht in verschwörungstheoretische Parallelwelten, die von solchen Protagonisten in den digitalen Raum getragen werden, brechen bewusst mit dem Grundkonsens einer demokratischen Republik:
- Der Spott über den Tod von AfD-Kandidaten durch Dara Marc Sasmaz: Vor den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen äußerte sich Sasmaz in einem Livestream zu verstorbenen Kandidaten der politischen Konkurrenz mit unerträglicher Kälte. Wörtlich sagte er: „Dass die da jetzt irgendwie alle verrecken. Okay, ist auch eine Lösung, aber tatsächlich gar nicht die bevorzugte.“ Kurz darauf legte er nach: „Erst mal natürlich immer tragisch, wenn Menschen sterben, aber überhaupt nicht, wenn das eben AfD-Politiker sind, denn die wollen uns eh alle tot sehen.“
- Die Online-Rechtfertigung und Verschwörungstheorien: Auf der Plattform Threads bekräftigte Sasmaz diese Haltung mit völlig entgrenzten Vorwürfen und verschwörungstheoretischen Zuspitzungen. Er behauptete allen Ernstes, politische Gegner würden planen, „mich und meine Familie in Lager stecken und umbringen“. Wer von einem solchen Akteur dann noch Mitgefühl fordert, sei laut Sasmaz die „Spitze der Psychopathen“. Mit solchen wahnhaften Konstrukten wird der politische Gegner entmenschlicht.
- Die Verhöhnung des Vaters eines ermordeten Mädchens: Dass dieser Zynismus vor echtem menschlichen Leid nicht Halt macht, bewies Sasmaz im April 2023. Damals reagierte er in einem Livestream auf den Auftritt von Michael Kyrath in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. Kyrath ist der Vater der 17-jährigen Ann-Marie, die im Januar 2023 bei einer bestialischen Messerattacke in einem Regionalexpress bei Brokstedt von einem abgelehnten Asylbewerber (einem staatenlosen Mann aus dem Gazastreifen) getötet worden war. Als der trauernde Vater seinen Schmerz und seine Vorwürfe an die Politik schilderte, kommentierte Sasmaz das mit hohnem Lachen: „Oh, Boy, das ist ja noch viel schmerzvoller, als ich gedacht hätte, das ist ja Wow!“ – und diffamierte die emotionale Aufarbeitung als „Goebbels-Stürmer-Niveau“.
- Die Täter-Umkehr von Tom Koenig und Co.: Ergänzend dazu bedienen sich Aktivisten wie Tom Koenig in den analysierten Video- und Social-Media-Statements (wie unter dem Titel „AfD-Verbindung zu CSD-Anschlägen!“) exakt derselben toxischen Methodik. Koenig hatte den Anschlag zunächst in einem Beitrag auf Instagram dem rechten beziehungsweise rechtsextremen Spektrum zugeschrieben. Später löschte er diesen Beitrag und stellte anschließend neue Behauptungen über die Hintergründe der Tat auf. Auch eine an Manuel Ostermann gerichtete Nachricht, in der dieser massiv beleidigt und der Vorfall ausdrücklich als „rechtsextremer Anschlag“ bezeichnet wird, ist echt; ihre Echtheit wurde überprüft und bestätigt. Hier wird der islamistische Hintergrund des realen Terrors komplett kaschiert und stattdessen die hanebüchene Verschwörungserzählung verbreitet, die rechte Opposition sei selbst Drahtzieher oder Nutzniesser solider Gewaltakte. Solche Konstrukte dienen dazu, die Realität umzudeuten und den politischen Gegner zu kriminalisieren.
Das Kalkül hinter dem Tabubruch
Solche Aussagen als bloße Entgleisung abzutun, greift zu kurz. Sie sind Teil einer kalkulierten Aufmerksamkeitsökonomie. Indem der politische Gegner durch hanebüchene Verschwörungserzählungen als existenzielle Vernichtungsbedrohung geframt und der Schmerz von Opfern realer Gewalt verhöhnt wird, soll die eigene radikale Basis emotional aufgeladen und an die Parteistrukturen gebunden werden. Wer im Auftrag einer Partei als Berater und Multiplikator agiert und den Tod von Menschen feiert, agiert auf einem Niveau, das mit rechtsstaatlichen und demokratischen Grundwerten unvereinbar ist.
Realitätsverweigerung als Programm – Der CSD-Terror und die Neuköllner Linke
Wenn ideologische Dogmen mit der harten Realität kollidieren, schaltet die radikale Linke nicht etwa ihren Kompass neu, sondern biegt die Wirklichkeit so lange zurecht, bis sie wieder in das vorgefertigte Weltbild passt. Ein eklatantes Beispiel dafür lieferte der Kreisverband Die Linke Neukölln im Nachgang eines mutmaßlichen Terroranschlags auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin.
Das Verschweigen des Täters: Die Neuköllner Erklärung
Während ganz Berlin nach dem Anschlag unter dem Schock einer islamistisch motivierten Gewaltat stand, entschied sich der linke Kreisverband in Neukölln für eine bemerkenswerte sprachliche Akrobatik: Islamisten, die in Deutschland wiederholt blutige Anschläge verüben, wurden in dem offiziellen Statement mit keinem einzigen Wort erwähnt.
Anstatt die reale Bedrohung durch radikal-islamische Ideologien zu benennen, die offene Homosexuelle und queere Menschen bedrohen, drehte die Partei den Spieß um:
- Die Täter-Umkehr: In dem Statement wurde vor „rassistischer, antimuslimischer oder sonstiger reaktionärer Hetze“ gewarnt.
- Der Schuldige: Der schwarze Peter zugeschoben wurde stattdessen „rechten und konservativen Akteuren“. Die Partei warf ihnen vor, sie hätten gezielt eine „queer- und transfeindliche Ideologie“ verbreitet und damit den Boden für solche Angriffe bereitet.
Die scharfe Kritik der Opposition
Diese Realitätsverweigerung rief umgehend deutliche Reaktionen aus der demokratischen Opposition hervor. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries konfrontierte die Erklärung mit der Realität und sagte gegenüber BILD:
„Der Islamismus ist eine sehr konkrete, tödliche Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in unserem Land. Das gilt insbesondere auch für sexuelle Minderheiten.“ De Vries wertete das Statement der Neuköllner Linken treffend als Beleg für eine „gefährliche Allianz von Islamisten und linker Szene“.
Semantische Ausflüchte: Wenn Islamisten „mitgemeint“ sind
Auf konkrete Nachfragen der Medien versuchte die Partei, die Wogen durch verbale Rückzugsgefechte zu glätten. Ein Vertreter der Linken erklärte, der Islamismus sei bei der Kritik an „queerfeindlichen Kräften“ schlichtweg mitgemeint gewesen. Eine klassische Schutzbehauptung: Was in der Krisenkommunikation aus Furcht vor dem eigenen progressiven Milieu verschwiegen wird, soll im Nachhinein durch wohlfeile Wortklauberei gerettet werden.
Ähnliche Tendenzen offenbarten sich bei Vertretern der SPD. So hatte der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (SPD) bereits kurz vor dem Anschlag erklärt, die queere Community werde vor allem „von rechts und von konservativen Kräften“ angegriffen. Nach dem Attentat versuchte er zwar, seine Aussage zu verteidigen und zu betonen, er zähle zu den konservativen Kräften im Nachgang auch Islamisten – doch die Gleichsetzung von demokratisch-konservativen Kräften mit mörderischem islamistischen Terror entlarvt ein alarmierendes politisches Framing, das von einer zunehmenden inhaltlichen Aufweichung zeugt.
Realitätsverweigerung als Programm – Der CSD-Terror und die Neuköllner Linke
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Anstatt die reale Bedrohung durch radikal-islamische Ideologien zu benennen, die offene Homosexuelle und queere Menschen bedrohen, drehte die Partei den Spieß um:
- Die Täter-Umkehr: In dem Statement wurde vor „rassistischer, antimuslimischer oder sonstiger reaktionärer Hetze“ gewarnt.
- Der Schuldige: Der schwarze Peter zugeschoben wurde stattdessen „rechten und konservativen Akteuren“. Die Partei warf ihnen vor, sie hätten gezielt eine „queer- und transfeindliche Ideologie“ verbreitet und damit den Boden für solche Angriffe bereitet.
Die scharfe Kritik der Opposition
Diese Realitätsverweigerung rief umgehend deutliche Reaktionen aus der demokratischen Opposition hervor. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries konfrontierte die Erklärung mit der Realität und sagte gegenüber BILD:
„Der Islamismus ist eine sehr konkrete, tödliche Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in unserem Land. Das gilt insbesondere auch für sexuelle Minderheiten.“ De Vries wertete das Statement der Neuköllner Linken treffend als Beleg für eine „gefährliche Allianz von Islamisten und linker Szene“.
Semantische Ausflüchte: Wenn Islamisten „mitgemeint“ sind
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Ähnliche Tendenzen offenbarten sich bei Vertretern der SPD. So hatte der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (SPD) bereits kurz vor dem Anschlag erklärt, die queere Community werde vor allem „von rechts und von konservativen Kräften“ angegriffen. Nach dem Attentat versuchte er zwar, seine Aussage zu verteidigen und zu betonen, er zähle zu den konservativen Kräften im Nachgang auch Islamisten – doch die Gleichsetzung von demokratisch-konservativen Kräften mit mörderischem islamistischen Terror entlarvt ein alarmierendes politisches Framing, das von einer zunehmenden inhaltlichen Aufweichung zeugt.
Die SPD auf dem Weg nach links? – Identitätspolitik und der Verlust der Realpolitik
Die schleichende Entgrenzung des linken politischen Spektrums macht längst nicht mehr bei den klassischen Rändern oder radikalen Kleinparteien Halt. Sie greift tief in das Herz der ehemaligen Volksparteien – vor allem in die Sozialdemokratie (SPD). Am Beispiel des Umgangs mit islamistischem Terror, identitätspolitischen Narrativen und sicherheitspolitischen Realitäten zeigt sich eine bedenkliche ideologische Drift: Teile der SPD machen sich auf den Weg nach links und opfern dabei den rechtsstaatlichen Kompass auf dem Altar des Zeitgeists.
Die Erosion der bürgerlichen Mitte in der Sozialdemokratie
Einst stand die Sozialdemokratie für Arbeiterschutz, soziale Ordnung und eine wehrhafte innere Sicherheit. Doch in den urbanen Zentren und den akademisierten Milieus der Partei hat ein tiefgreifender Wandel stattgefunden:
- Identitätspolitik statt Klassenrealität: Anstelle sozialer Basisprobleme dominieren oft intersektionale und identitätspolitische Debatten die Agenda. Wer in diesem Kosmos bestehen will, muss sich den ungeschriebenen Gesetzen eines aktivistischen Vorfelds anpassen.
- Die Furcht vor dem linken Koalitionspartner: Aus Angst vor dem Verlust progressiver Wählerschichten und dem dauerhaften Bruch mit linken Bündnisoptionen scheut man den offenen Konflikt mit extremistischen oder realitätsverweigernden Strömungen im eigenen Lager.
Die sprachliche Kapitulation vor dem Islamismus
Wie weit diese Entfremdung von der Realpolitik fortgeschritten ist, beweist das Beispiel des Berliner Queerbeauftragten Alfonso Pantisano (SPD). Wenn nach einem islamistischen Terroranschlag auf queere Menschen reflexartig so lange relativiert und umgedeutet wird, bis die Schuld bei „konservativen Kräften“ oder der eigenen politischen Opposition verortet ist, offenbart das eine fatale sprachliche und politische Kapitulation.
- Das Phänomen des Islamogauchisme: Die unheilige Allianz aus Teilen der Linken und radikal-islamischen Kräften, die in Frankreich längst Gegenstand schärfster gesellschaftlicher Analysen ist, bricht nun auch in Deutschland offen auf. Obwohl der politische Islam in seinem Kern eine mörderische, frauen- und schwulenfeindliche Ideologie vertritt, wird er von Teilen des progressiven Lagers verharmlost, um den gemeinsamen anti-konservativen und antiwestlichen Kulturkampf zu bedienen.
- Opfer auf dem Altar des Narrativs: Dass dabei die Sicherheit und das Leben der eigenen Klientel – wie homosexueller Menschen oder Terroropfer – aufs Spiel gesetzt werden, wird billigend in Kauf genommen, solange das starre Weltbild nicht korrigiert werden muss.
Fazit: Wenn die Brandmauer zur Einbahnstraße wird
Die Beobachtung, dass sich Teile der SPD auf diesen gefährlichen Weg nach links begeben, entlarvt den Zustand der politischen Mitte. Wenn staatstragende Parteien aufhören, die Realität beim Namen zu nennen, und stattdessen semantische Schutzbehauptungen für extremistisch infizierte Milieus formulieren, verlieren sie ihre Funktion als Bollwerk der Republik.
Eine Demokratie, die ihre Brandmauern nur noch parteipolitisch einsetzt, um die unliebsame Opposition zu bekämpfen, während sie den Radikalismus im eigenen und im linken Vorfeld verharmlost, entzieht sich selbst das Fundament. Die Frage lautet längst nicht mehr, ob sich die SPD nach links bewegt – sondern ob es in den etablierten Parteien noch genügend Kraft gibt, zu einem unbestechlichen, rechtsstaatlichen Kompass zurückzukehren.
Quellenangaben zum Artikel
- Berichterstattung über Dara Marc Sasmaz:
- Berliner Zeitung: Berichterstattung zu den Social-Media-Äußerungen und Livestreams von Dara Marc Sasmaz (Social-Media-Berater und Mitglied der Partei Die Linke, Köln).
- Plattformen X (ehemals Twitter) & Threads: Dokumentierte Original-Videomitschnitte und Postings (u. a. dokumentiert und verbreitet über Accounts wie
@mtaushbund@YveK22).
- Fall Michael Kyrath / Brokstedt:
- ZDF-Mediathek: Sendung Markus Lanz (Januar 2023) mit dem Auftritt von Michael Kyrath.
- Berichterstattung zu den juristischen und politischen Nachbereitungen der Messerattacke im Regionalexpress bei Brokstedt (Januar 2023 / Urteil Mai 2024).
- CSD-Berlin & Neuköllner Linke / SPD:
- BILD: Recherchen und Berichterstattung zum Statement des Kreisverbands Die Linke Neukölln nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin sowie Reaktionen aus der Opposition.
- Zitate und Positionierungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Christoph de Vries (MdB).
- Offizielle Aussagen und nachträgliche Einordnungen des Berliner Queerbeauftragten Alfonso Pantisano (SPD).
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