# Die Vossische > Die Vossische bietet aktuelle Nachrichten, pointierte Analysen, politische Kommentare und spannende Kurzkrimis – unabhängig, kritisch und meinungsstark. Public Ghost content for AI and LLM tooling. This file includes a bounded export of public pages first, then recent public posts. Append `.md` to any post or page URL to get the content in Markdown (for example, `/example-post.md`). ## Pages ### Über Die Vossische: Das liberale Korrektiv URL: https://dievossische.de/about-2-2/ Last updated: 2026-09-10T15:06:52.000Z **„Die Vossische“ ist nicht nur eine Publikation. Sie ist die Reokkupation eines geistigen Raumes.** Gegründet im Jahr 1704 als *Vossische Zeitung*, war sie über zwei Jahrhunderte das intellektuelle Flaggschiff des deutschen Liberalismus. Sie war die Stimme der Vernunft, der Aufklärung und der unbestechlichen Analyse. 1934 wurde sie durch die Nationalsozialisten zum Schweigen gebracht. Heute, in einer Ära der digitalen Desinformation und der systemischen Instabilität, kehrt sie zurück. Wir sind nicht hier, um Asche zu verwalten. Wir sind hier, um das Feuer einer analytischen, furchtlosen und unbestechlichen Berichterstattung neu zu entfachen. ### Unsere Mission: Systemische Analyse statt Oberflächenrauschen Die Welt von heute wird nicht mehr durch Schlagzeilen erklärt, sondern durch die tiefen Ströme der **Global Flows**, der Geopolitik und der ökonomischen Machtverschiebungen. Wir nutzen **ökonomische Entscheidungsmodelle** und die **Lehren der Geschichte**, um die Gegenwart zu sezieren. Von den Machtverschiebungen der Spätantike bis zu den hybriden Kriegen der Moderne – wir liefern die Einordnung, die im täglichen News-Zyklus verloren geht. Unser Fokus liegt auf: - **Disruptions & Global Flows:** Die Analyse der Kräfte, die unsere Weltordnung neu ordnen. - **The Influence War:** Aufdeckung von Manipulation und Machtstrukturen im digitalen Raum. - **Identity & Culture:** Ein kritischer Blick auf die gesellschaftlichen Fundamente unserer Zeit. ### Das Original gegen die Piraten In den letzten Jahren ist ein gefährliches Phänomen entstanden: Digitale Piraten – oft operierend aus dubiosen Firmenkonstrukten zwischen Dubai und der Ukraine – kapern ehrwürdige deutsche Zeitungstitel wie das *Berliner Tageblatt* oder die *Vossische Zeitung*. Ohne Redaktion, ohne Ethik und ohne Bezug zur Tradition nutzen sie diese Namen als hohle Fassaden für Propaganda und Klick-Betrug. **Wir halten dagegen.** Während sich diese „Geisterzeitungen“ hinter verschachtelten Impressums-Konstrukten (wie der *Scandic Assets FZCO* oder der *Legier Beteiligungs mbH*) verstecken, steht **Die Vossische** für Transparenz und intellektuelle Integrität. Wir sind das legitime Korrektiv, das den Unterschied zwischen einem gestohlenen Logo und echtem, tiefgründigem Journalismus markiert. ### Wer wir sind Hinter der neuen **Vossischen** steht eine Redaktion, die auf jahrzehntelange Erfahrung in der internationalen Unternehmensberatung, der investigativen Recherche und der akademischen Historie blickt. Wir agieren von Florida und von Panama aus, jenseits der Brandmauern der herkömmlichen Medienlandschaft. Wir glauben an die **technische und intellektuelle Souveränität**. Unsere Analysen sind unzensiert, oft unbequem, aber immer fundiert. ### Rechtliche Hinweise / Avisos Jurídicos URL: https://dievossische.de/rechtliche-hinweise-avisos-juridicos/ Last updated: 2026-10-01T13:17:03.000Z # Rechtliches **Stand:** 1\. Oktober 2026 ## 1\. Impressum / Aviso Legal ### Anbieterin und Betreiberin **CEREZA, MONTE ET PONTE FOUNDATION** Edificio Optima SL 55, Piso 31 Avenida Samuel Lewis, Bella Vista Distrito de Panamá, Provincia de Panamá República de Panamá **Vertreten durch:** Amgel Batista Nates, Präsidentin **Registro Público de Panamá:** Persona Jurídica, Folio Nr. 25038013 **Gründungsurkunde:** Escritura Pública Nr. 13.532; **Kontakt:** [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org) **Website:** ### Redaktionell verantwortlich Redaktionell verantwortlich für „Die Vossische“: **Leon Berger** Erreichbar über die oben genannte Anschrift der Betreiberin sowie per E-Mail an [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org). ### Kontaktstelle für Behörden und Nutzer Soweit die Vorschriften des Digital Services Act auf einzelne Dienste dieser Website anwendbar sind, ist die zentrale Kontaktstelle nach Art. 11 und 12 DSA: [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org). Kommunikation ist auf Spanisch, Deutsch und Englisch möglich. ### Rechtliche Hinweise Die Anbieterin ist für eigene Inhalte nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Externe Links werden bei ihrer Aufnahme geprüft. Für spätere Änderungen fremder Inhalte ist allein der jeweilige Anbieter verantwortlich; rechtswidrige Links werden nach Kenntnis unverzüglich entfernt. Texte, Fotografien, Grafiken, Audio- und Videoinhalte sowie das Layout dieser Website sind urheberrechtlich oder durch sonstige Schutzrechte geschützt. Jede über gesetzliche Erlaubnisse, insbesondere das Zitatrecht, hinausgehende Nutzung bedarf der vorherigen Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers. Hinweise auf mögliche Tatsachenfehler, Rechtsverletzungen oder Korrekturbedarf können an [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org)gesendet werden. Es gilt das Recht der Republik Panama, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere zum Verbraucher- und Datenschutz, entgegenstehen. Gegenüber Kaufleuten und juristischen Personen ist Panamá-Stadt Gerichtsstand. Gesetzliche Gerichtsstände von Verbrauchern bleiben unberührt. Die Anbieterin ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine zwingende gesetzliche Verpflichtung besteht. ## 2\. Datenschutzerklärung ### 2.1 Verantwortliche Stelle Verantwortlich für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist die oben genannte CEREZA, MONTE ET PONTE FOUNDATION, vertreten durch Amgel Batista Nates. Datenschutzanfragen können an [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org)gerichtet werden. ### 2.2 Aufruf der Website und Server-Protokolle Beim Aufruf der Website werden technisch erforderliche Daten verarbeitet. Dazu können IP-Adresse, Datum und Uhrzeit, aufgerufene Adresse, übertragene Datenmenge, Referrer, Browser, Betriebssystem, Gerätetyp und Fehlerstatus gehören. Die Verarbeitung ist erforderlich, um die Website auszuliefern, ihre Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten und Angriffe oder Missbrauch zu erkennen. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO; unser berechtigtes Interesse liegt im sicheren und funktionsfähigen Betrieb des Angebots. Hosting- und technische Dienstleister verarbeiten Daten nur im erforderlichen Umfang und, soweit einschlägig, auf Grundlage von Vereinbarungen nach Art. 28 DSGVO. Protokolldaten werden gelöscht oder anonymisiert, sobald sie für Betrieb und Sicherheit nicht mehr erforderlich sind. Bei einem konkreten Sicherheitsvorfall dürfen betroffene Daten bis zur Aufklärung und Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen länger gespeichert werden. ### 2.3 Kostenlose Mitgliedschaft, Anmeldung und Konto Für die kostenlose Mitgliedschaft und den passwortlosen Login über einen Magic Link verarbeiten wir insbesondere E-Mail-Adresse, gegebenenfalls Namen, Mitgliedsstatus, Anmeldezeitpunkte, technische Zustell- und Sicherheitsdaten sowie die zur Kontoverwaltung erforderlichen Angaben. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Sicherheits- und Missbrauchsprotokolle können zusätzlich auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO gestützt werden. Unser berechtigtes Interesse liegt insbesondere darin, automatisierte Anmeldungen, Mehrfachregistrierungen, missbräuchliche Nutzungen, die Umgehung von Zugangsbeschränkungen sowie die Verwendung temporärer, technisch generierter oder für kurzfristige Registrierungen bestimmter E-Mail-Adressen zu erkennen und zu verhindern. Kontodaten werden bis zur Beendigung der Mitgliedschaft gespeichert und anschließend gelöscht, sofern sie nicht noch zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigt werden. Soweit zur Verhinderung wiederholten Missbrauchs erforderlich und rechtlich zulässig, können hierfür notwendige Sperr- oder Sicherheitsinformationen für einen angemessenen Zeitraum gespeichert werden. ### 2.4 Newsletter Mitglieder können den kostenlosen Newsletter abonnieren. Hierfür verarbeiten wir die E-Mail-Adresse, den Anmeldestatus sowie Nachweise über Anmeldung, Bestätigung und Abmeldung. Der Versand erfolgt erst nach Bestätigung der Anmeldung, soweit ein Double-Opt-in-Verfahren eingesetzt wird. Rechtsgrundlage ist die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Sie kann jederzeit über den Abmeldelink in jeder E-Mail oder durch Nachricht an uns mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Für den Versand kann ein spezialisierter E-Mail-Dienstleister als Auftragsverarbeiter eingesetzt werden. Zustellungsdaten werden verarbeitet, um E-Mails technisch zuzustellen und Fehler oder Missbrauch zu erkennen. Eine Messung von Öffnungen oder Linkklicks erfolgt nur, wenn hierfür eine wirksame Einwilligung vorliegt. Nach der Abmeldung kann die E-Mail-Adresse in einer Sperrliste gespeichert bleiben, soweit dies erforderlich ist, um weitere Zusendungen zuverlässig zu verhindern. ### 2.5 Kommentare Angemeldete Mitglieder können Kommentare veröffentlichen. Verarbeitet werden dabei insbesondere Kontokennung, Anzeigename, Kommentarinhalt, Zeitpunkt und technische Daten zur Missbrauchsabwehr. Veröffentlichte Angaben und Kommentare sind für andere Nutzer sichtbar. Rechtsgrundlagen sind Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse liegt in der Bereitstellung und Moderation der Diskussion sowie der Abwehr von Spam, Drohungen und sonstigem Missbrauch. Kommentare können auch nach Beendigung eines Kontos in anonymisierter Form erhalten bleiben, damit Diskussionen verständlich bleiben. Soweit keine überwiegenden Gründe entgegenstehen, kann die Löschung oder Anonymisierung verlangt werden. ### 2.6 Kontaktaufnahme Wenn Nutzer per E-Mail Kontakt aufnehmen, verarbeiten wir die mitgeteilten Angaben zur Bearbeitung und Dokumentation der Anfrage. Rechtsgrundlage ist je nach Inhalt Art. 6 Abs. 1 lit. b, lit. c oder lit. f DSGVO. Die Daten werden gelöscht, sobald die Anfrage abschließend erledigt ist und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder berechtigten Gründe für eine weitere Speicherung bestehen. ### 2.7 Cookies und lokale Speicherung Die Website verwendet technisch notwendige Cookies oder vergleichbare Speichertechniken, wenn sie für Login, Kontoverwaltung, Sicherheit, Spracheinstellungen oder die vom Nutzer ausdrücklich gewünschte Funktion erforderlich sind. Grundlage ist § 25 Abs. 2 TDDDG; die anschließende Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt insbesondere nach Art. 6 Abs. 1 lit. b oder lit. f DSGVO. Für die Reichweitenmessung setzen wir keine Tracking-Cookies ein. Sollten künftig nicht notwendige Cookies oder vergleichbare Speichertechniken verwendet werden, werden diese erst nach einer freiwilligen Einwilligung aktiviert. Eine Ablehnung wird den Zugang zu den frei verfügbaren Inhalten nicht verhindern. ### 2.8 Reichweitenmessung **Matomo:** Wir setzen unter analytics.dievossische.de eine selbst gehostete Matomo-Instanz zur statistischen Reichweitenmessung ein. Matomo wird ohne Tracking-Cookies betrieben. IP-Adressen werden gekürzt, und es werden keine geräteübergreifenden oder seitenübergreifenden Nutzerprofile erstellt. Verarbeitet werden können insbesondere aufgerufene Seiten, Zeitpunkt, verweisende Seite, gekürzte IP-Adresse sowie Browser- und Geräteinformationen. Die Daten verbleiben auf der von uns kontrollierten Infrastruktur. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO; unser berechtigtes Interesse liegt in der datensparsamen Auswertung und Verbesserung unseres Angebots. ### 2.9 Externe technische Inhalte Zur Darstellung von Schriftarten werden gegenwärtig Bunny Fonts von BunnyWay d.o.o., Cesta komandanta Staneta 4A, 1215 Medvode, Slowenien, geladen. Beim Abruf kann der Anbieter insbesondere die IP-Adresse und technische Verbindungsdaten erhalten. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO; unser Interesse liegt in einer einheitlichen, schnellen Darstellung. Um Datenübermittlungen zu minimieren, können die Schriftdateien künftig lokal bereitgestellt werden. Das Die Vossische-Mitgliederportal wird teilweise über das Content Delivery Network jsDelivr geladen. Dabei können IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Datei sowie Browser- und Geräteinformationen an beteiligte CDN-Anbieter übermittelt werden. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO; unser Interesse liegt in der sicheren und schnellen Bereitstellung der Konto- und Anmeldefunktionen. Beiträge können externe Links oder eingebettete Inhalte, etwa Videos, Audioinhalte oder Beiträge sozialer Netzwerke, enthalten. Externe Inhalte werden nur geladen, wenn dies technisch erforderlich ist oder eine gegebenenfalls erforderliche Einwilligung vorliegt. Beim Aufruf gelten zusätzlich die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters. ### 2.10 Empfänger und internationale Datenübermittlungen Empfänger personenbezogener Daten können Hosting-, E-Mail-, Sicherheits-, Analyse-, CDN- und technische Supportdienstleister sowie Behörden, Gerichte oder Rechtsberater sein, soweit eine Übermittlung erforderlich und rechtlich zulässig ist. Dienstleister werden, soweit erforderlich, vertraglich gebunden. Die Verantwortliche hat ihren Sitz in Panama. Daten können deshalb in Panama sowie durch einzelne Dienstleister in weiteren Staaten verarbeitet werden. Für Übermittlungen in Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums werden, soweit erforderlich, ein Angemessenheitsbeschluss, Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission oder andere Garantien nach Art. 44 ff. DSGVO eingesetzt. Informationen zu den einschlägigen Garantien können über die oben genannte Kontaktadresse angefordert werden. ### 2.11 Rechte betroffener Personen Betroffene Personen haben nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere das Recht auf: - Auskunft über verarbeitete personenbezogene Daten (Art. 15 DSGVO), - Berichtigung unrichtiger Daten (Art. 16 DSGVO), - Löschung (Art. 17 DSGVO), - Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO), - Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO), - Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder lit. f DSGVO (Art. 21 DSGVO), - Widerruf einer Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft (Art. 7 Abs. 3 DSGVO). Zudem besteht das Recht, sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde zu beschweren, insbesondere am gewöhnlichen Aufenthaltsort, am Arbeitsplatz oder am Ort des mutmaßlichen Verstoßes (Art. 77 DSGVO). Zur Ausübung der Rechte genügt eine Nachricht an die oben genannte Kontaktadresse. Zum Schutz vor unbefugter Offenlegung kann ein geeigneter Identitätsnachweis verlangt werden. ### 2.12 Datenschutzrechte nach dem Recht Panamas Soweit das Datenschutzrecht der Republik Panama Anwendung findet, erfolgt die Verarbeitung insbesondere nach der Ley 81 de 26 de marzo de 2019 sobre Protección de Datos Personales und dem Decreto Ejecutivo No. 285 de 28 de mayo de 2021\. Betroffene Personen können nach Maßgabe dieser Vorschriften insbesondere Zugang, Berichtigung, Löschung, Widerspruch und Datenübertragbarkeit verlangen. Anfragen können an [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org)gerichtet werden. Zuständige Datenschutzaufsicht in Panama ist die Autoridad Nacional de Transparencia y Acceso a la Información (ANTAI), Dirección de Protección de Datos Personales. Das Recht, dort eine Beschwerde einzureichen, bleibt unberührt. ### 2.13 Hinweise für Nutzer in den Vereinigten Staaten Nutzer mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten können, soweit ein auf sie anwendbares Bundes- oder einzelstaatliches Datenschutzgesetz dies vorsieht, Auskunft, Berichtigung, Löschung oder eine Kopie ihrer personenbezogenen Daten sowie den Widerspruch gegen bestimmte Verarbeitungen verlangen. Anfragen können an die oben genannte E-Mail-Adresse gerichtet werden. Wir dürfen angemessene Angaben zur Identitätsprüfung verlangen und beantworten Rechtsmittel gegen eine abgelehnte Anfrage, soweit das jeweils anwendbare Recht dies verlangt. Wir verkaufen Mitgliederdaten nicht gegen Geld. Personenbezogene Daten werden nicht für interessenbasierte Werbung an unabhängige Datenhändler überlassen. Soweit eine konkrete technische Einbindung nach dem Recht eines US-Bundesstaates dennoch als „sale“, „sharing“ oder „targeted advertising“ gilt, kann ein gesetzliches Widerspruchsrecht über [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org)ausgeübt werden. E-Mails an Empfänger in den Vereinigten Staaten enthalten zutreffende Absenderinformationen, eine gültige Postanschrift und, soweit nach dem CAN-SPAM Act erforderlich, eine deutlich erkennbare Abmeldemöglichkeit. Abmeldungen von kommerziellen Nachrichten werden spätestens innerhalb von zehn Geschäftstagen umgesetzt. ### 2.14 Kinder Das Angebot richtet sich an ein allgemeines Nachrichtenpublikum und nicht gezielt an Kinder unter 13 Jahren. Wir erheben nicht wissentlich personenbezogene Daten von Kindern unter 13 Jahren ohne eine nach anwendbarem Recht erforderliche Zustimmung der Eltern oder Sorgeberechtigten. Eltern und Sorgeberechtigte können sich an die oben genannte Kontaktadresse wenden, wenn sie annehmen, dass ein Kind entsprechende Daten übermittelt hat. ### 2.15 Automatisierte Entscheidungen und Pflicht zur Bereitstellung Eine ausschließlich automatisierte Entscheidungsfindung mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung findet nicht statt. Die Bereitstellung von Kontaktdaten ist grundsätzlich freiwillig. Ohne E-Mail-Adresse können jedoch Mitgliedschaft, Magic-Link-Anmeldung und Newsletter nicht bereitgestellt werden. ### 2.16 Sicherheit und Änderungen Wir treffen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten. Diese Erklärung kann angepasst werden, wenn sich Rechtslage, Dienste oder Datenverarbeitungen ändern. Maßgeblich ist die auf dieser Seite veröffentlichte Fassung. ## 3\. Bedingungen für die kostenlose Mitgliedschaft ### 3.1 Geltungsbereich und Vertragspartner Diese Bedingungen gelten für die kostenlose Mitgliedschaft bei „Die Vossische“. Vertragspartner ist die CEREZA, MONTE ET PONTE FOUNDATION mit den im Impressum genannten Angaben. ### 3.2 Kostenlosigkeit Derzeit werden ausschließlich kostenlose Mitgliedschaften angeboten. Die Mitgliedschaft kostet 0 Euro. Es gibt keine kostenpflichtigen Abonnements, keine wiederkehrenden Entgelte und keine kostenpflichtige Verlängerung. Für die Mitgliedschaft werden keine Zahlungsdaten erhoben oder verarbeitet. ### 3.3 Anmeldung und Konto Die kostenlose Mitgliedschaft setzt die Verwendung einer gültigen und dauerhaft erreichbaren E-Mail-Adresse voraus. Der Zugang kann über einen per E-Mail versandten Magic Link erfolgen. Zugangsmails und Magic Links dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Pro Person soll grundsätzlich nur ein Konto angelegt werden. Nicht zulässig sind insbesondere automatisierte Anmeldungen, Mehrfachregistrierungen zur Umgehung von Zugangsbeschränkungen, Identitätstäuschungen sowie die Verwendung von Wegwerf-, Einmal-, temporären oder vergleichbaren E-Mail-Adressen, wenn diese ersichtlich oder überwiegend dazu verwendet werden, sich lediglich kurzfristig Zugang zu Mitgliederinhalten zu verschaffen oder technische oder redaktionelle Zugangsbeschränkungen zu umgehen. Die Anbieterin behält sich vor, Registrierungen abzulehnen, nicht freizuschalten oder bestehende kostenlose Mitgliedschaften einzuschränken, zu sperren oder zu beenden, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung im vorgenannten Sinne bestehen. ### 3.4 Leistungen Die kostenlose Mitgliedschaft kann den Zugang zu Mitgliederartikeln, Podcasts, Kommentaren und Newslettern umfassen. Ein Anspruch auf bestimmte Inhalte, Veröffentlichungsrhythmen, einzelne Funktionen oder eine ununterbrochene Verfügbarkeit besteht nicht. Inhalte und Funktionen dürfen aus redaktionellen, technischen oder rechtlichen Gründen geändert, eingeschränkt oder eingestellt werden. ### 3.5 Newsletter Der Newsletter kann jederzeit über den Abmeldelink in jeder Nachricht beendet werden. Die Abmeldung vom Newsletter beendet nicht automatisch das Mitgliedskonto. Das Konto kann gesondert gekündigt werden. Bei Nachrichten an Empfänger in den Vereinigten Staaten werden zusätzlich die anwendbaren Vorgaben des CAN-SPAM Act beachtet. Insbesondere verwenden wir keine irreführenden Absender- oder Betreffangaben, nennen eine gültige Postanschrift und stellen für kommerzielle Nachrichten eine funktionsfähige Abmeldemöglichkeit bereit. ### 3.6 Kommentare und Hausrecht Kommentare müssen sich im Rahmen der geltenden Gesetze und einer sachbezogenen Debatte halten. Unzulässig sind insbesondere Bedrohungen, strafbare Beleidigungen, Volksverhetzung, Aufrufe zu Gewalt, gezielte Veröffentlichung privater Daten, Spam, automatisierte Werbung, rechtswidrige Inhalte und Verletzungen fremder Rechte. Beiträge dürfen moderiert, gekürzt, ausgeblendet oder gelöscht und Konten bei Verstößen vorübergehend oder dauerhaft gesperrt werden. Kritik, Widerspruch und politische Meinungsverschiedenheiten sind für sich allein kein Sperrgrund. ### 3.7 Rechte an Nutzerbeiträgen Nutzer bleiben Inhaber ihrer Rechte. Mit dem Einstellen eines Kommentars räumen sie der Anbieterin das einfache, unentgeltliche, räumlich unbeschränkte und für die Dauer der Veröffentlichung erforderliche Recht ein, den Beitrag auf der Website zu speichern, öffentlich zugänglich zu machen, technisch zu vervielfältigen und für Darstellung oder Moderation angemessen zu bearbeiten. Nutzer versichern, dass sie die erforderlichen Rechte besitzen. ### 3.8 Beendigung und Sperrung Die Mitgliedschaft kann vom Mitglied jederzeit ohne Frist über die Kontofunktion oder per E-Mail an [editorial@vossischezeitung.org](mailto:editorial@vossischezeitung.org)beendet werden. Die Anbieterin kann eine kostenlose Mitgliedschaft jederzeit für die Zukunft beenden oder den Zugang zu Mitgliederbereichen einschränken. Eine vorherige Ankündigung ist insbesondere dann nicht erforderlich, wenn konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, automatisierte Registrierung, Mehrfachkonten, Identitätstäuschung, die Weitergabe von Zugangsdaten oder die Verwendung von Wegwerf-, Einmal-, temporären oder vergleichbaren E-Mail-Adressen zur Umgehung von Zugangsbeschränkungen bestehen. Bei einem begründeten Verdacht auf eine solche Nutzung kann der Zugang mit sofortiger Wirkung vorläufig oder dauerhaft gesperrt werden. Ein Anspruch auf dauerhafte Bereitstellung oder Wiederherstellung einer kostenlosen Mitgliedschaft besteht nicht, soweit zwingendes anwendbares Recht dem nicht entgegensteht. Gesetzliche Rechte der betroffenen Person, insbesondere nach dem Datenschutzrecht, bleiben unberührt. ### 3.9 Widerruf Da die Mitgliedschaft unentgeltlich ist, fallen bei ihrer Beendigung keine Zahlungen oder Erstattungen an. Ein gesetzlich bestehendes Widerrufsrecht bleibt unberührt. Unabhängig davon kann die Mitgliedschaft jederzeit mit sofortiger Wirkung beendet werden. ### 3.10 Haftung Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den typischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt. ### 3.11 Schlussbestimmungen Es gilt das Recht der Republik Panama, soweit zwingende Schutzvorschriften des Staates, in dem ein Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht entgegenstehen. Gesetzliche Gerichtsstände für Verbraucher bleiben unberührt. Änderungen dieser Bedingungen werden auf der Website veröffentlicht; soweit für bestehende Mitgliedschaften eine Zustimmung erforderlich ist, wird sie gesondert eingeholt. ### Unsere Autoren URL: https://dievossische.de/autoren/ Last updated: 2026-08-05T19:59:49.000Z _No content available._ ### Die Vossische Topics URL: https://dievossische.de/die-vossische-topics/ Last updated: 2026-08-05T18:12:07.000Z _No content available._ ### Kommentarregeln der Vossischen URL: https://dievossische.de/kommentarregeln-der-vossischen/ Last updated: 2026-08-14T16:16:26.000Z Die Kommentarbereiche der Vossischen sollen Raum für offene Debatten und unterschiedliche Standpunkte bieten. Wir begrüßen Widerspruch, klare Worte und lebhafte Auseinandersetzungen – vorausgesetzt, sie bleiben sachbezogen und respektieren die Rechte anderer. Kommentare werden grundsätzlich nicht vollständig vor ihrer Veröffentlichung geprüft. Für den Inhalt eines Beitrags ist daher zunächst die Person verantwortlich, die ihn veröffentlicht hat. Sobald wir von einem möglichen Regelverstoß erfahren, können wir den betreffenden Beitrag prüfen, ausblenden oder löschen. ## Grundsätze unserer Debattenkultur Meinungsfreiheit bedeutet für uns, dass auch unbequeme und scharf formulierte Ansichten ihren Platz haben. Sie ist jedoch kein Freibrief für persönliche Angriffe, Einschüchterung oder rechtswidrige Inhalte. Kritisieren Sie Aussagen, Entscheidungen und Handlungen – nicht die Würde oder das Privatleben anderer Menschen. Formulieren Sie so, wie Sie selbst angesprochen werden möchten. Unterschiedliche Auffassungen sind ausdrücklich erwünscht; gezielte Störungen des Austauschs sind es nicht. ## Unzulässige Inhalte In unseren Kommentarbereichen sind insbesondere folgende Inhalte und Verhaltensweisen nicht gestattet: 1. Beleidigungen, persönliche Herabsetzungen, Bedrohungen sowie Aufrufe zu Gewalt 2. Die Veröffentlichung privater oder personenbezogener Informationen ohne Zustimmung der betroffenen Person 3. Menschenverachtende, antisemitische, rassistische oder volksverhetzende Äußerungen 4. Pornografische, grob obszöne oder anderweitig jugendgefährdende Inhalte 5. Rechtswidrige Beiträge, insbesondere Verleumdungen, üble Nachrede und die Billigung oder Unterstützung von Straftaten 6. Werbung, automatisierte Beiträge, Spam sowie Links ohne erkennbaren Bezug zum diskutierten Thema 7. Wiederholte oder massenhafte Veröffentlichung gleicher beziehungsweise nahezu gleicher Kommentare 8. Gezieltes Trolling, Identitätstäuschung und Provokationen, die erkennbar allein der Störung einer Diskussion dienen 9. Manipulationsversuche, etwa durch künstlich erzeugte Zustimmung, koordinierte Kommentaraktionen oder den Missbrauch mehrerer Konten ## Nutzerkonto erforderlich Das Veröffentlichen von Kommentaren ist ausschließlich mit einem registrierten Nutzerkonto möglich. Kommentare ohne Anmeldung oder unter einem frei gewählten Gastnamen sind nicht vorgesehen. Jedes Nutzerkonto darf nur von der dazugehörigen Person verwendet werden. Die Weitergabe von Zugangsdaten, das Auftreten unter einer falschen Identität und das Anlegen mehrerer Konten zur Umgehung von Sperren oder zur Manipulation von Diskussionen sind untersagt. Der öffentlich angezeigte Nutzername muss nicht dem bürgerlichen Namen entsprechen. Er darf jedoch keine Rechte Dritter verletzen, keine amtliche oder redaktionelle Funktion vortäuschen und nicht gezielt zu Verwechslungen mit anderen Personen führen. ## Moderation und Maßnahmen Wir behalten uns vor, regelwidrige Kommentare vollständig oder teilweise zu entfernen. Bei wiederholten oder besonders schweren Verstößen können einzelne Funktionen eingeschränkt und Nutzerkonten vorübergehend oder dauerhaft gesperrt werden. Ein Anspruch auf Veröffentlichung oder dauerhafte Verfügbarkeit eines Kommentars besteht nicht. Moderationsentscheidungen dienen dem Schutz der Diskussion und stellen keine Zustimmung zu den übrigen veröffentlichten Beiträgen dar. Wer einen möglichen Verstoß bemerkt, kann den betreffenden Kommentar über die vorgesehene Meldefunktion an die Redaktion weiterleiten. Meldungen werden geprüft, führen aber nicht automatisch zur Entfernung eines Beitrags. ## Verantwortung im Umgang miteinander Ein guter Kommentar muss nicht gefällig sein. Er darf entschieden, unbequem und pointiert formuliert sein. Entscheidend ist, dass er einen erkennbaren Beitrag zum Thema leistet und andere Menschen nicht entwürdigt oder gefährdet. Mit der Registrierung und der Veröffentlichung eines Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regeln einverstanden. ## Posts ### Der politische Preis von Rot-Grün-Rot URL: https://dievossische.de/der-politische-preis-von-rot-grun-rot/ Last updated: 2026-10-10T18:03:25.000Z ## Warum SPD und Grüne ihre Entscheidung für die Linke erklären müssen Ein Kommentar über die Berliner Koalitionssondierungen, den Umgang mit Antisemitismus und die Frage, wie viel Verantwortung Parteien für ihre künftigen Regierungspartner tragen. Berlin, 10\. Oktober 2026\. Die Frage ist längst nicht mehr nur, ob einzelne Politikerinnen der Linken auf einer Demonstration erscheinen durften, an der auch ein mutmaßlicher Unterstützer der Terrororganisation PFLP teilnahm. Die entscheidende politische Frage reicht weiter: Warum haben SPD und Grüne überhaupt Sondierungen mit einer Partei aufgenommen, deren Verhältnis zu Israel und zum Antisemitismus schon vorher erhebliche Konflikte auslöste? Die Kontroverse war bekannt. Die Anwesenheit umstrittener Aktivisten bei Veranstaltungen der Linken war bekannt. Die Auseinandersetzungen über das Existenzrecht Israels waren bekannt. [Eralp: Warum SPD und Grüne trotzdem weiterverhandelnExcerpt Elif Eralp will Berlin regieren. Doch ihre Vita reicht von der Roten Hilfe über Links\*Kanax bis zu einem Papier über den „Sturz des kapitalistischen Systems“. SPD und Grüne kennen diese Geschichte – und verhandeln trotzdem. Was sind ihre angeblichen roten Linien dann noch wert?![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-5dc9b4ba-3fae-408d-9d42-7f3aeded4476.png)Die VossischeLeon Berger![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Rote-Hilfe--Links-Kanax--Systemsturz-Rhetorik--Eralps-politische-Vergangenheit-wirft-Fragen-auf.-6f914921-c17b-4450-aebe-ddb935acda3d.jpg)](https://dievossische.de/dieser-politische-bankrott-macht-fassungslos-warum-spd-und-grune-ausgerechnet-mit-elif-eralp-uber-berlin-verhandeln/) Dennoch beschlossen die drei Parteien am 8\. Oktober, Sondierungen über eine gemeinsame Regierung aufzunehmen. Vorher handelten sie eine Antisemitismus-Vereinbarung aus, die den Weg zu diesen Gesprächen freimachen sollte.Ein Grundsatz, über den man erst verhandeln musste Allein die Entstehung dieser Vereinbarung wirft eine bemerkenswerte Frage auf. Warum mussten drei Parteien, die gemeinsam regieren wollen, zunächst über den Umgang mit Antisemitismus, Terrorverherrlichung und dem Existenzrecht Israels verhandeln? Das Dokument verspricht, jüdisches Leben zu schützen, israelbezogenen Antisemitismus zu bekämpfen und gemeinsame öffentliche Auftritte mit Akteuren auszuschließen, die Gewalt verherrlichen. Es sind Grundsätze, die SPD und Grüne offensichtlich für so wichtig hielten, dass sie ohne eine ausdrückliche Zusage der Linken keine Sondierungen beginnen wollten.Daraus ergibt sich eine grundsätzliche Kritik an ihrer Entscheidung: Wenn diese Fragen für eine Regierungszusammenarbeit unverzichtbar sind, weshalb genügen dann zunächst Unterschriften, um bestehende Zweifel auszuräumen? ## Schon einen Tag später der nächste Widerspruch Am 9\. Oktober berichtete der rbb, dass sich innerhalb der Berliner Linken Widerstand gegen die Vereinbarung formierte. Die Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität kritisierte den Ton der Verständigung und stellte insbesondere die darin enthaltenen Festlegungen zur Israelpolitik infrage. Damit war der parteiinterne Konflikt bereits öffentlich, noch bevor die Vereinbarung ihren ersten praktischen Test erlebt hatte. Am Samstag folgte die Demonstration am Brandenburger Tor. Nach dem vorliegenden BILD-Bericht nahmen Cansin Köktürk und Vanessa Emde an einer Versammlung teil, bei der auch Ibrahim Ibrahim anwesend war. Ihm werden Verbindungen zum PFLP-Unterstützerumfeld sowie die Verherrlichung des früheren Hamas-Führers Yahya Sinwar zugeschrieben. Die gleichzeitige Anwesenheit auf einer Großdemonstration beweist für sich genommen keine organisatorische Zusammenarbeit. Aber sie wirft Fragen auf, die SPD und Grüne nun anhand ihrer eigenen Vereinbarung beantworten müssen. ## Wer SPD oder Grüne wählt, muss die Koalitionsfrage mitdenken Die Zuspitzung „Wer SPD oder Grüne wählt, wählt die Linke“ beschreibt eine politische Sorge, ist aber keine mathematische Gewissheit. Eine Stimme für die SPD bleibt eine Stimme für die SPD. Eine Stimme für die Grünen bleibt eine Stimme für die Grünen. Welche Regierung daraus entsteht, hängt von Mehrheiten, Koalitionsverhandlungen und parlamentarischen Entscheidungen ab. Doch ebenso gilt: Parteien tragen Verantwortung für die Bündnisse, die sie ermöglichen. SPD und Grüne haben mit ihrer Entscheidung vom 8\. Oktober eine Regierungsoption mit der Linken ausdrücklich eröffnet. Wer ihre Politik beurteilt, kann deshalb nicht nur auf ihre eigenen Programme schauen. Auch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Linken gehört zur politischen Bilanz beider Parteien. ## Die eigentliche Entscheidung liegt vor dem Koalitionsvertrag SPD und Grüne können geltend machen, dass gerade ihre Bedingungen die Linke zu verbindlichen Zusagen verpflichtet haben. Sie könnten argumentieren, dass eine Vereinbarung mit überprüfbaren Konsequenzen besser sei als eine Zusammenarbeit ohne festgelegte Grenzen. Der entscheidende Maßstab ist jedoch nicht die Existenz eines solchen Papiers, sondern seine Anwendung. Was geschieht, wenn Funktionsträger die Vereinbarung infrage stellen? Wann gilt ein gemeinsamer Auftritt als unzulässige Kooperation? Wer prüft Vorwürfe, und welche Konsequenzen folgen aus nachgewiesenen Verstößen? Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, besteht ein Widerspruch zwischen dem Anspruch der Vereinbarung und ihrer politischen Belastbarkeit. ## Es geht um Verantwortung, nicht um Unterschriften Die Berliner Sondierungen sind noch kein abgeschlossener Koalitionsvertrag. Niemand kann aus ihnen bereits eine endgültige Regierungsbildung ableiten. Aber die Entscheidung, miteinander zu verhandeln, ist bereits gefallen. SPD und Grüne müssen sich deshalb nicht erst nach Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung Fragen zur Zusammenarbeit mit der Linken gefallen lassen. Die Verantwortung für diese politische Option beginnt mit dem Beschluss, sie zu verfolgen. Der entscheidende Vorwurf lautet nicht, dass SPD und Grüne selbst die Positionen umstrittener Linken-Politiker vertreten. Er lautet, dass sie trotz der öffentlich bekannten Konflikte eine gemeinsame Regierungsbildung prüfen – und nun zeigen müssen, welche Grenzen dabei tatsächlich gelten. Das ist die politische Bewährungsprobe der Berliner Antisemitismus-Vereinbarung. Nicht ihre Formulierungen entscheiden über ihre Glaubwürdigkeit, sondern der Umgang mit dem ersten konkreten Streitfall. --- Schlüsselbegriffe: Berliner Koalition, Rot-Grün-Rot, SPD Berlin, Grüne Berlin, Die Linke, Antisemitismus, Cansin Köktürk, Ibrahim Ibrahim. ### Willkommen in der Bundeslügenrepublik 2026 URL: https://dievossische.de/willkommen-in-der-bundeslugenrepublik-2026/ Last updated: 2026-10-10T15:39:27.000Z *Schröder feiert mit Putin. Collien Fernandes und die Tränen der Republik. Greta Thunberg entdeckt Israel als neues Feindbild. Und Berlins Linke demonstriert an der Seite eines mutmaßlichen Terror-Unterstützers – zwei Tage nach ihrem feierlichen Antisemitismus-Versprechen. SPD und Grüne spielen die Ahnungslosen. Ein Essay über ein Land, in dem die Heuchelei längst zur politischen Staatskunst geworden ist.* Es gibt Tage, an denen man die Nachrichten liest und ernsthaft darüber nachdenkt, seinen Koffer zu packen. Nicht wegen einer Wirtschaftskrise. Nicht wegen des Wetters. Sondern weil man das Gefühl bekommt, in einer gigantischen Irrenanstalt gelandet zu sein, deren Insassen sich gegenseitig Preise für moralische Überlegenheit verleihen. Der Oktober 2026 ist so ein Moment. Ein ehemaliger Bundeskanzler feiert mit einem Kriegspräsidenten Geburtstag. Eine Schauspielerin, die das öffentliche Mitgefühl für sich beansprucht, muss von ihrer eigenen minderjährigen Tochter juristisch zur Zurückhaltung verpflichtet werden. Eine ehemalige Klimaheilige zieht am Jahrestag des Hamas-Massakers gegen Israel durch Berlin. Und ausgerechnet jene Linkspartei, die gerade schriftlich versprochen hat, gegen Antisemitismus vorzugehen, demonstriert zwei Tage später auf derselben Veranstaltung wie ein bekannter Unterstützer einer palästinensischen Terrororganisation. SPD und Grüne? Die wollen mit dieser Partei regieren. **Willkommen in der Bundeslügenrepublik 2026.** ## Gerhard Schröder: Ein Prosit auf den Kriegsverbrecher? Wladimir Putin wurde am 7\. Oktober 74 Jahre alt. Und wer durfte beim Geburtstagsbesuch nicht fehlen? Gerhard Schröder. Der inzwischen 82-jährige ehemalige Bundeskanzler besuchte seinen alten Freund in Moskau. Der Kreml bestätigte die Einladung. Schröder ist inzwischen auch wieder geschäftlich in Russland engagiert, diesmal für die Supermarktkette Hyperglobus. Während ukrainische Städte bombardiert werden, pflegt der einstige deutsche Regierungschef seine persönlichen Beziehungen zum Mann im Kreml. Natürlich darf Schröder Freunde haben. Auch schlechte Freunde. Aber ein ehemaliger Bundeskanzler ist eben nicht irgendein Rentner aus Hannover. Schröder hat Deutschland regiert. Heute demonstriert er, wie wenig ihm offenbar daran liegt, was aus seinem politischen Vermächtnis geworden ist. Seine Freundschaft mit Putin ist keine private Schrulle mehr. Sie ist ein politisches Statement. **Manche Männer verlieren im Alter ihr Gedächtnis. Andere offenbar ihren politischen Kompass.** ## Collien Fernandes: Tränen lügen nicht. Oder doch? Deutschland liebt weinende Prominente. Besonders, wenn die Tränen vor laufenden Kameras fließen und sich daraus eine gesellschaftliche Debatte entwickeln lässt. Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Ehemann Christian Ulmen erhoben. Ob und inwieweit diese zutreffen, ist eine Frage der Beweise und gegebenenfalls der Justiz. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Doch während die Öffentlichkeit noch über die Anschuldigungen diskutiert, geschah etwas Bemerkenswertes. Die gemeinsame 14-jährige Tochter schaltete Anwälte ein, um ihre Privatsphäre gegenüber der eigenen Mutter zu schützen. Am 1\. Oktober 2026 gab Fernandes eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. Nach Angaben der Anwälte hatte das Mädchen wiederholt darum gebeten, persönliche Angelegenheiten nicht öffentlich zu machen. Eine Mutter, die selbst im Mittelpunkt einer öffentlichen Auseinandersetzung über persönliche Verletzungen steht, muss von ihrem Kind juristisch an dessen Recht auf Privatleben erinnert werden. Was für eine bittere Ironie. Das sagt nichts darüber aus, ob die Vorwürfe gegen Ulmen stimmen. Aber es sagt etwas über den Widerspruch zwischen öffentlicher Selbstdarstellung und privater Verantwortung. Tränen beweisen nichts. Weder Wahrheit noch Unschuld noch moralische Überlegenheit. **Vielleicht sollten wir endlich wieder lernen, Menschen an ihrem Handeln zu messen. Nicht an der Menge ihrer Tränen.** ## Greta Thunberg: Vom Klimawunder zur Israel-Anklägerin Erinnern wir uns an das Mädchen mit dem Pappschild vor dem schwedischen Parlament. Politiker lagen ihr zu Füßen. Journalisten behandelten sie wie eine moderne Prophetin. Wer Greta Thunberg widersprach, musste damit rechnen, öffentlich als rückständig oder verantwortungslos zu gelten. Heute ist aus der Klimaikone eine Aktivistin geworden, deren öffentliche Auftritte zunehmend vom Kampf gegen Israel bestimmt werden. Am 7\. Oktober 2026 demonstrierte Thunberg in Berlin für Palästina. Am dritten Jahrestag jenes Hamas-Massakers, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel ermordet und Hunderte verschleppt wurden. Bei der Demonstration wurden auch verbotene Symbole gezeigt; die Polizei nahm mehrere Personen fest. Dass Thunberg solche Symbole selbst zeigte oder billigte, ist damit nicht belegt. Aber ihre politische Entscheidung bleibt bemerkenswert. Von 365 Tagen im Jahr wählt man ausgerechnet den Jahrestag eines antisemitischen Massakers für einen Protest, dessen Hauptanklage Israel gilt. Wer Menschenrechte universell verteidigen will, muss sich fragen lassen, wo seine Empörung über die ermordeten jüdischen Zivilisten geblieben ist. Thunberg muss sich nicht jede Parole anderer Demonstranten zurechnen lassen. Aber sie muss sich die Frage nach ihren eigenen politischen Prioritäten gefallen lassen. **Greta Thunberg hat ihre moralische Autorität nicht verloren, weil sie Israel kritisiert. Sie verspielt sie dort, wo ihre öffentliche Empörung selektiv erscheint.** Vielleicht wäre es inzwischen besser, ihren nächsten Auftritt einfach einmal zu ignorieren. Nicht jede Provokation verdient eine Weltbühne. ## Elif Eralp und die Berliner Linke: Frau Lippenbekenntnis lässt grüßen Und dann kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt dieses politischen Irrenhauses. Berlin. Dort will die Linkspartei mit SPD und Grünen regieren. An ihrer Spitze steht Elif Eralp, eine Frau, die seit Wochen erklärt, wie entschieden sie gegen Antisemitismus sei. So entschieden offenbar, dass die anderen Parteien sich erst eine schriftliche Versicherung geben lassen mussten. Am 8\. Oktober unterzeichneten SPD, Grüne und Linke eine Vereinbarung zum Umgang mit Antisemitismus, jüdischem Leben und dem Existenzrecht Israels. Man muss sich diesen Vorgang vorstellen. Drei Parteien möchten gemeinsam die deutsche Hauptstadt regieren. Und bevor man über Schulen, Wirtschaft, Sicherheit oder Wohnungsbau spricht, muss zunächst schriftlich festgehalten werden, dass Antisemitismus nicht akzeptabel ist. Als wäre das eine politische Sonderleistung. Als müsste man im Jahr 2026 erst darüber verhandeln, ob jüdisches Leben geschützt werden soll. **Wenn man eine Partei erst vertraglich auf demokratische Selbstverständlichkeiten verpflichten muss, warum verhandelt man überhaupt mit ihr?** Doch es kommt noch besser. ## Samstag in Berlin: Zwei Tage später marschiert die Linke neben einem Terror-Unterstützer Am heutigen Samstag, dem 10\. Oktober, ziehen mehr als 2.000 Demonstranten unter dem Motto „United4Palestine“ durch Berlin. Mit dabei sind nach Medienberichten die Linken-Abgeordneten Cansin Köktürk und Vanessa Emde. Ebenfalls unter den Teilnehmern: Ibrahim Ibrahim. Jener Aktivist, dem Verbindungen zur PFLP zugeschrieben werden, einer von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuften palästinensischen Gruppierung. Ihm wird außerdem vorgeworfen, einen maßgeblichen Organisator des Hamas-Massakers vom 7\. Oktober verherrlicht zu haben. Ibrahim war bereits bei der Wahlfeier der Berliner Linken aufgetaucht. Jetzt also wieder eine Veranstaltung, bei der führende Linken-Politikerinnen anwesend sind. Dass sie dieselbe Demonstration besuchen, beweist noch keine persönliche Zusammenarbeit. Politisch aber stellt sich eine weitaus unangenehmere Frage: Warum schafft es eine Partei, die gerade einen umfassenden Antisemitismus-Kodex unterschrieben hat, nicht einmal, sich bei ihren öffentlichen Auftritten glaubwürdig von solchen Akteuren abzugrenzen? Die Linke Neukölln hatte sogar zur gemeinsamen Teilnahme an der Demonstration mobilisiert. Vanessa Emde kündigte ihren Protest mit den Worten „Jetzt erst recht“ an. **Jetzt erst recht!** Zwei Tage nach der feierlichen Vereinbarung. Und Elif Eralp? Frau Lippenbekenntnis? Wo bleibt die klare politische Antwort? Wo bleibt die Distanzierung? Wo bleiben die Konsequenzen, von denen in der Vereinbarung so feierlich die Rede war? Es wäre zu einfach, jede Demonstration für palästinensische Zivilisten pauschal zu verurteilen. Doch von Politikern, die für ein Regierungsamt Verantwortung beanspruchen, darf man erwarten, dass sie auf die extremistischen Teilnehmer und antisemitischen Parolen in ihrem politischen Umfeld reagieren. Nicht irgendwann. Jetzt. ## Cansin Köktürk: Hauptsache, die Empörung stimmt Und mittendrin Cansin Köktürk. Eine Bundestagsabgeordnete, die bereits durch heftige parlamentarische Auseinandersetzungen aufgefallen ist und sich gern als entschlossene Vertreterin ihrer politischen Überzeugungen präsentiert. Nur scheint der Entschluss zur politischen Selbstprüfung weniger ausgeprägt. Während ihre Partei öffentlich erklärt, Antisemitismus konsequent entgegenzutreten, nimmt Köktürk an einer Demonstration teil, auf der auch Ibrahim Ibrahim erscheint. Eine Straftat ist das nicht. Aber Politik besteht nicht nur aus Strafrecht. Politik besteht auch aus Verantwortung, Urteilsvermögen und Glaubwürdigkeit. Wer sich gegen Antisemitismus bekennt, muss sich daran messen lassen, wie er mit Menschen und Organisationen umgeht, denen die Verherrlichung antisemitischer Gewalt vorgeworfen wird. **Man kann nicht donnerstags den moralischen Reinheitsnachweis unterschreiben und samstags so tun, als habe das alles mit der eigenen politischen Praxis nichts zu tun.** ## SPD und Grüne: Wozu soll man euch eigentlich noch wählen? Der eigentliche Skandal sind inzwischen allerdings SPD und Grüne. Denn sie wissen, mit wem sie verhandeln. Sie kennen die Debatten innerhalb der Linkspartei. Sie wissen von den umstrittenen Aktivisten, den radikalen Strömungen, den innerparteilichen Widerständen gegen die Antisemitismus-Vereinbarung. Schon am Freitag wandten sich rund 120 Linke gegen die Verständigung. Und trotzdem sollen die Gespräche weitergehen. Warum? Weil die Macht lockt? Weil man sich lieber mit politischen Widersprüchen arrangiert, als auf die Aussicht zu verzichten, wieder regieren zu dürfen? SPD und Grüne hätten diese Verhandlungen unter solchen Voraussetzungen gar nicht erst aufnehmen sollen. Das Problem ist nicht, dass sie mit einer demokratisch gewählten Partei sprechen. Das Problem ist, dass sie selbst fundamentale Zweifel an deren Verlässlichkeit dokumentieren und diese dann mit einem Stück Papier für erledigt erklären. Wenn eine solche Vereinbarung ernst gemeint ist, muss sie auch etwas kosten können: die Regierungsbeteiligung. Und damit stellt sich eine weitere Frage. **Wozu überhaupt noch SPD oder Grüne wählen, wenn am Ende die Linke mitregiert und ihre politischen Positionen mit am Kabinettstisch sitzen?** Wer eine rot-grün-rote Regierung ausdrücklich will, kann sie wählen. Wer aber SPD oder Grüne gerade als Korrektiv zur Linken verstanden hat, darf sich getäuscht fühlen. Das ist keine Erneuerung der Demokratie. Das ist eine politische Vertrauenskrise mit Koalitionsvertrag in Vorbereitung. ## Ein Land zum Davonlaufen Was verbindet diese Geschichten? Schröder und seine Freundschaft zum Kreml. Fernandes und den juristisch erzwungenen Schutz ihrer Tochter. Greta und ihre demonstrative moralische Gewissheit. Elif Eralp und die Bekenntnisse ihrer Partei. Köktürk und Emde auf Berlins Straßen. SPD und Grüne mit ihrer angeblich unverrückbaren roten Linie. Es ist der wachsende Abstand zwischen öffentlichem Anspruch und tatsächlichem Verhalten. Zwischen Moral und Konsequenz. Zwischen Worten und Taten. Deutschland ist zu einem Land geworden, in dem politische Haltungen wie Orden vor sich hergetragen werden, während die Frage nach der eigenen Verantwortung regelmäßig als unverschämte Zumutung erscheint. Der normale Bürger soll das alles hinnehmen. Soll glauben, dass ein Papier politische Überzeugungen verändert. Soll jede öffentlich vergossene Träne für den Ausdruck höherer Wahrhaftigkeit halten. Soll verstehen, weshalb ein ehemaliger Bundeskanzler dem russischen Präsidenten weiterhin seine Aufwartung macht. Und soll möglichst nicht fragen, warum Parteien, die vor Antisemitismus warnen, gleichzeitig mit einer Partei regieren möchten, deren eigene Mitglieder ihre frisch unterschriebenen Grundsätze offen infrage stellen. Irgendwann bleibt nur noch ein Gedanke. Weg hier. Koffer packen. Zum Flughafen fahren. Ein Ticket kaufen. Möglichst weit weg. Dorthin, wo einen nicht jeden Morgen ein neuer Akt politischer Selbstgerechtigkeit erwartet. Doch vielleicht ist genau das die falsche Konsequenz. Warum sollten die Bürger gehen, die von Politikern Glaubwürdigkeit verlangen? Warum sollten jene das Feld räumen, die sich noch an den Unterschied zwischen Anstand und dessen öffentlicher Inszenierung erinnern? Vielleicht müssen nicht die Bürger verschwinden. **Vielleicht müssen endlich diejenigen ihre politische Bühne verlassen, die aus Verantwortung eine Pose, aus Moral ein Geschäftsmodell und aus demokratischen Grundsätzen eine Verhandlungsmasse gemacht haben.** Deutschland braucht keine weiteren Bekenntnisse. Keine neuen Papiere. Keine Pressekonferenzen voller Betroffenheit. Keine Politiker, die heute Grundsätze unterschreiben und morgen erklären, weshalb die nächste Ausnahme leider unvermeidlich sei. Es braucht Menschen, deren Handeln zu ihren Worten passt. Bis dahin bleibt uns diese traurige Feststellung: **Willkommen in der Bundeslügenrepublik 2026.** *Einem Land, in dem jeder Haltung zeigt, solange sie ihn nichts kostet.* *Und in dem man sich inzwischen fragt, ob Auswandern nicht die letzte Möglichkeit ist, dem täglichen Wahnsinn zu entkommen.* --- Bundeslügenrepublik, Gerhard Schröder, Putin, Collien Fernandes, Greta Thunberg, Elif Eralp, Cansin Köktürk, Vanessa Emde, Die Linke, Antisemitismus, Berlin, SPD, Grüne ### Linke demonstrieren mit Terror-Unterstützer – zwei Tage nach ihrem Antisemitismus-Versprechen URL: https://dievossische.de/linke-demonstrieren-mit-terror-unterstutzer-zwei-tage-nach-ihrem-antisemitismus-versprechen/ Last updated: 2026-10-10T15:12:27.000Z Zwei Tage nach dem Antisemitismus-Pakt demonstrieren Linken-Politikerinnen in Berlin auf derselben Veranstaltung wie Ibrahim Ibrahim, der Hamas-Chef Sinwar als Märtyrerhelden gefeiert haben soll. Jetzt stellt sich die Frage, wie ernst SPD, Grüne und Linke ihre eigenen Regeln nehmen. _This post is for subscribers only._ ### Collien Fernandes: Wenn eine Tochter ihre Mutter zum Schweigen bringen muss URL: https://dievossische.de/collien-fernandes-wenn-eine-tochter-ihre-mutter-zum-schweigen-bringen-muss/ Last updated: 2026-10-10T14:45:07.000Z *Eine 14-Jährige verlangt Privatsphäre. Ihre Mutter veröffentlicht persönliche Details. Am Ende steht eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Doch selbst danach geht die öffentliche Auseinandersetzung weiter. Der Fall Fernandes zeigt, wie schnell das Kindeswohl im Scheinwerferlicht verschwindet.* ## Tränen auf dem roten Teppich. Anwälte für die eigene Tochter. Am 8\. Oktober steht Collien Fernandes beim BRIGITTE Award im Rampenlicht. Sie spricht über ihren Kampf gegen Gewalt an Frauen, zeigt sich emotional, kämpft im RTL-Interview mit den Tränen. Die Kameras laufen, die Schlagzeilen folgen. Doch während die Öffentlichkeit erneut auf die prominente Schauspielerin blickt, gibt es eine andere Geschichte. Eine, die weniger glamourös ist. Und die weit mehr Aufmerksamkeit verdient. **Die 14-jährige Tochter von Collien Fernandes und Christian Ulmen hat anwaltliche Hilfe benötigt, um ihre Privatsphäre gegenüber der eigenen Mutter zu schützen.** Am 1\. Oktober 2026 gab Fernandes gegenüber ihrer Tochter eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. Das teilte die Kanzlei Höch Rechtsanwälte am 7\. Oktober mit. Damit verpflichtet sich die Moderatorin, bestimmte persönliche Angelegenheiten ihrer Tochter künftig nicht erneut öffentlich zu machen. Warum musste es überhaupt so weit kommen? ## Wenn eine Mutter die Grenzen ihres Kindes ignoriert Die Erklärung der Anwälte enthält einen bemerkenswerten Satz. Die Tochter habe ihre Mutter in der Vergangenheit und auch aktuell mehrfach ausdrücklich darum gebeten, persönliche Angelegenheiten nicht öffentlich zu erzählen. Mehrfach. Ausdrücklich. Keine beiläufige Bemerkung. Kein einmaliger Streit über ein harmloses Familienfoto. Nach Darstellung der Rechtsanwälte ging es um wiederholte Bitten einer Minderjährigen, ihr Privatleben nicht zum Gegenstand öffentlicher Erzählungen zu machen. Fernandes hatte zuvor Einzelheiten auf Instagram veröffentlicht. Welche konkreten Inhalte von der Unterlassungserklärung erfasst werden, geht aus der veröffentlichten anwaltlichen Mitteilung nicht hervor. Aber eines ist dokumentiert: Am Ende stand eine rechtlich verbindliche Erklärung. **Eine Tochter sollte ihre Mutter nicht erst mithilfe von Rechtsanwälten daran erinnern müssen, dass auch Kinder Persönlichkeitsrechte besitzen.** Das ist der eigentliche Skandal dieser Geschichte. ## Die Mutter klagt über Öffentlichkeit – die Tochter verlangt Privatsphäre Besonders bemerkenswert ist Fernandes' Reaktion. Gegenüber der ARD-Sendung *Brisant* kritisierte sie die Darstellung der Anwälte als verkürzt und aus dem Zusammenhang gerissen. Sie verwies auf einen noch nicht abgeschlossenen Rechtsstreit vor dem Landgericht Berlin II. Außerdem beklagte sie, dass mit anwaltlichen Pressemitteilungen die Öffentlichkeit gesucht werde. Das ist eine erstaunliche Argumentation. Denn gerade um Öffentlichkeit geht es in diesem Konflikt: um die Veröffentlichung privater Angelegenheiten einer 14-Jährigen, die nach Angaben ihrer Anwälte ausdrücklich darum gebeten hatte, damit aufzuhören. Natürlich lässt sich fragen, ob die Anwälte einer Minderjährigen ihren rechtlichen Erfolg öffentlich mitteilen mussten. Auch diese Entscheidung darf kritisch betrachtet werden. **Aber die Frage nach einer Pressemitteilung beantwortet nicht die entscheidende Frage: Warum wurden die wiederholten Bitten des Kindes nach Darstellung seiner Anwälte nicht bereits vorher respektiert?** Fernandes sieht sich durch die öffentliche Darstellung des Konflikts angegriffen. Die Tochter verlangt, dass persönliche Details nicht verbreitet werden. Das sind zwei unterschiedliche Anliegen. Und das zweite sollte im Mittelpunkt stehen. ## Christian Ulmen: Die Unschuldsvermutung ist kein lästiges Detail Der Familienkonflikt steht vor dem Hintergrund schwerwiegender Vorwürfe, die Collien Fernandes öffentlich gegen ihren früheren Ehemann Christian Ulmen erhoben hat. Es geht unter anderem um Vorwürfe körperlicher Übergriffe sowie um die Verbreitung pornografischer Darstellungen über gefälschte Online-Identitäten. Diese Vorwürfe sind ernst. Sie verlangen eine sorgfältige juristische Prüfung. **Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.** Das bedeutet nicht, dass Fernandes schweigen müsste oder ihre Vorwürfe nicht öffentlich erheben dürfte. Es bedeutet aber, dass mediale Empörung keine gerichtliche Feststellung von Schuld ersetzt. Sollten sich die Vorwürfe nicht bestätigen, stellt sich die Frage nach den Folgen für Ulmens Ruf, seine berufliche Existenz und sein persönliches Leben. Eine öffentliche Vorverurteilung lässt sich nicht einfach durch einen späteren Freispruch rückgängig machen. Doch unabhängig davon, wie die Auseinandersetzung zwischen den ehemaligen Eheleuten juristisch endet, bleibt eine andere Verpflichtung bestehen. **Ihr gemeinsames Kind darf nicht zum Kollateralschaden dieses Konflikts werden.** ## Die Maschinerie der öffentlichen Betroffenheit Wir leben in einer Mediengesellschaft, in der Emotionen längst zur eigenen Währung geworden sind. Ein Auftritt auf dem roten Teppich, ein Interview, eine bewegte Stimme, ein neuer öffentlicher Konflikt: Alles lässt sich in Schlagzeilen verwandeln. Das bedeutet nicht, dass gezeigte Gefühle unecht wären. Aber die Echtheit von Tränen beantwortet keine Frage nach Verantwortung. Gerade deshalb ist der Kontrast in diesem Fall so bedrückend. Auf der einen Seite steht eine prominente Frau, die öffentlich für den Schutz von Frauen und gegen Gewalt eintritt. Auf der anderen Seite steht ihre minderjährige Tochter, die nach Darstellung ihrer Rechtsanwälte wiederholt darum bitten musste, dass persönliche Einzelheiten nicht in die Öffentlichkeit getragen werden. Wer öffentlich für Persönlichkeitsrechte kämpft, muss sich auch daran messen lassen, wie er mit den Persönlichkeitsrechten der Menschen im eigenen Umfeld umgeht. Das ist keine Relativierung des Engagements von Fernandes gegen Gewalt an Frauen. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit. **Rechte gelten nicht erst dann, wenn sie zur eigenen öffentlichen Botschaft passen.** ## Das Kindeswohl braucht keine Kameras Es wäre falsch, aus einer Unterlassungserklärung ein vollständiges Urteil über das Familienleben von Collien Fernandes abzuleiten. Niemand außerhalb des engsten Umfelds kennt sämtliche Umstände dieses privaten Konflikts. Auch die Darstellung der Anwälte ist eine parteiliche Erklärung in einer rechtlichen Auseinandersetzung. Aber wir müssen nicht das gesamte Familienleben kennen, um eine klare Grenze zu ziehen. Eine 14-Jährige besitzt ein eigenes Recht auf Privatsphäre. Es ist weder eine Verlängerung der Rechte ihrer Mutter noch ein Bestandteil der öffentlichen Auseinandersetzung ihrer Eltern. Sie muss sich nicht dafür rechtfertigen, bestimmte Einzelheiten ihres Lebens für sich behalten zu wollen. Und sie muss auch nicht hinnehmen, dass ihre persönlichen Angelegenheiten deshalb öffentlich werden, weil ihre Eltern prominent sind. Eltern haben nicht nur die Aufgabe, ihre Kinder vor fremden Übergriffen auf deren Privatsphäre zu schützen. Sie müssen diese Privatsphäre auch selbst respektieren. ## Der wahre Maßstab ist nicht der Applaus Collien Fernandes mag für ihr gesellschaftliches Engagement Anerkennung verdienen. Sie mag unter den öffentlichen Auseinandersetzungen erheblich leiden. Beides kann zutreffen. Doch nichts davon entkräftet die zentrale Frage dieses Falls. Warum musste ihre Tochter anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die Veröffentlichung bestimmter persönlicher Angelegenheiten zu verhindern? Die Unterlassungserklärung liegt nach Angaben der Anwälte vor. Eine erneute Verletzung dieser Verpflichtung ist damit nicht nachgewiesen. Und ob die öffentliche Stellungnahme der Mutter rechtlich zu beanstanden ist, lässt sich daraus ebenfalls nicht ableiten. Die grundsätzliche Kritik bleibt trotzdem bestehen. **Wer über die Rechte anderer spricht, muss auch die Grenzen des eigenen Kindes achten.** Am Ende dieser Geschichte sollte nicht die nächste Fernsehkamera stehen. Nicht das nächste Interview. Nicht der nächste öffentliche Schlagabtausch zwischen Anwälten und Prominenten. Sondern eine 14-Jährige, deren Wunsch erstaunlich bescheiden ist: Dass ihr Privatleben privat bleiben darf. **Dafür hätte es niemals einer strafbewehrten Unterlassungserklärung bedürfen sollen.** --- ### Quellen - Höch Rechtsanwälte, Pressemitteilung vom 7\. Oktober 2026: „Collien Fernandes gibt gegenüber ihrer Tochter Unterlassungserklärung ab“. - ARD *Brisant*, 8\. Oktober 2026: Stellungnahme von Collien Fernandes zur Unterlassungserklärung. - RTL, 8\. Oktober 2026: Berichterstattung über den juristischen Schritt der Tochter und den Auftritt von Fernandes beim BRIGITTE Award. - n-tv/dpa, 8\. Oktober 2026: Unterlassungserklärung und Hintergrund der Auseinandersetzung. --- Collien Fernandes, Christian Ulmen, Kindeswohl, Unterlassungserklärung, Privatsphäre, Medienkritik, Kommentar ### Die Linke – ein Sicherheitsrisiko für ganz Deutschland? URL: https://dievossische.de/die-linke-ein-sicherheitsrisiko-fur-ganz-deutschland/ Last updated: 2026-10-10T14:33:53.000Z **Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour warnt vor der Berliner Linkspartei. Doch der Blick auf Bundesbeschlüsse, antisemitische Parolen und extremistische Verherrlichung innerhalb der Linksjugend zeigt: Das Problem reicht weit über Berlin hinaus. Es betrifft die gesamte Partei – und insbesondere ihren politischen Nachwuchs.** [Stalin, Mao, DDR: Der BAK Agitprop der LinksjugendStalin, Mao und DDR-Symbolik: Teil 3 untersucht den früheren BAK Agitprop der Linksjugend, dokumentierte Aussagen von Funktionären, die offizielle Distanzierung des Verbandes und die Frage, warum interne Kontrollen erst nach öffentlicher Recherche griffen.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-14ee423a-7317-40cd-ab35-0f7f853725e4.png)Die VossischeCilla Zielinski![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Der-BAK-Agitprop-der-Linksjugend-606d28f2-1294-4708-bc99-ac14cccaecc9.jpg)](https://dievossische.de/stalin-mao-und-die-ddr-was-im-bak-agitprop-der-linksjugend-geschah/) Berlin, 10\. Oktober 2026\. Ausgerechnet ein prominenter Grüner spricht aus, was seine Berliner Parteifreunde offenbar nicht hören wollen. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour bezeichnet die Berliner Linke als Sicherheitsrisiko. Nicht nur für die Hauptstadt, sondern darüber hinaus. Im Interview mit BILD sagt Nouripour: > „Eine Partei, die hier die regierende Mehrheit stellen will und an dieser Stelle eine offene Flanke hat, ist ein Sicherheitsrisiko – nicht nur für Berlin.“ Das ist eine bemerkenswerte Warnung. Sie kommt nicht von der CDU, nicht von der AfD, nicht von einem konservativen Kommentator. Sie kommt von einem ehemaligen Bundesvorsitzenden der Grünen, dessen eigene Partei in Berlin über eine Regierungskoalition mit genau jener Linkspartei verhandelt. Doch Nouripours Analyse greift zu kurz. Das Problem heißt nicht Berliner Linke. Das Problem ist bundesweit organisiert. Und sein politischer Nachwuchs liefert dafür die schriftlichen Belege gleich selbst. ## Der Fall Koçak: Kontakte, Fotos und ausbleibende Konsequenzen Ausgangspunkt der jüngsten Auseinandersetzung ist der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak. BILD berichtet über Aufnahmen, die Koçak gemeinsam mit Ibrahim Ibrahim zeigen. Dieser wird als Unterstützer der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) beschrieben. Ibrahim soll außerdem Hamas-Führer Yahya Sinwar nach dessen Tod als Märtyrerhelden gewürdigt haben. Ein gemeinsames Foto beweist weder eine politische Übereinstimmung noch eine Mitgliedschaft in einem terroristischen Netzwerk. Die entscheidende Frage lautet vielmehr, welche Beziehungen bestanden, was Koçak über die Positionen seines Gegenübers wusste und warum eine überzeugende öffentliche Aufklärung ausbleibt. Nouripour hält die bisherigen Erklärungen für unzureichend und nennt den Vorgang „indiskutabel“. Nach dem BILD-Bericht vom 10\. Oktober erklärte Linken-Fraktionschef Sören Pellmann, die Bundestagsfraktion sehe keinen Bedarf für weitere Konsequenzen. Koçak solle seine Sprecherfunktion für Antirassismus und Antifaschismus behalten. Lediglich ein Ausschusswechsel sei vorgesehen. Das politische Signal ist verheerend: Ein schwerwiegender Vorgang wird diskutiert, aber an der politischen Zuständigkeit des Abgeordneten soll sich praktisch nichts ändern. Und damit wird aus einer individuellen Kontroverse eine Frage an die Führung der gesamten Bundestagsfraktion. ## Der eigentliche Skandal liegt im Jugendverband Wer wissen will, weshalb die Debatte nicht auf Berlin begrenzt werden kann, muss auf den 17\. Juni 2026 zurückblicken. An diesem Tag veröffentlichten der Bayerische Rundfunk und die ARD eine investigative Recherche über die Linksjugend \['solid\]. Die Journalisten hatten interne Kommunikationsstrukturen des bundesweiten Jugendverbandes untersucht. Was sie fanden, ging weit über eine kontroverse Debatte zur israelischen Regierung hinaus. Nach den Recherchen verherrlichten Funktionäre und Vorstandsmitglieder Stalin, Mao und die DDR. In internen Foren und Chats wurden antisemitische Parolen verbreitet. Ein Bundessprecher fiel durch Äußerungen auf, die der BR als Verharmlosung der Hamas einordnete. Eine der dokumentierten Parolen lautete: „Israel verrecke!“ Das ist keine sachliche Kritik an Benjamin Netanjahu. Es ist eine Vernichtungsparole gegen einen Staat, dessen Bevölkerung mehrheitlich jüdisch ist. Die Ergebnisse betrafen nicht bloß irgendeinen anonymen Internetkanal. Es ging um Kommunikation innerhalb eines bundesweit organisierten politischen Jugendverbandes und um Personen mit Funktionen in diesem Verband. Der BR veröffentlichte seine Erkenntnisse unter der Überschrift „Stalin, Mao, Hamas – Was in der Linksjugend sagbar ist“. Die Linksjugend distanzierte sich am 21\. Juni von Gewaltfantasien, entmenschlichender Sprache und antisemitischen Positionen. Sie kündigte interne Prüfungen an. Auch mehrere Landesvorsitzende der Mutterpartei verlangten Konsequenzen. Doch die Frage bleibt: Wie konnte sich eine solche politische Kultur innerhalb der Strukturen überhaupt entwickeln? Und weshalb muss eine Partei, die ständig vor Rechtsextremismus warnt, erst durch journalistische Recherchen daran erinnert werden, dass Stalin-Verehrung und antisemitische Vernichtungsparolen nicht zum demokratischen Diskurs gehören? ## Schwarz auf weiß: Der Bundesverband geht voran Noch aufschlussreicher als einzelne Chatnachrichten sind die offiziellen Beschlüsse der Linksjugend. Auf ihrem 18\. Bundeskongress 2025 verabschiedete sie den Antrag „Nie wieder zu einem Völkermord schweigen!“ Darin erklärt der Jugendverband seine frühere Position zum Nahostkonflikt für unzureichend. Er spricht vom kolonialen und rassistischen Charakter des israelischen Staatsprojekts und verlangt von der Mutterpartei eine entsprechende politische Kurskorrektur. Das ist keine Berliner Resolution. Es handelt sich um einen Beschluss des bundesweiten Jugendverbandes. Die Linksjugend macht ihre veränderte Position zur offiziellen politischen Linie und fordert die gesamte Linkspartei auf, ihr zu folgen. Die Organisation erklärt zugleich, sie erkenne das Existenzrecht und den Schutz aller Bevölkerungsgruppen an, einschließlich der jüdischen Bevölkerung. Der Beschluss ist deshalb kein Beweis für eine Unterstützung der Hamas. Aber gerade hier liegt der politische Konflikt: Wenn sich die programmatische Auseinandersetzung immer stärker um die grundsätzliche Legitimität des israelischen Staatsprojekts dreht, muss geklärt werden, wo die Kritik an staatlichem Handeln endet und wo die Delegitimierung jüdischer Selbstbestimmung beginnt. Diese Frage lässt sich nicht dadurch erledigen, dass man jeden Einwand als Versuch bezeichnet, Kritik an Israel zu unterdrücken. ## Baden-Württemberg, Thüringen, Schleswig-Holstein: Keine Berliner Ausnahme Die bundesweite Dimension lässt sich an den veröffentlichten Beschlüssen verschiedener Landesverbände nachvollziehen. In Baden-Württemberg beschloss die Linksjugend 2025, sich gegen den Zionismus zu stellen, propalästinensische Aktionen zu unterstützen und entsprechende Positionen auch innerhalb der Mutterpartei durchzusetzen. Ein weiterer Beschluss bekräftigt ausdrücklich die bundesweite Linie des 18\. Bundeskongresses.In Thüringen verabschiedete der Landesjugendverband am 26\. Oktober 2025 eine eigene Resolution zum Gaza-Krieg. Auch dort wird die Politik Israels als Völkermord bezeichnet. Der Beschluss erinnert zugleich an die israelischen Opfer des 7\. Oktober und die Geiseln der Hamas. Schleswig-Holstein wiederum positioniert sich ausdrücklich gegen den gegenwärtigen politischen Zionismus und fordert unter anderem ein Ende israelischer Besatzungspolitik. Der Verband betont dabei ebenfalls seine Ablehnung von Antisemitismus. Diese Beschlüsse sind nicht identisch. Sie beweisen auch nicht, dass die jeweiligen Landesverbände terroristische Organisationen unterstützen. Sie dokumentieren jedoch etwas anderes: Die radikale Verschiebung des Nahostdiskurses innerhalb der Linksjugend ist keine Berliner Besonderheit. Sie findet in mehreren Bundesländern statt und wird durch die Beschlüsse des Bundesverbandes zusammengeführt. Berlin ist damit nicht der Ursprung eines ausschließlich lokalen Problems. Berlin ist der Ort, an dem die bundesweite Entwicklung nun besonders unmittelbar mit der Frage nach staatlicher Macht kollidiert. ## Stalin, Mao und der merkwürdige Antifaschismus Ein zweiter Befund der BR-Recherche verdient mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit. Die Verherrlichung kommunistischer Diktatoren innerhalb von Teilen der Linksjugend steht in einem bemerkenswerten Widerspruch zum demokratischen Selbstverständnis, das der Verband öffentlich vertritt. Stalin war für politische Säuberungen, Terror und massenhafte Verfolgung verantwortlich. Maos Herrschaft kostete durch politische Kampagnen, Repression und katastrophale staatliche Entscheidungen Millionen Menschen das Leben. Wer solche Herrscher als Vorbilder inszeniert, kann nicht gleichzeitig glaubwürdig behaupten, die eigene politische Haltung sei allein durch das Bekenntnis zum Antifaschismus demokratisch legitimiert. Das bedeutet nicht, dass jeder Sozialist ein Extremist wäre. Es bedeutet aber, dass ein demokratischer Jugendverband die Verherrlichung totalitärer Herrscher nicht als belanglose Provokation behandeln darf. Und es stellt eine unbequeme Frage an die Bundespartei: Welche politischen Vorstellungen werden innerhalb ihres Nachwuchses toleriert, welche sanktioniert – und wer entscheidet darüber? ## Die Parteiführung: Das Problem ist bekannt Die Linke kann nicht behaupten, von den Vorgängen überrascht worden zu sein. Schon im Juni 2026 berichtete der Bayerische Rundfunk, dass führende Mitglieder der Partei nach den Enthüllungen über den Jugendverband Konsequenzen verlangten. Jetzt kommt der Fall Koçak hinzu. Nach dem von BILD wiedergegebenen Stand vom 10\. Oktober sieht die Bundestagsfraktion jedoch keinen Bedarf für weitere Konsequenzen gegen ihren Abgeordneten. Das ist der entscheidende Punkt. Eine bundesweit organisierte Partei ist nicht für jede Äußerung jedes Mitglieds persönlich verantwortlich. Sie ist aber sehr wohl dafür verantwortlich, wie sie mit dokumentierten Vorfällen, Funktionsträgern und eigenen Organisationsstrukturen umgeht. Wer politische Verantwortung übernehmen will, muss erklären können, welche Maßstäbe gelten und welche Konsequenzen bei Verstößen tatsächlich gezogen werden. ## Eine Kommission als politisches Feigenblatt? Besonders absurd erscheint vor diesem Hintergrund die Berliner Debatte über eine mögliche Kommission, die antisemitische Vorfälle innerhalb eines künftigen Regierungsbündnisses bewerten soll. Nouripour verlangt nach dem BILD-Interview, eine solche Kommission solle mit Vertretern des Zentralrats der Juden besetzt werden. Damit ist das grundsätzliche Problem jedoch nicht gelöst. Eine Regierungskoalition benötigt keine Sonderkommission, um festzustellen, dass Terrorverherrlichung und antisemitische Hetze mit demokratischer Regierungsverantwortung unvereinbar sind. Eine Koalition, die erst ein Gremium braucht, um ihre eigenen politischen Mindeststandards zu überwachen, hat bereits vor ihrem Amtsantritt ein Vertrauensproblem. Und noch etwas: Der Zentralrat der Juden ist eine Interessenvertretung jüdischen Lebens in Deutschland. Er sollte nicht zum politischen Reparaturbetrieb einer Koalition gemacht werden, die ihre Konflikte nicht selbst lösen kann. ## Warum schweigen SPD und Grüne zur bundesweiten Dimension? Für die Berliner Grünen ist Nouripours Intervention besonders unangenehm. Bereits zuvor hatten prominente Parteifreunde gewarnt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir forderte, bei problematischen Kräften innerhalb der Linken dieselben Maßstäbe anzulegen wie gegenüber anderen Parteien. Der Grünen-Sicherheitsexperte Konstantin von Notz stellte die Integrität staatlichen Handelns in den Mittelpunkt seiner Warnung. Nun spricht ein Bundestagsvizepräsident von einem Sicherheitsrisiko. Trotzdem wird über Regierungsbeteiligung verhandelt. Dabei betrifft die Frage weit mehr als die Personalpolitik im Roten Rathaus. In Berlin werden Entscheidungen über Polizei, Verfassungsschutz, Justiz, Schulen und öffentliche Fördermittel getroffen. Wer diese Behörden und Institutionen politisch führen will, muss jeden Zweifel an seiner Distanz zu terroristischen Organisationen und antidemokratischen Ideologien ausräumen. Die dokumentierten Vorfälle bei der Linksjugend zeigen zunächst ein ideologisches und organisatorisches Problem. Ob daraus eine konkrete Gefährdung staatlicher Sicherheitsinteressen entsteht, muss anhand überprüfbarer Vorgänge beurteilt werden. Gerade deshalb wäre eine ernsthafte Aufklärung notwendig – statt einer Koalitionsvereinbarung, in der die Parteien sich gegenseitig demokratische Selbstverständlichkeiten versprechen. ## Nicht Berlin ist der Sonderfall – Berlin ist der Testfall Omid Nouripour hat mit seiner Warnung eine Debatte eröffnet, die längst bundesweit geführt werden müsste. Denn die Belege liegen vor: antisemitische Äußerungen in internen Kommunikationsstrukturen, dokumentierte Verherrlichung totalitärer Herrscher, programmatische Radikalisierung im Nahostdiskurs und ein Jugendverband, der seine politischen Forderungen ausdrücklich an die gesamte Mutterpartei richtet. Daraus folgt nicht, dass sämtliche Mitglieder der Linken extremistisch wären. Es folgt aber sehr wohl, dass die Probleme nicht mehr überzeugend auf einzelne Berliner Funktionäre reduziert werden können. Die Verantwortung liegt beim Bundesverband, bei der Bundestagsfraktion und bei den Landesführungen. Die entscheidenden Fragen sind längst nicht mehr, ob die Linke ein Problem hat oder ob einzelne Vorgänge bloß missverstanden wurden. Die Fragen lauten: Warum konnten sich solche Positionen innerhalb der Jugendorganisation etablieren? Welche Konsequenzen wurden tatsächlich gezogen? Und weshalb soll ausgerechnet eine Partei Regierungsverantwortung übernehmen, die grundlegende Konflikte in ihren eigenen Strukturen noch nicht überzeugend geklärt hat? Nouripour nennt die Berliner Linke ein Sicherheitsrisiko. Die Recherchen über die Linksjugend zeigen, weshalb diese Warnung nicht an der Berliner Stadtgrenze enden darf. Berlin ist der Testfall. Das politische Problem ist bundesweit. --- ## Quellen und Dokumentation - BILD, 10\. Oktober 2026: Interview von Nadja Aswad und Patricia Platiel mit Omid Nouripour, „Berliner Linke sind ein Sicherheitsrisiko“ (vom Nutzer bereitgestellter Artikel). - Bayerischer Rundfunk/ARD, 17\. Juni 2026: [Stalin, Mao, Hamas – Was in der Linksjugend sagbar ist](https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/linksjugend-106.html?ref=dievossische.de). - Linksjugend \['solid\], 2025: [Beschlüsse des 18\. Bundeskongresses](https://www.linksjugend-solid.de/congress/2025-xviii-bundeskongress-i-tagung/?ref=dievossische.de). - Linksjugend \['solid\], 21\. Juni 2026: [Stellungnahme zu den Recherchen des Bayerischen Rundfunks](https://www.linksjugend-solid.de/statement-zur-br-recherche/?ref=dievossische.de). - Linksjugend Baden-Württemberg: [Offizielles Beschlussarchiv des Landesverbandes](https://www.bw.linksjugend-solid.de/beschluesse/?ref=dievossische.de). ## --- Die Linke, Omid Nouripour, Linksjugend, Antisemitismus, Ferat Koçak, Berliner Linke, Linksextremismus, Sicherheitsrisiko, Bundespolitik. ### Friedensnobelpreis 2026: Menschenrechte für alle – oder nur für die Richtigen? URL: https://dievossische.de/friedensnobelpreis-2026-menschenrechte-fur-alle-oder-nur-fur-die-richtigen/ Last updated: 2026-10-10T12:39:11.000Z Die südafrikanische Juristin Navi Pillay erhält den Friedensnobelpreis. Ihre Anschuldigungen gegen Israel sind weltweit bekannt. Doch während sie sich zur moralischen Richterin über einen demokratischen Staat aufschwingt, gehören Fremdenhass, rassistische Gewalt und brutale Farmmorde zur Realität ihres Heimatlandes. Ein Nobelpreis, der unbequeme Fragen aufwirft. Von Alvan Bovay | Kommentar ![SWITZERLAND-UN-RIGHTS](https://images.openai.com/static-rsc-4/eH1pOxd7L4HQKggjckrCcypw83r4sxc-ysEi-vnn7xAM1RHVc5fjDhZ5f48HlMoP7GieIroe8VuFEi6n5jaWVxWHp0u9yZxCzQ2b2qtoGbDJd4_fATtv4wh1-yPznHm-Y_N1hf9KI1fo-UsvC0RIS3eA-MeoM70VaJSSc65NgArqgYe6gftM-NkmWen7S7HG?purpose=inline) ## Ein Nobelpreis, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet Am 9\. Oktober 2026 hat das norwegische Nobelkomitee eine Entscheidung getroffen, die es als Triumph des internationalen Rechts feiert. Die 85-jährige südafrikanische Juristin Navanethem „Navi“ Pillay erhält den Friedensnobelpreis. Die offizielle Begründung würdigt ihren Einsatz für Frieden und internationales Recht. Das Nobelkomitee bescheinigt ihr außergewöhnlichen Mut, Integrität und einen festen moralischen Kompass. Große Worte. Vielleicht zu große. Denn wer sich anschickt, über die Einhaltung universeller Menschenrechte zu urteilen, muss sich selbst eine unbequeme Frage gefallen lassen: Gelten diese Rechte tatsächlich überall mit derselben Konsequenz? Oder gibt es Länder, die mit besonderer moralischer Entschlossenheit verfolgt werden, während andere weit weniger internationale Aufmerksamkeit erfahren? Donald Trump hat die Nobelpreisentscheidung ebenfalls angegriffen. Seine persönliche Fixierung auf die Auszeichnung und seine pauschalen Vorwürfe helfen allerdings wenig weiter. Es gibt weitaus ernstere Gründe, Pillays Auszeichnung kritisch zu betrachten. Sie betreffen Israel, Südafrika und die zunehmende Politisierung internationaler Menschenrechtsinstitutionen. ## Israel auf der Anklagebank – die Hamas als Ausgangspunkt Pillay leitete von 2021 bis 2025 eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Israel und den palästinensischen Gebieten. Im September 2025 erklärte diese Kommission, Israel habe im Gazastreifen Völkermord begangen. Sie erhob schwerste Vorwürfe gegen die israelische Staatsführung, einschließlich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Israel weist die Anschuldigungen zurück. Dabei geht es nicht um eine nebensächliche juristische Auseinandersetzung. Der Vorwurf des Völkermords gehört zu den schwersten Anschuldigungen, die gegen einen Staat überhaupt erhoben werden können. Ihn auszusprechen bedeutet, die politische und moralische Legitimität staatlichen Handelns grundsätzlich infrage zu stellen. Dass die Kommission auch die Hamas wegen Kriegsverbrechen, gezielter Angriffe auf Zivilisten, Geiselnahmen und sexueller Gewalt verantwortlich machte, gehört zur vollständigen Darstellung. Gerade deshalb muss die entscheidende Frage lauten: Hat Pillays Kommission sämtliche Verantwortlichen mit der gleichen juristischen Strenge untersucht? Sind die Beweismaßstäbe, die Bewertung von Absichten und die daraus gezogenen politischen Schlussfolgerungen tatsächlich vergleichbar? Die Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts ist schließlich noch kein rechtskräftiges Urteil eines internationalen Gerichts. Auch der Internationale Gerichtshof hat in dem von Südafrika gegen Israel angestrengten Verfahren bislang kein abschließendes Urteil über den Völkermordvorwurf gefällt. Das Verfahren läuft weiter. Ein Friedensnobelpreis darf nicht den Eindruck erwecken, eine juristisch noch offene Frage sei durch die moralische Autorität des Nobelkomitees endgültig entschieden. ## Südafrika: Menschenrechte im Schatten der eigenen Gewalt Besonders bemerkenswert ist die Begeisterung der südafrikanischen Regierung über Pillays Auszeichnung. Präsident Cyril Ramaphosa gratulierte der Preisträgerin und würdigte ihren Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenrechte. ### **Ausgerechnet Südafrika.** Ein Staat, der sich international gern als Verteidiger der Menschenrechte präsentiert, während er im eigenen Land mit massiver Gewaltkriminalität, Fremdenfeindlichkeit und gravierenden Defiziten beim Schutz seiner Bevölkerung konfrontiert ist. Human Rights Watch dokumentierte am 20\. Mai 2026 eine neue Welle fremdenfeindlicher Angriffe auf afrikanische und asiatische Migranten. Menschen wurden eingeschüchtert, geschlagen und aus ihren Geschäften vertrieben. Bürgerwehrartige Gruppen behinderten den Zugang von Ausländern zu Gesundheitseinrichtungen und Bildung. Die Behörden reagierten nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation vielfach unzureichend. Es sind keineswegs nur Weiße, die in Südafrika unter rassistischer Gewalt leiden. Häufig trifft sie Menschen aus anderen afrikanischen Ländern, die im vermeintlichen Land der Befreiung Schutz, Arbeit und eine Zukunft suchen. Das Land, das die Apartheid überwunden hat, ist bis heute nicht frei von rassistischer Ausgrenzung. Die historische Erfahrung eigener Unterdrückung ist kein Freibrief für das Versagen gegenüber den Opfern heutiger Diskriminierung. ## Die ermordeten Farmer – eine unbequeme Realität Hinzu kommen die brutalen Überfälle und Morde auf südafrikanischen Farmen. Weiße Farmer gehören zu den Opfern. Ebenso schwarze Farmbesitzer, Beschäftigte und Bewohner landwirtschaftlicher Betriebe. Die Verbrechen sind real. Menschen werden in ihren Häusern überfallen und getötet. Wer das Leid der Opfer allein deshalb relativiert, weil manche von ihnen weiß sind, hat den Begriff universeller Menschenrechte nicht verstanden. Allerdings tragen die verfügbaren Kriminalstatistiken nicht die Behauptung eines systematisch organisierten Völkermords an weißen Farmern. Auch über den rassistischen Hintergrund einzelner Verbrechen lässt sich nicht pauschal urteilen. Die südafrikanische Polizei und die Bürgerrechtsorganisation AfriForum streiten zudem über die Erfassung der Fälle. Doch warum sollte die Abwesenheit eines nachgewiesenen Genozids die politische Dringlichkeit dieser Verbrechen verringern? Muss Gewalt erst den Tatbestand des Völkermords erfüllen, bevor sich die internationale Menschenrechtsgemeinschaft ernsthaft dafür interessiert? Die entscheidende Frage ist nicht, ob jeder Farmmord rassistisch motiviert ist. Die Frage ist, ob der südafrikanische Staat seine Bürger unabhängig von Herkunft und Hautfarbe wirksam schützen kann. ## Wo bleibt die gleiche moralische Entschlossenheit? Niemand kann Navi Pillay persönlich für sämtliche Verbrechen verantwortlich machen, die in Südafrika geschehen. Das wäre ebenso unsinnig wie der Versuch, jeden deutschen Juristen für die Gewaltkriminalität in Deutschland verantwortlich zu erklären. Doch Pillay ist keine gewöhnliche Juristin. Sie ist eine international gefeierte moralische Autorität, ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und nun Friedensnobelpreisträgerin. Deshalb darf man von ihr erwarten, dass sie den Zustand der Menschenrechte in ihrer Heimat mit derselben Ernsthaftigkeit behandelt wie den Nahostkonflikt. Dabei ist eines festzuhalten: Ihre internationale Tätigkeit beschränkt sich keineswegs auf Israel. Pillay war unter anderem am Ruanda-Tribunal tätig und arbeitet auch im Verfahren um die Rohingya in Myanmar. Der Vorwurf, sie habe sich ausschließlich mit Israel beschäftigt, wäre also falsch. Aber damit ist die Frage nach der Gleichmäßigkeit ihrer öffentlichen Maßstäbe nicht beantwortet. Welche konkreten politischen Forderungen hat Pillay gegenüber den südafrikanischen Behörden erhoben, wenn Migranten angegriffen oder Menschen wegen ihrer Herkunft bedroht wurden? Welche Konsequenzen hat sie von ihrer eigenen Regierung verlangt? Und weshalb steht die internationale Würdigung ihrer Arbeit derzeit so stark im Zeichen der Konfrontation mit Israel? Ein abschließender Vergleich ihrer gesamten Äußerungen zu Südafrika und Israel liegt hier nicht vor. Daraus lässt sich kein persönliches Schweigen beweisen. Die Fragen sind dennoch berechtigt – gerade bei einer Auszeichnung, deren Begründung ausdrücklich auf universelle Rechtsprinzipien abstellt. ## Das Problem ist auch das Nobelkomitee Mit dieser Preisvergabe wird nicht lediglich eine erfolgreiche Juristin geehrt. Das Nobelkomitee verleiht einer bestimmten Vorstellung internationaler Gerechtigkeit seine höchste symbolische Anerkennung. Doch Menschenrechte dürfen nicht vom politischen Ansehen eines Staates abhängen. Das gilt für Israel. Das gilt für die Palästinenser. Das gilt für schwarze Migranten in Südafrika. Und es gilt genauso für weiße Farmer und ihre Familien. Wer Verbrechen gegen Israelis relativiert, verliert seine moralische Glaubwürdigkeit. Wer das Leid palästinensischer Zivilisten ignoriert, ebenso. Und wer die Opfer rassistischer Gewalt in Südafrika nach Herkunft oder Hautfarbe unterschiedlich bewertet, hat das Grundprinzip der Menschenrechte preisgegeben. Gerade das Nobelkomitee müsste daher besonders sorgfältig prüfen, ob die von ihm ausgezeichneten Persönlichkeiten diesem universellen Anspruch in ihrer gesamten öffentlichen Arbeit gerecht werden. ## Ein Preis, der keinen Heiligenschein verleiht Navi Pillay hat unbestreitbare Verdienste im Kampf gegen die Apartheid und bei der Entwicklung des internationalen Strafrechts. Aber vergangene Verdienste entziehen eine Persönlichkeit nicht der Kritik an ihrem heutigen Wirken. Auch der Friedensnobelpreis ist kein Unfehlbarkeitszertifikat. Seine Verleihung darf nicht dazu führen, dass politische Einseitigkeit grundsätzlich ausgeschlossen wird, nur weil die ausgezeichnete Person für die Menschenrechte spricht. Im Gegenteil: Je größer die moralische Autorität, desto strenger muss die öffentliche Prüfung ihrer Maßstäbe ausfallen. Wer universelle Menschenrechte predigt, muss sich an ihrer universellen Anwendung messen lassen. Das ist weder eine Forderung Donald Trumps noch eine Verteidigung irgendeiner Regierung. Es ist der elementare Anspruch, den das Nobelkomitee selbst zur Grundlage seiner Entscheidung erklärt hat. Und an genau diesem Anspruch muss sich der Friedensnobelpreis 2026 messen lassen. --- Friedensnobelpreis 2026, Navi Pillay, Israel, Südafrika, Menschenrechte, Nobelkomitee, Kommentar Zentrale Quellen zur redaktionellen Prüfung - [Norwegisches Nobelkomitee: Offizielle Preisbegründung, 9\. Oktober 2026](https://www.nobelpeaceprize.org/press/press-releases/nobel-peace-prize-for-2026?ref=dievossische.de) - [UN-Untersuchungskommission: Bericht über Israel, September 2025](https://www.un.org/unispal/document/israel-has-committed-genocide-in-the-gaza-strip-un-commission-finds-16sep25/?ref=dievossische.de) - [Human Rights Watch: Fremdenfeindliche Gewalt in Südafrika, Mai 2026](https://www.hrw.org/news/2026/05/20/south-africa-new-waves-of-xenophobic-attacks?ref=dievossische.de) - [Human Rights Watch: Länderbericht Südafrika 2026](https://www.hrw.org/world-report/2026/country-chapters/south-africa?ref=dievossische.de) ### Russland kauft deutsche Buchrechte – während es Bücher verbietet URL: https://dievossische.de/russland-kauft-deutsche-buchrechte-wahrend-es-bucher-verbietet/ Last updated: 2026-10-10T12:00:28.000Z *Die Frankfurter Buchmesse feiert die Freiheit der Literatur. Doch die aktuellen Branchenzahlen offenbaren einen bemerkenswerten Widerspruch: Russland gehört weiterhin zu den größten Käufern deutscher Buchrechte. Gleichzeitig verfolgt das Putin-Regime Autoren, lässt Bücher verschwinden und kontrolliert Verlage mit künstlicher Intelligenz. Wie viel Geschäft verträgt die Glaubwürdigkeit einer Branche, die sich zur Meinungsfreiheit bekennt?* **Frankfurt – Bücher sind gefährlich. Jedenfalls für Diktaturen.** Deshalb werden sie verboten. Deshalb werden Autoren verfolgt. Deshalb verschwinden Werke aus Bibliotheken. Und deshalb beschäftigt sich das russische Regime inzwischen sogar mit der automatisierten Kontrolle literarischer Texte. Doch während Russland seine eigene Buchbranche immer stärker kontrolliert, bleibt das Land ein bedeutender Abnehmer deutscher Buchrechte. **Das ist keine Verschwörungstheorie. Es steht in der offiziellen deutschen Branchenstatistik.** ## 6.137 Lizenzen verkauft – Russland unter den wichtigsten Kunden Deutsche Verlage verkauften im Jahr 2025 insgesamt **6.137 Buchlizenzen ins Ausland**. Die wichtigsten Abnehmerländer waren China, Russland und Spanien. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hervor. Die Statistik nennt Russland ausdrücklich unter den führenden Lizenzmärkten. Wie viele der 6.137 Verträge allein auf russische Geschäftspartner entfielen, ist aus der veröffentlichten Zusammenfassung allerdings nicht ersichtlich. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/buchmarkt-2025-die-offiziellen-zahlen-430629?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist bemerkenswert. Seit Februar 2022 führt Russland einen groß angelegten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Europäische Union hat umfangreiche Wirtschaftssanktionen verhängt. Und das russische Regime verschärft seine Kontrolle über Kultur, Medien und Literatur. Trotzdem bleibt Russland ein wichtiger Markt für deutsche Buchrechte. **Die Frage lautet nicht, ob russische Menschen deutsche Literatur lesen dürfen. Selbstverständlich dürfen sie das.** Die Frage lautet: **Mit welchen russischen Unternehmen machen deutsche Verlage Geschäfte, und unter welchen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen?** ## Moskau kontrolliert inzwischen sogar Klassiker Wie weit die literarische Kontrolle in Russland reicht, zeigt eine Recherche der *Welt* vom 3\. August 2026. Russische Verlage setzen demnach KI-Systeme ein, um Manuskripte nach potenziell verbotenen Inhalten zu durchsuchen. Betroffen sind unter anderem Darstellungen von Drogenkonsum, Homosexualität und unerwünschten gesellschaftspolitischen Positionen. Die automatisierte Kontrolle kann sogar klassische Literatur erfassen. Werke von Puschkin, Gogol und anderen kanonischen Autoren erhielten Warnhinweise wegen bestimmter Inhalte. Was im Westen als groteske Überregulierung erscheinen mag, besitzt für russische Verlage einen ernsthaften Hintergrund. Sie müssen damit rechnen, dass Veröffentlichungen juristische Konsequenzen haben. [DIE WELT](https://www.welt.de/kultur/article6a5f5e4bfb6c4ab717fc948e/die-zensur-besorgt-in-russland-jetzt-die-kuenstliche-intelligenz.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Aus dem Lektorat wird eine politische Gefahrenkontrolle.** Nicht mehr allein literarische Qualität entscheidet über den Text. Sondern zunehmend die Frage, ob eine staatliche Behörde darin einen verbotenen Inhalt entdecken könnte. ## Verlagsmitarbeiter werden verhaftet Die Repression beschränkt sich keineswegs auf Warnhinweise. PEN America dokumentiert in seinem im Mai 2026 veröffentlichten *Freedom to Write Index* die Verfolgung russischer Autoren und Verlagsmitarbeiter. Besonders aufschlussreich ist der Fall des Romans *Summer in the Red Scarf*. Das Buch behandelt eine Liebesgeschichte zwischen Jungen. Die Autorinnen Elena Malisova und Katerina Silvanova mussten Russland bereits 2022 verlassen. 2025 geriet auch der Verlag ins Visier staatlicher Ermittler. Mehrere Mitarbeiter des großen russischen Verlagsunternehmens Eksmo wurden im Zusammenhang mit Veröffentlichungen zu LGBT-Themen festgenommen. PEN America dokumentiert außerdem Bußgelder gegen Buchhandlungen und die Entfernung des Titels von einer Onlineplattform. [PEN America](https://pen.org/report/freedom-to-write-index-2025/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist die Realität eines Landes, das weiterhin deutsche Buchrechte einkauft. ## Bücher verschwinden aus russischen Bibliotheken Noch deutlicher wird der staatliche Zugriff bei Bibliotheken. Im Juni 2026 berichtete Euronews über die Auswirkungen russischer Gesetze gegen sogenannte ausländische Agenten und unerwünschte Organisationen. Nach einem russischen Branchenbericht könnten öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken bis zu 15 Prozent ihrer Bestände verlieren. Einige kommunale Bibliotheken müssten möglicherweise sogar bis zu 70 Prozent ihrer Bücher aussortieren. Dabei handelt es sich um berichtete mögliche Auswirkungen, nicht um eine bereits nachgewiesene vollständige Entfernung dieser Bestände. Doch schon die Größenordnung zeigt, welche Auswirkungen die politischen Vorschriften auf das kulturelle Angebot haben können. [euronews](https://de.euronews.com/my-europe/2026/06/10/russland-bibliotheken-bucher-verbot?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Ein Staat, der Bücher aus seinen Bibliotheken entfernt, kann gleichzeitig nicht glaubwürdig behaupten, literarische Vielfalt uneingeschränkt zu schützen.** ## In der Ukraine werden Bücher zerstört Während Frankfurt über Literatur und internationale Verständigung spricht, werden in der Ukraine die materiellen Grundlagen des Buchmarktes vernichtet. Der *Guardian* berichtete am 4\. Oktober über russische Angriffe auf ukrainische Verlags- und Logistikeinrichtungen. Besonders schwer betroffen war der Verlag Ranok in Charkiw. Bei einem Angriff auf sein Lager wurden rund acht Millionen Bücher zerstört. Darunter befanden sich nach dem Bericht auch 628.000 neue Schulbücher. [The Guardian](https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2026/oct/04/incinerated-novels-destroyed-warehouses-russia-war-ukrainian-books?utm%5Fsource=chatgpt.com) Man muss sich diese Zahl vorstellen. **Acht Millionen Bücher.** Nicht digitale Dateien. Nicht theoretische Rechte. Sondern gedruckte Literatur und Unterrichtsmaterialien. Vernichtet durch einen Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt. Dieser Vorgang steht in einem bitteren Gegensatz zum internationalen Anspruch der Frankfurter Buchmesse, Literatur als Instrument kultureller Verständigung zu fördern. ## Sind Buchgeschäfte mit Russland deshalb falsch? Die Antwort fällt nicht automatisch für jeden Vertrag gleich aus. Ein deutscher Roman kann russischen Lesern Perspektiven eröffnen, die staatlich kontrollierte Medien nicht bieten. Ein Buch über persönliche Freiheit kann gerade dort wichtig sein, wo diese Freiheit eingeschränkt wird. Auch oppositionelle russische Verlage benötigen internationale Literatur. **Der Verkauf einer Buchlizenz nach Russland ist deshalb nicht automatisch eine Unterstützung des Putin-Regimes.** Aber das entbindet deutsche Verlagshäuser nicht von der Pflicht, ihre Geschäftspartner sorgfältig zu prüfen. Dabei stellen sich konkrete Fragen. Welche russischen Verlage erwerben die Rechte? Welche wirtschaftlichen oder staatlichen Verbindungen bestehen? Welche Veröffentlichungen werden vorab verändert? Welche Vertragsklauseln schützen den Originaltext? Und welche Möglichkeiten besitzt ein deutscher Rechteinhaber, wenn eine Übersetzung aus politischen Gründen gekürzt wird? Aus den bislang veröffentlichten aggregierten Branchenzahlen lassen sich diese Fragen nicht beantworten. **Genau diese Informationslücke verdient journalistische Aufmerksamkeit.** ## Die Buchmesse diskutiert über politische Zensur Am Freitag, dem 9\. Oktober, stand im Zentrum Wort der Frankfurter Buchmesse eine Veranstaltung mit dem Titel **„Vermintes Gelände – Übersetzen im geopolitischen Spannungsfeld“** auf dem Programm. Moderator Paul Ingendaay diskutierte mit den Übersetzerinnen Larissa Bender, Karin Betz und Christiane Körner über Literatur aus politisch schwierigen Ländern. Die offizielle Veranstaltungsbeschreibung stellte ausdrücklich die Frage nach staatlicher Zensur, Selbstzensur und geopolitischen Spannungen. Dabei ging es auch um den Konflikt zwischen politischer Bewertung und literarischer Qualität. Die Veranstaltung fand von 14 bis 15 Uhr in Halle 5.0 statt. Ein vollständiges, unabhängig überprüftes Gesprächsprotokoll liegt uns nicht vor; konkrete Aussagen der Teilnehmerinnen werden deshalb hier nicht zugeschrieben. [Frankfurter Buchmesse 2026](https://event.buchmesse.de/de/sessions/63458?utm%5Fsource=chatgpt.com) Die eigentliche Frage reicht allerdings über die Übersetzungsarbeit hinaus. **Was geschieht, wenn ein Buch zwar übersetzt werden darf, seine Inhalte aber nicht unverändert erscheinen können?** ## Erich Reiss Publishing: Wenn Literatur politisch unerwünscht wird Für unser Buchmesse-Special über **Erich Reiss Publishing** ist diese Frage besonders relevant. Der Verlag veröffentlicht fünf aktuelle Bücher aus unterschiedlichen Genres. **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger**, **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr**, **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger**, **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“ von Jonathan Falk** sowie **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher**. Gerade zwei dieser Bücher verdeutlichen, wie unterschiedlich literarische Freiheiten international geschützt werden. ### „72 Geschlechter“ – Gesellschaftskritik ohne staatliche Genehmigung Michael und Dirk Kirschberger setzen sich in ihrem Sachbuch kritisch mit Identitätspolitik, Geschlechtsbegriffen und gesellschaftlichen Erwartungen auseinander. Man kann ihren Thesen zustimmen. Man kann ihnen widersprechen. Man kann sie wissenschaftlich, politisch oder gesellschaftlich kritisieren. Doch der entscheidende Unterschied zwischen einem freiheitlichen und einem autoritären System liegt darin, dass diese Auseinandersetzung grundsätzlich möglich bleibt. In Russland können bereits bestimmte Darstellungen sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität rechtliche Konsequenzen auslösen. ### „Sechs Wochen Gegenwind“ – Eine Liebesgeschichte als politisches Problem? Paul Fishers Roman erzählt von Jona und Leo und ihrer ersten Liebe während eines Hamburger Sommers. Im demokratischen Rechtsstaat ist eine solche Geschichte zunächst genau das: Ein Jugendroman. In Russland können Veröffentlichungen mit homosexuellen Themen dagegen in den Anwendungsbereich repressiver Gesetze geraten. Das bedeutet nicht, dass eine konkrete russische Ausgabe von *Sechs Wochen Gegenwind* verboten worden wäre. Eine solche Ausgabe oder ein entsprechendes Verbot ist hier nicht nachgewiesen. **Aber die russische Gesetzgebung verdeutlicht, weshalb Autoren- und Verlagsrechte mehr umfassen als die bloße Genehmigung, ein Buch zu drucken.** Sie betreffen auch die Freiheit, es unverändert veröffentlichen zu können. ## Und ausgerechnet Übersetzer werden ausgezeichnet Am Donnerstag erhielt das amerikanische Literaturprojekt **Words Without Borders** den Aficionado Award 2026. Das 2003 gegründete digitale Magazin macht internationale Literatur durch englische Übersetzungen zugänglich. Dabei konzentriert es sich ausdrücklich auch auf Autoren aus wenig beachteten Sprachräumen. Die Jury würdigte, dass das Projekt unter anderem Werke von Elena Ferrante, Olga Tokarczuk und Jon Fosse einem englischsprachigen Publikum vorgestellt hatte, bevor diese international weithin bekannt wurden. Geschäftsführerin Elisabeth Jaquette nahm den Preis am 8\. Oktober in Frankfurt entgegen. Das *Börsenblatt* berichtete am 9\. Oktober über die Verleihung. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/preise-und-auszeichnungen/die-literatur-ermoeglicher-445021?ref=dievossische.de) Das zeigt, wie wertvoll grenzüberschreitende Literaturvermittlung sein kann. Aber es zeigt auch, worum es im internationalen Buchgeschäft eigentlich gehen sollte. Nicht allein um den Verkauf möglichst vieler Rechte. Sondern darum, Werke für Leser zugänglich zu machen, ohne ihre literarische und gedankliche Eigenständigkeit zu zerstören. ## Die Branche muss ihre eigenen Widersprüche untersuchen Die Frankfurter Buchmesse ist der wichtigste internationale Handelsplatz der Buchbranche. Hier werden Übersetzungsrechte verkauft. Hier werden Geschäftsbeziehungen angebahnt. Hier wird über die Zukunft literarischer Freiheit gesprochen. Doch ausgerechnet bei einem der politisch problematischsten Buchmärkte Europas bleiben wichtige wirtschaftliche Fragen in der öffentlichen Diskussion weitgehend unbeantwortet. Russland gehört zu den bedeutenden Käufern deutscher Buchrechte. Gleichzeitig schränkt der russische Staat die Freiheit seiner eigenen Verlage ein. Das ist ein dokumentierter Widerspruch zwischen internationalem Literaturhandel und nationaler Kulturpolitik. **Daraus folgt kein pauschales Verbot von Buchgeschäften mit russischen Unternehmen.** Aber es folgt eine Verpflichtung zur kritischen Prüfung. Wer sind die Vertragspartner? Welche Bücher werden tatsächlich veröffentlicht? Welche werden verändert? Und welche Werke verschwinden aus politischen Gründen? Die Antworten können nur durch konkrete Recherchen zu Verlagen, Verträgen und Veröffentlichungen gefunden werden. ## Meinungsfreiheit darf nicht an der Landesgrenze enden Frankfurt spricht über Freiheit. Moskau kontrolliert Inhalte. In der Ukraine werden Bücher zerstört. Und der internationale Rechtehandel läuft weiter. Diese Gleichzeitigkeit ist eine der unbequemen Realitäten der Buchmesse 2026. Sie muss nicht zwangsläufig zu einem Ende des kulturellen Austauschs führen. Aber sie verlangt, dass die Branche genauer hinsieht. **Denn die Freiheit des Buches besteht nicht nur darin, dass jemand seine Rechte kaufen darf.** Sie besteht darin, dass ein Autor schreiben kann, was er für richtig hält. Dass ein Übersetzer den Text unverfälscht übertragen darf. Dass ein Verlag ihn ohne politische Einschüchterung veröffentlichen kann. Und dass ein Leser selbst entscheidet, was er lesen möchte. **Ein Buchmarkt, der diese Freiheiten nicht gewährleistet, ist kein freier Buchmarkt.** Auch dann nicht, wenn er weiterhin Millionen mit Büchern verdient. --- Frankfurter Buchmesse 2026, Russland, Buchzensur, Putin, Buchrechte, Meinungsfreiheit, Erich Reiss Publishing, Literaturfreiheit **Zentrale Quellen:** [Börsenblatt: Buchmarkt 2025 – Die offiziellen Zahlen](https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/buchmarkt-2025-die-offiziellen-zahlen-430629?utm%5Fsource=chatgpt.com) · [PEN America: Freedom to Write Index 2025](https://pen.org/report/freedom-to-write-index-2025/?utm%5Fsource=chatgpt.com) · [Buchmesse: Übersetzen im geopolitischen Spannungsfeld](https://event.buchmesse.de/de/sessions/63458?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Redaktionsstand: 10\. Oktober 2026.** Die Lizenzzahlen beziehen sich auf 2025\. Weder bestimmten deutschen Verlagen noch Erich Reiss Publishing werden konkrete Geschäfte mit russischen Vertragspartnern unterstellt. Die politische und wirtschaftliche Bewertung ist eine redaktionelle Einordnung. ### FRANKFURTER BUCHMESSE 2026: JUGENDLICHE WOLLEN KEINE SCHONLITERATUR URL: https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-jugendliche-wollen-keine-schonliteratur/ Last updated: 2026-10-10T11:00:58.000Z ### Rebellion gegen das Kopftuch, Stasi-Terror und häusliche Gewalt: Die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises zeigen, was junge Leser wirklich interessiert. *Frankfurt, 9\. Oktober 2026 – Während die Buchbranche über sinkende Leserzahlen klagt, zeichnet sie ausgerechnet Geschichten über Unterdrückung, Gewalt und Widerstand aus. Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2026 sendet eine bemerkenswert klare Botschaft: Junge Menschen vertragen schwierige Wahrheiten. Vielleicht sollten Erwachsene endlich aufhören, sie ständig vor ihnen schützen zu wollen.* **Die deutsche Buchbranche steckt in einer Lesekrise. Doch die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2026 zeigen, dass Jugendliche keineswegs nur leichte Unterhaltung suchen.** Am Freitagabend wurden auf der Frankfurter Buchmesse die wichtigsten deutschen Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur vergeben. Im Saal Harmonie des Congress Centers verfolgten nach Angaben des *Börsenblatts* rund 1.500 Menschen die Preisverleihung. Die ausgezeichneten Bücher behandeln Themen, vor denen Erwachsene häufig zurückschrecken. Politische Unterdrückung. Häusliche Gewalt. Spionage. Trauer. Den Verlust der Freiheit. Und den Mut, sich dagegen aufzulehnen. **Das ist keine weichgespülte Literatur für eine angeblich besonders empfindliche Generation.** Das sind Geschichten über die Wirklichkeit. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/literaturszene/jutta-richter-fuer-ihr-gesamtwerk-ausgezeichnet-445015?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Der Preis der Jugendlichen geht an eine Rebellin im Iran Besonders bemerkenswert ist die Entscheidung der Jugendjury. Sie zeichnete **„Badjens“ von Delphine Minoui** aus. Der im Orlanda Verlag erschienene Roman erzählt von einem Mädchen im Iran, das gegen die Unterdrückung durch das islamische Regime rebelliert. Die junge Protagonistin will selbst entscheiden, wie sie lebt. Sie will ihre Freiheit. Und sie will sich nicht länger vorschreiben lassen, wie sie sich kleiden muss. Ihre Geschichte führt bis zu einer Demonstration, bei der sie ihr aufgezwungenes Kopftuch verbrennen will. Die Jugendjury, zusammengesetzt aus sechs Leseclubs, entschied sich damit für eine Geschichte über persönlichen Widerstand gegen ein autoritäres System. Das ist bemerkenswert. Während in westlichen Debatten das Kopftuch teilweise als Ausdruck religiöser Selbstbestimmung verteidigt wird, erzählt dieser Roman von einer anderen Realität: **Von Frauen und Mädchen, die das Recht erkämpfen müssen, kein Kopftuch zu tragen.** Beide Perspektiven gehören zur Diskussion über persönliche Freiheit. Die Entscheidung der Jugendjury zeigt vor allem, dass junge Leser bereit sind, sich mit solchen Widersprüchen auseinanderzusetzen. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/literaturszene/jutta-richter-fuer-ihr-gesamtwerk-ausgezeichnet-445015?ref=dievossische.de) ## Ein Jugendroman über die Lügen des DDR-Staates Den Preis für das beste Jugendbuch erhielt **Maja Nielsen für „Das falsche Leben“**, erschienen bei Gerstenberg. Der Roman führt ins Jahr 1979. Thomas wächst in Westdeutschland auf. Dann verändert sich sein Leben dramatisch. Sein Vater entpuppt sich als enttarnter DDR-Spion. Die Familie gelangt unter einem Vorwand in die DDR und kann nicht mehr in den Westen zurückkehren. Plötzlich bestimmen Überwachung, politische Kontrolle und Misstrauen den Alltag. Die Geschichte basiert auf dem tatsächlichen Schicksal von Thomas Raufeisen. Der Roman macht damit etwas, das kein Geschichtsunterricht allein leisten kann. Er zeigt politische Unterdrückung aus der Perspektive eines Jugendlichen. Nicht als abstraktes System. Sondern als unmittelbaren Eingriff in ein Menschenleben. **Freiheit wird erst dann wirklich begreifbar, wenn man ihre Abwesenheit erlebt.** Genau darin liegt die Stärke historischer Jugendliteratur. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/literaturszene/jutta-richter-fuer-ihr-gesamtwerk-ausgezeichnet-445015?ref=dievossische.de) ## Häusliche Gewalt ist kein Tabuthema für Kinderbücher Auch der Preis für das beste Kinderbuch ging an einen Stoff, den manche Erwachsene für zu schwierig halten könnten. **Anna Maria Praßlers „Keine Party ist auch keine Lösung“**, erschienen bei Klett Kinderbuch, erzählt von der neunjährigen Jagoda. Das Mädchen lebt in einem Frauenhaus. Trotz schwieriger Lebensumstände will sie eine Geburtstagsfeier organisieren. Die Geschichte verbindet Armut und familiäre Gewalt mit Humor, Freundschaft und kindlichem Erfindungsreichtum. Das Entscheidende ist dabei die Perspektive. Jagoda wird nicht allein als Opfer dargestellt. Sie ist eine eigenständige Persönlichkeit. Ein Kind, das Pläne macht, Entscheidungen trifft und Schwierigkeiten überwinden will. Gerade solche Figuren können jungen Lesern etwas vermitteln, das pädagogische Appelle häufig nicht erreichen: Das Gefühl, selbst handeln zu können. ## Die Branche braucht mehr Mut Bei der Preisverleihung wurde auch über die Zukunft des Lesens gesprochen. Die stellvertretende Vorsitzende des Dachverbands Jugendliteratur, Julia Abel, betonte, dass Literatur junge Menschen durchaus herausfordern dürfe. Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz kritisierte zugleich die unzureichende und kurzfristige Unterstützung der Leseförderung. Denn die Schwierigkeiten sind bekannt. Deutschland verliert junge Buchkäufer. Die Lesekompetenz sinkt. Digitale Medien konkurrieren um Aufmerksamkeit. Doch die ausgezeichneten Bücher zeigen, dass die Antwort darauf nicht zwangsläufig in immer einfacheren Geschichten liegt. **Junge Menschen brauchen keine Literatur, die sie unterschätzt.** Sie brauchen Bücher, deren Figuren und Konflikte sie ernst nehmen. ## Erich Reiss Publishing: „Sechs Wochen Gegenwind“ Dieser Anspruch ist auch für unabhängige Verlage entscheidend. In unserem Buchmesse-Special richten wir besondere Aufmerksamkeit auf die Neuerscheinungen von **Erich Reiss Publishing**. Dazu gehört **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher**. Der Coming-of-Age-Roman erzählt die Geschichte von Jona und Leo während eines Hamburger Sommers. Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, erste Liebe und die Unsicherheiten des Erwachsenwerdens. Gerade solche Stoffe verlangen eine sorgfältige literarische Balance. Jugendliche wollen glaubwürdige Figuren. Sie wollen Konflikte, die nachvollziehbar sind. Und sie wollen nicht bei jeder schwierigen Entscheidung erklärt bekommen, was sie zu denken haben. **Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen braucht keine pädagogische Rechtfertigung. Sie muss zunächst eine überzeugende Geschichte sein.** Das unterscheidet Literatur von einer gesellschaftspolitischen Informationsbroschüre. Die diesjährigen Preisträger zeigen, wie unterschiedlich anspruchsvolle Jugendliteratur aussehen kann. Paul Fishers Roman gehört nicht zu den ausgezeichneten Werken. Die Verbindung besteht im gemeinsamen literarischen Anspruch, Jugendliche mit glaubwürdigen Geschichten zu erreichen. ## Warum unabhängige Verlage gebraucht werden Der Deutsche Jugendliteraturpreis bietet auch einen wirtschaftlich interessanten Einblick. Zu den ausgezeichneten Verlagshäusern gehören Gerstenberg, Orlanda, Klett Kinderbuch, Aladin, avant und Thienemann. Damit zeigt die Preisvergabe ein vielfältiges Verlagsumfeld. Ein Buch muss nicht bei einem der größten internationalen Medienkonzerne erscheinen, um literarische Anerkennung zu finden. Der Preis kann kleinere und spezialisierte Häuser sichtbar machen. Doch eine Auszeichnung allein ersetzt keine funktionierenden Vertriebswege. Auch ein preisgekröntes Buch muss seinen Weg in Buchhandlungen, Bibliotheken und zu den Lesern finden. Gerade hier bleibt die wirtschaftliche Herausforderung für unabhängige Verlage bestehen. ## Jutta Richter ausgezeichnet – und ein bemerkenswertes Angebot Der Sonderpreis für das literarische Gesamtwerk ging an **Jutta Richter**. Gewürdigt wurde insbesondere ihre Fähigkeit, Geschichten konsequent aus kindlicher Perspektive zu erzählen. In ihrer Dankesrede kündigte Richter an, Schulen, die sich Autorenlesungen nicht leisten können, kostenlose Lesungen anbieten zu wollen. Das ist mehr als eine freundliche Geste. Es berührt ein Kernproblem der Leseförderung. Literatur muss für Kinder erreichbar sein. Nicht nur für diejenigen, deren Eltern regelmäßig Bücher kaufen. Nicht nur für Schülerinnen und Schüler, deren Schulen über entsprechende Budgets verfügen. Sondern auch dort, wo der Zugang zu Literatur begrenzt ist. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/literaturszene/jutta-richter-fuer-ihr-gesamtwerk-ausgezeichnet-445015?ref=dievossische.de) ## Junge Leser wollen ernst genommen werden Die Frankfurter Buchmesse hat am Freitagabend ein wichtiges Signal gesetzt. Ein Roman über den Widerstand gegen das iranische Regime gewinnt die Stimmen der Jugendjury. Ein Roman über das Unrecht der DDR wird als bestes Jugendbuch ausgezeichnet. Eine Geschichte über ein Mädchen im Frauenhaus gewinnt den Kinderbuchpreis. Diese Entscheidungen verbindet keine einheitliche politische Botschaft. Sie verbindet etwas Literarisches: **Die Weigerung, schwierige Lebenswirklichkeiten aus der Jugendliteratur auszublenden.** Natürlich braucht es auch lustige, romantische und fantastische Geschichten. Nicht jedes Buch muss gesellschaftliche Konflikte verhandeln. Aber junge Menschen haben ein Recht auf Literatur, die ihnen mehr zutraut als bloße Ablenkung. Und Verlage sollten den Mut besitzen, solche Bücher zu veröffentlichen. Die Lesekrise wird nicht dadurch verschwinden, dass man Jugendliche mit noch kürzeren Texten versorgt. Vielleicht beginnt ihre Überwindung dort, wo Erwachsene wieder darauf vertrauen, dass junge Menschen gute Geschichten verstehen können. **Auch dann, wenn diese Geschichten unbequem sind.** --- Frankfurter Buchmesse 2026, Deutscher Jugendliteraturpreis, Maja Nielsen, Delphine Minoui, Jutta Richter, Jugendliteratur, Erich Reiss Publishing, Sechs Wochen Gegenwind **Quellen:** [Börsenblatt: Die Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2026](https://www.boersenblatt.net/news/literaturszene/jutta-richter-fuer-ihr-gesamtwerk-ausgezeichnet-445015?ref=dievossische.de) · [Dachverband Jugendliteratur: Deutscher Jugendliteraturpreis 2026](https://www.jugendliteratur.org/?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Redaktionsstand: 9\. Oktober 2026, nach Abschluss der Preisverleihung.** Die Preisträger sind bestätigt. Die Bewertung ihrer gesellschaftlichen Bedeutung ist ein redaktioneller Kommentar. Am Samstag, **10\. Oktober, von 10 bis 11 Uhr**, stellen sich die Gewinner auf der Dialogue Stage in Halle 4.0 den Fragen des Publikums. Das Gespräch bietet einen konkreten Anlass, diesen Beitrag am nächsten Messetag mit Aussagen der ausgezeichneten Autoren fortzuschreiben. ### BUCHMESSE 2026: WENN KNABBEREIEN UND EINKAUFSTASCHEN PREISE GEWINNEN URL: https://dievossische.de/buchmesse-2026-wenn-knabbereien-und-einkaufstaschen-preise-gewinnen/ Last updated: 2026-10-10T10:00:33.000Z ### Der Buchhandel verliert Käufer. Frankfurt zeichnet Spiele, Feinkost und eine Croissant-Tasche aus. Was ist aus dem Geschäft mit Literatur geworden? *Frankfurt, 9\. Oktober 2026 – Während der deutsche Buchmarkt schrumpft, zeichnet die Frankfurter Buchmesse ausgerechnet Produkte aus, die keine Bücher sind. Der erste Preis geht an ein Spielesortiment, der zweite an Knabbereien, der dritte an eine Einkaufstasche. Das ist kein schlechter Scherz, sondern Teil einer bemerkenswerten wirtschaftlichen Entwicklung: Buchhandlungen müssen längst mehr verkaufen als Bücher.* **Wer heute durch die Frankfurter Buchmesse läuft, begegnet einer Branche, die sich neu erfinden will.** Bücher allein reichen offenbar nicht mehr jedem Geschäft. Spiele sollen zusätzliche Kunden bringen. Geschenkartikel sollen die Kassen füllen. Und aus der klassischen Buchhandlung wird zunehmend ein Geschäft für Literatur, Unterhaltung, Papeterie und allerlei hübsche Dinge, die man eigentlich nicht benötigt. Passend dazu wurden jetzt die Gewinner des **Nonbook Awards der Frankfurter Buchmesse 2026** bekannt gegeben. Das Ergebnis könnte kaum symbolträchtiger sein. ## Gold für Spiele, Silber für Knabbereien Den ersten Platz erhielt der Laurence King Verlag für sein umfangreiches Spielesortiment. Die Jury lobte die Verbindung von originellen Spielideen, künstlerischer Gestaltung und hochwertiger Verarbeitung. Platz zwei ging an den Münsteraner Feinkostanbieter **Jalall d’Or**. Ausgezeichnet wurde die Produktserie *Genuss mit Botschaft*: Knabbereien in eleganten schwarz-goldenen Verpackungen. Den dritten Platz belegte der **moses. Verlag**. Sein preisgekröntes Produkt heißt *Zaubershopper Croissant*. Eine Einkaufstasche. Die Jury überzeugte der praktische Nutzen, die fröhliche Gestaltung und die teilweise Verwendung recycelter PET-Flaschen. **Spiele. Snacks. Einkaufstaschen. Willkommen beim Preis für die besten Nichtbücher einer Buchmesse.** Der Nonbook Award existiert allerdings bereits seit 2015\. Er ist ausdrücklich als Auszeichnung für Zusatzsortimente konzipiert und kein Literaturpreis. 2026 beteiligten sich 22 Aussteller mit insgesamt 55 Produkten. 16 davon erreichten die engere Auswahl. [Buchmarkt](https://buchmarkt.de/2026/10/09/nonbook-award-der-frankfurter-buchmesse-2026/?ref=dievossische.de) ## Eine Branche entdeckt das Geschäft neben dem Buch Man kann über diese Preisverleihung lächeln. Doch wirtschaftlich steckt dahinter eine durchaus ernsthafte Entwicklung. Buchhandlungen müssen ihre Verkaufsflächen finanzieren. Miete. Personal. Energie. Versicherungen. Warenwirtschaft. Und selbstverständlich die Bücher selbst. Anders als bei vielen anderen Produkten können Buchhändler bei preisgebundenen Neuerscheinungen den Verkaufspreis nicht eigenständig verändern. Der Preis wird vom Verlag festgelegt. Das schützt kleinere Buchhandlungen vor einem ruinösen Preiswettbewerb mit großen Handelsketten und Onlineanbietern. Aber es begrenzt zugleich ihre Möglichkeiten, durch eigene Preisgestaltung zusätzliche Nachfrage zu erzeugen. [Börsenverein](https://www.boersenverein.de/beratung-service/recht/buchpreisbindung/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Bei Geschenkartikeln und vielen anderen Zusatzprodukten bestehen größere Freiheiten. Hinzu kommen andere Einkaufskonditionen und möglicherweise attraktivere Margen. Das erklärt, weshalb solche Produkte seit Jahren in Buchhandlungen zu finden sind. ## Die eigentlichen Zahlen sind wesentlich unangenehmer Der deutsche Buchmarkt befindet sich in einer schwierigen Lage. 2025 sank der Branchenumsatz um **2,7 Prozent auf 9,62 Milliarden Euro**. Der stationäre Sortimentsbuchhandel verlor sogar 3,7 Prozent. Sein Umsatz fiel auf 3,93 Milliarden Euro. Und die Zahl der Erstauflagen ging um 9,8 Prozent zurück. Statt 58.346 neuen Titeln erschienen 2025 nur noch 52.644. Noch bemerkenswerter: **57 Prozent der verkauften Bücher waren Backlist-Titel**, also Bücher, deren Erscheinung mindestens zwölf Monate zurücklag. Das bedeutet nicht, dass Neuerscheinungen grundsätzlich erfolglos wären. Aber es zeigt, wie stark der Markt inzwischen von bereits etablierten Büchern und Autoren getragen wird. [Buchmarkt](https://buchmarkt.de/2026/07/09/boersenverein-bericht-zeigt-erneut-junge-menschen-kaufen-weniger-buecher-und-lesekompetenz-sinkt/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Für einen unbekannten Autor oder einen kleinen Verlag ist das eine schwierige Ausgangslage. ## Der Buchhandel braucht Leser – keine zusätzlichen Dekorationsartikel Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Buchhandlung auch Spiele verkauft. Ein attraktives Sortiment kann Menschen überhaupt erst in ein Geschäft bringen. Geschenke können zusätzliche Umsätze schaffen. Und ein gut geführter Laden muss wirtschaftlich überleben. Trotzdem bleibt eine unbequeme Frage. **Was geschieht mit der eigentlichen Aufgabe einer Buchhandlung, wenn immer mehr Aufmerksamkeit auf Produkte entfällt, die gar keine Bücher sind?** Die Antwort hängt vom einzelnen Geschäft ab. Ein gutes Zusatzsortiment kann eine Buchhandlung wirtschaftlich stabilisieren und damit helfen, ihr literarisches Angebot zu erhalten. Es kann aber auch wertvolle Verkaufsfläche beanspruchen, auf der sonst Bücher unbekannter Autoren präsentiert werden könnten. Wer die Entwicklung beurteilen will, müsste deshalb wissen, wie sich Sortiment, Umsatz, Gewinn und Regalflächen tatsächlich verändern. Der Nonbook Award allein liefert diese Zahlen nicht. Er zeigt jedoch, welche Bedeutung das Zusatzgeschäft für die Branche besitzt. ## Der unbekannte Autor konkurriert plötzlich mit einem Croissant Das klingt zunächst absurd. Aber für unabhängige Verlage ist es eine durchaus praktische Frage. Eine Buchhandlung verfügt über begrenzte Verkaufsflächen. Jeder Quadratmeter muss wirtschaftlich funktionieren. Ein neuer Roman eines unbekannten Autors benötigt Aufmerksamkeit. Eine Buchhändlerin muss ihn lesen, empfehlen oder zumindest überzeugend präsentieren können. Ein Geschenkartikel erklärt sich dagegen häufig selbst. Er steht auf dem Tisch. Er sieht hübsch aus. Er wird spontan gekauft. Damit konkurrieren Bücher nicht nur untereinander um Sichtbarkeit, sondern auch mit anderen Waren. Nicht überall, nicht in jedem Geschäft und nicht zwangsläufig zulasten der Literatur. Aber der Wettbewerb um Fläche und Aufmerksamkeit ist real. ## Erich Reiss Publishing: Fünf Bücher statt eines Massensortiments Genau hier setzt unser Buchmesse-Special über **Erich Reiss Publishing** an. Der unabhängige Verlag veröffentlicht Bücher, die sehr unterschiedliche Lesergruppen ansprechen. Mit **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** steht historische Literatur im Programm. **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr** führt ebenfalls in die Vergangenheit, in die Welt der griechischen Antike. **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger** setzt sich mit Identitätspolitik, gesellschaftlichen Zuschreibungen und der Selbstbestimmung homosexueller Menschen auseinander. Jonathan Falk behandelt in **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“** rechtsstaatliche Probleme der Strafverfolgung. Und Paul Fisher erzählt in **„Sechs Wochen Gegenwind“** von Jona und Leo, ihrer ersten großen Liebe und einem Sommer in Hamburg, der ihr Leben verändert. Gerade Fishers Roman zeigt, wie wichtig alternative Vertriebswege geworden sind. Das Buch ist als E-Book bereits international erhältlich. Kobo führt die Ausgabe seit September 2026 unter dem Verlagsnamen Erich Reiss Publishing. [Kobo](https://www.kobo.com/pt/pt/ebook/sechs-wochen-gegenwind?utm%5Fsource=chatgpt.com) Ein unabhängiger Verlag muss seine Leser heute nicht mehr ausschließlich über den stationären Buchhandel erreichen. Doch auch der digitale Vertrieb schafft zunächst nur Verfügbarkeit. Keine garantierte Aufmerksamkeit. ## Buchhandlungen dürfen nicht zu beliebigen Geschenkeläden werden Der Buchhandel hat gegenüber allgemeinen Einzelhandelsgeschäften einen entscheidenden Vorteil. Seine Mitarbeiter können Bücher empfehlen. Sie können literarische Qualität beurteilen. Sie können unbekannte Autoren entdecken. Und sie können Leser auf Werke aufmerksam machen, die ihnen kein Empfehlungsalgorithmus vorgeschlagen hätte. Genau darin liegt seine kulturelle und wirtschaftliche Besonderheit. Eine Buchhandlung, die nur noch Bestseller auf den vorderen Tischen präsentiert und ihre übrigen Flächen überwiegend mit Geschenkartikeln füllt, würde einen erheblichen Teil dieses besonderen Profils aufgeben. Nicht weil Einkaufstaschen schlecht wären. Sondern weil Einkaufstaschen überall verkauft werden können. Literarische Entdeckungen dagegen benötigen Menschen, die sich mit Literatur beschäftigen. ## Der Nonbook Award ist ein Symptom – nicht die Ursache Es wäre falsch, den ausgezeichneten Unternehmen ihre Erfolge vorzuwerfen. Sie entwickeln Produkte, die sich für den Verkauf in Buchhandlungen eignen. Das ist legitim. Auch ist keineswegs bewiesen, dass Buchhandlungen heute einen größeren Umsatzanteil mit Zusatzprodukten erzielen als früher. Eine Branchenuntersuchung aus dem Jahr 2018 bezifferte den Anteil entsprechender Nonbook-Sortimente bereits auf durchschnittlich rund 15 Prozent der Einnahmen untersuchter Buchhandlungen. Das Geschäft ist also keineswegs neu. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/archiv/1501025.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Neu ist vor allem die wirtschaftliche Situation, in der über seine Bedeutung diskutiert wird. Weniger Käufer. Weniger Neuerscheinungen. Sinkende Umsätze. Und ein immer intensiverer Wettbewerb um Aufmerksamkeit. ## Frankfurt muss sich entscheiden, was seine größte Stärke ist Die Frankfurter Buchmesse ist selbstverständlich auch eine Wirtschaftsveranstaltung. Verlage müssen Geld verdienen. Buchhandlungen müssen überleben. Hersteller von Geschenkartikeln dürfen ihre Waren verkaufen. Doch die Buchmesse wäre nicht das, was sie ist, wenn es nur um möglichst attraktive Handelsprodukte ginge. Ihre Bedeutung beruht auf Literatur. Auf Autoren. Auf Geschichten. Auf Wissen. Und auf Verlagen, die wirtschaftliche Risiken eingehen, um Bücher zu veröffentlichen. **Deshalb ist die entscheidende Frage nicht, ob eine Buchhandlung auch Knabbereien verkaufen darf.** Natürlich darf sie das. Die entscheidende Frage lautet: **Wie sorgt die Branche dafür, dass zwischen Spielen, Geschenkartikeln und dekorativen Einkaufstaschen noch genügend Aufmerksamkeit für jene Bücher bleibt, die ihre Zukunft sichern sollen?** Denn ein Buchhandel ohne Leser wird nicht dadurch wieder zum Buchhandel, dass er besonders schöne Einkaufstaschen verkauft. Er wird lediglich ein anderes Geschäft. Vielleicht sogar ein erfolgreiches. Aber eben kein Buchhandel mehr. Frankfurter Buchmesse 2026, Nonbook Award, Buchhandel, Buchmarktkrise, unabhängige Verlage, Erich Reiss Publishing **Quelle zur aktuellen Preisverleihung:** [BuchMarkt – Nonbook Award vom 9\. Oktober 2026](https://buchmarkt.de/2026/10/09/nonbook-award-der-frankfurter-buchmesse-2026/?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Redaktionsstand: 9\. Oktober 2026.** Die Preisträger sind bestätigt. Die wirtschaftliche Einordnung ist ein journalistischer Kommentar; aus der Preisverleihung allein lässt sich keine Verdrängung von Büchern durch Zusatzprodukte nachweisen. ### Frankfurter Buchmesse 2026: Der Staat verteilt 1,62 Millionen – und behält das letzte Wort URL: https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-der-staat-verteilt-1-62-millionen-und-behalt-das-letzte-wort/ Last updated: 2026-10-10T09:00:41.000Z *85 Verlage werden mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet. Drei erhalten jeweils 50.000 Euro. Doch nach dem Skandal um ausgeschlossene Buchhandlungen hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Vergaberegeln verändert. Eine unabhängige Jury empfiehlt – die endgültige Entscheidung bleibt beim Staat. Wie unabhängig ist staatlich geförderte Literatur?* **Frankfurt, 9\. Oktober 2026 – Die Bundesregierung feiert die unabhängigen Verlage. Mit 1,62 Millionen Euro. Und mit einem Auswahlverfahren, bei dem sie sich das letzte Wort ausdrücklich vorbehält.** Auf der Frankfurter Buchmesse werden heute die Deutschen Verlagspreise 2026 vergeben. Die drei Spitzenpreise von jeweils 50.000 Euro gehen an **kunstanstifter** aus Mannheim, **Merve** aus Leipzig und **Voland & Quist** aus Berlin. Der erstmals verliehene Innovationspreis geht an den Hamburger **mairisch Verlag**. Den Nachhaltigkeitspreis erhält **SHIFT BOOKS**. Beide Auszeichnungen sind mit 24.000 Euro dotiert. Weitere 79 Verlage erhalten jeweils 18.000 Euro. Hinzu kommt ein undotiertes Gütesiegel. Insgesamt werden 85 Verlagshäuser ausgezeichnet, 84 davon mit Geldprämien. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur am Freitagnachmittag. [DIE WELT](https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article6ac8deae5528343575dfe2b5/unterstuetzung-fuer-kreative-kleinverlage.html?ref=dievossische.de) ## 279 Bewerber – 85 Gewinner Die Förderung ist für kleine Verlagshäuser wirtschaftlich durchaus bedeutend. 18.000 Euro können beispielsweise die Herstellung mehrerer Bücher, zusätzliche Lektoratsleistungen oder eine umfangreichere Vertriebskampagne finanzieren. 50.000 Euro eröffnen noch größere Spielräume. Insgesamt hatten sich 279 Verlage beworben. Die Auswahlkriterien umfassen unter anderem die Qualität des Verlagsprogramms, Gestaltung, kulturelles Engagement, professionelle Vertriebsarbeit und innovative Projekte. Die Förderung ist allerdings kein allgemeines Unterstützungsprogramm für jeden kleinen Verlag. Sie ist ein Wettbewerb mit Zugangsvoraussetzungen und einer qualitativen Auswahl. [Kulturstaatsminister](https://kulturstaatsminister.de/presse/staatsminister-weimer-gibt-preistraeger-des-deutschen-verlagspreises-2026-bekannt-eine-vielfaeltige-buchkultur-braucht-unabhaengige-und-innovative-verlage?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Genau deshalb verdient das Auswahlverfahren besondere Aufmerksamkeit.** ## Der Skandal vom Frühjahr ist nicht vergessen Im März 2026 hatte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer drei Buchhandlungen von der vorgesehenen Preisträgerliste des Deutschen Buchhandlungspreises gestrichen. Es handelte sich um Geschäfte aus Berlin, Bremen und Göttingen. Die Begründung lautete, es gebe verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse. Welche konkreten Erkenntnisse das waren, wurde öffentlich nicht nachvollziehbar offengelegt. Die Entscheidung führte zu heftiger Kritik. Schließlich wurde die für den 19\. März vorgesehene Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse vollständig abgesagt. Die übrigen Ausgezeichneten sollten Preisgeld und Urkunden auf anderem Wege erhalten. [ndr.de](https://www.ndr.de/kultur/buch/weiter-wirbel-um-buchhandlungspreis-weimer-sagt-verleihung-ab%2Cbuchhandlungspreis-102.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das war mehr als eine kulturpolitische Auseinandersetzung. Es ging um eine grundsätzliche Frage: **Darf ein Minister eine fachliche Juryentscheidung aus politischen oder sicherheitsbezogenen Gründen korrigieren? Und welche Nachweise muss er dafür vorlegen?** ## Die neue Regel: Die Jury empfiehlt, der Minister entscheidet Für den Deutschen Verlagspreis 2026 wurde das Verfahren daraufhin verändert. Eine unabhängige Fachjury bewertet die Bewerbungen und spricht Empfehlungen aus. Fachleute des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Kurt-Wolff-Stiftung können bei schwierigen Fragen beratend hinzugezogen werden. Die abschließende Entscheidung liegt jedoch beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die offiziellen Teilnahmebedingungen formulieren diese Zuständigkeit ausdrücklich. Das Kulturstaatsministerium behält damit die formelle Entscheidungskompetenz. Nach Darstellung des Ministeriums soll grundsätzlich den Empfehlungen der Jury gefolgt werden. Abweichungen seien für Ausnahmefälle vorgesehen. **Ein Nachweis dafür, dass Weimer bei der diesjährigen Auswahl tatsächlich eine Juryempfehlung übergangen hat, liegt nicht vor.** Die politische Einflussmöglichkeit besteht jedoch weiterhin. [Deutscher Verlagspreis](https://www.deutscher-verlagspreis.de/teilnahme?ref=dievossische.de) ## Wer entscheidet, welche Bücher unerwünscht sind? Besonders interessant sind die inhaltlichen Ausschlussregeln. Nicht teilnehmen dürfen nach den veröffentlichten Bedingungen unter anderem Verlage, deren Programme verfassungsfeindliche, antisemitische, rassistische oder andere gruppenbezogen menschenverachtende Inhalte umfassen. Der Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist ein legitimes staatliches Anliegen. Doch im praktischen Auswahlverfahren entsteht eine schwierige Abgrenzungsfrage. Ein wissenschaftliches Buch kann extremistische Positionen dokumentieren. Eine historische Untersuchung kann rassistische Propaganda analysieren. Ein gesellschaftspolitisches Sachbuch kann verbreitete Auffassungen grundlegend infrage stellen. Entscheidend ist deshalb, ob ein Werk solche Positionen propagiert, kritisch untersucht oder lediglich dokumentiert. **Ein Buch darf nicht allein deshalb als extremistisch behandelt werden, weil es extremistische Aussagen zum Gegenstand seiner Untersuchung macht.** Gerade bei staatlich finanzierten Literaturpreisen müssen die Unterschiede nachvollziehbar bleiben. Andernfalls kann aus einer Schutzvorschrift ein Instrument werden, dessen Anwendung erhebliche Unsicherheit erzeugt. Die veröffentlichten Regeln sehen immerhin die Möglichkeit vor, betroffene Verlage vor einer Entscheidung zur Stellungnahme aufzufordern. [Deutscher Verlagspreis](https://www.deutscher-verlagspreis.de/teilnahme?ref=dievossische.de) ## Erich Reiss Publishing: Unabhängigkeit bedeutet auch, unbequeme Bücher zu veröffentlichen Für unser Buchmesse-Special der Vossischen richten wir den Blick besonders auf **Erich Reiss Publishing** und fünf Neuerscheinungen. Der Verlag präsentiert mit **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** und **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr** historische Literatur. Mit **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher** kommt ein Coming-of-Age-Roman hinzu. Zwei weitere Veröffentlichungen berühren unmittelbar gesellschaftliche und rechtsstaatliche Konflikte. **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger** setzt sich kritisch mit Fragen der Geschlechtsidentität und gesellschaftspolitischen Zuschreibungen auseinander. Jonathan Falk untersucht in **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“** die Grenzen staatlicher Strafverfolgung und die rechtsstaatlichen Probleme lang andauernder Untersuchungshaft. Gerade solche Bücher gehören zu einer vielfältigen Publikationslandschaft. Sie müssen nicht jedem gefallen. Sie müssen widersprochen werden dürfen. Aber ihre Existenzberechtigung darf nicht von politischer Zustimmung abhängen. Dabei ist festzuhalten: Für eine Bewerbung von Erich Reiss Publishing um den Deutschen Verlagspreis 2026 liegt keine Bestätigung vor. Auch die grundsätzliche Teilnahmeberechtigung wäre anhand der offiziellen Anforderungen zu prüfen, zu denen insbesondere ein Sitz oder eine Niederlassung in Deutschland gehört. ## Eine Auszeichnung ist kein Anspruch auf Staatsgeld Die Debatte verlangt eine wichtige Unterscheidung. Niemand besitzt allein aufgrund der Veröffentlichung eines Buches einen Anspruch auf einen staatlichen Literaturpreis. Die öffentliche Hand darf Qualitätskriterien festlegen. Sie darf besondere verlegerische Leistungen honorieren. Sie darf Fördermittel begrenzen. Und sie darf verfassungsgemäße Voraussetzungen für deren Vergabe bestimmen. Aber wenn ein Preis ausdrücklich der literarischen und gesellschaftlichen Vielfalt dienen soll, muss das Auswahlverfahren besonders sorgfältig gegen sachfremde politische Einflussnahme abgesichert werden. **Es geht nicht um einen Anspruch auf Auszeichnung. Es geht um nachvollziehbare Auswahlentscheidungen.** ## Die eigentliche Unabhängigkeit lässt sich nicht kaufen Kulturstaatsminister Weimer erklärte anlässlich der diesjährigen Auszeichnung, unabhängige Verlage seien wichtig für eine offene demokratische Diskussionskultur. Das ist richtig. Aber daraus folgt eine Konsequenz. Unabhängigkeit bedeutet nicht nur, keinem großen Medienkonzern zu gehören. Sie bedeutet auch, verlegerische Entscheidungen treffen zu können, ohne ständig darüber nachdenken zu müssen, welche politischen Positionen einer zukünftigen Förderung schaden könnten. Ein Verlag, der aus Angst vor möglichen Nachteilen bestimmte Debatten grundsätzlich meidet, verliert einen Teil seiner publizistischen Eigenständigkeit. Das bedeutet keineswegs, dass die heute ausgezeichneten Verlage entsprechend handeln. Es beschreibt ein strukturelles Risiko staatlicher Kulturförderung. ## Frankfurt sollte über mehr als Preisgelder sprechen Die 1,62 Millionen Euro sind eine wichtige Unterstützung für unabhängige Verlagshäuser. Die ausgezeichneten Verlage dürfen sich darüber freuen. Ihre Arbeit verdient Aufmerksamkeit. Doch die entscheidende Frage dieser Preisverleihung reicht über die ausgezeichneten Programme hinaus. **Wie schützt ein Staat kulturelle Vielfalt, wenn er gleichzeitig darüber entscheidet, welche Einrichtungen als förderungswürdig gelten?** Die Antwort kann nicht darin bestehen, auf staatliche Kulturförderung grundsätzlich zu verzichten. Sie liegt in klaren Regeln, unabhängigen fachlichen Bewertungen, überprüfbaren Entscheidungen und einem wirksamen Rechtsschutz. Die Frankfurter Buchmesse ist der richtige Ort für diese Debatte. Denn die Freiheit des Buches beginnt nicht erst beim Leser. Sie beginnt dort, wo ein Verlag entscheidet, was er veröffentlicht. **Und sie endet dort, wo diese Entscheidung nur noch danach getroffen wird, was staatlichen oder privaten Geldgebern gefällt.** --- **Schlagwörter:** Frankfurter Buchmesse 2026, Deutscher Verlagspreis, Wolfram Weimer, Meinungsfreiheit, unabhängige Verlage, Kulturförderung, Erich Reiss Publishing **Primärquellen:** [Deutscher Verlagspreis – offizielle Teilnahmebedingungen](https://www.deutscher-verlagspreis.de/teilnahme?utm%5Fsource=chatgpt.com) · [Bundesregierung – Preisträger 2026](https://kulturstaatsminister.de/presse/staatsminister-weimer-gibt-preistraeger-des-deutschen-verlagspreises-2026-bekannt-eine-vielfaeltige-buchkultur-braucht-unabhaengige-und-innovative-verlage?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Aktuelle Berichterstattung vom 9\. Oktober:** [Deutscher Verlagspreis: Die Hauptpreisträger und Preisgelder](https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article6ac8deae5528343575dfe2b5/unterstuetzung-fuer-kreative-kleinverlage.html?ref=dievossische.de) **Redaktionsstand: 9\. Oktober 2026.** Die Preisverteilung und die drei Hauptpreisträger sind bestätigt. Ein Eingriff des Ministers in konkrete Juryempfehlungen beim Deutschen Verlagspreis 2026 ist nicht belegt. # ### FRANKFURTER BUCHMESSE 2026: SPOTIFY GREIFT NACH DEM WELTMARKT FÜR BÜCHER URL: https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-spotify-greift-nach-dem-weltmarkt-fur-bucher/ Last updated: 2026-10-10T08:00:31.000Z ### 800.000 Hörbücher, 180 Märkte – und eine unbequeme Frage: Wer verdient künftig an der Literatur? *Frankfurt, 9\. Oktober 2026 – Spotify kündigt auf der Frankfurter Buchmesse eine massive internationale Expansion an. Mehr als 180 Märkte sollen bis Jahresende Zugang zum erweiterten Hörbuchangebot bekommen. Für unabhängige Verlage eröffnet das neue Chancen. Doch während Plattformen ihre Reichweite vergrößern, droht eine neue Abhängigkeit: Wer kontrolliert Preise, Sichtbarkeit und die Stimmen der Literatur?* **Die Frankfurter Buchmesse erlebt gerade einen fundamentalen Machtwechsel. Während Verlage über Bücher sprechen, bauen Technologiekonzerne die Infrastruktur auf, über die Literatur künftig konsumiert wird.** Spotify hat am 7\. Oktober in Frankfurt angekündigt, sein Premium-Hörbuchangebot bis Ende 2026 von bisher 22 auf mehr als 180 Märkte auszuweiten. Der weltweite Katalog umfasst nach Unternehmensangaben bereits mehr als **800.000 Hörbuchtitel**. Die Zahl der monatlichen Hörbuchhörer auf Spotify sei gegenüber dem Vorjahr um fast 39 Prozent gestiegen. Die gehörten Stunden hätten um knapp 32 Prozent zugenommen. Das sind Unternehmensangaben, keine unabhängig geprüften Branchenzahlen. Dennoch zeigen sie die Dimension der angekündigten Expansion. [Spotify Presse](https://spotify%5Fpresse.prowly.com/473682-spotify-weitet-sein-horbuchangebot-bis-ende-2026-auf-mehr-als-180-markte-aus?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Eine Musikplattform wird zum globalen Buchhändler Spotify war einmal vor allem eine Musikplattform. Dann kamen Podcasts. Jetzt werden Hörbücher zu einem weiteren strategischen Geschäftsfeld. Das Unternehmen will sein Angebot insbesondere in Märkten mit spanischer, portugiesischer, italienischer und polnischer Sprache erweitern. Insgesamt soll der Katalog Werke in mehr als 120 Sprachen umfassen. Für die Buchbranche ist das eine bemerkenswerte Entwicklung. Ein Verlag, der bislang vor allem gedruckte Bücher und E-Books verkauft, bekommt potenziell Zugang zu einem internationalen Publikum, das Literatur über dieselbe Anwendung konsumiert wie Musik und Podcasts. **Doch Reichweite allein garantiert noch keinen wirtschaftlichen Erfolg.** Entscheidend bleibt, welcher Anteil der Erlöse bei Autoren, Sprechern und Verlagen ankommt. Und darüber sagt die bloße Zahl von 800.000 Titeln wenig aus. ## Deutschland: Bereits 90.000 deutschsprachige Titel Spotify ist auch in Deutschland längst ein ernst zu nehmender Wettbewerber im Hörbuchgeschäft. Seit April 2025 ist das erweiterte Premium-Hörbuchangebot im deutschsprachigen Raum verfügbar. Nach Unternehmensangaben umfasst der deutsche Katalog inzwischen mehr als 90.000 deutschsprachige Titel. Im April 2026 führte Spotify außerdem eigene Hörbuchcharts und die Funktion *Page Match* für deutschsprachige Bücher ein. Mit dieser Funktion können Leser zwischen gedrucktem Buch und Hörbuch wechseln. Spotify verbindet damit zwei bisher weitgehend getrennte Formen des Literaturkonsums. Das Unternehmen berichtet, dass inzwischen mehr als eine Million Menschen Page Match verwendet haben. [Spotify Presse](https://spotify%5Fpresse.prowly.com/473682-spotify-weitet-sein-horbuchangebot-bis-ende-2026-auf-mehr-als-180-markte-aus?ref=dievossische.de) Das ist wirtschaftlich interessant. Denn die Plattform verkauft nicht einfach nur ein weiteres Medienformat. Sie versucht, das Lesen und Hören innerhalb ihres eigenen Ökosystems miteinander zu verbinden. **Wer die Anwendung kontrolliert, kontrolliert zunehmend auch den Zugang zum Leser.** ## Die neue Macht sitzt zwischen Autor und Publikum Die traditionelle Verlagswirtschaft funktionierte lange nach einem vergleichsweise klaren Muster. Ein Autor schrieb ein Buch. Ein Verlag veröffentlichte es. Ein Buchhändler verkaufte es. Der Kunde entschied, ob er es lesen wollte. Heute entsteht eine zusätzliche Ebene. Spotify kann Bücher empfehlen. Spotify bestimmt die Darstellung in seiner Anwendung. Spotify entwickelt Such-, Empfehlungs- und Navigationsfunktionen. Und Spotify entscheidet über die technische Gestaltung seines Hörbuchangebots. Diese Macht ist nicht automatisch missbräuchlich. Aber sie ist wirtschaftlich relevant. Ein Buch kann weltweit verfügbar sein und trotzdem kaum Aufmerksamkeit erhalten. Ein anderes kann durch eine Empfehlung in einer populären Anwendung plötzlich tausende neue Interessenten erreichen. Damit entsteht dieselbe Frage, die wir bereits beim digitalen Buchhandel untersucht haben: **Wie viel Kontrolle über die Sichtbarkeit ihrer Werke dürfen Autoren und Verlage aus der Hand geben?** ## Erich Reiss Publishing: Eine neue Chance für historische Literatur Gerade für unabhängige Verlage könnte die internationale Expansion interessant werden. Im Buchmesse-Special der Vossischen schenken wir deshalb den Neuerscheinungen von **Erich Reiss Publishing** besondere Aufmerksamkeit. Ein Titel, der grundsätzlich auch als Hörbuch interessant wäre, ist **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger**. Historische Literatur lebt von Atmosphäre, Konflikten und Figuren. Eine sorgfältig produzierte Hörbuchfassung kann diese Elemente auf andere Weise vermitteln als ein gedruckter Roman. Ähnliches gilt für **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr**, das seine Leser in die griechische Antike führt. Der historische Roman könnte als gesprochene Erzählung eine zusätzliche internationale Zielgruppe ansprechen. Ein ganz anderes Publikum erreicht **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher**. Die Geschichte über Jona und Leo während eines Hamburger Sommers richtet sich an junge Leser. Gerade hier könnte eine Audiofassung sinnvoll sein, weil Hörbücher auch Menschen erreichen, die längere Texte nicht regelmäßig in gedruckter Form lesen. Auch die Sachbücher des Verlages eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten. **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger** könnte als Autorenlesung oder kommentierte Audioausgabe erscheinen. Jonathan Falks **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“** wäre grundsätzlich auch für eine dokumentarisch gestaltete Hörbuchproduktion geeignet. Das sind mögliche Verwertungsformen, keine Ankündigung bereits produzierter Hörbücher oder bestehender Spotify-Vertriebsverträge. ## Die nächste Streitfrage: Wem gehört die Stimme? Doch die Expansion des Hörbuchmarktes bringt einen zusätzlichen Konflikt mit sich. Künstliche Intelligenz verändert die Produktion gesprochener Literatur. Automatisierte Stimmen können Texte vertonen. Professionelle Sprecher müssen sich deshalb mit neuen technischen Wettbewerbern auseinandersetzen. Auf der Frankfurter Buchmesse wurde darüber am Donnerstag, dem 8\. Oktober, ebenfalls diskutiert. Bei einer Veranstaltung des Zentrums Wort standen Einwilligung, Lizenzierung, Vergütung und die Zukunft professioneller Sprecher im Mittelpunkt. Als Teilnehmer waren unter anderem Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf, der Urheberrechtsanwalt Tobias Kiwitt und die Schriftstellerin Lena Falkenhagen angekündigt. Die Veranstaltungsbeschreibung thematisierte ausdrücklich die Problematik nicht gekennzeichneter KI-Hörbücher und die Nutzung künstlich erzeugter Stimmen. [S. Fischer Verlage](https://www.fischerverlage.de/veranstaltung/podiumsdiskussion-klaus-peter-wolf-frankfurt-am-main-1048553-261008?utm%5Fsource=chatgpt.com) Der entscheidende Konflikt ist offensichtlich. Eine KI-Stimme kann Produktionskosten reduzieren. Aber wer erhält die wirtschaftlichen Vorteile? Der Verlag? Die Plattform? Der Anbieter der KI-Technologie? Und welche Rechte besitzt ein professioneller Sprecher, wenn seine Stimme als Vorlage für ein digitales Modell verwendet werden soll? ## Die künstliche Stimme darf nicht zum Freibrief werden Die wirtschaftliche Versuchung ist groß. Ein traditionelles Hörbuch benötigt einen Sprecher, Aufnahmezeit, Regie, Schnitt und technische Nachbearbeitung. Eine automatisierte Vertonung kann Teile dieser Arbeit erheblich vereinfachen. Für kleine Verlage könnte das die Produktion zusätzlicher Formate überhaupt erst wirtschaftlich möglich machen. Doch daraus folgt kein Freibrief, Stimmen ohne Zustimmung nachzubilden oder geschützte Werke ohne erforderliche Rechte zu verwerten. **Technischer Fortschritt ersetzt keine Lizenz.** Und billiger produzierte Hörbücher sind nicht automatisch bessere Hörbücher. Gerade literarische Texte leben von Interpretation. Von Pausen. Von Betonung. Von Zwischentönen. Eine Stimme vermittelt mehr als den Wortlaut. ## Frankfurt veröffentlicht eine neue Untersuchung Dass die Branche das Thema ernst nimmt, zeigt ein neues Whitepaper der Frankfurter Buchmesse. Unter dem Titel **„Who Is Narrating the Future?“** untersuchten Javier Celaya und das Team von Dosdoce.com den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Audioproduktion. Dafür wurden mehr als 85 Branchenvertreter aus verschiedenen Ländern befragt. Die Untersuchung erschien am 4\. September 2026. Sie behandelt sowohl die Einsatzmöglichkeiten als auch die Herausforderungen der KI-Technologie im Hörbuchgeschäft. [Frankfurter Buchmesse](https://www.buchmesse.de/presse/pressemitteilungen/2026-09-09-soweit-das-ohr-reicht-neue-hoerbuecher-und-podcasts-das-audio?utm%5Fsource=chatgpt.com) [Das Audio-Whitepaper der Frankfurter Buchmesse](https://www.buchmesse.de/whitepaper?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Die Buchbranche darf ihre Zukunft nicht verschenken Spotify eröffnet Verlagen neue internationale Absatzmöglichkeiten. Das ist zunächst eine gute Nachricht. Für unabhängige Häuser können zusätzliche Vertriebswege besonders wertvoll sein. Doch die Geschichte der digitalen Medienwirtschaft zeigt auch, dass Reichweite und wirtschaftliche Unabhängigkeit nicht dasselbe sind. Wer ausschließlich auf eine Plattform setzt, macht sich von deren Konditionen abhängig. Deshalb benötigen Verlage eine Vertriebsstrategie, die unterschiedliche Anbieter berücksichtigt. Sie müssen ihre Audio-, Übersetzungs- und internationalen Nutzungsrechte sauber verwalten. Und sie müssen darauf achten, dass die wirtschaftliche Kontrolle über ihre Werke nicht schleichend verloren geht. **Die größte Gefahr für unabhängige Verlage besteht nicht darin, dass Spotify Hörbücher verkauft.** Sie besteht darin, dass Verlage den Zugang zu ihren Lesern irgendwann nicht mehr selbst gestalten können. Die Frankfurter Buchmesse zeigt 2026, wie schnell sich diese Verhältnisse verändern. 800.000 Hörbücher. Mehr als 180 Märkte. Neue KI-Stimmen. Neue Geschäftsmodelle. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr, ob das Hörbuch eine Zukunft hat. **Sondern wem diese Zukunft gehören wird.** --- Frankfurter Buchmesse 2026, Spotify, Hörbücher, künstliche Intelligenz, Autorenrechte, Erich Reiss Publishing, unabhängige Verlage **Primärquellen:** [Spotify-Pressemitteilung vom 7\. Oktober 2026](https://spotify%5Fpresse.prowly.com/473682-spotify-weitet-sein-horbuchangebot-bis-ende-2026-auf-mehr-als-180-markte-aus?utm%5Fsource=chatgpt.com) · [Offizielles Audio-Programm der Buchmesse 2026](https://www.buchmesse.de/presse/pressemitteilungen/2026-09-09-soweit-das-ohr-reicht-neue-hoerbuecher-und-podcasts-das-audio?utm%5Fsource=chatgpt.com) *Redaktionsstand: 9\. Oktober 2026\. Die Expansion auf mehr als 180 Märkte ist eine Ankündigung für Ende 2026 und noch kein vollständig abgeschlossener Markteintritt.* Die Buchmesse läuft bis zum **11\. Oktober**, unsere Nachlese bis zum **15\. Oktober 2026**. ### Frankfurter Buchmesse 2026 - BÜCHERKLAU 2.0 URL: https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-bucherklau-2-0/ Last updated: 2026-10-10T07:00:00.000Z ## WENN FREMDE DEIN BUCH VERKAUFEN *Gefälschte Autoren, gestohlene Manuskripte und digitale Buchpiraten: Auf der Frankfurter Buchmesse wird am Freitag über eine wachsende Bedrohung diskutiert. Während Verlage Millionen in die Entwicklung neuer Bücher investieren, können Betrüger fremde Werke kopieren und unter falschem Namen anbieten. Die Plattformbetreiber stehen zunehmend unter Rechtfertigungsdruck.* **Frankfurt, 9\. Oktober 2026 – Stellen Sie sich vor, Sie schreiben ein Buch. Monate oder Jahre Arbeit. Dann entdecken Sie es im Internet. Zum Verkauf angeboten von einem Fremden. Oder, noch dreister: Jemand verkauft ein Buch unter Ihrem Namen, das Sie niemals geschrieben haben.** Was wie eine absurde Betrugsgeschichte klingt, ist längst Realität. Am heutigen Freitag beschäftigt sich die Frankfurter Buchmesse ausdrücklich mit diesem Problem. Um 10.30 Uhr beginnt im Knowledge Hub, Halle 4.1, die Veranstaltung **„Hunting the copycats“**. Organisiert wird sie vom European Digital Reading Lab (EDRLab). Das Thema: illegal erneut veröffentlichte Bücher, falsche Autorenangaben und die bislang unzureichenden Reaktionen digitaler Vertriebsplattformen. [EDRLab](https://www.edrlab.org/2026/08/27/edrlab-at-frankfurter-buchmesse-2026/?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Der Buchpirat braucht keine Druckerei mehr Früher musste ein Fälscher Bücher nachdrucken, lagern und verkaufen. Heute genügt im schlimmsten Fall eine digitale Datei. Ein EPUB lässt sich vervielfältigen. Ein Cover lässt sich nachbauen. Ein Autorenname kann missbraucht werden. Und ein falscher Verlagseintrag ist technisch schnell erstellt. Das Ergebnis kann für Leser täuschend echt aussehen. Besonders problematisch ist dabei die Geschwindigkeit, mit der digitale Veröffentlichungen weltweit verbreitet werden können. Ein Buch kann innerhalb kurzer Zeit in mehreren Shops erscheinen. Wird die Fälschung entdeckt, beginnt für den tatsächlichen Rechteinhaber die Arbeit. Er muss den Verstoß dokumentieren, melden und gegebenenfalls gegenüber mehreren Unternehmen seine Rechte nachweisen. **Der Täter braucht Minuten. Der Geschädigte möglicherweise Wochen.** ## Der Fall Jane Friedman: Plötzlich Autorin fremder Bücher Wie real das Problem ist, zeigte bereits 2023 der Fall der amerikanischen Autorin und Verlagsexpertin Jane Friedman. Auf Amazon erschienen mehrere Bücher unter ihrem Namen, die sie nicht geschrieben hatte. Die Titel behandelten Themen aus ihrem eigenen beruflichen Umfeld. Friedman vermutete, dass die Texte überwiegend mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt worden waren. Ein gesicherter technischer Nachweis der Herstellungsmethode lag allerdings nicht vor. Die Autorin wandte sich an Amazon. Nach ihrer Darstellung verlangte das Unternehmen zunächst Angaben zu einer eingetragenen Marke. Erst nachdem der Fall öffentlich geworden war, verschwanden die fraglichen Titel. Amazon erklärte seinerseits, über Inhaltsrichtlinien zu verfügen und Beschwerden zu untersuchen. **Der Fall offenbarte eine bemerkenswerte Schwachstelle: Eine bekannte Autorin musste öffentlichkeitswirksam um die Entfernung von Büchern kämpfen, die fälschlich ihren Namen trugen.** [The Guardian](https://www.theguardian.com/books/2023/aug/09/amazon-removes-books-generated-by-ai-for-sale-under-authors-name?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Aus Buchpiraterie wird ein industrieller Konflikt Die Dimension des Problems reicht inzwischen weit über einzelne Fälschungen hinaus. Im März 2026 reichten 13 Buch- und Wissenschaftsverlage in den Vereinigten Staaten Klage gegen die Schattenbibliothek Anna’s Archive ein. Der Vorwurf: massenhafte unerlaubte Vervielfältigung und Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke. Die Kläger verlangen unter anderem eine gerichtliche Unterbindung entsprechender Aktivitäten. Die Klage ist kein rechtskräftiger Nachweis sämtlicher erhobener Vorwürfe. Sie dokumentiert aber, wie ernst große Verlagshäuser die wirtschaftliche Bedrohung nehmen. [PublishersWeekly.com](https://www.publishersweekly.com/pw/by-topic/digital/copyright/article/99880-publishers-charge-anna-s-archive-with-copyright-infringement.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Hinzu kommt ein zweiter Konflikt. Im Mai verklagten mehrere große Verlage gemeinsam mit dem Schriftsteller Scott Turow den Meta-Konzern. Sie werfen dem Unternehmen vor, rechtswidrig beschaffte Bücher und wissenschaftliche Texte zum Training seiner KI-Systeme verwendet zu haben. Meta bestreitet rechtswidriges Handeln und beruft sich unter anderem auf den amerikanischen Grundsatz des *Fair Use*. Es handelt sich damit um einen offenen Rechtsstreit, nicht um eine festgestellte Verurteilung. [AP News](https://apnews.com/article/5609846d4d840014974a847b01079c32?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Die kleinen Verlage trifft es besonders hart Für unabhängige Verlage ist die Situation besonders schwierig. Große Konzerne besitzen Rechtsabteilungen und können spezialisierte Kanzleien beauftragen. Ein kleiner Verlag verfügt möglicherweise nur über wenige Mitarbeiter. Trotzdem muss er seine Bücher schützen. Und genau hier liegt das wirtschaftliche Problem. Die eigentliche Leistung eines Verlages besteht schließlich nicht darin, eine EPUB-Datei hochzuladen. Sie beginnt mit der Auswahl eines Manuskripts. Es folgen Lektorat, Korrektorat, Gestaltung, Satz, Herstellung, Vertrieb und Marketing. Wird ein Buch illegal kopiert und verkauft, kann ein Dritter von diesen Investitionen profitieren, ohne sie selbst getragen zu haben. **Digitale Piraterie ist deshalb nicht nur eine Urheberrechtsfrage. Sie kann zum Angriff auf das Geschäftsmodell unabhängiger Verlage werden.** ## Erich Reiss Publishing: Fünf Titel, fünf unterschiedliche Risiken Im Buchmesse-Special der Vossischen widmen wir dem unabhängigen Verlag **Erich Reiss Publishing** besondere Aufmerksamkeit. Dessen Neuerscheinungen zeigen, wie unterschiedlich die Risiken je nach Buchmarkt ausfallen können. **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** und **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr** stehen für historische Literatur. Bei solchen Werken können unerlaubte Kopien, manipulierte Ausgaben oder falsche Autorenangaben die Herkunft und Authentizität eines Textes verschleiern. **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger** bewegt sich dagegen in einem gesellschaftspolitisch kontroversen Themenfeld. Hier wäre neben unerlaubter Vervielfältigung besonders die falsche Zuschreibung von Äußerungen an die Autoren problematisch. **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“ von Jonathan Falk** behandelt juristisch sensible Fragen. Veränderte oder aus dem Zusammenhang gerissene Passagen könnten bei einem solchen Sachbuch besondere Auswirkungen haben. Und bei **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher** steht ein Publikum im Mittelpunkt, das Literatur zunehmend über digitale Empfehlungen und internationale Shops entdeckt. Für alle fünf Titel gilt deshalb dieselbe wirtschaftliche Grundregel: **Ein Verlag muss kontrollieren können, welche Ausgaben seiner Bücher tatsächlich von ihm stammen.** Konkrete Piraterie- oder Fälschungsfälle bei diesen fünf Titeln sind damit nicht behauptet. ## Die Plattformen müssen Verantwortung übernehmen Eine praktikable Lösung darf nicht allein aus der Forderung nach strengeren Kontrollen bestehen. Denn überzogene Kontrollmechanismen können ihrerseits dazu führen, dass rechtmäßige Bücher blockiert werden. Notwendig sind deshalb überprüfbare Verfahren. Ein Verlag sollte seine Rechteinhaberschaft gegenüber einem Händler eindeutig belegen können. Offensichtliche Fälschungen müssen schnell überprüft werden. Beschwerden brauchen nachvollziehbare Bearbeitungsfristen. Und wer eine Veröffentlichung sperrt, sollte seine Entscheidung begründen. Die Diskussion am heutigen Freitag wird zeigen, welche zusätzlichen Instrumente die Branche dafür vorschlägt. Das EDRLab weist bereits in seiner Veranstaltungsankündigung darauf hin, dass Rechteinhaber bislang einen erheblichen Teil der Überwachungs- und Durchsetzungskosten selbst tragen. [EDRLab](https://www.edrlab.org/2026/08/27/edrlab-at-frankfurter-buchmesse-2026/?utm%5Fsource=chatgpt.com) ## Die eigentliche Frage: Wem gehört ein Buch noch? Die Digitalisierung hat unabhängigen Autoren und Verlagen enorme Möglichkeiten eröffnet. Noch nie war es technisch so einfach, ein Buch weltweit anzubieten. Doch dieselbe Infrastruktur kann auch missbraucht werden. Die zentrale Herausforderung lautet deshalb nicht, den digitalen Buchmarkt zurückzudrehen. Sie lautet, seine Vorteile zu erhalten, ohne Autoren und Verlage schutzlos zu lassen. Denn ein Buch ist mehr als eine Datei. Es ist ein Werk. Es besitzt einen Urheber. Und jemand hat Zeit, Arbeit und Geld investiert, um es entstehen zu lassen. **Wer Bücher kopiert, verfälscht und unter fremdem Namen verkauft, beschädigt nicht nur ein Geschäftsmodell. Er greift in die Beziehung zwischen Autor und Leser ein.** Dass die Frankfurter Buchmesse dieses Problem am Freitag aufgreift, ist überfällig. Entscheidend wird sein, ob daraus konkrete Verbesserungen entstehen. Frankfurter Buchmesse 2026, Buchpiraterie, E-Books, Urheberrecht, Amazon, KI, unabhängige Verlage, Erich Reiss Publishing **Primärquelle:** [EDRLab – Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse 2026](https://www.edrlab.org/2026/08/27/edrlab-at-frankfurter-buchmesse-2026/?utm%5Fsource=chatgpt.com) **Redaktionsstand:** 9\. Oktober 2026, vor Beginn der Veranstaltung „Hunting the copycats“. Der Beitrag enthält daher keine vorweggenommenen Aussagen der Diskussionsteilnehmer. # ### Frankfurt Buchmesse 2026 - Große Verlage zuerst – kleine zahlen die Rechnung URL: https://dievossische.de/frankfurt-buchmesse-2026-grosse-verlage-zuerst-kleine-zahlen-die-rechnung/ Last updated: 2026-10-10T06:00:15.000Z *1.496 Euro für vier Quadratmeter Messestand, noch ohne Ausstattung. Die Frankfurter Buchmesse räumt ein, bei ihrer Neuorganisation zuerst mit großen Verlagen gesprochen zu haben. HarperCollins zieht Konsequenzen und verzichtet auf einen eigenen Stand. Stattdessen fließt Geld in unabhängige Buchhandlungen. Ein Vorgang, der grundsätzliche Fragen über die Machtverhältnisse der Buchbranche aufwirft.* **Frankfurt, 9\. Oktober 2026 – Die Frankfurter Buchmesse feiert die Vielfalt der Literatur. Doch wer sich diese Vielfalt auf dem Messegelände leisten kann, ist eine andere Frage.** Für vier Quadratmeter Ausstellungsfläche werden nach einer im Interview auf der offiziellen Buchmesse-Website genannten Kalkulation 1.496 Euro fällig. Mit Frühbucherrabatt. Ohne Ausstattung. Ein winziger Stand, für den ein unabhängiger Verlag bereits einen erheblichen Betrag aufbringen muss, bevor auch nur ein Buch transportiert, ein Hotelzimmer gebucht oder eine Reise bezahlt ist. Und während kleine Verlage rechnen müssen, hat die Messeleitung bei der Neuordnung ihrer Hallen eine bemerkenswerte Priorität gesetzt. **Die großen Verlage wurden zuerst berücksichtigt.** Das ist keine Unterstellung. Die Buchmesse bestätigt es selbst. ## Erst die Großen, dann der Rest Christian Ebert, in der Geschäftsleitung der Frankfurter Buchmesse für Marketing und Vertrieb verantwortlich, erläuterte die umstrittene Hallenneuordnung in einem Interview. Auf die Frage, ob bei der Planung hauptsächlich mit den großen Marktteilnehmern gesprochen worden sei, bestätigte er, dass Gespräche mit einigen großen Verlagen früher und konkreter stattgefunden hätten. Seine Begründung: Die großen Häuser bildeten Ankerpunkte für die Hallenplanung. Erst nachdem deren Platzierung festgestanden habe, sei die konkrete Planung mit weiteren Ausstellern möglich geworden. Man muss diese Erklärung nicht lange interpretieren. **Wer groß genug ist, bestimmt zuerst seinen Platz. Die anderen werden anschließend eingeordnet.** Die Messe begründet das organisatorisch. Tatsächlich zeigt der Vorgang aber, wie stark wirtschaftliche Bedeutung auch die räumliche Verteilung von Aufmerksamkeit beeinflusst. [Frankfurter Buchmesse](https://www.buchmesse.de/news/so-sieht-die-frankfurter-buchmesse-ab-2026-aus?ref=dievossische.de) ## HarperCollins zieht die Konsequenz Einer der international bedeutendsten Verlagskonzerne hat entschieden, dieses Spiel 2026 nicht mitzuspielen. HarperCollins Deutschland verzichtet auf einen eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse. CEO und Verleger Jürgen Welte begründete die Entscheidung bereits am 22\. April in einem offenen Brief. Seine Kritik geht weit über die Platzierung von Messeständen hinaus. Welte stellt grundsätzlich infrage, ob Frankfurt den Bedürfnissen der Verlage, Autoren und Buchhändler noch gerecht wird. Die Frankfurter Buchmesse habe ihren früheren Charakter als Fachmesse verloren. Als Publikums- und Autorenmesse sehe er Leipzig inzwischen vorn. Besonders deutlich wird Welte bei der Neuorganisation der Hallen. Eine bloße Umverteilung von Standflächen sei noch kein tragfähiges neues Messekonzept. **Das ist eine ungewöhnlich scharfe Abrechnung mit einer Institution, die jahrzehntelang als unverzichtbarer Treffpunkt der internationalen Buchbranche galt.** [Buchmarkt](https://buchmarkt.de/2026/04/23/darum-faehrt-harpercollins-nicht-zur-frankfurter-buchmesse-2026/?ref=dievossische.de) ## 35.000 Euro jährlich statt Messepräsenz Interessant ist, was HarperCollins mit dem eingesparten Geld machen will. Die Verlagsgruppe kündigte an, Mittel unmittelbar in den unabhängigen Buchhandel umzuleiten. Dazu gehören regionale Werbemaßnahmen und Veranstaltungen in Buchhandlungen. Hinzu kommt ein konkretes Förderprogramm. Jährlich sollen zehn kleine und mittelständische Buchhandlungen jeweils 2.500 Euro erhalten, wenn sie ihre Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss fest übernehmen. Das ergibt 25.000 Euro. Weitere 10.000 Euro sind jährlich für die Übernahme oder Neugründung einer Buchhandlung vorgesehen. **Insgesamt hat HarperCollins damit Fördermaßnahmen über 35.000 Euro jährlich angekündigt.** Hinzu kommen geplante Praktikumsmöglichkeiten und eine intensivere Zusammenarbeit mit unabhängigen Buchhandlungen. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/verlage-news/verlagsgruppe-harpercollins-verzichtet-auf-frankfurter-buchmesse-421259?utm%5Fsource=chatgpt.com) Entscheidend ist die wirtschaftliche Überlegung dahinter. Warum sollte ein Verlag Geld für eine fünftägige Präsentation ausgeben, wenn er mit demselben Budget möglicherweise das gesamte Jahr über Buchhändler und Leser erreichen kann? ## Die Messe verteidigt ihr Geschäftsmodell Die Frankfurter Buchmesse argumentiert, dass die Neuordnung kürzere Wege, eine klarere Trennung von Fach- und Publikumsbereichen und bessere Begegnungsmöglichkeiten schaffen soll. Für unabhängige Verlage verweist sie auf Gemeinschaftsflächen, vergünstigte Pakete und kleinere Standlösungen. Eine weitergehende Subventionierung müsse an anderer Stelle finanziert werden. Das ist die Position der Messeleitung. Doch damit bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet: **Wie viel wirtschaftliche Belastung verträgt ein kleiner Verlag, bevor die Messe ihre Funktion als Treffpunkt der gesamten Branche verliert?** Ein großer Verlag kann Messekosten auf zahlreiche Titel verteilen. Ein kleiner Verlag muss möglicherweise mit dem Erlös weniger Neuerscheinungen seine gesamte Öffentlichkeitsarbeit finanzieren. Für beide gelten wirtschaftlich vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen. ## Erich Reiss Publishing: Fünf Bücher, fünf Zielgruppen Auch unser Buchmesse-Special über die Neuerscheinungen von **Erich Reiss Publishing** berührt genau dieses Problem. Mit **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** und **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr** präsentiert der Verlag zwei historische Stoffe. **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger** richtet sich an ein gesellschaftspolitisch interessiertes Publikum. Jonathan Falks **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“** behandelt Fragen von Justiz, Wirtschaftskriminalität und Rechtsstaatlichkeit. Mit **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher** kommt ein Coming-of-Age-Roman hinzu. Fünf Veröffentlichungen aus unterschiedlichen Genres, die jeweils eine eigene Leserschaft erreichen müssen. Ein unabhängiger Verlag steht damit nicht nur vor der Aufgabe, Bücher zu veröffentlichen. Er muss für jeden Titel Sichtbarkeit schaffen. Und dafür muss er entscheiden, wo sein Marketingbudget den größten Nutzen erzielt. Ein teurer Messestand ist nur eine Möglichkeit. Digitale Lesungen, soziale Medien, Buchhandelskooperationen und internationaler Vertrieb sind andere. ## Die eigentliche Krise ist eine Frage des Nutzens Die Entscheidung von HarperCollins besitzt eine Signalwirkung. Nicht, weil ein internationaler Konzern plötzlich zum Vertreter kleiner Verlage geworden wäre. Sondern weil selbst ein wirtschaftlich bedeutendes Verlagshaus den Gegenwert seines Messeauftritts grundsätzlich infrage stellt. Das ist für Frankfurt gefährlicher als jede Diskussion über einzelne Standplätze. Denn eine Messe lebt davon, dass ihre Aussteller überzeugt sind, für ihr Geld einen tatsächlichen Nutzen zu erhalten. Sinkt dieser Nutzen, wird der Verzicht wirtschaftlich attraktiv. Und wenn ein Konzern mit erheblicher Marktmacht zu diesem Ergebnis kommt, stellt sich die Frage für kleine Verlage erst recht. ## Die Buchmesse muss beweisen, dass sie alle braucht Frankfurt bleibt ein wichtiger internationaler Handelsplatz für Bücher und Rechte. Doch seine Bedeutung ist kein Naturgesetz. Sie muss Jahr für Jahr neu begründet werden. Mit Kontakten. Mit Verkäufen. Mit internationaler Reichweite. Mit wirklichen Chancen für Autoren und Verlage. Und nicht allein mit der Behauptung, der Mittelpunkt der Buchwelt zu sein. Die Neuordnung der Hallen mag organisatorisch nachvollziehbar sein. **Dass dabei zuerst die großen Verlage berücksichtigt wurden, zeigt jedoch, wie schnell sich wirtschaftliche Macht in bevorzugte Behandlung übersetzt.** Die Konsequenz sollte nicht sein, große Verlage zu benachteiligen. Sondern sicherzustellen, dass die übrigen überhaupt noch mithalten können. Denn eine Buchmesse, auf der Vielfalt hauptsächlich auf Plakaten stattfindet, verfehlt ihren kulturellen Anspruch. **HarperCollins hat eine bemerkenswert einfache Rechnung aufgemacht: Weniger Geld für die Selbstdarstellung auf einer Messe. Mehr Geld für Menschen, die Bücher tatsächlich verkaufen.** Ob das wirtschaftlich erfolgreicher ist, muss sich noch zeigen. Die Frage, die dahintersteht, dürfte Frankfurt jedoch über den 11\. Oktober hinaus beschäftigen. Frankfurter Buchmesse 2026, HarperCollins, unabhängige Verlage, Buchhandel, Verlagskosten, Erich Reiss Publishing **Quellen:** Der offene Brief von HarperCollins-Verleger Jürgen Welte ist vollständig bei [BuchMarkt vom 23\. April 2026](https://buchmarkt.de/2026/04/23/darum-faehrt-harpercollins-nicht-zur-frankfurter-buchmesse-2026/?utm%5Fsource=chatgpt.com) dokumentiert. Die Aussagen über Standkosten und die Bevorzugung großer Verlage stammen aus [dem Interview der Frankfurter Buchmesse mit Christian Ebert](https://www.buchmesse.de/news/so-sieht-die-frankfurter-buchmesse-ab-2026-aus?utm%5Fsource=chatgpt.com). **Redaktioneller Stand: 9\. Oktober 2026.** Die angekündigten Fördermaßnahmen von HarperCollins sind dokumentiert; ihre vollständige Auszahlung und langfristige Wirkung sind damit noch nicht nachgewiesen. ### Frankfurter Buchmesse 2026 - Die Unabhängigen küren einen Konzern-Bestseller URL: https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-die-unabhangigen-kuren-einen-konzern-bestseller/ Last updated: 2026-10-10T05:00:04.000Z *Mehr als tausend unabhängige Buchhandlungen beteiligen sich an der Wahl ihres Lieblingsbuches. Gewonnen hat ausgerechnet ein Roman aus dem Penguin Verlag. Die Entscheidung ist legitim – aber sie zeigt, wie groß der Einfluss etablierter Verlagshäuser selbst dort ist, wo die Unabhängigkeit gefeiert wird.* **Frankfurt, 8\. Oktober 2026 – Deutschlands unabhängige Buchhandlungen haben ihr Lieblingsbuch gewählt. Es stammt aus einem der größten Verlagshäuser der Welt.** Hannah Häffners Roman **„Die Riesinnen“**, erschienen bei Penguin, wurde am Donnerstagnachmittag auf der Frankfurter Buchmesse zum *Lieblingsbuch der Unabhängigen 2026* gekürt. Mehr als 300 Buchhändler waren bei der Preisverleihung im Congress Center anwesend. Rund 210 Romane waren ursprünglich vorgeschlagen worden. Fünf Titel erreichten die Shortlist. Am Ende gewann Hannah Häffner. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/die-riesinnen-ist-das-lieblingsbuch-der-unabhaengigen-444937?ref=dievossische.de) Das ist zunächst eine Auszeichnung für eine Autorin und ihren Roman. Aber es ist auch eine Geschichte über die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse im deutschen Buchmarkt. ## Fünf nominierte Bücher – fünf etablierte Verlage Ein Blick auf die Shortlist zeigt die Besonderheit. Annika Büsings *Magisch* erschien bei S. Fischer. Hannah Häffners *Die Riesinnen* bei Penguin. Tanja Kokoskas *Guten Morgen, schönes Wetter heute* bei dtv. Svenja Leibers *Nelka* bei Suhrkamp. Vera Zischkes *Pina fällt aus* bei List. Alle fünf Titel stammen damit aus etablierten Verlagshäusern. Keiner der Finalisten wurde von einem kleinen, weitgehend unbekannten Independent-Verlag veröffentlicht. [WUB Event](https://www.wub-event.de/presse?ref=dievossische.de) **Das wirft eine Frage auf: Wie unabhängig ist die Auswahl des Buchhandels von der Marktmacht großer Verlage?** ## Unabhängiger Buchhandel bedeutet nicht unabhängiger Verlag Zunächst muss ein verbreitetes Missverständnis beseitigt werden. Die Auszeichnung heißt *Lieblingsbuch der Unabhängigen*, weil unabhängige Buchhandlungen abstimmen. Sie ist kein Preis ausschließlich für Bücher unabhängiger Verlage. Die Buchhändler haben deshalb selbstverständlich das Recht, einen Roman von Penguin auszuzeichnen. Und ein Buch wird nicht schlechter, weil es in einem großen Verlag erscheint. Genau deshalb wäre es falsch, aus der diesjährigen Entscheidung einen Manipulationsvorwurf abzuleiten. Dafür gibt es keinen Beleg. Aber es gibt einen anderen, durchaus interessanten Befund. ## Penguin hatte seinen Roman frühzeitig positioniert Bereits am 29\. Januar 2026 veröffentlichte das *Börsenblatt* einen ausdrücklich als Werbung gekennzeichneten Beitrag zu *Die Riesinnen*. Darin wurde eine umfangreiche Marketing-, Presse- und Influencerkampagne angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt lagen laut Verlagsangaben bereits mehr als 40 Lesungsanfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Der Roman sollte außerdem bei wichtigen Branchenterminen vorgestellt werden. Die Veröffentlichung erschien erst am 25\. Februar. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/die-riesinnen-begeisterung-von-anfang-407763/advertorial/penguin/29-01-2026?ref=dievossische.de) Das bedeutet: **Noch bevor der Roman offiziell in den Buchhandel kam, hatte Penguin eine professionelle Marketingstrategie aufgebaut.** Das ist weder ungewöhnlich noch verwerflich. Es ist die Aufgabe eines Verlages. Aber es zeigt, mit welchen Voraussetzungen Bücher im Wettbewerb um Aufmerksamkeit starten. ## Der kleine Verlag beginnt oft bei null Ein unabhängiger Verlag kann ebenfalls einen hervorragenden Roman veröffentlichen. Vielleicht sogar einen literarisch bedeutenderen. Doch das garantiert ihm keinen vergleichbaren Zugang zum Markt. Er verfügt möglicherweise über keine eigene Presseabteilung. Keine umfangreiche Außendienstorganisation. Kein großes Marketingbudget. Keine bezahlten Influencer-Kampagnen. Keine etablierten Kontakte zu hunderten Buchhandlungen. Ein Verlag wie **Erich Reiss Publishing** muss diese Aufmerksamkeit für unterschiedliche Titel und Zielgruppen erst aufbauen. Das gilt für Dirk Kirschbergers historischen Stoff **„Salz und Stahl“** ebenso wie für Adrian Kerrs **„Königreiche aus Staub“**. Für Paul Fishers Jugendroman **„Sechs Wochen Gegenwind“** sind wiederum andere Kommunikationswege erforderlich. Mit **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger** sowie Jonathan Falks **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“** kommen zwei Sachbuchtitel hinzu, die sich an andere Lesergruppen richten. Alle fünf Bücher erscheinen bei Erich Reiss Publishing. Die entscheidende wirtschaftliche Aufgabe ist nicht allein ihre Veröffentlichung. **Es ist die Herstellung von Sichtbarkeit.** ## Wer bereits sichtbar ist, wird leichter empfohlen Die großen Verlagshäuser besitzen einen strukturellen Vorteil. Ihre Programme werden professionell angekündigt. Vertreter stellen Neuerscheinungen vor. Rezensionsexemplare erreichen Journalisten. Marketingkampagnen machen auf Bücher aufmerksam. Erst danach trifft der Leser seine Entscheidung. Das bedeutet nicht, dass Buchhändler nur auf Werbung reagieren. Viele lesen ausgesprochen viel, kennen ihre Kundschaft und entdecken Titel abseits der Bestsellerlisten. Doch selbst der engagierteste Buchhändler kann nur empfehlen, was er kennt. Die Auswahl der verfügbaren Bücher wird deshalb bereits lange vor der Empfehlung im Laden mitgeprägt. ## Der Preis bleibt verdient – die Strukturfrage bleibt offen Hannah Häffners Roman erzählt die Geschichte dreier Frauen über mehrere Generationen hinweg. Der Schauplatz ist ein Schwarzwalddorf. Im Mittelpunkt stehen familiäre Beziehungen, gesellschaftliche Erwartungen, Selbstbestimmung und die Frage, welchen Platz ein Mensch in seiner Umgebung finden kann. Das Buch erschien im Februar 2026 bei Penguin. Es umfasst 416 Seiten. [Lesejury](https://www.lesejury.de/hannah-haeffner/buecher/die-riesinnen/9783328604334?ref=dievossische.de) Über seine literarische Qualität entscheidet selbstverständlich nicht die Unternehmensgröße seines Verlages. Die unabhängigen Buchhändler haben den Roman gelesen, empfohlen und schließlich ausgezeichnet. Das verdient Respekt. Aber es beantwortet nicht die Frage, weshalb aus 210 vorgeschlagenen Titeln ausschließlich Bücher etablierter Verlagshäuser in die Endrunde gelangten. Möglicherweise überzeugten diese fünf Romane schlicht besonders viele Buchhändler. Möglicherweise spielte ihre vorhandene Sichtbarkeit eine Rolle. **Ohne eine systematische Analyse der Nominierungen lässt sich der relative Einfluss beider Faktoren nicht bestimmen.** ## Unabhängigkeit muss auch Entdeckungen ermöglichen Die Woche unabhängiger Buchhandlungen findet vom 31\. Oktober bis 7\. November statt. Mehr als tausend inhabergeführte Buchhandlungen beteiligen sich daran. Sie organisieren Lesungen, Veranstaltungen und Buchempfehlungen. [Börsenblatt](https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/die-riesinnen-ist-das-lieblingsbuch-der-unabhaengigen-444937?ref=dievossische.de) Das ist eine wichtige Initiative. Denn unabhängige Buchhandlungen erfüllen eine kulturelle Funktion, die kein Onlinealgorithmus vollständig ersetzen kann. Sie können Literatur entdecken. Sie können neue Autoren aufbauen. Und sie können Bücher empfehlen, die nicht bereits durch Millionenbudgets bekannt geworden sind. Genau darin liegt ihr besonderer Wert. [Wer entscheidet, welche Bücher wir überhaupt sehen?Die Frankfurter Buchmesse beginnt. Doch längst entscheiden nicht nur Buchhändler und Kritiker, welches Buch Leser erreicht. Amazon, TikTok, Suchalgorithmen und KI werden zu neuen Torwächtern. Für unabhängige Verlage wird Sichtbarkeit damit zur entscheidenden Währung.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-9fdc069a-d65f-43f4-bd6c-78bd300d36a5.png)Die VossischeBianca Moreau![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Frankfurter-Buchmesse-2026-1-1600e41a-7fdb-440c-846d-00db27dcce3b.jpg)](https://dievossische.de/die-vossische-frankfurter-buchmesse-2026/) **Der unabhängige Buchhandel muss nicht zwangsläufig Bücher unabhängiger Verlage bevorzugen. Aber er sollte seine Fähigkeit bewahren, auch jenseits der großen Verlagsprogramme literarische Entdeckungen zu machen.** Sonst bleibt die Unabhängigkeit vor allem eine Frage der Eigentumsverhältnisse des Buchladens. Und weniger eine Frage der Vielfalt in seinen Regalen. ### Frankfurt Buchmesse 2026 - Literaturnobelpreis 2026 URL: https://dievossische.de/frankfurt-buchmesse-2026-literaturnobelpreis-2026/ Last updated: 2026-10-10T04:00:19.000Z # Die Antike schlägt zurück *Anne Carson gewinnt den Literaturnobelpreis 2026\. Die kanadische Schriftstellerin verbindet griechische Mythologie, klassische Literatur und moderne Erzählformen. Ihre Auszeichnung ist eine bemerkenswerte Botschaft an eine Buchbranche, die sich immer stärker von Trends, Algorithmen und kurzfristigen Verkaufszahlen treiben lässt.* **Frankfurt, 8\. Oktober 2026 – Während auf der Frankfurter Buchmesse über künstliche Intelligenz, digitale Vermarktung und die Zukunft des Lesens gestritten wird, hat die Schwedische Akademie ausgerechnet eine Schriftstellerin ausgezeichnet, deren literarische Welt vor mehr als zweitausend Jahren beginnt.** Anne Carson, 76 Jahre alt, erhält den Literaturnobelpreis 2026. Die kanadische Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Altphilologin wird für ihr experimentelles Werk geehrt, das die klassische Tradition mit neuen Formen zeitgenössischer Literatur verbindet. Die Entscheidung wurde am Donnerstagmittag in Stockholm bekannt gegeben. Die Schwedische Akademie würdigte Carson ausdrücklich für ihren schöpferischen Umgang mit der antiken Überlieferung. [Svenska Akademien](https://www.svenskaakademien.se/press/nobelpriset-i-litteratur-2026?ref=dievossische.de) **Eine bemerkenswerte Entscheidung in einer Zeit, in der Literatur zunehmend nach ihrer Vermarktbarkeit beurteilt wird.** ## Die Frau, die Homer und Sappho in die Gegenwart holt Anne Carson gehört zu jenen Schriftstellern, die sich einer einfachen literarischen Einordnung entziehen. Sie schreibt Gedichte, Essays, dramatische Texte und Erzählungen. Häufig verbindet sie mehrere Gattungen innerhalb desselben Werkes. Ihre literarischen Bezugspunkte reichen von Sappho über Sophokles bis zu Euripides. Carson interessiert sich dabei nicht nur für die großen historischen Erzählungen. Sie untersucht Liebe, Verlust, Eifersucht, Macht und menschliche Abhängigkeiten. Themen, die bereits die antiken Dichter beschäftigten. Und die auch im 21\. Jahrhundert nicht verschwunden sind. In ihrem bekannten Werk *Autobiography of Red* verwandelt Carson den antiken Mythos des Geryon in eine moderne Erzählung über Liebe, Identität und Verletzlichkeit. Die antike Überlieferung wird nicht einfach nacherzählt. Sie wird zum Ausgangspunkt einer neuen Geschichte. [AP News](https://apnews.com/article/05a268ffc76827d273f9d986c5a5a65e?ref=dievossische.de) ## Die Antike ist keine tote Literatur Damit führt Carson vor, weshalb klassische Stoffe auch nach Jahrtausenden funktionieren. Die griechische Antike ist keine bloße Sammlung historischer Ereignisse. Sie ist ein literarischer Raum, in dem grundlegende Konflikte menschlichen Zusammenlebens sichtbar werden. Macht und Ohnmacht. Liebe und Verrat. Loyalität und Ehrgeiz. Krieg und Verantwortung. Die großen griechischen Tragödien wirken deshalb nicht wie historische Dokumente. Sie funktionieren noch immer als Geschichten über Menschen. **Genau darin liegt ihre literarische Kraft.** Die Auszeichnung Carsons ist auch eine Erinnerung daran, dass die Beschäftigung mit der Vergangenheit keineswegs im Gegensatz zu moderner Literatur stehen muss. Im Gegenteil. Literarische Innovation entsteht häufig gerade dadurch, dass bekannte Stoffe neu betrachtet werden. ## Was bedeutet das für den historischen Roman? Der historische Roman steht in der Literaturkritik nicht immer besonders hoch im Kurs. Allzu häufig wird er pauschal der Unterhaltungsliteratur zugerechnet. Dabei reicht das Spektrum von sorgfältig recherchierten literarischen Arbeiten bis zu reinen Abenteuererzählungen. Entscheidend ist nicht die historische Kulisse. Entscheidend ist, was der Autor aus ihr macht. Ein Roman über Alexander den Großen muss mehr leisten als die Beschreibung von Schlachten. Ein Roman über das antike Athen darf nicht bei Tempeln, Philosophen und politischen Versammlungen stehen bleiben. Er muss Menschen sichtbar machen. Ihre Entscheidungen. Ihre Widersprüche. Und die Folgen ihres Handelns. Carsons Nobelpreis zeigt, wie produktiv die Auseinandersetzung mit antiken Stoffen sein kann. Er ist allerdings keine pauschale Auszeichnung historischer Romane: Carson arbeitet überwiegend mit anderen literarischen Formen. ## Erich Reiss Publishing: „Königreiche aus Staub“ In unserem Buchmesse-Special verdient deshalb auch **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr**, erschienen bei Erich Reiss Publishing, Aufmerksamkeit. Der historische Roman führt in die Welt der griechischen Antike zur Zeit Alexanders des Großen. Damit bewegt sich Kerr in einem historischen Umfeld, dessen politische und menschliche Konflikte bis heute faszinieren. Alexander steht für Eroberung und die Vorstellung grenzenloser Macht. Doch Geschichte besteht nicht allein aus Herrschern und Feldzügen. Sie besteht ebenso aus Menschen, die politische Entscheidungen ertragen müssen. Aus Familien, deren Lebenswelten zerstört werden. Aus Loyalitäten, die unter dem Druck von Krieg und Macht zerbrechen. Gerade hier liegt das Potenzial historischer Literatur. Sie kann Menschen eine vergangene Welt erschließen, ohne diese auf eine Aneinanderreihung historischer Daten zu reduzieren. Carsons experimentelle Antikenrezeption und Kerrs historischer Roman verfolgen unterschiedliche literarische Ansätze. Ihr gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass antike Geschichte und Literatur keineswegs erschöpft sind. ## Frankfurt erlebt den Nobelpreis unmittelbar Für die Frankfurter Buchmesse ist die diesjährige Entscheidung besonders interessant. Der Nobelpreis wurde mitten während der Messe verkündet. Am Stand des Berliner Verlages Matthes & Seitz, der mehrere Werke Carsons auf Deutsch veröffentlicht hat, versammelten sich unmittelbar nach der Bekanntgabe Journalisten. Auch die Übersetzerin Marie Luise Knott war dort. Der Literaturpreis rückte damit zugleich die Bedeutung literarischer Übersetzung in den Mittelpunkt. [Süddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de/kultur/anne-carson-marieluise-knott-uebersetzerin-matthes-und-seitz-li.3560598?ref=dievossische.de) Denn internationale Literatur entsteht für deutschsprachige Leser nicht allein durch Autoren. Sie braucht Übersetzer. Verlage, die Risiken eingehen. Und Buchhandlungen, die Titel anbieten, deren Erfolg keineswegs garantiert ist. ## Literatur muss nicht jedem Trend folgen Der Literaturnobelpreis 2026 ist deshalb auch eine erfreuliche Erinnerung an die Eigenständigkeit literarischer Arbeit. Nicht jedes Buch muss einem Algorithmus gefallen. Nicht jede Geschichte muss sich in fünfzehn Sekunden erklären lassen. Nicht jeder Autor muss zunächst eine möglichst große Fangemeinde aufbauen. Und nicht jedes bedeutende Werk wird unmittelbar zum Bestseller. Anne Carson hat über Jahrzehnte eine unverwechselbare literarische Sprache entwickelt. Die Schwedische Akademie zeichnet dieses Werk nun mit der international bedeutendsten Literaturauszeichnung aus. Am 10\. Dezember wird Carson den Preis in Stockholm entgegennehmen. Er ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert. [ndr.de](https://www.ndr.de/kultur/buch/literaturnobelpreis-2026-geht-an-anne-carson%2Cliteraturnobelpreis-112.html?ref=dievossische.de) **Die Botschaft dieses Nobelpreises ist bemerkenswert einfach: Literatur darf schwierig sein. Sie darf experimentieren. Und sie darf zweitausend Jahre zurückblicken, um etwas über unsere Gegenwart zu erzählen.** [Buchmesse 2026: Der brutale Kampf um SichtbarkeitDie Frankfurter Buchmesse 2026 beginnt – doch kleine Verlage kämpfen ums Überleben im Schatten von Amazon, Algorithmen und KI. Während weniger Bücher erscheinen und Verlagshäuser verschwinden, wird Sichtbarkeit zur härtesten Währung der Branche.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-a7662833-b707-4ded-ba00-fd4d0cd9cd6f.png)Die VossischeCilla Zielinski![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Der-brutale-Kampf-darum--u--berhaupt-noch-gesehen-zu-werden-e9b1abc7-b5e0-4740-8490-e00c7034e3a1.jpg)](https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-der-brutale-kampf-darum-uberhaupt-noch-gesehen-zu-werden/) Vielleicht ist das eine der erfreulichsten Nachrichten dieser Frankfurter Buchmesse. ### Greta Thunberg: Genug der Inszenierung! URL: https://dievossische.de/greta-thunberg-genug-der-inszenierung/ Last updated: 2026-10-09T18:00:47.000Z ## Zeit, das Kapitel Greta Thunberg zu schließen Es gibt Figuren im öffentlichen Raum, deren Existenz in den Medien nicht durch Substanz getragen wird, sondern durch eine unermüdliche Dauerschleife aus Inszenierung, Empörung und kalkulierter Provokation. Ein prominentes Beispiel dafür hat über Jahre hinweg die Schlagzeilen dominiert: Greta Thunberg. Doch der Kern dieses Phänomens ist längst offenkundig – es handelt sich um eine Kunstfigur, ein mediales Produkt, das von Anfang an auf Effektheischerei ausgelegt war. ### Die Masche hinter der Kulisse Von Beginn an wurde dieses öffentliche Bild mit Etiketten versehen, die bei genauerem Hinsehen als PR-Instrumente erkennbar sind. Der ständige Verweis auf das Asperger-Syndrom wurde dabei allzu oft als emotionaler Schutzschild und dramatischer Verstärker genutzt. Doch wer sich ernsthaft mit den realen Verhaltensweisen und Mustern des Asperger-Syndroms auseinandersetzt, erkennt den Widerspruch: Die hochgradig durchgetaktete mediale Präsenz, das strategische Auftreten auf internationalen Bühnen, die mediale Vermarktung und die gezielten politischen Kampagnen haben nichts mit den authentischen, oft faktenbasierten Realitäten von Autisten zu tun. Es war von Anfang an eine Masche. Eine perfekt geölte Masche, um Aufmerksamkeit zu generieren, Kritiker moralisch mundtot zu machen und eine politische Agenda voranzutreiben, die jenseits jeder sachlichen Debatte steht. ### Vom Klimaprotest zum Schulterschluss mit den Falschen Wer den Blick auf die jüngeren Entwicklungen richtet, sieht das Konstrukt endgültig entlarvt. Aus der einstigen Ikone des Klimaschutzes ist eine Akteurin geworden, die sich gezielt in andere Konfliktfelder drängt. Ob bei der umstrittenen Beteiligung an Aktionen wie der Gaza-Flotte oder bei medial inszenierten Auftritten, in denen sie sich als angebliche Opferfigur im Zusammenhang mit israelischen Behörden und Sicherheitskräften darstellt – das Muster bleibt immer dasselbe. Hier zeigt sich das wahre Gesicht einer Figur, die längst nicht mehr an echtem Umweltschutz oder konstruktiven Lösungen interessiert ist, sondern an der Vereinnahmung radikaler, israelfeindlicher Positionen und dem Schulterschluss mit fragwürdigen Akteuren. ### Zeit für mediale Ignoranz Echte Menschen, die selbst denken können, haben diese Inszenierung und die ständigen Ablenkungsmanöver längst durchschaut. Es ist an der Zeit, die Konsequenzen zu ziehen. Jede weitere Schlagzeile, jeder Bericht, jede künstliche Aufregung über Greta Thunberg, ihre Kampagnen oder ihre maritime Selbstdarstellung ist verschwendete Energie. Sie gibt einer reinen Kunstfigur den Raum, den sie längst nicht mehr verdient. Hören wir auf, ihr eine Bühne zu geben. Vergesst sie in den Medien – und wenden wir uns endlich wieder den echten, drängenden Themen zu, die ohne Inszenierung und ohne Fake auskommen. --- Medienkritik, Greta Thunberg, Kunstfigur, Gaza-Flotte, Nahostkonflikt, Öffentlichkeitsarbeit, Meinungsartikel ### Vom Buch zu Netflix: Warum Frankfurt plötzlich um Filmstoffe kämpft URL: https://dievossische.de/vom-buch-zu-netflix-warum-frankfurt-plotzlich-um-filmstoffe-kampft/ Last updated: 2026-10-09T08:00:56.000Z *Ein Buch muss längst nicht mehr nur ein Buch bleiben. Auf der Frankfurter Buchmesse treffen Verlage auf Filmproduzenten, Scouts und Streaming-Experten. Mit dem Book-to-Screen Day wird die Filmoption zum zweiten großen Geschäft – und gerade für unabhängige Verlage kann ein einziger Stoff plötzlich mehr wert sein als tausende verkaufte Exemplare.* **Frankfurt – Das Buch endet nicht mehr auf der letzten Seite.** Es kann dort erst anfangen. Ein Roman wird zum Hörbuch. Dann zur Übersetzung. Vielleicht zum Film. Vielleicht zur Serie. Und plötzlich interessiert sich ein Produzent weniger dafür, wie viele Hardcover verkauft wurden, als für eine andere Frage: **Steckt darin eine Geschichte, die auf dem Bildschirm funktioniert?** Genau deshalb wird die Frankfurter Buchmesse zunehmend auch zum Marktplatz für Film- und Serienrechte. ## Freitag ist Book-to-Screen Day Am Freitag, dem 9\. Oktober, veranstaltet Frankfurt seinen **Book-to-Screen Day**. Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen internationaler Buchbranche, Produzenten, Scouts und Filmwirtschaft. Unter den angekündigten Unternehmen befinden sich unter anderem **Bavaria Fiction, Constantin Film und Leonine Studios**. Bereits am Donnerstag beginnt das Programm mit Filmproduzent Carlo Cresto Dina. Am Freitagmorgen folgt eine Veranstaltung über aktuelle europäische Adaptions-Trends mit Vertretern des European Audiovisual Observatory, Film- und TV-Scouting sowie Produktion. Das zeigt: Das Geschäft mit Büchern endet längst nicht mehr beim Buchhandel. ## Hollywood sucht Geschichten – Verlage besitzen sie Streaming hat einen nahezu unersättlichen Bedarf geschaffen. Serien brauchen Stoff. Filme brauchen Stoff. Produktionsgesellschaften brauchen Figuren, Konflikte und Welten. Verlage besitzen davon ganze Kataloge. Und für Produzenten hat ein veröffentlichtes Buch einen Vorteil: Die Geschichte existiert bereits. Figuren wurden entwickelt. Die Welt wurde erprobt. Vielleicht gibt es sogar bereits Leser, Rezensionen und eine Community. Das reduziert nicht das Produktionsrisiko. Aber es liefert eine Grundlage. ## „Heimsuchung“ zeigt den Weg Wie wichtig Buchadaptionen für Frankfurt geworden sind, zeigt eines der prominentesten Beispiele dieser Messe. Volker Schlöndorffs **„Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“**, basierend auf Jenny Erpenbecks Roman, erhält 2026 den Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste Adaption. Erpenbeck, Schlöndorff und Produzentin Regina Ziegler sprechen am Freitag gemeinsam über die Entstehung. Der Film feierte bereits in Cannes Premiere und startet am 15\. Oktober in den deutschen Kinos. Ein literarischer Stoff wandert damit vom Buchmarkt auf die internationale Leinwand. Genau davon träumen viele Verlage. ## Kleine Verlage haben Stoff – aber selten eigene Scouts Für unabhängige Häuser liegt darin eine große Chance. Und ein großes Problem. Ein Konzernverlag besitzt Rechteabteilungen. Er verfügt über internationale Kontakte. Agenturen kennen Produzenten. Scouts beobachten das Programm. Ein kleiner Verlag kann ein genauso filmisches Buch besitzen. Nur muss jemand davon erfahren. Hier wiederholt sich die zentrale Frage dieser Buchmesse: **Sichtbarkeit.** Nicht nur vor Lesern. Nun auch vor Produzenten. ## Erich Reiss Publishing besitzt gleich mehrere denkbare Stoffe Unser Buchmesse-Schwerpunkt auf **Erich Reiss Publishing** zeigt, wie unterschiedlich solche Entwicklungsmöglichkeiten aussehen können. **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** ist als historischer Stoff grundsätzlich in einer Kategorie angesiedelt, die visuell stark funktionieren kann. **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr** öffnet als historischer Roman eine Welt, bei der Schauplätze, Machtkonflikte und Figuren grundsätzlich auch für audiovisuelle Erzählformen interessant sein können. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass bereits eine Filmoption besteht. Es bedeutet: **Der Stoff lässt sich nicht nur als Buch denken.** ## „Sechs Wochen Gegenwind“ und die junge Zielgruppe Noch offensichtlicher ist die Verbindung bei **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher**. Die Buchmesse hat 2026 erstmals eine **Screen World** eingerichtet, die Kinder- und Jugendbuchbranche, Film und Streaming zusammenbringen soll. Am 8\. Oktober finden dort Veranstaltungen speziell zur Frage statt, wie literarische Stimmen für ein junges Publikum auf die Leinwand gelangen und wie Kinder- und Jugendbuchverlage mit der Filmbranche zusammenarbeiten können. Coming-of-Age funktioniert seit Jahrzehnten auf dem Bildschirm. Freundschaft. Erste Liebe. Familienkonflikte. Identität. Sommer. Verlust. Diese Stoffe brauchen keine Explosionen. Sie brauchen Figuren. ## Und selbst Sachbücher werden Filmstoffe Auch Jonathan Falks **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“** sollte man nicht ausschließlich als klassisches Sachbuch betrachten. Wirecard ist längst mehr als ein Wirtschaftsskandal. Der Stoff enthält Geld. Macht. Justiz. Verdächtige. Zeugen. Milliarden. Politische Verantwortung. Und offene Fragen. Das sind typische Zutaten dokumentarischer Serien. Auch hier gilt: Wir behaupten keine bestehende Produktion. Aber ein moderner Verlag sollte Rechte nicht erst dann strukturieren, wenn ein Produzent anruft. ## Filmrechte müssen von Anfang an mitgedacht werden Das wird für kleine Verlage entscheidend. Wer besitzt die Filmrechte? Der Autor? Der Verlag? Sind sie exklusiv übertragen? Für welche Dauer? Für welche Länder? Sind Serienrechte eingeschlossen? Dokumentarische Adaption? Podcast? Streaming? Remake? Merchandising? Diese Fragen wirken beim Abschluss eines Buchvertrags oft weit entfernt. Bis plötzlich jemand den Stoff haben will. Dann werden sie sehr konkret. ## Das Buch wird zum geistigen Rohstoff Man kann diese Entwicklung kritisieren. Literatur ist keine Ideenmine für Netflix. Ein Roman muss nicht verfilmt werden, um wertvoll zu sein. Doch wirtschaftlich wäre es naiv, den Markt zu ignorieren. Die moderne Verlagswirtschaft verkauft nicht nur Papier. Sie verwaltet **geistiges Eigentum**. Ein Stoff. Eine Figur. Eine Welt. Ein Titel. Ein Recht. ## Frankfurt hat das verstanden Deshalb treffen in Frankfurt nicht mehr nur Buchhändler und Autoren aufeinander. Filmproduzenten laufen durch dieselben Hallen. Scouts lesen dieselben Programme. Agenten verkaufen nicht nur Übersetzungen. Und Verlage müssen lernen, Geschichten gleichzeitig literarisch und international zu denken. Für unabhängige Häuser kann darin eine enorme Chance liegen. Vielleicht verkauft ein Buch 5.000 Exemplare. Vielleicht findet es aber genau einen Produzenten, der erkennt, was darin steckt. Dann beginnt die Geschichte ein zweites Mal. Nicht auf Seite eins. Sondern auf dem Bildschirm. --- ### Die verlorene Generation: Deutschlands Buchmarkt gehen die jungen Leser aus URL: https://dievossische.de/die-verlorene-generation-deutschlands-buchmarkt-gehen-die-jungen-leser-aus/ Last updated: 2026-10-09T04:30:49.000Z *Während die Frankfurter Buchmesse junge Stimmen feiert, zeigen die Marktdaten eine dramatische Entwicklung: Bei den 10- bis 15-Jährigen brach die Zahl der Buchkäufer binnen eines Jahres um 30,6 Prozent ein. Die Branche sucht nach der nächsten Lesergeneration – und vielleicht sucht sie an den falschen Stellen.* **Frankfurt – Das Publikum ist jung. Die Zahlen sind es nicht.** Auf der Frankfurter Buchmesse wird an diesem Donnerstag über die Zukunft gesprochen. Um 17 Uhr treten bei **„Young Voices from Around the World“** junge Autoren, Künstler und Aktivisten aus verschiedenen Ländern auf. Am Abend folgt die Young Voices Night in Frankfurt-Bockenheim. Dort wird zugleich ein internationales **Young Voices Network** gestartet. Die Botschaft ist klar: Junge Stimmen sollen gehört werden. Doch während Frankfurt neue junge Autoren sucht, hat der deutsche Buchmarkt ein anderes Problem. **Ihm gehen junge Käufer verloren.** ## 30,6 Prozent weniger Die Zahl ist brutal. Bei den **10- bis 15-Jährigen sank die Zahl der Buchkäufer 2025 gegenüber dem Vorjahr um 30,6 Prozent**. Die Ausgaben dieser Altersgruppe für Bücher gingen um 23,8 Prozent zurück. Auch bei den 20- bis 29-Jährigen sank die Käuferzahl – um 17,8 Prozent. Lediglich bei den 16- bis 19-Jährigen gab es mit 7,7 Prozent zunächst noch einen Zuwachs. Die Branche insgesamt verlor 2025 ebenfalls. Der Umsatz sank um 2,7 Prozent auf **9,62 Milliarden Euro**. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Umsatz nochmals 4,1 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das ist keine kleine Delle. Es ist ein Warnsignal. ## Die Lesekrise erreicht das Geschäft Der Börsenverein spricht inzwischen ausdrücklich von einer **Lesekrise**. Dabei sollte man Ursache und Korrelation auseinanderhalten. Weniger Buchkäufe beweisen nicht automatisch, dass jedes dieser Kinder weniger liest. Bücher können ausgeliehen, verschenkt oder digital konsumiert werden. Doch ein Rückgang um fast ein Drittel innerhalb eines Jahres ist zu groß, um ihn als statistisches Rauschen abzutun. Und das eigentliche Problem reicht weiter. Wer mit zwölf Jahren kaum liest, wird nicht automatisch mit 30 zum Stammkunden einer Buchhandlung. Leser entstehen früh. Oder gar nicht. ## TikTok rettet nicht den gesamten Markt Gleichzeitig entsteht ein merkwürdiges Gegenbild. BookTok boomt. Romance funktioniert. Young Adult und New Adult erzeugen große Communities. Messehallen werden für junge Leser emotionaler, visueller und erlebnisorientierter. Das ist wirtschaftlich nachvollziehbar. Doch eine Generation lässt sich nicht allein mit Farbschnitt, Tropes und 20-Sekunden-Videos für Literatur gewinnen. Die zentrale Frage lautet: **Wie schaffen wir den Sprung vom erfolgreichen einzelnen Trend zum dauerhaften Lesen?** ## Genau hier wird „Sechs Wochen Gegenwind“ interessant Im Buchmesse-Special der Vossischen richtet sich der heutige Blick deshalb auf einen weiteren Titel von **Erich Reiss Publishing**: **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher.** Ein Coming-of-Age-Stoff hat eine besondere Herausforderung. Er muss junge Leser erreichen, ohne ihnen anzusehen, als seien sie eine Marketing-Zielgruppe. Jugendliche merken sehr schnell, wenn Erwachsene versuchen, „jugendlich“ zu sprechen. Und sie merken noch schneller, wenn Bücher pädagogisch nach Pflichtlektüre riechen. Ein Roman für junge Leser muss zunächst etwas viel Einfacheres leisten: **Er muss sie interessieren.** ## Bücher konkurrieren nicht mehr nur mit Büchern Das Problem wird oft falsch beschrieben. Ein Jugendroman konkurriert heute nicht mit zehn anderen Jugendromanen. Er konkurriert mit: TikTok. YouTube. Netflix. Gaming. WhatsApp. Instagram. Musik. Freunden. Und einem Smartphone, das jede freie Sekunde mit neuem Inhalt füllen kann. Die Konkurrenz um Aufmerksamkeit ist nahezu grenzenlos. Das Buch dagegen verlangt etwas, das digitale Plattformen systematisch vermeiden: Ruhe. ## Genau deshalb ist Lesen wertvoll Lesen zwingt uns, die Geschwindigkeit selbst zu bestimmen. Es gibt keinen automatischen nächsten Clip. Keine Musik, die Emotionen vorgibt. Keinen Schauspieler, dessen Gesicht bereits feststeht. Das Gehirn muss die Welt selbst erzeugen. Gerade deshalb ist Lesekompetenz mehr als eine Kulturtechnik für Deutschstunden. Sie ist Voraussetzung dafür, komplexe Texte zu verstehen, Widersprüche auszuhalten und Argumente voneinander zu unterscheiden. Die Buchbranche hat deshalb recht, wenn sie den Rückgang junger Leser ernst nimmt. Aber sie darf das Problem nicht allein an Schulen delegieren. ## Der Verlag muss den Leser dort finden, wo er lebt Ein Roman wie **„Sechs Wochen Gegenwind“** wird nicht automatisch entdeckt, nur weil sein potenzielles Publikum existiert. Der Verlag muss dorthin, wo dieses Publikum ist. Kurze Videos. Authentische Szenen. Figuren statt Werbeslogans. Leseproben. Empfehlungen. Communities. Und vor allem: keine herablassende Vorstellung davon, was junge Menschen lesen sollten. Die erfolgreiche Jugendliteratur beginnt nicht mit der Frage: **„Was müssen Jugendliche lernen?“** Sondern: **„Warum sollten sie nach Seite drei weiterlesen?“** ## Frankfurt kann feiern – aber nicht wegsehen Das Young Voices Network ist eine gute Idee. Junge Autoren brauchen internationale Kontakte. Junge Perspektiven gehören auf große Bühnen. Aber die eigentliche Herausforderung liegt davor. Eine Literaturwelt braucht nicht nur junge Autoren. Sie braucht junge **Leser**. Und wenn innerhalb eines Jahres fast ein Drittel der 10- bis 15-jährigen Buchkäufer verschwindet, muss eine Branche mehr tun, als Veranstaltungen über die Zukunft zu organisieren. Dann muss sie um diese Zukunft kämpfen. Buch für Buch. Leser für Leser. Seite für Seite. --- ### Erst Wahlkampf für Rot-Grün, dann die passende Umfrage URL: https://dievossische.de/erst-wahlkampf-fur-rot-grun-dann-die-passende-umfrage/ Last updated: 2026-10-09T04:27:25.000Z ## Das Netzwerk hinter der taz Jubelmeldung 76.300 Euro Wahlkampfunterstützung für SPD und Grüne. Eine politische Kampagnenagentur mit personellen Verbindungen ins grüne Milieu. Ein Meinungsforschungsinstitut, das auch Wahlkampfberatung betreibt. Und eine taz, die aus den bestellten Zahlen eine Erfolgsgeschichte für die Linkspartei macht. Wer hinter der angeblich so erfreulichen Berliner Umfrage steckt. Welch ein Zufall. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Sondierungsgespräche aufnehmen, erscheint eine Umfrage, die der umstrittenen Linkspartei neue politische Rückendeckung verschafft. ### Die taz jubelt: „Linke bleibt klar vorn“. 25 Prozent für die Linkspartei. 43 Prozent der Befragten wünschen sich Elif Eralp an der Spitze der künftigen Regierung. Die Debatten über Antisemitismus, Clan-Kontakte und die Regierungsfähigkeit der Berliner Linken hätten offenbar nichts bewirkt. So jedenfalls die Botschaft. Erst ganz am Ende des Artikels erfährt der Leser, wer die Untersuchung bestellt hat: The Goodforces. Eine politische Kampagnenagentur, die nachweislich Wahlkampfleistungen im Wert von 76.300 Euro zugunsten von SPD und Grünen erbracht hat. Und damit beginnt die eigentliche Geschichte.76.300 Euro: Die Spur im Parteispendenregister Wer wissen will, welche politischen Interessen hinter einer Umfrage stehen, sollte nicht zuerst auf die bunten Balken schauen. Sondern auf die Geldflüsse. Das offizielle Parteispendenregister des Deutschen Bundestages liefert zwei bemerkenswerte Einträge. Am 27\. Juli 2026 meldeten sowohl die SPD als auch Bündnis 90/Die Grünen Zuwendungen der The Goodforces GmbH. BUNDESTAG · PARTEISPENDENREGISTER 2026 SPD # 38.150 € Bündnis 90/Die Grünen # 38.150 € Gesamtwert # 76.300 € Gemeldete geldwerte Wahlkampfunterstützung durch The Goodforces GmbH, Kollwitzstraße 76, Berlin, vom 27\. Juli 2026. Es handelte sich um Sach- und Dienstleistungen für die Kampagne „Taktisch Wählen“ in Sachsen-Anhalt, nicht um gewöhnliche Geldüberweisungen auf Parteikonten. Die Parteien mussten den wirtschaftlichen Gegenwert als Parteizuwendungen deklarieren. Eine Agentur, die nachweislich für SPD und Grüne politische Wahlkampfleistungen erbracht hat, gibt nun eine Umfrage über die Regierungsbildung in Berlin in Auftrag – wo ausgerechnet SPD und Grüne mit der Linkspartei regieren wollen. Das ist kein nebensächlicher biografischer Zufall. Das ist eine dokumentierte politische Interessenverflechtung. ## Die Männer hinter der Agentur kommen aus dem grünen Milieu Die The Goodforces GmbH wurde 2024 gegründet. Zu ihren Geschäftsführern gehören Peter Jelinek und Patrick Haermeyer. Beide arbeiteten früher für die Grünen im Europäischen Parlament. Auch weitere Mitarbeiter der Agentur haben nach Recherchen der taz eine berufliche Vergangenheit bei den Grünen. Jelinek und Haermeyer sind keine Außenstehenden, die zufällig ein Interesse an Berliner Landespolitik entdeckt haben. Sie kommen aus professionellen politischen Kommunikationsstrukturen. Sie kennen Wahlkämpfe, Parteistrategien und die Mechanismen öffentlicher Meinungsbildung. Und ihre Agentur ist längst selbst Teil dieses Geschäfts. Die personellen Verbindungen sind dokumentiert. Die politische Zielsetzung ebenso. ## „Aufmerksamkeit ist Macht“ – das Geschäftsmodell Auf der eigenen Internetseite erklärt The Goodforces, wie das Unternehmen arbeitet. Es bezeichnet seine Mitarbeiter als politische Diskursmacher. Die Agentur will Debatten verschieben, Aufmerksamkeit organisieren und Netzwerke schaffen, die politische Botschaften verstärken. Eines der zentralen Projekte heißt „neunund20“. Das Ziel: progressive Kräfte bis zur Bundestagswahl 2029 wieder in eine Position bringen, aus der eine rot-rot-grüne Mehrheit möglich wird. Rot. Grün. Rot. Genau jene politische Konstellation, über deren Zukunft in Berlin gerade verhandelt wird. Die Agentur betreibt also selbst Kampagnen, um progressive Regierungsmehrheiten zu fördern. Sie unterstützt Wahlkampfprojekte, organisiert politische Reichweite und beeinflusst gezielt die öffentliche Debatte. Und dieselbe Agentur bestellt nun eine Umfrage zur Akzeptanz eines linken Regierungsbündnisses in Berlin.Pollytix: Meinungsforschung als Teil des politischen Geschäfts Für die Durchführung beauftragte The Goodforces das Berliner Unternehmen Pollytix. Pollytix ist nicht nur als Meinungsforschungsinstitut tätig. Das Unternehmen bietet auch strategische politische Beratung und Wahlkampfforschung an. Zu seinen Gründern gehören Rainer Faus und Jana Faus. Rainer Faus war unter anderem in der strategischen Wahlforschung für die australische Labor Party tätig. Meinungsforschung und politische Kampagnenberatung sind bei Pollytix somit keine getrennten Welten. Das ist für die Berliner Erhebung entscheidend. Hier treffen zwei professionelle Geschäftsmodelle aufeinander: Auf der einen Seite eine Agentur, die politische Aufmerksamkeit organisiert. Auf der anderen Seite ein Unternehmen, das politische Einstellungen misst und Strategien für politische Akteure entwickelt. Die Umfrage entsteht damit innerhalb eines professionellen politischen Kommunikationsmarktes – nicht außerhalb dieses Marktes. ## Die taz übernimmt die Erfolgserzählung Am 8\. Oktober veröffentlicht die taz die Ergebnisse exklusiv. Die zentrale Erzählung: Trotz sämtlicher Kontroversen bleibt die Linkspartei stark. Ihre potenzielle Regierungschefin Elif Eralp kann sich weiterhin auf erhebliche Zustimmung berufen. Das ist genau die politische Botschaft, die einer Partei in schwierigen Koalitionsverhandlungen nützt. Der Auftraggeber wird zwar genannt. Doch welche Rolle The Goodforces im politischen Meinungskampf spielt, welche Verbindungen zu den Grünen bestehen und welche Wahlkampfleistungen die Agentur erst wenige Monate zuvor zugunsten von SPD und Grünen erbracht hat, erfährt der Leser an dieser Stelle nicht. Dabei hätte die taz es besser wissen können. Bereits am 4\. September berichtete sie ausführlich über The Goodforces, die Kampagne „Taktisch Wählen“, die früheren Tätigkeiten der Geschäftsführer für die Grünen und die Parteizuwendungen. Die Informationen waren also sogar im eigenen Archiv vorhanden. Trotzdem wird die neue Berliner Umfrage im Oktober vor allem als Geschichte über die ungebrochene Stärke der Linkspartei erzählt. Das ist eine redaktionelle Entscheidung. Und sie verdient Kritik. ## Selbst die eigenen Zahlen widersprechen dem Jubel Besonders bemerkenswert ist, was die Umfrage tatsächlich über das gewünschte Regierungsbündnis aussagt. Bewertung einer Koalition aus Linken, Grünen und SPD Positiv 46 % Negativ 50 % Bewertung der Option Neuwahlen Positiv 47 % Negativ 49 % Angaben aus der von der taz veröffentlichten Pollytix-Erhebung. Rest zu 100 Prozent: übrige beziehungsweise unentschiedene Antworten. Die Hälfte der Befragten bewertet das geplante linke Regierungsbündnis negativ. Neuwahlen werden sogar von einem etwas größeren Anteil positiv bewertet als Rot-Grün-Rot. Das ist keine euphorische Zustimmung für eine Regierung Eralp. Es ist eine gespaltene politische Stimmung. Die entscheidende Schlagzeile hätte deshalb ebenso gut lauten können: Jeder zweite Berliner lehnt Rot-Grün-Rot ab. Doch diese Schlagzeile hätte kaum zur politischen Erfolgserzählung gepasst. ## Zwei Veröffentlichungen – unterschiedliche Zahlen Auch bei den Parteiwerten taucht ein Problem auf. Die taz nennt in ihrer Veröffentlichung zwölf Prozent für die Grünen und zehn Prozent für die SPD. Das Umfrageportal PolitPro führt für die Pollytix-Erhebung vom 2\. bis 6\. Oktober dagegen 14 Prozent für die Grünen und zwölf Prozent für die SPD an. Bei Linken, CDU und AfD stimmen die Zahlen überein. Woher stammen diese Unterschiede? Sind es verschiedene Tabellenstände? Fehler bei der Übertragung? Unterschiedliche Auswertungen? Ohne den Originalbericht lässt sich das nicht beantworten. Gerade bei einer politisch bestellten Umfrage muss jedoch nachvollziehbar sein, welche Zahlen tatsächlich ermittelt und welche veröffentlicht wurden. Auch der vollständige Fragebogen, die genaue Reihenfolge der Koalitionsfragen und die verwendeten Gewichtungsverfahren gehören auf den Tisch. Denn Meinungsforschung besteht nicht nur aus Antworten. Sie beginnt bereits damit, wer welche Fragen stellt. ## Die Kampagne funktioniert auch ohne gefälschte Zahlen Das eigentlich Interessante an diesem Fall ist der mögliche Mechanismus öffentlicher Meinungsbildung. Eine politisch engagierte Agentur beauftragt eine Untersuchung. Ein professionelles Meinungsforschungsunternehmen erhebt die Daten. Eine Zeitung veröffentlicht die politisch interessanten Ergebnisse. Anschließend können Parteien, Funktionäre und Unterstützer die Schlagzeilen verbreiten. Aus einer beauftragten Untersuchung wird öffentliche Aufmerksamkeit. Aus öffentlicher Aufmerksamkeit wird politische Rückendeckung. Aus politischer Rückendeckung kann Macht entstehen. Dafür braucht es keine gefälschten Umfrageergebnisse. Es genügt, dass die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt gestellt und die politisch passenden Ergebnisse entsprechend präsentiert werden. Ob The Goodforces die Berliner Untersuchung genau zu diesem Zweck plante, ist aus den bisher zugänglichen Unterlagen nicht abschließend nachgewiesen. Der Kampagnenauftrag der Agentur, die dokumentierten Geldflüsse und die politische Wirkung der Veröffentlichung sind dagegen konkret nachvollziehbar. ## Die unbeantwortete Frage: Wer finanziert diese politische Öffentlichkeit? Noch immer ist nicht öffentlich geklärt, aus welchem konkreten Budget die Berliner Pollytix-Umfrage bezahlt wurde. The Goodforces erklärt, eigene politische Projekte aus Einnahmen kommerzieller Kommunikationsaufträge zu finanzieren. Wer aber den konkreten Berliner Auftrag wirtschaftlich getragen hat, welche Vereinbarungen zur Veröffentlichung bestanden und ob weitere politische Akteure eingebunden waren, bleibt offen. Auch zur redaktionellen Exklusivveröffentlichung stellen sich Fragen: Wer bot der taz die Ergebnisse an? Welche Unterlagen wurden übergeben? Und warum erhielt die Leserschaft keine ausführliche Einordnung der politischen Rolle des Auftraggebers? Es sind Fragen, die für die Bewertung der veröffentlichten Erfolgsmeldung wesentlich sind. ## Fazit: Keine neutrale Geschichte, sondern organisierte politische Aufmerksamkeit Die Berliner Umfrage ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Ihr Auftraggeber ist eine Agentur, die offen erklärt, politische Debatten verschieben zu wollen. Ihre Geschäftsführer haben eine Vergangenheit bei den Grünen. Das Unternehmen hat nachweislich geldwerte Wahlkampfleistungen für SPD und Grüne erbracht. Ein erklärtes Ziel seiner Projekte ist die Stärkung progressiver Mehrheiten. Nun lässt diese Agentur die Stimmung zu einem möglichen linken Regierungsbündnis in Berlin untersuchen. Und die taz liefert die Schlagzeile, die der Linkspartei politische Stärke attestiert – ohne den bekannten Hintergrund des Auftraggebers ausführlich darzustellen. Das ist die eigentliche Geschichte hinter der Berliner Jubelumfrage: Professionelle politische Kampagnenarbeit trifft auf Meinungsforschung und erhält durch journalistische Veröffentlichung zusätzliche Reichweite. Ob daraus eine abgestimmte Kampagne zwischen sämtlichen Beteiligten wurde, bleibt eine offene Recherchefrage. Dass hier ein politisch interessierter Akteur die Umfrage bestellt hat, ist dagegen keine Vermutung. Es steht im Auftraggeberfeld. Und die dazugehörigen Geldflüsse stehen im Register des Deutschen Bundestages. --- ### Quellen Die Recherche stützt sich insbesondere auf folgende öffentlich überprüfbare Unterlagen: - Deutscher Bundestag: Parteispenden 2026 – 38.150 Euro für SPD und 38.150 Euro für die Grünen. - The Goodforces: Unternehmenswebsite – Selbstverständnis, Kampagnenstrategie und Projekte. - taz, 4\. September 2026: Strategie gewinnt – Geschäftsführer, Personalnetzwerk, Kampagnenfinanzierung. - taz, 8\. Oktober 2026: Linke bleibt klar vorn – Ergebnisse und journalistische Darstellung. - PolitPro: Pollytix-Berlin-Umfrage – Auftraggeber, Erhebungszeitraum und abweichende Parteizahlen. ### Der Berliner Papiertiger URL: https://dievossische.de/der-berliner-papiertiger/ Last updated: 2026-10-09T03:59:19.000Z DIE VOSSISCHE | KOMMENTAR | 8\. OKTOBER 2026 # Erst Antisemitismus verbieten, dann gemeinsam regieren SPD, Grüne und Linke benötigen vor ihren Koalitionsverhandlungen schriftliche Garantien gegen Antisemitismus und Kontakte zur organisierten Kriminalität. Eine Expertenkommission soll Verstöße bewerten. Bestrafen darf am Ende die betroffene Partei selbst. Berlin erlebt ein politisches Schattenspiel. Berlin hat ein neues politisches Wunder vollbracht. Drei Parteien wollen gemeinsam regieren, misstrauen einander aber offenbar so sehr, dass sie sich zunächst schriftlich versichern müssen, keinen Antisemitismus in ihren Reihen zu dulden und Kontakte zur organisierten Kriminalität zu meiden. Am 8\. Oktober 2026 präsentierten SPD, Grüne und Linke gleich zwei entsprechende Vereinbarungen. Erst dadurch wurde der Weg für Sondierungsgespräche frei. Man muss sich diesen Vorgang auf der Zunge zergehen lassen. In der deutschen Hauptstadt soll möglicherweise eine Regierung gebildet werden, deren künftige Partner zunächst schriftlich festhalten müssen, dass Antisemitismus und Verbindungen zur organisierten Kriminalität in ihren Reihen nichts zu suchen haben. Nicht als allgemeine politische Selbstverständlichkeit. Sondern als eigens ausgehandelte Voraussetzung, damit man überhaupt miteinander verhandeln kann. Das eigentlich Ungeheuerliche ist nicht der Inhalt dieser Erklärungen. Es ist ihre offenbar empfundene Notwendigkeit. ## Die Linke kontrolliert die Linke Besonders aufschlussreich ist der vereinbarte Kontrollmechanismus. Bei antisemitischen Vorfällen innerhalb der Koalitionsfraktionen kann ein dreiköpfiges Expertengremium zur fachlichen Bewertung eingesetzt werden. Und dann? Dann entscheidet die betroffene Fraktion selbst über mögliche Sanktionen bis hin zum Ausschluss. So steht es ausdrücklich im Originaldokument. Mit anderen Worten: Die Linke darf am Ende wieder über die Linke entscheiden. Drei Experten dürfen untersuchen, bewerten und feststellen. Aber eine Sanktion gegen den Willen der betroffenen Fraktion können sie nicht verhängen. Das ist kein unabhängiges Kontrollsystem. Das ist ein Gutachterverfahren mit parteipolitischem Letztentscheidungsrecht. Natürlich können SPD und Grüne anschließend protestieren. Sie könnten sogar die Zusammenarbeit infrage stellen. Nur: Eine verbindliche Verpflichtung, eine Expertenempfehlung umzusetzen, enthält die Vereinbarung nicht. Ein Papiertiger mit drei Gutachtern. ## Warum überhaupt mit einer solchen Partei verhandeln? Hier beginnt das politische Problem, das SPD und Grüne mit ihren Erklärungen lieber verdecken würden. Wenn sie die Berliner Linke für einen verlässlichen Partner im Kampf gegen Antisemitismus und organisierte Kriminalität halten, wozu brauchen sie dann vorab besondere Vereinbarungen über das Verhalten ihrer Funktionäre? Wenn sie ihr hingegen nicht vertrauen, weshalb wollen sie mit ihr regieren? Beides gleichzeitig geht politisch nur schwer zusammen. Die konkreten Anlässe sind bekannt: Umstrittene Äußerungen aus den Reihen der Linken, die Kritiker als antisemitisch bewerten, und der Besuch eines Angehörigen eines teilweise kriminellen Clanmilieus bei einer Neuköllner Wahlparty der Partei. SPD und Grüne machten daraufhin besondere Garantien zur Voraussetzung für die Sondierungen. Doch statt zunächst überzeugende personelle und politische Konsequenzen zu verlangen, einigte man sich auf ein Verfahren für mögliche künftige Verstöße. Nicht die Lösung der bestehenden Konflikte wurde zur Voraussetzung der Gespräche, sondern eine Vereinbarung darüber, wie man mit solchen Konflikten künftig umgehen könnte. Das ist der entscheidende Unterschied. ## Stellen wir uns dasselbe mit der AfD vor Man stelle sich vor, SPD und Grüne würden mit der AfD Koalitionsverhandlungen führen. Vorher müssten die drei Parteien allerdings noch eine Vereinbarung unterzeichnen, dass rechtsextreme Äußerungen innerhalb der künftigen Koalitionsfraktionen nicht geduldet werden. Sollte Björn Höcke anschließend wieder mit einer umstrittenen Äußerung auffallen, würde man drei Experten bestellen. Diese dürften seine Worte beurteilen. Über mögliche Konsequenzen würde anschließend die AfD-Fraktion selbst entscheiden. Wäre damit das politische Problem aus Sicht von SPD und Grünen gelöst? Wohl kaum. Eine solche Konstruktion würde deren bisheriger Abgrenzungspolitik gegenüber der AfD fundamental widersprechen. Warum soll eine vergleichbare Selbstkontrolle bei Antisemitismusvorwürfen gegen Mitglieder der Linken plötzlich als tragfähige Grundlage für eine gemeinsame Regierung dienen? Der Vergleich behauptet nicht, die politischen Positionen beider Parteien seien identisch. Er stellt eine Frage nach der Glaubwürdigkeit politischer Maßstäbe. Wer eine Partei wegen gravierender Zweifel an ihrer politischen Haltung nicht für koalitionsfähig hält, macht sie nicht dadurch koalitionsfähig, dass er ihr eine Selbstkontrollvereinbarung zur Unterschrift vorlegt. ## Ein Schutzversprechen ohne Durchsetzungsmacht Auch zur organisierten Kriminalität wurde eine eigene Vereinbarung getroffen. Funktionsträger und Mandatsträger sollen Kontakte zu entsprechenden Personenkreisen vermeiden. Verstöße sollen Konsequenzen haben. Aber auch hier bleibt die Frage, wer die vereinbarten Konsequenzen unabhängig durchsetzen kann. Ein Papier ersetzt keine personelle Entscheidung. Ein unterschriebenes Bekenntnis ersetzt keine glaubwürdige Abgrenzung. Und eine Expertenmeinung ersetzt erst recht keine Sanktion, wenn diejenige Fraktion, gegen deren Mitglied sie sich richtet, das letzte Wort behält. Der Vorgang liefert deshalb keinen überzeugenden Nachweis dafür, dass sich die politischen Konflikte innerhalb der möglichen Koalition erledigt hätten. Er zeigt lediglich, dass die drei Parteien eine Formulierung gefunden haben, mit der sie ihre Gespräche beginnen können. Selbst Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, erklärte gegenüber dem ZDF, das Papier löse das Antisemitismusproblem bei der Linken nicht. Er kritisierte zudem, dass keine Antisemitismusdefinition genannt werde. ## Das eigentliche Ziel: Die Koalition ermöglichen Der politische Nutzen dieser Vereinbarungen ist offensichtlich. SPD und Grüne können behaupten, sie hätten klare Bedingungen durchgesetzt. Die Linke kann erklären, sie habe diese Bedingungen akzeptiert. Und alle drei können ihre Verhandlungen aufnehmen. Jede Partei bekommt ein Argument für ihre Anhänger. Doch was haben die Berliner Bürger davon? Zunächst zwei Dokumente, deren Wirksamkeit sich erst bei einem konkreten Konflikt zeigen wird. Für den entscheidenden Fall einer verweigerten Sanktion haben die Partner keine automatische Durchsetzung vorgesehen. Das ist das Wesen dieses politischen Schattenspiels: Nach außen wird Kontrolle demonstriert, während die entscheidende Macht bei denjenigen verbleibt, die kontrolliert werden sollen. Ob die Beteiligten damit bewusst Wähler täuschen wollen, lässt sich nicht beweisen. Der politische Effekt ist aber schon jetzt erkennbar: Die öffentliche Auseinandersetzung über mögliche Hindernisse einer Koalition wird durch die Unterzeichnung zweier Papiere für vorläufig beendet erklärt. ## Elif Eralp fehlt bei der Präsentation Ausgerechnet Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp war bei der Vorstellung der Vereinbarungen nicht anwesend. Nach Angaben eines Sprechers ist sie erkrankt und bis zum Ende der Woche krankgeschrieben. Über ihre Erkrankung muss nicht spekuliert werden. Politisch bleibt jedoch eine andere Frage: Wie eindeutig steht die Spitzenkandidatin persönlich hinter diesen Verpflichtungen, und welche Konsequenzen wäre sie bereit, innerhalb ihrer eigenen Partei tatsächlich zu tragen? Eine Unterschrift unter ein Papier ist schnell geleistet. Politische Führung beweist sich erst, wenn eine Entscheidung gegen die eigenen Leute erforderlich wird. ## Berlin braucht keine Bekenntnisbürokratie Das Grundproblem bleibt. Antisemitismus ist keine Verhandlungsklausel. Die Distanz zur organisierten Kriminalität ist kein Zugeständnis, das ein potenzieller Regierungspartner erst mühsam aus dem anderen herausverhandeln müsste. Beides sollte für demokratische Regierungsparteien selbstverständlich sein. Wenn aber SPD und Grüne diese Selbstverständlichkeiten zunächst schriftlich von der Linken einfordern müssen, dann ist schon die Voraussetzung der Verhandlungen ein politisches Warnsignal. Wer solche Zweifel für ernst genug hält, um tagelang über Kontrollmechanismen zu verhandeln, sollte auch erklären können, weshalb dieselben Zweifel einer Regierungsbeteiligung nicht entgegenstehen. Eine Koalition wird nicht glaubwürdiger, indem man ihre grundlegenden Vertrauensprobleme auf Papier festhält. Und eine Partei wird nicht zuverlässiger, weil drei Experten künftig feststellen dürfen, was sie anschließend selbst sanktionieren kann – oder eben nicht. Am Ende bleibt eine einfache Frage: Wenn man einer Partei erst schriftlich verbieten muss, was für eine demokratische Regierungspartei selbstverständlich sein sollte – warum will man dann überhaupt mit ihr regieren? --- Quellen: Originalvereinbarungen der Berliner Grünen vom 8\. Oktober 2026; Berliner Zeitung (Wortlaut); Handelsblatt; ZDF heute. ### Die neuen Torwächter des Buches URL: https://dievossische.de/die-neuen-torwachter-des-buches/ Last updated: 2026-10-08T16:21:09.000Z Früher verboten Staaten Bücher. Heute entscheiden auch Plattformen und Algorithmen darüber, welche Literatur Leser erreicht. Die Frankfurter Buchmesse 2026 enthüllt den Machtkampf um Zensur, Meinungsfreiheit, digitale Torwächter und die Kontrolle des Buchmarktes. _This post is for subscribers only._ ### Wozu braucht Deutschland noch SPD und Grüne noch? URL: https://dievossische.de/wozu-braucht-deutschland-noch-spd-und-grune-noch/ Last updated: 2026-10-08T15:26:01.000Z SPD und Grüne öffnen der Linken den Weg zur Macht. Antisemitismus, Clan-Kontakte, Rote Hilfe und radikale Linksjugend: Trotz aller Skandale wird verhandelt. Wo bleibt die Brandmauer gegen links? Und wozu braucht Deutschland noch SPD und Grüne, wenn sie ihre Prinzipien aufgeben? _This post is for subscribers only._ ### Der Mythos vom „politischen Islam“ URL: https://dievossische.de/der-mythos-vom-politischen-islam/ Last updated: 2026-10-08T14:01:49.000Z Der Begriff „politischer Islam“ verschleiert den Machtanspruch orthodoxer Verbände. Wer liberale Muslime schützen will, muss ausländische Einflussnahme, staatliche Privilegien und religiösen Druck begrenzen – und Freiheitsrechte konsequent über religiöse Normen stellen. Der Rechtsstaat muss handeln. _This post is for subscribers only._ ### Herr Pistorius, wo bleibt Ihre Demonstration auf dem Bebelplatz? URL: https://dievossische.de/herr-pistorius-wo-bleibt-ihre-demonstration-auf-dem-bebelplatz/ Last updated: 2026-10-08T13:43:57.000Z Am Dienstag reichte die Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten, um Boris Pistorius und die SPD-Bundestagsfraktion auf die Straße zu treiben. Mit dem Grundgesetz in der Hand marschierten die Sozialdemokraten zum Bebelplatz. Pistorius hielt eine aufgebrachte Rede und sang die Nationalhymne. Jetzt bereiten seine Berliner Parteifreunde ein Bündnis mit einer Linkspartei vor, der er selbst ein ungeklärtes Verhältnis zum Antisemitismus, problematische Clan-Kontakte und mangelnde Distanz zu extremistischen Positionen vorwirft. Und was macht Pistorius? Er gibt eine Erklärung ab. **Wo ist der Protestmarsch? Wo sind die Sozialdemokraten mit dem Grundgesetz in der Hand? Wo ist die Nationalhymne?** Warum demonstriert die SPD-Fraktion nicht erneut auf dem Bebelplatz? Warum fordert Pistorius nicht mit derselben öffentlichen Entschlossenheit Konsequenzen von seinen Berliner Parteifreunden? Der Minister sagt, die Probleme der Berliner Linken ließen sich nicht mit einigen Sätzen in einer Sondierungsvereinbarung beseitigen. Ein bemerkenswertes Eingeständnis. Denn genau an einer solchen Vereinbarung arbeiten seine Parteifreunde. **Die Frage ist nicht, ob Pistorius die richtigen Worte findet. Die Frage ist, was seine Worte politisch bewirken.** Gegen die AfD mobilisiert er die Fraktion auf der Straße. Gegen das geplante Linksbündnis beschränkt er sich bislang auf eine öffentliche Absage. Dieser Unterschied verlangt eine Erklärung. Wer politische Grundsätze so eindringlich beschwört, muss sich auch an der Konsequenz messen lassen, mit der er sie gegenüber der eigenen Partei vertritt. **Herr Pistorius, der Bebelplatz steht noch. Warum stehen Sie heute nicht wieder dort?** ### Der alte Mann und der Knüppel URL: https://dievossische.de/der-alte-mann-und-der-knuppel/ Last updated: 2026-10-08T09:00:08.000Z Gerhard Delling sagt, er habe aus Angst vor Stephan Hensel einen Knüppel ans Bett genommen. Doch das Hamburger Anwesen wurde professionell bewacht – und Hensel war kurz zuvor selbst brutal überfallen worden. Eine bemerkenswerte Umkehrung der Rollen. _This post is for subscribers only._ ### SCHILDÜBERGABE AN EXTREMISTEN? URL: https://dievossische.de/schildubergabe-an-extremisten/ Last updated: 2026-10-08T07:05:58.000Z Mehr als 130 Prominente, Kulturschaffende und Akademiker stellen sich in einem offenen Brief hinter Ferat Koçak und Hannah Bruns. Der Streit verschärft die Debatte über Antisemitismus, Israel-Kritik, Clan-Kontakte und die Koalitionsfähigkeit der Berliner Linken. _This post is for subscribers only._ ### Eiskalte Distanz statt Solidarität: URL: https://dievossische.de/eiskalte-distanz-statt-solidaritat/ Last updated: 2026-10-08T05:30:32.000Z Am Jahrestag des Hamas-Massakers distanziert sich die Juso-Spitze ausgerechnet von einer Israel-Reise eigener Mitglieder. Während Israels Präsident die Delegation empfängt, wächst der Eindruck: In Teilen der SPD-Jugend wird Solidarität mit Israel zur Belastungsprobe. _This post is for subscribers only._ ### BERLIN-BOMBE: Wenn Linksradikale mit Islamisten marschieren URL: https://dievossische.de/berlin-bombe-wenn-linksradikale-mit-islamisten-marschieren/ Last updated: 2026-10-08T04:35:11.000Z Berlin erlebt eine gefährliche Allianz: Linksradikale und islamistische Gruppen marschieren Seite an Seite. Im Zentrum der Kritik steht Elif Eralp – und die Frage, ob migrantische Milieus gezielt für eine radikale Machtstrategie mobilisiert werden. _This post is for subscribers only._ ### Der neue Antisemitismus: Das Schweigen ist das Problem URL: https://dievossische.de/der-neue-antisemitismus-das-schweigen-ist-das-problem/ Last updated: 2026-10-08T03:50:26.000Z *Am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers werden in Berlin Menschen wegen Hamas-Symbolen festgenommen, während „Intifada Revolution“ gerufen wird. Islamistische und linksradikale Milieus begegnen sich seit Jahren auf denselben Straßen. Die großen muslimischen Verbände haben Antisemitismus zwar verurteilt. Doch eine andere Frage bleibt: Wo ist die sichtbare Massenmobilisierung dagegen?* Drei Jahre sind vergangen, seit Terroristen der Hamas nach Israel eindrangen, Menschen ermordeten, vergewaltigten und verschleppten. Und was geschieht ausgerechnet an diesem Jahrestag in der deutschen Hauptstadt? Am Berliner Oranienplatz versammeln sich mehrere hundert Menschen zu einer propalästinensischen Demonstration. Die Polizei nimmt mehrere Personen wegen verbotener Kennzeichen fest – darunter Hamas-Symbole. Noch bevor sich der Zug richtig in Bewegung setzt, werden nach Berichten vom Ort Rufe wie **„Intifada Revolution“** laut. Man muss dieses Bild einen Moment wirken lassen. Nicht in Teheran. Nicht in Beirut. Nicht in Gaza. **In Berlin. Am 7\. Oktober.** Und damit beginnt eine Debatte, vor der sich Deutschland seit drei Jahren drückt. ## Antisemitismus hat in Deutschland ein neues Gesicht bekommen Natürlich existiert der alte rechtsextreme Antisemitismus weiterhin. Das darf niemand leugnen. RIAS registrierte für 2025 **807 antisemitische Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund** – so viele wie seit Beginn der bundesweiten Erfassung nicht. Dazu gehören NS-Verherrlichung, Holocaust-Verhöhnung, klassische Verschwörungsmythen und offene Drohungen gegen Juden. Doch seit dem 7\. Oktober 2023 ist gleichzeitig ein anderer Antisemitismus mit enormer Wucht sichtbar geworden. Er spricht von „Zionisten“. Er skandiert „Intifada“. Er erklärt Israel zum kolonialen Fremdkörper. Er taucht auf Demonstrationen auf, auf Universitätsgeländen, in linken Aktivistengruppen und in islamistisch geprägten Milieus. Und genau diese Entwicklung muss man benennen können, ohne jedes Mal reflexartig das Thema zu wechseln. RIAS dokumentierte 2025 insgesamt **8.725 antisemitische Vorfälle** in Deutschland – fast 24 täglich. Bei **68 Prozent** wurde israelbezogener Antisemitismus festgestellt. Von 1.744 Versammlungen mit antisemitischen Vorfällen wiesen sogar **89 Prozent israelbezogenen Antisemitismus** auf. Das ist keine Randnotiz. Es ist der Kern des gegenwärtigen Problems. ## Die Zahlen zeigen eine Verschiebung Auch die politische Zuordnung ist interessant. RIAS ordnete 2025 **1.970 Vorfälle dem antiisraelischen Aktivismus** zu. 501 Fälle wurden als links-antiimperialistisch eingeordnet, 166 als islamisch beziehungsweise islamistisch und 807 als rechtsextrem. Allerdings muss ebenso gesagt werden: Bei mehr als der Hälfte der Fälle konnte kein eindeutiger politisch-weltanschaulicher Hintergrund bestimmt werden. Niemand kann deshalb seriös behaupten, Antisemitismus lasse sich einer einzigen gesellschaftlichen Gruppe zuschreiben. Aber man kann ebenso wenig ignorieren, was auf Deutschlands Straßen geschieht. Im Mai 2026 marschierten in Berlin-Kreuzberg bei einer Nakba-Demonstration linke und linksradikale Gruppen gemeinsam mit Personen aus islamistischen Zusammenhängen sowie Anhängern des iranischen Regimes. Der Tagesspiegel berichtete von rund 2.000 Teilnehmern und 20 Festnahmen. Democ dokumentierte unter anderem Gleichsetzungen von Zionismus und Nationalsozialismus. Das Bündnis existiert. Es ist sichtbar. Und es ist politisch hochbrisant. ## Linksradikale und Islamisten: die merkwürdige Allianz Eigentlich müssten sich diese Milieus spinnefeind sein. Die radikale Linke spricht von Feminismus, LGBTQ-Rechten und sexueller Selbstbestimmung. Islamistische Bewegungen vertreten häufig Vorstellungen, die dazu diametral entgegengesetzt sind. Trotzdem stehen Aktivisten aus beiden Welten immer wieder auf denselben Demonstrationen. Was verbindet sie? Vor allem ein gemeinsames Feindbild: **Israel.** Im März 2026 berichtete die Berliner Zeitung darüber, wie linke Gruppen und islamistische beziehungsweise iranisch-regimenahe Akteure gemeinsam demonstrierten. Im Mai dokumentierten Beobachter erneut ein heterogenes Gemisch aus Linksradikalen, Islamisten und Unterstützern des iranischen Regimes. Und am heutigen 7\. Oktober zeigt Berlin erneut, wie explosiv diese Entwicklung geworden ist. Die Demonstration unter dem Motto „Down with Colonialism“ war bereits im Vorfeld umstritten. Im Internet kursierte ein Aufruf mit einer Planierraupe, die einen Grenzzaun durchbricht – eine deutliche bildliche Anspielung auf den Hamas-Überfall vom 7\. Oktober 2023\. Das Berliner Landeskriminalamt ermittelte wegen möglicher Gewaltverherrlichung. ## Und wo sind die muslimischen Verbände? Hier beginnt die unangenehme Frage. Nicht weil muslimische Verbände niemals etwas gesagt hätten. **Das haben sie.** Der Koordinationsrat der Muslime verurteilte unmittelbar nach dem Hamas-Angriff Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und verlangte die Freilassung der Geiseln. DITIB erklärte wenige Tage später ausdrücklich, die Angriffe der Hamas auf israelische Zivilisten aufs Schärfste zu verurteilen, und stellte fest, dass das Existenzrecht Israels nicht infrage gestellt werden dürfe. DITIB, Islamrat, VIKZ und Zentralrat der Muslime erklärten gemeinsam: Die Gräueltaten der Hamas seien uneingeschränkt zu verurteilen. Die Terrorangriffe dürften auf deutschen Straßen weder bejubelt noch relativiert werden. DITIB betreibt zudem Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Religionsbeauftragte wurden im Rahmen eines entsprechenden Projekts geschult und besuchten Auschwitz. Der Zentralrat der Muslime verurteilte 2025 nach dem Messerangriff am Berliner Holocaust-Mahnmal erneut ausdrücklich Antisemitismus. Das gehört zur Wahrheit. Aber damit ist die Debatte nicht beendet. **Damit beginnt sie erst.** ## Eine Pressemitteilung ist noch keine gesellschaftliche Mobilisierung Denn muslimische Verbände haben bereits gezeigt, dass sie Menschen öffentlich mobilisieren können. Im Januar 2024 rief der Zentralrat der Muslime Muslime in Deutschland ausdrücklich dazu auf, an den bundesweiten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus teilzunehmen. Die Botschaft war eindeutig: Geht auf die Straße. Zeigt Gesicht. Erhebt eure Stimme. Das war legitim. Aber genau deshalb entsteht eine Frage, die beantwortet werden sollte: **Wo ist der ebenso sichtbare bundesweite Aufruf muslimischer Dachverbände an ihre Gemeinden, massenhaft gegen Antisemitismus auf die Straße zu gehen?** Wo ist die Demonstration mit zehntausenden Muslimen unter dem Motto: **Nicht in unserem Namen. Keine Hamas-Symbole. Kein Judenhass. Kein „Intifada“-Kult auf deutschen Straßen.** Wo sind die Imame, Verbandspräsidenten, Gemeindevorstände und muslimischen Prominenten in einer gemeinsamen bundesweiten Kampagne? Es gibt Stellungnahmen. Es gibt Dialogveranstaltungen. Es gibt Projekte. Es gibt einzelne eindrucksvolle Zeichen der Solidarität. Aber angesichts dessen, was seit drei Jahren geschieht, darf gefragt werden, ob die öffentliche Gegenmobilisierung dieselbe Größe und Sichtbarkeit erreicht wie bei anderen gesellschaftspolitischen Themen. ## Schweigen ist keine Zustimmung – aber es schafft ein Vakuum Man muss dabei einen entscheidenden Unterschied machen. **Schweigen beweist keine Unterstützung.** Wer nichts sagt, unterstützt deshalb nicht automatisch Hamas, Islamisten oder Antisemiten. Eine solche Behauptung wäre unzulässig. Aber politisches Schweigen kann Konsequenzen haben. Wo moderate Stimmen leise bleiben, bestimmen Radikale das Bild. Wo demokratische Muslime auf der Straße kaum sichtbar widersprechen, können Islamisten den Eindruck erzeugen, sie sprächen für eine viel größere Gemeinschaft, als sie tatsächlich repräsentieren. Und genau das sollte muslimische Verbände selbst alarmieren. Denn die ersten Opfer dieser Gleichsetzung sind Millionen Muslime, die friedlich in Deutschland leben und mit Hamas, Islamismus und Antisemitismus nichts zu tun haben wollen. Wer diese Menschen vor Generalverdacht schützen will, müsste eigentlich größtes Interesse daran haben, die Grenze unübersehbar zu machen. ## Herkunft ist kein Schuldbeweis – Sozialisation darf trotzdem kein Tabu sein Auch bei dieser Frage hat Deutschland eine merkwürdige Sprachhemmung entwickelt. Natürlich ist niemand antisemitisch, weil seine Eltern aus der Türkei, dem Libanon, Syrien, Iran oder Palästina stammen. Nationalität ist keine politische Diagnose. Ethnie ist keine Gesinnung. Aber Sozialisation existiert. Familiengeschichten existieren. Religiöse Milieus existieren. Politische Traditionen existieren. Konflikterzählungen werden über Generationen weitergegeben. Das gilt überall. Ein Kind aus einer deutschen rechtsextremen Familie kann durch dieses Umfeld geprägt werden. Ein Kind aus einem kommunistischen Elternhaus kann politisch geprägt werden. Und ein Mensch, der in einem stark antiisraelischen religiösen oder nationalistischen Milieu sozialisiert wurde, kann ebenso entsprechende Narrative übernehmen. Darüber zu sprechen ist keine Diskriminierung. Es ist Sozialwissenschaft. Der Fehler beginnt erst dort, wo aus einem möglichen Sozialisationsfaktor eine kollektive Schuldzuweisung gemacht wird. ## Auch die Linke muss ihre eigenen Milieus kontrollieren Dasselbe gilt für die politische Linke. Es wäre falsch, jeden linken Politiker zum Antisemiten zu erklären. Elif Eralp etwa nahm heute in Berlin an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Hamas-Terrors teil. Auch das gehört in einen seriösen Kommentar. Aber individuelle Gesten beantworten nicht die strukturelle Frage. Der Tagesspiegel berichtete erst im September über die offiziell anerkannte Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität der Linkspartei und die Frage, ob sie wegen ihrer Verbindungen und Positionen in den Fokus des Verfassungsschutzes geraten könnte. Eine Partei, die Antisemitismus bekämpfen will, muss deshalb nicht nur erklären, dass sie gegen Antisemitismus ist. Sie muss definieren, was passiert, wenn die eigenen Leute rote Linien überschreiten. Sonst bleibt „Nie wieder“ eine Presseformel. ## Deutschlands gefährlichstes Wort heißt inzwischen „aber“ Deutschland sagt: Wir stehen an der Seite der Juden – **aber**. Wir verurteilen Hamas – **aber**. Antisemitismus hat keinen Platz – **aber**. Israel hat ein Existenzrecht – **aber**. Natürlich darf und muss israelische Regierungspolitik kritisiert werden. Demokratische Staaten sind kritisierbar. Benjamin Netanjahu ist kritisierbar. Militäroperationen sind kritisierbar. Israels Regierung besitzt keinen moralischen Immunitätsschein. Aber es gibt einen Punkt, an dem Regierungskritik in etwas anderes kippt. Wenn Israel nicht mehr wegen einer konkreten Entscheidung kritisiert, sondern grundsätzlich zum illegitimen Staat erklärt wird. Wenn „Zionist“ zum Schimpfwort wird. Wenn die „Intifada“ romantisiert wird. Wenn ausgerechnet am Jahrestag des schlimmsten Massenmordes an Juden seit der Schoah Symbole der Hamas auf deutschen Straßen auftauchen. Dann reden wir nicht mehr ausschließlich über Nahostpolitik. Dann reden wir über Antisemitismus. ## Der 7\. Oktober ist Deutschlands Test Deutschland hat jahrzehntelang behauptet, aus seiner Geschichte gelernt zu haben. Jetzt findet der Test statt. Nicht in Sonntagsreden. Nicht bei Kranzniederlegungen. Sondern auf der Straße. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: **Wer demonstriert?** Sondern auch: **Wer widerspricht?** Wer Islamisten widerspricht. Wer Linksradikalen widerspricht. Wer Rechtsextremen widerspricht. Wer antisemitischen Parolen widerspricht, auch wenn sie aus dem eigenen politischen oder religiösen Milieu kommen. Gerade dort zeigt sich Haltung. Die muslimischen Verbände haben Hamas und Antisemitismus in Stellungnahmen verurteilt. Das muss anerkannt werden. Aber angesichts der Radikalisierung auf deutschen Straßen darf man von ihnen mehr verlangen als Papier. Sichtbarkeit. Widerspruch. Mobilisierung. Eine unmissverständliche Botschaft an die eigenen Gemeinden: **Judenhass ist nicht unsere Sache. Hamas ist nicht unsere Sache. Wer Juden bedroht, spricht nicht für uns.** Das wäre kein Gefallen für Israel. Es wäre ein Dienst an Deutschland. Und vor allem ein Dienst an jenen Muslimen, die nicht länger von den Radikalen vereinnahmt werden wollen. Denn Schweigen ist keine Zustimmung. **Aber wenn die Radikalen schreien und die Demokraten flüstern, hört am Ende jeder nur die Radikalen.** --- Antisemitismus Deutschland, 7\. Oktober Berlin, Hamas Deutschland, Israelhass, Islamismus Berlin, Linke Antisemitismus, muslimische Verbände, DITIB Antisemitismus, Zentralrat der Muslime, Intifada Berlin, Israel Deutschland ### Zwei Kacheln Trauer – dann sitzt Israel wieder auf der Anklagebank URL: https://dievossische.de/zwei-kacheln-trauer-dann-sitzt-israel-wieder-auf-der-anklagebank/ Last updated: 2026-10-07T16:09:14.000Z ## Die Linke am 7\. Oktober: Trauer, dann Israel-Anklage *Die Linke gedenkt des Hamas-Massakers vom 7\. Oktober, verspricht den Kampf gegen Antisemitismus – und wechselt kurz darauf zur maximalen Anklage gegen Israel. Gerade dieser Kontrast wirft Fragen nach Antizionismus, politischer Glaubwürdigkeit und dem Unterschied zwischen Bekenntnis und Praxis auf.* Der 7\. Oktober ist kein gewöhnlicher Tag im politischen Kalender. Am 7\. Oktober 2023 überfielen Hamas und andere bewaffnete Gruppen Israel, ermordeten Zivilisten, verschleppten Menschen als Geiseln und verübten sexualisierte Gewalt. Auch **Die Linke** bestreitet das nicht. In ihrer Erklärung zum dritten Jahrestag nennt die Parteispitze den 7\. Oktober einen „Tag der Trauer“. Sie spricht ausdrücklich von Terror, Folter, Geiselnahmen und Kriegsverbrechen. Sie erinnert an das Trauma der israelischen Gesellschaft und erklärt sogar, es sei ihre Verantwortung, **Antisemitismus entschieden zu bekämpfen**. [The Left](https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/7-oktober-ein-tag-der-trauer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Und dann kommt der Bruch. ## Erst Trauer. Dann Völkermord. Schon im nächsten politischen Abschnitt steht nicht mehr das Hamas-Massaker im Zentrum, sondern Israel. **„Was in Gaza passiert, ist ein Völkermord.“** Die israelische Regierung führe einen „völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bevölkerung in Gaza“, heißt es. Es folgen „Netanjahus Kriegsverbrechen“, Vertreibung und Zerstörung. [The Left](https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/7-oktober-ein-tag-der-trauer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) ![](https://dievossische.de/content/images/2026/10/dielinke1.jpg) Natürlich darf und muss über Israels Kriegsführung gesprochen werden. Gerade bei derart schweren Vorwürfen entscheidet aber die sprachliche Präzision. Denn der Internationale Gerichtshof hat über den Genozidvorwurf im Verfahren *South Africa v. Israel* bislang **kein abschließendes Urteil in der Hauptsache** gefällt. Eine UN-Untersuchungskommission kam dagegen 2025 zu dem Ergebnis, Israel begehe in Gaza Genozid. Der Vorwurf besitzt also eine ernsthafte internationale Grundlage – er ist aber nicht mit einem rechtskräftigen Endurteil des IGH gleichzusetzen. [International Court of Justice](https://www.icj-cij.org/case/192?utm%5Fsource=chatgpt.com) Auch gegen Benjamin Netanjahu besteht ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen des **Verdachts** auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der ICC spricht ausdrücklich von mutmaßlicher Verantwortlichkeit – nicht von einer rechtskräftigen Verurteilung. [International Criminal Court](https://www.icc-cpi.int/defendant/netanyahu?utm%5Fsource=chatgpt.com) Die Linke lässt diese juristischen Abstufungen verschwinden. Das ist politische Kommunikation, keine Urteilsbegründung. ## Wann wird Israelkritik zum Antizionismus? Noch interessanter wird es, wenn man die Stellungnahme nicht isoliert betrachtet. Die Parteiführung selbst musste im März dieses Jahres einräumen, dass die Parole **„Nein zum Zionismus“** von Teilen des politischen Milieus als Chiffre für ein Nein zum Existenzrecht Israels verwendet werde. Ein entsprechender Beschluss aus Niedersachsen habe deshalb außerhalb des Konsenses der Partei gelegen. [The Left](https://www.die-linke.de/detail/news/debatte-um-nahost-verlangt-besondere-verantwortung/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Die Linke kennt das Problem also. Sie weiß, dass die Grenze zwischen Kritik an einer israelischen Regierung, radikalem Antizionismus und antisemitischen Mustern nicht durch ein vorgeschaltetes Bekenntnis verschwindet. Im Juni verabschiedete der Bundesparteitag erneut einen Beschluss „gegen jeden Antisemitismus“. [The Left](https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteitag/potsdamer-parteitag/potsdamer-parteitag/beschluesse/detail/news/gegen-jeden-antisemitismus/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Nur drei Monate später beschloss der Parteivorstand einen Text über den **„israelischen Kolonialismus“**, in dem Israel und den USA unter anderem das Ziel zugeschrieben wird, ein „Großisrael“ zu schaffen. [The Left](https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2026-2028/detail-beschluesse-pv/news/nein-zum-krieg-gegen-den-iran-und-den-libanon-stoppt-den-us-imperialismus-und-den-israelischen-kolonialismus/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist genau der Punkt, an dem politische Glaubwürdigkeit nicht mehr allein anhand wohlformulierter Bekenntnisse beurteilt werden kann. Entscheidend ist das Muster. ## Und dann ist da noch die Rote Hilfe Dasselbe Problem von **öffentlicher Distanzierung und politischer Praxis** zeigt sich an anderer Stelle. Elif Eralp, Spitzenpolitikerin der Berliner Linken, war mehrere Jahre Mitglied der **Roten Hilfe**. Nach Angaben ihrer Partei trat sie 2025 „wegen teilweise anderer politischer Ansichten“ aus – noch vor ihrer Nominierung zur Spitzenkandidatin. Einen Beleg dafür, dass dieser Austritt aus wahltaktischen Gründen erfolgte, gibt es nicht. Genau das sollte man sauber auseinanderhalten. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/linke-eralp-rote-hilfe-100.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Doch dann geschah etwas bemerkenswertes: **Sören Pellmann**, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag und einer der Unterzeichner der aktuellen Erklärung zum 7\. Oktober, trat Anfang Oktober 2026 demonstrativ selbst der Roten Hilfe bei. Er begründete dies mit deren Unterstützung für faire Gerichtsverfahren. [Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/linken-fraktionschef-tritt-nach-linksextremismus-vorwuerfen-gegen-eralp-der-roten-hilfe-bei-104.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Der Bundesverfassungsschutz beschreibt die Rote Hilfe dagegen als die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen des deutschen Linksextremismus und wirft ihr die politische und finanzielle Unterstützung linksextremistischer Straftäter vor. [BfV](https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/verfassungsschutzberichte/2025-06-10-verfassungsschutzbericht-2024-startseitenmodul.pdf?%5F%5Fblob=publicationFile&v=5&utm%5Fsource=chatgpt.com) Man muss daraus keinen geheimen Plan konstruieren. Aber man darf fragen, wie viel politische Distanzierung tatsächlich wert ist, wenn ein führender Linken-Politiker wenige Tage später genau jener Organisation beitritt, deren frühere Mitgliedschaft bei einer anderen Spitzenpolitikerin gerade kontrovers diskutiert wird. ## Das Problem sind nicht die ersten zwei Kacheln Es wäre falsch zu behaupten, Die Linke verschweige die Hamas-Verbrechen. Das tut sie nicht. Die interessantere Frage lautet: **Was geschieht nach dem Pflichtprogramm?** Trauer um die israelischen Opfer. Kampf gegen Antisemitismus. Sicherheit für Juden. Und dann, wenige Absätze später, sitzt wieder Israel auf der Anklagebank. Genau deshalb reicht es nicht, politische Glaubwürdigkeit an einzelnen Formulierungen zu messen. Wer Antisemitismus bekämpfen will, muss sich auch daran messen lassen, **welche Narrative er verbreitet, welche politischen Milieus er toleriert und wo er selbst Grenzen zieht**. Die Linke verlangt, an ihren Worten gemessen zu werden. Ihre Kritiker dürfen darauf bestehen, zusätzlich auf ihre **Beschlüsse, Bündnisse und Handlungen** zu schauen. --- Die Linke, 7\. Oktober, Israel, Gaza, Völkermord, Antisemitismus, Antizionismus, Rote Hilfe, Sören Pellmann, Elif Eralp ### Genosse Pistorius und die patriotische Kakophonie URL: https://dievossische.de/genosse-pistorius-und-die-patriotische-kakophonie/ Last updated: 2026-10-07T15:50:52.000Z ## Die SPD entdeckt Deutschland – und verhandelt gleichzeitig über „kapitalismusüberwindende Perspektiven“ Es gibt politische Momente, gegen die jeder Satiriker chancenlos ist. Berlin. SPD-Bundestagsfraktion. Protest gegen die AfD. Ernste Gesichter. Grundgesetze in den Händen. Und plötzlich geschieht das Unfassbare: **Boris Pistorius stimmt die Nationalhymne an.** *Einigkeit und Recht und Freiheit.* Man möchte sich vergewissern, ob man nicht versehentlich in eine Parallelwelt geraten ist. Die SPD singt Deutschland. Nicht „Die Internationale“. Nicht „Wann wir schreiten Seit’ an Seit’“. Nicht irgendein Lied über Vielfalt, Transformation und gesellschaftliche Teilhabe. Nein. **Deutschland.** Schwarz. Rot. Gold. Der Sozialdemokrat Pistorius als patriotischer Vorsänger. ## Patriotismus – jetzt neu bei der SPD Natürlich darf die SPD die Nationalhymne singen. Sie sollte es vielleicht sogar öfter tun. Das Komische ist nur der Zeitpunkt. Über Jahre wirkte schon das Wort „Nationalstolz“ in Teilen des progressiven Milieus ungefähr so gesellschaftsfähig wie Rauchen im Bioladen. Deutschlandfahne? Schwierig. Heimat? Erklärungsbedürftig. Leitkultur? Gefährlich. Patriotismus? Bitte erst einmal einen Arbeitskreis bilden. Doch kaum erzielt die AfD Wahlerfolge und besetzt parlamentarische Spitzenämter, entdeckt die Sozialdemokratie plötzlich ein völlig neues politisches Produkt: **Deutschlandliebe.** Die neue Strategie scheint zu lauten: Wenn die AfD Patriotismus beansprucht, singen wir einfach lauter. Und dafür braucht man Boris Pistorius. Einen der wenigen Sozialdemokraten, bei denen man nicht automatisch erwartet, dass vor dem ersten Ton noch ein dreiseitiger Antrag zur diskriminierungsfreien Interpretation des Deutschlandliedes herumgereicht wird. ## Vormittags Deutschland, nachmittags die Linke Richtig komisch wird es allerdings erst, wenn man ein paar Kilometer weiter nach Berlin schaut. Dort sprechen **SPD, Grüne und Linke über eine gemeinsame Regierung**. Am 7\. Oktober sollen die Vorgespräche zu einer Entscheidung über richtige Sondierungen führen. Und bevor man sich überhaupt ernsthaft über Schulen, Wohnungen, Verkehr oder Finanzen unterhalten kann, stehen bemerkenswerte Fragen auf dem Tisch: **Antisemitismus.** **Organisierte Kriminalität.** SPD und Grüne verlangen von der Berliner Linken hierzu ausdrücklich eine klare Positionierung. Man muss diesen politischen Tagesablauf bewundern. **10 Uhr:** Deutschland retten. **12 Uhr:** Nationalhymne singen. **15 Uhr:** AfD bekämpfen. **17 Uhr:** Mit der Linken Regierungsfähigkeit prüfen. **18 Uhr:** Antisemitismus und organisierte Kriminalität klären. **20 Uhr:** Pressemitteilung über gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und am nächsten Morgen beginnt alles wieder von vorn. ## Einigkeit, Recht und Kapitalismusüberwindung Dabei geht es keineswegs nur um einige peinliche Randfiguren. Elif Eralp selbst beschreibt das politische Ziel ihrer Linken als Verschiebung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse nach links und spricht ausdrücklich vom Arbeiten an **„kapitalismusüberwindenden Perspektiven“**. Dazu nennt sie die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne und ein **„Wahlrecht für Alle“**. In ihrem politischen Umfeld wird zudem für eine ausdrücklich **offene Migrationspolitik** geworben, die Bleiberechte ausweitet und Abschiebungen möglichst verhindert. Alles legitime politische Positionen. Aber eben Positionen, bei denen es einen gewissen Unterhaltungswert entwickelt, wenn die SPD gleichzeitig auf der Straße versucht, der AfD demonstrativ das Patent auf Schwarz-Rot-Gold abzunehmen. Man stelle sich den Wahlkampfstrategen im Willy-Brandt-Haus vor. Auf seinem Whiteboard steht: **Arbeiter zurückholen.** **AfD halbieren.** **Bürgerliche Mitte beruhigen.** **Linke Großstadtmilieus behalten.** **Offene Migration.** **Kapitalismus überwinden.** **Nationalhymne singen.** Dann schaut er fünf Minuten auf die Tafel. Und ruft: „Holt Boris.“ ## Und dann wäre da noch Israel Noch empfindlicher wird es bei Israel und Antisemitismus. In der Berliner Linken gibt es seit längerem heftige Kontroversen. Nach dem Wahlsieg rückten erneut antisemitische Äußerungen und israelfeindliche Kontakte einzelner Akteure in den Mittelpunkt. Genau deshalb verlangen SPD und Grüne vor weiteren Koalitionsschritten Klarheit. Der Fairness halber gehört allerdings auch dazu: **Eralp selbst hat antisemitische Positionen zurückgewiesen**, den Schutz jüdischen Lebens zugesichert und im März sogar einen umstrittenen Nahost-Beschluss ihrer eigenen Partei kritisiert, weil darin unter anderem das Hamas-Massaker vom 7\. Oktober 2023 fehlte. Gerade deshalb ist die politische Situation so bemerkenswert. Es geht nicht darum, Eralp persönlich zum Antisemitismusvorwurf umzudichten. Es geht darum, dass eine Partei, die möglicherweise Berlin regieren soll, intern derart heftige Konflikte über Israel, Antisemitismus und ihr politisches Umfeld austrägt, dass SPD und Grüne **vor den eigentlichen Sondierungen erst einmal rote Linien einziehen müssen**. Das wäre früher vielleicht ein Grund gewesen, Regierungsfähigkeit grundsätzlich zu hinterfragen. Heute heißt es: **Vorgespräch.** ## Deutschlandliebe mit Beipackzettel Und damit bekommt Pistorius’ Hymne ihre eigentliche Pointe. Die SPD möchte der AfD zurufen: **Deutschland gehört euch nicht!** Völlig richtig. Nur folgt unmittelbar die schwierigere Frage: **Wofür steht dieses Deutschland eigentlich?** Für Einigkeit, Recht und Freiheit? Für parlamentarische Demokratie? Für soziale Marktwirtschaft? Für Deutschlands besondere Verantwortung gegenüber jüdischem Leben und Israel? Oder gleichzeitig für eine Regierungsoption mit einer Partei, deren Spitzenkandidatin von „kapitalismusüberwindenden Perspektiven“, Vergesellschaftung und „Wahlrecht für Alle“ spricht und bei der mögliche Koalitionspartner zunächst Klarheit über Antisemitismus und organisierte Kriminalität verlangen? Man darf all diese Positionen vertreten. Aber man sollte anschließend nicht überrascht sein, wenn beim Publikum ein leichter Eindruck politischer Kakophonie entsteht. ## Boris singt einfach lauter Vielleicht erleben wir tatsächlich die Geburt einer neuen SPD. Vielleicht gibt es demnächst Deutschlandfahnen vor dem Willy-Brandt-Haus. Vielleicht beginnt der nächste Parteitag mit der Hymne. Vielleicht lautet das neue Grundsatzprogramm: **„Deutschland. Aber irgendwie anders.“** Oder es bleibt bei einem jener politischen Augenblicke, die unfreiwillig mehr über eine Partei erzählen als hundert Strategiepapiere. Auf der einen Seite Boris Pistorius: **Einigkeit und Recht und Freiheit.** Auf der anderen Seite Berlin: **Kapitalismusüberwindende Perspektiven, Vergesellschaftung, Wahlrecht für Alle – und bitte vor Beginn der Sondierungen noch Antisemitismus und organisierte Kriminalität klären.** Das ist kein politischer Chor mehr. Das ist **patriotische Kakophonie**. Vielleicht sang Pistorius deshalb so laut. Damit man die Berliner Vorgespräche nicht hört. --- ### Hanning in U-Haft: Wer bremste die Block-Ermittlungen? URL: https://dievossische.de/elf-tage-sieben-monate-kein-haftbefehl/ Last updated: 2026-10-07T15:00:18.000Z August Hanning sitzt jetzt in U-Haft. Zugleich wird die Vorgeschichte des Block-Komplexes immer erklärungsbedürftiger: elf Tage bis zur Razzia, eine nicht erfolgte Grote-Vernehmung, begrenzte Aussagen der Hauptermittlerin und Monate bis Karlsruhe den BND-Fall übernahm. _This post is for subscribers only._ ### Frankfurter Buchmesse 2026: Der brutale Kampf darum, überhaupt noch gesehen zu werden URL: https://dievossische.de/frankfurter-buchmesse-2026-der-brutale-kampf-darum-uberhaupt-noch-gesehen-zu-werden/ Last updated: 2026-10-07T14:22:47.000Z *Die Frankfurter Buchmesse 2026 öffnet ihre Türen – und hinter den Kulissen läuft längst ein harter Verdrängungswettbewerb. Kleine Verlage verlieren Sichtbarkeit, Leser verschwinden, Algorithmen entscheiden über Aufmerksamkeit und selbst künstliche Intelligenz wird zum neuen Türsteher des Buchmarkts. Für unabhängige Häuser geht es inzwischen um mehr als Bestseller. Es geht darum, überhaupt noch stattzufinden.* Frankfurt ist wieder voll mit Büchern. Mit Autoren. Mit Verlegern. Mit Agenten, Rechtehändlern, Buchhändlern, Influencern und Medien. Doch ausgerechnet am ersten Tag der **Frankfurter Buchmesse 2026** zeigt sich, dass das größte Problem der Branche nicht darin besteht, zu wenige Bücher zu haben. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt Bücher. Es gibt Geschichten. Es gibt Autoren. Was zunehmend fehlt, ist etwas anderes: **Aufmerksamkeit.** Und genau um sie ist ein brutaler Wettbewerb entstanden. ## Das wichtigste Wort dieser Buchmesse: Sichtbarkeit Eine Meldung des MDR bringt das Problem am Mittwochmorgen bemerkenswert klar auf den Punkt. Kleine und unabhängige Verlage aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kämpfen in Frankfurt zunehmend um ihre Sichtbarkeit. Sachsen verzichtet bereits seit dem vergangenen Jahr auf einen eigenen Länderstand. Sachsen-Anhalt präsentiert sich ebenfalls nicht mehr zentral. Und 2026 fällt erstmals auch der eigene Thüringer Gemeinschaftsstand weg. Die Verlage verschwinden dadurch nicht vollständig aus Frankfurt. Aber sie stehen verteilt in den Hallen. Sie verlieren das gemeinsame Schaufenster. Und damit Aufmerksamkeit. Helmut Stadeler vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels bringt das Problem auf eine geradezu brutale Formel: **Bücher müssen gesehen werden.** Das klingt selbstverständlich. Ist es aber längst nicht mehr. ## 20.000 Erstauflagen weniger Die Zahlen dahinter sind alarmierend. 2025 erschienen in Deutschland **52.644 Erstauflagen**. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund **20.000 mehr**. Auch die Verlagslandschaft dünnt aus. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es 2025 zusammen noch **239 Verlage**. Fünf Jahre zuvor waren es etwa 100 mehr. Das ist kein romantisches Branchenproblem einiger bibliophiler Kleinverleger. Es geht um kulturelle Vielfalt. Denn wenn kleinere Verlage verschwinden, verschwinden nicht automatisch schlechte Bücher. Es verschwinden häufig jene Programme, die sich gerade deshalb von großen Konzernen unterscheiden, weil sie nicht jeden Stoff durch dieselbe Marktforschung schicken. ## Der neue Türsteher heißt Algorithmus Doch während kleine Verlage in Frankfurt ganz physisch um Standfläche und Aufmerksamkeit kämpfen, entsteht parallel eine viel größere unsichtbare Macht. Der Algorithmus. Amazon entscheidet mit darüber, welche Bücher Käufer sehen. Google entscheidet mit darüber, welche Titel bei einer Suche auftauchen. TikTok kann einen Roman innerhalb weniger Tage nach oben katapultieren. Instagram kann Aufmerksamkeit erzeugen. Oder vollständig verweigern. Und jetzt kommt künstliche Intelligenz hinzu. Am heutigen ersten Messetag veranstaltet die Frankfurter Buchmesse um 14 Uhr eine Session mit dem bemerkenswert offenen Titel: **„GEO Hacks: Getting Your Books Found in the Age of AI Search.“** Die Frage lautet dort ausdrücklich: Wie können Verlage dafür sorgen, dass ihre Bücher in KI-gestützten Suchsystemen **gefunden, empfohlen und zitiert** werden? Das ist keine Zukunftsmusik mehr. Das passiert heute. In Frankfurt. ## Wenn die KI entscheidet, was Sie lesen Stellen wir uns eine simple Frage vor. Ein Leser möchte einen historischen Roman. Früher ging er in eine Buchhandlung. Vielleicht fragte er einen Buchhändler. Später suchte er bei Amazon. Danach vielleicht bei Google. Heute kann er schreiben: **„Empfiehl mir fünf historische Romane, die ich lesen sollte.“** Und die Maschine antwortet. Fünf Bücher erscheinen. 500.000 andere nicht. Doch warum? Das ist die entscheidende Machtfrage. Welcher Titel landet in der Antwort? Welcher Autor wird genannt? Welche Quelle gilt als glaubwürdig? Welche Metadaten wurden gefunden? Welche Rezensionen berücksichtigt? Und welcher Roman verschwindet vollkommen? Die künstliche Intelligenz wird damit zum neuen Vermittler zwischen Buch und Leser. Vielleicht sogar zum mächtigsten. ## GEO könnte das neue SEO werden Webseitenbetreiber kennen SEO seit Jahren. Search Engine Optimization. Texte, Überschriften, Metadaten und Strukturen werden so gestaltet, dass Google sie leichter findet. Jetzt taucht ein neuer Begriff auf: **GEO – Generative Engine Optimization.** Nicht mehr nur Google soll ein Buch finden. Auch generative KI-Systeme sollen verstehen, dass es existiert, worum es darin geht und wem sie es empfehlen könnten. Für Verlage verändert das das Marketing radikal. Das Cover reicht nicht. Die Pressemitteilung reicht nicht. Selbst eine gute Amazon-Seite reicht möglicherweise irgendwann nicht mehr. Ein Buch benötigt einen digitalen Fingerabdruck. ## Und dann kommt Amazon Man sollte trotzdem nicht so tun, als habe künstliche Intelligenz bereits die alten Plattformen verdrängt. Amazon bleibt für viele Verlage und Autoren einer der wichtigsten Zugänge zum Käufer. Und genau darin liegt ein strukturelles Problem. Wer den Marktplatz besitzt, besitzt einen erheblichen Teil der Sichtbarkeit. Der unabhängige Verlag kontrolliert sein Buch. Er kontrolliert aber nicht vollständig, wann es angezeigt wird. Er kontrolliert seinen Preis innerhalb der gesetzlichen und vertrieblichen Rahmenbedingungen. Aber nicht den Algorithmus. Er kontrolliert seinen Klappentext. Aber nicht die Empfehlungen, die daneben erscheinen. Das ist die neue Abhängigkeit der Buchbranche. ## Das unendliche Regal wurde zur Falle Digitalisierung versprach einmal etwas Großartiges. Das Regal sollte unendlich werden. Jedes Buch verfügbar. Jede Nische erreichbar. Jeder Autor auffindbar. Technisch ist genau das eingetreten. Nur wurde dabei eines übersehen: **Die Aufmerksamkeit des Menschen ist nicht unendlich.** Wenn Millionen Bücher verfügbar sind, muss jemand vorsortieren. Und diese Auswahl übernehmen zunehmend Maschinen. Damit wurde das Problem des begrenzten Regals durch das Problem des begrenzten Blicks ersetzt. ## Erich Reiss Publishing: Der kleine Verlag als Testfall Genau deshalb richtet Die Vossische während ihres Buchmesse-Specials einen besonderen Blick auf **Erich Reiss Publishing**. Nicht, weil ein einzelner unabhängiger Verlag stellvertretend für die gesamte Branche stehen könnte. Sondern weil sich an kleineren Häusern besonders deutlich zeigt, wie sich der Buchmarkt verändert. Ein großer Konzern kann eine Neuerscheinung mit Anzeigen, Handelspromotion, Influencer-Kampagnen und Medienarbeit in den Markt drücken. Ein kleiner Verlag muss präziser arbeiten. Und hoffen, dass der Stoff selbst genügend Kraft besitzt. Einer der neuen Titel des Hauses ist **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger**. Das Buch steht in unserem heutigen Buchmesse-Special exemplarisch für die zentrale Frage: **Wie findet ein neuer Titel überhaupt noch seinen Leser?** Denn das eigentliche Problem beginnt lange vor der ersten Rezension. Der Leser muss zunächst erfahren, dass das Buch existiert. ## Ein gutes Buch schützt nicht vor Unsichtbarkeit Das klingt banal. Ist aber vielleicht der wichtigste Satz dieser Messe. Ein schlechtes Buch kann hervorragend vermarktet werden. Ein hervorragendes Buch kann völlig untergehen. Literarische Qualität und Sichtbarkeit sind zwei unterschiedliche Dinge. Und je stärker Algorithmen den Zugang kontrollieren, desto gefährlicher wird es, beides miteinander zu verwechseln. Ein Verkaufserfolg beweist nicht automatisch literarische Qualität. Ein geringer Verkauf beweist ebenso wenig ihr Gegenteil. Er beweist zunächst einmal: Dieses Buch wurde häufiger oder seltener gefunden. ## Kleine Verlage trifft es zuerst Hier wird die Entwicklung gefährlich. Große Häuser besitzen Reserven. Sie können Fehlschläge verkraften. Sie können zehn Titel veröffentlichen und hoffen, dass zwei davon das restliche Programm tragen. Kleine Verlage können sich solche Quersubventionen deutlich weniger leisten. Jede Veröffentlichung bindet Kapital. Lektorat. Satz. Covergestaltung. ISBN. Druck. Distribution. Werbung. Zeit. Wenn das Buch dann im digitalen Nirgendwo verschwindet, ist nicht nur ein Titel betroffen. Es kann das nächste Buch verhindern. ## Die Leser verschwinden ebenfalls Das Problem endet nicht bei den Verlagen. Der deutsche Buchmarkt verliert auch Käufer und Leser. Der MDR berichtet zum Start der Messe von einer rückläufigen Leserschaft; besonders im Kinder- und Jugendbuchbereich sank der Umsatz zuletzt um 2,4 Prozent. Gleichzeitig wächst der Audiobereich durch Streaming weiter, während E-Books zumindest stabil bleiben. Das bedeutet: Die Branche kämpft gleichzeitig an mehreren Fronten. Weniger regelmäßige Leser. Steigende Kosten. Weniger Titel. Weniger Verlage. Mehr digitale Konkurrenz. Und mehr Abhängigkeit von Plattformen. ## Frankfurt diskutiert genau die richtige Frage Dass die Frankfurter Buchmesse das Thema KI bereits am ersten Tag so prominent setzt, ist deshalb kein modisches Zugeständnis. Es trifft den Kern. Neben der GEO-Veranstaltung gibt es heute eine Konferenz zu KI im wissenschaftlichen Publizieren und am Nachmittag die Veranstaltung **„AI in Culture: Truth or Fiction?“** unter Beteiligung des International Research Centre on Artificial Intelligence unter UNESCO-Schirmherrschaft. Die Branche weiß: Hier verändert sich gerade etwas Fundamentales. ## Aber vielleicht erlebt der Buchhändler ein Comeback In dieser hochdigitalisierten Welt könnte ausgerechnet eine sehr alte Institution wieder wertvoller werden. Der Buchhändler. Ein Algorithmus kennt Daten. Ein guter Buchhändler kennt Leser. Das ist nicht dasselbe. Der Algorithmus sagt: Menschen, die A gekauft haben, kauften auch B. Der Buchhändler kann sagen: **„Sie haben A gelesen? Dann nehmen Sie gerade nicht B. Versuchen Sie dieses völlig andere Buch.“** Darin steckt etwas, das Maschinen nur schwer simulieren können: Überraschung. ## Der Kampf um Aufmerksamkeit hat begonnen Die Frankfurter Buchmesse 2026 zeigt damit bereits an ihrem ersten Tag, wohin die Reise geht. Auf der einen Seite: mehr als 4.300 Aussteller, tausende Bücher, internationale Rechte, prominente Autoren und ein gigantischer Literaturmarkt. Auf der anderen: kleine Verlage, die darum kämpfen, überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Genau dazwischen sitzt der Leser. Er bekommt theoretisch mehr Auswahl als jemals zuvor. Praktisch sieht er nur einen winzigen Ausschnitt davon. Wer diesen Ausschnitt kontrolliert, besitzt Macht. Darum geht es. Nicht nur in Frankfurt. Sondern um die Zukunft des Buches. ## Die entscheidende Frage Vielleicht wird am Ende dieser Buchmesse viel über künstliche Intelligenz gesprochen worden sein. Über Rechte. Über Hörbücher. Über BookTok. Über Übersetzungen. Über neue Geschäftsmodelle. Aber für einen kleinen Verlag läuft all das auf eine einzige, gnadenlos einfache Frage hinaus: **Sieht jemand unser Buch?** Heute steht in unserem Buchmesse-Special **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** stellvertretend für diese Frage. Morgen werden wir den Blick erweitern. Dann geht es um internationale Rechte, Übersetzungen und darum, wie aus einer Geschichte ein Buch für mehrere Märkte werden kann. Im Mittelpunkt: **Adrian Kerrs „Königreiche aus Staub“.** Denn ein Buch kann heute theoretisch die ganze Welt erreichen. Aber zunächst muss die Welt wissen, dass es existiert. --- ### Zwischen Wählerwillen und Verfassungsschutz URL: https://dievossische.de/zwischen-wahlerwillen-und-verfassungsschutz/ Last updated: 2026-10-06T15:03:03.000Z ## Die Wahl des ersten AfD-Parlamentspräsidenten in Sachsen-Anhalt ### Der deutsche Sonderweg: Warum dänische und US-amerikanische Mainstream-Politik in Deutschland als „rechtsextrem“ gebrandmarkt wird Die Aufregung in den deutschen Redaktionsstuben war groß, als Tobias Rausch (AfD) im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Parlamentspräsidenten gewählt wurde. Zeitungen wie die *taz* titelten umgehend vom „ersten rechtsextremen Parlamentspräsidenten seit 1945“. Doch die politische Debatte offenbart eine tiefe Entkopplung der deutschen Medienlandschaft vom internationalen Maßstab: Forderungen nach einer strikten Begrenzung der Migration, dem Schutz der nationalen Identität und einer Priorisierung der heimischen Infrastruktur gelten in vielen westlichen Demokratien keineswegs als extrem – sondern als staatspolitische Grundaufgabe. Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie drastisch sich der deutsche Diskurs von dem anderer demokratischer Verfassungsstaaten unterscheidet. ## Dänemark: Sozialdemokratische Härte als Regierungsstandard Wer in Deutschland eine Obergrenze für Zuwanderung oder den Erhalt der einheimischen Kultur fordert, gerät rasch in den Verdacht der Verfassungsfeindlichkeit. In Dänemark hingegen werden exakt diese Positionen seit Jahren von einer **sozialdemokratischen Regierung** unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen umgesetzt. - **Die „Nicht-Westler“-Quote (*Parallelsamfund*):** Dänemark hat gesetzlich verankert (*Lov om parallelsamfund*), dass der Anteil von Bewohnern mit „nicht-westlichem Hintergrund“ in Wohngebieten schrittweise auf maximal 30 Prozent gesenkt werden muss. Ziel ist die gezielte Auflösung von Parallelgesellschaften und der Erhalt der dänischen Werteordnung. - **Das Prinzip „Null Asyl“:** Die dänischen Sozialdemokraten erklärten das Erreichen von effektiv „null spontanen Asylbewerbern“ zum offiziellen Regierungsziel. Asylverfahren sollen nach dänischen Plänen vollständig in Drittstaaten außerhalb Europas verlagert werden. - **Kulturelle Anpassungspflicht:** Bereits für einjährige Kleinkinder aus ausgewählten Wohngebieten gilt eine verpflichtende Betreuung von 25 Stunden pro Woche, in der dänische Sprache und Werte vermittelt werden – bei Verweigerung droht den Eltern der Entzug von Sozialleistungen. - **Sachwert-Einzug (*Smykkeloven*):** Sachwerte und Bargeld von Asylbewerbern werden ab einer gewissen Grenze konfisziert, um die Kosten ihrer Unterbringung zu decken. **Fazit Dänemark:** Keines dieser Gesetze stuft die dänische Öffentlichkeit als „rechtsradikal“ ein. Sie gelten dort als patriotischer Konsens zur Sicherung des Wohlfahrtsstaates und der gesellschaftlichen Stabilität. ## USA: Grenzschutz und Souveränität als Verfassungspflicht In den USA gehört die Kontrolle der eigenen Grenzen und die strikte Trennung zwischen Staatsbürgern und Ausländern zum Kernbestand beider großer Volksparteien. - **Souveränität und Grenzsicherung:** Sowohl unter republikanischen als auch unter demokratischen Administrationen gilt der illegale Grenzübertritt rechtlich als Straftat (*Federal Crime* unter 8 U.S. Code § 1325). Die physische Sicherung der Südgrenze durch Zäune und Mauern wurde bereits 2006 unter dem *Secure Fence Act* mit breiter parteiübergreifender Mehrheit beschlossen. - **Fehlen eines Gesinnungsschutz-Apparates:** Das US-amerikanische Rechtssystem kennt keine Inlandsgeheimdienste, die Oppositionsparteien aufgrund ihrer politischen Programmatik als „gesichert extremistisch“ beobachten. Der *First Amendment* (1\. Zusatzartikel der Verfassung) schützt die Meinungs- und Versammlungsfreiheit absolut. Die politische Auseinandersetzung über Zuwanderung wird im Parlament und an der Wahlurne ausgetragen – nicht durch behördliche Stempel. - **Infrastruktur und „America First“:** Die Priorisierung der eigenen Bürger bei Steuergeldern und staatlichen Leistungen (*America First*) ist bei der Republikanischen Partei offizielle Doktrin und wird von zehn Millionen Wählern als normale patriotische Haltung verstanden. ## Der deutsche Mediendiskurs im Abseits Der Vorwurf der *taz* und anderer Medien, die Wahl Rauschs sei ein Bruch mit den Werten von 1945, ignoriert den Umstand, dass die AfD in Sachsen-Anhalt Forderungen formuliert, die in Dänemark, den USA, Polen oder Dänemark zur gelebten Staatspraxis gehören: 1. **Finanzielle Priorisierung:** Die Forderung, staatliche Haushaltsmittel vorrangig für die eigene Infrastruktur, Schulen und die heimische Bevölkerung einzusetzen, anstatt Milliarden für Asylsysteme aufzuwenden, entspricht dem dänischen Prinzip der Sozialstaats-Sicherung. 2. **Schutz vor Überfremdung:** Was in Deutschland als völkisch gebrandmarkt wird, heißt in Kopenhagen „Erhalt des sozialen Zusammenhalts“ und ist dort Grundlage von Gesetzgebungstexten. 3. **Kritik am politischen Islam:** Die Zurückdrängung orthodoxer Strukturen und der Schutz der Leitkultur ist in Frankreich (*Laizismus*) und Dänemark Staatsräson. Indem Teile der deutschen Medienlandschaft jede Position rechts der Mitte pauschal als „rechtsextrem“ diffamieren, erklären sie Positionen zum Extremismus, die im restlichen westlichen Ausland als demokratischer Mainstream und normale Wahrnehmung von Nationalinteressen gelten. **Würde man sich auf das argumentative Niveau der *taz* herablassen und mit denselben ideologischen Maßstäben messen, müsste man die reißerischen Titelseiten, Polizei-Hetzkolumnen und radikalen Aussagen ihrer Redaktion konsequenterweise selbst als gesichert linksextremistisch einstufen.** ### Die ewigen Hälse hinter den Köpfen URL: https://dievossische.de/die-ewigen-halse-hinter-den-kopfen/ Last updated: 2026-10-06T13:50:49.000Z Der Fall Block führt plötzlich bis ins Herz des BND: August Hanning und sein früherer Büroleiter wurden festgenommen. Fast 2.000 interne Dokumente stehen im Raum. Und in Hamburg bleibt eine brisante Frage offen: Warum wurde Innensenator Andy Grote bislang nicht als Zeuge gehört? _This post is for subscribers only._ ### Die Akte Suraj Mailitafi – Teil 2: Der Aufstieg durch das Netzwerk URL: https://dievossische.de/die-akte-suraj-mailitafi-teil-2-der-aufstieg-durch-das-netzwerk/ Last updated: 2026-10-06T12:02:42.000Z Young Schura, Schura Niedersachsen, Grüne, Bildungsprojekte und Preisnetzwerke: Teil 2 rekonstruiert Suraj Mailitafis institutionellen Aufstieg – und zeigt, warum seine Karriere mehr ist als die Geschichte eines politischen „Wunderkindes“. _This post is for subscribers only._ ### Die Vossische – Frankfurter Buchmesse 2026 URL: https://dievossische.de/die-vossische-frankfurter-buchmesse-2026/ Last updated: 2026-10-06T11:42:13.000Z ## Wer entscheidet noch, welches Buch überhaupt gesehen wird? *Die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Türen. Doch hinter Autoren, Neuerscheinungen und Messeständen wird um etwas viel Grundsätzlicheres gerungen: Wer kontrolliert 2026 den Zugang zum Leser? Buchhandlungen, Amazon, TikTok und inzwischen KI-Systeme entscheiden mit, welches Buch überhaupt gefunden wird. Für unabhängige Verlage wird Sichtbarkeit damit zur Existenzfrage.* Um neun Uhr öffnen sich an diesem Mittwoch die Türen der Frankfurter Buchmesse. Bis Sonntag wird Frankfurt wieder zum Zentrum des internationalen Buchgeschäfts. Verlage präsentieren Neuerscheinungen, Agenten handeln Rechte aus, Autoren geben Interviews, Buchhändler suchen nach Titeln, von denen sie hoffen, dass ihre Kunden sie einige Wochen später ebenfalls haben wollen. Von außen wirkt dieses System erstaunlich vertraut. Ein Autor schreibt ein Buch. Ein Verlag veröffentlicht es. Eine Buchhandlung verkauft es. Ein Leser kauft es. Doch genau dieses Modell existiert 2026 nur noch teilweise. Denn zwischen Buch und Leser haben sich neue Torwächter geschoben. Amazon. Google. Instagram. TikTok. Empfehlungsalgorithmen. Und inzwischen künstliche Intelligenz. Die entscheidende Frage der 78\. Frankfurter Buchmesse lautet deshalb möglicherweise nicht mehr: **Wer schreibt die interessantesten Bücher?** Sondern: **Wer entscheidet überhaupt noch, welche Bücher wir sehen?** ## Der Kampf beginnt vor der ersten Seite Die Frankfurter Buchmesse selbst hat verstanden, wie grundsätzlich dieser Wandel ist. Schon am ersten Messetag steht das Thema Sichtbarkeit im digitalen Raum auf dem Programm. Unter dem Titel **„GEO Hacks: Getting Your Books Found in the Age of AI Search“** diskutiert die Messe am Mittwoch darüber, wie Bücher in einer Welt gefunden werden können, in der Menschen ihre Fragen zunehmend nicht mehr nur an klassische Suchmaschinen richten, sondern an KI-Systeme. GEO – Generative Engine Optimization – könnte für Verlage werden, was SEO für Webseiten geworden ist. Nur reichen die Konsequenzen möglicherweise weiter. Früher musste ein Verlag dafür sorgen, dass sein Buch in einer Buchhandlung lag. Später musste er dafür sorgen, dass es bei Amazon gefunden wurde. Dann musste es möglichst in Google auftauchen. Heute kommt eine weitere Frage hinzu: **Wird ein KI-System dieses Buch überhaupt erwähnen, wenn ein Leser nach einer Empfehlung fragt?** Das klingt technisch. Tatsächlich geht es um kulturelle Macht. Denn ein Buch, das nicht gefunden wird, existiert für einen potenziellen Leser praktisch nicht. ## Die neue Macht der Vermittler Die klassische Buchhandlung war ebenfalls ein Filter. Buchhändler entschieden, welche Titel ins Schaufenster kamen. Literaturkritiker entschieden, welche Bücher besprochen wurden. Feuilletons konnten Karrieren beschleunigen und manchmal beenden. Auch das war Macht. Aber es war zumindest sichtbar. Der Leser wusste, dass ihm ein Buchhändler etwas empfahl. Er wusste, dass ein Kritiker eine Meinung vertrat. Der Algorithmus tritt anders auf. Warum ein bestimmtes Buch auf einem Bildschirm weiter oben erscheint als ein anderes, bleibt für den normalen Kunden unsichtbar. Warum ein Video über einen Roman plötzlich Millionen Menschen erreicht und ein anderes bei einigen hundert Aufrufen verschwindet, lässt sich nicht vollständig kontrollieren. Und wenn Leser künftig ein KI-System fragen: „Empfiehl mir einen historischen Roman“, dann wird noch weniger transparent sein, warum fünf bestimmte Bücher genannt und fünftausend andere verschwiegen werden. ## Frankfurt diskutiert digitale Abhängigkeit Dass dies längst keine theoretische Debatte mehr ist, zeigt ein weiterer Programmpunkt des ersten Messetages. Unter der Überschrift **„Digitale Souveränität in der deutschen Buchbranche“** wird in Frankfurt darüber diskutiert, wie abhängig Verlage und Kreative inzwischen von großen Technologieunternehmen geworden sind. Die Messe selbst nennt Microsoft, Adobe, Instagram, TikTok und Google als Beispiele jener Infrastruktur, die für Produktion und Reichweite nahezu selbstverständlich geworden ist. Gleichzeitig stellt die Veranstaltung die Frage, wie sich die Branche gegenüber der Macht großer Plattformen unabhängiger machen kann. Es ist eine bemerkenswerte Situation. Eine Branche, deren eigentliches Produkt die unabhängige Idee ist, wird technologisch immer abhängiger. Verlage können ihre Bücher selbst auswählen. Aber sie kontrollieren nicht mehr vollständig, ob jemand sie entdeckt. ## Der direkte Weg zum Leser Auch deshalb beschäftigt sich die Buchmesse am Mittwoch mit einem weiteren Thema, das trocken klingt, aber enorme Bedeutung besitzt. Beim **International Publishing Distribution Forum** geht es um „New ways of approaching direct-to-customer relations“ – also neue Wege, wie Verlage direkt mit ihren Lesern in Kontakt treten können. Der Hintergrund ist offensichtlich. Wer seinen Kunden nur über Amazon, soziale Netzwerke oder andere Plattformen erreicht, besitzt diesen Kunden nicht wirklich. Die Plattform besitzt den Zugang. Ändert sie ihren Algorithmus, ihre Gebühren oder ihre Regeln, verändert sich von einem Tag auf den anderen die Reichweite eines Verlages. Für Penguin Random House oder Simon & Schuster ist das lästig. Für einen kleinen Verlag kann es existenziell sein. ## Ein Buch als Testfall: „Salz und Stahl“ Genau hier beginnt der Schwerpunkt, den Die Vossische während dieser Buchmesse auf **Erich Reiss Publishing** legt. Einer der neuen Titel des Hauses ist **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger**. Wir stellen das Buch in unserem Buchmesse-Special nicht deshalb heraus, weil ein einzelner Roman die Probleme des internationalen Verlagswesens lösen könnte. Im Gegenteil. Ein Titel wie „Salz und Stahl“ illustriert das Problem. Da ist zunächst ein Buch. Ein Autor. Ein Verlag. Und irgendwo sind potenzielle Leser. Zwischen beiden liegt jedoch ein inzwischen außerordentlich komplexes System der Sichtbarkeit. Das Buch muss bei Onlineshops auffindbar sein. Es braucht die richtigen Metadaten. Es muss in Suchmaschinen erscheinen. Social-Media-Inhalte müssen Menschen erreichen. Rezensionen müssen entstehen. Händler müssen es listen. Und künftig muss möglicherweise sogar darüber nachgedacht werden, was geschieht, wenn Leser nicht mehr Google oder Amazon fragen, sondern Chatbots. Das eigentliche Produkt bleibt Literatur. Der Weg zum Käufer aber wird zu einer Mischung aus Technologie, Daten, Distribution und Marketing. ## Kleine Verlage haben einen Vorteil – und einen Nachteil Unabhängige Häuser besitzen dabei einen entscheidenden Vorteil. Sie können schneller entscheiden. Sie können Bücher veröffentlichen, die nicht erst durch zahlreiche Konzernabteilungen, Marktanalysen und Planungsgremien müssen. Sie können Risiken eingehen. Sie können Nischen bedienen. Und sie können Autoren langfristig aufbauen, die zunächst kein Massenpublikum besitzen. Der Nachteil ist ebenso offensichtlich: Geld. Aufmerksamkeit kostet. Wer auf Amazon sichtbar sein will, konkurriert mit tausenden Neuerscheinungen. Wer in sozialen Netzwerken Reichweite sucht, konkurriert nicht nur mit anderen Büchern, sondern mit Nachrichten, Katzenvideos, Politik, Prominenten, Streamingserien und praktisch dem gesamten Unterhaltungsangebot der Welt. Ein kleiner Verlag konkurriert deshalb längst nicht mehr nur mit einem großen Verlag. Er konkurriert mit Netflix. ## Das Schaufenster ist unendlich geworden Die klassische Buchhandlung hatte einen Mangel, der sich rückblickend fast wie ein Vorteil anhört: begrenzten Platz. Nur eine bestimmte Zahl von Büchern konnte im Laden stehen. Noch weniger konnten im Schaufenster liegen. Das zwang Buchhändler zur Auswahl. Das Internet löste dieses Problem. Und schuf ein neues. Das digitale Regal ist praktisch unendlich. Millionen Titel können gleichzeitig angeboten werden. Doch menschliche Aufmerksamkeit ist nicht unendlich. Deshalb musste jemand die Auswahl übernehmen. Zunächst Suchmaschinen. Dann Empfehlungsalgorithmen. Nun zunehmend KI. Wir haben also das begrenzte physische Schaufenster abgeschafft und ein unendliches digitales Schaufenster geschaffen. Nur braucht dieses unendliche Schaufenster wiederum jemanden, der entscheidet, was vorne steht. ## Das ist keine Nebensache für Literatur Man könnte all das für eine reine Vertriebsfrage halten. Das wäre ein Fehler. Wenn bestimmte Bücher leichter sichtbar werden als andere, verändert sich langfristig auch, welche Bücher geschrieben und veröffentlicht werden. Verlage beobachten Verkäufe. Autoren beobachten Trends. Agenten beobachten Märkte. Wenn Algorithmen bestimmte Stoffe bevorzugen, entsteht ein wirtschaftlicher Anreiz, mehr davon zu produzieren. Damit wird die Architektur der Aufmerksamkeit irgendwann zur Architektur der Literatur. Die Frage, wie ein Buch gefunden wird, beeinflusst dann die Frage, welches Buch überhaupt geschrieben wird. ## Und der Buchhändler? Vielleicht erlebt gerade deshalb eine Institution eine unerwartete Neubewertung: der Buchhändler. Ein guter Buchhändler kennt nicht Millionen Titel. Er kennt Menschen. Er weiß, was der Kunde zuletzt gelesen hat. Er kann widersprechen. Er kann sagen: „Nein, das Buch, nach dem Sie fragen, ist gar nicht das, was Sie suchen. Nehmen Sie dieses.“ Ein Algorithmus versucht, Verhalten vorherzusagen. Ein guter Buchhändler kann überraschen. Diese Fähigkeit könnte in einer Welt automatisierter Empfehlungen wertvoller werden, nicht weniger. ## Frankfurt zeigt den Widerspruch Die Frankfurter Buchmesse bezeichnet sich selbst als wichtigsten internationalen Handelsplatz für gedruckte und digitale Inhalte. Vom 7\. bis 11\. Oktober treffen dort Verlage, Technologieunternehmen, Kreativindustrien, Autoren und Leser aufeinander. Genau deshalb zeigt Frankfurt 2026 einen faszinierenden Widerspruch. Noch nie konnten so viele Bücher so einfach weltweit angeboten werden. Noch nie konnten kleine Verlage theoretisch so viele Leser erreichen. Noch nie war eine Veröffentlichung technisch so wenig von Druckmaschinen, Lagerhallen und eigenen Vertriebsnetzen abhängig. Und gleichzeitig war Aufmerksamkeit möglicherweise noch nie so konzentriert. Nicht bei einem Zensor. Nicht bei einem Ministerium. Nicht einmal bei einem Verlagskonzern. Sondern bei einigen wenigen technischen Plattformen, deren Regeln die meisten Autoren, Verlage und Leser kaum kennen. ## Die eigentliche Messe beginnt jetzt In den kommenden Tagen wird in Frankfurt über Literatur gesprochen werden. Über Bestseller. Über Übersetzungen. Über Autoren. Über Politik. Über künstliche Intelligenz. Über Hörbücher. Und selbstverständlich über Geld. Die Vossische wird diese Messe bis zum 15\. Oktober begleiten und dabei einen besonderen Blick auf unabhängige Verlage und auf fünf aktuelle Titel von **Erich Reiss Publishing** richten. Heute steht **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** im Mittelpunkt. Nicht als Antwort auf die Probleme der Branche. Sondern als Beispiel für die eigentliche Frage. Denn irgendwo sitzt möglicherweise genau der Leser, für den dieses Buch geschrieben wurde. Vielleicht in Hamburg. Vielleicht in London. Vielleicht in Sydney. Die technische Möglichkeit, ihn zu erreichen, war nie größer. Die Schwierigkeit, seine Aufmerksamkeit zu bekommen, möglicherweise auch nicht. Und deshalb entscheidet sich die Zukunft des Buches längst vor der ersten Seite. Sie entscheidet sich in dem Moment, in dem ein Leser überhaupt erfährt, dass dieses Buch existiert. --- ### Die Vossische – Frankfurter Buchmesse 2026 **Morgen:** *Das Geschäft mit Geschichten – warum Übersetzungsrechte darüber entscheiden können, ob ein Roman die Welt erreicht.* Im Mittelpunkt unseres Erich-Reiss-Schwerpunkts: **Adrian Kerr und „Königreiche aus Staub“.** [Frankfurter Buchmesse - Die VossischeDie Vossische bietet aktuelle Nachrichten, pointierte Analysen, politische Kommentare und spannende Kurzkrimis – unabhängig, kritisch und meinungsstark.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-74482f0d-88a5-4c08-b6dd-ba82fd541228.png)Die VossischeBianca Moreau![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Vossische-publication-e5cf13fe-5634-4d19-9b16-8fd6edd4b8f8.jpg)](https://dievossische.de/tag/frankfurter-buchmesse/) ### Der geschlossene Kreis des Gefälligen URL: https://dievossische.de/der-geschlossene-kreis-des-gefalligen/ Last updated: 2026-10-06T07:00:32.000Z ## Shida Bazyars „Die Lücken“ und die Verengung des literarischen Blicks Wenn im feierlichen Ambiente des Frankfurter Kaisersaals der Deutsche Buchpreis verliehen wird, gleicht das Ritual längst einer weltanschaulichen Vergewisserung des deutschen Kulturbetriebs. Im Jahr 2026 fiel diese Wahl auf Shida Bazyars Roman „Die Lücken“. Bazyar, 1988 als Tochter iranischer Regierungsflüchtlinge in Hermeskeil im Hunsrück geboren, entwirft in ihrem Werk das Panorama eines fiktiven pfälzischen beziehungsweise hunsrückischen Dorfs namens Heimesbach – angelehnt an ihr Heimatstädtchen, das einst als nationalsozialistisches „Gaumusterdorf“ fungierte. Der Roman spannt einen Bogen über fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte: von der schrittweisen Verdrängung und dem spurlosen Verschwinden jüdischer Nachbarn über die bequeme Amnesie der NS-Profiteure in der Nachkriegszeit bis hin zu den Gegenwartskapiteln, in denen geflüchtete Familien auf die Nachfahren jener Dorfbewohner treffen. Schon die Prämisse des Buches bedient ein akribisch gepflegtes deutsches Bedürfnis: Die Aufarbeitung der eigenen, autochthonen Schuld im ländlichen Kleinbürgertum. Bazyar verwebt in einem detailversessenen Mosaik die Mechanismen des Wegsehens. Da ist die eitle, opportunistische Dorfbewohnerin Lore, da sind die sorgsam geordneten Hinterlassenschaften jüdischer Familien, die im Zuge einer „ordentlichen, ruhigen Übernahme“ den Besitzer wechseln, während niemand fragt, wohin die Menschen deportiert wurden. Wenn dann später Heinz Kahn – der Sohn eines ermordeten jüdischen Tierarztes, der Auschwitz überlebt hat – das Dorf besucht und ein Kamerateam des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ihn begleitet, schließt sich der Kreis einer perfekt kadrierten Betroffenheitsästhetik. ### Die politische Instrumentalisierung der Bühne Das eigentliche Problem dieses Triumphs offenbart sich jedoch weniger im Buchdeckel als auf dem Podest der Preisverleihung. In ihrer Dankesrede nutzte Bazyar die Bühne für eine Generalanklage gegen die „düstere politische Situation“ in Deutschland \[cite:\]. Sie sprach von steigenden antisemitischen und rassistischen Straftaten, beschwor die Geister drohender Deportationen und bemühte Hannah Arendts Diktum, dass das Problem an 1933 nicht die Feinde gewesen seien, sondern das Verhalten der „Freunde“ \[cite:\]. Hier offenbart sich eine fatale intellektuelle Schieflage, die symptomatisch für den zeitgenössischen Literaturbetrieb ist. Wer im Jahr 2026 über Antisemitismus und Bedrohungsszenarien in Deutschland spricht und die Hauptgefahr gebetsmühlenartig im parlamentarischen Rechtsruck oder bei vermeintlich ewig gleichen rechten Strukturen in der Provinz verortet, betreibt aktive Realitätsverweigerung. Die harten Fakten der inneren Sicherheit sprechen eine völlig andere Sprache. Der Judenhass, der jüdische Schulen, Kindergärten und Synagogen in deutschen Großstädten zu Hochsicherheitsfestungen mit permanenter Polizeipräsenz macht, und die massiven Anfeindungen, denen sich Islamkritiker, liberale Freigeister und Ex-Muslime aussetzen müssen, stammen ganz überwiegend aus einer anderen Ecke: Sie sind importiert aus dem orthodox-islamischen und islamistischen Milieu. Indem Bazyar und mit ihr die applaudierende Kulturelite diesen Elefanten im Raum geflissentlich ignorieren, entlasten sie ideologisch genau jene Kräfte, die den heutigen Terror und den offenen Antisemitismus auf den Straßen verantworten. Die Konstruktion eines allgegenwärtigen, heimischen Rechtsextremismus als Haupttreiber fungiert hierbei als bequemes Ablenkungsmanöver. Es dient dazu, die eigenen blinden Flecken in der Integrations- und Migrationspolitik nicht benennen zu müssen und stattdessen im vertrauten, moralisch wohlgefälligen Feindbild zu verharren. Die Kritik richtet sich gegen den Schatten der Vergangenheit, während die akute Gefahr der Gegenwart geschützt wird. ### Wo bleibt die literarische Qualität? Diese politische Schlagseite wirft unausweichlich die Frage nach dem eigentlichen ästhetischen und literarischen Wert des ausgezeichneten Werkes auf. Lässt man den Zeitgeist-Bonus und die thematische Passgenauigkeit beiseite, drängt sich der Verdacht auf, dass „Die Lücken“ vor allem deshalb auf den Schild gehoben wurde, weil es das exakte weltanschauliche Skript bedient, das von Jurys und Kulturinstitutionen honoriert wird. Ein Roman, der sich mit der deutschen NS-Vergangenheit aus der Perspektive einer Autorin mit exiliranischem Hintergrund befasst, erfüllt sämtliche Kriterien des gegenwärtigen Marktwerts für diskursive Relevanz. Doch verleitet die politische Korrektheit des Stoffs allzu oft dazu, literarische Mängel zu übersehen. Kritisch betrachtet verliert sich Bazyars Roman in einem labyrinthischen Figurenreigen, der bisweilen mehr an ein didaktisches Tableau als an einen ausgereiften, formstarken Organismus erinnert. Die Parallelen zwischen der historischen NS-Verdrängung und der Ankunft geflüchteter Familien in der Gegenwart werden mit einer hölzernen Eindeutigkeit konstruiert, die der Komplexität der Realität nicht gerecht wird. Große Literatur zeichnet sich dadurch aus, dass sie Ambivalenzen aushält, statt simple historische Analogien zu bedienen, die das politische Weltbild des Feuilletons bestätigen. Wenn der Deutsche Buchpreis zunehmend als politisches Gütesiegel und als moralische Belohnung für die literarische Bearbeitung des jeweils erwünschten Korrektheitsnarrativs verstanden wird, verliert er seine eigentliche Bestimmung. Wahre literarische Qualität misst sich nicht daran, wie nahtlos sich ein Buch in die staatlich und medial geförderte Diskurskoreographie einfügt, sondern an sprachlicher Dringlichkeit, psychologischer Tiefe und der Freiheit, sich keinen ideologischen Vorgaben zu beugen. Solange der Literaturbetrieb jedoch Autoren auszeichnet, die den realen, importierten Antisemitismus verschweigen, um stattdessen die bequeme Folklore des autochthonen deutschen Kollektivversagens zu bedienen, bleibt die Auszeichnung vor allem eines: ein Zeugnis der Selbstbestätigung einer abgeschotteten intellektuellen Blase. ### Zwischen Toleranz und Tabu: Wenn der orthodoxe Alltag zur Bedrohung wird URL: https://dievossische.de/zwischen-toleranz-und-tabu-wenn-der-orthodoxe-alltag-zur-bedrohung-wird/ Last updated: 2026-10-05T21:14:59.000Z Homophobe Angriffe wie in Bremen häufen sich. Statt gegen Islamophobie zu kämpfen, muss Deutschland den orthodoxen Islam als Alltagsrealität benennen. _This post is for subscribers only._ ### Die Vossische – Buchmesse-Special 2026 URL: https://dievossische.de/die-vossische-buchmesse-special-2026/ Last updated: 2026-10-05T20:32:48.000Z # Frankfurt vor dem Start: Welche Bücher bleiben, wenn der Messelärm verstummt? *Am Mittwoch beginnt die Frankfurter Buchmesse 2026\. Fünf Tage lang werden Bücher zu Ware, Autoren zu Marken und Geschichten zu international gehandelten Rechten. Doch zwischen KI, Konzernverlagen, TikTok-Hypes und Bestsellerlogik stellt sich eine alte Frage neu: Welche Bücher haben tatsächlich etwas zu sagen? Die Vossische begleitet Frankfurt bis zum 15\. Oktober – und schaut bewusst auch dorthin, wo nicht die größten Marketingetats liegen.* Am Mittwoch öffnen sich in Frankfurt die Türen für die größte internationale Bühne der Buchbranche. Vom 7\. bis zum 11\. Oktober trifft sich dort das Verlagsgeschäft: Autoren, Agenten, Übersetzer, Rechtehändler, Buchhändler, Plattformen und Leser. Doch eigentlich beginnt die Frankfurter Buchmesse schon einen Tag vorher. Am Dienstag, dem 6\. Oktober, treten Buchmesse-Direktor Juergen Boos, Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz und die amerikanische Historikerin Jill Lepore zur Eröffnungspressekonferenz zusammen. Am Abend folgt die offizielle Eröffnungsfeier. Und bereits jetzt ist klar: Frankfurt 2026 wird nicht nur darüber sprechen, was Menschen lesen. Die Messe wird darüber sprechen müssen, **wie Bücher künftig entstehen, verkauft, gefunden und möglicherweise sogar geschrieben werden.** ## KI ist längst im Literaturbetrieb angekommen Künstliche Intelligenz gehört ausdrücklich zu den zentralen Themen des diesjährigen Fachprogramms. Diskutiert wird nicht mehr nur die mittlerweile fast schon alte Frage, ob Maschinen Texte produzieren können. Es geht um wissenschaftliches Publizieren, Auffindbarkeit von Büchern in KI-Suchsystemen, Rechte, Geschäftsmodelle und den praktischen Einsatz künstlicher Intelligenz in internationalen Verlagen. Das verändert die Branche grundlegend. Denn Verlage konkurrieren längst nicht mehr allein darum, welches Buch im Schaufenster einer Buchhandlung liegt. Sie konkurrieren um Aufmerksamkeit in Amazon-Suchergebnissen, sozialen Netzwerken, Empfehlungsalgorithmen und zunehmend in Antworten von KI-Systemen. Die entscheidende Frage lautet damit plötzlich: **Wer entscheidet künftig, welches Buch überhaupt noch entdeckt wird?** Der Buchhändler? Der Kritiker? TikTok? Amazon? Oder ein Algorithmus? Frankfurt wird darauf keine endgültige Antwort geben können. Aber die Messe zeigt ziemlich genau, wo inzwischen um Macht gerungen wird. ## Das Buch wird zum internationalen Produkt Mindestens ebenso wichtig ist der internationale Rechtehandel. Eine Geschichte, die heute in Deutschland erscheint, kann morgen als englische Übersetzung, Hörbuch, Streamingstoff oder internationale Lizenz weiterleben. Die Messe widmet sich deshalb intensiv neuen Vertriebswegen und dem direkten Verhältnis zwischen Verlag und Leser. Ein eigenes International Publishing Distribution Forum beschäftigt sich beispielsweise mit neuen Möglichkeiten der direkten Kundenbeziehung. Damit gerät ein Geschäftsmodell unter Druck, das jahrzehntelang vergleichsweise übersichtlich funktionierte: Autor. Verlag. Großhandel. Buchhandlung. Leser. Heute stehen zwischen einem Manuskript und seinem Publikum Plattformen, Onlineshops, soziale Netzwerke, E-Book-Anbieter, Hörbuchdienste, Empfehlungsmaschinen und Influencer. Das schafft neue Chancen. Vor allem für kleinere Verlage. Denn theoretisch kann heute ein unabhängiges Haus aus Deutschland oder Europa Leser in London, Sydney oder New York erreichen, ohne dort jemals eine klassische Vertriebsorganisation aufgebaut zu haben. Praktisch bedeutet es allerdings einen täglichen Kampf um Sichtbarkeit. ## Frankfurt baut sich selbst um Dass sich der Buchmarkt verändert, lässt sich sogar am Messegelände ablesen. Die Frankfurter Buchmesse hat ihr Hallenkonzept für 2026 neu strukturiert. Das Publikumserlebnis soll stärker im Erdgeschoss stattfinden, während sich das internationale Geschäft stärker auf die oberen Hallenebenen konzentriert. Gleichzeitig entstehen neue Themenflächen und zusätzliche Bühnen. Das Buch ist längst nicht mehr nur das Buch. Crime wird zum Erlebnisraum. Hörbücher werden zum eigenen Wachstumsmarkt. Podcasts gehören selbstverständlich zur Verlagswelt. Der Audio-Bereich erstreckt sich in diesem Jahr erstmals über zwei Hallenebenen. Internationale Anbieter wie Audible und Spotify treffen dort auf Verlage, Produzenten und Dienstleister. Das gedruckte Buch stirbt deshalb nicht. Aber es bekommt Geschwister. Und Konkurrenten. ## 75 Autoren aus Tschechien Der kulturelle Mittelpunkt dieser Buchmesse kommt 2026 aus Tschechien. Das Land ist Ehrengast und reist mit 75 Autorinnen und Autoren nach Frankfurt. Mehr als 100 literarische und kulturelle Veranstaltungen begleiten den Auftritt. Das Motto lautet: **„Tschechien – ein Land an der Küste.“** Natürlich besitzt Tschechien keine Meeresküste. Gerade deshalb funktioniert der Satz. Er verweist auf Literatur als Raum, in dem Geografie, Geschichte und Wirklichkeit neu vermessen werden können. Und möglicherweise ist das der interessantere Gegenpol zu all den Diskussionen über Algorithmen und Vertrieb. Denn am Ende gibt es einen Grund, weshalb Menschen seit Jahrhunderten Bücher lesen: Sie wollen für einige Stunden woanders sein. Oder ihre eigene Welt mit anderen Augen sehen. ## Die großen Namen bekommen ohnehin Aufmerksamkeit Frankfurt funktioniert jedoch auch nach einem ziemlich einfachen Gesetz: Wer bereits groß ist, wird noch sichtbarer. Große Verlage bringen bekannte Autoren. Große Medien berichten über bekannte Autoren. Große Buchhandlungen präsentieren bekannte Autoren. Das ist nicht verwerflich. Aber es führt dazu, dass ein erheblicher Teil dessen, was im selben Jahr erscheint, im öffentlichen Gespräch kaum vorkommt. Deshalb wird Die Vossische während ihres Buchmesse-Specials bis zum 15\. Oktober bewusst auch auf kleinere Programme und unabhängige Verlage schauen. Einer unserer Schwerpunkte wird dabei **Erich Reiss Publishing** sein. Nicht deshalb, weil Frankfurt eine Werbeveranstaltung für einzelne Verlage sein sollte. Sondern weil sich an einem kleineren Programm besonders gut beobachten lässt, wie breit der Buchmarkt jenseits der Konzernprogramme inzwischen geworden ist. Fünf aktuelle Titel stehen dabei exemplarisch für sehr unterschiedliche Bereiche. ## Salz und Stahl Mit **„Salz und Stahl“ von Dirk Kirschberger** beginnt unsere Reise durch das Programm. Ein Buch, das für einen Bereich steht, der im schnellen digitalen Literaturbetrieb manchmal beinahe anachronistisch wirkt: Geschichten, die von Atmosphäre, historischen Zusammenhängen und einer sorgfältig aufgebauten Welt leben. Gerade solche Bücher müssen heute gegen eine Aufmerksamkeitsökonomie antreten, die innerhalb weniger Sekunden entscheidet, ob weitergewischt oder weitergelesen wird. Das macht sie möglicherweise gerade wieder interessant. ## Königreiche aus Staub Mit **„Königreiche aus Staub“ von Adrian Kerr** geht es in eine andere Welt. Historische Stoffe erleben seit Jahren eine bemerkenswerte Renaissance. Leser suchen nicht nur Eskapismus, sondern Welten mit eigenen Regeln, Konflikten und moralischen Entscheidungen. Kerr steht zugleich für etwas, das für kleinere Verlage zunehmend wichtig wird: Autorenmarken und Serien, die über einzelne Bücher hinaus funktionieren können. Ein Roman wird dann nicht mehr isoliert verkauft. Er wird zum Eingang in eine Welt. ## 72 Geschlechter Völlig anders gelagert ist **„72 Geschlechter“ von Michael und Dirk Kirschberger**. Bereits der Titel führt mitten hinein in eine der erbittertsten gesellschaftlichen Debatten unserer Zeit. Identität, Sprache, Geschlecht, Wissenschaft und Politik begegnen sich dabei längst nicht mehr ausschließlich in akademischen Seminaren. Sie werden zu Kulturkämpfen. Solche Bücher polarisieren. Doch genau darin liegt ihre publizistische Funktion. Eine Buchmesse sollte nicht nur Literatur feiern, über die sich alle einigen können. Sie sollte auch Raum für Bücher bieten, über die gestritten wird. ## Vor dem Urteil bestraft Noch unmittelbarer politisch und juristisch wird es mit Jonathan Falks **„Vor dem Urteil bestraft – Wirecard, Belastungszeugen und die grenzenlose Untersuchungshaft“**. Der Titel stellt eine Frage, die weit über einen einzelnen Strafprozess hinausreicht: Was geschieht, wenn Untersuchungshaft nicht mehr nur der Sicherung eines Verfahrens dient, sondern faktisch selbst zur jahrelangen Strafe wird – bevor überhaupt ein rechtskräftiges Urteil gefallen ist? Wirecard ist damit nicht nur Wirtschaftskriminalität. Der Fall wird zum Prüfstein für Strafprozess, staatliche Macht und die Rechte von Beschuldigten. Ob man Falks Schlussfolgerungen teilt oder ihnen widerspricht, ist gerade nicht der entscheidende Punkt. Ein relevantes Sachbuch muss Widerspruch aushalten. Idealerweise erzeugt es ihn sogar. ## Sechs Wochen Gegenwind Und schließlich **„Sechs Wochen Gegenwind“ von Paul Fisher**. Coming-of-Age gehört zu den ältesten literarischen Stoffen überhaupt, auch wenn niemand ihn früher so genannt hätte. Junge Menschen verlieben sich, treffen falsche Entscheidungen, kämpfen mit ihren Familien und versuchen herauszufinden, wer sie sein wollen. Das klingt banal. Es ist es nicht. Denn jede Generation erlebt diese Fragen neu. Gerade jüngere Leser entdecken Bücher heute häufig nicht mehr über Literaturkritiker oder Feuilletons, sondern über TikTok, Instagram, Empfehlungen anderer Leser und kurze Videos. Damit verändert sich möglicherweise weniger die Literatur als der Weg zu ihr. ## Die eigentliche Frage dieser Buchmesse Bis zum 15\. Oktober werden wir deshalb nicht nur berichten, wer in Frankfurt auf welcher Bühne sitzt. Wir werden uns ansehen, welche Themen die Branche wirklich bewegen. Wie verändert KI das Schreiben und Verlegen? Welche Macht besitzen Amazon und andere Plattformen? Warum wächst Audio? Was geschieht mit unabhängigen Verlagen? Welche Bücher werden international verkauft? Welche verschwinden nach wenigen Wochen? Und warum schaffen es manche Geschichten trotzdem, ein Publikum zu finden? Frankfurt wird fünf Tage lang laut sein. Es wird Premieren geben, Empfänge, Interviews, Preisverleihungen, Geschäftstermine und tausende neue Bücher. Doch die entscheidende Prüfung beginnt erst danach. Wenn die Stände abgebaut sind. Wenn die Autoren wieder zu Hause sind. Wenn die Presse weitergezogen ist. Dann liegt irgendwo ein Buch auf einem Nachttisch. Jemand schlägt die erste Seite auf. Und entscheidet nach wenigen Absätzen, ob es weitergeht. Alle Technik, alle Marketingstrategien und alle Algorithmen führen am Ende zu genau diesem Moment. **Ein Leser. Ein Buch. Eine Entscheidung.** Und möglicherweise ist das die einzige Währung des Literaturbetriebs, die sich seit Jahrhunderten nicht verändert hat. --- ### Die Vossische – Buchmesse-Special 2026 Die Vossische begleitet die Frankfurter Buchmesse vom **5\. bis 15\. Oktober 2026** mit Berichten, Analysen, Kommentaren und Buchvorstellungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf unabhängigen Verlagen und dem Programm von **Erich Reiss Publishing**. **Morgen:** Was die Branche kurz vor der Eröffnung über ihre eigene Zukunft sagt – und warum künstliche Intelligenz zum Machtkampf des Verlagswesens wird. ### Das Elend der Dauer-Solistin URL: https://dievossische.de/das-elend-der-dauer-solistin/ Last updated: 2026-10-05T17:30:02.000Z ## Warum Katja Kullmanns intellektuelle Soli im Leeren verpuffen Wer Katja Kullmanns publizistisches Schaffen über die letzten zwei Jahrzehnte verfolgt hat, blickt auf eine erstaunliche Volte der Selbstbespiegelung. Da ist eine Autorin, die einst mit *Echtleben* messerscharf und analytisch die Prekarität der modernen Kreativwirtschaft und ihre eigene Zeit in Hartz IV sezierte – ein Buch, das echten Biss hatte. Doch je länger der Aufenthalt in den Redaktionsstuben von *taz* und Co. dauerte, desto mehr schrumpfte der Horizont. Vom harten sozialen Pflaster ging es direkt in den Wellness-Bereich der urbanen Identitätskultur. In *Die Singuläre Frau* (2022) erreicht diese Nabelschau ihren programmatischen Höhepunkt. Das Buch wird im Feuilleton als „heiteres Manifest“ gefeiert, entpuppt sich bei genauerer Lektüre jedoch als dröges Kompendium bürgerlicher Selbstmitleids-Verklärung. ### Die Nobilitierung des privaten Scheiterns Das Grundproblem von Kullmanns literarischem Ansatz ist eine fundamentale Begriffsverwirrung. Wer das schlichte Faktum, im sechsten Lebensjahrzehnt allein und ohne Familie zu leben, mit dem semantischen Überbau der „Singulären Frau“ versieht, betreibt Etikettenschwindel. Es klingt nach soziologischer Avantgarde, meint im Kern aber oft nichts anderes als die chronische Unfähigkeit zu biografischen Kompromissen. Statt dieses Phänomen nüchtern, selbstironisch oder gar universal zu betrachten, biegt sich Kullmann ihre Biografie so zurecht, dass am Ende das eigene, unverbindliche Dauer-Solo als revolutionäre Pioniertat dasteht. Es ist der klassische Taschenspielertrick des post-materiellen Bürgertums: Man macht aus der Not der eigenen Beziehungsunfähigkeit eine Tugend und verkauft das Ausharren in der Berliner Altbauwohnung als avantgardistischen Widerstand gegen das Patriarchat. ### Vom Sachbuch zur Eremitinnen-Prosa Dass Kullmann schreiben kann, steht außer Frage – sie gießt ihre Beobachtungen in einen eleganten, leichtfüßigen Tonfall. Doch literarisch verpufft dieser Ton, weil er ins Leere zielt. Wo ein Werk wie *Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad* (2004) noch den Versuch unternahm, echte gesellschaftliche Reibungspunkte – etwa zwischen Dienstleistungsproletariat und Bildungselite – literarisch auszuloten, verliert sich *Die Singuläre Frau* in einer hermetischen Blase. Es ist Literatur für jene, die sich selbst am wichtigsten sind: eine Mischung aus Anekdoten-Plastik, popkulturellen Verweisen auf Carrie Bradshaw und dem wohlwollenden Blick in den eigenen Spiegel. Selbst ihr Romandebüt *Stars* (2025), das sich humorvoll mit Astrologie und Selbstinszenierung auseinandersetzt, leidet an demselben Syndrom: Es ist eine intellektuelle Spielwiese für Figuren, die vor lauter postmodernem Ironie-Panzer gar nicht mehr merken, wie irrelevant ihre mikro-soziologischen Ego-Trips für den Rest der Welt geworden sind. ### Fazit Katja Kullmann beherrscht das Handwerk des Essays, doch sie verliert sich zunehmend in der Verklärung des eigenen Milieus. *Die Singuläre Frau* ist kein Manifest der Freiheit, sondern das symptomale Dokument einer Autorin, die sich im Elfenbeinturm der urbanen Boheme eingerichtet hat. Wer wissen will, wie sich literarische Selbstüberschätzung liest, wenn sie mit dem feinen Pinsel des Feuilletons aufgetragen wird, greife zu Kullmann. Alle anderen lesen lieber Bücher, die sich für mehr als nur das eigene Ego interessieren. --- `Rezension`, `Literatur`, `Katja Kullmann`, `Kritik`, `Gesellschaft`, `Sachbuch` ### „Für Polizei kein Platz“ URL: https://dievossische.de/fur-polizei-kein-platz/ Last updated: 2026-10-05T16:30:11.000Z Die Berliner Linksjugend nennt die Polizei einen „kriminellen Clan“. Doch dahinter steckt mehr als ein Social-Media-Ausfall: Offizielle Beschlüsse fordern Defunding, stellen Polizei und Sicherheitsbehörden grundsätzlich infrage _This post is for subscribers only._ ### Sind wir längst im Krieg – und haben es nur noch nicht begriffen? URL: https://dievossische.de/sind-wir-langst-im-krieg-und-haben-es-nur-noch-nicht-begriffen/ Last updated: 2026-10-05T16:37:27.000Z Der BND-Chef spricht von „Schattenkrieg“ mit Russland. Sprengstoff-Drohnen, Cyberangriffe, Sabotage und Spionage zeigen, wie unscharf die Grenze zwischen Frieden und Krieg geworden ist. Sind Deutschland, Österreich und die Schweiz längst Teil eines Konflikts, den kaum jemand sieht? _This post is for subscribers only._ ### Die Nebelkerzen im Block-Prozess URL: https://dievossische.de/die-nebelkerzen-im-block-prozess/ Last updated: 2026-10-05T13:16:21.000Z ## Wie aus einem Prozess über die Entführung zweier Kinder plötzlich ein Prozess über den Vater, seine Frau und ihre Medienkontakte wird Der Block-Prozess nähert sich dem 80\. Verhandlungstag. Und je länger er dauert, desto größer wird die Zahl der Geschichten, Nebenhandlungen, Verdächtigungen und persönlichen Auseinandersetzungen, die sich um ihn legen. Man kann darüber irgendwann vergessen, worum es in diesem Strafprozess eigentlich geht. Nicht darum, ob Stephan Hensel ein sympathischer Mann ist. Nicht darum, ob seine Frau Astrid Have einen besonders diplomatischen Satz gesagt hat. Nicht darum, ob Hensel mit Journalisten gesprochen hat. Nicht darum, ob ein Podcast Geld verdient. Und auch nicht darum, welche Seite im jahrelangen Sorgerechtskrieg moralisch angenehmer erscheint. Gegenstand dieses Strafprozesses ist die gewaltsame Entführung zweier Kinder aus Dänemark. Christina Block wird vorgeworfen, eine israelische Sicherheitsfirma mit dieser Entführung beauftragt zu haben. Sie bestreitet das. Mit ihr stehen weitere Angeklagte vor Gericht. Einer der unmittelbar beteiligten Israelis hat seine Tatbeteiligung eingeräumt. Für sämtliche Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Aber genau deshalb sollte man präzise bleiben. Und Präzision bedeutet auch, Nebelkerzen als solche zu benennen. ## Die Tat ist keine Theorie Die Entführung selbst ist kein PR-Narrativ. Die beiden damals zehn und 13 Jahre alten Kinder wurden in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark weggebracht. Stephan Hensel wurde bei dem Zugriff angegriffen. Er nimmt deshalb als Nebenkläger am Strafverfahren teil. Auch die beiden Kinder sind als Entführungsopfer Nebenkläger. Über die strafrechtliche Verantwortung der einzelnen Angeklagten muss das Gericht entscheiden. Aber die Richtung des Verfahrens ist damit klar. Es geht darum, wer diese Tat organisierte, beauftragte, unterstützte oder von ihr wusste. Und genau von diesen Fragen wird bemerkenswert häufig abgelenkt. ## 250.000 Euro – aber plötzlich soll Hensels Geld das Thema sein Im Prozess wurden erhebliche Geldsummen im Zusammenhang mit der israelischen Sicherheitsfirma Cyber Cupula thematisiert. Es geht um einen sechsstelligen Auftrag. Es geht nach Aussagen aus dem Verfahren um Bargeld. Es geht um Observationen. Es geht um Personen aus einem professionellen israelischen Sicherheitsmilieu. Es geht um eine Signal-Gruppe mit dem geradezu programmatischen Namen „Bring Kids Home“. Das sind Geld- und Organisationsfragen, die unmittelbar an den Tatkomplex heranführen. Und dann geschieht etwas Bemerkenswertes. Am 79\. Verhandlungstag will Verteidiger Marko Voß Stephan Hensel erneut in den Zeugenstand holen. Er will wissen, so wird aus dem Gericht berichtet, **„inwiefern dieser mit der medialen Ausschlachtung des Familiendramas und dem Leid seiner Kinder Geld verdient habe“**. Plötzlich geht es also um Hensels Geld. Nicht um das Geld für Sicherheitsfirmen. Nicht um die Finanzierung von Observationen. Nicht um die finanziellen Verbindungen innerhalb des Tatkomplexes. Sondern darum, ob ausgerechnet der bei der Entführung angegriffene Vater später finanziell vom Medieninteresse profitiert haben könnte. Das ist eine Verteidigungslinie. Noch kein Beweis. Noch keine gerichtliche Feststellung. Und schon gar kein neuer Tatvorwurf gegen Hensel. ## Und das Hamburger Abendblatt macht daraus: „Wer verdient am Prozess?“ Dann erscheint im *Hamburger Abendblatt* eine bemerkenswerte Überschrift: **„Christina Block, Stephan Hensel und die Kinder: Empörung in der Justiz“** Darunter die Frage: **„Wer verdient am Prozess gegen Christina Block?“** So ist der Artikel tatsächlich angekündigt worden. Wer nur diese Präsentation sieht, kann leicht einen ganz anderen Eindruck gewinnen: Als sei nun aus der Justiz selbst heraus die Frage aufgeworfen worden, ob Stephan Hensel mit dem Prozess oder dem Leid seiner Kinder Geld verdiene. Die Entstehungsgeschichte ist jedoch erheblich konkreter. Es war die Verteidigung, die Hensel hierzu erneut vernehmen lassen wollte. Erst nachdem Hensel von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte, erklärte die Vorsitzende am 80\. Verhandlungstag, Astrid Have zu dieser Thematik erneut hören zu wollen. Damit ist sie inzwischen Teil der Beweisaufnahme geworden. Das darf berichtet werden. Aber die Reihenfolge darf nicht verschwinden. Denn sonst verwandelt sich eine von der Verteidigung aufgeworfene Behauptungs- und Fragerichtung beinahe unmerklich in etwas, das wie ein eigenständiger Verdacht „der Justiz“ aussieht. ## Die Nebelkerze funktioniert Das Entscheidende daran ist nicht einmal, ob Hensel irgendwann für irgendeine mediale Zusammenarbeit Geld erhalten hat. Die interessantere Frage lautet: Warum erhält diese Frage plötzlich ein solches Gewicht? Eine Antwort darauf würde weder erklären, wer Cyber Cupula engagierte, noch wer die Entführung plante, noch wer von ihr wusste. Sie erklärt nicht „Bring Kids Home“. Sie erklärt keine Observation. Sie erklärt keinen Geldfluss vor der Tat. Sie erklärt nicht, warum professionelle Sicherheitsleute in Dänemark auftauchten. Sie verschiebt lediglich den Fokus. Und genau das macht eine erfolgreiche Nebelkerze aus. Man widerlegt den eigentlichen Vorwurf nicht. Man eröffnet einen anderen Streit. ## Jetzt ist Astrid Have dran Dasselbe geschieht mit Astrid Have. Einzelne Aussagen der Frau Hensels werden immer wieder daraufhin untersucht, ob sie eine gezielte Entfremdung der Kinder belegen könnten. Besonders geeignet sind dafür natürlich Sätze, die emotional, kompromisslos oder hart klingen. Etwa sinngemäße Äußerungen wie: Die Kinder würden nicht zurückgegeben. Doch solche Sätze existieren nicht in einem Vakuum. Have lebte mit dem Mann zusammen, der bei der Entführung seiner Kinder angegriffen wurde. Sie erlebte die Folgen für die Familie. Die Kinder werden in diesem Verfahren selbst als Entführungsopfer geführt. Das Gericht hat sogar Teile des Verfahrens zum Schutz der Kinder vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Dass eine enge Bezugsperson unter solchen Umständen beschützend, emotional oder kompromisslos reagiert, ist zunächst einmal genau das: eine menschliche Reaktion. Wer daraus systematische Manipulation oder Entfremdung ableiten will, braucht dafür Beweise. Nicht bloß einen zugespitzten Satz. ## Der Vater wird vom Opfer zum Gegenstand der Verteidigungsstrategie Das Muster wiederholt sich. Hensel soll die Kinder beeinflusst haben. Hensel soll sie der Mutter entfremdet haben. Hensel soll Journalisten Zugang ermöglicht haben. Hensel soll möglicherweise aus dem Fall Geld ziehen. Astrid Have soll ebenfalls Einfluss genommen haben. Ihre Äußerungen werden seziert. Ihre Motive werden hinterfragt. Und irgendwann reden alle über Hensel und Have. Das ist bemerkenswert. Denn Hensel sitzt in diesem Verfahren nicht auf der Anklagebank. Er ist Nebenkläger, weil er bei der Entführung angegriffen wurde. Dass gegen ihn wegen der Vorgänge aus dem Jahr 2021 ein **anderes** Verfahren wegen des Nichtzurückbringens der Kinder existiert, ändert daran nichts: Nach Angaben der Justiz ist bislang noch nicht einmal entschieden, ob dieses gesonderte Verfahren eröffnet wird. Die Verfahren darf man nicht vermengen. Genau das droht aber im öffentlichen Diskurs ständig zu geschehen. ## Dabei gab es schon lange vor der Entführung Observationen Besonders merkwürdig wirkt die Konzentration auf Hensels Verhalten vor dem Hintergrund dessen, was bereits über die Gegenseite im Gerichtssaal bekannt wurde. Schon 2021 wurde ein privater Sicherheitsdienst eingesetzt, um Hensel und die Kinder zu beobachten. Ein Sicherheitsberater sagte vor Gericht aus, Eugen Block habe ihn beauftragt, etwas Negatives über Hensel herauszufinden, das man im Sorgerechtsstreit verwenden könne. Der Auftrag habe darin bestanden, herauszufinden, was die Kinder machten. Das ist ein dokumentierter Vorgang. Bereits Jahre vor der Silvesternacht wurde also professionell Material über den Vater gesammelt. Später taucht Cyber Cupula auf. Später „Bring Kids Home“. Später eine Entführung. Diese Chronologie ist für den Gegenstand des Strafprozesses erheblich interessanter als die Frage, ob ein Podcast honoriert wurde. ## Die PR-Bühne außerhalb des Gerichtssaals Hinzu kommt die professionelle Öffentlichkeitsarbeit. Christina Block lässt sich von Béla Anda kommunikativ begleiten. Der frühere Regierungssprecher bezeichnet diese Arbeit selbst als Litigation-PR. Auch das ist legitim. Eine Angeklagte darf ihre Sicht der Dinge öffentlich vertreten und professionell kommunizieren lassen. Aber Litigation-PR existiert gerade deshalb, weil Strafverfahren nicht nur im Gerichtssaal wahrgenommen werden. Es geht um Narrative. Um Bilder. Um Glaubwürdigkeit. Um öffentliche Deutung. Deshalb müssen Journalisten besonders aufmerksam sein, wenn plötzlich dieselben Themen an verschiedenen Stellen dominant werden. Nicht weil jedes kritische Argument gegen Hensel automatisch PR wäre. Sondern weil Medien nicht unbemerkt zu Transporteuren einer Prozessstrategie werden sollten. ## Und dann wird im Gerichtssaal geklatscht Es gibt noch eine Szene, die viel über die Atmosphäre dieses Verfahrens erzählt. Als Christina Block ihre mehrstündige Einlassung zu Ende gebracht hatte, applaudierten Unterstützer im Zuschauerraum. Einige standen sogar auf. Die Vorsitzende Richterin musste zur Ruhe rufen. Man muss sich diese Szene einen Moment vor Augen führen. Das ist kein Theater. Keine Wahlkampfveranstaltung. Keine Buchpremiere. Verhandelt wird die gewaltsame Entführung zweier Kinder. Und im Publikum sitzen Menschen, die nach der Erklärung einer Angeklagten applaudieren und teilweise aufstehen. Was denken diese Menschen? Sehen sie Christina Block bereits als zweifelsfrei unschuldiges Opfer? Haben sie sich längst entschieden, welche Zeugenaussagen sie glauben und welche nicht? Interessiert sie noch, was die Kinder erlebt haben? Oder erleben sie den Strafprozess bereits als eine Art Mannschaftswettbewerb, bei dem die eigene Seite unterstützt werden muss? Diese Fragen darf man stellen. ## Wer sind die Unterstützer? Auch die Zusammensetzung dieses Unterstützerkreises wäre journalistisch durchaus interessant. Wer besucht einen solchen Mammutprozess immer wieder? Welche persönlichen oder geschäftlichen Beziehungen bestehen zu den Angeklagten? Gibt es organisierte Kommunikation mit Unterstützern? Gibt es Überschneidungen mit dem professionellen Kommunikationsumfeld? Darüber liegen bislang keine ausreichenden öffentlich belastbaren Erkenntnisse vor. Gerade deshalb wäre es unseriös, ohne Beweis zu behaupten, Zuschauer würden für Applaus bezahlt oder von einer PR-Agentur finanziert. Dafür gibt es derzeit keinen Beleg. Aber das beobachtbare Phänomen ist auch ohne eine solche Spekulation bemerkenswert genug: Ein Strafprozess um die gewaltsame Entführung zweier Kinder bekommt im Zuschauerraum stellenweise die Atmosphäre einer Unterstützerveranstaltung. Das wirft eine andere, viel besser belegbare Frage auf: Wie weit ist der öffentliche Kampf um die Deutung dieses Verfahrens inzwischen vorgedrungen? ## Auch Journalisten müssen sich fragen, welche Geschichte sie erzählen Dass Verteidiger versuchen, Zweifel zu erzeugen, gehört zu ihrer Aufgabe. Dass PR-Berater die Perspektive ihrer Mandantin öffentlich vermitteln, gehört zu ihrem Auftrag. Die entscheidende journalistische Verantwortung liegt deshalb bei den Medien. Sie müssen unterscheiden: Wer hat eine Behauptung aufgestellt? Warum? Welche Bedeutung hat sie für die Anklage? Ist sie belegt? Und rechtfertigt ihre tatsächliche Bedeutung die Schlagzeile, die daraus gemacht wird? Die Frage „Wer verdient am Prozess?“ ist dafür ein gutes Beispiel. Sie klingt groß. Sie erzeugt Verdacht. Sie produziert Aufmerksamkeit. Aber sie verdeckt beinahe vollständig, wer die Frage ursprünglich aufgeworfen hat und welchen Stellenwert sie im eigentlichen Tatkomplex besitzt. Journalismus darf Verteidigungsstrategien berichten. Er sollte sie nur nicht unbemerkt übernehmen. ## Zurück zum Gegenstand des Verfahrens Nach fast 80 Verhandlungstagen lohnt deshalb eine ausgesprochen einfache Übung. Alles beiseiteschieben, was nicht den Kern betrifft. Dann bleiben Fragen übrig wie diese: Wer engagierte welche Sicherheitsleute? Welche Aufträge wurden erteilt? Wofür flossen die sechsstelligen Beträge? Warum wurden Hensel und die Kinder observiert? Welche Funktion hatte „Bring Kids Home“? Was wussten die einzelnen Angeklagten? Wer kannte Zeitpunkt und Art der geplanten Aktion? Wer bereitete sie vor? Wer führte sie durch? Und lässt sich Christina Block die ihr vorgeworfene Auftraggeberschaft zweifelsfrei nachweisen? Das ist der Prozess. Ob Stephan Hensel einem Journalisten ein Interview gab, ob Astrid Have einen harten Satz sagte oder ob Zuschauer nach einer Einlassung applaudieren, kann interessante Einblicke in das Umfeld dieses Falls geben. Aber daraus darf kein Ersatzprozess entstehen. Denn zwei Kinder wurden tatsächlich entführt. Ihr Vater wurde tatsächlich angegriffen. Und ein Gericht muss klären, wer dafür strafrechtlich verantwortlich ist. Je dichter der Nebel um diesen Prozess wird, desto wichtiger ist es, genau diese einfache Realität nicht aus den Augen zu verlieren. ### Stammestest #7: Jessica Gerke URL: https://dievossische.de/stammestest-7-jessica-gerke/ Last updated: 2026-10-05T06:15:31.000Z M.A. in Bildungswissenschaft, Arbeit an der FU, drei Jahre Stiftung Bildung und danach Bertelsmann Stiftung: Jessica Gerke kommt nicht aus dem Parteiapparat. Doch klassische Privatwirtschaft, Selbstständigkeit oder eigenes Unternehmerrisiko sind in ihrer Biografie nicht belegt. _This post is for subscribers only._ ### KÖKTÜRK, ROTE HILFE, LINKSJUGEND URL: https://dievossische.de/kokturk-rote-hilfe-linksjugend/ Last updated: 2026-10-05T05:30:04.000Z ## Wie viele Warnzeichen braucht es noch, bevor die Linke zum Fall für eine Verbotsprüfung wird? **Investigative Analyse / Kommentar** > **„Fickt den genozidalen Apartheidsstaat Israel.“ – „Fickt die Mainstream-Medien.“ – „Fickt jeden, der anderer Meinung ist als wir.“** > > Eine Bundestagsabgeordnete der Linken sagt solche Sätze öffentlich – und bleibt Funktionsträgerin ihrer Fraktion. Gleichzeitig treten Linken-Abgeordnete der Roten Hilfe bei, während Funktionäre der Linksjugend mit Stalin, Mao und antisemitischen Parolen auffallen. Die entscheidende Frage lautet deshalb längst nicht mehr nur: Was stimmt mit Cansın Köktürk nicht? Sondern: **Wann wird aus einzelnen radikalen Fällen ein strukturelles Problem einer Partei?** Der Fall Cansın Köktürk wäre schon für sich bemerkenswert. 33 Jahre alt. Bundestagsabgeordnete. Obfrau der Linken im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Und inzwischen bekannt für einen politischen Stil, bei dem die Grenze zwischen Aktivismus und parlamentarischer Repräsentation zunehmend verschwimmt. Der Bundestag führt sie weiterhin als Abgeordnete der Linksfraktion und als ordentliches Mitglied sowie Obfrau im Ausschuss für Arbeit und Soziales. [Deutscher Bundestag](https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/K/koektuerk%5Fcansin-1045504?utm%5Fsource=chatgpt.com) Doch Köktürk ist inzwischen nur noch ein Teil eines größeren Bildes. ## „Fickt jeden, der anderer Meinung ist“ Am Wochenende veröffentlichte Köktürk ein Instagram-Video, über das BILD berichtet. Darin beschimpft sie Israel als „genozidalen Apartheidsstaat“, attackiert Donald Trump und Benjamin Netanjahu, die „Mainstream-Medien“ – und schließlich sogar Menschen, die ihr politisch widersprechen. Der bemerkenswerteste Satz lautet: > „Fickt … jeden, der anderer Meinung ist als wir.“ BILD dokumentiert darüber hinaus ihre Aussage, „Free Palestine“ müsse bis „zum letzten Atemzug“ gelten. [BILD](https://www.bild.de/politik/inland/cansin-koektuerk-neue-schimpftirade-mitten-in-berliner-sondierungen-6ac1efeda76a7c635f9b8f45?utm%5Fsource=chatgpt.com) Man kann über Israel, Gaza oder Netanjahus Politik erbittert streiten. Man kann Israel schwer kritisieren. Man kann gegen jede Regierung demonstrieren. Aber der Satz über **„jeden, der anderer Meinung ist“** berührt einen anderen Punkt. Demokratie beginnt dort, wo der politische Gegner ein Gegner bleiben darf – und nicht zum moralisch entrechteten Feind wird. ## Es war nicht ihr erster parlamentarischer Eklat Bereits am 11\. September hatte Köktürk im Bundestag mehrere Ordnungsrufe kassiert. Der Bundestag verhängte schließlich ein Ordnungsgeld von **2.000 Euro** gegen sie. Sie war die erste Abgeordnete, bei der die neue verschärfte Regelung angewendet wurde. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ordnungsgeld-koektuerk-bundestag-100.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das allein beweist selbstverständlich keine Verfassungsfeindlichkeit. Aber es zeigt ein Muster: Provokation. Eskalation. Sanktion. Anschließend politische Mobilisierung. Köktürk reagierte nicht mit erkennbarem Rückzug aus diesem Stil. Wenige Wochen später folgte die nächste Eskalation. ## Köktürks Weg: Sozialarbeit, Aktivismus, Parlament Köktürk studierte Soziale Arbeit an der Universität Duisburg-Essen. Vor ihrem Bundestagsmandat arbeitete sie bei **VIFA-Erziehungshilfen e.V. in Bochum** als Sozialarbeiterin. Als Mitgliedschaften gibt der Bundestag unter anderem Sea-Watch und die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum an. [Deutscher Bundestag](https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/K/koektuerk%5Fcansin-1045504?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist echte Berufserfahrung. Aber es ist keine klassische privatwirtschaftliche Laufbahn. Ihr beruflicher Weg spielte sich im sozialstaatlichen, jugendhilfepolitischen und migrationspolitischen Umfeld ab. Köktürk selbst bezeichnet sich öffentlich als **„Sozialarbeiterin, Autorin & Aktivistin“**. [Linktree](https://linktr.ee/cansinkoektuerk?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das Wort Aktivistin ist dabei entscheidend. Sie versteht Politik erkennbar nicht nur als parlamentarische Interessenvermittlung, sondern als gesellschaftlichen Kampf. ## Köktürk ist nicht das einzige Problem Und genau hier beginnt die Frage, die für die Linke unangenehmer ist als jede einzelne Köktürk-Tirade. **Was geschieht gleichzeitig an anderen Stellen der Partei und ihres Umfelds?** Die Bundesregierung bezeichnet die **Rote Hilfe e.V.** als „die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus“. Nach Angaben der Bundesregierung unterstützt die Organisation linksextremistische Straftäter juristisch und finanziell, stärkt den Zusammenhalt der Szene und bietet einen Legitimationsrahmen auch für politische Straf- und Gewalttaten. [Deutscher Bundestag](https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1173286?utm%5Fsource=chatgpt.com) Und trotzdem befinden sich Mitglieder der Roten Hilfe innerhalb der Linken nicht irgendwo am Rand. Sie sitzen im Bundestag. Der aktuelle Streit um Elif Eralps frühere Mitgliedschaft hat zusätzlich gezeigt, wie nah solche Strukturen an parlamentarischer Spitzenpolitik liegen. Das allein macht die Gesamtpartei noch nicht verfassungswidrig. Aber es macht die Frage nach **Zurechnung und politischer Duldung** legitim. ## Dann ist da noch die Linksjugend Auch hier geht es inzwischen nicht mehr nur um polemische Behauptungen politischer Gegner. Der Bayerische Rundfunk wertete im Juni interne Chats und Foren der **Linksjugend** aus. Das Ergebnis: Funktionäre und Vorstandsmitglieder verherrlichten Stalin und Mao. Auch die DDR wurde teilweise zum Vorbild stilisiert. Darüber hinaus dokumentierte die Recherche antisemitische Parolen in internen Kommunikationsräumen. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/linksjugend-106.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das sind schwerwiegende Befunde. Auch hier gilt: Nicht jeder Jugendliche im Verband vertritt solche Positionen. Nicht jede Äußerung eines Funktionärs lässt sich automatisch der Gesamtpartei zurechnen. Aber genau deshalb lautet die entscheidende Frage: **Wie reagiert die Partei?** Wer wird ausgeschlossen? Wer verliert Funktionen? Welche Gliederungen werden sanktioniert? Welche Positionen werden tatsächlich organisatorisch bekämpft? Oder bleibt es bei Distanzierungssätzen? ## Der AfD-Maßstab muss für alle gelten Hier wird der Vergleich mit der AfD relevant. Nicht deshalb, weil Linke und AfD politisch identisch wären. Sie sind es nicht. Sondern weil für die demokratische Bewertung **derselbe juristische Maßstab gelten muss**. Beim Umgang mit der AfD wird seit Jahren nicht nur auf das Parteiprogramm geschaut. Untersucht werden auch: Funktionäre. Jugendorganisationen. Landesverbände. Netzwerke. wiederholte Äußerungen. und vor allem die Frage, ob die Parteiführung extreme Positionen duldet, unterstützt oder organisatorisch integriert. Dieser Maßstab darf nicht von der politischen Himmelsrichtung abhängen. **Wehrhafte Demokratie kennt kein Links und Rechts.** Sie kennt nur verfassungsrechtliche Kriterien. ## Aber reicht all das bereits für ein Parteiverbot? Hier endet die politische Empörung und beginnt das Verfassungsrecht. Und dessen Hürden sind bewusst extrem hoch. Das Bundesverfassungsgericht hat 2017 klargestellt: Ein Parteiverbot ist **kein Gesinnungs- oder Weltanschauungsverbot**. Es reicht nicht, dass einzelne Mitglieder extreme Meinungen vertreten. Es reicht nicht einmal, dass eine Partei verfassungsfeindliche Ziele erkennen lässt. Eine Partei muss vielmehr **aktiv und planvoll** darauf hinarbeiten, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen. Zudem müssen konkrete Anhaltspunkte von Gewicht dafür bestehen, dass dieses Handeln zumindest eine gewisse Erfolgsmöglichkeit besitzt. [Federal Constitutional Court](https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/bvg17-004.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das Gericht formuliert noch etwas Entscheidendes: Verfassungswidrige Einzelaktionen rechtfertigen grundsätzlich zunächst polizei- oder strafrechtliche Reaktionen. Für ein Parteiverbot muss sich das Verhalten aus einer Haltung ergeben, die **der Partei insgesamt zugerechnet werden kann**. [Federal Constitutional Court](https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2017/01/bs20170117%5F2bvb000113.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Genau dort liegt der investigative Ansatz. ## Nicht Köktürk allein – sondern das Muster muss untersucht werden Köktürks Aussagen reichen für sich genommen nicht für ein Parteiverbot. Auch eine Rote-Hilfe-Mitgliedschaft eines Abgeordneten reicht nicht. Auch radikale Chats eines Jugendfunktionärs reichen nicht. Aber wenn man wissen will, ob eine Partei verfassungsrechtlich problematisch wird, muss man genau diese Bausteine zusammensetzen: Wie viele Fälle gibt es? Wie hoch stehen die Beteiligten in Partei und Fraktion? Sind sie Randfiguren oder Führungspersonal? Welche Aussagen werden sanktioniert? Welche werden toleriert? Welche extremistischen Organisationen überschneiden sich personell mit Partei und Fraktion? Welche Jugendstrukturen vertreten offen autoritäre oder antisemitische Positionen? Was beschließt die Partei offiziell? Und vor allem: **Wie reagiert die Führung?** Das ist die Prüfung, die eine wehrhafte Demokratie leisten muss. ## Köktürk bleibt – und genau das ist politisch relevant Bislang ist Köktürk weiterhin Bundestagsabgeordnete der Linken. Sie ist weiterhin Obfrau im Ausschuss für Arbeit und Soziales. [Deutscher Bundestag](https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/K/koektuerk%5Fcansin-1045504?utm%5Fsource=chatgpt.com) Ihre parlamentarische Sanktion änderte daran nichts. Auch ihre jüngsten Äußerungen haben bislang keine öffentlich dokumentierte Entfernung aus ihren Fraktionsfunktionen zur Folge. Das ist für sich genommen völlig legal. Aber es ist politisch aussagekräftig. Denn eine Partei zeigt ihre tatsächlichen Grenzen nicht durch Pressemitteilungen. Sie zeigt sie dort, wo jemand diese Grenzen überschreitet. ## Wie viel Radikalität ist noch „Einzelfall“? Genau hier liegt die Frage, die die Linke beantworten muss. Wenn es nur Köktürk wäre, könnte man von einer einzelnen Provokateurin sprechen. Wenn es nur einzelne problematische Aussagen in der Linksjugend wären, könnte man von jugendlichem Radikalismus sprechen. Wenn es nur einen Kontakt zur Roten Hilfe gäbe, könnte man von einer individuellen politischen Biografie sprechen. Aber je mehr dieser Fälle nebeneinanderstehen, desto schwieriger wird die Behauptung, jeder habe mit jedem nichts zu tun. Das bedeutet noch nicht: Die Linke ist verfassungswidrig. Es bedeutet aber: **Der Staat und die Öffentlichkeit müssen genauer hinschauen, ob aus Einzelfällen ein zurechenbares Muster entsteht.** ## Genau das ist der Unterschied zwischen politischer Polemik und einer Verbotsprüfung Ein Verbot darf niemals deshalb geprüft werden, weil eine Partei unbequem, radikal oder wirtschaftspolitisch extrem links ist. Auch die Forderung nach Vergesellschaftung oder Überwindung des Kapitalismus ist nicht automatisch verfassungsfeindlich. Das Grundgesetz schützt auch radikale politische Programme. Die Grenze liegt dort, wo Menschenwürde, Demokratie oder Rechtsstaat planvoll angegriffen werden. Und genau deshalb muss eine ernsthafte Prüfung fragen: Wie steht die Partei zur politischen Gewalt? Wie steht sie zu demokratischem Pluralismus? Wie behandelt sie Andersdenkende? Wie geht sie mit extremistischen Organisationen um? Wie reagiert sie auf antisemitische Aussagen? Welche Rolle spielen entsprechende Akteure innerhalb ihrer Strukturen? Das sind dieselben Fragen, die bei jeder anderen Partei gestellt werden müssen. ## Fazit: Kein Schnellschuss – aber auch kein Freifahrtschein Cansın Köktürk allein ist kein Verbotsgrund. Die Linksjugend allein ist kein Verbotsgrund. Rote-Hilfe-Mitgliedschaften allein sind kein Verbotsgrund. Aber genau daraus folgt nicht, dass alles bedeutungslos wäre. Im Gegenteil. Die verfassungsrechtlich relevante Frage beginnt dort, wo sich aus solchen Einzelvorgängen ein **strukturelles und zurechenbares Muster** entwickelt. Köktürk beschimpft Andersdenkende. Funktionäre der Linksjugend verherrlichen autoritäre Diktatoren und verbreiten antisemitische Parolen. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/linksjugend-106.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Die Bundesregierung stuft die Rote Hilfe als zentrale Organisation des deutschen Linksextremismus ein. [Deutscher Bundestag](https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1173286?utm%5Fsource=chatgpt.com) Und gleichzeitig sitzen Personen aus diesen politischen Milieus in oder nahe parlamentarischen Strukturen der Linken. Damit ist eine Frage legitim, die bei der AfD seit Jahren selbstverständlich gestellt wird: **Wie viel davon ist Rand – und wie viel davon gehört inzwischen zum politischen Organismus der Partei?** Das ist keine Aufforderung zu einem vorschnellen Parteiverbot. Aber es ist ein Argument für **denselben Prüfmaßstab für alle Parteien**. Denn eine wehrhafte Demokratie, die nur auf einer Seite genau hinsieht, wird unglaubwürdig. Und eine Partei, die radikale Grenzüberschreitungen in den eigenen Reihen dauerhaft folgenlos lässt, muss damit rechnen, dass irgendwann nicht mehr nur nach den Tätern gefragt wird. **Sondern nach der Partei, die sie trägt.** ### DIE AKTE SURAJ MAILITAFI (TEIL 1) URL: https://dievossische.de/die-akte-suraj-mailitafi-teil-1/ Last updated: 2026-10-05T03:57:52.000Z Vom angeblichen Analphabeten zum mustergültigen Chemiestudenten und Polit-Aktivisten: Die offizielle Biografie von Suraj Mailitafi liest sich wie ein Märchen. Doch ein Blick in die Realität des deutschen Schulsystems entlarvt die hagiografische Erzählung als logisches Ammenmärchen. _This post is for subscribers only._ ### Saudi-Arabiens Einfluss auf Deutschlands Islam: weniger Moscheebau, mehr Ideologie und Netzwerke URL: https://dievossische.de/saudi-arabiens-einfluss-auf-deutschlands-islam-weniger-moscheebau-mehr-ideologie-und-netzwerke/ Last updated: 2026-10-04T17:10:36.000Z Saudi-Arabien finanzierte in Deutschland eine eigene Schule, förderte Studien in Medina und verbreitete wahhabitische Literatur. Direkte Moscheesteuerung ist heute kaum belegbar – doch religiöse Netzwerke wirken weiter. In Saudi-Arabien selbst sind öffentliche Kirchen verboten. _This post is for subscribers only._ ### Das himmlische Outsourcing: Wie der Herrgott das Asylgeschäft entdeckte URL: https://dievossische.de/das-himmlische-outsourcing-wie-der-herrgott-das-asylgeschaft-entdeckte/ Last updated: 2026-10-04T16:25:49.000Z ## Das himmlische Outsourcing: Wie der Herrgott das Asylgeschäft entdeckte - Eine Realsatire **Kassel / Rom / Berlin** – Man muss den Kirchen eines lassen: Betriebswirtschaftlich haben sie die Zeichen der Zeit erkannt. Während die Mitgliederzahlen sinken wie Steine im Jordan, brummt in den Katakomben ein Industriezweig, den man früher wohl schlicht Nächstenliebe nannte, der heute aber eher an ein hochsubventioniertes mittelständisches Logistikunternehmen mit himmlischem Siegel erinnert: die heilige Asyl- und Wohlstandsindustrie. Neulich in Kassel. Ein Organist wagt es, sein musikalisches Pedalspiel mit einem Parteibuch der AfD zu kreuzen. Skandal! Die Kirche, sonst stets bemüht, bei jedem gesellschaftlichen Trend von Gendersternchen bis Klimakleber ganz vorne mitzamarschen, zieht die Notbremse. Ein AfD-Mandat an der Orgel? Wo kämen wir denn hin, wenn der Mann, der Bach intoniert, am Ende noch die falsche Vorstellung von Landesgrenzen hat? Der Fall landete vor dem Arbeitsgericht, und die Botschaft der Kirchenleitung ist glasklar: Jesu Botschaft war zwar universell, aber sie schloss ganz offensichtlich die falsche Opposition aus. Jesus hat zwar alle umarmt, aber eben nicht jeden ins Gemeindebüro gelassen. Vor allem dann nicht, wenn er es wagt, das goldene Kalb der ungesteuerten Zuwanderung anzukratzen. ### Inquisition 2.0: Der Scheiterhaufen brennt digital Man reibt sich verwundert die Augen. Glaubt man den Kirchenfürsten in Rom und den evangelischen Landeskirchen, ist man im Kampf gegen Rechts mittlerweile moralisch so weit fortgeschritten, dass man die Inquisition direkt aus dem Mottenkasten geholt hat – nur eben modern, bürokratisch und mit nettem Kaffeetisch nach dem Gottesdienst. Der Kretin mit dem AfD-Mandat wird aus dem Kirchturm gejagt. Warum verbrennen wir sie nicht gleich auf dem Vorplatz, nachdem man ihnen das Geständnis abgefoltert hat, mit dem Teufel (oder zumindest mit Björn Höcke) im Bunde zu sein? Es fehlt eigentlich nur noch das Ketzergewand und der päpstliche Ablassbrief gegen den Verfassungsschutzbericht. Doch Moment. Schauen wir uns im kirchlichen Biotop um. Wie war das eigentlich noch gleich mit der anderen Seite des politischen Spektrums? ### Die Linke, die Rote Hilfe und der duftende Weihrauch Man fragt sich unwillkürlich: Gilt diese strenge moralische Passantenkontrolle eigentlich für alle Ränder? Steht in den Statuten der Caritas oder der Diakonie ein unmissverständlicher Unvereinbarkeitsbeschluss für Mitglieder der Partei *Die Linke*? Weit gefehlt! Die Kirche hat offenkundig überhaupt kein Problem mit roten Kadern, radikalen Parolen, der *Roten Hilfe* oder all jenen, die sich im Dunstkreis von anti-israelischen und anti-zionistischen Kundgebungen tummeln. Solange man die richtige Haltung zu weltweiten Kollektivschulden, antikapitalistischen Parolen und offenen Grenzen pflegt, drückt der liebe Gott – beziehungsweise der zuständige Personalchef im Ordinariat – gerne beide Augen zu. Der Antisemitismus im feinen akademischen oder linksradikalen Gewand riecht im Weihrauchfass offenbar deutlich angenehmer als ein bürgerliches Migrationsskeptizismus-Mandat aus der Provinz. ### Remigration? Aber bitte nicht bei den Margen! Und damit wären wir beim wahren Kern der göttlichen Aufregung. Es geht längst nicht mehr nur um Moral, sondern um knallharte Bilanzen. Sind wir doch mal ehrlich: Warum bricht denn in den Kirchenspitzen sofort Panik aus, wenn Wörter wie *Migrationsbegrenzung* oder gar *Remigration* fallen? Die Antwort ist simpel: Die Kirchen sind längst zu den erfolgreichsten Globalisierungs- und Asyl-Managern der Republik aufgestiegen. Caritas und Diakonie sind gigantische Wirtschaftskonzerne, deren Überleben zu großen Teilen an staatlichen Zuweisungen für Unterbringung, Betreuung, Sprachkurse und Sozialadministration hängt. Jeder Asylantrag, jeder neu geschaffene Verwaltungsakt, jede staatlich finanzierte Unterbringungsinitiative sichert tausende Arbeitsplätze in den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden. Die Kirche ist der größte Wohlfahrts-Arbeitgeber des Landes – und der Markt für Migration ist ihr profitabelster Wachstumsmotor. Wer da an Obergrenzen denkt oder gar den heiligen Kreislauf der Zuwanderungsindustrie stört, legt Hand an die eigene Bilanz. Kein Wunder, dass man da hysterisch reagiert. Wenn die Migrationsströme versiegen würden, müssten im Pfarrheim womöglich die Lichter ausgehen, weil die staatlichen Subventionspumpe langsamer läuft. Da schützt man die heilige Kuh der Asylindustrie eben mit den Waffen des Arbeitsrechts. ### Der Abschied an der Kirchenkasse Millionen Wähler, die die Schnauze voll haben von dieser ideologischen Verengung, ziehen längst ihre Konsequenzen. Die Kirchen, ohnehin auf dem absteigenden Ast und von Selbstzweifeln zerfressen, treiben mit dieser Politik die letzten verbliebenen traditionellen Steuerzahler und Beter aus den Hallen. Wenn der Mann und ich jetzt offiziell unsere Austrittserklärungen unterschreiben – er bei den Evangelischen, ich bei den Katholiken –, dann tun wir das nicht, weil wir den Glauben verloren hätten. Sondern weil wir den Eindruck haben, dass der liebe Gott schon längst aus dem Gebäude ausgezogen ist und den Schlüssel an einen überbezahlten Verbandsgeschäftsführer übergeben hat, der gerade den nächsten Förderantrag für ein interkulturelles Strickprojekt ausfüllt. Möge die letzte Gemeinde das Licht ausmachen. Die Kasse jedenfalls stimmt noch. ### Die Anmassung der Intoleranz: Warum nicht die Andersdenkenden, sondern die Autorin selbst den Dialog verweigert URL: https://dievossische.de/die-anmassung-der-intoleranz-warum-nicht-die-andersdenkenden-sondern-die-autorin-selbst-den-dialog-verweigert/ Last updated: 2026-10-04T16:22:42.000Z Katja Kullmann erklärt politische Andersdenkende zum Problem – und offenbart dabei vor allem ihre eigene Intoleranz. Wer Dialog nur akzeptiert, wenn das Gegenüber am Ende bekehrt ist, verwechselt Debatte mit Missionierung und Empathie mit politischer Unterwerfung. _This post is for subscribers only._ ### Team Todenhöfer: Generationengerechtigkeit mit Jahrgang 1940 URL: https://dievossische.de/team-todenhofer-generationengerechtigkeit-mit-jahrgang-1940/ Last updated: 2026-10-04T16:05:56.000Z *Der eine war CDU-Hardliner, unterstützt einst afghanische Mudschahedin und gründet mit 80 eine Partei mit seinem eigenen Namen. Die andere ist Diplom-Pädagogin, arbeitete im staatlich finanzierten Migranten-Coaching und steht heute neben einer salafistischen Influencerin im Park. Deutschland kann Realsatire.* Manche Parteien entstehen aus Bewegungen. Andere aus gesellschaftlichen Konflikten. Und manche offenbar aus der Frage: **Was mache ich eigentlich nach der CDU?** Jürgen Todenhöfer beantwortete sie mit bemerkenswerter Konsequenz. Er gründete eine Partei. Mit seinem Namen. Das muss man sich erst einmal trauen. Helmut Kohl hatte keine „Kohl-Partei“. Franz Josef Strauß kein „Team Strauß“. Selbst Konrad Adenauer verzichtete darauf, die CDU irgendwann in „Konrad und Freunde“ umzubenennen. Jürgen Todenhöfer hingegen gründete 2020: **Team Todenhöfer.** Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt die Partei höflich als stark auf ihren Gründer zugeschnitten. Todenhöfer, Jahrgang 1940, gehörte von 1972 bis 1990 für die CDU dem Bundestag an. Später wurde er zum entschiedenen Gegner westlicher Militäreinsätze und schließlich zum Parteigründer. [bpb.de](https://www.bpb.de/themen/parteien/wer-steht-zur-wahl/bundestagswahl-2025/558926/die-gerechtigkeitspartei-team-todenhoefer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Die Partei wiederum erklärt ausgerechnet **Generationengerechtigkeit** zu einem Kernanliegen. [bpb.de](https://www.bpb.de/themen/parteien/wer-steht-zur-wahl/bundestagswahl-2025/558926/die-gerechtigkeitspartei-team-todenhoefer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist ungefähr so, als würde Keith Richards eine Jugendorganisation für frühes Zubettgehen gründen. ## Der Name musste irgendwann weg 2026 kam offenbar selbst der Partei der Gedanke, dass man vielleicht auch Politik machen kann, ohne den Familiennamen des Vorsitzenden auf jedes Plakat zu drucken. Beim Bundesparteitag im April stand tatsächlich der Antrag auf der Tagesordnung, aus **„Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer“** einfach **„Die Gerechtigkeitspartei“** zu machen. [Gerechtigkeitspartei](https://gerechtigkeitspartei.de/bundesparteitag2026?utm%5Fsource=chatgpt.com) Der Bundesvorsitzende hieß weiterhin: Jürgen Todenhöfer. Die Partei wollte also den Namen Todenhöfer loswerden, aber nicht Todenhöfer. Politische Emanzipation in homöopathischer Dosierung. ## Und dann ist da Birte Birte Döpke, Jahrgang 1974, geboren in Lage, wohnhaft in Bielefeld. Beruf: **Diplom-Pädagogin.** Bei der Bundestagswahl 2025 führte sie die nordrhein-westfälische Landesliste von Team Todenhöfer auf **Platz eins** an. Im Wahlkreis Bielefeld–Gütersloh II trat sie außerdem direkt an. [Wahlergebnisse NRW](https://wahlergebnisse.nrw/bundestagswahlen/2025/BW25%5FBewerber%5FNRW.pdf?utm%5Fsource=chatgpt.com) Man darf sie deshalb guten Gewissens als politisches Spitzenpersonal der Partei in Nordrhein-Westfalen bezeichnen. Das Wahlergebnis war überschaubar. Döpke erhielt **1.548 Erststimmen**, 0,8 Prozent. Die Partei kam im Wahlkreis auf 597 Zweitstimmen. [Bielefeld](https://www.bielefeld.de/sites/default/files/datei/2025/Bekanntmachung-Wahlergebnis-BTW-2025.pdf?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das muss niemanden entmutigen. Andere Menschen brauchen 1.548 Likes schon für einen brauchbaren Instagram-Post. Team Todenhöfer macht daraus Bundestagspolitik. ## Beruflich: Menschen an den Arbeitsmarkt heranführen Interessant wird es bei Döpkes Berufsbiografie. Ein Flyer des ESTA-Bildungswerks führt Birte Döpke als Ansprechpartnerin beim Projekt: **„I-Coach für Migranten – kultursensibles Coaching“.** Das Angebot soll unter anderem bei Kinderbetreuung, Sprachkursen, Arbeitsmarktfragen, beruflichen Perspektiven und der Anerkennung von Zeugnissen helfen. Finanziert wird das Coaching laut Flyer über einen **Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach § 45 SGB III**. Interessierte sollen sich an Arbeitsagentur oder Jobcenter wenden. [Esta BW](https://www.esta-bw.de/wp-content/uploads/2023/10/Flyer-I-Coach-fuer-Migranten-kultursensibles-Coaching-Bielefeld-2023.pdf?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das heißt nicht, dass Döpke „vom Staat lebt“. Das wäre unbelegt. Es heißt aber sehr wohl: Sie arbeitete in einem Bereich, dessen Dienstleistung mit Mitteln der staatlichen Arbeitsförderung finanziert werden kann. Oder satirisch gesprochen: Während Team Todenhöfer die Republik neu erfinden möchte, half seine nordrhein-westfälische Spitzenkandidatin beruflich Menschen dabei, sich in jener Republik zurechtzufinden, die offenbar gleichzeitig dringend grundlegend reformiert werden muss. Deutschland ist eben effizient. Es finanziert sogar die Pädagogik für die Menschen, die ihm anschließend erklären, was mit ihm politisch nicht stimmt. ## Vom Arbeitsmarkt-Coaching zum Schwestern-Picknick Und nun, Oktober 2026. Birte Döpke taucht wieder auf. Diesmal nicht im Jobcenter. Nicht bei einer arbeitsmarktpolitischen Fachkonferenz. Nicht bei einer Veranstaltung über § 45 SGB III. Sondern im Aawiesenpark in Herford. Neben Hanna Hansen. Hansen wird vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz der salafistischen Szene zugerechnet. Döpke trägt eine Kufiya. Im Hintergrund protestieren Menschen gegen Salafismus. Und Döpke erklärt ihnen sinngemäß, dass sie eigentlich ganz woanders protestieren müssten. Man muss die Dramaturgie würdigen. Die Frau, deren berufliche Arbeit unter anderem darin bestand, Migranten Orientierung in Deutschland zu vermitteln, steht nun neben einer salafistischen Influencerin und erklärt Deutschen Orientierung beim Demonstrieren. Das ist keine Pointe. Das ist ein Sachverhalt. ## „Ihr steht falsch“ Döpke spricht im Video von „Möchtegern-Feministinnen“, von Musliminnen, Kopftüchern und gesellschaftlicher Vielfalt. Später verweist sie auf einen Politiker im Osten Deutschlands, auf Remigration und darauf, wo die Demonstranten ihrer Auffassung nach stattdessen stehen sollten. Sinngemäß: Dort. Vor dessen Haus. Aber nicht hier. Das ist politischer Kundenservice. Früher: „Wie kann ich Ihnen helfen, einen Arbeitsplatz zu finden?“ Heute: „Wie kann ich Ihnen helfen, den richtigen Demonstrationsort zu finden?“ Vielleicht ist „kultursensibles Coaching“ weniger ein Beruf als eine Lebenshaltung. ## Dabei hatte Hansen gerade selbst die Bedienungsanleitung geliefert Das Kuriose: Hanna Hansen versucht nach dem Protest gar nicht, ihre salafistische Referenz kleinzureden. Sie schreibt öffentlich, sie halte an Koran und Sunna fest, **„nach dem Verständnis unserer rechtschaffenen Vorfahren, den Salaf“**. Das Problem des Protests war also offenbar nicht, dass die Demonstranten ein völlig fremdes Etikett erfunden hätten. Hansen verwendet den Begriff selbst. Döpke reagiert dennoch mit einer Debatte über Musliminnen, Kopftücher und Feminismus. Satirisch betrachtet ist das ein Meisterstück: A sagt: „Ich orientiere mich an den Salaf.“ B demonstriert gegen Salafismus. C sagt: „Warum habt ihr etwas gegen Frauen mit Kopftuch?“ Und irgendwo sitzt Aristoteles und bestellt einen Schnaps. ## Todenhöfer wiederum war einmal ganz woanders Damit zurück zum Parteigründer. Jürgen Todenhöfer war einmal konservativer CDU-Abgeordneter. In den 1980er-Jahren unterstützte er afghanische Mudschahedin im Kampf gegen die sowjetische Besatzung. Später wurde er einer der prominentesten deutschen Gegner westlicher Kriege. Dann trat er aus der CDU aus. Dann gründete er seine Partei. Dann wurde aus dem früheren konservativen Bundestagsabgeordneten ein Politiker, dessen öffentliche Identität zunehmend von Nahost, Krieg und westlicher Außenpolitik geprägt wurde. Andere Menschen wechseln im Laufe ihres Lebens den Friseur. Todenhöfer wechselte mehrfach das politische Weltbild. ## Jetzt fusionieren wir. Nein, doch nicht. Und die Partei hält das Tempo. 2026 sollte Team Todenhöfer mit der BIG-Partei zusammengehen. Beim April-Parteitag war die Integration beziehungsweise Fusion Bestandteil des organisatorischen Prozesses. [Gerechtigkeitspartei](https://gerechtigkeitspartei.de/bundesparteitag2026?utm%5Fsource=chatgpt.com) Für den Bundesparteitag im November 2026 steht nun jedoch die **Aufhebung des Verschmelzungsbeschlusses** auf der Tagesordnung. [Gerechtigkeitspartei](https://gerechtigkeitspartei.de/bundesparteitag?utm%5Fsource=chatgpt.com) Auch hier spart einem die Realität die Pointe. Die politische Bewegung, die Deutschland erklären möchte, braucht offenbar noch etwas Zeit, um sich selbst zu sortieren. Fusion. Namensänderung. Neuwahl. Aufhebung der Fusion. Das Parteiprogramm könnte an manchen Tagen auch lauten: **Bitte warten. Ihre politische Richtung wird neu berechnet.** ## Eine Partei für junge Menschen Und trotzdem: Generationengerechtigkeit. Das ist eine Kernforderung. Der Vorsitzende ist Jahrgang 1940\. [bpb.de](https://www.bpb.de/themen/parteien/wer-steht-zur-wahl/bundestagswahl-2025/558926/die-gerechtigkeitspartei-team-todenhoefer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Die nordrhein-westfälische Spitzenkandidatin von 2025 ist Jahrgang 1974\. [Wahlergebnisse NRW](https://wahlergebnisse.nrw/bundestagswahlen/2025/BW25%5FBewerber%5FNRW.pdf?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das macht natürlich niemanden politisch ungeeignet. Aber es eröffnet eine faszinierende semantische Frage: Ab welchem Lebensalter bedeutet „Generationengerechtigkeit“ eigentlich, dass man die nächste Generation auch einmal selbst machen lässt? Team Todenhöfer scheint darauf bislang mit einem entschlossenen: **Wir prüfen das** zu antworten. ## Das pädagogische Gesamtkunstwerk Vielleicht passt Birte Döpke deshalb doch hervorragend zu dieser Partei. Diplom-Pädagogin. Migrationscoach. Spitzenkandidatin. Palästina-Aktivistin. Und jetzt politische Wegweiserin auf einer Wiese in Herford. Sie ist gewissermaßen die natürliche Weiterentwicklung des Todenhöfer-Prinzips: Man beginnt mit einem Beruf. Dann entdeckt man die Weltpolitik. Dann erklärt man der Welt, wo sie falsch liegt. Das Ganze möglichst mit pädagogischem Anspruch. Todenhöfer macht es international. Döpke macht es im Park. ## Deutschlands politischer Selbsthilfezirkel Mein Mann fragte beim Anblick des Videos: **„Welche Wahnsinnspillen verteilen die eigentlich in Deutschland?“** Die Antwort lautet: Offenbar keine. Deutschland braucht dafür keine pharmazeutische Industrie. Deutschland hat Parteitage. Deutschland hat Diplom-Pädagogen. Deutschland hat Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine. Deutschland hat Kleinstparteien. Und Deutschland besitzt die seltene Begabung, aus all diesen Zutaten irgendwann einen sonnigen Nachmittag zu produzieren, an dem eine frühere NRW-Spitzenkandidatin einer 0,x-Prozent-Partei neben einer salafistischen Influencerin steht und einer wesentlich größeren Gruppe von Demonstranten erklärt, sie demonstrierten eigentlich am falschen Ort. Wer sollte so etwas erfinden? ## Vielleicht ist das die wahre Generationengerechtigkeit Jürgen Todenhöfer hat jedenfalls vorgesorgt. Er hat den Jüngeren etwas hinterlassen. Keine Bundestagsfraktion. Keine Landtagsfraktion. Aber eine Marke. Eine Weltanschauung. Einen riesigen politischen Themenkatalog. Und offenbar genügend Beschäftigung für die nächsten Jahre. Birte Döpke macht inzwischen ihren Teil. Und vielleicht ist genau das die besondere Vorstellung von Generationengerechtigkeit bei Team Todenhöfer: **Die Älteren liefern die politischen Obsessionen.** **Die Jüngeren tragen sie weiter.** Und der Steuerzahler finanziert zwischendurch das Coaching. --- ### Hanna Hansen: Wie aus Protest gegen Salafismus plötzlich ein Angriff auf Musliminnen wird URL: https://dievossische.de/hanna-hansen-wie-aus-protest-gegen-salafismus-plotzlich-ein-angriff-auf-musliminnen-wird/ Last updated: 2026-10-04T15:50:41.000Z *16 Frauen kamen zum „Schwestern-Picknick“ der salafistischen Influencerin Hanna Hansen in Herford. Ihr gegenüber standen Demonstranten und eine Mahnwache gegen Extremismus. Hansen reagierte mit einem ausdrücklichen Bekenntnis zu den „Salaf“. In einem anschließend verbreiteten Video deutet ihr Umfeld den Protest dagegen jedoch als Angriff auf Musliminnen, Kopftuchträgerinnen und gesellschaftliche Vielfalt um.* Es hätte ein kleines Treffen bleiben können. Am Tag der Deutschen Einheit lud Hanna Hansen zu einem sogenannten „Schwestern-Picknick“ in den Aawiesenpark in Herford. Nach Angaben der Polizei kamen gerade einmal 16 Besucherinnen. Gleichzeitig zogen rund 150 Menschen unter dem Motto „Brandmauer-Flanieren gegen Extremismus“ durch die Innenstadt; weitere rund 100 Menschen beteiligten sich an einer Mahnwache „Gegen Salafismus und politischen Extremismus“. Alle Veranstaltungen verliefen friedlich. Die *Neue Westfälische* berichtete zeitweise von mehr als 400 Teilnehmern bei Demonstration und Mahnwache. Die später veröffentlichte Polizeibilanz nennt dagegen rund 250 Teilnehmer beider Protestveranstaltungen zusammen. Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht die Zahl. Es ist Hansens Reaktion. Auf X schrieb sie nach der Veranstaltung: „Wir halten an Qur’an & Sunnah fest, nach dem Verständnis unserer rechtschaffenen Vorfahren, den Salaf. Öffentlicher Druck wird uns davon nicht abbringen.“ Damit benutzt Hansen ausgerechnet jene Selbstbeschreibung, die im Zentrum des Salafismus steht: die Orientierung an den „Salaf“, den als vorbildlich verstandenen ersten Generationen des Islam. ## Der Verfassungsschutz nennt sie Deutschlands reichweitenstärkste salafistische Influencerin Hanna Hansen wird nicht lediglich von politischen Gegnern mit dem Salafismus in Verbindung gebracht. Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen bezeichnet sie im Bericht für 2025 ausdrücklich als die derzeit „reichweitenstärkste salafistische Influencerin in Deutschland“. Nach Darstellung der Behörde entwickelte sie sich seit Anfang 2024 innerhalb kurzer Zeit zu einer bedeutenden Aktivistin der islamistischen Szene und verfüge über Kontakte zu einschlägigen islamistischen Institutionen und salafistischen Akteuren. Der Bericht beschreibt ihre Tätigkeit als klassische Daʿwa-Arbeit – islamische Missionierung – sowohl im Internet als auch bei realen Veranstaltungen. Dabei nennt der Verfassungsschutz ausdrücklich genau jene Veranstaltungsformen, die Hansen nun auch in Herford nutzt: Seminare, „Schwesterntreffen“ und Picknicks mit teilweise nur einigen Dutzend Frauen. Bereits der Verfassungsschutzbericht 2024 hatte festgestellt, Hansen verbreite eine islamistische Weltanschauung, werbe für salafistische Veranstaltungen und stelle die westliche Lebensweise als mit ihrer Glaubensvorstellung unvereinbar dar. Eine säkulare Ordnung lehne sie nach Einschätzung der Behörde ab. Das Herforder Picknick ist deshalb nicht isoliert zu betrachten. Es entspricht genau dem Format, das Sicherheitsbehörden seit längerem als Teil ihrer realweltlichen Missionierungsarbeit beschreiben. ## Doch im Video wird aus Salafismus plötzlich „Frauenfeindlichkeit“ Nach dem Treffen veröffentlichte Hansen ein Video mit einer Frau, die sie mit dem Vornamen „Birte“ vorstellt. Dabei handelt es sich nach den übereinstimmenden öffentlich zugänglichen politischen Spuren offenbar um **Birte Döpke aus Bielefeld**, Diplom-Pädagogin und frühere Bundestagskandidatin der Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer. Döpke kandidierte bei der Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis Bielefeld–Gütersloh II. Auf der nordrhein-westfälischen Landesliste ihrer Partei stand sie sogar auf Platz eins. Die amtlichen Wahlunterlagen bestätigen sowohl Kandidatur als auch Beruf und Wohnort. Im Herforder Video trägt Döpke eine Kufiya und spricht über den Protest gegen Hansens Treffen. Ihre Argumentation ist bemerkenswert. Sie spricht von „Möchtegern-Feministinnen“ und kritisiert sinngemäß, dass andere Frauen bestimmen wollten, wie eine Frau auszusehen habe. Sie erwähnt Christinnen, Musliminnen und Frauen mit Kopftuch. Sie spricht von Angst und gesellschaftlicher Vielfalt und erklärt, sie sei erschüttert darüber, „in was wir hier reinrutschen“. Der konkrete Anlass des Protests – Hansens salafistische Positionierung – tritt dabei fast vollständig in den Hintergrund. Stattdessen entsteht ein anderes Narrativ: Hier muslimische Frauen und Kopftuchträgerinnen. Dort Menschen, die ihnen angeblich vorschreiben wollen, wie Frauen zu leben und auszusehen hätten. ## Doch genau dagegen richtete sich die Demonstration ausdrücklich nicht Die Organisatoren des Herforder Demonstrationszuges hatten bereits vor der Veranstaltung ausdrücklich erklärt, ihr Protest richte sich **nicht gegen Religionen oder Bevölkerungsgruppen**, sondern gegen extremistische Ideologien unabhängig von deren politischer, religiöser oder weltanschaulicher Herkunft. Auch die gesonderte Mahnwache stand ausdrücklich unter dem Motto: „Gegen Salafismus und politischen Extremismus.“ Die beteiligte Organisation Frauenheldinnen erklärte, sie wolle gegen ein salafistisches Frauenbild demonstrieren und für Frauenrechte eintreten. Das ist journalistisch entscheidend. Denn zwischen diesen beiden Aussagen liegt eine deutliche Verschiebung. Die Demonstranten sagen: **Wir protestieren gegen Salafismus.** Das Video antwortet: **Ihr greift Musliminnen und Kopftuchträgerinnen an.** Damit wird aus einer Auseinandersetzung über eine konkrete politische und religiös-politische Ideologie eine allgemeine Debatte über Islamfeindlichkeit und Frauenrechte. ## Birte Döpke und die Palästina-Bewegung Dass ausgerechnet Birte Döpke diese Argumentation vorträgt, ist ebenfalls relevant. Döpke ist seit längerem öffentlich im pro-palästinensischen Aktivismus präsent. Bei einer Großdemonstration in Düsseldorf im September 2025 trat sie als Rednerin auf. Das Blog *Ruhrbarone* dokumentierte dabei eine Aussage Döpkes, wonach der Zionismus wie ein „Krebsgeschwür“ in die Welt gewandert sei und „die Regierenden“ steuere. Diese Formulierungen stammen aus der Berichterstattung über ihre damalige Rede; sie sind als dokumentierte Äußerungen einer politischen Aktivistin einzuordnen. Auch im September 2026 trat Döpke erneut im Umfeld einer angekündigten Gaza-Großdemonstration in Düsseldorf öffentlich in Erscheinung. Die politische Verbindung im Herforder Video ist deshalb kaum zufällig. Bereits bei der Vorstellung Döpkes hebt Hansen deren Engagement für Palästina hervor. Döpke trägt während des Gesprächs sichtbar eine Kufiya. Aus dem lokalen Streit um ein salafistisches „Schwestern-Picknick“ wird damit innerhalb weniger Minuten eine wesentlich größere politische Erzählung: Muslimische Frauen, Palästina, Kopftuch, angebliche gesellschaftliche Ausgrenzung und die politische Rechte werden miteinander verknüpft. ## „Die müssen da stehen – aber nicht hier“ Besonders deutlich wird diese Verschiebung gegen Ende des Videos. Döpke verweist auf einen „angehenden Ministerpräsidenten“ in Ostdeutschland, spricht über „Remigration“ und „Waffengewalt“ und erklärt sinngemäß, dort müssten die Demonstrierenden protestieren. „Die müssen da stehen“, heißt es in den eingeblendeten Untertiteln. „Vor seinem Haus.“ „Aber nicht hier.“ Damit lautet die Botschaft nicht mehr lediglich, Hansen werde zu Unrecht kritisiert. Die Botschaft lautet vielmehr: **Wer gegen dieses Treffen protestiert, demonstriert gegen die Falschen.** Doch gerade diese Schlussfolgerung kollidiert mit Hansens eigener Erklärung wenige Stunden später. Denn Hansen schreibt nicht, sie habe mit Salafismus nichts zu tun. Sie distanziert sich nicht von den „Salaf“. Sie schreibt ausdrücklich, sie werde am Verständnis der „rechtschaffenen Vorfahren, den Salaf“ festhalten. ## Ein bemerkenswerter Doppelmechanismus Genau darin liegt die politische Bedeutung des Herforder Vorgangs. Nach außen wird Kritik am Salafismus als Angriff auf muslimische Frauen, Kopftücher und Religionsfreiheit dargestellt. Gleichzeitig bekennt sich Hansen selbst ausdrücklich zu einer salafistischen Referenz und wird vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz als bedeutende salafistische Akteurin eingeordnet. Das eine schließt das andere nicht automatisch aus: Auch Musliminnen können diskriminiert werden, und auch Kritik an Islamismus kann in antimuslimische Pauschalisierungen kippen. Für Herford gibt es dafür jedoch einen entscheidenden Gegenbeleg: Die Veranstalter erklärten ausdrücklich, dass sich ihre Aktion nicht gegen Muslime oder Religionen richtete, sondern gegen Extremismus. Damit bleibt eine Frage, die Hanna Hansen und ihre Unterstützerinnen beantworten müssten: **Warum wird ein ausdrücklich gegen Salafismus gerichteter Protest als Angriff auf Musliminnen dargestellt, wenn Hansen selbst gleichzeitig erklärt, sie halte am Verständnis der Salaf fest?** Das ist kein semantisches Detail. Es ist der Kern der Auseinandersetzung. Denn Religionsfreiheit schützt selbstverständlich muslimisches Leben, Glauben und das Tragen eines Kopftuchs. Sie beendet aber nicht die öffentliche Auseinandersetzung darüber, welche politischen Vorstellungen im Namen einer Religion verbreitet werden – insbesondere dann nicht, wenn der Verfassungsschutz eine Akteurin ausdrücklich der salafistischen Szene zurechnet. Und genau diese Trennlinie verschwimmt im Video aus Herford. ### Was über Birte Döpke derzeit gesichert ist Döpke, Jahrgang 1974, Diplom-Pädagogin aus Bielefeld, kandidierte 2025 für Team Todenhöfer und führte die NRW-Landesliste der Partei an. Ein aktuelles politisches Mandat hat sie nach den derzeit öffentlich auffindbaren Daten nicht. Abgeordnetenwatch führt sie weiterhin unter Team Todenhöfer und vermerkt keine aktive Kandidatur. Für einen inzwischen erfolgten Wechsel zur Partei Die Linke gibt es bislang keinen belastbaren öffentlichen Nachweis. Ihre Beteiligung am pro-palästinensischen Aktivismus dagegen ist dokumentiert. Ebenso dokumentiert sind öffentliche Auftritte, bei denen sie Israel und Zionismus scharf kritisierte. Für die weitere Recherche stellt sich deshalb nicht nur die Frage nach Hanna Hansen. Es stellt sich auch die Frage, welches politische Netzwerk sich inzwischen um ihre öffentlichen Auftritte bildet – und warum eine Politikerin beziehungsweise ehemalige Bundestagskandidatin aus dem pro-palästinensischen Aktivismus unmittelbar nach einer Demonstration gegen Salafismus an Hansens Seite auftritt. Herford war ein Picknick mit 16 Teilnehmerinnen. Politisch erzählt das Video jedoch eine wesentlich größere Geschichte. ### DIESER POLITISCHE BANKROTT MACHT FASSUNGSLOS: Warum SPD und Grüne ausgerechnet mit Elif Eralp über Berlin verhandeln URL: https://dievossische.de/dieser-politische-bankrott-macht-fassungslos-warum-spd-und-grune-ausgerechnet-mit-elif-eralp-uber-berlin-verhandeln/ Last updated: 2026-10-04T14:44:57.000Z Excerpt Elif Eralp will Berlin regieren. Doch ihre Vita reicht von der Roten Hilfe über Links*Kanax bis zu einem Papier über den „Sturz des kapitalistischen Systems“. SPD und Grüne kennen diese Geschichte – und verhandeln trotzdem. Was sind ihre angeblichen roten Linien dann noch wert? _This post is for subscribers only._ ### SCHANDE FÜR BERLIN: Wer mit dieser Linken koaliert, verlässt den Boden der Demokratie! URL: https://dievossische.de/schande-fur-berlin-wer-mit-dieser-linken-koaliert-verlasst-den-boden-der-demokratie/ Last updated: 2026-10-04T14:06:01.000Z > **Der Skandal an der Spree:** SPD und Grüne verlangen von der Linken „verbindliche Zeichen“ gegen Antisemitismus und organisierte Kriminalität – und verhandeln gleichzeitig mit genau jener Parteiführung über das Rote Rathaus, die für den heutigen Zustand der Berliner Linken politische Verantwortung trägt. Wer rote Linien verkündet, muss irgendwann beweisen, dass sie mehr sind als Pressekonferenz-Prosa. Die Fakten sind bemerkenswert genug. SPD und Grüne haben vor regulären Sondierungen ausdrücklich verlangt, dass sich die Berliner Linke deutlich von Antisemitismus und organisierter Kriminalität distanziert und **„verbindliche Zeichen“** setzt. Trotzdem erklärten die drei Parteien nach ihren Vorgesprächen am 3\. Oktober, man habe sich auf einen **„gemeinsamen Weg“** verständigt. Kommende Woche sollen die Gespräche zu einem ersten Ergebnis geführt werden. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/regierungsbildung-berlin-linke-gruene-spd-100.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das heißt übersetzt: Die Probleme sind bekannt. Sie werden von SPD und Grünen selbst als ernst bezeichnet. Und trotzdem läuft die Machtmaschine weiter. ## Der eigentliche Skandal: Wer soll hier eigentlich wen glaubwürdig mäßigen? Die personelle Besetzung der Gespräche macht den Vorgang erst richtig interessant. Für die Linke sitzen **Elif Eralp, Tobias Schulze, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer** im benannten Sondierungsteam. Für die Grünen verhandeln **Bettina Jarasch, Werner Graf, Nina Stahr und Philmon Ghirmai**. Für die SPD sind **Steffen Krach, Bettina König und Derya Caglar** vorgesehen; je nach Thema können weitere Fachpolitiker hinzukommen. [OnVista](https://www.onvista.de/news/2026/09-30-hintergrund-start-der-dreiergespraeche-zur-regierungsbildung-in-berlin-0-10-26559066?utm%5Fsource=chatgpt.com) Und damit drängt sich eine Frage auf: **Wer soll hier eigentlich wen kontrollieren?** Denn ausgerechnet die Führung der Linken, die den Umgang mit den kritisierten Vorgängen politisch verantworten muss, soll nun gleichzeitig beweisen, dass genau diese Partei für ein Regierungsbündnis zuverlässig genug ist. Das ist keine Nebensache. Das ist der Kern des Problems. ## Elif Eralp: Die Frau, die ins Rote Rathaus will – und selbst Teil der Vertrauensfrage ist Elif Eralp ist nicht irgendeine Funktionärin am Rand. Sie ist Spitzenkandidatin der Linken. Sie will Regierende Bürgermeisterin werden. Und sie sitzt im engsten Kreis der Verhandlungen. Eralp ist hervorragend ausgebildete Juristin. Sie arbeitete jahrelang als rechtspolitische Referentin und sitzt seit 2021 im Berliner Abgeordnetenhaus. Ihre politische Linie ist klar: Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände, stärkere staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt und eine ausdrücklich linke Transformation der Stadt. Auf ihrer eigenen Kampagnenseite war von einer **„roten Metropole Berlin“** die Rede. [Elif Eralp](https://elif-eralp.de/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Im September erklärte sie unmissverständlich, wenn die Linke regiere, müsse auch vergesellschaftet werden. [Presseportal](https://www.presseportal.de/pm/6511/6355520?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das darf man politisch wollen. Aber man sollte wissen, worüber gesprochen wird. Und dann ist da ihre Vergangenheit bei der **Roten Hilfe**. Eralp war nach Angaben ihrer Fraktion während ihres Studiums beigetreten und blieb jahrelang passives Mitglied. Erst 2025 trat sie aus. Die Organisation wird vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingeordnet. Nach dessen Darstellung leistet sie linksextremistischen Straftätern politischen, sozialen, juristischen und finanziellen Rückhalt; zugleich weist der Verfassungsschutz ausdrücklich darauf hin, dass nicht jedes einzelne Mitglied selbst verfassungsfeindliche Ziele verfolgt. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-was-die-rote-hilfe-ist-und-wieso-sie-vom-verfassungsschutz-beobachtet-wird-102.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Genau deshalb ist die politische Frage unausweichlich: **Kann ausgerechnet Eralp glaubwürdig für jenen klaren Schnitt stehen, den SPD und Grüne nun von der Linken verlangen?** Als Kommentar darf man diese Frage sehr hart beantworten: Wer einen glaubwürdigen Neuanfang demonstrieren will, müsste zumindest darüber reden, ob die Spitzenkandidatin selbst noch die richtige Person für diesen Neustart ist. Nicht irgendwann. Jetzt. Denn Eralp ist inzwischen nicht mehr nur Teil der Lösung, die ihre Partei präsentiert. **Sie ist selbst Teil der Vertrauensfrage.** ## Tobias Schulze: Politik seit dem Studium Auch Tobias Schulzes Lebenslauf ist aufschlussreich. Er lernte zunächst Buchhändler und studierte anschließend Literatur- und Politikwissenschaft. Doch schon während seines Studiums arbeitete er ab 2006 als Referent der damaligen PDS-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Danach: Referent der Linksfraktion im Bundestag. Referent der parlamentarischen Geschäftsführung. Ab 2016 Abgeordneter. Seit 2024 Fraktionsvorsitzender. [Linksfraktion](https://www.linksfraktion.berlin/abgeordnete/tobias-schulze/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist zweifellos politische Erfahrung. Aber die gesamte Karriere führt nahezu ohne Unterbrechung durch Partei, Fraktion und Parlament. Unternehmerische Verantwortung? Eine größere Organisation außerhalb des politischen Apparats? Eigenes wirtschaftliches Risiko? Ein Unternehmen unter Wettbewerbsdruck? Nicht erkennbar. Schulze steht zudem für eine sehr offene Migrationspolitik. Auf seiner eigenen Website wandte er sich gegen Obergrenzen und verwies ausdrücklich auf die Linken-Forderung nach **„offenen Grenzen für Menschen in Not“**. [Tobias Schulze](https://tobiasschulze.berlin/europa-und-bundesangelegenheiten-und-medien/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist eine legitime politische Position. Aber sie zeigt: Auch hier sitzt kein neutraler Moderator am Tisch, sondern ein Politiker mit einem klar ausgeprägten ideologischen Programm. ## Maximilian Schirmer: Studium, Bezirksamt, Partei – dann an die Spitze Maximilian Schirmer besitzt einen Bachelor in Politik, Verwaltung und öffentlichem Recht sowie einen Master in Politikwissenschaft. Während des Studiums arbeitete er in der Gastronomie. Danach war er Referent für Gesundheit im Bezirksamt Lichtenberg. Seit 2013 ist er Mitglied der Linken, seit 2016 kommunalpolitisch tätig, seit 2023 Berliner Landesvorsitzender und inzwischen auch stellvertretender Bundesvorsitzender. [The Left](https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2024-2026/mitglieder-des-parteivorstandes/maximilian-schirmer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Auch hier ist das Muster unverkennbar: Studium. Verwaltung. Partei. Mandat. Parteiführung. Seine politischen Schwerpunkte liegen nach eigener Darstellung bei Sozial-, Finanz- und Haushaltspolitik; er fordert unter anderem mehr Sozialprojekte, öffentlichen Nahverkehr und bezahlbaren Wohnraum. [The Left](https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2024-2026/mitglieder-des-parteivorstandes/maximilian-schirmer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Was im Lebenslauf hingegen kaum auftaucht: größere privatwirtschaftliche Führungsverantwortung. Genau darüber darf man sprechen, wenn solche Politiker künftig über Milliardeninvestitionen, landeseigene Unternehmen und Wirtschaftsstandorte entscheiden sollen. ## Kerstin Wolter: Auch hier sitzt die Parteiführung selbst am Tisch Kerstin Wolter gehört gemeinsam mit Schirmer zur Berliner Parteispitze. Und genau darin steckt der politische Widerspruch. SPD und Grüne verlangen von der Linken Veränderungen. Aber sie verhandeln darüber ausgerechnet mit den Menschen, die diese Partei führen. Das ist, als würde ein Aufsichtsrat nach einer Unternehmenskrise erklären: **Wir verlangen einen glaubwürdigen Neustart – und überlassen die Definition dieses Neustarts exakt derselben Führung.** Es kann funktionieren. Aber es muss erklärt werden. Und bislang ist das Entscheidende öffentlich nicht sichtbar: Welche personellen Konsequenzen verlangt die Linke eigentlich von sich selbst? ## Die SPD: mehr Regierungserfahrung – aber wer setzt die roten Linien durch? ### Steffen Krach Krach unterscheidet sich deutlich von vielen Linken-Verhandlern. Er war Berliner Staatssekretär und später Regionspräsident der Region Hannover. Dort führte er eine Regionalverwaltung für rund 1,2 Millionen Menschen. [SPD Berlin](https://spd.berlin/pressemitteilung/bettina-koenig-und-steffen-krach-als-neue-landesvorsitzende-der-spd-berlin-gewaehlt/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Ihm fehlende Exekutiverfahrung vorzuwerfen wäre unseriös. Aber genau deshalb ist seine Rolle besonders interessant. Denn jemand mit dieser Erfahrung kann sich später kaum darauf berufen, die politischen Risiken eines Bündnisses nicht erkannt zu haben. Krach selbst hatte vor den Gesprächen von **„sehr hohen Hürden“** gesprochen. [n-tv.de](https://www.n-tv.de/politik/Auch-Berliner-SPD-will-mit-der-Linkspartei-sondieren-id31351644.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Dann gilt: Hohe Hürden müssen irgendwann auch jemanden aufhalten. Sonst waren es keine Hürden. ### Bettina König Bettina König ist Diplom-Kauffrau und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Sie gehört mit Krach zur Landesdoppelspitze. [SPD Berlin](https://spd.berlin/pressemitteilung/landesvorstand-nominiert-bettina-koenig-und-steffen-krach-als-landesvorsitzende/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Auch sie sitzt damit nicht als politische Anfängerin am Tisch. Die SPD wirbt 2026 ausdrücklich mit Wirtschaftswachstum, bezahlbarem Wohnen, Sicherheit und funktionierender Verwaltung. [SPD Berlin](https://spd.berlin/wahlprogramm/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Umso entscheidender wird die Frage: **Welche dieser Prinzipien sind tatsächlich unverhandelbar?** ## Die Grünen: Sie kennen das Problem – und gehen trotzdem weiter Bei den Grünen gehören Bettina Jarasch, Werner Graf, Nina Stahr und Philmon Ghirmai zum benannten Team. [OnVista](https://www.onvista.de/news/2026/09-30-hintergrund-start-der-dreiergespraeche-zur-regierungsbildung-in-berlin-0-10-26559066?utm%5Fsource=chatgpt.com) Jarasch und Graf stehen programmatisch unter anderem für stärkeren Klimaschutz, einen sozial ausgerichteten Energieumbau, mehr öffentlichen Verkehr und zusätzliche staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt. [Grüne Fraktion Berlin](https://gruene-fraktion.berlin/pressemitteilungen/klimagerecht-bezahlbar-und-frei-gruenes-konzept-fuer/?utm%5Fsource=chatgpt.com) Nina Stahr und Philmon Ghirmai führen den Landesverband. Ghirmais Vita ist dabei ebenfalls typisch für moderne Parteikarrieren: Magister, Promotion, anschließend mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter grüner Abgeordneter, dann Landesvorsitzender. [Grüne Berlin](https://gruene.berlin/fileadmin/BE/lv%5Fberlin/Fotos%5FPersonen/LaVo/Lebenslauf%5FPhilmon%5FGhirmai.pdf?utm%5Fsource=chatgpt.com) Auch hier: akademische Qualifikation ja. Parteipolitische Erfahrung ja. Aber klassische Unternehmensführung? Kaum. ## Der CEO-Test: Würde irgendein professioneller Aufsichtsrat so auswählen? Und genau jetzt lohnt sich der Perspektivwechsel. Berlin ist eine Millionenstadt. Mit Milliardenhaushalt. Mit Wohnungsunternehmen. Verkehrsbetrieben. Energieversorgung. Krankenhäusern. Großprojekten. Zehntausenden Beschäftigten. Würde ein Aufsichtsrat diese Führungsjobs vergeben, würde er fragen: **Was haben Sie geführt?** **Wie viele Mitarbeiter?** **Welches Budget?** **Welche Investitionen?** **Welche Krise?** **Welche Bilanz?** **Welche messbaren Ergebnisse?** **Welche berufliche Erfahrung außerhalb Ihres eigenen politischen Milieus?** Bei mehreren der Verhandler würden dann beeindruckend klingende politische Lebensläufe plötzlich deutlich gewöhnlicher aussehen. Referent. Abgeordnetenmitarbeiter. Parteivorsitzender. Fraktionschef. Bezirksverwaltung. Parlament. Das ist politische Erfahrung. Aber politische Erfahrung und wirtschaftliche Führungskompetenz sind nicht dasselbe. Genau diese Unterscheidung wird in Berlin erstaunlich selten gemacht. ## Und währenddessen schwelt die eigentliche Affäre weiter Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak geriet wegen Kontakten zu Firas Remmo in die Kritik. Koçak selbst räumte Fehler ein. Er erklärte, er hätte die Kontakte besser überprüfen und seine Partei informieren müssen. Schließlich gab er seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestages auf. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-linke-berlin-kocak-raeumt-fehler-bei-umgang-mit-remmo-clan-ein-100.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Damit ist mindestens eines klar: Das Thema ist nicht erfunden. Es hat bereits reale politische Konsequenzen. Und trotzdem bleibt die entscheidende Frage für die Berliner Regierungsbildung offen: **Welche Konsequenzen zieht die Partei als Ganzes?** ## Ausgerechnet jetzt reicht ein „Schutzversprechen“ nicht mehr Eralp sagt, sie stehe für den Schutz jüdischen Lebens. Sie hat sich auch von konkreten antisemitischen Vorfällen distanziert. [Presseportal](https://www.presseportal.de/pm/51580/6348192?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist festzuhalten. Aber politische Glaubwürdigkeit entsteht nicht allein durch Erklärungen. Sie entsteht dadurch, dass Worte Folgen haben. Wenn SPD und Grüne „verbindliche Zeichen“ verlangen, muss irgendwann sichtbar werden, worin diese Zeichen bestehen. Nicht nur: Wir distanzieren uns. Nicht nur: Wir nehmen Sorgen ernst. Sondern: **Was ändert sich personell?** **Wer verliert Ämter?** **Wer wird nicht mehr aufgestellt?** **Welche Positionen werden ausdrücklich zurückgewiesen?** **Welche Konsequenzen haben Grenzüberschreitungen?** Das sind die Fragen, an denen sich die Glaubwürdigkeit der Linken entscheidet. ## Und genau hier kommt Eralp ins Zentrum Wenn die Linke tatsächlich einen glaubwürdigen Einschnitt demonstrieren wollte, wäre auch ihre Spitzenkandidatin Teil dieser Debatte. Eralp kann nicht gleichzeitig: die Partei personifizieren, die Regierungsbildung führen, Regierende Bürgermeisterin werden wollen, und zugleich so behandelt werden, als habe ihre eigene politische Vergangenheit mit der Vertrauensfrage nichts zu tun. Das funktioniert politisch nicht. Die Frage, ob die Linke mit einer anderen Spitzenperson glaubwürdiger einen Neustart darstellen könnte, ist deshalb legitim. Man muss Eralp dafür weder zur Extremistin erklären noch ihr Dinge zuschreiben, für die es keinen Beleg gibt. Es reicht, die dokumentierten Fakten nebeneinanderzulegen. Jahrelange Mitgliedschaft in einer vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Organisation. Austritt erst 2025. Heute Spitzenkandidatin. Heute mögliche Regierende Bürgermeisterin. Heute zentrale Verhandlerin. Und gleichzeitig sollen SPD und Grüne glauben, ausgerechnet unter dieser Führung beginne der politische Neuanfang. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/linke-eralp-rote-hilfe-100.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Das ist der Widerspruch. ## Wer rote Linien verkündet, muss sie irgendwann ziehen SPD und Grüne haben sich selbst in diese Lage gebracht. Niemand zwang sie, Antisemitismus und organisierte Kriminalität zur Voraussetzung weiterer Gespräche zu erklären. Sie haben es getan. Damit haben sie selbst den Maßstab gesetzt. [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/regierungsbildung-berlin-linke-gruene-spd-100.html?utm%5Fsource=chatgpt.com) Nun müssen sie ihn anwenden. Wenn am Ende dieselbe Parteiführung am Tisch sitzt, dieselbe Spitzenkandidatin ins Rote Rathaus einziehen soll, und die „verbindlichen Zeichen“ im Wesentlichen aus Erklärungen bestehen, dann dürfen Bürger fragen: **Was war an der roten Linie eigentlich rot?** ### Hier wird gerade eine demokratische Grenze überschritten Wer Antisemitismus, extremistische Milieus und Kontakte in problematische kriminelle Strukturen selbst zu roten Linien erklärt, kann nicht anschließend so tun, als ließen sich diese Linien im Koalitionszimmer einfach wegverhandeln. Genau das geschieht hier. SPD und Grüne wissen, welche Vorwürfe gegen Teile der Berliner Linken im Raum stehen. Sie haben sie selbst öffentlich zum Problem erklärt. Und trotzdem führen sie die Gespräche weiter, als wäre am Ende nur noch die richtige Formulierung für einen Koalitionsvertrag zu finden. Das ist keine normale politische Kompromisssuche mehr. **Hier wird gerade eine Grenze überschritten.** Nicht weil Parteien miteinander reden. Sondern weil der Eindruck entsteht, dass Prinzipien genau so lange unverhandelbar sind, bis sie der eigenen Regierungsoption im Weg stehen. Wenn Antisemitismus wirklich eine rote Linie ist, dann braucht es Konsequenzen. Wenn Verbindungen in problematische Milieus wirklich eine rote Linie sind, dann braucht es Konsequenzen. Wenn die politische Vergangenheit einer möglichen Regierenden Bürgermeisterin Fragen aufwirft, dann braucht es Antworten, die mehr sind als ein paar sauber formulierte Presseerklärungen. Und wenn diese Konsequenzen ausbleiben, muss man das Kind beim Namen nennen: **Dann werden rote Linien nicht verteidigt. Sie werden für Macht geopfert.** Gerade deshalb reicht es auch nicht, Elif Eralp weiter als selbstverständlich gesetzte Spitzenfigur zu behandeln. Wer glaubwürdig einen Schnitt demonstrieren will, muss auch die eigene Führung zur Disposition stellen. Sonst bleibt die Botschaft dieselbe: Alles kann bleiben, solange sich SPD und Grüne am Ende zur Koalition durchringen. Das wäre kein Neuanfang. **Das wäre die politische Legitimierung genau jener Zustände, die vorher noch zum Skandal erklärt wurden.** Und SPD und Grüne könnten sich danach nicht mehr darauf berufen, sie hätten nur widerwillig Kompromisse gemacht. **Sie hätten gesehen, worum es geht. Sie hätten die Warnzeichen selbst benannt. Und sie hätten sich trotzdem entschieden, diese Regierung möglich zu machen.** Das ist die Verantwortung, die danach an ihnen hängen bleibt. ## ### Block Prozess: Das perfekte Alibi – oder genau das erwartbare Verhalten? URL: https://dievossische.de/block-prozess-das-perfekte-alibi-oder-genau-das-erwartbare-verhalten/ Last updated: 2026-10-03T17:35:32.000Z Gerhard Delling will mit ruhigem Auftreten und seltener Handynutzung seine Ahnungslosigkeit belegen. Doch genau dieses Verhalten ist auch mit den beschriebenen Regeln professioneller, abgeschirmter Kommunikation vereinbar. Das vermeintliche Entlastungsargument bekommt damit einen Haken. _This post is for subscribers only._ ### „Wenn Worte und Taten auseinanderfallen“ URL: https://dievossische.de/wenn-worte-und-taten-auseinanderfallen/ Last updated: 2026-10-03T15:38:03.000Z ## Jonathan Falk über den Sieg der Linken in Berlin, Antisemitismus, Rote Hilfe, Pro-Palästina-Aktivismus und die Kontakte ins Clan-Milieu **Mit „Der Verrat an der Freiheit“ hat Jonathan Falk ein Buch geschrieben, das sich nicht nur mit Hamas, Islamismus und dem 7\. Oktober beschäftigt. Ganze Kapitel behandeln den Antisemitismus im Westen, progressiven Anti-Israel-Aktivismus, die Muslimbruderschaft in Deutschland und die Verbindung islamistischer und linksradikaler Milieus. Wenige Monate später hat die Linke die Berliner Abgeordnetenhauswahl gewonnen. Gleichzeitig holen die Partei alte und neue Debatten ein: die Rote Hilfe, Antisemitismus in der Linksjugend, radikale Pro-Palästina-Positionen und die inzwischen weit über eine Wahlparty hinausreichenden Kontakte des Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak zur Familie Remmo. Cilla Zieliński spricht mit Falk darüber, ob sein Buch gerade von der Realität eingeholt wird.** --- **Cilla Zieliński:** Herr Falk, als Sie „[Der Verrat an der Freiheit](https://www.amazon.de/dp/B0GHS8H521?ref=dievossische.de)“ geschrieben haben, war die Vorstellung, dass die Linke stärkste Kraft in Berlin werden könnte, noch Zukunftsmusik. Am 20\. September hat sie die Wahl gewonnen. Das endgültige amtliche Ergebnis steht zwar erst am 12\. Oktober fest, politisch hat sich Berlin aber bereits verändert. Haben Sie beim Wahlabend gedacht: Jetzt beginnt der zweite Teil meines Buches? **Jonathan Falk:** Ich habe eher gedacht: Jetzt können wir überprüfen, ob die Mechanismen, die ich im Buch beschreibe, tatsächlich existieren. Mich interessiert weniger, dass die Linke eine Wahl gewonnen hat. Das ist Demokratie. Interessant ist, **wer in dieser Partei aufsteigt, welche Milieus sie inzwischen erreicht, welche politischen Positionen sie duldet und an welcher Stelle aus schönen Grundsatzerklärungen konkrete Konsequenzen werden müssten.** Denn Antisemitismus bekämpft man nicht mit einer Broschüre. Man bekämpft ihn dort, wo er in den eigenen Reihen auftaucht. **Zieliński:** Genau da möchte ich einhaken. Die Linke verweist ständig auf Beschlüsse gegen Antisemitismus. In Ihrer Sprache wären das Lippenbekenntnisse? **Falk:** Beschlüsse sind zunächst Papier. Sie können ernst gemeint sein – oder sie können eine politische Schutzbehauptung sein. Der entscheidende Test lautet: **Was geschieht, wenn jemand die behauptete rote Linie überschreitet?** Wird er ausgeschlossen? Verliert er sein Amt? Wird eine Kandidatur beendet? Oder wird erklärt, die Formulierung sei vielleicht unglücklich gewesen, man müsse den Kontext berücksichtigen und eigentlich gehe es um eine wichtige politische Debatte? An diesem Unterschied erkennt man, ob eine Partei eine Grenze hat oder nur eine Pressemitteilung. **Zieliński:** Diese Kritik kommt inzwischen nicht mehr nur von politischen Gegnern der Linken. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warf der Bundespartei nach dem Wahlsieg vor, auf entsprechende Vorfälle lediglich mit „Lippenbekenntnissen“ reagiert zu haben, statt Personen auszuschließen und erkennbare Grenzen zu ziehen. **Falk:** Und genau das ist der Punkt. Ich muss nicht behaupten, jedes Mitglied der Linken sei antisemitisch. Das wäre Unsinn. Die relevante Frage lautet vielmehr: **Wie viel Antisemitismus, wie viel Antizionismus und wie viel Relativierung akzeptiert eine Organisation, bevor tatsächlich eine Konsequenz folgt?** Eine Partei wird nicht nur durch ihre Programme definiert. Sie wird auch dadurch definiert, wen sie trotz allem behält. --- **Zieliński:** Nehmen wir Elif Eralp. Im Wahlkampf präsentierte sie sich als Politikerin, die jüdisches Leben schützen und Israels Existenzrecht verteidigen will. Gleichzeitig wissen wir inzwischen, dass sie über Jahre Mitglied der Roten Hilfe war und erst 2025 austrat – also unmittelbar vor ihrer Spitzenkandidatur. Der Verfassungsschutz führt die Rote Hilfe als linksextremistische Organisation. Die Partei sagt, Eralp sei nur passives Mitglied gewesen und wegen politischer Differenzen ausgetreten. Wie bewerten Sie das? **Falk:** Ich finde den Zeitpunkt interessanter als jede Empörung. Sie war nicht mit 19 für drei Monate Mitglied und hatte das vergessen. Sie hat die Mitgliedschaft offengelegt. Sie wusste also, wo sie Mitglied war. Dann verlässt sie die Organisation 2025, unmittelbar vor dem politischen Aufstieg zur Spitzenkandidatin. Das beweist zunächst nichts Verwerfliches. Menschen können ihre Meinung ändern. Aber für eine Frau, die Regierende Bürgermeisterin werden möchte, ist die naheliegende journalistische Frage: **Welche politischen Positionen der Roten Hilfe teilte sie – und welche nicht mehr? Warum genau trat sie aus? Welche Position war plötzlich unvereinbar?** Das ist bisher viel interessanter als die Formel vom „passiven Mitglied“. **Zieliński:** Und dann passiert etwas Bemerkenswertes: Kaum wird Eralps frühere Mitgliedschaft öffentlich diskutiert, tritt Sören Pellmann der Roten Hilfe neu bei. Zur Klarstellung: Pellmann ist nicht Parteivorsitzender, sondern gemeinsam mit Heidi Reichinnek Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Er bestätigte seinen Eintritt zum 30\. September und begründete ihn mit rechtlichem Beistand für Menschen mit wenig Geld. Der Verfassungsschutz bezeichnet das primäre Betätigungsfeld der Roten Hilfe dagegen als Unterstützung linksextremistischer Straftäter und sieht in ihr einen Legitimationsrahmen für Straf- und Gewalttaten. Pellmann widerspricht dieser Bewertung. Was sagt Ihnen dieser demonstrative Eintritt? **Falk:** Vor allem, dass man Eralps frühere Mitgliedschaft nicht einfach als jugendbiografische Randnotiz behandeln kann. Wenn einer der beiden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion 2026 bewusst derselben Organisation beitritt, während genau diese Organisation politisch diskutiert wird, ist die Verbindung zur Roten Hilfe keine abgeschlossene Episode aus Eralps Vergangenheit. Sie ist Gegenwart der Partei. Und dann darf man fragen: Welches Signal soll dieser Beitritt senden? An die Sicherheitsbehörden? An die eigene radikale Szene? An potenzielle Koalitionspartner? Oder an Eralp? --- **Zieliński:** Ihr Buch stellt die These auf, dass sich in Teilen der westlichen Linken eine merkwürdige Allianz aus antiwestlichem Aktivismus, Antizionismus und islamistischen Interessen herausgebildet habe. Im Prolog benutzen Sie dafür auch den in Frankreich umstrittenen Begriff „Islamo-Gauchisme“. Die Linksjugend liefert dafür derzeit zumindest Material für eine Debatte. Der Bayerische Rundfunk dokumentierte im Juni Aussagen von Funktionären und Vorstandsmitgliedern. Ein Landessprecher schrieb „Israel verrecke“, sprach von „israelischen Konzentrationslagern“ und behauptete, Israel begehe einen Genozid „im Namen des Judentums“. Ein Politikwissenschaftler wertete die Formulierungen als antisemitisch beziehungsweise holocaustrelativierend. Ist das noch Antizionismus? **Falk:** „Israel verrecke“ ist für mich keine Kritik an Netanjahu und keine Debatte über Grenzen von 1967. Das ist der Wunsch nach dem Untergang eines Landes. Und in diesem Land leben Millionen Juden. Es ist bemerkenswert, wie kompliziert manche Leute einen Satz interpretieren wollen, der eigentlich sehr einfach ist. **Zieliński:** Der BR fand noch mehr. Funktionäre verherrlichten Stalin, Mao und die DDR. Der Berliner Landessprecher der Linksjugend nahm an einer Demonstration des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees teil – einer Organisation, in der sich laut Berliner Verfassungsschutz auch Hamas-Anhänger organisieren. Im internen Forum bestritt er die Einschätzung des Verfassungsschutzes ausdrücklich und erklärte die Gruppe für weder islamistisch noch Hamas-nah. **Falk:** Genau dort wird mein Buch aktuell. Nicht weil jeder Teilnehmer einer Palästina-Demonstration Extremist wäre. Das wäre eine absurde Behauptung. Sondern weil Teile einer deutschen linken Jugendorganisation offenbar bereit sind, eine staatliche Einschätzung über ein islamistisches Umfeld reflexhaft zurückzuweisen, während gleichzeitig Israel dämonisiert wird. Das ist diese ideologische Verschiebung, über die ich schreibe. --- **Zieliński:** Die Berliner Linksjugend geht sogar weiter. Sie beschloss, Zionismus sei als politisches Konzept mit ihren Grundwerten unvereinbar. Israel wird als koloniales Projekt beschrieben; der Landesverband spricht von einem seit Jahrzehnten andauernden Genozid und distanziert sich organisatorisch von seinem eigenen proisraelischen Bundesarbeitskreis Shalom. Kann man dann noch behaupten, das seien bloß einzelne Spinner? **Falk:** Das ist genau die falsche Frage. Eine Organisation kann radikale Einzelmitglieder haben. Das ist bei Parteien mit Tausenden Mitgliedern unvermeidbar. Aber ein **Beschluss eines Landesverbandes** ist kein privater Instagram-Kommentar mehr. Und wenn die anerkannte Jugendorganisation einer Partei solche Positionen beschließt, während dieselbe Partei öffentlich erklärt, das Existenzrecht Israels sei selbstverständlich, entsteht ein politischer Widerspruch. Dann darf man fragen: Welche der beiden Botschaften beschreibt die politische Bewegung ehrlicher? --- **Zieliński:** Die Bundespartei hat sich von mehreren dieser Aussagen distanziert. **Falk:** Natürlich. Aber Distanzierung ist noch keine Konsequenz. **Zieliński:** Besonders bemerkenswert war die Reaktion auf die BR-Recherche. Ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag von Parteivorstand und Linksjugend beschäftigte sich zunächst ausführlich mit dem Stalinismus – zu den gleichzeitig dokumentierten Antisemitismusvorwürfen enthielt er dagegen kein Wort. **Falk:** Genau solche Vorgänge meine ich. Man muss gar keine Verschwörung behaupten. Man muss nur die Frage stellen: **Warum ist es offenbar leichter, sich von Stalin zu distanzieren als von bestimmten antiisraelischen Positionen im eigenen Nachwuchs?** --- **Zieliński:** Kommen wir nach Neukölln. Im ersten Interview hatte ich Ihnen entgegengehalten, die Anwesenheit von Issa Rammo auf einer offenen Wahlparty beweise überhaupt keine Verbindung der Linken zum Clan-Milieu. Nach der inzwischen veröffentlichten Recherche ist diese Formulierung zu kurz gegriffen. **Falk:** Erheblich zu kurz. **Zieliński:** Was inzwischen dokumentiert ist: Ferat Koçak, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter der Linken aus Neukölln, stand nicht nur zufällig neben jemandem auf einer Party. Firas Rammo veröffentlichte einen Chat. Koçak richtete Grüße an dessen Vater Issa aus. Später, als er nach eigener Darstellung bereits wusste, mit wem er kommunizierte, bat er Firas Rammo, ein Video seiner Bundestagsrede gegen den Begriff „Clankriminalität“ unter „alle eure Leute“ zu verbreiten. Koçak bezeichnete das später selbst als Fehler. Dann wurde bekannt, dass der Kontakt noch weiterging. **Falk:** Ja. Und damit fällt die Geschichte vom zufälligen Wahlparty-Gast auseinander. **Zieliński:** Im Februar hatte Firas Rammo Koçak ein Smartphone für Antifa-Jugendliche angeboten. Koçak wollte es im Büro der Familie abholen und traf dort nach seiner eigenen Darstellung Issa Rammo. Später lud Firas Rammo ihn im Namen seines Vaters zur Hochzeit eines Bruders ein. Koçak sagte ab, schickte aber herzliche Grüße an die Familie. **Falk:** Und das ist journalistisch eine völlig andere Kategorie. Das heißt noch immer nicht, dass Koçak Teil organisierter Kriminalität wäre. Dafür gibt es keinen Beleg, und das sollte auch niemand behaupten. Aber wir reden jetzt über einen **wiederholten persönlichen Kontakt**. Wir reden über Kommunikation. Über einen Bürobesuch. Über eine Sachspende. Über eine Einladung zu einer Familienfeier. Und über die Bitte eines Bundestagsabgeordneten an ein Mitglied dieser Familie, seine politische Botschaft zu verbreiten. Das ist keine Kontaktschuld mehr. Das ist ein politisch relevanter Kontakt, über den man Fragen stellen darf. --- **Zieliński:** Inzwischen gibt es noch eine weitere Ebene. Recherchen von Welt und Bild zufolge wohnten Verwandte Koçaks mehrere Jahre in einem inzwischen beschlagnahmten Remmo-Haus in Neukölln und betrieben dort ein Geschäft. Ermittlungsakten sollen die Immobilie einem zentralen Remmo-Komplex zuordnen. Das beweist keine persönliche Beziehung Koçaks zum Eigentümer, erweitert aber den biografischen Kontext der inzwischen bekannten Kontakte. **Falk:** Genau deshalb muss man sauber formulieren. Dass Verwandte in einem Haus wohnen, beweist nichts über einen Politiker. Aber wenn daneben der Chat existiert, die Handy-Spende existiert, der Bürobesuch existiert und die Hochzeitseinladung existiert, kann man nicht mehr so tun, als bestehe die gesamte Geschichte aus einem Mann, der zufällig in eine Wahlparty spaziert ist. --- **Zieliński:** Hinzu kommt eine zweite Großfamilie. Bei der Neuköllner Wahlparty waren nach Tagesspiegel-Recherchen zwei Social-Media-Aktivisten aus der Familie Barbakh. Einer interviewte den Linken-Bezirksbürgermeisterkandidaten Ahmed Abed. Der Tagesspiegel berichtet außerdem über frühere Sympathiebekundungen eines der Männer für den bewaffneten Arm der Fatah. Die Betroffenen beziehungsweise ihr Umfeld widersprechen Teilen der Zuordnung einzelner Fotos. Wie weit darf Journalismus hier gehen? **Falk:** Genau bis zum letzten belegbaren Punkt. Man darf schreiben, wer da war. Man darf schreiben, wer wen interviewte. Man darf dokumentierte Social-Media-Inhalte zitieren. Und man darf die Partei fragen, warum bestimmte Akteure offenbar Zugang zu Veranstaltungen und Politikern finden. Was man nicht darf, ist automatisch aus einer Großfamilie eine kriminelle Vereinigung zu machen oder einem Menschen die Taten seiner Verwandten anzurechnen. Das wäre keine Recherche, sondern Sippenhaft. --- **Zieliński:** Interessant ist in diesem Zusammenhang auch Eralps migrationspolitische Position. Im September sagte sie t-online wörtlich: „Jede Abschiebung ist eine Abschiebung zu viel.“ Auf die Nachfrage, ob das auch für verurteilte Straftäter gelte, erklärte sie, Straftäter sollten in Deutschland vor Gericht gestellt werden und hier ihre Strafe verbüßen. Auf die Frage, ob es für sie irgendeinen Punkt gebe, an dem ein Mensch sein Bleiberecht verwirkt habe, antwortete sie: „Nein.“ Kritiker werden sagen: Genau solche Positionen sind für kriminelle Milieus attraktiv. **Falk:** Das kann man politisch kritisieren. Aber ich wäre vorsichtig mit der Formulierung, Eralp betreibe diese Politik, **um** kriminellen Clans zu gefallen. Dafür gibt es keinen Beleg. Man kann aber die Konsequenz ihrer Position beschreiben: Nach ihrer politischen Vorstellung soll selbst ein ausländischer Straftäter grundsätzlich nicht als zusätzliche Folge seiner Tat abgeschoben werden, sondern seine Strafe in Deutschland verbüßen. Das ist eine sehr weitreichende Position. Und selbstverständlich darf man untersuchen, welchen Milieus solche politischen Forderungen nützen. Nur sollte man Wirkung und Motivation nicht verwechseln. --- **Zieliński:** Eralp wiederum sagt, sie wolle gegen organisierte Kriminalität vorgehen, mehr Personal für die Strafverfolgung einsetzen und Schwerpunktstaatsanwaltschaften stärken. Den Begriff „Clankriminalität“ lehnt sie ab. **Falk:** Dann muss man genau diese beiden Positionen nebeneinanderstellen. Das ist gute Politikberichterstattung. Nicht die Pressemitteilung allein. Nicht das empörende Zitat allein. Sondern der Widerspruch. --- **Zieliński:** Ihr Buch beschreibt schon im Prolog eine Entwicklung, bei der antiisraelische Narrative über Aktivisten und migrantische Milieus in Parteien, Verbände und kommunale Strukturen gelangen könnten. Wenn Sie heute auf Neukölln schauen: Ist das der Beleg? **Falk:** Es ist Material, das geprüft werden muss. Ich möchte das Wort „Beweis“ nicht inflationär verwenden. Aber wir sehen eine bemerkenswerte Überlagerung: eine sehr starke Pro-Palästina-Mobilisierung, einen Bezirksverband der Linken mit deutlich härteren Israelpositionen, einen Bürgermeisterkandidaten Ahmed Abed, der wegen seiner Israelpositionen seit Monaten umstritten ist, einen Bundestagsabgeordneten mit inzwischen dokumentierten Kontakten zur Familie Remmo, Akteure aus weiteren Großfamilien auf Parteiveranstaltungen, und eine Linksjugend, die den Zionismus grundsätzlich ablehnt. Wer daraus keinerlei politisches Muster erkennen möchte, muss zumindest erklären, warum. --- **Zieliński:** Nun könnte man Ihnen vorwerfen, Sie nähmen sämtliche belastenden Indizien und blendeten die entlastenden aus. Eralp hat beispielsweise den radikalen niedersächsischen Zionismus-Beschluss ihrer Partei im März ausdrücklich kritisiert. Sie erklärte das Existenzrecht Israels und das Selbstbestimmungsrecht jüdischer Menschen für nicht verhandelbar. **Falk:** Das gehört selbstverständlich dazu. Und genau deshalb spreche ich von einem Glaubwürdigkeitsproblem, nicht von Gedankenlesen. Die Frage ist nicht, ob Eralp den richtigen Satz sagen kann. Natürlich kann sie das. Die Frage ist, wie sie handelt, wenn Personen aus ihrer eigenen Partei andere Grenzen überschreiten. --- **Zieliński:** Ahmed Abed blieb Kandidat für das Bezirksbürgermeisteramt in Neukölln. Der Neuköllner Bezirksverband veranstaltete 2025 ein Palästinafest, bei dem nach Zeit-Recherchen auch Personen eingeladen waren, denen der Berliner Verfassungsschutz Nähe zur Hamas zuschreibt. Im Wahlkampf 2026 trat bei einer Veranstaltung desselben Bezirksverbandes ein Rapper auf, dessen Texte Gewalt gegen israelische Soldaten propagierten. Eralp verurteilte den Auftritt anschließend scharf. **Falk:** Und wieder stellt sich dieselbe Frage: Was folgt aus der Verurteilung? Wenn nach jedem Skandal ein Satz erscheint – „das entspricht nicht unseren Werten“ – aber dieselben Strukturen politisch weiterarbeiten, dann muss ein Journalist irgendwann nicht mehr nach den Worten fragen. Dann fragt er nach den Konsequenzen. --- **Zieliński:** Ist das der eigentliche Kern Ihres Buches? **Falk:** Ja. Freiheit geht nicht nur verloren, wenn jemand offen erklärt: Ich bin gegen Demokratie. Sie kann auch ausgehöhlt werden, wenn politische Lager für ihre eigenen Leute andere Maßstäbe entwickeln. Wenn Antisemitismus von rechts sofort erkannt wird, aber bei Verbündeten plötzlich semantische Gutachten benötigt. Wenn Homophobie beim Rechtsextremen menschenfeindlich ist, beim religiösen Fundamentalisten aber als kulturelle Sensibilität behandelt wird. Wenn eine extremistische Organisation beim politischen Gegner einen Rücktritt auslösen würde, die eigene Mitgliedschaft aber als juristische Solidarität umgedeutet wird. Dann entstehen doppelte Standards. ![](https://dievossische.de/content/images/2026/10/verrat-an-der-freiheit.jpg) #### Der Verrat an der Freiheit: Linke Ideologie, Islamismus und der neue Antisemitismus ****Der Verrat an der Freiheit: Linke Ideologie, Islamismus und der neue AntisemitismusEine politisch-juristische Systemanalyse über den schleichenden Verlust unserer Grundwerte** ****Freiheit stirbt nicht durch einen lauten Knall. Sie erlischt dort, wo Recht und Schutz selektiv angewendet werden.** In seinem monumentalen Werk legt der Autor eine chirurgisch präzise Untersuchung der westlichen Gesellschaft vor ****Der Indikator jüdisches Leben: Die zentrale These** Das Schicksal der jüdischen Gemeinschaft ist der Gradmesser für die Freiheit von uns allen. Jonathan Falk zeigt auf: Wo der Staat jüdisches Leben nicht mehr bedingungslos schützt, hat der Verrat an den liberalen Grundlagen bereits begonnen. **„Nicht weil Muslime zahlreich sind, sondern weil Juden wenige sind, kann sich der Staat leisten, ihre Sicherheit politisch nachrangig zu behandeln.“* [Jetzt auf Amazon kaufen](https://www.amazon.de/dp/B0GHS8H521?ref=dievossische.de) --- **Zieliński:** Sie haben ein besonders provokantes Kapitel „Sind die Linken die neuen Nazis?“ genannt. Würden Sie diese Überschrift heute noch verwenden? **Falk:** Ja – aber ich würde noch deutlicher dazuschreiben, dass es nicht um eine historische Gleichsetzung geht. Der Nationalsozialismus war eine mörderische Diktatur, die den Holocaust organisiert hat. Wer heutige Parteipolitiker einfach mit diesem Regime gleichsetzt, verharmlost die Geschichte. Meine Frage richtet sich auf autoritäre Mechanismen, auf die Ausschaltung unerwünschter Debatten und besonders auf das Phänomen, dass Antisemitismus plötzlich wieder in einem Milieu auftritt, das sich selbst für den historischen Hauptgegner des Antisemitismus hält. Gerade das macht ihn so schwer erkennbar. --- **Zieliński:** Also sind für Sie nicht irgendwelche Parteitagsbeschlüsse entscheidend? **Falk:** Nein. Entscheidend sind drei Dinge: **wen eine Partei aufstellt, wen sie schützt und wen sie ausschließt.** Daran erkennt man ihre tatsächlichen Grenzen. Nicht an einem Leitfaden. --- **Zieliński:** Und was müsste eine Berliner Regierung unter Führung der Linken tun, damit Sie Ihre These korrigieren? **Falk:** Das wäre relativ einfach zu überprüfen. Konsequenter Schutz jüdischer Einrichtungen. Gleicher Maßstab für rechten, linken und islamistischen Antisemitismus. Keine Zusammenarbeit mit Organisationen, die Terror verherrlichen. Transparenz bei Kontakten zu problematischen politischen oder kriminellen Milieus. Und eine klare Trennung zwischen dem notwendigen Schutz palästinensischer Zivilisten und der Dämonisierung Israels. Wenn das tatsächlich umgesetzt würde, wäre das ein wichtiges Gegenargument zu meiner Diagnose. **Zieliński:** Und wenn nicht? **Falk:** Dann wäre Berlin nicht das Gegenargument zu meinem Buch. Dann wäre Berlin sein nächstes Kapitel. --- Jonathan Falk, Der Verrat an der Freiheit, Elif Eralp, Die Linke Berlin, Berlin-Wahl 2026, Antisemitismus Linke, Linksjugend Antisemitismus, Rote Hilfe, Sören Pellmann, Ferat Koçak, Remmo Clan, Firas Rammo, Issa Rammo, Ahmed Abed, Neukölln, Pro Palästina Berlin, Israel, Zionismus, Hamas, Linksextremismus, Clan-Kriminalität, Rote Hilfe Linke, Elif Eralp Abschiebung. ### Deutschland: Gemeinsamkeit auf Abruf? URL: https://dievossische.de/deutschland-gemeinsamkeit-auf-abruf/ Last updated: 2026-10-03T13:34:51.000Z Der Tag der Deutschen Einheit sollte verbinden. Doch politische Lagerkämpfe, der Aufstieg der AfD, Debatten über die Linke, Streit um Erinnerungskultur und politische Gewalt zeigen: Gemeinsame Maßstäbe sind brüchig geworden. Was hält Deutschland heute noch zusammen? _This post is for subscribers only._ ### Das Block-Kartell der Inszenierung URL: https://dievossische.de/das-block-kartell-der-inszenierung/ Last updated: 2026-10-02T18:41:49.000Z Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder zeigt sich eine drastische Schieflage: Während normale Angeklagte unter der Justiz zerbrächen, steuert eine hochbezahlte PR-Maschinerie um Béla Anda und Spitzenjuristen die öffentliche Wahrnehmung. _This post is for subscribers only._ ### Schon wieder ein Preis für Suraj Mailitafi? URL: https://dievossische.de/schon-wieder-ein-preis-fur-suraj-mailitafi/ Last updated: 2026-10-02T13:24:55.000Z ## Wer den Widersetzen-Sprecher auszeichnet – und wer dafür bezahlt ### Journalisten werden geschlagen und getreten. Widersetzen-Sprecher Suraj Mailitafi erklärt die Angegriffenen zu „rechten Provokateuren“ und verweigert auf ausdrückliche Nachfrage die Distanzierung von den Tätern. Wenige Monate später steht er beim Deutschen Engagementpreis in der Kategorie „Demokratie und Partizipation“ zur Wahl. Die Spur führt über die Allianz Foundation, eine damalige Vorständin der staatlich finanzierten Ehrenamtsstiftung, Young Schura und ein weit verzweigtes politisches Netzwerk. Eine Recherche über Preise, Millionenförderung und die Frage, welche Maßstäbe hier eigentlich gelten. Es ist nur ein Satz. Aber es ist ein Satz, den man nicht aus der Welt moderieren kann. Nach körperlichen Angriffen auf Journalisten bei den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt wurde Suraj Mailitafi gefragt, ob Gewalt gegen Menschen legitim sei, die er für Faschisten hält. Seine Antwort: „Sie wollen eine Distanzierung von mir, die kann ich Ihnen aber nicht liefern.“ Mailitafi fügte als Begründung hinzu, die Menschen, die sich „haben provozieren lassen“, gehörten schließlich ebenfalls zur antifaschistischen Bewegung. Das Zitat stammt aus einem Stern-Interview und wurde anschließend vollständig dokumentiert. Drei Monate später präsentiert der Deutsche Engagementpreis Suraj Mailitafi als Kandidaten. Themengebiet: „Demokratie und Partizipation“. Preisgeld beim Publikumspreis: 10.000 Euro. Und damit beginnt eine Geschichte, bei der es nicht nur um einen Aktivisten geht. Es geht um diejenigen, die ihn auswählen. Um diejenigen, die ihn finanzieren. Um diejenigen, die ihn auszeichnen. Und um ein System von Stiftungen, Verbänden und Jurys, in dem sich dieselben Institutionen erstaunlich häufig wiederbegegnen. ## Erfurt: Reporter werden gejagt, geschlagen und getreten Zunächst die Tatsachen. Am 4\. Juli 2026 berichteten Journalisten über die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Drei Reporter von Apollo News wurden nach Feststellungen des internationalen Committee to Protect Journalists verfolgt, geschlagen, getreten und mit Gegenständen beworfen. Sie mussten medizinisch versorgt werden. Einer von ihnen wurde wegen einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandelt. Auch ein Reporter der Jungen Freiheit wurde angegriffen und ins Gesicht geschlagen. Die Thüringer Polizei leitete Ermittlungen ein – bei den Angriffen auf die Apollo-Reporter wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, beim Angriff auf den Reporter der Jungen Freiheit wegen Raubes und Körperverletzung. Das ZDF überprüfte die Vorwürfe ebenfalls und kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Es gebe keine Hinweise darauf, dass die angegriffenen Journalisten sich presserechtlich unzulässig verhalten hätten. Reporter ohne Grenzen formulierte dazu: „Kritik an Berichterstattung ist legitim – Gewalt und Einschüchterung sind es nie.“ Damit war die Ausgangslage eindeutig. Journalisten waren körperlich angegriffen worden. Die entscheidende Frage wäre eigentlich einfach gewesen: Verurteilt ein Sprecher des veranstaltenden Protestbündnisses diese Gewalt? ## Mailitafi: „Das sind keine Journalisten“ Mailitafi tat etwas anderes. Als er im Stern auf die Angriffe angesprochen wurde, erklärte er über Reporter von Apollo News und Nius: „Das sind keine Journalisten, sondern rechte Provokateure.“ Er warf ihnen vor, mit der Absicht zu Veranstaltungen zu kommen, zu provozieren und anschließend Bilder davon „propagandistisch auszuschlachten“. Das Muster ist bemerkenswert. Nicht die Täter stehen zunächst im Mittelpunkt. Sondern diejenigen, die geschlagen wurden. Aus Journalisten werden „Provokateure“. Aus Gewalt wird eine Reaktion auf angebliche Provokation. Und schließlich fragt der Stern genau das, worauf es ankommt: „Ist Gewalt gegenüber Menschen, die Sie als Faschisten und Faschistinnen betrachten, legitim?“ Mailitafis Antwort: „Sie wollen eine Distanzierung von mir, die kann ich Ihnen aber nicht liefern.“ Das ist keine bloße Unterlassung. Mailitafi wurde nicht vergessen zu fragen. Die Gewalt wurde nicht abstrakt beschrieben. Er wurde ausdrücklich mit der Frage konfrontiert, ob Gewalt gegenüber bestimmten politischen Gegnern legitim sei. Und er verweigerte ausdrücklich die Distanzierung. Seine Begründung war die Zugehörigkeit der Gewalttäter zur eigenen „antifaschistischen Bewegung“. ## Gewalt muss man nicht selbst ausüben, um sie politisch zu legitimieren Natürlich gibt es keinen Beleg dafür, dass Mailitafi selbst einen Reporter geschlagen oder getreten hat. Das behauptet auch niemand, der seriös arbeitet. Aber politische Rechtfertigung von Gewalt beginnt nicht erst mit der eigenen Faust. Sie kann darin bestehen, Gewalttäter zu entschuldigen, Verantwortung auf die Opfer zu verschieben oder Gewalt abhängig von der politischen Einordnung des Opfers unterschiedlich zu bewerten. Genau deshalb ist Mailitafis Antwort relevant. Er erklärt die Angegriffenen zu „rechten Provokateuren“. Er unterstellt ihnen eine Provokationsstrategie. Er spricht ihnen den Journalistenstatus ab. Und er verweigert anschließend die Distanzierung von den Tätern mit der Begründung, diese gehörten zur eigenen Bewegung. Ob man diesen Vorgang sprachlich als Gewaltverherrlichung, Gewaltrechtfertigung oder Relativierung von Gewalt bezeichnet, ist eine journalistische Bewertung. Der zugrunde liegende Sachverhalt ist dagegen dokumentiert. ## Das war keine Einzelmeinung im Affekt Auch das Bündnis Widersetzen reagierte nach den Angriffen nicht mit einer vorbehaltlosen Verurteilung. Am 6\. Juli veröffentlichte Widersetzen eine Pressemitteilung unter dem Titel: „Gezielte Eskalation durch rechte Provokateure“. Darin wurden Apollo News und Junge Freiheit ebenfalls als „rechte Provokateure“ bezeichnet. Widersetzen behauptete, sie hätten Teilnehmer bedrängt und versucht, Vorfälle zu provozieren, die anschließend propagandistisch ausgeschlachtet werden könnten. Widersetzen-Sprecherin Noa Sander ging noch weiter. Auf einer Pressekonferenz erklärte sie: „Faschist mit einem Presseausweis sind immer noch Faschist.“ Das ZDF zitierte diese Aussage ausdrücklich im Zusammenhang mit den Angriffen und stellte fest, dass die politische Ausrichtung eines Mediums dessen presserechtlichen Schutz nicht aufhebt. Erst am 8\. Juli veröffentlichte das Bündnis eine Formulierung, wonach Angriffe auf Menschen nicht dem eigenen Aktionskonsens entsprächen. Gleichzeitig blieb es bei der Bezeichnung der angegriffenen Reporter als „rechte Provokateure“. ## Wer steckt organisatorisch hinter Widersetzen? Auch hier lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Im Impressum von Widersetzen steht: Thomas Willms. Organisation: VVN-BdA – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Auch das Spendenkonto von Widersetzen läuft nicht auf irgendeine lose Initiative. Kontoinhaber ist die Bundesvereinigung VVN-BdA. Thomas Willms ist Bundesgeschäftsführer der VVN-BdA. Und er beschreibt die Rolle seines Verbandes bei Widersetzen selbst bemerkenswert offen. In einem Interview des eigenen VVN-BdA-Magazins sagt Willms: Die VVN-BdA sei „von Anfang an mit dabei“. Und: „Nur Mitmachen reicht für uns nicht. Wir müssen schon in die Verantwortung.“ Deshalb stehe er auch als Verantwortlicher auf den Flyern von Widersetzen. Das ist kein verstecktes Verhältnis. Die organisatorische Verantwortung wird von der VVN-BdA selbst ausdrücklich beansprucht. ## Und genau dieser Mann steht jetzt beim Deutschen Engagementpreis Wer heute die Seite des Deutschen Engagementpreises öffnet, findet dort ein vollkommen anderes Bild. Suraj Mailitafi wird präsentiert als Aktivist für Chancengerechtigkeit, Demokratie und Antirassismus. Sein Engagement finde „auf der Straße, in Schulen und Vereinen, in der Kommunalpolitik und auf Social Media“ statt. Seine Sprecherrolle bei Widersetzen wird auf der offiziellen Profilseite nicht erwähnt. Die Kontroverse um die Gewalt gegen Journalisten ebenfalls nicht. Das Themenfeld dagegen schon: „Demokratie und Partizipation“. Der Publikumspreis ist mit 10.000 Euro ausgestattet. Der zweite und dritte Platz erhalten 7.500 beziehungsweise 5.000 Euro. Die Frage lautet deshalb: Wer hat Mailitafi überhaupt in dieses System gebracht? ## Die Spur führt zur Allianz Foundation Der Deutsche Engagementpreis hat Mailitafi nicht selbst nominiert. Auf seiner Kandidatenseite steht ausdrücklich: „Nominiert von: Movers of Tomorrow Award.“ Dieser Preis wird von der Allianz Foundation vergeben. 2025 wurden dort 143 Personen nominiert. Nach einer Onlineabstimmung kamen die 50 Stimmenstärksten in die sogenannte Movers-Kohorte. Jeder erhielt 1.500 Euro. Danach wählte eine Jury zehn zusätzliche Preisträger aus. Sie erhielten weitere 3.500 Euro. Suraj Mailitafi gehörte zu diesen zehn Jury-Preisträgern. Er erhielt damit insgesamt 5.000 Euro aus dem Programm. Und die Auszeichnung machte ihn anschließend nominierungsfähig für den Deutschen Engagementpreis. ## Wer saß in der Jury, die Mailitafi auszeichnete? Hier wird aus einer einfachen Preisgeschichte eine Netzwerkgeschichte. Die Jury bestand unter anderem aus: Christian Humborg, CEO der Allianz Foundation. Andreas Schmid von der Allianz Betriebs- und Vertriebs AG. Und: Katarina Peranić. Ihre damalige Funktion? Vorständin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt – DSEE. Genau diese DSEE veranstaltet heute den Deutschen Engagementpreis. Die Kette lautet also: Allianz Foundation. Movers of Tomorrow. Jury mit der damaligen DSEE-Vorständin Katarina Peranić. Auszeichnung Mailitafis. Darauf basierende Nominierung für den Deutschen Engagementpreis. Veranstalter dieses Deutschen Engagementpreises: wieder die DSEE. Das beweist keine Absprache. Es beweist aber eine institutionelle Überschneidung, die bislang in der öffentlichen Darstellung praktisch unsichtbar bleibt. ## Und wie finanziert sich die Allianz Foundation? 2025 nahm die Allianz Foundation insgesamt rund 8,78 Millionen Euro ein. Davon entfielen 5,035 Millionen Euro auf Spenden. Für den Movers of Tomorrow Award gab die Stiftung rund 277.000 Euro aus. Die Foundation bezeichnet die Allianz SE als zentrale Geldgeberin; die Verbindung zwischen Konzern und Stiftung ist damit finanziell erheblich. Das heißt: Bevor Mailitafi beim staatlich getragenen Ehrenamtspreis auftauchte, war er bereits Teil eines mit erheblichen privaten Mitteln finanzierten Förder- und Auszeichnungsprogramms. ## Danach kommt der Steuerzahler ins Spiel Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ist keine gewöhnliche NGO. Sie wurde durch Bundesgesetz als Stiftung öffentlichen Rechts errichtet. Und ihre institutionelle Finanzierung kommt 2026 vollständig aus dem Bundeshaushalt. Im Haushaltsplan stehen: 20 Millionen Euro aus dem Bereich Sport und Ehrenamt des Bundeskanzleramts. Weitere 10 Millionen Euro aus einem zweiten Bundesetat. Zusammen: 30 Millionen Euro. Der Bundeshaushalt weist den Finanzierungsanteil der institutionellen Förderung der DSEE ausdrücklich mit 100 Prozent aus. Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne Euro des Deutschen Engagementpreises unmittelbar Steuergeld ist. Der Preis nennt zusätzlich die Deutsche Postcode Lotterie als Förderpartner. Aber Veranstalterin ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung, deren institutionelle Finanzierung 2026 vollständig vom Bund getragen wird. Das Wort „steuerfinanziert“ fällt deshalb nicht vom Himmel. ## Und wer sitzt in der Jury? Die Jury 2026 umfasst unter anderem: Luisa Neubauer. DSEE-Vorständin Lena Bloemacher. Dr. Babette Kibele, Leiterin der Abteilung Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. Dazu kommen Vertreter verschiedener Verbände und Organisationen. Wichtig: Neubauer hat Mailitafi nicht nominiert. Und es gibt keinen Beleg dafür, dass sie persönlich für ihn gestimmt hat. Wer die Geschichte auf „Luisa Neubauer zeichnet Widersetzen-Sprecher aus“ verkürzt, macht sie schwächer, nicht stärker. Denn die eigentlich interessante Verbindung liegt bereits eine Stufe früher: Die damalige DSEE-Vorständin Katarina Peranić saß in jener Allianz-Jury, die Mailitafi 2025 zusätzlich auszeichnete. Nun landet Mailitafi über genau diesen Preis beim von der DSEE veranstalteten Deutschen Engagementpreis. ## Die eigenen Regeln der DSEE Besonders bemerkenswert werden die Vorgänge, wenn man die Teilnahmebedingungen des Deutschen Engagementpreises liest. Dort behält sich die DSEE ausdrücklich vor, Teilnehmer auszuschließen, wenn Inhalte oder Aktivitäten „im Widerspruch zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ stehen oder terroristische, extremistische, diskriminierende beziehungsweise rechtswidrige Ziele verfolgt oder unterstützt werden. Ein Ausschluss kann sogar nachträglich erfolgen. Nun ist Mailitafi weder wegen der Erfurter Angriffe verurteilt noch selbst als Täter beschuldigt. Aber das ist auch nicht die entscheidende Frage. Die entscheidende Frage lautet: Hat die DSEE bei einem Kandidaten der Kategorie „Demokratie und Partizipation“ überhaupt überprüft, wie er sich nach dokumentierter politischer Gewalt gegen Journalisten öffentlich positioniert hat? Und falls ja: Wie wurde die ausdrückliche Verweigerung einer Distanzierung bewertet? ## Young Schura: Mailitafis zweites politisches Netzwerk Doch Mailitafis organisatorischer Hintergrund reicht weiter. 2024 wurde er öffentlich als Vorsitzender von Young Schura Niedersachsen vorgestellt. Noch ein im Februar 2026 veröffentlichtes pädagogisches Begleitmaterial bezeichnet ihn als Vorsitzenden des muslimischen Jugendverbands. Young Schura entstand aus der Schura Niedersachsen. Die Schura selbst bezeichnet Young Schura ausdrücklich als ihre Jugendorganisation beziehungsweise ihren Landesjugendverband. Damit ist Mailitafis Young-Schura-Tätigkeit kein unverbundener Nebenjob. Sie führt direkt in einen der bedeutenden muslimischen Dachverbände Niedersachsens. ## Was in der Schura organisiert ist Die aktuelle Mitgliederliste der Schura Niedersachsen ist aufschlussreich. Unter ihrem Dach finden sich zahlreiche Ortsvereine der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş – IGMG. Darunter auch der IGMG Regionalverband Niedersachsen sowie Ortsvereine in Hannover, Oldenburg, Garbsen, Laatzen, Peine, Braunschweig, Salzgitter, Osnabrück und weiteren Städten. Und genau diese Verbindung wird im aktuellen niedersächsischen Verfassungsschutzbericht 2025 ausdrücklich beschrieben. Dort heißt es über die IGMG: „Verbindungen bestehen z. B. zur Schura Niedersachsen.“ Der Bericht stellt zugleich klar, dass die IGMG Niedersachsen seit 2014 nicht mehr als eigenständiges Beobachtungsobjekt geführt wird. Aber: Nach aktueller Bewertung seien inzwischen wieder engere Verbindungen der niedersächsischen IGMG zur Bundeszentrale in Köln feststellbar. Auch eine Nähe zu Necmettin Erbakan und seinen ideologischen Grundlagen sei teilweise weiterhin vorhanden. Einzelne Moscheevereine und Personen würden bei belegbarer Erbakan-Nähe im Sammelbeobachtungsobjekt Milli-Görüş-Bewegung mitbearbeitet. Der Bericht beschreibt Erbakans „Adil Düzen“-Konzept als mit den Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Young Schura oder Mailitafi deshalb dem islamistischen Spektrum zuzurechnen wären. Eine solche amtliche Einstufung existiert nicht. Aber es zeigt, in welchem komplexen Verbandsumfeld der Jugendverband operiert. Und genau solche Hintergründe gehören geprüft, wenn öffentliche Institutionen Demokratiepreise verteilen. ## Young Schura und die unangenehme Antisemitismus-Frage Besonders bemerkenswert ist eine Auseinandersetzung aus dem Jahr 2021. Young Schura wollte Mitglied im Landesjugendring Niedersachsen werden. Während des Aufnahmeverfahrens sollten sich Young Schura und andere muslimische Verbände zu nationalistischen, „nationalislamischen“ und antisemitischen Gruppierungen positionieren. Young Schura reagierte empört. Eine solche Aufforderung sei ein Versuch, muslimische Jugendverbände „zu diffamieren und unter Verdacht zu stellen“. Der Verband zog seinen Aufnahmeantrag zurück. Der Landesjugendring bot anschließend eine Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung des Konflikts an. Young Schura und die DITIB-Jugend nahmen dieses Angebot nach Darstellung der Fachstelle ufuq nicht an. Das heißt nicht, Young Schura habe Antisemitismus unterstützt. Aber es heißt: Als im Rahmen eines institutionellen Aufnahmeverfahrens Fragen zu Antisemitismus und nationalislamischen Strukturen gestellt wurden, entschied sich der Verband gegen die weitere Teilnahme an diesem Prüfprozess. ## Kurz darauf gab es einen Bundespreis Und dann geschah etwas, das zur heutigen Geschichte erstaunlich gut passt. Noch 2021 wurde Young Schura mit dem Bundespreis „Aktiv für Toleranz und Demokratie“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb wurde vom staatlich getragenen „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ vergeben. Preisgeld: bis zu 5.000 Euro. Der Verband, dessen Vorsitzender Mailitafi später wurde, war damit selbst bereits Teil der staatlichen Auszeichnungslandschaft. Schon wieder ein Demokratiepreis. Schon wieder dieselbe Frage: Wie tief wird vor solchen Auszeichnungen eigentlich geprüft? ## Die Hamas-Frage: Hier endet die Beweislage Gerade bei einer solchen Recherche ist entscheidend, nicht aus politischen Verbindungen Behauptungen zu konstruieren, für die es keinen Beleg gibt. Wir haben deshalb gezielt nach öffentlichen Aussagen Mailitafis zu Hamas und zum Massaker vom 7\. Oktober 2023 gesucht. Das Ergebnis: Bislang findet sich kein belastbarer Beleg dafür, dass Suraj Mailitafi den Hamas-Angriff vom 7\. Oktober als „Befreiungskampf“ bezeichnet oder die Ermordung und Entführung israelischer Zivilisten ausdrücklich gutgeheißen hätte. Eine solche Aussage sollte ihm deshalb derzeit nicht zugeschrieben werden. Dasselbe gilt für Young Schura. Für eine organisationseigene Verherrlichung des 7\. Oktober liegt uns kein belastbarer Beleg vor. Im Gegenteil: Der Erwachsenenverband Schura Niedersachsen hat den Hamas-Terror ausdrücklich verurteilt. Die niedersächsische Landesregierung bestätigte gegenüber dem Landtag, dass die Schura den Angriff gemeinsam mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden verurteilt und erklärt habe: „Dieser Angriff ist nicht zu rechtfertigen.“ Das gehört zur Wahrheit dieser Recherche ebenso wie die problematischen Netzwerke. ## Offen bleibt dagegen: Wer soll Mailitafis Preisgeld bekommen? Mailitafi hat nach einem aktuellen Bericht angekündigt, ein mögliches Preisgeld unter anderem an eine palästinensische Organisation weiterzugeben. Welche Organisation? Nicht genannt. Das ist keine Nebensache. Die Teilnahmebedingungen des Deutschen Engagementpreises schreiben ausdrücklich vor, dass Preisgelder im Kontext des ausgezeichneten Engagements einzusetzen und „nicht übertragbar“ sind. Die DSEE muss deshalb beantworten: Welche Organisation soll das Geld erhalten? Ist eine solche Weitergabe überhaupt zulässig? Wird der Empfänger überprüft? Und wer trägt die Verantwortung für diese Prüfung? ## Eine Auszeichnungskette mit Namen Am Ende lässt sich die Geschichte nicht mehr auf einen abstrakten „Preis“ reduzieren. Es gibt Verantwortliche. Bei der Allianz Foundation: Christian Humborg. Bei der Jury des Movers of Tomorrow Award 2025: unter anderem Humborg, Andreas Schmid und die damalige DSEE-Vorständin Katarina Peranić. Bei der heutigen DSEE: die Vorstände Jan Holze und Lena Bloemacher. In der Jury des Deutschen Engagementpreises: unter anderem Lena Bloemacher, Luisa Neubauer und Bundeskanzleramts-Abteilungsleiterin Babette Kibele. Hinter Widersetzen: Thomas Willms und die VVN-BdA in dokumentierter organisatorischer Verantwortung. Und mittendrin: Suraj Mailitafi. ## Fazit: Hier geht es nicht mehr um eine missverständliche Äußerung Man kann Suraj Mailitafis politische Ziele teilen oder ablehnen. Das ist für diesen Vorgang nicht entscheidend. Entscheidend ist etwas anderes: Journalisten wurden bei einer politischen Demonstration verfolgt, geschlagen und getreten. Mailitafi wusste davon. Er wurde ausdrücklich danach gefragt. Er bezeichnete die Angegriffenen anschließend als „rechte Provokateure“. Er sprach ihnen den Journalistenstatus ab. Er erklärte, sie seien mit dem Ziel gekommen zu provozieren. Und als man ihn schließlich direkt fragte, ob Gewalt gegenüber Menschen legitim sei, die er als Faschisten betrachtet, verweigerte er ausdrücklich die Distanzierung von den Tätern. Das ist der dokumentierte Vorgang. Wenige Monate später erscheint derselbe Aktivist auf der Website eines von einer vollständig bundesfinanzierten Stiftung veranstalteten Ehrenamtspreises unter: „Demokratie und Partizipation“. Das ist kein Detail, das eine Preisjury hinter einem freundlichen Kandidatenporträt verschwinden lassen kann. Es ist ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit des Preises selbst. Denn wer Demokratie auszeichnen will, muss erklären können, welchen Stellenwert Pressefreiheit und politische Gewalt in den eigenen Auswahlkriterien tatsächlich besitzen. Der Deutsche Engagementpreis hat sich diese Kriterien selbst gegeben. Die DSEE kann Teilnehmer ausschließen, wenn Aktivitäten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung widersprechen oder extremistische beziehungsweise rechtswidrige Ziele unterstützt werden. Deshalb reicht jetzt keine allgemeine Erklärung über Vielfalt, Engagement und gesellschaftliche Teilhabe. Die Verantwortlichen müssen konkrete Fragen beantworten: Waren Mailitafis Aussagen zu den Angriffen in Erfurt bekannt? Wurden sie geprüft? Wer hat sie geprüft? Mit welchem Ergebnis? War seine Funktion bei Widersetzen bekannt? War seine Tätigkeit bei Young Schura bekannt? Welche Unterlagen lagen der Allianz-Jury vor? Welche Informationen lagen der DSEE vor? Und warum findet sich all das auf dem offiziellen Kandidatenprofil nicht? Das ist der Kern dieses Falls. Nicht, dass Suraj Mailitafi politisch links ist. Nicht, dass Luisa Neubauer in einer Jury sitzt. Nicht, dass ein muslimischer Jugendverband existiert. Sondern die Frage, ob ein Preis, der ausdrücklich Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung würdigen will, seine eigenen Maßstäbe konsequent auf einen Kandidaten angewandt hat, der nach dokumentierter Gewalt gegen Journalisten eine ausdrückliche Distanzierung verweigerte. Solange die DSEE diese Frage nicht beantwortet, bleibt die Nominierung erklärungsbedürftig. Und zwar nicht für Mailitafis politische Gegner. Sondern für jeden, der Pressefreiheit und Gewaltfreiheit als Bestandteil demokratischer Kultur ernst nimmt. ### Berliner zu dumm zum Zählen – aber warum immer, wenn es um die AfD geht? URL: https://dievossische.de/berliner-zu-dumm-zum-zahlen-aber-warum-immer-wenn-es-um-die-afd-geht/ Last updated: 2026-10-02T11:32:10.000Z **Berlin – Unfassbare Zustände in der deutschen Hauptstadt! Schon wieder sorgt eine gigantische Wahlpanne für blanken Entsetzen und spürbare Fassungslosigkeit. Wer glaubte, nach den chaotischen Pannen der Vergangenheit sei das Ende der Peinlichkeiten erreicht, wird jetzt eines Besseren belehrt. In einem sensiblen Wahlkreis im Berliner Bezirk Spandau wurden Stimmen schlichtweg falsch übermittelt. Die Folge dieses unerträglichen Skandals: Die CDU muss ihren sicher geglaubten Sitz im Abgeordnetenhaus abgeben. Und ausgerechnet die AfD profitiert von diesem Rechnen-Desaster!** ### Vom vermeintlichen CDU-Triumph zum AfD-Coup Was war passiert? Nach der mit Spannung verfolgten Abgeordnetenhauswahl am 20\. September hatte die zuständige Berliner Wahlleitung zunächst verkündet, dass die CDU-Kandidatin Bettina Meißner (56) das Rennen im Wahlkreis gemacht habe. Mit einem angeblichen Vorsprung von 80 Stimmen wurde sie als stolze Siegerin präsentiert. Doch dieser vermeintliche Wahlerfolg entpuppte sich als absolute Luftnummer. Nach einer öffentlichen Nachzählung steht die erschreckende Wahrheit fest: Nicht die CDU hat gewonnen, sondern der AfD-Kandidat Tommy Tabor (44)! Mit einem Vorsprung von 34 Stimmen holte er sich das umkämpfte Direktmandat. Rechnet man die Differenzen zusammen, wurden bei der Übermittlung unfassbare 118 Stimmen falsch verbucht. Ein Fehler von solchem Ausmaß wirft verheerende Fragen über die Professionalität der Berliner Auszählungsprozesse auf. ### Dramatische Folgen für das Berliner Abgeordnetenhaus Die fehlerhafte Stimmabgabe und die nun erfolgte Neuauszählung erschüttern das politische Parkett der Hauptstadt bis in die Grundmauern. Das Parlament schrumpft durch die komplexen Mechanismen von Ausgleichs- und Überhangmandaten von bisher 158 auf nunmehr 153 Sitze. Gleich fünf Abgeordnete der etablierten Parteien CDU, SPD, Grüne und Linke verlieren über Nacht ihre Mandate und müssen ihre Büros räumen. Besonders brenzlig wird die Situation für mögliche Regierungsbündnisse: - Eine von vielen favorisierte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen gerät in extreme Schieflage. Sie verfügt nur noch über eine ultradünne Mehrheit von 79 der 153 Sitze. Damit schrumpft der ohnehin magere Vorsprung auf gerade einmal zwei Stimmen zusammen. - Das rot-grün-rote Bündnis hält zwar seine Mehrheit, muss jedoch ebenfalls Federn lassen und fällt von 16 auf 14 Stimmen Puffer. - Selbst der Jubel der Linken wird gedämpft, da auch sie zwei wertvolle Parlamentssitze einbüßen. ### Ungewöhnliche Diskrepanzen in Hakenfelde Besonders der Ortsteil Hakenfelde stand im Fokus der Ermittler und Wahlhelfer. Hier waren massive Auffälligkeiten zutage getreten: Die AfD verzeichnete dort laut erster offizieller Meldung 130 Erst-, aber gleich 202 Zweitstimmen. Eine Diskrepanz von 72 Stimmen zwischen Partei und Direktkandidat ist hochgradig ungewöhnlich. Bei der CDU-Konkurrenz sah es mit einem Unterschied von 55 Stimmen kaum besser aus. Die Ergebnisse der Donnerstag-Nachzählung sollen am heutigen Freitag noch einmal penibel überprüft werden, um endgültige Sicherheit zu schaffen. ### Landeswahlleiter wehrt sich gegen den Vorwurf des Chaos Angesichts dieser peinlichen Pannenserie schlägt Landeswahlleiter Stephan Bröchler (64) in BILD versuchende Töne an: *„Die neuen Zahlen kann ich bestätigen. Aber es ist kein neues Wahlchaos! Es greifen die Kontrollmechanismen, die rechtlich vorgesehen sind. Wir sind in der Prüfphase, die zeigt, wie sorgfältig vorgegangen ist.“* Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack. Das endgültige, unumstößliche Wahlergebnis wird erst am 12\. Oktober im Landeswahlausschuss offiziell verkündet. Erst dann erhalten die erfolgreichen Parlamentarier ihre finalen Ernennungsschreiben. Bis dahin bleibt bei den Bürgern vor allem eins hängen: Das Gefühl, dass in Berlin bei Wahlen einfach nichts reibungslos funktioniert – besonders dann nicht, wenn es am Ende der AfD in die Hände spielt. ### Ein Kind überlebt Theresienstadt – und ein Buch macht daraus eine Geschichte, die auch junge Leser verstehen und erinnern können URL: https://dievossische.de/ein-kind-uberlebt-theresienstadt-und-ein-buch-macht-daraus-eine-geschichte-die-auch-junge-leser-verstehen-und-erinnern-konnen/ Last updated: 2026-10-02T11:07:34.000Z ## Das Baby aus dem Lager: Wenn aus Geschichte Erinnerung wird Manchmal stößt man auf ein Buch nicht über den Buchhandel, nicht über Bestsellerlisten und nicht über eine Verlagskampagne, sondern über einen Menschen. Bei „Das Baby aus dem Lager“ war es genau so. Aufmerksam wurden wir zunächst auf Louis Pawellek und seine Arbeit mit dem Holocaust-Überlebenden Thomas Gabelin. Pawellek begleitet ihn bei Zeitzeugengesprächen und öffentlichen Veranstaltungen. In diesem Zusammenhang fiel sein Name auch bei jenem Vorgang in Essen, bei dem ein geplanter Besuch des jüdischen Überlebenden an einer Schule kurzfristig abgesagt wurde. Wer sich mit diesem Fall beschäftigt, landet irgendwann zwangsläufig bei der Frage: Wer ist Thomas Gabelin eigentlich? Und was ist die Geschichte hinter dem Mann, der heute vor Schulklassen über eine Zeit spricht, die für Kinder kaum noch vorstellbar ist? Die Antwort liegt unter anderem in diesem Buch. „Das Baby aus dem Lager“ erzählt die Geschichte eines Kindes, das Theresienstadt überlebte. Thomas Gabelin war kein Historiker, kein Politiker und kein Chronist. Er war ein Kind. Und gerade darin liegt die Stärke des Buches. Holocaust-Erziehung steht seit Jahren vor einem Problem: Wie vermittelt man Kindern etwas, das selbst für Erwachsene kaum zu begreifen ist? Millionen Ermordete, Deportationen, Lager, Entrechtung, Vernichtung – all diese Begriffe gehören zu unserem historischen Wissen. Für ein achtjähriges oder zehnjähriges Kind bleiben sie zunächst abstrakt. Zahlen erklären Geschichte, aber sie erzeugen noch kein Verständnis. Ein einzelnes Schicksal kann das. Plötzlich steht nicht mehr die Zahl im Mittelpunkt, sondern ein Mensch. Eine Familie. Ein Baby. Eltern, die Angst haben. Ein Alltag, der zerbricht. Die Frage, ob man den nächsten Tag überlebt. „Das Baby aus dem Lager“ nimmt genau diesen Weg. Das Buch versucht nicht, den Holocaust für Kinder „leicht“ zu machen. Das wäre ohnehin unmöglich und wäre auch falsch. Es versucht vielmehr, ihn verständlich zu machen, ohne die jungen Leser mit dem Grauen zu überfordern. Dabei hilft vor allem die persönliche Perspektive. Thomas Gabelins Geschichte wird nicht wie ein historisches Lehrstück erzählt. Sie bleibt die Geschichte einer Familie. Verfolgung wird dadurch nicht weniger brutal, aber konkreter. Man versteht, dass hinter jedem historischen Begriff einzelne Menschen standen. Besonders wichtig sind dabei die Fotografien, Zeichnungen und Originaldokumente. Sie verändern die Wirkung der Erzählung erheblich. Wer ein altes Dokument sieht, ein Foto betrachtet oder eine Zeichnung aus dieser Zeit vor sich hat, erkennt unmittelbar: Das ist keine konstruierte Kindererzählung. Diese Menschen gab es. Diese Geschichte ist passiert. Für Kinder ist genau das entscheidend. Geschichte wird sichtbar. Das Buch leistet dabei noch etwas anderes. Es reduziert die Erinnerung an den Holocaust nicht ausschließlich auf das Grauen. Auch Hoffnung, Zusammenhalt, Mut und Menschlichkeit spielen eine Rolle. Das ist keine Beschönigung. Im Gegenteil. Gerade in der Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Verfolgung ist es wichtig, Kindern nicht nur zu erklären, was Menschen einander antun können. Ebenso wichtig ist die Frage, was Menschen füreinander tun können. Darin liegt vermutlich einer der stärksten pädagogischen Aspekte des Buches. Es ermöglicht Gespräche. Warum wurden Menschen ausgegrenzt? Warum haben andere zugesehen? Was passiert, wenn eine Gesellschaft beginnt, Menschen nach Herkunft oder Religion unterschiedlich zu behandeln? Und wann beginnt die Verantwortung des Einzelnen? Solche Fragen lassen sich mit Kindern möglicherweise besser anhand einer konkreten Lebensgeschichte diskutieren als anhand eines klassischen Geschichtskapitels. Deshalb gehört dieses Buch auch in Schulen. Nicht als Ersatz für Geschichtsunterricht. Sondern als Ergänzung. Ein Geschichtsbuch liefert Fakten, Strukturen und Zusammenhänge. Ein Zeitzeuge liefert etwas anderes: Erinnerung. Und genau diese Form der Erinnerung steht vor einem natürlichen Ende. Die Zahl der Menschen, die den Holocaust selbst erlebt haben und noch persönlich darüber berichten können, wird immer kleiner. Eine Generation verschwindet. Damit verändert sich auch die Erinnerungskultur. Was heute noch erzählt werden kann, muss morgen dokumentiert, gelesen und weitergegeben werden. Menschen wie Louis Pawellek übernehmen dabei eine wichtige Funktion. Wer einen Zeitzeugen begleitet, seine Erinnerungen festhält und dafür sorgt, dass sie eine jüngere Generation erreichen, bewahrt mehr als nur eine Biografie. Er bewahrt einen Teil historischer Erfahrung. Vielleicht bekommt „Das Baby aus dem Lager“ gerade deshalb zusätzliches Gewicht. Wir sind durch einen aktuellen Vorgang auf Louis Pawellek und Thomas Gabelin aufmerksam geworden. Das Buch selbst führt jedoch weit über diesen Anlass hinaus. Am Ende bleibt nicht der Streit um einen abgesagten Schultermin. Es bleibt die Geschichte eines Kindes. Und genau darin liegt die Bedeutung dieses Buches. Thomas Gabelin ist nach der Lektüre nicht mehr einfach einer der letzten Holocaust-Überlebenden, über die man gelegentlich in Nachrichten liest. Er hat ein Gesicht. Er hat eine Familie. Und er hat eine Geschichte. „Das Baby aus dem Lager“ sorgt dafür, dass diese Geschichte nicht verschwindet. ![](https://dievossische.de/content/images/2026/10/51cD-Dp4XOL.jpg) #### Das Baby aus dem Lager: Die wahre Geschichte von Thomas, der Theresienstadt überlebte Dieses außergewöhnliche Kinderbuch erzählt die bewegende und wahre Geschichte von Thomas, der als Kind das Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt überlebte. [Amazon](https://www.amazon.de/Das-Baby-aus-Lager-Theresienstadt/dp/3000863370?ref=dievossische.de) ### Warum wir schwul sind, aber uns weigern, „queer“ zu sein URL: https://dievossische.de/warum-wir-schwul-sind-aber-uns-weigern-queer-zu-sein/ Last updated: 2026-10-02T11:00:15.000Z **Ein Auszug aus dem kommenden Buch. Wie aus dem erfolgreichen Kampf für Freiheit und Privatsphäre plötzlich eine übergriffige „Buchstabensuppe“ wurde – und warum wir da nicht mehr mitmachen.** Es gab eine Zeit, in der das Ziel der homosexuellen Bürgerrechtsbewegung von bestechender Klarheit war: Wir wollten in Ruhe gelassen werden. Wir wollten das Recht haben, den Menschen zu lieben, den wir lieben, ohne vom Staat kriminalisiert, von der Gesellschaft geächtet oder am Arbeitsplatz benachteiligt zu werden. Es war ein Kampf für Privatsphäre, für individuelle Freiheit und letztlich für eine unspektakuläre Normalität. Wir haben gewonnen. Doch wer sich heute die offizielle Repräsentation dieser einstigen Freiheitsbewegung ansieht, reibt sich verwundert die Augen. Aus der solidarischen Zweckgemeinschaft von Schwulen und Lesben ist ein stetig wachsendes Akronym geworden. LGBTQIA+ ist keine Bürgerrechtsbewegung mehr, sondern ein ideologisches Paket. Wer heute schwul ist, von dem wird unausgesprochen erwartet, dass er sich gefälligst als „queer“ identifiziert und ein ganzes Set an hochkomplexen Gendertheorien, Sprachvorgaben und Identitätskonzepten unhinterfragt übernimmt. > „Wir haben nicht für das Recht auf Ehe gekämpft, um uns heute vorschreiben zu lassen, welche Pronomen wir in unsere E-Mail-Signatur schreiben müssen.“ Die aktuelle Identitätspolitik vermischt völlig unterschiedliche Kategorien zu einem undurchdringlichen Brei: sexuelle Orientierung (wen man liebt), Geschlechtsidentität (als was man sich fühlt) und biologische Variationen. Man hat uns unter den Regenbogen gezwungen und verlangt nun absolute Loyalität gegenüber einer Weltanschauung, die mit unserem eigentlichen Leben, unserem Alltag und unseren Zielen oft nicht das Geringste zu tun hat. *\--- \[GHOST PAYWALL DIVIDER / PUBLIC PREVIEW ENDS HERE\] ---* ## Die unerbetene Diagnose Chris und ich führen ein Leben, das für die radikalen Ränder der heutigen Queer-Theorie fast schon eine Provokation darstellt. Wir sind verheiratet, wir ziehen unseren Sohn Alexander groß, wir arbeiten, wir zahlen Steuern. Wir sind eine Familie. Wenn wir uns in der heutigen Debatte zu Wort melden, bekommen wir schnell ein neues, ungebetenes Etikett aufgedrückt: Wir seien „Cis-Männer“. Dieser Begriff wird nicht deskriptiv verwendet, sondern als Diagnose, oft sogar als Vorwurf. Es ist die subtile Unterstellung, dass wir Teil eines unterdrückenden Patriarchats seien, nur weil wir uns nicht im ständigen Konflikt mit unserem biologischen Geschlecht befinden. Wir weigern uns, dieses Label zu akzeptieren. Wir verlangen von der Gesellschaft Respekt für unser Lebensmodell, aber wir fordern von niemandem, dass er seine Sprache, seine Formulare oder seine Weltsicht für uns umbauen muss. Gleichberechtigung ist keine Auszeichnung für gutes Benehmen. Sie ist ein Recht. Und dieses Recht erfordert keine neuen, komplizierten Verhaltensregeln, sondern schlichte, juristische Gleichstellung. ## Der Bruch der Bündnisgemeinschaft Die Weigerung, das „Queer“-Label zu tragen, entspringt keinem Konservatismus, sondern dem Wunsch nach Wahrhaftigkeit. Homosexualität ist keine politische Ideologie. Es ist an der Zeit, dass wir aufhören, so zu tun, als hätten alle Menschen, die von der heterosexuellen Norm abweichen, automatisch dieselben politischen Ziele. Indem die moderne Identitätspolitik jeden Aspekt der Persönlichkeit in kleinteilige Kategorien zerlegt und mit neuen Etiketten versieht, schafft sie keine Toleranz. Sie baut neue, starre Schubladen, in die wir uns selbst einsperren sollen. Wir haben einst dafür gekämpft, aus den Schubladen auszubrechen. Wir werden uns nicht freiwillig in die nächste begeben, nur weil sie diesmal in Regenbogenfarben gestrichen ist. > Dieser Text ist Teil 1 der exklusiven Vorab-Serialisierung zu unserem heute im Erich Reiss Verlag erschienenen Buch. Im nächsten Kapitel widmen wir uns der Wahrheit über moderne Familien und warum die Begriffe „Mutter“ und „Vater“ nicht aus ideologischen Gründen gestrichen werden dürfen. Identitätspolitik, LGBTQ, Gleichberechtigung, Gesellschaftskritik, Queer, Erich Reiss, Homosexualität, Meinungsfreiheit, Essay, Vorabveröffentlichung ![](https://dievossische.de/content/images/2026/10/71-Dfzt-quL._SL1500_.jpg) #### 72 Geschlechter: Zwei Männer, eine Familie und die Freiheit, zu widersprechen Als Dirk und Michael Kirschberger vor über siebzehn Jahren ein Paar wurden und später als zwei Männer heirateten und in Kanada eine Familie gründeten, kämpften sie für ein klares Ziel: einen selbstverständlichen Platz in der Gesellschaft. Sie wollten nicht demonstrieren, um die Welt zu verändern; sie wollten lieben, Verantwortung tragen, heiraten und als Familie leben. Heute blicken sie mit Sorge auf eine Bewegung, deren Teil sie einst waren. Plötzlich ist der Regenbogen kein Symbol der Freiheit mehr, sondern das Banner eines Kulturkampfs. Wer einen Mann liebt, soll plötzlich **queer* sein. Wer als Mann geboren ist und sich so fühlt, bekommt ungefragt die Diagnose **Cis-Mann* auf das unsichtbare Namensschild geklebt. Und wer seine Kinder ohne frühkindliche Identitäts-Fragebögen und sprachliche Umerziehung erziehen möchte, gerät schnell unter Rechtfertigungsdruck. ****Ein aufrüttelndes Plädoyer für den gesunden Menschenverstand und die Freiheit des Einzelnen.** In diesem tiefgründigen, berührenden und zugleich scharfsinnigen Buch erzählen die Autoren ihre Geschichte – von den humorvollen und holprigen Anfängen in Hamburg über die dänische Hochzeit bis hin zum Vatersein mit einem durch Leihmutterschaft geborenen Sohn auf den Bahamas. Doch sie belassen es nicht beim privaten Rückblick. Sie sezierten messerscharf den modernen Zeitgeist: - ****Die Buchstabensuppe (LGBTQIA+\*):** Warum die inflationäre Ausweitung von Abkürzungen heterogene Gruppen zu einer unkritischen Dogmatik verschmilzt und reale Probleme unsichtbar macht. - ****Der Zwang zur Vorsilbe:** Warum sich ein Mann nicht als **cis* definieren muss, nur weil er mit einer neuen Theorie übergestülpt wird. - ****FLINTA-Räume:** Warum politische Schutzräume oft genau jene ausgrenzen, die jahrzehntelang für dieselbe Freiheit gekämpft haben. - ****Schule und Erziehung:** Wo die sachliche Aufklärung endet und weltanschauliche Indoktrination im Klassenzimmer beginnt – und warum Kinder vor der Bedeutsamkeitssucht der Erwachsenen geschützt werden müssen. **„72 Geschlechter“* ist kein Buch gegen Homosexuelle oder Vielfalt. Es ist ein leidenschaftliches Buch ****für** die Freiheit, für biologische Realitäten und für die Errungenschaften der Aufklärung. Es richtet sich an alle, die spüren, dass der gesellschaftliche Diskurs in eine Sackgasse geraten ist, und die sich eine Sprache zurückwünschen, die wieder vom echten Leben statt von theoretischen Konstrukten erzählt. ****Für alle, die lieben, wen sie wollen – aber sich nicht mehr vorschreiben lassen möchten, wie sie es nennen sollen.** [Amazon](https://www.amazon.de/dp/B0HLQ7LWDP?ref=dievossische.de) ### Stammestest #6: Elif Eralp URL: https://dievossische.de/stammestest-6-elif-eralp/ Last updated: 2026-10-01T20:28:56.000Z Volljuristin mit zwei Staatsexamen, studentische Jobs – und seit 2010 fast durchgehend im parlamentarischen Betrieb. Der Stammestest prüft Elif Eralps Berufspraxis, Verbände, Führungserfahrung und den Punkt, an dem Politik zum Lebensunterhalt wurde. _This post is for subscribers only._ ### 32 Prozent sind kein Bürgermeisteramt – die 28-Stimmen-Frage um Ahmed Abed URL: https://dievossische.de/32-prozent-sind-kein-burgermeisteramt-die-28-stimmen-frage-um-ahmed-abed/ Last updated: 2026-10-01T16:36:13.000Z Die Linke gewinnt Neukölln mit 32 Prozent, doch Ahmed Abed fehlen neun Stimmen zum Bürgermeisteramt. Grüne, SPD und BSW entscheiden über seine Zukunft. Wir zeigen, wie das Wahlverfahren funktioniert, welche Mehrheiten möglich sind – und warum der Wahlsieg allein Abed noch nicht ins Rathaus bringt. _This post is for subscribers only._ ### Erst keine Zeit, dann kein Geld: Die Erklärungen im Fall Gabelin zerfallen URL: https://dievossische.de/erst-keine-zeit-dann-kein-geld-die-erklarungen-im-fall-gabelin-zerfallen/ Last updated: 2026-10-01T15:29:10.000Z ## Der fatale Kniefall von Essen ### Erst Pädagogik, dann Geld: Im Fall Gabelin wachsen die Widersprüche ### Seit August lagen der Gesamtschule Bockmühle Terminvorschläge für Holocaust-Zeitzeuge Thomas Gabelin vor. Erst fehlte angeblich die nötige Vor- und Nachbereitung, dann wurde Geld zur zusätzlichen Hürde – inzwischen sogar „vor allem“ Geld. Einen Ersatztermin nennt die Bezirksregierung weiterhin nicht. Es gibt Presseantworten, die einen Vorgang erklären. Und es gibt Antworten, die mit jeder neuen Nachricht mehr Fragen produzieren. Im Fall des abgesagten beziehungsweise nicht weiterverfolgten Zeitzeugengesprächs mit dem 82-jährigen Holocaust-Überlebenden Thomas Gabelin an der Gesamtschule Bockmühle in Essen ist inzwischen Letzteres eingetreten. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat unserer Redaktion mittlerweile mehrfach geantwortet. Doch ausgerechnet auf die naheliegendste Frage gibt es weiterhin keine Antwort: Wenn die Schule seit August von möglichen Terminen wusste und angeblich weiterhin sehr an einem Gespräch mit Thomas Gabelin interessiert ist – warum gibt es bis heute keinen Ersatztermin? Stattdessen verändert sich die Begründung. Zunächst ging es um pädagogische und organisatorische Schwierigkeiten. Dann wurde bekannt, dass die Terminvorschläge bereits im August vorlagen und sich nicht auf den 13\. Oktober beschränkten. Anschließend tauchte erstmals die Finanzierung als zusätzliche Voraussetzung auf. Und in der jüngsten Nachricht der Bezirksregierung wird daraus sogar ein ausdrücklich hervorgehobener Punkt: Der Termin müsse organisatorisch und „vor allem auch finanziell“ machbar sein. Gleichzeitig versichert die Sprecherin kategorisch: „Es gab absolut keine anderen Gründe für die Absage.“ Je entschiedener dieses Dementi ausfällt, desto erklärungsbedürftiger wird allerdings die wechselnde Begründung. ## Ausgangspunkt: Was geschah mit dem 13\. Oktober? Am 28\. September richtete Die Vossische eine Presseanfrage an Schulleiterin Julia Gajewski. Hintergrund waren Berichte aus dem Umfeld Thomas Gabelins, wonach ein für den 13\. Oktober vorgesehener Besuch telefonisch abgesagt worden sei. Als Begründung sollen mögliche Reaktionen von Schülerinnen und Schülern im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt angesprochen worden sein. Unsere Redaktion stellte deshalb drei konkrete Fragen: Bestätigt die Schule die Absage und welche Gründe waren ausschlaggebend? Spielten der Nahostkonflikt, mögliche Spannungen innerhalb der Schülerschaft oder Sicherheitsbedenken eine Rolle? Und wie bewertet die Schule den Vorwurf, durch die Entscheidung vor antisemitischen beziehungsweise ideologischen Konflikten zu kapitulieren? Von Schulleiterin Julia Gajewski selbst erhielten wir keine direkte Stellungnahme. Stattdessen antwortete am 30\. September Vanessa Nolte, Sprecherin des Regierungspräsidenten und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bezirksregierung Düsseldorf. Ihre Darstellung war zunächst eindeutig. „Die Gesamtschule Bockmühle hat das Angebot eines Zeitzeugengesprächs mit Herrn Thomas Gabelin von Beginn an positiv aufgenommen. Der 13\. Oktober 2026 wurde zunächst als möglicher Termin ins Auge gefasst. Nach weiterer schulinterner Prüfung wurde dieser Termin jedoch nicht weiterverfolgt.“ Als Begründung schrieb die Bezirksregierung: „Ausschlaggebend waren schulorganisatorische und pädagogische Gründe. Ein Zeitzeugengespräch zu einem derart sensiblen Thema erfordert eine angemessene Vorbereitung und Nachbereitung im Unterricht. Die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen konnten für den vorgesehenen Termin nicht hinreichend sichergestellt werden.“ Das war die erste offizielle Erklärung. Pädagogik. Organisation. Nicht genügend gesicherte Vor- und Nachbereitung. Von finanziellen Problemen war keine Rede. ## Dann kommt heraus: Die Termine lagen seit August vor Wir fragten nach: Wann wurde der 13\. Oktober überhaupt „ins Auge gefasst“? Eine konkrete Antwort auf genau diese Frage erhielten wir nicht. Stattdessen teilte Vanessa Nolte am 1\. Oktober mit: „Aus gesundheitlichen Gründen von Herrn Gabelin hat Herr Pawellek der Schule nur Termine im ersten Schulhalbjahr vorgeschlagen. Die Vorschläge wurden der Schule im August unterbreitet.“ Diese Antwort verändert die Ausgangslage erheblich. Die Schule wurde also nicht wenige Tage vor dem geplanten Besuch überrascht. Die Vorschläge lagen bereits im August vor. Bis zum 13\. Oktober blieb damit ein erheblicher Zeitraum für die behauptete pädagogische Vorbereitung. Hinzu kommt: Nach der eigenen Darstellung der Bezirksregierung stand nicht lediglich ein einziger Termin zur Verfügung. Es wurden Termine im ersten Schulhalbjahr angeboten. Damit stellt sich eine Frage, die bis heute nicht beantwortet ist: Wenn der 13\. Oktober wegen fehlender Vorbereitung ungeeignet war – warum wurde nicht ein späterer Termin vereinbart? November? Dezember? Januar? Die Bezirksregierung nennt keinen. ## Wie lange braucht eine Schule für Holocaust-Bildung? Gerade die ursprüngliche Begründung wirft deshalb Fragen auf. Eine angemessene Vorbereitung eines Zeitzeugengesprächs ist selbstverständlich sinnvoll. Gerade bei einem Holocaust-Überlebenden sollte ein solcher Termin pädagogisch eingebettet und nachbereitet werden. Aber genau deshalb muss man fragen: Wie lange braucht eine staatliche Gesamtschule dafür? Wenn Terminvorschläge seit August vorliegen, ist es schwer verständlich, weshalb weder der 13\. Oktober noch offenbar ein anderer Termin innerhalb des gesamten ersten Schulhalbjahres ermöglicht werden kann. Es geht nicht um einen kurzfristig eingeschobenen Unterhaltungsabend. Es geht um Holocaust-Bildung. Und es geht um einen 82-jährigen Zeitzeugen, bei dem die Bezirksregierung selbst ausdrücklich auf gesundheitliche Einschränkungen verweist. Gerade diese begrenzte zeitliche Verfügbarkeit müsste eigentlich ein Grund sein, nach einer Lösung zu suchen. Nicht ein Grund, auf unbestimmte Zeit keinen Termin zu nennen. ## Dann taucht plötzlich das Geld auf In derselben Antwort vom 1\. Oktober erscheint ein weiterer Punkt. Nolte schreibt: „Die Schule ist weiterhin an einem Termin mit einem Zeitzeugin äußerst interessiert. Voraussetzung ist allerdings, dass es finanziell stemmbar ist für die Schule und in den Lehrplan organisatorisch eingebunden werden kann.“ Finanziell stemmbar. Dieser Gesichtspunkt war in der ersten ausführlichen Antwort nicht erwähnt worden. Dort hatte es ausdrücklich geheißen, ausschlaggebend seien schulorganisatorische und pädagogische Gründe gewesen. Nun kommt Geld hinzu. Das wirft weitere Fragen auf: Welche konkreten Kosten hätte der Besuch von Thomas Gabelin verursacht? Wann wurde festgestellt, dass diese möglicherweise nicht getragen werden können? War die Finanzierung bereits beim 13\. Oktober ein Hindernis? Wenn ja, warum wurde sie in der ersten Antwort nicht als ausschlaggebender Grund genannt? Wenn nein, warum wird sie nun als Voraussetzung für einen zukünftigen Termin eingeführt? Auch darauf gibt es bislang keine konkrete Antwort. ## Unsere Nachfrage – und wieder keine Antwort Nach dieser Stellungnahme fragten wir erneut nach: „Die Schule ist also in Monaten nicht in der Lage, eine angemessene Vorbereitung und Nachbereitung im Unterricht vorzubereiten? Oder Herrn Gabelin einen Ersatztermin im 1\. Schulhalbjahr anzubieten?“ Die Frage war bewusst konkret. Sie zielte auf zwei Punkte: Warum reicht der Zeitraum seit August nicht für die behauptete Vorbereitung? Und welchen Ersatztermin hat die Schule angeboten? Doch auch diese Frage beantwortete die Bezirksregierung nicht. Stattdessen schrieb Vanessa Nolte: „Wie schon erläutert, ist die Schule weiterhin sehr an so einem Thema/Termin mit einem Zeitzeugen interessiert – wenn es organisatorisch und vor allem auch ‚finanziell‘ für die Schule machbar ist. Es gab absolut keine anderen Gründe für die Absage.“ Damit verschiebt sich die Gewichtung erneut. Aus der zunächst pädagogisch-organisatorischen Begründung wird nun ausdrücklich ein organisatorisches und „vor allem auch finanzielles“ Problem. „Vor allem“. Dieses Wort ist bemerkenswert. Denn in der ersten Erklärung kam Geld überhaupt nicht vor. Nun wird es besonders hervorgehoben. ## Aus „pädagogisch“ wird „vor allem finanziell“ Damit ergibt sich folgende Chronologie: Am 30\. September sind „schulorganisatorische und pädagogische Gründe“ ausschlaggebend. Am 1\. Oktober erfahren wir, dass die Terminvorschläge seit August vorlagen und zusätzlich die finanzielle Machbarkeit geprüft werden müsse. Wenig später erklärt die Behörde, entscheidend seien Organisation und „vor allem auch“ die Finanzierung. Die konkrete Nachfrage nach dem fehlenden Ersatztermin bleibt unbeantwortet. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine dieser Aussagen falsch sein muss. Es bedeutet aber sehr wohl, dass sich die offizielle Begründung erweitert und in ihrer Gewichtung verändert. Und genau das verlangt nach einer Erklärung. Wenn Geld eine wesentliche Rolle spielte, warum wurde dies nicht von Anfang an gesagt? Wenn Geld keine Rolle beim ursprünglichen 13.-Oktober-Termin spielte, warum wird es jetzt so prominent in den Vordergrund gestellt? Und wenn die Schule wirklich weiterhin „sehr“ an einem Zeitzeugengespräch interessiert ist: Warum nennt sie keinen Termin? ## Das kategorische Dementi Parallel dazu bleibt die Bezirksregierung in einem anderen Punkt maximal eindeutig. Auf unsere Frage, ob der Nahostkonflikt, mögliche Reaktionen der Schülerinnen und Schüler oder Sicherheitsbedenken Grundlage der Entscheidung gewesen seien, antwortete sie: „Nein. Weder die Situation im Nahen Osten noch mögliche Reaktionen von Schülerinnen und Schülern oder Sicherheitsbedenken waren Grundlage der Entscheidung.“ In der neuesten Nachricht legt Nolte noch einmal nach: „Es gab absolut keine anderen Gründe für die Absage.“ Damit stehen zwei Darstellungen frontal gegeneinander. Aus Gabelins Umfeld wird berichtet, dass bei der telefonischen Kommunikation mögliche Reaktionen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt angesprochen worden seien. Die Bezirksregierung bestreitet das kategorisch. Beide Versionen lassen sich nicht einfach miteinander versöhnen. Gerade deshalb wäre eine präzise Darstellung der unmittelbar beteiligten Schulleitung wichtig. Die liegt unserer Redaktion weiterhin nicht vor. ## Die Bockmühle ist eine Brennpunktschule Der Kontext ist dabei nicht nebensächlich. Der WDR bezeichnete die Gesamtschule Bockmühle noch im Juni 2026 ausdrücklich als Brennpunktschule. Rund 1.500 Schülerinnen und Schüler besuchen sie. Migration, Vielfalt und Integration gehören laut WDR zu den zentralen Realitäten des Schulalltags; der Sender bezeichnete die Schule als „Schmelztiegel der Kulturen“. Schon Jahre zuvor wurde die Bockmühle öffentlich als Brennpunktschule mit erheblichen sozialen Belastungen beschrieben. Der WDR dokumentierte unter anderem bauliche Probleme, Lehrermangel und schwierige soziale Rahmenbedingungen. Dabei geht es nicht darum, eine gesamte Schülerschaft pauschal unter Verdacht zu stellen. Es geht darum, den konkreten sozialen und kulturellen Kontext zu benennen, in dem die Entscheidung über ein Holocaust-Zeitzeugengespräch gefallen ist. Die Schule liegt in einem stark migrantisch und muslimisch geprägten Umfeld. Eine veröffentlichte aktuelle Religionsstatistik der gesamten Schülerschaft existiert nicht; die muslimische Prägung ihres Schulumfelds und die damit verbundenen pädagogischen Themen sind jedoch offenkundig Bestandteil ihrer Realität. ## Islambezogene Konflikte sind dort kein theoretisches Thema Besonders bemerkenswert ist deshalb eine Veranstaltung aus dem November 2024. Ausgerechnet an der Gesamtschule Bockmühle fand die Fortbildung „Der Islam in der Kontroverse – Praktische Dilemmata in schulischen Kontexten“ statt. Die offizielle Veranstaltungsbeschreibung benennt ausdrücklich Konflikte zwischen muslimischen beziehungsweise migrantischen Schülerinnen und Schülern und Eltern einerseits sowie Schulen und Lehrkräften andererseits. Genannt werden unter anderem islamisches Gebet, Ramadan, Kopfbedeckung, Schwimmunterricht, Klassenfahrten und Schweigeminuten. Auch mögliche Radikalisierungsprozesse werden ausdrücklich erwähnt. Die Veranstaltung selbst war dabei differenziert angelegt. Sie warnte ebenso vor Stereotypisierung und Polarisierung und behandelte islambezogene Kontroversen nicht pauschal als Sicherheitsproblem. Gerade deshalb ist sie für den aktuellen Fall relevant. Sie zeigt nämlich eines sehr deutlich: Islambezogene Konfliktlagen und Spannungen in Schulen sind keine frei erfundene Konstruktion einer kritischen Presse. Sie sind Gegenstand offizieller pädagogischer Arbeit. Und sie wurden ausgerechnet an der Bockmühle selbst thematisiert. ## Warum also soll die Frage nach Reaktionen abwegig sein? Das macht die Darstellung aus dem Umfeld Thomas Gabelins nicht automatisch wahr. Aber es macht sie relevant. Wenn dort tatsächlich telefonisch von möglichen Reaktionen der Schülerschaft auf den Nahostkonflikt gesprochen wurde, wäre das vor dem dokumentierten Schulkontext jedenfalls kein völlig lebensfremdes Szenario. Deshalb genügt ein kategorisches „Nein“ der Bezirksregierung nicht, um die Sache journalistisch für erledigt zu erklären. Es braucht eine nachvollziehbare Rekonstruktion des Gesprächs. Wer telefonierte mit wem? Wann? Was wurde wörtlich oder sinngemäß gesagt? Wann fiel die Entscheidung gegen den 13\. Oktober? Welche Gründe wurden dabei intern dokumentiert? Und warum taucht die finanzielle Frage erst später in der öffentlichen Kommunikation auf? ## Gerade hier müsste Holocaust-Bildung stattfinden Die möglicherweise schwierige Zusammensetzung einer Schülerschaft wäre ohnehin kein überzeugendes Argument gegen einen Besuch Thomas Gabelins. Sie wäre ein Argument dafür. Gerade dort, wo unterschiedliche historische Narrative, religiöse Identitäten, Erfahrungen von Migration und die hoch emotionalisierte Debatte über Israel und Gaza zusammentreffen, muss Schule erklären, unterscheiden und konfrontieren. Holocaust-Geschichte darf nicht davon abhängig werden, ob sie konfliktfrei konsumiert werden kann. Wenn Schüler widersprechen, muss diskutiert werden. Wenn antisemitische Positionen auftreten, muss ihnen widersprochen werden. Wenn Geschichtsbilder kollidieren, muss Unterricht sie einordnen. Das ist Bildungsarbeit. Eine Brennpunktschule braucht deshalb nicht weniger Zeitzeugen. Sie braucht sie womöglich dringender als andere. ## Wo ist der Ersatztermin? Am Ende führt alles zu derselben Frage zurück. Die Schule sei „weiterhin sehr“ interessiert, sagt die Bezirksregierung. Die Terminvorschläge lagen seit August vor. Mehrere Termine innerhalb des ersten Schulhalbjahres waren offenbar grundsätzlich möglich. Die Schule brauchte angeblich mehr Vor- und Nachbereitung. Nun muss der Besuch außerdem organisatorisch und „vor allem auch finanziell“ machbar sein. Aber welchen konkreten Termin hat die Schule Thomas Gabelin angeboten? Diese Frage haben wir ausdrücklich gestellt. Sie wurde nicht beantwortet. Das Schweigen darüber wiegt inzwischen schwerer als jede weitere Versicherung des großen Interesses. Denn Interesse lässt sich messen. An einer Handlung. An einem Gegenvorschlag. An einem Datum. ## „Absolut keine anderen Gründe“ Vanessa Nolte schreibt nun: „Es gab absolut keine anderen Gründe für die Absage.“ Das ist eine bemerkenswert kategorische Erklärung. Nur beantwortet das Wort „absolut“ nicht die offenen Sachfragen. Es erklärt nicht, weshalb im ersten Schreiben ausschließlich pädagogische und organisatorische Gründe genannt wurden. Es erklärt nicht, weshalb danach zusätzlich die Finanzierung auftauchte. Es erklärt nicht, weshalb diese Finanzierung schließlich sogar mit „vor allem“ hervorgehoben wird. Es erklärt nicht, warum ein seit August bekannter Zeitzeugenbesuch innerhalb des gesamten ersten Schulhalbjahres offenbar keinen Ersatztermin bekommen hat. Und es erklärt nicht, warum die konkrete Nachfrage unserer Redaktion nach genau diesem Ersatztermin unbeantwortet bleibt. ## Nicht weniger Holocaust-Bildung, sondern mehr Vielleicht gibt es für alle diese Punkte am Ende eine einfache organisatorische Erklärung. Dann sollte die Bezirksregierung sie nennen. Vielleicht waren die Kosten tatsächlich zu hoch. Dann sollte sie die Summe nennen. Vielleicht gab es keinen geeigneten Ersatztermin. Dann sollte sie erklären, welche Termine geprüft wurden und weshalb jeder davon ausschied. Vielleicht wurde über Gaza und mögliche Schülerreaktionen tatsächlich niemals gesprochen. Dann sollte die unmittelbar beteiligte Schule den Ablauf des fraglichen Telefonats nachvollziehbar darstellen. Was nicht überzeugt, ist eine Kommunikationslinie, bei der sich die Begründung mit jeder Nachfrage erweitert, während die konkrete Kernfrage unbeantwortet bleibt. Die Gesamtschule Bockmühle ist eine Brennpunktschule in einem kulturell und religiös hoch heterogenen, stark migrantisch und muslimisch geprägten Umfeld. Genau dort gehören schwierige historische Themen nicht aus dem Klassenzimmer heraus. Sie gehören hinein. Gerade wenn sie Konflikte auslösen. Gerade wenn Schüler widersprechen. Gerade wenn Israel, Gaza, Antisemitismus und muslimische Identität im Schulalltag aufeinanderprallen. Die Aufgabe einer Schule besteht nicht darin, diese Konflikte zu vermeiden. Sie besteht darin, sie auszuhalten und pädagogisch zu bearbeiten. Thomas Gabelin wäre dafür kein organisatorisches Problem gewesen. Er wäre eine Gelegenheit gewesen, die bald nicht mehr existiert. ## Wenn Schüler und Eltern den Lehrplan bestimmen Und am Ende bleibt noch eine grundsätzlichere Frage. Was geschieht mit einer Schule, wenn nicht mehr die Pädagogik bestimmt, welche Bildungsangebote notwendig sind, sondern die erwartete Reaktion von Schülern und Eltern? Sollte sich der Eindruck bestätigen, dass ein Holocaust-Zeitzeuge deshalb nicht eingeladen wird, weil bestimmte Teile der Schülerschaft oder ihres familiären Umfelds daran Anstoß nehmen könnten, wäre das weit mehr als ein missglückter Termin. Dann hätte die Schule einen Teil ihres Bildungsauftrags faktisch ausgelagert. Dann entschieden nicht mehr Lehrer, Schulleitung und staatlicher Lehrplan darüber, was Schüler erfahren, lernen und aushalten müssen. Dann bestimmten diejenigen die Grenze des Unterrichts, die am lautesten widersprechen. Genau das darf eine öffentliche Schule nicht zulassen. Schule ist kein Wunschkonzert der Elternhäuser und kein konfliktfreier Schutzraum vor unbequemer Geschichte. Sie hat einen staatlichen Bildungsauftrag. Und zu diesem Auftrag gehört gerade auch, jungen Menschen Inhalte zuzumuten, die ihren familiären, religiösen oder politischen Überzeugungen widersprechen können. Wenn Holocaust-Bildung erst dann stattfindet, wenn sie niemanden mehr provoziert, hat sie ihren Sinn verloren. Und wenn eine Schule beginnt, ihre Bildungsangebote danach auszurichten, was einzelne Milieus akzeptieren, dann ist nicht Thomas Gabelin das Problem. Dann hat die Schule ein Problem mit ihrer eigenen Autorität. ### Islamophobie – wenn Schutz vor Hass zum Schutzschild vor Kritik wird URL: https://dievossische.de/islamophobie-wenn-schutz-vor-hass-zum-schutzschild-vor-kritik-wird/ Last updated: 2026-10-01T14:17:20.000Z Antimuslimischer Hass ist real und muss bekämpft werden. Doch wer Kritik am Islam als Islamophobie brandmarkt, verwischt eine zentrale liberale Grenze. Menschen haben Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung – Religionen, Dogmen und Verbände dagegen müssen öffentlich kritisierbar bleiben. _This post is for subscribers only._ ### Mit 17 Landessprecher: Was über Tom Köning wirklich belegt ist URL: https://dievossische.de/mit-17-landessprecher-was-uber-tom-koning-wirklich-belegt-ist/ Last updated: 2026-10-01T14:21:42.000Z Tom Köning ist 17 und Landessprecher der Linksjugend Rheinland-Pfalz. Teil 5 rekonstruiert seine öffentlich belegte politische Biografie, Positionen und Netzwerke – von Parteijugend und Palästina-Solidarität bis zu aktuellen Angriffen auf Grüne und SPD. _This post is for subscribers only._ ### Ein Promi auf der Bühne – und die Linke schaut nicht in den eigenen Abgrund URL: https://dievossische.de/ein-promi-auf-der-buhne-und-die-linke-schaut-nicht-in-den-eigenen-abgrund/ Last updated: 2026-10-01T12:39:30.000Z Die Linke fordert ein AfD-Verbot und präsentiert sich als Hüterin der Demokratie. Gleichzeitig häufen sich in ihrem Umfeld Antizionismus, Gewaltparolen und problematische Kontakte. Ein Meinungsstück über doppelte Maßstäbe, ausbleibende Konsequenzen und politische Glaubwürdigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Ahmadiyya: Kalif in London, Körperschaft in Deutschland URL: https://dievossische.de/ahmadiyya-kalif-in-london-korperschaft-in-deutschland/ Last updated: 2026-09-30T16:46:02.000Z Die Ahmadiyya besitzt Körperschaftsrechte, 270 Gemeinden und wirkt am staatlichen Religionsunterricht mit. Ihre Führung reicht zum Kalifen nach London, ihre Gesellschaftslehre bleibt konservativ. In Pakistan darf sich die Gemeinschaft nicht einmal als muslimisch bezeichnen. _This post is for subscribers only._ ### Stammestest #5: Claudia Engelmann URL: https://dievossische.de/stammestest-5-claudia-engelmann/ Last updated: 2026-09-30T16:36:07.000Z Ausbildung, GmbH-Geschäftsführung, Sozialarbeit und Projektarbeit: Claudia Engelmann bringt echte Berufspraxis mit. Doch seit 2016 fließt Einkommen aus Parlament und Fraktion. Der Stammestest prüft, wo praktische Erfahrung endet und der politische Apparat beginnt. _This post is for subscribers only._ ### „Israel verrecke“ und die Hamas-Frage: Die Nahost-Zerreißprobe der Linksjugend URL: https://dievossische.de/israel-verrecke-und-die-hamas-frage-die-nahost-zerreissprobe-der-linksjugend/ Last updated: 2026-09-30T16:24:10.000Z Interne Parolen, Hamas-Debatten und ein scharfer Kurswechsel: Teil 4 rekonstruiert die Nahost-Linie der Linksjugend, dokumentierte Aussagen von Funktionären, die offizielle Beschlusslage und die Gegenpositionen im eigenen Verband – sauber getrennt nach Beleg, Einordnung und Verantwortung. _This post is for subscribers only._ ### Das Netzwerk hinter Ahmed Abed – Partei, Palästina-Aktivisten und die problematischen Überschneidungen URL: https://dievossische.de/das-netzwerk-hinter-ahmed-abed-partei-palastina-aktivisten-und-die-problematischen-uberschneidungen/ Last updated: 2026-09-30T16:14:25.000Z Ahmed Abeds politische Verbindungen reichen von der Linkspartei über BDS-Unterstützer bis in die Berliner Palästina-Bewegung. Wir rekonstruieren Mandate, gemeinsame Auftritte, Parteistrukturen und Unterstützer – und zeigen, wo belastbare Beziehungen enden und bloße Kontaktschuld beginnen muss. _This post is for subscribers only._ ### Die Brandmauer fällt nach links: Warum eine Koalition mit der Berliner Linken den Rechtsstaat verrät URL: https://dievossische.de/die-brandmauer-fallt-nach-links-warum-eine-koalition-mit-der-berliner-linken-den-rechtsstaat-verrat/ Last updated: 2026-09-30T16:02:37.000Z Wer nach den Enthüllungen über die Rote-Hilfe-Mitgliedschaft und die Milieu-Nähe noch mit der Berliner Linken koaliert, bricht mit dem Rechtsstaat. _This post is for subscribers only._ ### Todesangst an Silvester: Jetzt sprechen die Opfer des Block-Dramas URL: https://dievossische.de/todesangst-an-silvester-jetzt-sprechen-die-opfer-des-block-dramas/ Last updated: 2026-09-30T15:47:48.000Z **Jahrelang wurde der Fall Christina Block vor allem als Geschichte einer Mutter erzählt, die ihre Kinder verloren hatte. Der neue ZEIT-Podcast „House of Block“ zwingt zu einem Perspektivwechsel. Denn jetzt hört man Klara und ihren Vater Stephan Hensel selbst. Und plötzlich geht es nicht mehr um ein abstraktes Sorgerechtsdrama, sondern um ein Mädchen, das glaubte, sein Vater sei tot.** Man kann über Gerichtsprozesse schreiben. Über Sorgerecht, internationale Zuständigkeiten, Umgangsrecht, Anklageschriften und Verteidigungsstrategien. Man kann diskutieren, welcher Elternteil wann welche Fehler gemacht hat. Man kann über Christina Block schreiben, über ihre jahrelange Trennung von den Kindern, über ihre Verzweiflung, über den erbitterten Konflikt mit ihrem Ex-Mann. All das ist geschehen. Doch dann hört man Klara. Und der Fall verändert sich. Der neue Podcast **„House of Block“ von ZEIT VERBRECHEN** lässt erstmals Menschen ausführlich selbst erzählen, die jene Silvesternacht erlebt haben. Die ZEIT hat die achtteilige Serie ausdrücklich mit dem Anspruch angekündigt, die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen. Unter ihnen ist Klara, heute 15 Jahre alt, die in der Nacht zum 1\. Januar 2024 zusammen mit ihrem jüngeren Bruder aus Dänemark nach Deutschland gebracht wurde. Folge eins trägt einen Satz von ihr bereits im Titel: **„Ich höre meinen Vater schreien. Kurz danach meinen Bruder.“** Wer diese Schilderungen hört, versteht, warum es an der Zeit ist, die Perspektive auf den Fall neu zu ordnen. ## Nicht mehr nur die Geschichte der Mutter Über Jahre war die öffentliche Wahrnehmung des Konflikts wesentlich von der Geschichte Christina Blocks geprägt. Eine Mutter hatte ihre Kinder verloren. Der Vater hatte sie nach einem Wochenendbesuch 2021 nicht nach Hamburg zurückgebracht. Es folgten Verfahren, Gutachten, Sorgerechtsentscheidungen, gegenseitige Anschuldigungen und ein Konflikt, der zunehmend jede Grenze überschritt. Dieser Teil der Geschichte existiert. Christina Block hatte ihre beiden jüngsten Kinder zweieinhalb Jahre lang nicht gesehen. Sie bestreitet bis heute, die gewaltsame Aktion in Dänemark beauftragt zu haben. Vor dem Landgericht Hamburg gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Aber eine öffentliche Erzählung wird problematisch, wenn sie an einem Punkt stehen bleibt. Denn in jener Silvesternacht gab es nicht nur eine Mutter, die ihre Kinder wiederhaben wollte. Es gab auch einen Vater. Und vor allem gab es zwei Kinder. Sie waren zehn und 13 Jahre alt. ## „Ich habe ihn noch nie so schreien gehört“ Am Silvesterabend 2023 gehen Stephan Hensel, Klara und ihr Bruder Theo zum Hafen von Gråsten, um das Feuerwerk zu beobachten. Dann erscheinen vermummte Männer. Stephan Hensel wird angegriffen und zu Boden gebracht. Seine beiden Kinder erleben den Überfall unmittelbar mit. Klara beschreibt im Podcast, wie sie die Schreie ihres Vaters hört. Sie sagt: **„Ich habe ihn noch nie so schreien gehört, es war fürchterlich.“** Dann hört sie ihren Bruder. Die Männer bringen Theo in ein Fahrzeug. Auch Klara wird nach ihrer Schilderung zu Boden gestoßen und in den Wagen gezerrt. Öffentlich zugängliche Berichte über den Podcast geben wieder, dass sie währenddessen immer wieder schrie – auf Dänisch, Englisch und Deutsch. Es ist etwas anderes, diese Vorgänge in einer Anklageschrift zu lesen. Und es ist etwas anderes, die Stimme eines Kindes zu hören, das sie erlebt hat. ## Der Geruch eines Handschuhs Traumatische Erinnerungen funktionieren nicht wie ein Gerichtsprotokoll. Menschen erinnern manchmal kein vollständiges chronologisches Bild. Sie erinnern Geräusche. Gerüche. Einzelne Bilder. Bei Klara ist es unter anderem der Geruch des Handschuhs eines der Männer, der sich in ihre Erinnerung eingebrannt hat. Im Wagen versucht sie nach ihrer Darstellung vor allem, ihren kleinen Bruder zu schützen. Theo liegt unter ihr. Er sagt, er bekomme keine Luft. Er versucht einen Alarmknopf zu betätigen. Als Klara versucht, sich zu bewegen, hört sie einen der Männer: **„Be quiet now.“** Sie schreit weiter. Und während all dessen weiß sie nicht, was mit ihrem Vater geschehen ist. ## „Ich dachte, er ist tot“ Das ist vielleicht der entscheidende Moment dieser ganzen Geschichte. Klara sieht ihren Vater am Boden zurückbleiben. Sie weiß nicht, wie schwer er verletzt ist. Sie weiß nicht, was die Männer mit ihm gemacht haben. Sie fragt nach einem Messer. Und sie glaubt, ihr Vater könnte tot sein. Diese Angst lässt sich nicht mit dem Begriff „Sorgerechtsstreit“ erfassen. Sie lässt sich auch nicht mit dem Wort „Rückholung“ beschreiben. Aus Sicht eines 13-jährigen Kindes ist dies kein juristisches Verfahren und keine familiäre Auseinandersetzung. Es ist Todesangst. ## Auch der Vater spricht Genau deshalb ist es wichtig, dass der Podcast nicht allein Klara sprechen lässt. Auch Stephan Hensel schildert die Ereignisse aus seiner Perspektive. Er berichtet seit Beginn des Strafprozesses von den Folgen für seine Familie. Bereits vor Gericht sagte er, die Kinder hätten nach der Entführung unter Panikattacken, Angstzuständen und Albträumen gelitten. Die Familie habe zeitweise in einer Art Safe House gelebt. Es habe Umzüge und Schulwechsel gegeben. Auch diese Aussagen sind keine medizinische Diagnose. Aber inzwischen gibt es zusätzlich eine solche fachliche Einordnung. ## Die Sachverständige: „massive Traumatisierung“ Eine Kinder- und Jugendpsychiaterin hat im Auftrag des Landgerichts medizinische, psychologische und schulische Unterlagen ausgewertet und mit den Kindern gesprochen. Ihr Befund ist eindeutig in seiner Schwere. Die Kinder seien durch die Entführung, das Miterleben des Angriffs auf den Vater und die zunächst ungewissen Folgen einer **„massiven Traumatisierung“** ausgesetzt gewesen. Die Folgen bestünden weiter. Damit bekommt die Debatte einen Maßstab, der viel zu lange am Rand stand. Nicht: Wer hat im Sorgerechtsstreit wann welches Gericht gewonnen? Nicht: Welche Seite hatte den besseren Familienrechtsanwalt? Nicht einmal: Wer fühlte sich von wem zuerst verletzt? Sondern: **Was ist diesen Kindern tatsächlich geschehen?** ## Das Narrativ von der „armen Mutter“ reicht nicht mehr Christina Blocks persönliche Geschichte gehört zur Wahrheit dieses Falls. Eine Mutter verliert über Jahre den Kontakt zu ihren Kindern. Das kann Verzweiflung auslösen. Es kann Wut erzeugen. Es kann Menschen zu irrationalen Entscheidungen treiben. Aber Leid ist keine exklusive Ressource. Die Tatsache, dass Christina Block unter der Trennung von ihren Kindern gelitten haben mag, darf den Blick auf das Leid dieser Kinder nicht verdrängen. Und genau dies drohte in Teilen der öffentlichen Debatte lange zu geschehen. Der Fall wurde immer wieder entlang der Erwachsenen erzählt: Block gegen Hensel. Mutter gegen Vater. Deutschland gegen Dänemark. Sorgerecht gegen Umgangsrecht. Doch Klara war 13. Theo war zehn. Sie waren keine Parteien eines strategischen Familienrechtsstreits. Sie waren Kinder. ## Eine Grenze muss klar benannt werden Selbst wenn man sämtliche Vorwürfe Christina Blocks gegen ihren früheren Ehemann ernst nimmt, folgt daraus kein Recht auf eine gewaltsame Rückholung. Selbst wenn jemand überzeugt wäre, ein ausländisches Familiengericht habe falsch entschieden, legitimiert das keine private Zwangsmaßnahme. Und selbst wenn ein Elternteil subjektiv glaubt, für das Wohl seiner Kinder zu handeln, bleibt entscheidend, was mit diesen Kindern tatsächlich geschieht. Im Strafprozess muss noch geklärt werden, welche persönliche Verantwortung Christina Block für die Silvesternacht trägt. Sie bestreitet, die Gewaltaktion beauftragt zu haben. Darüber entscheidet das Gericht. Aber über eines muss nicht mehr spekuliert werden: Die Kinder haben diese Nacht erlebt. Und ihre Folgen sind dokumentiert. ## Dann stellt sich die Frage nach der Justiz Gerade vor diesem Hintergrund fällt eine weitere Entwicklung des Prozesses stärker ins Gewicht. Im November 2025 warnte die Vorsitzende Richterin Christina Block ausdrücklich, dass ein Haftbefehl möglich sei, falls sich eine Einflussnahme auf Zeugen bestätigen sollte. Im Juli 2026 wurde ein weiterer Vorgang bekannt. Block hatte der psychiatrischen Sachverständigen Unterlagen zukommen lassen. Die Vorsitzende Richterin bezeichnete dies im Zusammenhang mit dem Inhalt dieser Unterlagen als einen **„Versuch einer Verdunklungshandlung“**. Die Verteidigung erklärte, es habe sich um ein Versehen gehandelt. Die Staatsanwaltschaft sah ebenfalls eine Versuchshandlung, beantragte jedoch keinen Haftbefehl. Christina Block blieb auf freiem Fuß. Untersuchungshaft ist keine Strafe. Sie darf nicht verhängt werden, weil ein Fall emotionalisiert oder weil eine Angeklagte vermögend und prominent ist. Aber gerade deshalb darf gefragt werden: **Welche Schwelle muss überschritten werden, wenn ein Gericht selbst wiederholt mögliche Verdunkelung thematisiert?** ## Nicht Privileg behaupten – Gleichheit verlangen Es wäre unseriös, ohne Beweise zu behaupten, Christina Block werde wegen ihres Namens oder ihres Vermögens von der Justiz bevorzugt. Aber es ist ebenso legitim, genau hinzusehen. Denn Rechtsstaatlichkeit bedeutet nicht, Prominente härter zu behandeln. Sie bedeutet auch nicht, sie milder zu behandeln. Sie bedeutet gleiche Maßstäbe. Wenn ein Gericht einen Haftbefehl wegen möglicher Zeugenbeeinflussung in den Raum stellt und Monate später einen weiteren Vorgang als Versuch einer Verdunklungshandlung bezeichnet, muss die Frage erlaubt sein, warum diese Vorgänge bislang nicht zu Untersuchungshaft geführt haben. ## Die Kinder gehören ins Zentrum dieses Falls Vielleicht ist dies die wichtigste Leistung des ZEIT-Podcasts. Er verschiebt den Blick. Man hört nicht mehr nur Anwälte. Nicht nur Unternehmer. Nicht nur Familienrichter. Nicht nur die Mutter. Man hört Klara. Man hört ihren Vater. Und plötzlich besitzt die Silvesternacht wieder das, was jahrelange Gerichtsberichterstattung ihr beinahe genommen hatte: eine menschliche Dimension. Klara erzählt nicht von Paragrafen. Sie erzählt von den Schreien ihres Vaters. Vom Geruch eines Handschuhs. Von ihrem Bruder, der unter ihr liegt und keine Luft bekommt. Von ihrer Angst, ihr Vater sei getötet worden. Diese Stimme verändert die Wahrnehmung des Falles. Sie sollte es jedenfalls. Denn auch wer Christina Blocks Verzweiflung über den Verlust ihrer Kinder nachvollziehen kann, darf darüber nicht vergessen, wer jene Nacht durchleben musste. Die Kinder. Und ihr Vater. ## Am Ende geht es nicht um Sympathie Niemand muss Stephan Hensel sympathisch finden. Niemand muss Christina Block hassen. Niemand muss sämtliche Behauptungen einer Seite übernehmen. Journalismus sollte nicht darüber entscheiden, welcher geschiedene Elternteil der angenehmere Mensch ist. Aber er muss unterscheiden können zwischen einer emotional verständlichen Vorgeschichte und der Frage, was Menschen tatsächlich angetan wurde. Der Strafprozess wird klären, wem welche Tat strafrechtlich zugerechnet werden kann. Die Folgen der Silvesternacht sind dagegen längst Realität. Eine Sachverständige spricht von massiver Traumatisierung. Der Vater berichtet von Angstzuständen und einem Leben unter Sicherheitsvorkehrungen. Und Klara erzählt mit ihrer eigenen Stimme, dass sie glaubte, ihr Vater sei tot. Vielleicht musste man diese Stimme tatsächlich erst hören, um zu begreifen, wie schief die Perspektive auf diesen Fall teilweise geraten war. Die Geschichte von Christina Block ist auch die Geschichte einer Mutter, die ihre Kinder verlor. Aber sie ist eben nicht nur das. Sie ist inzwischen vor allem auch die Geschichte zweier Kinder, denen in einer Silvesternacht etwas widerfuhr, das sie bis heute begleitet. Und genau dort sollte der Blick beginnen. --- ### Der BILD-Bluff: Wie ein Statistik-Trick die 14-Prozent-SPD zum heimlichen Wahlsieger macht URL: https://dievossische.de/der-bild-bluff-wie-ein-statistik-trick-die-14-prozent-spd-zum-heimlichen-wahlsieger-macht/ Last updated: 2026-09-30T12:41:39.000Z Es ist die ultimative Klickfalle: Die SPD stürzt in der Sonntagsfrage auf historische Tiefstwerte ab – doch plötzlich titelt BILDplus von einer „größten Überraschung der deutschen Politik“. Laut einer neuen INSA-Analyse habe die Kanzlerpartei plötzlich das größte Wählerpotenzial, liege meilenweit vor der AfD und der Union. Ein politisches Beben? Ein geniales Comeback der Sozialdemokraten? Nein. Es ist eine meisterhafte Daten-Illusion. Wer hinter die Kulissen dieser reißerischen Schlagzeile blickt, erkennt sofort, wie hier mit Zahlen jongliert wird, um Abonnements für eine Paywall zu verkaufen. Hier ist der Realitätscheck – und die Entlarvung eines medialen Statistik-Tricks. ### 📉 Die Ausgangslage: Eine Partei im freien Fall Die harte Realität der Meinungsforschung sieht für die SPD düster aus. In der klassischen Sonntagsfrage dümpelt die Partei bei mageren 14,5 Prozent. Für viele Wähler ist das Vertrauen aufgebraucht. Die politische Bilanz der letzten Jahrzehnte lastet schwer auf der Partei: Die Agenda 2010 und Hartz IV, der aktuelle Frust über das Bürgergeld, die ausufernde Bürokratie, die Mitverantwortung für die Migrationspolitik der Merkel-Jahre als Dauer-Koalitionspartner – all das hat tiefe Spuren in der Wählergunst hinterlassen. Wie also wird aus einer Partei, die von fast 85 Prozent der Wähler aktuell *nicht* gewählt wird, plötzlich ein schlafender Riese mit gigantischem Potenzial? ### 🎩 Der Taschenspielertrick: Was ist eine "Potenzialanalyse"? Das Geheimnis der Schlagzeile liegt in einem einzigen Wort: **Potenzialanalyse**. Wenn Meinungsforscher wie INSA die klassische „Sonntagsfrage“ stellen, fragen sie: *„Welche Partei würden Sie am nächsten Sonntag wählen?“* Hier muss sich der Wähler für genau eine Option entscheiden. Das ist die harte Währung der Politik. Bei der Potenzialanalyse lautet die Frage jedoch völlig anders: *„Können Sie sich grundsätzlich vorstellen, Partei X irgendwann einmal zu wählen?“* Und genau hier schnappt die Framing-Falle der BILD-Schlagzeile zu. Ein Wert von 37,5 Prozent „Potenzial“ für die SPD bedeutet nicht, dass fast 40 Prozent der Deutschen heimliche SPD-Fans sind. Es bedeutet lediglich: 37,5 Prozent schließen es nicht zu 100 Prozent aus, jemals in ihrem Leben ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten zu machen. ### 🤷‍♂️ Das Prinzip "Kleinstes Übel" Warum liegt die SPD in dieser theoretischen Metrik plötzlich vor der Union (33 %) und der AfD (36,5 %)? Die Antwort ist politisch alles andere als schmeichelhaft für die Genossen: Es geht hier nicht um Begeisterung, sondern um **fehlende Polarisierung**. - **Die AfD und die Grünen** haben extrem treue Stammwähler. Sie rufen bei ihren Anhängern große Begeisterung hervor – stoßen aber bei großen Teilen der restlichen Bevölkerung auf radikale, kategorische Ablehnung. Wer sie nicht liebt, hasst sie oft. Ihr „Negativ-Potenzial“ ist gigantisch. - **Die SPD** hingegen wird von vielen Wählern der politischen Mitte als weichgespült oder profillos wahrgenommen. Sie provoziert weniger blanken Hass. Wenn ein konservativer oder liberaler Wähler gefragt wird, ob er *niemals* die SPD wählen würde, zögert er. Vielleicht in zwanzig Jahren? Vielleicht, wenn das Personal komplett wechselt? Man kreuzt „könnte ich mir vorstellen“ an. Dieses fehlende „Nein, auf gar keinen Fall!“ wird in der Schlagzeile nun als „enormes Plus“ und „gigantische Chance“ umgedeutet. Es ist die Verklärung von Gleichgültigkeit zu politischer Stärke. ### 💰 Das Geschäftsmodell hinter der Schlagzeile Warum macht ein Medium das? Die Antwort ist simpel und wirtschaftlich: **Emotionales Trigger-Marketing.** Die BILD weiß exakt, wie ihr Publikum tickt. Nichts provoziert einen politisch interessierten (und oft SPD-kritischen) Leser mehr, als die absurde Vorstellung, die strauchelnde SPD könnte plötzlich stärkste Kraft werden. - **Der Trigger:** Ungläubigkeit und Empörung („Wie kann das sein nach all dem Chaos?!“). - **Der Bait:** Die versprochene Auflösung hinter einer BILDplus-Paywall („Lesen Sie mit BILDplus alle Zahlen...“). Man nimmt einen völlig normalen, aber oft missverstandenen statistischen Messwert der Wahlforschung – die Potenzialanalyse – und gießt ihn in eine Formel, die maximale kognitive Dissonanz erzeugt. Der Leser klickt, zahlt und erfährt am Ende doch nur, dass die SPD eben einfach von etwas weniger Menschen kategorisch gehasst wird als andere Parteien. ### Fazit: Zwischen Illusion und Realität Lassen Sie sich von solchen Schlagzeilen nicht manipulieren. Wählerpotenzial ist theoretische Luftbuchung. Es ist die politische Entsprechung eines Lottoscheins: Die theoretische Chance auf den Jackpot ist da, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD dieses „Potenzial“ angesichts ihrer aktuellen Performance in tatsächliche Stimmen ummünzt, tendiert gegen null. Am Wahltag zählt nicht, wen man „vielleicht irgendwann mal nicht ausschließen würde“. Am Wahltag zählt die Sonntagsfrage. Und da bleibt die Realität für die SPD bei bitteren 14,5 Prozent. Tags: Medienkritik, Framing, Manipulation, Wahlforschung, INSA, Potenzialanalyse, SPD, BILDplus, Clickbait, Politik, Journalismus ### Der Sumpf um Elif Eralp vertieft sich URL: https://dievossische.de/der-sumpf-um-elif-eralp-vertieft-sich/ Last updated: 2026-09-30T04:00:33.000Z Der Sumpf um Elif Eralp vertieft sich: Die Ex-Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe, umstrittene Clankontakte in Neukölln und offene Antisemitismus-Fragen belasten Berlins Linke schwer. Verlangen SPD und Grüne hier nur Feigenblätter oder droht ein fatales Bündnis mit Extremismus-Tolerierenden? _This post is for subscribers only._ ### Der wahre Islam-Test: Darf der Einzelne einfach Nein sagen? URL: https://dievossische.de/der-wahre-islam-test-darf-der-einzelne-einfach-nein-sagen/ Last updated: 2026-09-29T14:36:55.000Z Deutschland garantiert Frauen, Homosexuellen und Ex-Muslimen Freiheit. Doch Schulen, Studien zu jungen Muslimen, Zwangsheirat und Paralleljustiz zeigen: Religiöse und familiäre Normen können diese Rechte praktisch einschränken. Teil 2 untersucht die Macht orthodoxer Milieus hinter der Rechtsordnung. _This post is for subscribers only._ ### Stalin, Mao und die DDR: Was im BAK Agitprop der Linksjugend geschah URL: https://dievossische.de/stalin-mao-und-die-ddr-was-im-bak-agitprop-der-linksjugend-geschah/ Last updated: 2026-09-29T14:15:11.000Z Stalin, Mao und DDR-Symbolik: Teil 3 untersucht den früheren BAK Agitprop der Linksjugend, dokumentierte Aussagen von Funktionären, die offizielle Distanzierung des Verbandes und die Frage, warum interne Kontrollen erst nach öffentlicher Recherche griffen. _This post is for subscribers only._ ### Ahmed Abed und die Polizei – wie aus Kontrolle plötzlich das Problem wird URL: https://dievossische.de/ahmed-abed-und-die-polizei-wie-aus-kontrolle-plotzlich-das-problem-wird/ Last updated: 2026-09-29T14:05:21.000Z Ahmed Abed nennt Clan-Razzien rassistisch, fordert ihr Ende und warnt vor Polizeirepression. Unsere Recherche zeigt, wie konsequent der Bürgermeisterkandidat staatliche Kontrolle zum politischen Problem macht – und welche Folgen das haben könnte. _This post is for subscribers only._ ### Stammestest 4: Dr. Michael Efler URL: https://dievossische.de/stammestest-4-dr-michael-efler/ Last updated: 2026-09-29T13:40:24.000Z Verwaltungslehre, Volkswirtschaft, Promotion, 19 Jahre NGO-Arbeit, fünf Jahre Parlament und danach wieder Klimaschutzverein: Michael Efler bringt viel politische Praxis mit. Der Stammestest fragt, was davon als praktische Markt- und Unternehmenserfahrung übrig bleibt. _This post is for subscribers only._ ### IZH: Verboten, geschlossen – doch Irans Netzwerk ist nicht verschwunden URL: https://dievossische.de/izh-verboten-geschlossen-doch-irans-netzwerk-ist-nicht-verschwunden/ Last updated: 2026-09-29T13:19:54.000Z Das IZH wurde 2024 samt fünf Teilorganisationen verboten. Doch das größere schiitische Netzwerk besteht weiter: Die IGS ist 2026 aktiv, frühere IZH-Funktionäre tauchten dort auf. Wir untersuchen Irans Einfluss, Geld, Antisemitismus und Religionsfreiheit. _This post is for subscribers only._ ### Der Verbaldemokrat: Wie der Bundespräsident den Wählerwillen entwertet URL: https://dievossische.de/der-verbaldemokrat-wie-der-bundesprasident-den-wahlerwillen-entwertet/ Last updated: 2026-09-29T12:27:02.000Z Der Bundespräsident hat wieder einmal gesprochen. Zum 75-jährigen Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts wählte Frank-Walter Steinmeier in Karlsruhe ein Wort, das tief in das Seelenleben des Berliner Establishments blicken lässt: Er warnte vor „Vulgärdemokraten“. Wer geglaubt hatte, das Staatsoberhaupt würde in Zeiten historisch gewachsener gesellschaftlicher Spaltung als integrative, ausgleichende Kraft wirken, wurde erneut eines Besseren belehrt. Statt den Souverän in seiner Vielfalt zu repräsentieren, bedient das Schloss Bellevue einmal mehr das Narrativ eines politisch-medialen Mainstreams, der jede fundamentale Kritik und jede unliebsame Mehrheit nicht nur politisch bekämpft, sondern moralisch entwertet. Der Begriff der „Vulgärdemokratie“ ist dabei weit mehr als eine entgleiste rhetorische Finesse; er ist ein semantischer Offenbarungseid. Aus Sicht Steinmeiers und der ihn tragenden Milieus ist eine Mehrheit offenbar nur dann eine „gute“ und „anständige“ Mehrheit, wenn sie brav den Richtungsvorgaben des behördlich abgesegneten Konsenses folgt. Stimmt das Ergebnis an den Wahlurnen nicht mit der Haltung der etablierten Eliten überein, wird dem Bürger schlicht die demokratische Reife abgesprochen. Was für ein Zynismus offenbart sich in diesem Denken! In einer funktionierenden Demokratie gibt es keine Benotung für die Gesinnung der Wähler. Es gibt Bürger, Stimmzettel und Mehrheiten. Wer den Wählerwillen mit abwertenden Attributen versieht, offenbart ein belehrendes Abgehobensein gegenüber den Grundlagen unseres Gemeinwesens. Dabei lohnt ein nüchterner Blick auf die politische Biografie des Mannes, der sich heute zum obersten Oberlehrer der Republik aufschwingt. Frank-Walter Steinmeier ist kein parteiübergreifender Staatsmann aus dem Lehrbuch, sondern das Produkt des SPD-Parteiapparats der Ära Gerhard Schröder. Als Schröders Kanzleramtschef und späterer Außenminister war Steinmeier der architektonische Organisierer jener Russland- und Energiepolitik, vor deren Trümmern das Land heute steht. Zwar stammte das berühmte Zitat vom „lupenreinen Demokraten“ für Wladimir Putin historisch aus dem Mund seines Ziehvaters Schröder – doch es war Steinmeier, der diesen Kurs über Jahre hinweg exekutierte, Nord Stream vorantrieb und jede Warnung vor den Folgen diplomatischer Romantik als populistisch abtat. Dass ausgerechnet Schlüsselakteure dieser gescheiterten Ära heute mit erhobenem Zeigefinger durchs Land ziehen und dem Volk Lektionen über „anständige“ Demokratie erteilen wollen, grenzt an Realsatire. Wer über Dekaden hinweg die eigenen Fehlentscheidungen als alternativlos verkaufte und kritische Stimmen abkanzelte, hat jedes Recht verloren, sich als unfehlbarer Hüter der politischen Moral aufzuspielen. Die Karlsruher Rede reiht sich nahtlos ein in eine Serie von Patzern und Belehrungen, mit denen Steinmeier das Ansehen des Bundespräsidentenamts schleichend beschädigt hat. Ob das bevormundende Moralisieren während der Corona-Jahre, das herablassende Unverständnis für Bürgerproteste oder das ständige Einklopfen der Parole, dass nur das eigene politische Lager vor Verfassungsfeindlichkeit schütze: Schloss Bellevue fungiert heute primär als Erziehungsanstalt für widerspenstige Wähler. Wenn die Entscheidungen der Bürger nicht zur Politik der Regierenden passen, wird schlicht der Bürger für fehlerhaft erklärt. Der eigentliche Schaden dieser Rhetorik liegt in der Zersetzung des demokratischen Grundvertrauens. In reifen Demokratien – wie im angelsächsischen Raum – ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Wählerwille akzeptiert und politisch verarbeitet werden muss, anstatt Wahlergebnisse im Nachhinein durch Elitendiskurse zu entwerten. Wer politisch überzeugen will, muss dies mit besseren Konzepten tun, nicht mit dem Versuch, Andersdenkende rhetorisch ins Schmuddeleck zu stellen und als „vulgär“ abzustempeln. Es wird Zeit für eine Rückbesinnung: Der Bürger ist kein Mündel, das von einer selbsternannten Haltungselite erzogen werden muss. Die Stärke einer Demokratie misst sich nicht an den feinsinnigen Begriffen von Funktionären in Karlsruhe oder Berlin, sondern am Respekt vor der Stimme des Souveräns. Wenn der Bundespräsident die Demokratie wirklich schützen will, sollte er damit anfangen, abweichende Entscheidungen des Volkes wieder zu achten – statt sie herablassend zu verunglimpfen. --- Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident, Vulgärdemokraten, Gerhard Schröder, politische Kritik, Mainstream, Demokratie, Wählerwille, Meinungsfreiheit ### Das Zentrum für Antisemitismusleugnung: Ein Berliner Trauerspiel URL: https://dievossische.de/das-zentrum-fur-antisemitismusleugnung-ein-berliner-trauerspiel/ Last updated: 2026-09-29T11:31:23.000Z Es sind Worte, die fassungslos machen: Der Forscher Wolfgang Benz tut die Angst von Juden in Deutschland als bloße „Selbstrechtfertigung“ ab. Auch ZfA-Leiterin Stefanie Schüler-Springorum relativiert linken Judenhass. Ein Kommentar über akademisches Versagen und fatale ideologische blinde Flecken. _This post is for subscribers only._ ### Was kostet die NGO-Zivilgesellschaft den Steuerzahler wirklich? URL: https://dievossische.de/was-kostet-die-ngo-zivilgesellschaft-den-steuerzahler-wirklich/ Last updated: 2026-09-29T11:24:09.000Z Wie viel kosten politisch aktive NGOs den Steuerzahler wirklich? Direkte Zuschüsse sind nur ein Teil. Hinzu kommen Gemeinnützigkeit, Steuerbefreiungen und der Spendenabzug. Eine Analyse zeigt vor allem eines: Eine zentrale Gesamtrechnung über die öffentliche Begünstigung existiert nicht. _This post is for subscribers only._ ### Die „breite Zivilgesellschaft“ und ihr Netzwerk: Wie Campact Geld, Organisationen und Kampagnen verbindet URL: https://dievossische.de/die-breite-zivilgesellschaft-und-ihr-netzwerk-wie-campact-geld-organisationen-und-kampagnen-verbindet/ Last updated: 2026-09-29T04:00:36.000Z Campact präsentiert 41 Organisationen als breites Bündnis. Doch Transparenzberichte zeigen Fördergelder, Kooperationen und personelle Verbindungen zwischen mehreren Unterzeichnern. Eine Analyse des Netzwerks – und der Frage, wo Kooperation endet und politische Unabhängigkeit beginnt. _This post is for subscribers only._ ### Glaube oder Gesellschaftsordnung? Die Frage, der Deutschland beim Islam ausweicht URL: https://dievossische.de/glaube-oder-gesellschaftsordnung-die-frage-der-deutschland-beim-islam-ausweicht/ Last updated: 2026-09-28T14:36:32.000Z Der Islam ist in Deutschland durch die Religionsfreiheit geschützt. Doch klassische Scharia-Traditionen regeln weit mehr als Gebet und Fasten: auch Ehe, Familie, Erbe und gesellschaftliche Ordnung. _This post is for subscribers only._ ### Vier Namen, viele Netzwerke – wie Macht in der Linksjugend organisiert ist URL: https://dievossische.de/vier-namen-viele-netzwerke-wie-macht-in-der-linksjugend-organisiert-ist/ Last updated: 2026-09-28T14:05:05.000Z Wer führt die Linksjugend wirklich? Teil 2 untersucht Bundessprecher, Arbeitskreise, Delegiertenmacht und Verbindungen zur Partei Die Linke. Im Zentrum steht die Frage, welche Strömungen den Kurs prägen – und wie groß der Einfluss einzelner Netzwerke tatsächlich ist. _This post is for subscribers only._ ### Ahmed Abed, Israel und BDS – was dokumentiert ist und worauf sich die Antisemitismusvorwürfe stützen URL: https://dievossische.de/ahmed-abed-israel-und-bds-was-dokumentiert-ist-und-worauf-sich-die-antisemitismusvorwurfe-stutzen/ Last updated: 2026-09-28T13:57:31.000Z Ahmed Abeds Israel-Politik steht im Zentrum der Kontroverse um seine Kandidatur. Wir prüfen seine Aussagen zu Gaza, BDS und dem Bürgermeister von Bat Yam, seine Rolle als Anwalt, Auftritte bei Palästina-Protesten und die Antisemitismusvorwürfe – und trennen Belegbares von politischer Zuschreibung. _This post is for subscribers only._ ### Stammestest 3: Franziska Brychcy URL: https://dievossische.de/stammestest-3-franziska-brychcy/ Last updated: 2026-09-28T13:47:02.000Z 2009 Master in Paris, 2016 offiziell noch „Studentin“, dann direkt ins Abgeordnetenhaus: Der Stammestest prüft Franziska Brychcys Berufsweg. Welche Arbeit außerhalb von Studium, Partei und Parlament ist belegt – und welche praktische Erfahrung bringt Berlins Bildungspolitikerin tatsächlich mit? _This post is for subscribers only._ ### IGBD: 81 Gemeinden, Imame mit Dekret aus Sarajevo – und Mitsprache im deutschen Religionsunterricht URL: https://dievossische.de/igbd-81-gemeinden-imame-mit-dekret-aus-sarajevo-und-mitsprache-im-deutschen-religionsunterricht/ Last updated: 2026-09-28T13:33:42.000Z Die IGBD umfasst aktuell 81 Gemeinden, ihre religiöse Hierarchie reicht bis Sarajevo und Zakat-Gelder fließen nach Bosnien. Gleichzeitig gestaltet der Verband in Deutschland staatlichen Religionsunterricht mit. Beim Umgang mit Christen fällt der Herkunftslandvergleich jedoch deutlich anders aus. _This post is for subscribers only._ ### Der fatale Kniefall von Essen – Wenn die Schulleitung kapituliert und Staat und Politik schweigen URL: https://dievossische.de/der-fatale-kniefall-von-essen-wenn-die-schulleitung-kapituliert-und-staat-und-politik-schweigen/ Last updated: 2026-09-29T14:43:31.000Z ## Der Vorfall an der Gesamtschule Bockmühle: Wenn das Gedenken der Bürokratie geopfert wird Es ist ein kulturpolitischer Bankrott sondergleichen, wenn die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus dem vermeintlichen Seelenfrieden auf dem Schulhof geopfert wird. Der Vorfall an der **Gesamtschule Bockmühle** im Essener Stadtteil Altendorf markiert einen bitteren Tiefpunkt in der deutschen Bildungslandschaft. Der 82-jährige Zeitzeuge **Thomas Gabelin** – einer der letzten noch lebenden Menschen, die 1944 im Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt geboren wurden und das Grauen überlebten – sollte am 13\. Oktober vor Schülern sprechen. Doch der Termin wurde von der Schule telefonisch abgesagt. Die Begründung: Man fürchte Reaktionen der Schülerschaft im Kontext des Nahostkonflikts. [Islam und Freiheit: Wo die Grenze verläuftDeutschland garantiert Frauen, Homosexuellen und Ex-Muslimen Freiheit. Doch Schulen, Studien zu jungen Muslimen, Zwangsheirat und Paralleljustiz zeigen: Religiöse und familiäre Normen können diese Rechte praktisch einschränken. Teil 2 untersucht die Macht orthodoxer Milieus hinter der Rechtsordnung.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-6e6c95ac-d1fe-4c3c-bc69-21accb8f61c6.png)Die VossischePaul Fisher![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Die-verdra--ngte-Macht-orthodoxer-islamischer-Normen-1e69429a-bf07-432a-ba9c-89ab2fad6d8b.jpg)](https://dievossische.de/der-wahre-islam-test-darf-der-einzelne-einfach-nein-sagen/) Unter der Verantwortung von Schulleiterin **Julia Gajewski** wurde hier ein fatales Signal gesendet. Noch verheerender als die Kapitulation der Schule selbst ist jedoch das, was danach geschieht beziehungsweise eben *nicht* geschieht: Das dröhnende, beschämende Schweigen der zuständigen Schulaufsichtsbehörden und der politischen Verantwortungsträger. Wo bleiben die Brandmauern der Demokratie, wenn historische Bildung und die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus der Angst vor migrantisch geprägtem Druck weichen? ### Wenn die Angst vor dem Konflikt das Gedenken frisst Wer den Nahostkonflikt oder vermeintliche Empfindlichkeiten als Vorwand nimmt, um den Holocaust-Gedenktag oder Zeitzeugengespräche aus dem Klassenzimmer zu verbannen, betreibt Täter-Opfer-Umkehr im Kleinformat. Eine Schulleitung, die einen Zeitzeugen ausladet, weil sie offenkundig befürchtet, Schüler könnten antisemitische oder israelfeindliche Ressentiments unkontrolliert ausleben, gesteht damit eines öffentlich ein: Sie hat längst keine Kontrolle mehr über die Disziplin, die Wertevermittlung und den Grundkonsens in ihrer eigenen Einrichtung. ### Dämliche Ausreden: Eine Schule ist keine Event-Location Die offizielle Darstellung der Schulleitung und der **Bezirksregierung Düsseldorf**, es habe sich lediglich um „stark eingegrenzte Terminmöglichkeiten“ oder rein organisatorische Schwierigkeiten gehandelt, entbehrt jeder Glaubwürdigkeit. Eine staatliche Schule ist kein privater Partyservice oder eine beliebige Event-Location, die Termine wegen logistischer Engpässe verschieben muss. Es geht hier nicht um die Buchung einer Sporthalle für ein Sommerfest, sondern um die moralische Pflicht zur Aufklärung über den Holocaust. Wenn ein betagter KZ-Überlebender ausgeladen und dann abgesagt wird, ist die Ausrede mit den „Terminmöglichkeiten“ ein durchsichtiges Manöver, um den wahren Elefanten im Raum nicht beim Namen nennen zu müssen. ### Medien im Widerstreit und das Schweigen auf die Anfrage In der medialen Öffentlichkeit hat der Vorgang für heftige Debatten gesorgt: - **FOCUS Online** meldete die Absage und beleuchtete den Streit über die unterschiedlichen Versionen. Während die Schule formell auf organisatorische Gründe verweist, beharrt der Begleiter **Louis Pawellek** auf der telefonischen Begründung mit Bezug auf Gaza. - **BILD** griff die Kontroverse auf und veröffentlichte Aussagen von Thomas Gabelin, der sich „sehr betroffen und traurig“ zeigte und betonte, so etwas in seiner langjährigen Arbeit noch nie erlebt zu haben. Auch Pawellek äußerte sich schockiert. - Sogar international schlug der Fall Wellen; die französische Plattform **Résistance Républicaine** berichtete mit spitzer Zuspitzung über die Reaktionen im multikulturellen Schulumfeld – eine Darstellung, die von Behörden zurückgewiesen wird. Besonders entlarvend ist das Verhalten der Schulleitung nach dem Vorfall. Unsere Redaktion hat der Schulleiterin Julia Gajewski eine offizielle Presseanfrage vorgelegt, um Licht ins Dunkel zu bringen. Bis zum Ablauf der Frist am 29\. September 2026 um 12:00 Uhr ging im Rektorat **keinerlei Antwort** ein. Kein Dementi, keine Erklärung. Wer in einer Angelegenheit von solcher Tragweite stumm bleibt, legt ein bankrottes Eingeständnis ab. ### Patriarchale Verweigerung und Kontrollverlust im Klassenzimmer Das Verhalten, das an Schulen wie der Gesamtschule Bockmühle längst zum Alltag geworden ist, verdeutlicht die Ursache des Problems: Wenn väterliche Erziehungsberechtigte aus einem fundamentalistisch oder archaisch geprägten islamischen Milieu Lehrerinnen bis heute den Handschlag verweigern, ist das kein Zeichen von „kultureller Diversität“, sondern ein offener Akt der Respektlosigkeit, der patriarchalen Frauenverachtung und der systematischen Missachtung unserer westlichen Werteordnung. Wer bereits bei der elementaren Höflichkeitsform des Handschlags eine staatliche Amtsträgerin oder Lehrerin wegen ihres Geschlechts abwertet, dem wird die historische Verantwortung für den Holocaust oder die moralische Aufklärung auf dem Schulhof ohnehin gleichgültig sein. Genau dieses Milieu bestimmt inzwischen an solchen Brennpunktschulen das Klima. Religion – und im speziellen Fall ein politisierter, rigider Islam – hat als weltanschaulicher und identitärer Druckfaktor im regulären Unterricht nichts zu suchen. ### Wo bleibt die politische Empörung? Das eigentliche Skandalon wird durch das behördliche Wegschweigen komplettiert: - **Das Wegducken der Aufsicht:** Die zuständige Schulaufsicht und das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen ducken sich weg, statt sofort einzugreifen und den Vortrag mit staatlicher Autorität einzufordern. - **Die verkehrte Moral:** Würde ein rechtsextremer Vorfall an einer Schule zu einer derartigen Absage führen, gäbe es Sondersendungen und Rücktrittsforderungen im Minutentakt. Passiert der Kniefall vor antisemitischen Strömungen aus dem islamisch-migrantischen Milieu, greift ein reflexartiges Tabu. Dieses verlogene Wegschweigen macht die Sache nur noch schlimmer. Es signalisiert den Jugendlichen, dass ihr Druckmittel funktioniert. ### Ein Offenbarungseid des Rechtsstaates Die Absage an Thomas Gabelin und das anschließende Abtauchen von Schulleiterin Julia Gajewski zeigen: Wenn staatliche Schulen nicht mehr in der Lage sind, einen jüdischen Überlebenden des Holocausts auftreten zu lassen, ohne um die öffentliche Ordnung zu fürchten, dann kapituliert der freiheitliche Rechtsstaat vor den eigenen Augen. Es braucht jetzt eine glasklare politische Haltung und disziplinarische Konsequenzen. Wer hier schweigt, macht sich zum Komplizen der Selbstaufgabe. --- Gesamtschule Bockmühle, Julia Gajewski, Thomas Gabelin, Antisemitismus, Gedenkkultur, Islamunterricht, Schulpolitik ### Zwei Worte, eine Strafanzeige URL: https://dievossische.de/zwei-worte-eine-strafanzeige/ Last updated: 2026-09-28T12:40:47.000Z ## Wie Elif Eralp mit Kritik umgeht – und welche Fragen bei Berlins Linken offenbleiben **Alexander Dobrindt sagt im Fernsehen „Na doch“ – und kurz darauf landet der politische Streit bei der Staatsanwaltschaft. Gleichzeitig kämpft die Berliner Linke mit Antisemitismusdebatten, einem Clan-Chef auf ihrer Wahlparty und den bemerkenswerten Kontakten eines eigenen Bundestagsabgeordneten zur Remmo-Familie. Der Fall Elif Eralp zeigt, wie groß die Lücke zwischen politischer Selbstdarstellung und den Problemen im eigenen Umfeld geworden ist.** Es waren zwei Worte. „Na doch.“ Mehr brauchte es nicht, um aus einem politischen Schlagabtausch einen Fall für die Justiz zu machen. In der ZDF-Sendung *Maybrit Illner* vom 24\. September 2026 hatte sich die Moderatorin bei der Diskussion über Antisemitismus in der Berliner Linkspartei versprochen. Sie sagte zunächst über Elif Eralp: „Sie ist Antisemitin“, korrigierte sich aber unmittelbar: „Sie ist keine Antisemitin.“ Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hakte ein: „Na doch.“ Eralp und der Berliner Landesverband der Linken reagierten mit einer Strafanzeige wegen übler Nachrede und Beleidigung. Ihr Anwalt argumentiert, Dobrindt habe sich durch seine Äußerung die ursprüngliche Falschbehauptung zu eigen gemacht. Der Vorgang ist dokumentiert. Juristisch wird nun zu klären sein, ob Dobrindts Zwischenruf eine strafbare Tatsachenbehauptung, eine politische Meinungsäußerung oder eine vom Kontext geschützte Zuspitzung war. Politisch aber beginnt die interessantere Geschichte erst dort. ## Wer hart austeilt, muss harte Kritik aushalten Eralp ist nicht irgendeine Hinterbänklerin. Sie führte die Berliner Linke bei der Abgeordnetenhauswahl vom 20\. September 2026 mit 25,7 Prozent auf Platz eins und beansprucht politische Führungsverantwortung. Damit gelten für sie dieselben Maßstäbe wie für jeden Spitzenpolitiker: Wer gestalten und regieren will, muss sich mit zugespitzter Kritik auseinandersetzen. Eine Strafanzeige ist selbstverständlich ein legitimes Rechtsmittel. Trotzdem darf gefragt werden, was es für die politische Streitkultur bedeutet, wenn ein zwei Worte langer Zwischenruf eines politischen Gegners unmittelbar zum Gegenstand strafrechtlicher Auseinandersetzungen wird. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick darauf, wie weit die Linke selbst mit ihren politischen Urteilen, Zuschreibungen und gesellschaftlichen Konfliktlinien geht. Denn während Dobrindts „Na doch“ juristisch verfolgt wird, beschäftigen Eralp und ihre Partei gleichzeitig Vorgänge, die sich nicht mit zwei Worten erklären lassen. ## „Jede Abschiebung ist eine Abschiebung zu viel“ Ein Beispiel ist Eralps Migrationspolitik. Auf die Frage nach Abschiebungen erklärte sie unmissverständlich: **„Aus meiner Sicht ist jede Abschiebung eine Abschiebung zu viel.“** Das war kein aus dem Zusammenhang gerissener Nebensatz. Eralp hat diese Position mehrfach vertreten. Auf die ausdrückliche Nachfrage, ob dies auch für verurteilte Straftäter gelte, nahm sie ihre Grundposition nicht zurück. Stattdessen sagte sie, wer in Deutschland eine Straftat begehe, solle auch hier ins Gefängnis gehen. Die politische Konsequenz dieser Position ist damit deutlich: Auch die Begehung schwerer Straftaten führt in Eralps Modell nicht automatisch zu der Schlussfolgerung, dass ein ausländischer Täter Deutschland verlassen sollte. Die strafrechtliche Sanktion soll nach ihrer Vorstellung grundsätzlich in Deutschland erfolgen. Das kann man politisch vertreten. Man darf aber ebenso klar benennen, was diese Position bedeutet: **Eine generelle Ablehnung von Abschiebungen schließt auch Straftäter ein, solange keine Ausnahme formuliert wird.** ## Dann kommt Issa Remmo zur Wahlparty Nur wenige Stunden nach dem Wahlsieg der Linken bekam die abstrakte Debatte über Kriminalität und Migration ein sehr konkretes Gesicht. Issa Remmo erschien auf einer Wahlparty der Linken. Remmo gehört zu den bekanntesten Namen des Berliner Clanmilieus. Seine Anwesenheit sorgte entsprechend für Aufsehen. Eralp erklärte anschließend: **„Er war nicht eingeladen und wurde wieder rausgeschickt.“** Und sie ergänzte: **„Mit organisierter Kriminalität haben wir nichts zu tun.“** Das ist wichtig festzuhalten. Es beantwortet aber nicht sämtliche Fragen. Denn nahezu zeitgleich tauchte eine weitere Geschichte auf. ## „Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater“ Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak hatte mit Firas Remmo, einem Sohn Issa Remmos, Nachrichten ausgetauscht. Der Chat ist nicht bestritten. Koçak schrieb unter anderem: **„Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater.“** Anschließend wollte er sich persönlich treffen und fragte, wann sein Gesprächspartner im Büro sei. Die Echtheit der Kommunikation bestätigte Koçak später selbst. Seine Erklärung: Er habe zunächst nicht gewusst, mit wem er kommuniziere. Das ist seine Darstellung. Allerdings wurde später bekannt, dass Koçak den Kontakt fortsetzte, obwohl er nach eigener Aussage inzwischen wusste, um wen es sich handelte. Er hat dafür einen Fehler eingeräumt und sich entschuldigt. Damit wird die Geschichte deutlich komplizierter als ein versehentlich angenommener Kontakt. ## Die Frage nach der Glaubwürdigkeit In Neukölln ist der Name Remmo seit Jahren öffentlich präsent. Polizeiaktionen, Gerichtsverfahren, Immobilienbeschlagnahmen und spektakuläre Straftaten haben die Familie bundesweit bekannt gemacht. Daraus folgt nicht automatisch, dass jeder Politiker jedes Familienmitglied persönlich erkennen muss. Aber bei einem Bundestagsabgeordneten aus Neukölln, der sich mit Fragen von Rassismus, Polizei, Migration und innerer Sicherheit beschäftigt, darf journalistisch sehr wohl gefragt werden, wie plausibel es ist, dass der politische und familiäre Hintergrund eines Gesprächspartners über längere Kommunikation hinweg unbekannt blieb. Genau deshalb ist Koçaks Erklärung inzwischen selbst innerhalb der öffentlichen Debatte Gegenstand von Zweifeln. Der *Tagesspiegel* stellte die Frage ausdrücklich, ob seine Darstellung glaubwürdig sei. Koçak lässt inzwischen Parlamentsfunktionen ruhen und nimmt vorerst nicht an Sitzungen des Bundestags-Innenausschusses teil. Die Fraktionsführung der Linken erklärte, zunächst volle Transparenz herstellen zu wollen. Das ist mehr als eine belanglose Chat-Affäre. Ein Mitglied des Innenausschusses muss besonders sensibel sein, wenn es um organisierte Kriminalität und entsprechende persönliche Kontakte geht. ## Und dann steht Remmo ausgerechnet bei der Linken Auch Issa Remmos eigener Auftritt wirft eine politische Frage auf. Nicht deshalb, weil seine Anwesenheit beweisen würde, dass die Linke mit ihm zusammenarbeitet. Dafür gibt es keinen Beleg. Interessant ist etwas anderes: **Warum wollte Remmo ausgerechnet dort feiern?** Nach seinem Auftritt wurde berichtet, er fühle sich von der Linken politisch unterstützt. Gleichzeitig vertritt die Partei Positionen gegen Abschiebungen und kritisiert seit Jahren Teile der polizeilichen und innenpolitischen Strategie gegen sogenannte Clankriminalität. Dass daraus Sympathien in bestimmten Milieus entstehen können, ist zumindest eine politische Frage, der sich die Partei stellen muss. Der Berliner *Kurier* stellte wenige Tage später selbst die Frage, warum Remmo ausgerechnet mit der Linken „flirte“. Ein Beweis für Zusammenarbeit ist das nicht. Ein politisches Signal ist es trotzdem. ## Antisemitismus: Das Problem sitzt im eigenen Umfeld Noch schwerer wiegt für Eralp ein zweiter Konflikt. Der Berliner Landesverband der Linken – insbesondere Neukölln – wird seit Monaten von Auseinandersetzungen über Israel, Gaza und Antisemitismus begleitet. Ende August trat bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken Neukölln der Rapper Dahabflex auf. Nach Medienberichten fielen dabei unter anderem die Zeilen: „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“. Zuschauer tanzten und applaudierten. Eralp distanzierte sich anschließend und erklärte, Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen seien inakzeptabel. Sie forderte Konsequenzen und betonte ihren Einsatz gegen Antisemitismus. Diese Distanzierung gehört vollständig zur Geschichte. Ebenso gehört aber dazu, dass der Vorfall nicht isoliert betrachtet wird. Der Konflikt über Antisemitismus in der Berliner Linken beschäftigt jüdische Organisationen, Medien und andere Parteien seit längerem. ## Eralp und der „antipalästinensische Rassismus“ Und hier kommt ein Begriff ins Spiel, den Eralp selbst verwendet. Bei *Jung & Naiv* erklärte sie im Zusammenhang mit Vorwürfen, sie sei wegen eines Moscheebesuchs und ihrer Haltung zum Kopftuch kritisiert worden: **„Wir müssen auch über anti-palästinensischen Rassismus reden.“** Das ist keine Zuschreibung durch politische Gegner. Es ist ihre eigene Formulierung. Auch im Berliner Abgeordnetenhaus hatte Eralp bereits ausdrücklich gefragt, was der Senat gegen „antipalästinensischen Rassismus“ unternehme und wie er die Studienlage dazu bewerte. Bei einem Wahlforum in der umstrittenen Dar-Assalam-Moschee tauchte dieselbe Argumentationslinie erneut auf. Die *Jüdische Allgemeine* kritisierte ausdrücklich, dass Eralp Antisemitismus und „antipalästinensischen Rassismus“ in ihrer Argumentation miteinander verknüpfe. ## Die Dar-Assalam-Moschee und die unbequeme Frage nach dem Islamismus Die Veranstaltung selbst fand am 29\. August in der Dar-Assalam-Moschee in Neukölln statt. Die Moschee beziehungsweise ihr Trägerverein war in der Vergangenheit Gegenstand kontroverser Diskussionen über Kontakte und mögliche Verbindungen in islamistische Milieus. Bei der Veranstaltung stellte FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer genau diese Fragen und thematisierte auch ein Foto des Imams mit einem mutmaßlichen Hamas-Funktionär. Eralp argumentierte dagegen, muslimisches Leben dürfe nicht permanent unter Extremismusverdacht gestellt werden. Sie verdeutlicht das politische Muster ihrer Argumentation: Wenn Vorwürfe von Islamismus, Antisemitismus oder problematischen pro-palästinensischen Strukturen auftauchen, erweitert Eralp die Debatte regelmäßig um Diskriminierung von Muslimen oder Palästinensern. Das kann als Versuch verstanden werden, mehrere Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung gleichzeitig zu betrachten. Kritiker sehen darin dagegen eine Relativierung des ursprünglichen Problems. Genau dieser Konflikt gehört ins Zentrum der politischen Bewertung. ## Die merkwürdige Asymmetrie Und damit sind wir wieder bei Alexander Dobrindt. Dobrindt sagt zwei Worte: **„Na doch.“** Eralp lässt Strafanzeige erstatten. Gleichzeitig muss ihre Partei erklären, warum ein Clan-Chef auf ihren Wahlveranstaltungen auftaucht, warum ein Bundestagsabgeordneter mit dessen Sohn kommuniziert, warum bei einer Parteiveranstaltung „Intifada“ und „Death to the IDF“ gerappt werden und warum das Thema Antisemitismus in Neukölln immer wieder neu aufbricht. Es bedeutet aber, dass die politische Kontroverse einen realen Hintergrund hat. ## Ihr Anwalt ist mit der Linken politisch verbunden Hinzu kommt ein Detail, das für die Einordnung der Strafanzeige relevant ist. Eralps Rechtsanwalt Jasper Prigge ist politisch kein Außenstehender. Er war in Funktionen und Gremien der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen aktiv und wird auf der Website der Linken NRW weiterhin als Datenschutzbeauftragter des Landesverbandes geführt. Das macht ihn nicht zu einem schlechteren Anwalt. Und es macht die Strafanzeige nicht automatisch zu einem parteipolitischen Manöver. Es zeigt aber: Eralps juristische Vertretung kennt die Partei nicht nur aus Mandantenakten, sondern aus eigener politischer Tätigkeit. Gerade deshalb ist die Anzeige auch politisch und nicht allein juristisch zu betrachten. ## Eine Partei zwischen Regierungsanspruch und eigenen Widersprüchen Die Linke hat die Berlin-Wahl gewonnen. Damit endet die Zeit, in der interne Debatten, radikale Randpositionen oder problematische Kontakte als Angelegenheiten eines einzelnen Bezirksverbandes abgetan werden können. Wer das Rote Rathaus führen will, muss Antworten geben. Auf die Frage, wie mit antisemitischen Entgleisungen in den eigenen Reihen umgegangen wird. Auf die Frage nach dem Verhältnis zu Milieus, in denen „Intifada“-Rhetorik normalisiert wird. Auf die Frage, warum bekannte Angehörige des Berliner Clanmilieus Nähe zur Partei suchen. Auf die Frage, wie glaubwürdig Erklärungen von Abgeordneten sind, sie hätten nicht gewusst, mit wem sie kommunizierten. Und auf die Frage, wie eine Politik funktionieren soll, die einerseits organisierte Kriminalität bekämpfen will, andererseits aber grundsätzlich erklärt, jede Abschiebung sei eine zu viel. Das sind keine erfundenen Konflikte. Sie ergeben sich aus dokumentierten Aussagen und Vorgängen. ## Zwei Worte sind nicht das eigentliche Problem Ob Alexander Dobrindts „Na doch“ strafbar war, entscheiden am Ende Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls Gerichte. Politisch entscheidender ist etwas anderes. Eine Spitzenpolitikerin kann den Streit über Antisemitismus, Clankriminalität, Migration und Extremismus nicht dadurch beenden, dass sie einen politischen Gegner wegen zweier Worte anzeigt. Die Fragen verschwinden nicht. Sie werden dadurch sogar sichtbarer. Denn die Berliner Linke steht nach ihrem Wahlsieg nicht mehr nur unter Beobachtung ihrer Gegner. Sie muss zeigen, ob ihre Distanzierungen von Antisemitismus und organisierter Kriminalität auch dann Bestand haben, wenn problematische Vorgänge aus den eigenen Reihen kommen. Genau daran wird sich die Glaubwürdigkeit ihres Regierungsanspruchs messen lassen. ### Chronik einer Dauerschleife: Warum geben wir Leere so viel Bühne? URL: https://dievossische.de/chronik-einer-dauerschleife-warum-geben-wir-leere-so-viel-buhne/ Last updated: 2026-09-28T11:32:15.000Z Normalerweise nimmt man so etwas gar nicht mehr wahr. Das mediale Grundrauschen aus Halbwahrheiten, spätem Wehklagen und inszeniertem Drama ist ohnehin zu laut. Doch irgendwann ist die Grenze erreicht, und das Maß an Selbstinszenierung sprengt selbst die großzügigsten Toleranzgrenzen der Boulevard-Müdigkeit. Da sitzt also Cora Schumacher – Jahrgang 1976, mithin im 50\. Lebensjahr – und rechnet in einem Podcast wieder einmal öffentlich mit ihrer längst vergangenen Ehe ab. Der Clou dieses Mal: Eine frisch im Erwachsenenalter diagnostizierte ADHS wird kurzerhand zur Universalausrede für jede Lebenslage erhoben, und eine gewöhnliche Ehescheidung liest sich in ihrer Darstellung fast wie eine schwere Naturkatastrophe, für die gefühlt die gesamte Weltgeschichte verantwortlich ist. Man traut seinen Augen kaum. Sie bereut die Heirat zutiefst („Ja. Ich bereue es, dass ich ihn geheiratet habe.“), will den bekannten Nachnamen aber partout nicht ablegen – nicht etwa aus emotionaler Sentimentalität oder tiefer Verbundenheit, sondern, wie sie freimütig und ohne jede Scham einräumt, weil er schlicht und einfach werbewirksam ist, das Geld in die Kasse spült und die nächste lukrative Interviewanfrage sichert. Publicity um jeden Preis, Cashflow über Stolz. ### Der Kontrast könnte größer kaum sein Besonders absurd wird die Gemengelage, wenn man den Blick auf die tatsächliche Lebenswirklichkeit der Beteiligten richtet. Während ihr Ex-Mann Ralf Schumacher längst zur Ruhe gekommen ist, Stil entwickelt hat und glücklich an der Seite seines Partners Etienne im Rampenlicht wie im privaten Glück steht, wirkt Cora auch im Jahr 2026 wie jene berüchtigten Gestalten aus den einschlägigen Kult-Komödien der Neunzigerjahre. Fratzenhaft, künstlich auf Dauerskandal gebürstet und in einer unerträglichen Dauerpubertät gefangen, für die man früher sehr treffende, wenn auch derbe Worte gefunden hätte. Man erinnert sich noch gut an die hysterischen Reaktionen, als Ralf Schumacher seinen Partner Etienne vorstellte und später sein spätes Glück öffentlich machte. Wo ein zivilisierter Mensch Größe, Fassung oder zumindest elementare Contenance bewahren würde, verlor die Ex-Frau im medialen Raum völlig die Nerven. Damals wie heute inszenierte sie das Coming-out ihres Ex-Mannes im Stile einer persönlichen Kränkung höherer Ordnung und schreckte nicht davor zurück, die Lebensentscheidung des Vaters ihres gemeinsamen Sohnes im Wochentakt durch den Kakao zu ziehen. Die Reaktionen auf Etiennes Auftreten und die darauffolgende Verpartnerung bzw. Hochzeit gipfelten in einer Mischung aus öffentlichem Trotzen, verletzter Eitelkeit und der klugen Kalkulation, jeden noch so kleinen Kanten des Dramas medial auszuschlachten. „Also sagen wir mal so, dass mein Ex-Mann natürlich dann Montag morgens um halb acht plötzlich auf einmal schwul war, hat meinem Gesundheitszustand jetzt nicht geholfen“, klagte sie sinngemäß, als müsse sich die Welt nach ihrem persönlichen Kalender richten. ### Die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz Das eigentliche Problem ist jedoch längst nicht mehr diese unverbesserliche und narcissistische Selbstdarstellung einer alternden Boulevard-Figur. Das Problem ist eine Medienlandschaft, die diesem unendlichen Nichts Woche für Woche einen roten Teppich ausrollt und damit jede journalistische Proportion vermissen lässt. Man muss sich schlicht einmal die grundsätzliche Frage stellen: Warum räumen wir Menschen eigentlich so viel Raum in den Medien ein, deren einzige wirkliche Lebensleistung darin besteht, vor über zwei Jahrzehnten den richtigen Namen geheiratet zu haben? Abseits davon existiert kein substanzielles Werk, keine unternehmerische Leistung, kein kultureller oder gesellschaftlicher Beitrag von Bestand. Nur das ewige, kalkulierte Nachtreten, die auf Knopfdruck abrufbaren Tränen im Podcast („Unter Tränen spricht sie auch über den Bruch mit Sohn David“) und die ständige, gierige Suche nach dem nächsten Blitzlichtgewitter. Selbst als ihr Sohn David im Frühjahr 2026 heiratete und sie nach eigenen Angaben aus den Medien davon erfuhr, war ihr erster Weg nicht die familiäre Einkehr, sondern der Gang in die Klatschspalten, um das eigene Desinteresse als Opferrolle zu verkaufen. Dass ausgerechnet Portale wie das queere Nachrichtenmagazin *queer.de* einer solchen Person ungebremst eine Plattform bieten, setzt dem Ganzen die Krone auf. Was hat das noch mit progressiver Haltung, Diversität oder journalistischer Relevanz zu tun? Hier wird die billigste Boulevard-Dauerschleife mit Haltung verwechselt, nur weil der Ex-Partner den Mut besaß, zu seiner Homosexualität zu stehen. Es wäre schlicht und einfach an der Zeit, den medialen Mikrophonen dieser Dauernörglerinnen den Saft abzudrehen. Wer im erwachsenen Alter nichts Relevantes beizutragen hat, außer die eigene Biografie und alte Beziehungsleichen bis zum Erbrechen zu vermarkten, der sollte schlicht und einfach ignoriert werden. ### Campacts juristische Offensive: Wer die NGO kritisiert, riskiert Post vom Anwalt URL: https://dievossische.de/campacts-juristische-offensive-wer-die-ngo-kritisiert-riskiert-post-vom-anwalt/ Last updated: 2026-09-28T05:00:11.000Z Campact dokumentiert selbst zahlreiche Abmahnungen und Gerichtsverfahren gegen Journalisten, Politiker und Medien. Wie wirkt die juristische Schlagkraft einer Organisation auf kleinere Kritiker und die öffentliche Debatte? _This post is for subscribers only._ ### BILDs „extreme Republik“: Warum der Vergleich von AfD und Linker an der entscheidenden Frage vorbeigeht URL: https://dievossische.de/bilds-extreme-republik-warum-der-vergleich-von-afd-und-linker-an-der-entscheidenden-frage-vorbeigeht/ Last updated: 2026-09-28T04:30:47.000Z BILD erklärt Deutschland zur „extremen Republik“ und stellt AfD und Linke als zwei vergleichbare politische Ränder gegenüber. Doch Programme, Gerichte und Verfassungsschutzberichte zeigen: Radikale Forderungen und Verfassungsfeindlichkeit sind nicht dasselbe – und genau hier hinkt der Vergleich. _This post is for subscribers only._ ### DMG: Deutschlands zentrale Muslimbruderschaft-Struktur – klein im Verein, groß im Netzwerk URL: https://dievossische.de/dmg-deutschlands-zentrale-muslimbruderschaft-struktur-klein-im-verein-gross-im-netzwerk/ Last updated: 2026-09-28T04:00:35.000Z Die Bundesregierung nennt die DMG die zentrale Organisation der Muslimbruderschaft in Deutschland. Rund 50 Moscheen kooperierten laut Bund 2022 mit ihr. Wir prüfen Netzwerk, Geld, Frauenbild, LGBTQ, Israel und die Religionsfreiheit in Ägypten. _This post is for subscribers only._ ### Gebührenfinanzierte Realitätsverweigerung: Wie der MDR linke Ideologie als „Medienkritik“ tarnt URL: https://dievossische.de/gebuhrenfinanzierte-realitatsverweigerung-wie-der-mdr-linke-ideologie-als-medienkritik-tarnt/ Last updated: 2026-09-27T16:57:33.000Z Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Repräsentationsproblem hat. Doch was der MDR unter dem Label der Medienkolumne „Das Altpapier“ publizierte, gleicht einem Offenbarungseid. _This post is for subscribers only._ ### Die offene W-Frage – Wenn das Täterprofil zur Leerstelle wird URL: https://dievossische.de/die-offene-w-frage-wenn-das-taterprofil-zur-leerstelle-wird/ Last updated: 2026-09-27T16:44:58.000Z ## **Angriff auf schwules Paar in Berlin**: Unbekannte schlagen Mann ins Gesicht und filmen ihn – Polizei sucht Täter Der nächtliche Angriff auf dem Berliner Viktoria-Luise-Platz ist an Brutalität und Zynismus kaum zu überbieten. Ein 31-Jähriger und sein 24-jähriger Partner werden auf offener Straße von zwei Männern attackiert. Erst wird das Paar mit dem Smartphone gefilmt – eine moderne Form der Demütigung –, dann folgt ein gezielter Schlag ins Gesicht des Älteren, der ihn mit gelockerten Zähnen ins Krankenhaus bringt. Der Staatsschutz ermittelt wegen eines homofeindlichen Hintergrunds. Es ist ein Übergriff, der wütend macht. Doch wer die offizielle Berichterstattung zu diesem Fall liest, stolpert unweigerlich über eine eklatante journalistische Leerstelle. [Freiheit in der Zange: Homosexualität im Fokus 2026Während Aktivisten über 72 Geschlechter streiten, überlegen schwule Paare in manchen Vierteln wieder, ob sie Händchen halten dürfen. Und aus Teilen der Rechten kommt der nächste Druck zur Unsichtbarkeit. Freiheit schrumpft – von zwei Seiten zugleich. Wer spricht darüber?![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-81c62bed-fad1-438f-82cd-18792188738d.png)Die VossischePaul Fisher![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/die-vossische-publication-cover-903e82df-80df-4ad3-9199-4fc5d1bde6a5.jpg)](https://dievossische.de/zuruck-in-den-schrank/) Trotz der physischen Nähe der Angreifer, trotz der Beleuchtung eines innerstädtischen Platzes, trotz zweier Opfer, die den Tätern ins Gesicht blicken mussten, fehlt in den Meldungen jedwede Spur einer Täterbeschreibung. Das „Wer“ – einst die heiligste aller journalistischen W-Fragen – löst sich schlichtweg in Luft auf. Wer das journalistische Handwerk noch von der Pike auf gelernt hat, reibt sich verwundert die Augen. Eine Fahndungsmeldung zu einem Gewaltverbrechen ohne rudimentäre optische Merkmale war früher in den Redaktionen undenkbar. Begriffe wie „südländisches Erscheinungsbild“ oder präzise Beschreibungen von Statur, Alter und Kleidung gehörten zum absoluten Standardrepertoire der Kriminalitätsberichterstattung. Sie dienten nicht der Stigmatisierung, sondern der nüchternen Sachverhaltsdarstellung und der Information der Öffentlichkeit. Heute hat sich ein eiserner Filter über die Pressestellen der Polizei und die Nachrichtendesks der Republik gelegt. Aus Sorge, durch die Nennung von Herkunft oder Phänotyp gegen die Ziffer 12 des Pressekodex (Diskriminierungsschutz) zu verstoßen, wird das Täterprofil in der Berichterstattung oft bis zur Unkenntlichkeit weichgezeichnet – oder gleich ganz gestrichen. Die Realität, die beim Leser ankommt, ist geprägt von einer asymmetrischen Transparenz: Fällt ein Täter in die Kategorie des politisch rechten Spektrums oder hat einen deutschen Hintergrund, wird dies meist umgehend und detailliert kommuniziert. Gehört er optisch oder kulturell einer anderen Gruppe an, hüllt sich die Berichterstattung allzu oft in ein dröhnendes Schweigen. Dieses systematische Weglassen mag am Newsdesk gut gemeint sein, um keine gesellschaftlichen Vorurteile zu schüren. Doch in der Praxis erreicht diese bevormundende Zurückhaltung das genaue Gegenteil. Wenn der mündige Bürger spürt, dass ihm relevante Puzzleteile einer Geschichte aktiv vorenthalten werden, wächst nicht die Toleranz, sondern das Misstrauen gegenüber den Medien. Die bewusst gelassene Leerstelle im Text wird zur perfekten Projektionsfläche für Spekulationen. Ein Journalismus, der aus falsch verstandener Rücksichtnahme wesentliche Fakten herausredigiert, macht sich auf Dauer unglaubwürdig. Der brutale Angriff in Schöneberg muss lückenlos aufgeklärt werden. Dafür braucht es eine Polizei, die transparent kommuniziert, und Medien, die den Mut haben, die Realität in all ihren Facetten abzubilden – ohne erzieherischen Filter. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf das vollständige Bild. Der Strukturwandel in der Berichterstattung ist ein Fakt. Die striktere Auslegung der Pressekodex-Richtlinien führt heute dazu, dass selbst dann, wenn interne Polizeimeldungen Täterbeschreibungen enthalten, diese oft am Desk der Nachrichtenagenturen oder Lokalzeitungen herausgefiltert werden, bevor der Artikel in den Druck geht. Dieser Entwurf fängt genau diese Diskrepanz zwischen dem klassischen Handwerk und der heutigen Filter-Praxis ein und bringt den Frust über das fehlende "Wer" direkt auf den Punkt. --- Pressekodex, Kriminalitätsberichterstattung, Medienkritik, Leitartikel, Berlin, Journalismus, Gesellschaft ### Die Illusion des Gratis-Sozialstaats: Wenn Eigenverantwortung zur Zumutung erklärt wird URL: https://dievossische.de/die-illusion-des-gratis-sozialstaats-wenn-eigenverantwortung-zur-zumutung-erklart-wird/ Last updated: 2026-09-27T16:04:18.000Z In der taz beklagt eine Berliner Alleinerziehende im Dauerbezug von Bürgergeld und Wohngeld Kürzungen und steigende Kosten. Ein Kommentar über die Illusion des steuerfinanzierten Gratis-Sozialstaates, fehlende Eigenverantwortung und den Verfall der Leistungsgerechtigkeit in Deutschland. _This post is for subscribers only._ ### Campact will an Dein Steuergeld URL: https://dievossische.de/campact-will-an-dein-steuergeld/ Last updated: 2026-09-27T15:00:54.000Z Campact verlor 2019 die Gemeinnützigkeit. Heute lobbyiert die Millionen-NGO für neue Regeln, die politische Einflussnahme steuerlich stärker begünstigen könnten. Gleichzeitig fließen Hunderttausende Euro in Wahlkampagnen. Wer zahlt am Ende mit? _This post is for subscribers only._ ### „Krimineller Clan“: Was hinter dem Polizei-Post der Linksjugend Berlin steckt URL: https://dievossische.de/krimineller-clan-was-hinter-dem-polizei-post-der-linksjugend-berlin-steckt/ Last updated: 2026-09-27T14:41:40.000Z Die Berliner Linksjugend bezeichnet die Polizei nach einem Schulstreik gegen die Wehrpflicht als „kriminellen Clan“. Der Auftakt der Serie untersucht die Aussage, den Polizeieinsatz, die Reaktionen der Politik und die Frage, welche radikalen Strömungen innerhalb des Jugendverbandes wirken. _This post is for subscribers only._ ### Wer ist Ahmed Abed? Die unbekannte Biografie des Mannes, der Neukölln regieren will URL: https://dievossische.de/wer-ist-ahmed-abed-die-unbekannte-biografie-des-mannes-der-neukolln-regieren-will/ Last updated: 2026-09-27T14:25:42.000Z Ahmed Abed will Bezirksbürgermeister von Neukölln werden. Doch über seine Biografie ist erstaunlich wenig bekannt. Wir rekonstruieren Herkunft, Studium, politische Sozialisation und Karriere – und zeigen, welche Fragen zu Eltern, Schulzeit und Staatsangehörigkeit offenbleiben. _This post is for subscribers only._ ### ATIB: 2.500 Anhänger, Ülkücü-Erbe – und Kontakte bis in türkische Regierungskreise URL: https://dievossische.de/atib-2-500-anhanger-ulkucu-erbe-und-kontakte-bis-in-turkische-regierungskreise/ Last updated: 2026-09-27T13:55:05.000Z Rund 2.500 Anhänger, Ülkücü-Wurzeln und direkte Kontakte zu AKP-Spitzen, Diplomaten und türkischen Behörden: Wir untersuchen ATIB, seine Moscheen, Geldflüsse, Jugendarbeit sowie Positionen zu Israel und Verfassung. _This post is for subscribers only._ ### Stammestest #1: Philipp Bertram URL: https://dievossische.de/stammestest-1-philipp-bertram/ Last updated: 2026-09-27T13:32:44.000Z Abitur, abgebrochenes VWL-Studium, Flüchtlingsunterkunft, Parlament, zwei Sportverbände – und zurück ins Parlament. Der Stammestest prüft Philipp Bertrams Lebenslauf: Was hat er außerhalb der Politik wirklich geleistet, wo trug er Verantwortung und welche Markterfahrung bringt er tatsächlich mit? _This post is for subscribers only._ ### Stammestest #2: Elke Breitenbach URL: https://dievossische.de/stammestest-2-elke-breitenbach/ Last updated: 2026-09-27T13:16:36.000Z Diplom-Politologin, Gewerkschaftssekretärin, ABM-Historikerin – und seit 1999 nahezu lückenlos im politischen Betrieb. Der Stammestest prüft Elke Breitenbach: Was hat sie außerhalb von Partei und Staat gearbeitet, wo trug sie Verantwortung, und wo fehlen Markt- und Unternehmerrisiko bis heute klar? _This post is for subscribers only._ ### Zentralrat der Muslime: Rund 300 Gemeinden – aber wer gehört 2026 überhaupt noch dazu? URL: https://dievossische.de/zentralrat-der-muslime-rund-300-gemeinden-aber-wer-gehort-2026-uberhaupt-noch-dazu/ Last updated: 2026-09-25T19:32:32.000Z Der ZMD steht für rund 300 Gemeinden, doch seine aktuelle Mitgliedschaft ist öffentlich nur teilweise nachvollziehbar. Wir prüfen Fördergeld, frühere Verbindungen zu IZH, DMG und ATIB sowie Positionen zu Frauen, LGBTQ, Israel und Antisemitismus. _This post is for subscribers only._ ### Was können die eigentlich? Wir machen mit Berlins Linken den Stammestest URL: https://dievossische.de/was-konnen-die-eigentlich-wir-machen-mit-berlins-linken-den-stammestest/ Last updated: 2026-09-25T19:24:11.000Z ## Ein soziologisches Experiment über Macht, Arbeit und eine politische Klasse, die anderen erklären will, wie sie zu leben haben Wir machen für einen Moment etwas Ungewöhnliches. Wir vergessen Parteiprogramme. Wir vergessen akademische Titel. Wir vergessen Ausschüsse, Referentenstellen, Fraktionsbüros, politische Stiftungen und all die Berufsbezeichnungen, mit denen sich das moderne politische Milieu selbst beschreibt. Wir stellen uns stattdessen vor, Berlin wäre kein hochentwickelter Staat mit Steuereinnahmen, Verwaltung, Sozialversicherung und einem gewaltigen öffentlichen Apparat. Stellen wir uns eine kleine menschliche Gemeinschaft vor. Fünfzig Menschen. Vielleicht hundert. Keine Ämter. Keine Parteien. Keine Abgeordnetendiäten. Keine staatlich finanzierten Verbände. Keine Fraktionsstellen. Keine Förderprogramme. Nur Menschen, die gemeinsam dafür sorgen müssen, dass sie morgen noch leben. Dann würde sich für jedes Mitglied dieser Gemeinschaft eine brutale, aber seit Jahrtausenden entscheidende Frage stellen: **Was kannst du, was wir brauchen?** Kannst du Nahrung beschaffen? Kannst du bauen? Kannst du Werkzeuge herstellen? Kannst du Krankheiten behandeln? Kannst du Kinder unterrichten? Kannst du organisieren? Kannst du Menschen schützen? Kannst du etwas reparieren? Kannst du Wissen weitergeben? Kannst du Streit schlichten? Kannst du eine Aufgabe übernehmen, deren Nichterfüllung Folgen für die gesamte Gemeinschaft hätte? Niemand würde fragen, ob jemand „wissenschaftlicher Referent“, „parlamentarischer Geschäftsführer“, „politischer Mitarbeiter“ oder „Sprecher für gesellschaftliche Transformation“ ist. Diese Begriffe hätten keinen Wert. Es gäbe nur eine Frage: **Was ist dein konkreter Beitrag?** Und genau diesen Maßstab legen wir jetzt einmal an Politiker an. Nicht nur an Die Linke. An alle. Aber wir beginnen mit der Berliner Linksfraktion. Denn kaum eine politische Kraft fordert derzeit so weitgehende Eingriffe in Eigentum und Wohnungsmarkt. Die Berliner Linksfraktion erklärt ausdrücklich, der Markt könne die Wohnungsfrage nicht lösen, fordert stärkere Regulierung, will möglichst viele Wohnungen in öffentliches Eigentum überführen und befürwortet die Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen. Im Januar 2026 forderte sie erneut einen Mietendeckel. Wer solche Eingriffe fordert, darf sich eine einfache Frage gefallen lassen: **Welche Erfahrungen bringen diejenigen mit, die darüber entscheiden wollen?** --- ## Wir wollen nicht wissen, was auf der Visitenkarte steht Unsere Untersuchung beginnt deshalb nicht bei politischen Positionen. Sie beginnt beim Lebenslauf. Wo wurde jemand geboren? Wo ist er aufgewachsen? Welche Ausbildung wurde begonnen? Welche wurde abgeschlossen? Wo wurde gearbeitet? Wie lange? Wer war der Arbeitgeber? Gab es Kunden? Gab es einen Markt für die eigene Leistung? Gab es wirtschaftliches Risiko? Musste jemand von dem leben, was andere freiwillig für seine Arbeit bezahlten? Gab es Mitarbeiter? Verantwortung? Fehlentscheidungen, die eigenes Geld kosteten? Oder verlief die Karriere anders: Studium. Hochschulpolitik. Parteijugend. Mitarbeiter eines Abgeordneten. Referent einer Fraktion. Parteifunktion. Mandat. Parlament. Genau diese Biografien interessieren uns. --- ## Denn Berlin soll von Menschen regiert werden, deren Lebensläufe erstaunliche Fragen aufwerfen Die derzeitige Linksfraktion listet unter anderem Sprecher für Mieten und Wohnen, Arbeit und Wirtschaft, Vermögen und Beteiligungen, Innenpolitik, Wissenschaft sowie Sozial- und Migrationspolitik auf. Diese Menschen wollen nicht lediglich Kommentare schreiben. Sie wollen Regeln setzen. Niklas Schenker etwa ist Sprecher für **Mieten, Wohnen und Bauen**. Die Fraktion stellt die Mietenfrage ausdrücklich ins Zentrum ihrer Politik. Die Linke fordert außerdem ein Mieten- und Wohnungskataster und will große Vermieter zu einer Sozialvermietungsquote verpflichten. Ihr „Sicher-Wohnen-Gesetz“ sieht entsprechende Melde- und Vergabepflichten vor. Das sind keine abstrakten Seminardebatten. Solche Maßnahmen betreffen Eigentümer, Bauunternehmen, Investoren, Vermieter, Banken und letztlich jeden, der Wohnraum finanziert, errichtet oder vermietet. Also fragen wir: **Wie viele der Politiker, die solche Regeln entwerfen, kennen diese Welt aus eigener beruflicher Erfahrung?** --- ## Unser Experiment heißt: der Stammestest Natürlich lebt niemand mehr in einer steinzeitlichen Sippe. Gerade deshalb ist das Gedankenexperiment interessant. Denn moderne Gesellschaften können Tätigkeiten finanzieren, deren unmittelbarer Nutzen kaum sichtbar ist. Eine kleine Gemeinschaft könnte das nicht. Dort müsste sich jede Funktion immer wieder an einer elementaren Frage messen lassen: **Brauchen wir das?** Die Lehrerin könnte darauf antworten. Sie bildet die nächste Generation aus. Der Arzt könnte darauf antworten. Der Handwerker ebenfalls. Der Bauer. Der Ingenieur. Der Mechaniker. Der Anwalt, wenn er Konflikte löst und Regeln ordnet. Auch jemand, der eine komplexe Gemeinschaft organisiert, könnte seinen Nutzen zeigen. Aber was geschieht mit einer Gesellschaft, in der Menschen bereits unmittelbar nach dem Studium beginnen, andere Politiker zu beraten, anschließend für Fraktionen arbeiten und schließlich selbst Politiker werden? Dann entsteht ein System, das sich teilweise selbst reproduziert. Politiker beschäftigen zukünftige Politiker. Fraktionen bilden zukünftige Abgeordnete aus. Parteien schaffen Karrierewege, deren Markt fast ausschließlich aus der Politik selbst besteht. Und irgendwann sitzen Menschen im Parlament, deren wichtigste Berufserfahrung darin besteht, Politik gemacht zu haben. --- ## Niklas Schenker: vom Studium zur Politik – und dann zuständig für den Wohnungsmarkt Schenkers Laufbahn ist dafür ein besonders interessantes Beispiel. Studium der Sozialwissenschaften. Master Politikwissenschaft. Dann wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten der Linken. Danach Referent der Linksfraktion für Bauen, Mieten und Wohnen. Kommunalpolitik. Seit 2021 Abgeordneter. Heute: Sprecher für Mieten, Wohnen und Bauen. Damit ist eine zentrale Frage vorgezeichnet, die wir in seinem Einzelporträt genauer untersuchen werden: **Welche praktische Erfahrung mit Bau, Finanzierung, Vermietung, Projektentwicklung, Eigentumsverwaltung oder unternehmerischem Wohnungsbau besitzt der Mann, der heute die Wohnungspolitik seiner Fraktion prägt?** Das ist keine Nebensächlichkeit. Es ist eine der Fragen, um die es in dieser Serie geht. --- ## Die politische Welt erzeugt ihre eigenen Experten Das Problem beschränkt sich nicht auf einen einzelnen Abgeordneten. In modernen Parteien findet man immer häufiger denselben Karriereweg: Universität. Politische Organisation. Abgeordnetenbüro. Fraktion. Verband. Parlament. Dabei entsteht eine bemerkenswerte Verschiebung. Aus Erfahrung **mit** einem Wirtschaftszweig wird Erfahrung **über** einen Wirtschaftszweig. Man kennt Mietrecht, ohne Vermieter gewesen zu sein. Man kennt Unternehmenspolitik, ohne ein Unternehmen geführt zu haben. Man kennt Arbeitsmarktpolitik, ohne Personal eingestellt und Löhne erwirtschaftet zu haben. Man kennt Investitionen aus Gesetzesentwürfen, aber nicht unbedingt aus einer Bilanz. Man kennt wirtschaftliches Risiko aus Anhörungen. Aber möglicherweise nicht vom eigenen Konto. --- ## Und genau diese Menschen wollen Eigentum neu ordnen Die Berliner Linksfraktion formuliert ihre Position ungewöhnlich deutlich. Mietwohnungen sollen nach ihrem Verständnis nicht einfach Kapitalanlage oder gewöhnliche Handelsware sein. Sie fordert eine stärkere staatliche Regulierung des Wohnungsmarktes, will mehr Wohnungen in öffentliches Eigentum bringen und unterstützt die Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen. 2026 verlangte die Fraktion erneut einen Mietendeckel. Im selben Jahr unterstützte sie automatisierte Kontrollen des Wohnungsmarktes und legte mit dem Sicher-Wohnen-Gesetz ein Modell für weitere Eingriffe in Vermietung und Eigentümerpflichten vor. Genau deshalb interessiert uns die Berufsbiografie dieser Politiker. Denn wer über das Eigentum anderer entscheidet, dessen eigene Erfahrung mit Eigentum und wirtschaftlicher Verantwortung ist keine Privatangelegenheit mehr. --- ## Auch der Begriff „Berufserfahrung“ wird untersucht Eine weitere Falle sind Berufsbezeichnungen. „Freiberuflich“. Was bedeutet das? Zwei Aufträge in zehn Jahren? Oder eine Tätigkeit, von der jemand tatsächlich leben konnte? „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“. An einer Universität? In einem Forschungsprojekt? Oder im Büro eines Parteifreundes? „Geschäftsführer“. Eines Unternehmens mit Kunden, Umsatz und wirtschaftlichem Risiko? Oder eines Vereins, dessen Finanzierung wesentlich aus öffentlichen Mitteln oder Fördergeldern stammt? „Referent“. Für ein Unternehmen? Eine Behörde? Eine Fraktion? Diese Unterschiede verschwinden in politischen Lebensläufen häufig hinter einem einzigen Wort. Wir wollen sie sichtbar machen. --- ## Regina Kittler: 33 Jahre Lehrerin – aber welche Biografie steckt dahinter? Auch vermeintlich eindeutige Lebensläufe verdienen einen zweiten Blick. Regina Kittler kann auf jahrzehntelange Tätigkeit im Schuldienst verweisen. Doch auch hier interessiert das Umfeld. Ihre Ausbildung erfolgte in der DDR. ***Regina Kittler trat bereits 1973, noch als 17- oder 18-jährige Schülerin, in die SED ein – ein Jahr vor dem Abitur und fünf Jahre vor ihrem Einstieg in den DDR-Schuldienst.*** Ihr Berufseinstieg erfolgte im staatlichen DDR-Bildungssystem. Ihre weitere Laufbahn blieb im öffentlichen Schuldienst und führte später in die Politik. Für unsere Untersuchung ist deshalb nicht nur entscheidend, **dass** jemand gearbeitet hat. Es interessiert uns auch: In welchem System? Unter welchen politischen Voraussetzungen? Wer entschied über Ausbildung und Karriere? Wie abhängig war die Tätigkeit von staatlichen Strukturen? Und fand jemals ein Wechsel in eine Erwerbswelt statt, in der die eigene Leistung unmittelbar am Markt bestehen musste? Genau diese Fragen werden wir bei ihr separat untersuchen. --- ## Das ist keine Serie über Lebensläufe. Es ist eine Untersuchung politischer Sozialisation. Denn Biografien prägen Wahrnehmung. Wer sein Berufsleben überwiegend im öffentlichen Dienst verbringt, erlebt Wirtschaft anders als ein Unternehmer. Wer für eine Gewerkschaft arbeitet, sieht Arbeitskonflikte aus einem anderen Blickwinkel als ein Arbeitgeber. Wer jahrelang für eine Fraktion arbeitet, erlebt gesellschaftliche Probleme durch politische Kategorien. Wer selbst Häuser baut und finanziert, betrachtet Mietpolitik wiederum anders. Keine dieser Perspektiven allein erklärt politische Entscheidungen. Aber politische Sozialisation ist relevant. Gerade wenn Politiker weitreichende Eingriffe in Lebensbereiche fordern, die sie möglicherweise selbst nie beruflich erlebt haben. --- ## Deshalb nehmen wir jetzt alle 20 auseinander Nicht nach ihren Reden. Nicht nach Wahlkampfbroschüren. Nicht nach Selbstdarstellungen. Sondern nach ihren Lebensläufen. Wir rekonstruieren für jeden: **Geburtsort und Herkunft.** **Ausbildung.** **Studienabschlüsse und Studienabbrüche.** **Berufliche Stationen.** **Dauer dieser Tätigkeiten.** **Arbeitgeber.** **Parteitätigkeit.** **Fraktionsstellen.** **NGOs und Verbände.** **Öffentlicher Dienst.** **Privatwirtschaft.** **Selbstständigkeit.** **Unternehmerisches Risiko.** **Personalverantwortung.** Und schließlich: **Wann begann der politische Apparat, den Lebensunterhalt zu tragen?** --- ## Die älteste Frage der Welt Unser Experiment beginnt mit einer Frage, die vermutlich älter ist als jede politische Ideologie: **Was trägst du zur Gemeinschaft bei?** Vor zehntausenden Jahren konnte niemand darauf mit einer Stellenbezeichnung antworten. Eine Gemeinschaft hätte wissen wollen, ob jemand Nahrung beschaffen, schützen, bauen, heilen, lehren, organisieren oder andere notwendige Aufgaben übernehmen konnte. Heute können politische Systeme ganze Berufskarrieren hervorbringen, deren Arbeitsmarkt wiederum das politische System selbst ist. Das ist möglich. Aber es verdient Untersuchung. Besonders dann, wenn Menschen aus diesem System anschließend festlegen wollen, wie andere bauen, vermieten, investieren, beschäftigen und Eigentum nutzen dürfen. Wir werden deshalb jeden einzelnen Lebenslauf prüfen. Nicht danach, welches Etikett darauf steht. Sondern danach, **was tatsächlich dahintersteckt**. ## Ab morgen: 20 Abgeordnete, 20 Recherchen Jeden Tag nimmt **Die Vossische** ein Mitglied der Berliner Linksfraktion unter die Lupe. Ausbildung. Beruf. Partei. Netzwerke. Politischer Aufstieg. Und immer wieder dieselbe einfache Frage: ### Was hast du eigentlich gemacht, bevor du angefangen hast, anderen zu erklären, wie sie arbeiten, wirtschaften und ihr Eigentum nutzen sollen? --- ## Morgen im Stammestest: Philipp Bertram > Der erste Name in unserer alphabetischen Reihe ist **Philipp Bertram**, Jahrgang 1991, geboren in Dresden. Sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin blieb ohne Abschluss. Danach arbeitete er in einer Notunterkunft für Geflüchtete, saß bereits von 2017 bis 2021 im Abgeordnetenhaus und wechselte anschließend als Geschäftsführer zu Special Olympics Berlin und zum Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin. Seit Oktober 2025 sitzt er wieder für Die Linke im Parlament und ist heute Sprecher für **Energie und Betriebe**. > Damit beginnt unser Stammestest gleich mit einem interessanten Lebenslauf: **abgebrochenes VWL-Studium, sozialer Träger, Parlament, zwei Verbände – und zurück ins Parlament.** Wir schauen genauer hin: Was waren seine konkreten Aufgaben? Wie wurden seine Arbeitgeber finanziert? Welche Erfahrung sammelte er außerhalb öffentlich oder verbandlich geprägter Strukturen? Gab es privatwirtschaftliche Verantwortung, eigenes wirtschaftliches Risiko oder Tätigkeiten, deren Erfolg unmittelbar am Markt gemessen wurde? > Und vor allem: **Welche praktische Erfahrung bringt Bertram heute mit, wenn er im Berliner Parlament über Energie, öffentliche Betriebe und milliardenschwere Investitionen mitentscheidet?** ### Wirecard-Serie, Teil 10 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-10/ Last updated: 2026-09-25T16:11:08.000Z ## Die Rechtsstaatsbilanz ## Sechs Jahre Untersuchungshaft, ein flüchtiger Hauptakteur und ein Verfahren ohne Urteil Am Ende dieser Serie steht kein Freispruch für Markus Braun. Und ebenso wenig ein Schuldspruch. Das ist keine journalistische Ausflucht, sondern der entscheidende Ausgangspunkt einer rechtsstaatlichen Betrachtung des Wirecard-Verfahrens. Am 25\. September 2026 gibt es gegen den früheren Wirecard-Vorstandsvorsitzenden noch kein Urteil. Die Hauptverhandlung läuft seit Dezember 2022\. Nach mehr als 270 Verhandlungstagen hat der Vorsitzende Richter Markus Födisch vorgeschlagen, die Beweisaufnahme Anfang Oktober zu beenden und ab der Woche des 19\. Oktober die Plädoyers zu beginnen. Vorsorglich hat das Gericht Termine bis zum 23\. Dezember 2026 angesetzt. ![](https://dievossische.de/content/images/2026/09/Vor-dem-Urteil-bestraft-Generic.jpg) #### Sechs Jahre Untersuchungshaft. Noch kein erstinstanzliches Urteil. 398 Seiten, eBook, Paperback, Hardcover - AB OKTOBER BEU AMAZON, KOBO UDN DIREKT BEIM VERLAG [HIER BESTELLEN](https://erichreiss.com/?ref=dievossische.de) Markus Braun sitzt unterdessen seit Juli 2020 ununterbrochen in Untersuchungshaft. Mehr als sechs Jahre Freiheitsentzug, ohne dass seine Schuld rechtskräftig festgestellt wäre. Das Oberlandesgericht München hält die Haft weiterhin für gerechtfertigt: Der dringende Tatverdacht habe sich nach seiner Bewertung im Laufe der Hauptverhandlung sogar verdichtet; außerdem nehme es Flucht- und Verdunkelungsgefahr an. Braun bestreitet diese Bewertung und sämtliche zentralen Tatvorwürfe. [Wirecard: Sechs Jahre Haft vor dem UrteilSeit mehr als sechs Jahren lebt Markus Braun in Untersuchungshaft. Er sieht seine Familie nach eigener Aussage einmal im Monat. Was ist über seinen Haftalltag tatsächlich bekannt – und wann wird eine zulässige Sicherungsmaßnahme durch ihre bloße Dauer selbst zum rechtsstaatlichen Problem?![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-4fee163c-89a4-421a-8e84-d1d64b901fef.png)Die VossischeJonathan Falk![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Die-Vossssische-Wirecard-Die-Serie-1-b12232a2-6f7b-47ec-a093-b5c30c8f12f1.jpg)](https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-2/) Dazwischen liegen ein geständiger Mitangeklagter, der seit 2024 wieder frei ist; ein ehemaliger Vorstand, der seit sechs Jahren verschwunden ist und inzwischen in europäischen Spionageverfahren auftaucht; neue internationale Ermittlungsstränge; eine deutsche Finanzaufsicht, die nach Wirecard grundlegend umgebaut werden musste; und ein Gericht, das noch vor den Schlussvorträgen erkennen ließ, dass es Brauns zentrale Verteidigungsthese für nicht überzeugend hält. Das ist die Ausgangslage. Die Frage dieses letzten Teils lautet deshalb nicht: **Ist Markus Braun unschuldig?** Sie lautet: **Hat der deutsche Rechtsstaat diesen außergewöhnlichen Fall bislang so behandelt, wie er einen noch nicht verurteilten Angeklagten behandeln muss?** ## Was feststeht: Untersuchungshaft ist keine Strafe Man muss bei dem elementarsten Punkt beginnen. Untersuchungshaft ist nach deutschem Verfassungsrecht keine vorweggenommene Strafe. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Grundsatz erst 2025 erneut mit ungewöhnlicher Klarheit formuliert: Grundsätzlich darf die Freiheit nur einem rechtskräftig Verurteilten entzogen werden. Der Freiheitsentzug eines lediglich Verdächtigen ist wegen der Unschuldsvermutung nur ausnahmsweise zulässig. Das Gericht sagt noch etwas Zweites. [Wirecard: Wie konkret ist Brauns Fluchtgefahr?Markus Braun sitzt seit mehr als sechs Jahren auch wegen Fluchtgefahr in U-Haft. Doch 2020 stellte er sich selbst und floh auch nach seiner Freilassung gegen Millionen-Kaution nicht. Was heute tatsächlich für und gegen diesen Haftgrund spricht.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-dbdc3f61-65ca-495a-9d5d-ac24b93b3bc4.png)Die VossischeJonathan Falk![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Die-Vossssische-Wirecard-Die-Serie-2-32962bcc-3432-4e7d-afa8-3b2e7b957327.jpg)](https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-3/) Je länger die Untersuchungshaft dauert, desto schwerer wiegt der Freiheitsanspruch des Beschuldigten gegenüber dem Strafverfolgungsinteresse des Staates. Gleichzeitig steigen die Anforderungen sowohl an die Beschleunigung des Verfahrens als auch an die Gründe, die eine weitere Haft rechtfertigen sollen. Untersuchungshaft von mehr als einem Jahr bis zum Beginn der Hauptverhandlung oder bis zum Urteil sei selbst bei komplexen Verfahren nur in ganz besonderen Ausnahmefällen zu rechtfertigen. Sechs Jahre sind deshalb keine bloße Zahl. Sie sind rechtsstaatlich erklärungsbedürftig. ## Aber sechs Jahre bedeuten nicht automatisch rechtswidrige Haft Hier muss diese Serie ebenso präzise bleiben wie bei allen anderen Punkten. Brauns Haft wurde wiederholt gerichtlich überprüft. Das Oberlandesgericht München sah weiterhin dringenden Tatverdacht sowie Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Nach seiner Bewertung hat sich der Tatverdacht während der Beweisaufnahme sogar verstärkt. Braun scheiterte außerdem mehrfach mit Verfassungsbeschwerden. Zuletzt nahm das Bundesverfassungsgericht Anfang März 2026 eine weitere Beschwerde gegen die Untersuchungshaft nicht zur Entscheidung an. Eine inhaltliche Begründung veröffentlichte es nicht. Brauns Verteidigerin kündigte daraufhin an, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzurufen. Daraus folgt zweierlei. Man kann nicht seriös behaupten, Brauns Untersuchungshaft sei bereits gerichtlich als rechtswidrig festgestellt worden. Das ist sie nicht. Man kann aus der Nichtannahme einer unbegründeten Verfassungsbeschwerde aber ebenso wenig ableiten, Karlsruhe habe eine sechsjährige Untersuchungshaft in einem ausführlichen Grundsatzurteil materiell für unproblematisch erklärt. Auch das ist nicht geschehen. Die außergewöhnliche Dauer bleibt deshalb eine legitime rechtsstaatliche Frage. ## Gerade ein schwerer Vorwurf verlangt einen starken Rechtsstaat Die öffentliche Versuchung funktioniert anders. Wirecard war ein gigantischer Skandal. Milliardenwerte wurden vernichtet. Banken und Anleger verloren Geld. Ein deutscher DAX-Konzern implodierte. Jan Marsalek verschwand. Internationale Aufsichtsbehörden dokumentierten später schwere Defizite der deutschen Kontrolle. In einer solchen Lage entsteht schnell ein gefährlicher Kurzschluss: **Nach einem derart großen Skandal muss jemand entsprechend schwer bestraft werden.** Das ist menschlich nachvollziehbar. Es ist aber nicht der Maßstab eines Strafprozesses. Je größer der politische und gesellschaftliche Druck auf einen Fall ist, desto wichtiger wird gerade die Trennung zwischen Empörung über das Ergebnis und dem Beweis individueller Schuld. Der Rechtsstaat beweist seine Stärke nicht beim Angeklagten, dessen Freispruch niemanden interessiert. Er beweist sie dort, wo die Öffentlichkeit überzeugt ist, dass jemand schuldig sein müsse. ## Braun darf nicht deshalb schuldig sein, weil Wirecard schuldig aussieht Wirecards Bilanzgeschichte ist kollabiert. Dass die angeblichen 1,9 Milliarden Euro auf den philippinischen Treuhandkonten nicht vorhanden waren, steht heute nicht ernsthaft im Streit. Auch Brauns Verteidigung bestreitet inzwischen nicht mehr, dass dieses behauptete Guthaben nicht existierte. Damit ist allerdings noch nicht beantwortet, wer was wusste. Genau diese Trennung ist in dieser Serie immer wieder zentral gewesen. Ein nicht existentes Treuhandguthaben beweist eine falsche Darstellung. Es beweist nicht durch sich allein, wann und durch wen diese Darstellung geschaffen wurde, wer von ihrer Falschheit wusste und welcher Vorstand welche konkrete Täuschungshandlung mit welchem Vorsatz beging. Bei Markus Braun muss das Gericht deshalb nicht beweisen, dass Wirecard falsch bilanziert hat. Es muss seine **persönliche strafrechtliche Verantwortlichkeit** beweisen. Das klingt wie ein kleiner Unterschied. Es ist der ganze Strafprozess. ## Die Kammer sieht Braun inzwischen erheblich belastet Auch hier darf man die gegenwärtige Beweislage nicht weichzeichnen. Am 14\. September 2026 hat der Vorsitzende Richter die von Braun vertretene These, das Drittpartnergeschäft habe tatsächlich existiert und Marsalek beziehungsweise andere hätten die daraus erzielten Gewinne ohne sein Wissen abgezweigt, ausgesprochen deutlich zurückgewiesen. Für die behaupteten realen Drittpartnergeschäfte hätten sich nach der bisherigen Beweisaufnahme „keinerlei Anhaltspunkte“ ergeben. Brauns Veruntreuungsthese bezeichnete Födisch als „Spekulation“ und verwies auf ihre aus Sicht der Kammer fehlende Schlüssigkeit. Das ist eine gewichtige Information. Wer den gegenwärtigen Stand des Verfahrens so darstellen würde, als befinde sich Braun kurz vor einem erkennbaren Freispruch, würde die Fakten ignorieren. Die Kammer sieht die Lage offensichtlich anders. Aber auch eine widerlegte Verteidigungsthese ist noch kein Ersatz für den positiven Schuldnachweis. Dass Brauns Erklärung falsch sein könnte, beweist nicht automatisch jede Behauptung der Anklage. Das Urteil muss die Lücke schließen. ## Genau dafür ist Oliver Bellenhaus so wichtig Oliver Bellenhaus hat eigene Straftaten eingeräumt und Markus Braun schwer belastet. Wesentliche Teile des Anklagebildes stützen sich auf seine Darstellung. Bellenhaus saß ebenfalls seit Juli 2020 in Untersuchungshaft. Am 6\. Februar 2024 wurde sein Haftbefehl nach 1.311 Tagen gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Das Landgericht nannte dafür ausdrücklich die bisherige Haftdauer, seine geständige Einlassung und seine Bemühungen um Schadenswiedergutmachung. Flucht- und Verdunkelungsgefahr nahm es weiterhin an, hielt sie aber durch Auflagen für beherrschbar. Das beweist keinen geheimen Handel der Art: Braun belasten gegen Freiheit. Für eine solche Behauptung fehlt der Beleg. Aber die Konstellation ist rechtsstaatlich bemerkenswert. Der Angeklagte, der gesteht und umfassend kooperiert, befindet sich in Freiheit. Der Angeklagte, der die Vorwürfe bestreitet, sitzt seit mehr als sechs Jahren in Untersuchungshaft. Dafür kann es rechtlich vollkommen nachvollziehbare individuelle Gründe geben. Die Optik allein darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein kooperierender Mitangeklagter immer auch eigene Interessen besitzt. Je wichtiger seine Aussagen für das Urteil werden, desto sorgfältiger muss das Gericht zeigen, wo sie durch unabhängige Beweise bestätigt werden. ## Ein Geständnis macht aus einem Mitangeklagten keinen neutralen Historiker Das ist keine moralische Kritik an Bellenhaus. Das Strafrecht soll Kooperation ermöglichen und darf sie berücksichtigen. Ein Angeklagter darf versuchen, seine eigene Lage durch Geständnis, Aufklärungshilfe und Wiedergutmachung zu verbessern. Aber gerade deshalb darf ein Urteil nicht nach dem Muster funktionieren: Bellenhaus hat gestanden, also muss auch seine Darstellung über Braun stimmen. Die saubere Beweisfrage lautet: Welche E-Mails bestätigen sie? Welche Kontobewegungen? Welche Verträge? Welche Kommunikation? Welche Aussagen voneinander unabhängiger Personen? Welche Handlungen Brauns lassen sich objektiv mit dem behaupteten Wissen verbinden? Je stärker diese unabhängigen Beweise sind, desto weniger hängt das Urteil von Bellenhaus ab. Je schwächer sie sind, desto zentraler werden seine Eigeninteressen. ## Und der Mann, der am meisten erklären könnte, fehlt Jan Marsalek ist weiterhin flüchtig. Das Bundeskriminalamt führt ihn wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, besonders schwerer Untreue und weiterer Wirtschaftsdelikte. Das BKA beschreibt ihn ausdrücklich als den Vorstand, der für das operative Geschäft und spätestens seit 2015 insbesondere für das Asien- und Drittpartnergeschäft maßgeblich verantwortlich war. Genau dieser Mann sitzt nicht im Münchner Gerichtssaal. Hinzu kommt inzwischen eine zweite Geschichte. Die britische Staatsanwaltschaft beschreibt Marsalek im Zusammenhang mit einem rechtskräftig abgeurteilten russischen Spionagering als Vermittler zu russischen Nachrichtendiensten und als den Mann, der dem Leiter des Netzwerks Anweisungen gab. Marsalek selbst wurde in diesem britischen Verfahren nicht angeklagt oder verurteilt. In Österreich wurde im Mai 2026 der frühere Verfassungsschützer Egisto Ott wegen Spionage und Amtsmissbrauchs zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt; das Urteil war zunächst nicht rechtskräftig. Auch in diesem Komplex spielte Marsaleks Umfeld eine erhebliche Rolle. Das macht Marsalek spektakulär. Es macht ihn aber nicht automatisch zum Entlastungszeugen Brauns. ## Marsalek darf weder Freispruch noch Beweisersatz sein Seine Abwesenheit erzeugt zwei gleich große Gefahren. Die Verteidigung könnte daraus die Behauptung ableiten: Weil Marsalek fehlt und offenkundig zu erheblichen verdeckten Operationen fähig war, muss Braun getäuscht worden sein. Das wäre unbelegt. Die Anklageseite beziehungsweise die öffentliche Debatte könnte umgekehrt denken: Marsalek ist geflohen, Bellenhaus hat gestanden, also kann Braun nicht ernsthaft ahnungslos gewesen sein. Auch das wäre kein Beweis. Marsaleks Flucht erklärt Marsalek. Sie erklärt nicht automatisch Braun. Das Strafverfahren darf seine Abwesenheit weder zur universellen Entlastung noch zur stillschweigenden Belastung eines anderen Angeklagten umfunktionieren. ## Dann kommt die Dauer des Prozesses selbst Nach mehr als 270 Verhandlungstagen steuert die Kammer nun auf die Schlussphase zu. Im Juli schlug Födisch vor, die Beweisaufnahme Anfang Oktober abzuschließen und ab dem 19\. Oktober plädieren zu lassen. Gleichzeitig sagte er über das Verfahren, er habe so etwas noch nicht erlebt: Man werde ständig mit neuen Sachverhalten konfrontiert. Er verwies unter anderem auf neue Ermittlungen um Marsalek und auf die „Operation Chargeback“. Das beschreibt das Dilemma nahezu perfekt. Ein Untersuchungsgefangener besitzt einen Anspruch darauf, dass sein Verfahren beschleunigt wird. Das Bundesverfassungsgericht verlangt in Haftsachen ausdrücklich, dass alle möglichen und zumutbaren Maßnahmen ergriffen werden, um notwendige Ermittlungen schnell abzuschließen und eine Entscheidung herbeizuführen. Die Anforderungen steigen mit zunehmender Haftdauer. Gleichzeitig darf Beschleunigung nicht bedeuten, entscheidende Beweise nicht mehr zu prüfen. Der Staat darf Braun nicht sechs Jahre einsperren und anschließend erklären, für offene Beweisfragen sei jetzt keine Zeit mehr. Er darf aber ebenso wenig sechs weitere Jahre ermitteln, weil theoretisch irgendwo noch ein interessanter Hinweis auftauchen könnte. Die Grenze heißt Entscheidungserheblichkeit. ## Ein Strafprozess muss nicht die ganze Welt erklären Das ist eine wichtige Korrektur an der eigenen Kritik. Wirecard als historischer Komplex ist offenkundig noch nicht vollständig aufgeklärt. Marsalek ist nicht gefasst. Internationale Ermittlungen laufen weiter. Neue Sachverhalte sind selbst während der Münchner Hauptverhandlung hinzugekommen. Doch daraus folgt nicht, dass ein Urteil gegen Braun unmöglich wäre. Das Gericht muss nicht jedes Geheimnis des Wirecard-Konzerns lösen. Es muss diejenigen Tatsachen ausreichend aufklären, die für die konkreten Tatvorwürfe gegen die Angeklagten entscheidend sind. Wenn es diese Schwelle erreicht hat, darf und muss es entscheiden. Ein Rechtsstaat ist nicht verpflichtet, auf absolute historische Wahrheit zu warten. Er ist verpflichtet, für die Verurteilung eines Menschen eine tragfähige strafprozessuale Wahrheit herzustellen. ## Schwieriger ist die Frage der richterlichen Offenheit Am 14\. September hat das Gericht seine vorläufige Einschätzung ungewöhnlich deutlich formuliert. Die zentrale Verteidigungsthese sei Spekulation. Für das reale Drittpartnergeschäft gebe es keine Anhaltspunkte. Solche Bewertungen sind nach jahrelanger Beweisaufnahme nicht automatisch unzulässig. Ein Gericht muss sich ein vorläufiges Bild machen, um Beweisanträge zu entscheiden und das Verfahren überhaupt steuern zu können. Aber die Plädoyers haben noch nicht stattgefunden. Braun hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen. Deshalb bleibt ein Satz aus dem vorangegangenen Teil dieser Serie entscheidend: **Die Frage ist nicht, ob die Richter bereits eine Meinung haben. Die Frage ist, ob sie ihre Meinung noch ändern können.** Die Antwort darauf kennt derzeit niemand außerhalb der Kammer. Und genau deshalb wäre es ebenso unseriös, den Richtern Befangenheit zu unterstellen, wie jede Debatte darüber für illegitim zu erklären. ## Ein Urteil muss mehr leisten als Brauns Geschichte zu widerlegen Sollte Braun verurteilt werden, wird die Qualität des Urteils deshalb an einer ganz einfachen Frage zu messen sein: **Was beweist seine Schuld?** Nicht: Warum glauben wir Braun nicht? Nicht: Warum ist Marsalek verdächtig? Nicht: Warum ist Bellenhaus glaubwürdig? Und nicht: Warum war Wirecard insgesamt betrügerisch? Sondern: Welche Tatsachen beweisen über vernünftige Zweifel hinaus Brauns persönliche Kenntnis und Beteiligung an den ihm verbliebenen Anklagevorwürfen? Ein belastbares Urteil wird diese Antwort mit Dokumenten, Kommunikation, Handlungen, Zahlungsströmen, Zeugenaussagen und einer nachvollziehbaren Gesamtwürdigung geben. Ein schwaches Urteil würde sich zu stark darauf stützen, dass Brauns alternative Geschichte nicht überzeugt. Die Beweislast darf nicht faktisch umgedreht werden. Der Angeklagte muss nicht beweisen, wie Wirecard „wirklich“ funktioniert hat. Der Staat muss beweisen, was der Angeklagte getan hat. ## Hinzu kommt eine zweite Wirecard-Geschichte: das Versagen der Kontrolleure Der Strafprozess konzentriert sich naturgemäß auf die Angeklagten. Die historische Wirecard-Geschichte ist größer. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA stellte 2020 erhebliche Defizite, Ineffizienzen sowie rechtliche und verfahrensmäßige Hindernisse bei der deutschen Bilanzaufsicht fest. Sie kritisierte unter anderem Schwächen bei Interessenkonflikten und ein erhöhtes Risiko ministerieller Einflussnahme durch die damalige institutionelle Konstruktion. Deutschland reagierte anschließend mit weitreichenden Reformen. Das zweistufige System der Bilanzkontrolle wurde abgeschafft, die BaFin erhielt die alleinige Zuständigkeit und stärkere Befugnisse, interne Regeln zu Interessenkonflikten wurden verschärft und das Verhältnis zur Bundesregierung neu strukturiert. Bei ihrer Folgeprüfung 2024 kam ESMA zu einem deutlich anderen Ergebnis: Die deutsche Aufsicht sei wesentlich gestärkt worden; die Unabhängigkeit der BaFin habe sich verbessert und die Behörde erfülle nun vollständig die europäischen Leitlinien zur Durchsetzung der Finanzberichterstattung. Das ist wichtig. Der Staat hat reagiert. Aber Reformen ändern die Vergangenheit nicht. ## Staatliches Versagen macht Braun nicht unschuldig Dieser Satz muss ausdrücklich stehen. Wenn BaFin versagt hat, wird Braun dadurch nicht entlastet. Wenn Wirtschaftsprüfer Fehler gemacht haben, wird Braun dadurch nicht entlastet. Wenn Ministerien Warnsignale falsch eingeschätzt haben, wird Braun dadurch nicht entlastet. Wenn politische Stellen zu lange an einen deutschen Fintech-Erfolg glaubten, wird Braun dadurch nicht entlastet. Strafrechtliche Schuld ist individuell. Gerade deshalb wäre es falsch, aus institutionellem Versagen ein Gegen-Narrativ zu bauen, in dem Braun zum Opfer eines gescheiterten Staates wird. Dafür gibt es keinen Beleg. ## Aber Brauns mögliche Schuld darf auch das staatliche Versagen nicht verschwinden lassen Der umgekehrte Mechanismus ist politisch viel bequemer. Man verurteilt einzelne Manager. Man erklärt den Skandal strafrechtlich für aufgearbeitet. Und die Institutionen, die versagt haben, erscheinen am Ende nur noch als unglückliche Zuschauer eines besonders raffinierten Betrugs. Genau dagegen sprechen die nach Wirecard vorgenommenen Reformen. Wenn ein Aufsichtssystem anschließend grundlegend umgebaut werden muss, lag das Problem nicht ausschließlich beim beaufsichtigten Unternehmen. Ein späteres Urteil gegen Braun kann deshalb über Braun entscheiden. Es kann die staatliche und institutionelle Verantwortung nicht erledigen. ## Hier beginnt die Kommentierung Nach zehn Teilen dieser Serie fällt die Rechtsstaatsbilanz nicht bequem aus. Sie lautet weder: **Markus Braun ist Opfer einer deutschen Justizverschwörung.** Dafür gibt es keine belastbaren Belege. Noch lautet sie: **Der Rechtsstaat hat alles richtig gemacht, weil mehrere Gerichte Brauns Haft bestätigt haben.** Dafür ist eine mehr als sechsjährige Untersuchungshaft ohne erstinstanzliches Urteil zu außergewöhnlich. Die seriöse Bewertung liegt dazwischen – und ist gerade deshalb härter. Der Fall zeigt einen Rechtsstaat unter enormem Druck. Unter öffentlichem Druck, weil Wirecard als nationales Versagen wahrgenommen wird. Unter zeitlichem Druck, weil ein Angeklagter seit sechs Jahren ohne Urteil inhaftiert ist. Unter beweisrechtlichem Druck, weil ein zentraler Beteiligter fehlt. Unter strukturellem Druck, weil der wichtigste Belastungsmann zugleich Mitangeklagter mit eigenen Interessen ist. Und unter politischem Druck, weil der Strafprozess möglicherweise zum sichtbaren Schlusspunkt eines Skandals werden soll, dessen institutionelle Ursachen viel breiter sind. ## Der Rechtsstaat darf keine symbolische Person brauchen Das ist vielleicht die wichtigste Lehre. Ein großer Skandal erzeugt fast immer das Bedürfnis nach einer Person, in der sich die Verantwortung konzentrieren lässt. Wirecard hat Markus Braun. Der langjährige Vorstandsvorsitzende. Der Milliardär. Das Gesicht des Unternehmens. Der Mann, der geblieben ist, während Marsalek verschwand. Sollten die Beweise zeigen, dass Braun das betrügerische System kannte und steuerte, ist diese Personalisierung strafrechtlich gerechtfertigt. Sollten sie das nicht ausreichend zeigen, darf seine Position an der Konzernspitze nicht zum Ersatzbeweis werden. Ein Vorstandsvorsitzender trägt enorme organisatorische Verantwortung. Aber Organisationsverantwortung und strafrechtlicher Vorsatz sind nicht identisch. Gerade ein Wirtschaftsstrafprozess dieser Dimension muss diesen Unterschied aushalten. ## Auch das Verhalten nach dem Zusammenbruch ist kein Schuldbeweis Marsalek verschwand. Braun stellte sich dem Verfahren. Bellenhaus stellte sich ebenfalls und gestand. Aus diesem unterschiedlichen Verhalten lassen sich Indizien und Haftprognosen ableiten. Man darf daraus keine einfache Schuldmatrix bauen. Flucht beweist nicht sämtliche Vorwürfe gegen Marsalek. Bleiben beweist nicht Brauns Unschuld. Geständnis beweist nicht sämtliche Belastungen durch Bellenhaus. Menschen verhalten sich nach einem Unternehmenszusammenbruch aus vielen Gründen unterschiedlich. Der Strafprozess muss die Taten davor beweisen. Nicht die Psychologie danach. ## Sechs Jahre dürfen das Ergebnis nicht vorwegnehmen Die Länge der Untersuchungshaft erzeugt noch ein weiteres Problem. Je länger ein Beschuldigter inhaftiert ist, desto größer wird unbewusst der Druck, dass am Ende eine entsprechend hohe Verurteilung stehen müsse. Denn ein Freispruch nach sechs Jahren Untersuchungshaft wäre für den Staat kaum anders als eine Katastrophe. Genau dieser Gedanke darf in der Beweiswürdigung keine Rolle spielen. Ein Gericht darf nicht denken: Nach sechs Jahren können wir diesen Mann unmöglich freisprechen. Und ebenso wenig: Wir müssen ihn zu einer Strafe verurteilen, die die bereits verbrachte Untersuchungshaft nachträglich plausibel erscheinen lässt. Die Untersuchungshaft muss sich aus der jeweiligen damaligen Prognose rechtfertigen. Das spätere Urteil muss sich allein aus der bewiesenen Schuld ergeben. Wer beide Dinge miteinander verrechnet, macht aus Untersuchungshaft tatsächlich Vorbestrafung. ## Ebenso wenig darf Kooperation automatisch zum Wahrheitsbonus werden Auch hier ist der institutionelle Anreiz offensichtlich. Ein Beschuldigter kooperiert. Er gesteht. Er liefert Informationen. Er erleichtert der Staatsanwaltschaft ein äußerst komplexes Verfahren. Das ist strafprozessual sinnvoll. Aber der Rechtsstaat muss verhindern, dass Kooperation und Wahrheit miteinander verwechselt werden. Ein Angeklagter kann kooperieren und die Wahrheit sagen. Er kann kooperieren und sich irren. Er kann eigene Verantwortung eingestehen und zugleich die Verantwortung anderer überzeichnen. Deshalb ist externe Bestätigung so entscheidend. Nicht weil Bellenhaus zwangsläufig lügt. Sondern weil kein Angeklagter das Urteil über einen anderen Angeklagten sprechen darf. Das ist Aufgabe des Gerichts. ## Und Marsalek darf nicht zur bequemen schwarzen Box werden Marsalek ist ideal für jedes Narrativ. Für die Anklage kann er Teil der kriminellen Führungsspitze sein. Für Braun kann er der geniale Täuscher sein, der den Konzern hinter dem Rücken des Vorstandschefs ausplünderte. Für Journalisten ist er der Spion in Moskau. Für Nachrichtendienste ist er inzwischen eine Figur von eigenständiger Bedeutung. Für ein Strafurteil gegen Braun ist aber nur relevant, was über Brauns Tat bewiesen werden kann. Der fehlende Marsalek darf nicht mit Vermutungen gefüllt werden. Eine weiße Stelle in der Beweisaufnahme bleibt eine weiße Stelle. Man darf sie einordnen. Man darf sie nicht ausmalen. ## Der entscheidende Moment kommt erst noch Deshalb ist diese Rechtsstaatsbilanz notwendigerweise eine Bilanz vor dem Urteil. Der wichtigste Teil des Verfahrens fehlt noch. Die Staatsanwaltschaft muss erklären, welche Beweiskette sie für erwiesen hält. Die Verteidigung muss diese Beweiskette angreifen. Die Angeklagten bekommen das letzte Wort. Danach muss das Gericht in seinem Urteil offenlegen, was es für bewiesen hält und warum. Erst dann lässt sich endgültig beurteilen, ob die ungewöhnlich lange Hauptverhandlung zu einer entsprechend sorgfältigen Beweiswürdigung geführt hat. Die Zahl von mehr als 270 Sitzungstagen ist für sich genommen weder Qualitätsmerkmal noch Makel. Ein Verfahren kann nach 20 Tagen hervorragend aufgeklärt sein. Oder nach 300 Tagen an der entscheidenden Frage vorbeigelaufen sein. Entscheidend ist die Begründung. ## Was ein rechtsstaatlich überzeugendes Urteil leisten müsste Es müsste nicht jede Theorie der Verteidigung widerlegen. Aber es müsste erklären, welche konkreten Beweise Brauns Vorsatz tragen. Es müsste zeigen, welche zentralen Aussagen Bellenhaus' unabhängig bestätigt sind. Es müsste nachvollziehbar erklären, warum die Abwesenheit Marsaleks keine entscheidende Beweislücke hinterlässt. Es müsste sich mit entlastenden Umständen ebenso ernsthaft beschäftigen wie mit belastenden. Und es müsste erkennen lassen, dass die deutlichen vorläufigen Bewertungen der Kammer Ergebnis einer offenen Beweiswürdigung waren – nicht deren vorweggenommenes Ende. Dann kann ein hartes Urteil vollkommen rechtsstaatlich sein. Auch eine sehr hohe Freiheitsstrafe. Rechtsstaatlichkeit bedeutet nicht Milde. Sie bedeutet Beweis. ## Und ein Freispruch wäre kein Beweis für Justizversagen Das gilt ebenso in der Gegenrichtung. Sollte das Gericht trotz aller Belastungsindizien am Ende vernünftige Zweifel an Brauns persönlichem Vorsatz haben, wäre ein Freispruch kein Zusammenbruch des Rechtsstaats. Er wäre seine Funktionsweise. Das ist die vielleicht unpopulärste Wahrheit des Strafrechts. Ein Rechtsstaat wird nicht daran gemessen, ob er nach einem großen Skandal jemanden verurteilt. Er wird daran gemessen, ob er nur diejenigen verurteilt, deren Schuld er beweisen kann. ## Die Bilanz bis heute Der deutsche Rechtsstaat hat im Wirecard-Verfahren enormen Aufwand betrieben. Hunderte Verhandlungstage. Internationale Ermittlungen. Millionen Datensätze. Zahlreiche Zeugen. Immer neue Beweisstränge. Mehrfache gerichtliche Kontrolle der Untersuchungshaft. Das sollte nicht kleingeredet werden. Gleichzeitig bleibt die mehr als sechsjährige Untersuchungshaft eines nicht verurteilten Mannes ein außergewöhnlicher Eingriff. Die unterschiedliche Behandlung der Angeklagten wirft legitime Fragen auf. Der wichtigste verschwundene Beteiligte kann nicht vernommen werden. Die institutionelle Aufarbeitung zeigte so erhebliche Schwächen, dass Deutschland seine Finanzaufsicht grundlegend reformieren musste. Und die Strafkammer hat noch vor den Schlussvorträgen ihre Skepsis gegenüber der zentralen Verteidigungsthese ausgesprochen deutlich erkennen lassen. Keine dieser Tatsachen beweist ein rechtswidriges Verfahren. Zusammengenommen verlangen sie aber eines: **ein außergewöhnlich sorgfältig begründetes Urteil.** ## Das ist am Ende der Maßstab Nicht Markus Brauns frühere gesellschaftliche Stellung. Nicht sein Vermögen. Nicht der Hass enttäuschter Anleger. Nicht Wirecards Ruf. Nicht Marsaleks Flucht. Nicht Bellenhaus' Geständnis. Nicht sechs Jahre Untersuchungshaft. Und auch nicht die politische Peinlichkeit des größten deutschen Finanzskandals der vergangenen Jahrzehnte. Der Maßstab ist ausschließlich: **Was kann dem einzelnen Angeklagten bewiesen werden?** Wenn das Landgericht München diese Frage überzeugend beantwortet, kann auch ein äußerst hartes Urteil rechtsstaatlich tragen. Wenn es sie nicht beantwortet, können auch 300 Prozesstage und 1.000 Aktenordner die Lücke nicht schließen. Das ist keine Verteidigung Markus Brauns. Es ist die Verteidigung eines Grundsatzes. Der Rechtsstaat zeigt seinen Wert nicht dadurch, dass er die Schuldigen hart behandelt. Das können auch andere Systeme. Er zeigt ihn dadurch, dass er **vor der Strafe beweist, wer der Schuldige ist**. Und genau daran wird der Wirecard-Prozess zu messen sein. --- [Markus Braun: Sechs Jahre U-Haft ohne UrteilMarkus Braun sitzt seit Juli 2020 ohne erstinstanzliches Urteil in Untersuchungshaft. Das Gesetz behandelt lange U-Haft als Ausnahme, Karlsruhe verlangt mit jedem Monat strengere Maßstäbe. Doch eine absolute Höchstgrenze kennt Deutschland nicht. Der Wirecard-Prozess wird damit zum Rechtsstaats-Test.![](https://dievossische.de/content/images/icon/die-vossische-favicon-64-99976f8f-ba0b-4ae8-ade6-d0bd0c45c224.png)Die VossischeJonathan Falk![](https://dievossische.de/content/images/thumbnail/Die-Vossssische-Wirecard-Die-Serie-670ef2a8-c594-4fca-8447-4f393a960fd7.jpg)](https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-1/) ### Mehr als nur Neukölln URL: https://dievossische.de/mehr-als-nur-neukolln/ Last updated: 2026-09-25T15:00:35.000Z Der moderate Kurs ist Geschichte: Ein radikalisierter Flügel hat Die Linke übernommen. Von verharmlostem Terror und Clan-Affären bis zur bedrohten Sicherheit im Land – eine Bestandsaufnahme über den Verfall der Partei. _This post is for subscribers only._ ### Von „Yallah Yallah Intifida“ zum Dauer-Jammern URL: https://dievossische.de/von-yallah-yallah-intifida-zum-dauer-jammern/ Last updated: 2026-09-25T12:02:43.000Z ## Wann schaut der Verfassungsschutz bei den Linken endlich hin? Wer den aktuellen Zustand der Partei *Die Linke* beobachtet, reibt sich verwundert die Augen. Wo einst zumindest vordergründig noch staatspolitische Verantwortung oder parlamentarische Anständigkeit simuliert wurde, regiert heute ein kompromissloser, radikalisierter Flügel. Moderatere Stimmen und Urgesteine wie Petra Pau spielen längst keine Rolle mehr; sie wurden an den Rand gedrängt oder abserviert. An ihre Stelle tritt eine Klientelpolitik, die jede sachliche Aufklärung verweigert und stattdessen in hysterisches Dauer-Jammern verfällt, sobald ihre Genossen über unheilvolle Seilschaften stolpern. ### Das System der Opfer-Rhetorik: Wenn aus Kritik „Rassismus“ wird Besonders deutlich zeigt sich dieser Realitätsverlust am Fall des Berliner Abgeordneten Ferat Koçak. Fotos mit umstrittenen propalästinensischen Aktivisten, brisante Verbindungen in das kriminelle Clan-Umfeld der Remmos und die üblichen Parolen haben den Politiker so schwer unter Druck gebracht, dass er seine Funktionen vorerst ruhen lassen musste. Doch wie reagiert der radikalisierte Parteiapparat? Statt den Vorwürfen nachzugehen, wird die Abwehrkeule geschwungen. Landes- und Kreisverbände wie der in Stuttgart plärren von einer angeblichen „rassistischen Kampagne“ und „rassistischer Doppelmoral“. Die Botschaft ist perfide: Wer Kontakte zu Clankriminellen oder radikalen Israel-Feinden kritisiert, soll angeblich Migranten unter Generalverdacht stellen. Hier wird das alte Muster bedient – von „Yallah Yallah Intifida“ bis hin zum reflexhaften Opfer-Narrativ. Die Parolen wechseln, aber das Prinzip bleibt: Schuld sind immer die anderen, nie die eigenen radikalen Verstrickungen. ### Der radikale Flügel übernimmt das Ruder Innerhalb der Partei ist längst ein offener Kulturkampf im Gange, den die Hardliner für sich entschieden haben. Wer auf rechtsstaatliche Standards, Transparenz und innere Sicherheit pocht, wird kaltgestellt. Die Partei schottet sich ab und duldet in ihren Reihen Milieus, die mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung schlicht unvereinbar sind. Dabei offenbart sich ein Sittenbild, das im politischen Spektrum seinesgleichen sucht. Die Masse an Skandalen, extremistischen Sympathien und fragwürdigen Verquickungen übersteigt bei Weitem das, was anderswo reflexartig zu schärfsten Beobachtungen führt. ### Der Elefant im Raum: Schutzfaktor Regierungsbeteiligung? Genau hier stellt sich die brandgefährliche Frage, die im Land immer lauter gestellt werden muss: **Wann wird diese Partei, bei dieser massiven Ansammlung an Verfehlungen und Extremismus-Nähen, die alles in den Schatten stellen, was man sonst hart sanktioniert, endlich vom Verfassungsschutz beobachtet und als Verdachtsfall eingestuft?** Warum greifen die Behörden nicht durch? Die Antwort ist so schmutzig wie naheliegend: Die Linke ist längst Teil des apparativen Gefüges. Sie sitzt in Parlamenten, beeinflusst Kommunen und kokettiert immer wieder mit Regierungsbeteiligungen. Ist sie schlicht zu etabliert und vernetzt, als dass sich der Staat traut, die juristischen Konsequenzen zu ziehen? Solange der radikale Flügel ungehindert schalten und walten kann und jede Kritik mit der Rassismus-Keule erschlagen wird, bleibt die Partei ein Sicherheitsrisiko mitten im Bundestag. Ein Staat, der hier wegschaut, kapituliert vor den eigenen Schutzmechanismen. --- Ferat Koçak, Die Linke, Verfassungsschutz, Clan-Affäre, Innere Sicherheit, Radikalisierung, Berlin ### Warum selbst bauen, wenn man klauen kann? Berlins linke Wohlstands-Kids im Enteignungs-Wahn URL: https://dievossische.de/warum-selbst-bauen-wenn-man-klauen-kann-berlins-linke-wohlstands-kids-im-enteignungs-wahn/ Last updated: 2026-09-24T14:10:41.000Z Statt Eigenheim zu schaffen, feiert Berlins junge Generation den Enteignungs-Wahn der Linken. Eine scharfe Abrechnung mit Vollkasko-Mentalität, Work-Life-Balance und dem unheilvollen Weg zurück in die marode Planwirtschaft nach DDR-Vorbild. _This post is for subscribers only._ ### Elif Eralp gewinnt Berlin-Wahl „Eine von uns wird Bürgermeisterin!“ URL: https://dievossische.de/elif-eralp-gewinnt-berlin-wahl-eine-von-uns-wird-burgermeisterin/ Last updated: 2026-09-24T13:42:33.000Z ## Antwort auf die Kolumne Keep me updated von Ali Çelikkan *Lieber Ali Çelikkan,* fangen wir doch direkt mit der großen, welthistorischen Begegnung an, die Sie da so rührend und mit einer fast schon kindlichen Naivität in Ihrer taz-Kolumne beschreiben. Da irren Sie vor zehn Jahren als junger Journalist durch die Gänge des Bundestages und treffen – oh Wunder, der Himmel reißt auf – auf Frank-Walter Steinmeier. Und dieser Gigant der politischen Rhetorik, dieser ewige Schröder-Kumpel und maßgebliche Architekt der Agenda 2010, der Mann, der die politische Phrasendrescherei und das nichtssagende Raunen zur absoluten olympischen Disziplin erhoben hat, haucht Ihnen im Vorbeigehen ein lässiges, völlig bedeutungsloses „Keep me updated“ entgegen. Ein englischer Floskel-Wegwerfsatz, wie man ihn auf jedem drittklassigen Startup-Netzwerktreffen hört, wenn das Gegenüber eigentlich nur schnell lächelnd zum Buffet fliehen will. Und Sie? Sie machen aus dieser hohlen Politiker-Phrase zehn Jahre später Ihren journalistischen Nordstern, Ihre große publizistische Mission. Glauben Sie allen Ernstes, der heutige Schlossherr von Bellevue, der oberste Grüßaugust der Nation, saß in den letzten zehn Jahren jeden Abend schlaflos in seinem samtbezogenen Sessel und hat sich gefragt: „Mensch, was macht eigentlich der Ali? Wann kommt endlich mein ersehntes Update aus Neukölln?“ Diese geradezu groteske Selbstüberschätzung ist bereits die perfekte Ouvertüre für den Rest Ihres Artikels, in dem Sie den Bezug zur politischen und gesellschaftlichen Realität dieses Landes endgültig hinter sich lassen. Kommen wir also zum inhaltlichen Kern Ihres großen „Updates“ an den Bundespräsidenten. Sie feiern den Wahlerfolg von Elif Eralp und der Linkspartei in Berlin. Und wie lautet der euphorische Jubelruf, der laut Ihrer Beobachtung durch die migrantischen Communitys hallt? „Eine von uns wird Bürgermeisterin!“ Eine von *uns*. In diesen drei kleinen, toxischen Worten, lieber Ali, offenbart sich die ganze verheerende Tragik und die zerstörerische Kraft der rot-rot-grünen Identitätspolitik, die Sie uns hier als fortschrittliches Märchen aus dem Berliner Kiez verkaufen wollen. „Eine von uns“ bedeutet nämlich im politischen Umkehrschluss immer auch zwingend: „Nicht eine von denen“. Es ist der ultimative, unüberhörbare Ruf der Separation. Was Sie da in der taz bejubeln, ist ganz sicher nicht der Triumph der Integration. Es ist nicht das freudige, harte Ankommen in der Mitte der deutschen Gesellschaft. Es ist exakt das Gegenteil: Es ist die zelebrierte Manifestation des migrantischen Stammesdenkens. Sie, Herr Çelikkan, und Ihre ideologische taz-Blase wollen im Grunde gar keine echte Integration und schon gar keine Assimilation. Wir brauchen aber schlichtweg keine Einwanderer – egal ob Türken, Araber oder sonst woher –, die zwar gerne die Vorzüge und Freiheiten dieses Landes in Anspruch nehmen wollen, aber sich strikt weigern, Deutsche zu werden. Wir brauchen keine Menschen, die das Konzept der Assimilation ablehnen, ganz so, wie es Ihr damaliger und heutiger türkischer Präsident Erdogan einst als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" verunglimpft hat, um seine Anhänger in Deutschland fein säuberlich auf Distanz zur Mehrheitsgesellschaft zu halten. Sie wollen offensichtlich keine neuen Deutschen, die in diesem Land Wurzeln schlagen, seine Geschichte, Sprache und Leitkultur respektieren und Teil eines großen, gemeinsamen Staatsvolkes werden. Sie wollen unantastbare Parallelgesellschaften, die sich nun auch noch gezielt politische Mandate sichern. Sie beschreiben die Wahlparty im Ballhaus Rixdorf am Kottbusser Damm, als wäre es eine romantische, unschuldige Szene aus einem multikulturellen Utopia. Migranten tanzen Halay zum dumpfen Saz-Klang, und die deutschen Linken stolpern mit – wie Sie selbst geradezu süffisant schreiben – „gewohnt unbeholfenen Körperkoordination“ daneben herum. Was für ein unfreiwillig entlarvendes Bild für Ihr Weltbild! Der deutsche Mehrheitsbürger darf in Ihrer kruden Vorstellung von Gesellschaft offenbar nur noch als ungelenker, apologetischer und grenzenlos toleranter Statist am Rand klatschen, während die wahre Musik von denjenigen gespielt wird, die sich bewusst abgrenzen. Es geht der Linken und der mit ihr Hand in Hand paktierenden Türkischen Arbeiterpartei (TİP) eben ganz offensichtlich nicht um das Wohl der gesamten Stadt oder des ganzen Landes. Man klappert die Berliner Haustüren nicht ab, um Bürger für eine geeinte Gesellschaft zu gewinnen. Man tut dies, um eine ethnisch und ideologisch separierte Wählergruppe zu mobilisieren, deren politische Hauptidentität schlichtweg darin besteht, sich vom deutschen Mainstream fernzuhalten und das „Migra“-Dasein zum unantastbaren Kult zu erheben. Und wenn wir schon von politischer Repräsentation sprechen: Wo war eigentlich Ihr großes, jubelndes Update an den Herrn Bundespräsidenten, als Leute wie Cem Özdemir in höchste politische Ämter aufstiegen und in Baden-Württemberg Triumphe feierten? Warum hat das radikale linke Milieu, warum hat die publizistische taz-Fraktion bei Özdemir nie dieses wohlige, warme „Einer von uns“-Gefühl zelebriert? Die Antwort ist so simpel, wie sie Ihre gesamte Ideologie schonungslos entlarvt: Weil Özdemir den in Ihren Augen unverzeihlichen Fehler begangen hat, sich vollständig und erfolgreich zu assimilieren. Er steht für bürgerliche Verantwortung, für wirtschaftliche Vernunft, er spricht feinstes Schwäbisch, repräsentiert das "Ländle" als Landesvater der Herzen und verkörpert den perfekten Aufstieg in die etablierte Mitte der deutschen Gesellschaft. Er spielt nicht das professionelle, dauerbeleidigte Opfer, er nutzt keine anti-westliche Klassenkampf-Rhetorik, und er ist ein glasklarer Kritiker des politischen Islams und der Erdogan-Autokratie. Für einen Politiker wie Özdemir, der lebhaft und greifbar beweist, dass man in Deutschland durch Anpassungsbereitschaft, Leistung und Respekt vor der Mehrheitskultur alles erreichen kann, hat Ihr identitätspolitisches Milieu nur eiskalte Verachtung übrig. Denn eine gelungene Assimilation nach dem Vorbild Özdemir zerstört Ihr lukratives publizistisches Geschäftsmodell der ewigen Marginalisierung und Ausgrenzung. Ihre Kolumne, Herr Çelikkan, feiert in Wahrheit nicht den Sieg der Demokratie oder der Teilhabe, sie feiert den Sieg der gesellschaftlichen Zersplitterung. Wenn Sie allen Ernstes glauben, dass ein friedliches, starkes und produktives Zusammenleben in einem Land funktionieren kann, in dem jede ethnische, religiöse oder ideologische Interessengruppe nur noch „einen von uns“ an der Spitze sehen will, dann haben Sie die elementaren Grundpfeiler einer funktionierenden Nation nicht ansatzweise begriffen. Ein Land, das Einwanderer aufnimmt, muss zwingend verlangen können, dass diese Menschen den unbedingten Willen haben, sich vollends zu integrieren und die kulturellen und politischen Trennlinien der Vergangenheit auszuradieren. Assimilation ist kein schmutziges Wort, kein politisches Gift und schon gar kein Verrat, wie es in den stickigen Redaktionsräumen der taz gebetsmühlenartig behauptet wird. Assimilation ist der absolut unverzichtbare soziale Klebstoff, der verhindert, dass eine Gesellschaft in sich verfeindete, misstrauische Ghettos und egoistische Stämme zerfällt. Wer, wie Sie, den berechtigten Anpassungsdruck der Mehrheitsgesellschaft verteufelt und stattdessen das separierte „Migra“-Dasein als höchste politische Daseinsform stilisiert, bereitet fahrlässig den Boden für exakt jene zerrissene, konfliktgeladene Gesellschaft, die Sie nun so unverhohlen auf linken Wahlpartys bejubeln. Also, lieber Ali, wenn Sie Ihrem Kumpel, dem alten Phrasen-König Frank-Walter Steinmeier, das nächste Mal ein Update ins Schloss Bellevue schicken, seien Sie doch wenigstens für einen kurzen Moment absolut ehrlich. Schreiben Sie ihm: „Lieber Herr Bundespräsident, wir haben es geschafft. Wir haben die klassische Integration endgültig beerdigt und durch aggressive, spaltende Identitätspolitik ersetzt. Wir definieren uns gar nicht mehr primär als Berliner oder gar als Deutsche, sondern nur noch als Kurden, Aleviten, Türken und wütende, antikapitalistische 'Migras'. Die Gesellschaft spaltet sich jeden Tag ein bisschen mehr, das tribale Stammesdenken regiert die Kieze, und wir tanzen dazu lautstark Halay auf den rauchenden Trümmern des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Keep me updated, werter Herr Bundespräsident, ob Sie da oben in Ihrem gut gepolsterten Elfenbeinturm eigentlich noch irgendetwas von diesem Flächenbrand mitbekommen.“ Das, mein lieber Ali Çelikkan, wäre zumindest eine schonungslos ehrliche und realitätsnahe Kolumne gewesen. Aber echte Ehrlichkeit und kritische Selbstreflexion passen eben leider nur sehr selten in das engstirnige Weltbild der taz. --- Satire, Medienkritik, taz, Ali Çelikkan, Identitätspolitik, Assimilation, Integration, Cem Özdemir, Frank-Walter Steinmeier, Gesellschaftsspaltung, Die Linke, TİP, Parallelgesellschaft, Stammesdenken ### Gefährliche Einäugigkeit: Feldman, Menasse und der Berliner Irrweg in Richtung Linkspartei URL: https://dievossische.de/gefahrliche-einaugigkeit-feldman-menasse-und-der-berliner-irrweg-in-richtung-linkspartei/ Last updated: 2026-09-24T13:19:28.000Z Ein jüdischer Aufruf für Die Linke in Berlin wird von Parteimitgliedern mitgetragen. Die TAZ nennt diese Nähe nicht. So entsteht der Eindruck eines unabhängigen Bürgerprotests – während zugleich die Antisemitismuswarnungen des Zentralrats relativiert werden. _This post is for subscribers only._ ### IGMG / Millî Görüş URL: https://dievossische.de/igmg-milli-gorus/ Last updated: 2026-09-24T12:34:58.000Z Die IGMG betreibt 323 Moscheen in Deutschland. Der Verfassungsschutz ordnet Millî Görüş dem Islamismus zu. Wir untersuchen Erbakans Erbe, Finanzierung, politische Netzwerke sowie die Positionen zu Homosexualität, Frauen, Israel und Juden. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 9 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-9/ Last updated: 2026-09-24T12:18:17.000Z Wirecard konnte jahrelang trotz BaFin, Bilanzkontrolle und EY-Testaten wachsen. Selbst die Bundesregierung unterstützte den Konzern noch 2019 in China. Welche Verantwortung tragen Aufsicht, Prüfer, Ministerien und Kanzleramt – unabhängig von Markus Brauns möglicher strafrechtlicher Schuld? _This post is for subscribers only._ ### Die 100-Milliarden-Rechnung: Was Migration den Staat jährlich kostet URL: https://dievossische.de/die-100-milliarden-rechnung-was-migration-den-staat-jahrlich-kostet/ Last updated: 2026-09-24T12:11:04.000Z Bürgergeld, Schulen, Gesundheit, Wohnen: Was kostet Migration in Deutschland wirklich? Da der Staat keine konsolidierte Gesamtrechnung veröffentlicht, fasst diese Analyse alle Ausgaben zusammen. Das Ergebnis der breiten Bruttorechnung: 89 bis 116,5 Milliarden Euro jährlich im Inland. _This post is for subscribers only._ ### Doppelmoral im Roten Rathaus URL: https://dievossische.de/doppelmoral-im-roten-rathaus/ Last updated: 2026-09-24T11:53:18.000Z ## Wie Berlins Linkspartei ihre radikalsten Genossen wäscht – und warum das zum Problem wird Es ist ein politisches Schauspiel, das an Heuchelei kaum zu überbieten ist: Berlins Linkspartei, angeführt von Elif Eralp, träumt vom Einzug in die Regierung und dem Posten der Regierenden Bürgermeisterin. Doch die Geister, die sie im Wahlkampf rief, drohen den Weg ins Rote Rathaus in letzter Minute zu versperren. Plötzlich, kurz vor den entscheidenden Koalitionsgesprächen mit SPD und Grünen, möchte man mit den extremen Auswüchsen der eigenen Partei nichts mehr zu tun haben. Doch ein genauerer Blick hinter die Kulissen zeigt: Die Distanzierung ist oftmals nur Kosmetik – und die Verbindungen ins israelfeindliche und sogar kriminelle Milieu sind weitaus tiefer, als die Parteiführung zugeben will. ### Elif Eralps Wahlkampf-Flirt mit radikalen Kräften Elif Eralp inszeniert sich gerne als bodenständige Macherin. Doch ihr Auftreten vor der Wahl zeichnet ein anderes Bild. Während die CDU ein Wahlkampfforum im August 2026 boykottierte, weil es in der umstrittenen „Neuköllner Begegnungsstätte“ – einer Moschee mit bekannten Verbindungen ins radikale islamistische Milieu – stattfand, hatte Eralp keine Berührungsängste. Sie nutzte die Bühne für ihren Wahlkampf, Seite an Seite mit Kandidaten von SPD, Grünen und FDP, und legitimierte damit faktisch eine Einrichtung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Dieser Flirt mit radikalen Kräften passt nahtlos zu einer anderen, äußerst brisanten politischen Forderung der Linken: Ein rigoroser Abschiebestopp. Die Linke in Berlin weigert sich vehement, Abschiebungen durchzuführen – und das gilt explizit auch für kriminelle Straftäter. In einer Stadt, die massiv unter Clankriminalität leidet, ist das ein fatales Signal. Es ist eine Politik, die Gewalttätern und organisierten Kriminellen quasi einen Freifahrtschein auf Berliner Boden ausstellt. ### Der Remmo-Skandal auf der Wahlparty Wie nah die Linke diesen kriminellen Milieus tatsächlich steht, zeigte sich auf schockierende Weise direkt am Wahlabend: Ausgerechnet Issa Remmo, das Oberhaupt eines der berüchtigtsten arabischen Clans Berlins, tauchte auf der Wahlparty der Linken im Festsaal Kreuzberg auf. Die Partei beeilte sich, zu erklären, er sei „nicht eingeladen“ gewesen und Eralp betonte hastig, man bekämpfe organisierte Kriminalität. Doch wie glaubwürdig ist das? Besonders absurd wurde die Situation durch einen kurz darauf geleakten Chatverlauf. Firas Remmo, der Sohn des Clan-Chefs, veröffentlichte eine Instagram-Nachricht aus dem Februar 2026\. Darin schrieb der Neuköllner Linken-Abgeordnete Ferat Koçak ungeniert: „Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater“ und bat den Clan-Spross um Hilfe bei der Verbreitung eines Videos. „Respekt“ für einen Clan-Chef von einem Abgeordneten der Linken? Es ist ein offener Schulterschluss, der die nachträglichen Distanzierungen von Eralp wie puren Hohn wirken lässt. ### Der Fall Ferat Koçak: Ein chronischer „Gedächtnisverlust“ Ferat Koçak ist ohnehin die Reizfigur dieser Tage. Nicht nur seine Clan-Verbindungen sorgen für Entsetzen. Er fiel auch in der Vergangenheit durch Kontakte in ein Milieu auf, das den Terror der Hamas gegen Israel verharmlost. Als er kürzlich wegen Fotos von einer Party mit einem Mann aus der israelfeindlichen Szene unter Druck geriet, lautete seine Verteidigung: Er habe ihn nicht gekannt. Ein schwacher Erklärungsversuch, der sofort aufflog, da er bereits 2025 mit genau diesem Mann bei Veranstaltungen auftrat. Nun, nach dem Leak der Remmo-Chats, rudert die Partei hastig zurück. Fraktionschef Sören Pellmann verkündete, Koçak werde sich „bis auf Weiteres“ zurückziehen, um „Transparenz herzustellen“. Ein durchsichtiges Manöver, um Eralp in den Koalitionsverhandlungen den Rücken freizuhalten. Doch der politische Schaden ist immens. ### Angst in der Jüdischen Gemeinde Die Wahl von Elif Eralp zur Fraktionschefin und ihr möglicher Aufstieg ins Rote Rathaus lösen in weiten Teilen der Stadt tiefe Besorgnis aus – allen voran in der Jüdischen Gemeinde. Deren Vorsitzender Gideon Joffe warnte unmissverständlich vor den Folgen dieses Wahlsiegs für das Zusammenleben in Berlin und sprach davon, dass „die Geis zur Gärtnerin gemacht“ werde. Er warnt explizit vor der Nähe der Linken zu Islamisten. Während Eralp offiziell behauptet, jeden Antisemitismus abzulehnen, weigert sich ihre Partei an der Basis, konsequent gegen israelfeindliche Strömungen vorzugehen. Beschlüsse der Berliner Linken gegen Antisemitismus erweisen sich oft als Papiertiger, wenn es darum geht, die eigenen, radikalen Anhänger in die Schranken zu weisen. ### Ein riskantes Spiel für Berlin Die Linkspartei in Berlin spielt ein gefährliches Spiel. Auf dem Weg zur Macht versucht sie, eine bürgerliche, regierungsfähige Fassade aufrechtzuerhalten, während sie gleichzeitig duldet – und teilweise sogar aktiv umwirbt – dass in ihren Reihen radikale, israelfeindliche und clan-affine Narrative gepflegt werden. Die Forderung nach einem Abschiebestopp für Kriminelle ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. SPD und Grüne müssen sich nun sehr genau überlegen, mit wem sie sich ins Bett legen. Der scheidende SPD-Fraktionschef Raed Saleh machte bereits deutlich, dass ein Bündnis mit der Linken kein Automatismus ist, und die SPD-Bürgermeister machen mobil, um Eralp zu verhindern. Wenn die Linke tatsächlich Regierungsverantwortung in Berlin übernehmen will, reicht es nicht, radikale Genossen wie Ferat Koçak nur kurzzeitig zu verstecken und Clan-Bosse hastig von Partys auszuladen. Elif Eralp muss beweisen, dass ihre Partei in der Lage ist, sich von Extremisten jeglicher Couleur glaubhaft zu trennen. Bislang deutet nichts darauf hin.Raed Saleh und der Vorwurf der Unterwanderung Wer nun aber glaubt, die SPD sei das rettende Ufer der Vernunft, irrt gewaltig. Der Strippenzieher Raed Saleh stand selbst wiederholt wegen seiner Kontakte ins islamistische Milieu in der Kritik. Die Vorwürfe gipfelten Ende 2025 in Aussagen der Neuköllner Integrationsbeauftragten Güner Balci, die Teilen der SPD vorwarf, von Islamisten „unterwandert“ zu sein. Die Kritik richtete sich auch gegen Saleh, dem unter anderem vorgeworfen wurde, den Kampf gegen "antimuslimischen Rassismus" in die Verfassung schreiben zu wollen, während er gleichzeitig die islamistische Bedrohungslage verharmlose. Salehs Verbindungen sind seit Jahren brisant: Laut Recherchen unterhielt er jahrelang Kontakte zu einem Imam, der 2016 vom Berliner Verfassungsschutz als Teil des Geflechts der radikalislamischen Muslimbruderschaft gelistet wurde. Zwar wies die SPD die Vorwürfe der Unterwanderung als "eindeutig falsch" zurück und verwies auf Salehs Unterstützung für das jüdische Leben in Berlin, doch der Eindruck einer gefährlichen Zweigleisigkeit bleibt bestehen. ### Der Fall Martin Hikel: Abgestraft für harte Kante Wie gespalten die SPD in dieser Frage tatsächlich ist, zeigte das unwürdige parteiinterne Drama um den Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Hikel profilierte sich über Jahre als derjenige, der Clankriminalität, Islamismus und Hamas-Netzwerken unerschrocken den Kampf ansagte. Er ließ Shisha-Bars wegen des Verdachts auf illegale Machenschaften durchsuchen und stellte sich schützend vor säkulare Muslime, die von Radikalen bedroht wurden. Doch genau dieser klare Kurs, der ihm bei den Bürgern Respekt einbrachte, wurde ihm parteiintern zum Verhängnis. Der linke Parteiflügel und die Jusos ließen Hikel bei der Nominierung als Spitzenkandidat im November 2025 mit nur 68,5 Prozent der Stimmen auflaufen. Der Vorwurf aus den eigenen Reihen: Hikel gehe beim Kampf gegen Clankriminalität zu pauschal vor, bediene rassistische Narrative und verwende den Begriff „antimuslimischer Rassismus“ nicht. Wer in Teilen der Berliner SPD von "Clankriminalität" spricht, gilt als Aussätziger. Hikel zog daraufhin konsequent die Reißleine und verzichtete auf die Spitzenkandidatur. ### Ein Pakt der Wegseher Der Fall Hikel entlarvt die SPD-Spitze: Während ein Bürgermeister, der gegen mafiöse Strukturen und religiösen Extremismus durchgreift, von den eigenen Leuten fallengelassen wird, hofieren andere Teile der Partei weiterhin umstrittene Moscheevereine und streiten über Begrifflichkeiten. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Linkspartei und maßgebliche Teile der SPD ein ungeschriebenes Gesetz teilen: Radikaler Islamismus und Clankriminalität werden, wenn schon nicht toleriert, so doch zumindest verharmlost, mit "antirassistischen" Argumenten relativiert oder strategisch ignoriert. ### Die Grünen: Sprachpolizei statt Kriminalitätsbekämpfung Komplettiert wird dieses Trio der Wegseher durch die Berliner Grünen. Anstatt sich den sicherheitspolitischen Herausforderungen der Stadt zu stellen, verliert man sich dort lieber in bizarren Sprachdebatten. Symbolhaft dafür steht der Auftritt der Alt-Grünen Renate Künast, die allen Ernstes forderte, den Begriff „Clan-Kriminalität“ nicht mehr zu verwenden, da er diskriminierend sei. Während der Görlitzer Park bundesweit zum Symbol für ausufernden, von migrantischen Banden kontrollierten Drogenhandel geworden ist, sorgt sich die grüne Führungsriege mehr um verletzte Gefühle von Straftätern als um die Sicherheit der Bürger. Der Islam-Experte Ahmad Mansour brachte es auf den Punkt: Statt über echte Probleme zu sprechen, führen die Grünen Scheindebatten über Begriffe und blockieren damit jede ernsthafte Lösung. Zwar gibt es auch bei den Grünen pragmatischere Stimmen, doch der linke, realitätsfremde Flügel, dominiert den Berliner Landesverband. Für diesen Flügel ist ein Linksbündnis das Maß aller Dinge – selbst wenn das bedeutet, Antisemitismus und Clan-Nähe bei der Linkspartei zähneknirschend hinzunehmen. ### Ein sicherheitspolitischer Offenbarungseid Es drängt sich der Eindruck auf, dass Linkspartei, SPD und Grüne ein ungeschriebenes Gesetz teilen: Radikaler Islamismus und Clankriminalität werden, wenn schon nicht toleriert, so doch zumindest verharmlost, mit "antirassistischen" Argumenten relativiert oder durch Sprachpolizei unsichtbar gemacht. Wenn diese drei Parteien nun über eine Regierungskoalition verhandeln, stellt sich eine drängende Frage: Wer in diesem Bündnis hat eigentlich noch die politische Kraft und den Willen, konsequent für die Sicherheit der Berliner einzustehen? Ein rot-grün-rotes Bündnis, das Extremisten hofiert, Aufklärer wie Martin Hikel kaltstellt und sich lieber um diskriminierungsfreie Sprache sorgt als um die Zerschlagung mafiöser Strukturen, wäre ein sicherheitspolitisches Desaster für die Hauptstadt. ### Wer Antisemitismuskritik „überzogen“ nennt, muss die Vorwürfe beantworten URL: https://dievossische.de/wer-antisemitismuskritik-uberzogen-nennt-muss-die-vorwurfe-beantworten/ Last updated: 2026-09-23T23:01:09.000Z Schüler-Springorum nennt die Antisemitismusdebatte um die Berliner Linke „überzogen“. Doch die konkreten Vorfälle verlangen Antworten statt Entwarnung. _This post is for subscribers only._ ### Keine Verhandlungen mit Terroristen URL: https://dievossische.de/keine-verhandlungen-mit-terroristen/ Last updated: 2026-09-23T22:54:03.000Z Der brutale Anschlag auf den Sohn des israelischen Botschafters verdeutlicht erneut: Die Hamas ist eine Terrororganisation, mit der keine Waffenruhe möglich ist. Dass weite Teile der Partei Die Linke dies weiterhin ignorieren und Terror als Widerstand verklären, ist ein moralischer Offenbarungseid. _This post is for subscribers only._ ### DITIB: 858 Moscheen, Diyanet und der Einfluss Ankaras URL: https://dievossische.de/ditib-858-moscheen-diyanet-und-der-einfluss-ankaras/ Last updated: 2026-09-23T12:45:55.000Z DITIB betreibt 858 Moscheen und erreicht fast 59.000 Kinder. Zugleich ist die enge Verbindung zur türkischen Religionsbehörde Diyanet dokumentiert. Wir untersuchen Einfluss, Finanzierung und den Gegensatz zur Religionsfreiheit von Christen in der Türkei. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 8 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-8/ Last updated: 2026-09-23T12:23:12.000Z Noch vor den Plädoyers nennt der Vorsitzende Richter Brauns zentrale Wirecard-Verteidigung „Spekulation“ und sieht „keinerlei Anhaltspunkte“ für reale Drittpartnergeschäfte. Zulässige vorläufige Beweiswürdigung – oder entsteht der Eindruck, das Urteil stehe bereits fest? _This post is for subscribers only._ ### Campact: 26 Millionen Euro für politischen Einfluss URL: https://dievossische.de/campact-26-millionen-euro-fur-politischen-einfluss/ Last updated: 2026-09-22T19:32:31.000Z 26 Mio. Euro Einnahmen, 6,4 Mio. Euro Lobbyaufwand und nur zwölf Vereinsmitglieder: Campact mobilisiert Millionen Menschen. Wir zeigen WeAct, Wahlkampagnen, HateAid und das Netzwerk hinter der politischen Macht. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 7 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-7/ Last updated: 2026-09-22T19:05:30.000Z Nach mehr als dreieinhalb Jahren will das Gericht den Wirecard-Prozess beenden. Gleichzeitig entstehen neue Ermittlungen um Marsalek und „Operation Chargeback“. Wann ist ein Verfahren entscheidungsreif – und wann wird Prozessökonomie zur Gefahr für die vollständige Beweiswürdigung? _This post is for subscribers only._ ### Die Allianz im Zwielicht: Arabische Clans, die Berliner Linkspartei und die Debatte um strukturelle Nähe URL: https://dievossische.de/die-allianz-im-zwielicht-arabische-clans-die-berliner-linkspartei-und-die-debatte-um-strukturelle-nahe/ Last updated: 2026-09-22T11:42:35.000Z Nach Clan-Besuchen auf Wahlpartys und kompromittierenden Chat-Verläufen zwischen Politikern und Clan-Söhnen warnt Islamismus-Experte Ahmad Mansour vor einer gefährlichen Allianz. Kriminelle Clans würden die Ideologie der Linkspartei nutzen, um staatliche Repressionen als Rassismus zu framen. _This post is for subscribers only._ ### Die Illusion der Vollversorgung und der historische Realitätsverlust: Warum Berlins Wähler sehenden Auges in die Sackgasse laufen URL: https://dievossische.de/die-illusion-der-vollversorgung-und-der-historische-realitatsverlust-warum-berlins-wahler-sehenden-auges-in-die-sackgasse-laufen/ Last updated: 2026-09-21T16:23:28.000Z Berlins Linke verspricht mit realitätsfernen Wahlversprechen und planwirtschaftlichen Illusionen Vollversorgung. Enteignungen und Mietendeckel schaffen keinen Wohnraum, sondern zerstören den Markt. Die Zeche zahlen am Ende Bayern und Hessen – während Berlin in den wirtschaftlichen Ruin steuert. _This post is for subscribers only._ ### Das Ende der alten Mitte URL: https://dievossische.de/das-ende-der-alten-mitte/ Last updated: 2026-09-21T16:00:11.000Z Analyse zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026: Ein historischer Triumph der AfD, das Ausscheiden der Union aus dem Landtag und eine kritische Auseinandersetzung mit der ideologischen Berichterstattung der taz, die konservative Wähler und demokratische Realitäten diffamiert. _This post is for subscribers only._ ### Sea-Watch & Seebrücke: Teil des Geschäftsmodells der Schleuser? URL: https://dievossische.de/sea-watch-seebrucke-teil-des-geschaftsmodells-der-schleuser/ Last updated: 2026-09-21T14:50:08.000Z NGO-Schiffe retten Menschen – doch kalkulieren Schleuser längst mit ihrer Präsenz? Wir untersuchen Sea-Watch, Seebrücke, niedrige Schutzquoten, Millionenfinanzierung und Italiens Pull-Faktor-These. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 6 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-6/ Last updated: 2026-09-21T13:14:03.000Z Jan Marsalek war für Wirecards operatives Geschäft und das umstrittene Drittpartnergeschäft zentral. Seit 2020 ist er verschwunden, widerspricht Bellenhaus aus dem Untergrund und taucht in Spionageverfahren auf. Was seine Abwesenheit für die Beweisführung gegen Markus Braun tatsächlich bedeutet. _This post is for subscribers only._ ### Der kalkulierte Ausnahmezustand: Wie die Berliner Linke mit der „Wahlintifada“ den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel setzt URL: https://dievossische.de/der-kalkulierte-ausnahmezustand-wie-die-berliner-linke-mit-der-wahlintifada-den-gesellschaftlichen-frieden-aufs-spiel-setzt/ Last updated: 2026-09-21T12:58:24.000Z Der historische Wahlsieg der Linken in Berlin wird von einer aggressiven „Wahlintifada“-Rhetorik überschattet. Während Elif Eralp bürgerlich auftritt, duldet die Parteispitze eine radikale Identitätspolitik in Bezirken wie Neukölln. Ein fataler Kurs, der den sozialen Frieden der Stadt bedroht. _This post is for subscribers only._ ### Fatale Symbolik – Die Linke, der Clan-Chef und das politische Beben in Berlin URL: https://dievossische.de/fatale-symbolik-die-linke-der-clan-chef-und-das-politische-beben-in-berlin/ Last updated: 2026-09-21T12:11:39.000Z Der Auftritt von Clan-Chef Issa Remmo auf der Wahlparty der Neuköllner Linken entlarvt eine gefährliche Dynamik. Positionen wie der generelle Abschiebestopp und pauschale Polizeikritik bieten kriminellen Strukturen Nährboden. Ein Kommentar zur schleichenden Entmachtung des Rechtsstaats in Berlin. _This post is for subscribers only._ ### Götterdämmerung in Rottach-Egern: Von Chauffeur-Eskapaden zum Gangsta-Refugium URL: https://dievossische.de/gotterdammerung-in-rottach-egern-von-chauffeur-eskapaden-zum-gangsta-refugium/ Last updated: 2026-09-20T20:54:15.000Z Der Tegernsee hat schon viel ertragen: von kaufwütigen Oligarchen bis hin zu Chauffeur-Eskapaden. Doch Bushidos neue Villa toppt alles. Eine Satire über Clan-Nachbarn, den Verlust der Kindheitsidylle in Rottach-Egern und einen Rapper, der bei Schwiegereltern heimlich durchs Fenster klettern musste. _This post is for subscribers only._ ### Die bittere Illusion der Solidarität: Berlins Zukunft unter dem Vorzeichen einer neuen linken Bündnispolitik URL: https://dievossische.de/die-bittere-illusion-der-solidaritat-berlins-zukunft-unter-dem-vorzeichen-einer-neuen-linken-bundnispolitik/ Last updated: 2026-09-20T20:45:03.000Z Wenn linke Politik Menschenrechte zugunsten antiimperialistischer Dogmen opfert, steht viel auf dem Spiel. Eine Analyse über Berlins Entwicklung, Elif Eralp und die Gefahren für schwule Männer, Lesben, bisexuelle und transgender Personen. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 5 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-5/ Last updated: 2026-09-20T19:10:38.000Z Oliver Bellenhaus gestand eigene Wirecard-Manipulationen und belastet Markus Braun schwer. Seine Kooperation konnte ihm zugleich nützen: Seit 2024 ist er aus der U-Haft entlassen. Wie belastbar sind die Aussagen eines Mitangeklagten, der selbst Millionen erhielt und eigene Interessen hat? _This post is for subscribers only._ ### Willkommen im Chaos: Grüne wollen Berlin mit SPD und Linken regieren URL: https://dievossische.de/willkommen-im-chaos-grune-wollen-berlin-mit-spd-und-linken-regieren/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z Die Berliner Grünen streben ein Bündnis mit SPD und Linken an. Damit zementieren sie exakt jene ideologische Politik, die Berlin an den Rand der Funktionsunfähigkeit gebracht hat. Statt Probleme zu lösen, steuert die Hauptstadt sehenden Auges in den nächsten Kollaps. _This post is for subscribers only._ ### Armes Berlin: Wie das „Mamdani-Momentum“ die Hauptstadt endgültig in den Abgrund reißt URL: https://dievossische.de/armes-berlin-wie-das-mamdani-momentum-die-hauptstadt-endgultig-in-den-abgrund-reisst/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z Blickt Berlin auf das Schicksal von New York? Nach dem Vorbild des linken US-Bürgermeisters drohen der Hauptstadt mit Elif Eralp radikaler Linksrutsch, offener Israel-Hass, wuchernder Antisemitismus und eine schleichende Islamisierung. Ein dramatisches Warnsignal für die Zukunft der Metropole. _This post is for subscribers only._ ### Die WeAct-E-Mail-Falle: Bürger liefern den Protest – Campact behält die Kontakte URL: https://dievossische.de/die-weact-e-mail-falle-burger-liefern-den-protest-campact-behalt-die-kontakte/ Last updated: 2026-09-20T19:03:25.000Z Lokale Initiativen liefern Anliegen, Glaubwürdigkeit und Unterschriften – doch die E-Mail-Adressen bleiben bei Campact. Wie WeAct Bürgerprotest in zentrale Datenmacht verwandelt, welche Rolle Spenden und Wahlkampagnen spielen und warum auch die HateAid-Beteiligung wichtig ist. _This post is for subscribers only._ ### Wer will Elif Eralp und ihre türkische Muttersprache als 1. Bürgermeisterin von Berlin? Erdogan? URL: https://dievossische.de/wer-will-elif-eralp-und-ihre-turkische-muttersprache-als-1-burgermeisterin-von-berlin-erdogan/ Last updated: 2026-09-20T13:44:24.000Z Obwohl Elif Eralp in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, macht sie in Berlin auf Türkisch Wahlkampf und betont ihre fremde Muttersprache. Wer sich der Assimilation derart verweigert und Erdogans Spaltungstaktik kopiert, ist als Regierende Bürgermeisterin für Berlin untragbar. _This post is for subscribers only._ ### Wahlrecht ohne deutschen Pass: Eralp verspricht, was Berlin nicht darf URL: https://dievossische.de/wahlrecht-ohne-deutschen-pass-eralp-verspricht-was-berlin-nicht-darf/ Last updated: 2026-09-21T14:58:35.000Z Elif Eralp fordert heute das Wahlrecht unabhängig vom deutschen Pass. Mehr als 600.000 Drittstaatsangehörige könnten davon profitieren. Doch Berlin darf diese grundlegende Änderung des Wahlvolks nicht allein beschließen. Nötig wären Grundgesetzänderung, Zweidrittelmehrheiten und womöglich Karlsruhe. _This post is for subscribers only._ ### Der Preis der politischen Blindheit – Wie die Linke dem politischen Islam den Weg ebnet URL: https://dievossische.de/der-preis-der-politischen-blindheit-wie-die-linke-dem-politischen-islam-den-weg-ebnet/ Last updated: 2026-09-20T18:52:30.000Z Nicht Eralps Glaube ist das Risiko, sondern mögliche Blindheit gegenüber orthodox-islamischem Druck. Ein Kommentar über Frauen, Mädchen, Queers, Juden, Atheisten, Konvertiten und die Fragen, die Berlins Linken-Kandidatin beantworten muss. _This post is for subscribers only._ ### Peitschen auf offener Straße: Warum dieses Fetisch-Fest Schwulen schadet! URL: https://dievossische.de/peitschen-auf-offener-strasse-warum-dieses-fetisch-fest-schwulen-schadet-die-grosse-zweckentfremdung-warum-fetischkultur-nicht-die-schwule-community-ist-und-das-offentliche-spektakel-de/ Last updated: 2026-09-19T14:09:45.000Z Öffentliche Peitschenhiebe und BDSM auf Berlins Straßen werden von Politik und Medien als „queere Vielfalt“ gefeiert. Doch wir als schwule Männer, Väter und Bürger sagen: Es reicht! Fetisch ist eine private Neigung, keine schwule Kultur. Schluss mit der Vereinnahmung unserer Bürgerrechte! _This post is for subscribers only._ ### Schwesigs halbe Zeitenwende: Sie nennt Russland einen Irrtum – und verteidigt ihren Kurs bis heute URL: https://dievossische.de/schwesigs-halbe-zeitenwende-sie-nennt-russland-einen-irrtum-und-verteidigt-ihren-kurs-bis-heute/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z Schwesig nennt ihre Russland-Einschätzung einen „Irrtum“, verteidigt Nord Stream 2 aber weiter. Ihre Reden seit 2018 und die Forderung nach schneller Zertifizierung im Januar 2022 zeigen, wie lange sie Warnungen politisch geringer gewichtete als Gas, Handel und Arbeitsplätze. _This post is for subscribers only._ ### Berlin-Wahl 2026: Ein Sicherheits-Experiment für vier Millionen Bürger URL: https://dievossische.de/berlin-wahl-2026-ein-sicherheits-experiment-fur-vier-millionen-burger/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z Elif Eralp erklärt jede Abschiebung für eine zu viel und nennt selbst bei verurteilten Straftätern keine Ausnahme. Gleichzeitig wirbt sie türkischsprachig und mit muslimischer Symbolpolitik um klar umrissene Milieus. _This post is for subscribers only._ ### Linksrutsch in Berlin: droht jetzt die Wandlung zur Islam-Hauptstadt? URL: https://dievossische.de/linksrutsch-in-berlin-droht-jetzt-die-wandlung-zur-islam-hauptstadt/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z DPolG-Vize Manuel Ostermann warnt eindringlich vor den Folgen einer linken Regierungsbeteiligung: Berlin drohe zur „islamistischen Hauptstadt“ zu verkommen. Mit der Nominierung von Elif Eralp steht die kulturelle Ausrichtung der Stadt auf dem Spiel. Ein Kommentar zur Sicherheitslage. _This post is for subscribers only._ ### Kapitulation der Werte: Wie die Anglikanische Kirche mit radikalen Islamisten paktiert URL: https://dievossische.de/kapitulation-der-werte-wie-die-anglikanische-kirche-mit-radikalen-islamisten-paktiert/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z Ein Bild der Orientierungslosigkeit: Erzbischöfin Sarah Mullally ehrt im Lambeth Palace einen pakistanischen Kleriker, der Blasphemiegesetze verteidigt und Osama bin Laden lobte. Nach Protesten folgte die rasche Aberkennung – ein Debakel, das die naive Bündnispolitik der Kirche entlarvt. _This post is for subscribers only._ ### Schwesigs Gazprom-Stiftung: Was hinter dem grünen Etikett wirklich geschah URL: https://dievossische.de/schwesigs-gazprom-stiftung-was-hinter-dem-grunen-etikett-wirklich-geschah/ Last updated: 2026-09-18T13:33:55.000Z Schwesig sagt, beim Nord-Stream-Ausschuss sei „nichts rausgekommen“. Doch Sondervoten dokumentieren Gazprom-Einfluss, einen Umsatz von mehr als 160 Millionen Euro und Lücken bei Akten und Nachrichten. Was hinter der Klimastiftung wirklich geschah. _This post is for subscribers only._ ### Der Paritätische: 10.724 Organisationen, Millionen vom Staat – und Lobbyarbeit für Migration URL: https://dievossische.de/der-paritatische-10-724-organisationen-millionen-vom-staat-und-lobbyarbeit-fur-migration/ Last updated: 2026-09-20T19:03:34.000Z 0.724 Organisationen, Millionen an Bundeszuschüssen und fast eine Million Euro Lobbyaufwand: Der Paritätische mischt bei Asyl, Familiennachzug und Abschiebungen mit. Ein Blick auf Geld, Netzwerk und politischen Einfluss. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 4 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-4/ Last updated: 2026-09-20T18:53:09.000Z Markus Braun behauptet, Jan Marsalek und andere hätten ihn über Jahre getäuscht. Das Gericht hält diese Opferthese inzwischen für Spekulation. Doch eine widerlegte Verteidigung beweist noch keine Täterschaft. Was spricht tatsächlich für und gegen Brauns mögliche Gutgläubigkeit? _This post is for subscribers only._ ### Berlin-Wahl 2026: Eralps Schweigen entlarvt das Führungsproblem der Linken URL: https://dievossische.de/berlin-wahl-2026-eralps-schweigen-entlarvt-das-fuhrungsproblem-der-linken/ Last updated: 2026-09-18T11:32:28.000Z Zwei Tage vor der Berlin-Wahl führt die Linke in der jüngsten Umfrage. Doch Elif Eralp lässt die entscheidende Frage offen: Welche Konsequenzen zieht ihre Partei nach einem Auftritt mit Gewaltparolen? Wer regieren will, muss mehr liefern als Distanzierung, Umarmungsrhetorik und zu teure Versprechen. _This post is for subscribers only._ ### Das große Erwachen: Warum die woke Generation bei Die Linke ihr eigenes Todesurteil unterschreibt! URL: https://dievossische.de/das-grosse-erwachen-warum-die-woke-generation-bei-die-linke-ihr-eigenes-todesurteil-unterschreibt/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z Junge Wähler geben ihre Stimme für Die Linke im Glauben an Freiheit und LGBTQ-Rechte. Doch die Bündnisse der Partei mit orthodox-islamischen Akteuren und die Unterstützung von „Free Palestine“ offenbaren einen gefährlichen Zielkonflikt: Wer so wählt, stärkt scharia-nahe, feindselige Strukturen. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 3 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-3/ Last updated: 2026-09-20T18:53:43.000Z Markus Braun sitzt seit mehr als sechs Jahren auch wegen Fluchtgefahr in U-Haft. Doch 2020 stellte er sich selbst und floh auch nach seiner Freilassung gegen Millionen-Kaution nicht. Was heute tatsächlich für und gegen diesen Haftgrund spricht. _This post is for subscribers only._ ### Berlin-Wahl 2026: Eralps rote Versprechen prallen auf die Wirklichkeit URL: https://dievossische.de/berlin-wahl-2026-eralps-rote-versprechen-prallen-auf-die-wirklichkeit/ Last updated: 2026-09-17T17:12:23.000Z Elif Eralp verspricht den Berlinern Vergesellschaftung, Wahlrecht ohne deutschen Pass und Abschiebestopp. Doch neue Berichte, offene Rechtsfragen und Milliardenrisiken zeigen kurz vor der Wahl klar: Die Linke verkauft Gesinnung als Regierungskraft – und lässt entscheidende Folgen im Kleingedruckten. _This post is for subscribers only._ ### Caritas: Millionen vom Staat und Lobbyarbeit für Migration URL: https://dievossische.de/caritas-millionen-vom-staat-und-lobbyarbeit-fur-migration/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z 770.952 Beschäftigte, Millionen an öffentlichen Zuschüssen und 2,7 Millionen Euro Lobbyaufwand: Die Caritas ist Sozialdienstleister und politischer Interessenvertreter zugleich. Ein Blick auf Geld, Migration und Einfluss. _This post is for subscribers only._ ### Eine Schande für Berlin: Die Linke auf dem Weg zur stärksten Kraft URL: https://dievossische.de/eine-schande-fur-berlin-die-linke-auf-dem-weg-zur-starksten-kraft/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z Kurz vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus droht Die Linke mit über 20 Prozent stärkste Kraft in Berlin zu werden. Während die Parteispitze Zuversicht ausstrahlt, löst der Umfrageerfolg scharfe Entrüstung aus. Kritiker verweisen auf geduldeten Antisemitismus, Radikalisierung und ein politisches Kalkül. _This post is for subscribers only._ ### Das Phantom von Dietenhofen – Warum die Ära Bahri Kurter bei Playmobil als eines der rätselhaftesten Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte endet URL: https://dievossische.de/das-phantom-von-dietenhofen-warum-die-ara-bahri-kurter-bei-playmobil-als-eines-der-ratselhaftesten-kapitel-der-deutschen-wirtschaftsgeschichte-endet/ Last updated: 2026-09-21T14:49:25.000Z Playmobil steht vor dem historischen Zusammenbruch. Die Ära Bahri Kurter entpuppt sich als rätselhafte Fehlbesetzung: ein CEO ohne Herkunft, ohne Spielzeug-DNA und ohne Gespür für die Marke. Werksschließung, Identitätsverlust und massive Verluste bestätigen nun alle frühen Warnsignale. _This post is for subscribers only._ ### Hanna Hansen: Wenn Salafismus als Selbstbestimmung verkauft wird URL: https://dievossische.de/hanna-hansen-wenn-salafismus-als-selbstbestimmung-verkauft-wird/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z Hanna Hansen inszeniert sich als starke Muslima und Kämpferin für Religionsfreiheit. Doch Verfassungsschutzbehörden beobachten die salafistische Influencerin und warnen vor ihrer Wirkung auf junge Frauen. Was hinter ihrer Botschaft steckt – und warum Mädchen besonders kritisch hinschauen sollten. _This post is for subscribers only._ ### Der Sumpf der Berliner Linken: Antisemitismus, Terror-Glorifizierung und die Farce der „Spitzenkandidatin“ URL: https://dievossische.de/der-sumpf-der-berliner-linken-antisemitismus-terror-glorifizierung-und-die-farce-der-spitzenkandidatin/ Last updated: 2026-09-21T15:06:57.000Z Ein Skandal erschüttert die Berliner Linke: Interne Aufnahmen belegen, wie Parteimitglieder das Hamas-Massaker als „Widerstand“ glorifizieren. Während Whistleblower sanktioniert werden, flüchtet sich Spitzenkandidatin Elif Eralp in Ausreden. Ein investigativer Blick in radikale Parteistrukturen. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 2 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-2/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z Seit mehr als sechs Jahren lebt Markus Braun in Untersuchungshaft. Er sieht seine Familie nach eigener Aussage einmal im Monat. Was ist über seinen Haftalltag tatsächlich bekannt – und wann wird eine zulässige Sicherungsmaßnahme durch ihre bloße Dauer selbst zum rechtsstaatlichen Problem? _This post is for subscribers only._ ### SKANDAL VOR DER WAHL: Wie eine NGO mit 150.000 Euro das Wahlergebnis manipulieren will! URL: https://dievossische.de/skandal-vor-der-wahl-wie-eine-ngo-mit-150-000-euro-das-wahlergebnis-manipulieren-will/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt die NGO Campact für Aufsehen: Mit 150.000 Euro finanziert sie eine Kampagne, um die Grünen in den Landtag zu retten. Während andere europäische Länder Drittwerbung streng regulieren, nutzt der Verein hier rechtliche Grauzonen. _This post is for subscribers only._ ### Keine Abschiebung, auch bei Straftätern: Eralps fatales Angebot vor der Berlin-Wahl URL: https://dievossische.de/keine-abschiebung-auch-bei-straftatern-eralps-fatales-angebot-vor-der-berlin-wahl/ Last updated: 2026-09-21T14:58:36.000Z Elif Eralp lehnt vor der Berlin-Wahl jede Abschiebung ab – auch auf Nachfrage zu Straftätern nennt sie keine Grenze beim Bleiberecht. Strafrecht und Aufenthaltsrecht erfüllen verschiedene Aufgaben. Was ihre Position bedeutet und warum der Verweis auf Gerichte eine politische Frage nicht beantwortet. _This post is for subscribers only._ ### DIAKONIE UND MIGRATION: Millionen vom Staat, Lobbyarbeit für das System URL: https://dievossische.de/diakonie-und-migration-millionen-vom-staat-lobbyarbeit-fur-das-system/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Millionen aus dem Bundeshaushalt, mehr als 50 Asylberatungsstellen und fast 800.000 Euro Lobbyaufwand: Die Diakonie ist Sozialdienstleister und politischer Interessenvertreter zugleich. Unsere Recherche zeigt, wie staatliche Finanzierung, Migration und Lobbyarbeit miteinander verbunden sind. _This post is for subscribers only._ ### Von Campacts Gaza-Kampagne führt eine bemerkenswerte Spur nach Stade URL: https://dievossische.de/von-campacts-gaza-kampagne-fuhrt-eine-bemerkenswerte-spur-nach-stade/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Campact verstärkte eine von Said Etris Hashemi initiierte Gaza-Petition. Hashemi führt zugleich einen Migrationsverband, bei dem Sylvia S. arbeitete – jene Frau, die mit dem Täter Fatih G. vom Tatort floh. _This post is for subscribers only._ ### Wirecard-Serie, Teil 1 URL: https://dievossische.de/wirecard-serie-teil-1/ Last updated: 2026-09-20T18:52:52.000Z Markus Braun sitzt seit Juli 2020 ohne erstinstanzliches Urteil in Untersuchungshaft. Das Gesetz behandelt lange U-Haft als Ausnahme, Karlsruhe verlangt mit jedem Monat strengere Maßstäbe. Doch eine absolute Höchstgrenze kennt Deutschland nicht. Der Wirecard-Prozess wird damit zum Rechtsstaats-Test. _This post is for subscribers only._ ### AWO UND MIGRATION: Wenn der Flüchtlingshelfer zugleich Lobbyist und Auftragnehmer des Staates ist URL: https://dievossische.de/awo-und-migration-wenn-der-fluchtlingshelfer-zugleich-lobbyist-und-auftragnehmer-des-staates-ist/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Millionen aus öffentlichen Kassen, Flüchtlingsunterkünfte und professionelle Lobbyarbeit: Die AWO ist Dienstleister und Interessenvertreter zugleich. Unsere Recherche zeigt, welche Gelder fließen, wie das Migrationsnetzwerk funktioniert und wo institutionelle Eigeninteressen entstehen. _This post is for subscribers only._ ### Islam, Macht und Paragrafen: Das Juristen-Netzwerk hinter „Forum Recht & Islam“ URL: https://dievossische.de/islam-macht-und-paragrafen-das-juristen-netzwerk-hinter-forum-recht-islam/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Forum Recht & Islam arbeitet an den juristischen Konfliktzonen zwischen Islam und deutschem Staat: Kopftuch, Gebetsräume, Schächten, Religionsunterricht und mehr. Eine Spurensuche zeigt Netzwerke, Interessen und Verbindungen, die genauer untersucht werden müssen. _This post is for subscribers only._ ### Das C der CDU: Vom Bekenntnis zur leeren Chiffre URL: https://dievossische.de/das-c-der-cdu-vom-bekenntnis-zur-leeren-chiffre/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Das C ist nur noch Kulisse: Wie die CDU ihr christliches Fundament Stück für Stück entkernt hat. Von Schäubles Islam-Satz über Wulff und Merkel bis zum Grundsatzprogramm 2024 zeigt sich, wie aus einem christlichen Bekenntnis eine unverbindliche politische Chiffre wurde. _This post is for subscribers only._ ### Das Netzwerk hinter der Flüchtlingspolitik: Wer mitredet, wer Geld erhält – und wer vom System abhängig ist URL: https://dievossische.de/das-netzwerk-hinter-der-fluchtlingspolitik-wer-mitredet-wer-geld-erhalt-und-wer-vom-system-abhangig-ist/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z PRO ASYL, AWO, Flüchtlingsräte und weitere Organisationen bilden ein dichtes Netzwerk aus Lobbyarbeit, Beratung und öffentlichen Fördermitteln. Der Artikel zeigt, wer miteinander verbunden ist, welche Gelder fließen und wo institutionelle Eigeninteressen an dauerhafter Migration entstehen. _This post is for subscribers only._ ### „Salzgitter wird braun“? Wie die taz Wahlerfolge verfälscht und die Ängste der Bürger ignoriert URL: https://dievossische.de/salzgitter-wird-braun-wie-die-taz-wahlerfolge-verfalscht-und-die-angste-der-burger-ignoriert/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Die taz bewertet den Wahlerfolg der AfD in Salzgitter mit moralisierender NS-Rhetorik, statt die echten Ursachen zu benennen. Während die Bürger um Jobs bei VW bangen und sich um die innere Sicherheit sorgen, flüchtet sich der linke Haltungsjournalismus in bequemes Framing und ignoriert die Fakten. _This post is for subscribers only._ ### DIE MACHT DER ABMAHNUNG: Wie Campact mit Millionenbudget gegen Kritiker vorgeht URL: https://dievossische.de/die-macht-der-abmahnung-wie-campact-mit-millionenbudget-gegen-kritiker-vorgeht/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Campact verfügt über Millionenbudgets und geht konsequent juristisch gegen Kritiker vor. Abmahnungen, Unterlassungsverfahren und die enge Verbindung zu HateAid werfen die Frage auf, wie groß das Machtgefälle zwischen finanzstarker NGO und kleinen Publizisten inzwischen geworden ist. _This post is for subscribers only._ ### Schock in Neubrandenburg: Zehnköpfige Bande quält 14-Jährigen stundenlang – und filmt alles! URL: https://dievossische.de/schock-in-neubrandenburg-zehnkopfige-bande-qualt-14-jahrigen-stundenlang-und-filmt-alles/ Last updated: 2026-09-19T18:34:53.000Z Ein 14-jähriger Deutscher wurde in Neubrandenburg von einer Gruppe aus zehn Ausländern (Albanern, Tunesiern, Deutsch-Türken) und Deutschen stundenlang brutal misshandelt, mit Verbrennungen gequält und gefilmt. _This post is for subscribers only._ ### Kommunalwahl-Täuschung in Niedersachsen: Wenn Schönfärberei auf Realitätsverlust trifft URL: https://dievossische.de/kommunalwahl-tauschung-in-niedersachsen-wenn-schonfarberei-auf-realitatsverlust-trifft/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Die taz feiert die niedersächsischen Wahlergebnisse der Grünen als vermeintliche „Stabilität“. Doch die Realität zeigt: Grüne abgestürzt, AfD auf Platz drei. Statt Schönfärberei und demokratischer Ausgrenzung bräuchte es ehrliche Berichterstattung statt billiger Clickbait-Propaganda. _This post is for subscribers only._ ### Wer wählt, der bestellt: Die Illusion der wahlfreien Enttäuschung URL: https://dievossische.de/wer-wahlt-der-bestellt-die-illusion-der-wahlfreien-enttauschung/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Am Tag nach der Wahl wird geklagt, doch man bekommt stets genau das, was man ankreuzt. Ein kompromissloser Blick auf ein Parteienspektrum, das von ideologischem Linksdrift und verfehlter Migrationspolitik bis hin zum blinden, ungewissen Protestflug der AfD reicht. Keine Ausreden mehr. _This post is for subscribers only._ ### Erdrutsch in Niedersachsen: Ist DAS der Beweis, dass die AfD kein reines Ost-Phänomen mehr ist? URL: https://dievossische.de/erdrutsch-in-niedersachsen-ist-das-der-beweis-dass-die-afd-kein-reines-ost-phanomen-mehr-ist/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Dieses Ergebnis zeigt, dass die AfD kein Ostphänomen mehr ist. Die CDU verliert massiv, während die Partei im Westen triumphiert. Was passiert in den ausgeschlossenen Wahlkreisen? _This post is for subscribers only._ ### Die 144-Milliarden-Rechnung: Was die Migration den deutschen Steuerzahler wirklich kostet URL: https://dievossische.de/die-144-milliarden-rechnung-was-die-migration-den-deutschen-steuerzahler-wirklich-kostet/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Die offizielle Debatte um Migrationskosten klammert die teuersten Posten aus. Zählt man Bürgergeld, GKV-Defizite, Justiz, kommunale Unterbringung und EU-Transfers zusammen, entsteht eine Vollkostenrechnung von 144 Milliarden Euro jährlich – bezahlt von nur 15 Millionen Nettosteuerzahlern. _This post is for subscribers only._ ### Aktivismus statt Parlamentarismus – Cansın Köktürk und der blinde Fleck der Linken URL: https://dievossische.de/aktivismus-statt-parlamentarismus-cansin-kokturk-und-der-blinde-fleck-der-linken/ Last updated: 2026-09-21T14:58:37.000Z Cansın Köktürk, Bundestagsabgeordnete der Linken, provoziert mit Palästina-Symbolik und radikalen migrationspolitischen Forderungen. Der Kommentar fragt, wie weit israelbezogener Antisemitismus und offene Grenzen innerhalb der Linkspartei inzwischen akzeptiert werden. _This post is for subscribers only._ ### SCHLIMMER ALS NEW YORK: Eralp lässt die Maske fallen – Berlins radikale Antwort auf Bürgermeister Mamdani! URL: https://dievossische.de/schlimmer-als-new-york-eralp-lasst-die-maske-fallen-berlins-radikale-antwort-auf-burgermeister-mamdani/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Wie der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani gefährdet auch Elif Eralp (Die Linke) den Schutz jüdischen Lebens. Auf einem Podium verweigerte sie den Kampf gegen Antisemitismus, nutzte entlarvte Fake-Zahlen der CLAIM gGmbH und kapitulierte vor der Parallelgesellschaft. Ein beispielloser Eklat. _This post is for subscribers only._ ### ENTLARVT: Wie Linken-Politikerin Elif Eralp mit dem Mythos „Rassismus gegen Muslime“ die Gesellschaft spaltet! URL: https://dievossische.de/entlarvt-wie-linken-politikerin-elif-eralp-mit-dem-mythos-rassismus-gegen-muslime-die-gesellschaft-spaltet/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Bei einer Podiumsdiskussion in Berlin verweigerte Linken-Politikerin Elif Eralp die klare Verurteilung von migrantischem Antisemitismus. Stattdessen stützte sie sich auf umstrittene CLAIM-Statistiken und verteidigte ihren türkischen Wahlkampf. Ein beispielloser Skandal für die Linkspartei. _This post is for subscribers only._ ### Schock-Video aus Berlin: Linken-Politikerin fischt auf Türkisch nach Stimmen – Ist die Integration endgültig gescheitert? URL: https://dievossische.de/schock-video-aus-berlin-linken-politikerin-fischt-auf-turkisch-nach-stimmen-ist-die-integration-endgultig-gescheitert/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Die Berliner Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, führt Wahlkampf auf Türkisch, da viele Wähler angeblich nicht ausreichend Deutsch sprechen. Ein Offenbarungseid der Integrationspolitik. Fördert dieses Vorgehen schleichend Türkisch als zweite Amtssprache und vertieft die soziale Spaltung? _This post is for subscribers only._ ### Die asymmetrische Gesellschaft: Vom Konstrukt der Islamophobie, der Realität der Bedrohung und der Selbstaufgabe des Westens URL: https://dievossische.de/die-asymmetrische-gesellschaft-vom-konstrukt-der-islamophobie-der-realitat-der-bedrohung-und-der-selbstaufgabe-des-westens/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z 25 Jahre nach 9/11 warnt die Politik vor Islamophobie. Doch Synagogen stehen unter Polizeischutz, während Moscheen meist ohne vergleichbare Sicherung auskommen. Ein Blick auf Antisemitismus, orthodoxem Islam und die Frage, warum Deutschland über Bedrohungen und Opferrollen neu reden muss. _This post is for subscribers only._ ### UNFASSBAR: SWR und NDR verhöhnen 9/11-Opfer! GEZ-Sender kapern Gedenktag für radikale Islam-Lobby! URL: https://dievossische.de/unfassbar-swr-und-ndr-verhohnen-9-11-opfer-gez-sender-kapern-gedenktag-fur-radikale-islam-lobby/ Last updated: 2026-09-21T15:06:58.000Z Am 25. Jahrestag der 9/11-Terroranschläge sorgen SWR und NDR für einen beispiellosen Eklat: Statt der knapp 3.000 Ermordeten rücken die Sender angebliche Diskriminierung von Muslimen in den Fokus. Eine respektlose Täter-Opfer-Umkehr, die radikale Islam-Lobbyisten hofiert und fassungslos macht. _This post is for subscribers only._ ### Blockade-Aktivist im Klassenzimmer: Das Netzwerk hinter Suraj Mailitafi URL: https://dievossische.de/blockade-aktivist-im-klassenzimmer-das-netzwerk-hinter-suraj-mailitafi/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Grünen-Kommunalpolitiker, Widersetzen-Sprecher und Bildungsreferent: Suraj Mailitafi taucht in Schulen, Projekten und öffentlich geförderten Bildungsstrukturen auf. Unsere Recherche zeigt Verbindungen, Fördergelder und offene Fragen zur politischen Neutralität. _This post is for subscribers only._ ### Campacts Macht über Werbegelder: Wie eine NGO Unternehmen unter Druck setzt URL: https://dievossische.de/campacts-macht-uber-werbegelder-wie-eine-ngo-unternehmen-unter-druck-setzt/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Campact mobilisiert Millionen Unterstützer, identifiziert Werbekunden und drängt Unternehmen zum Rückzug aus missliebigen Medienumfeldern. Ein 26-Millionen-Euro-Netzwerk mit erheblicher Macht – und Christoph Bautz trägt als geschäftsführender Vorstand die politische Verantwortung. _This post is for subscribers only._ ### Wie linke Medien am 11. September die Mörder freisprechen – und dem Westen die Schuld geben! URL: https://dievossische.de/wie-linke-medien-am-11-september-die-morder-freisprechen-und-dem-westen-die-schuld-geben/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Am 25. Jahrestag von 9/11 liefert die taz das Paradebeispiel linker Medienversagen: Täter-Opfer-Umkehr. Statt an die 3.000 Ermordeten zu erinnern, spricht Korrespondent Karim El-Gawhary die Terroristen frei und macht den Westen zum Schuldigen. Ein Essay über den Verrat an den Opfern des Terrors. _This post is for subscribers only._ ### Der moralische Bankrott – Von blinden Kirchen, politischer Arroganz und der Kapitulation vor der Realität URL: https://dievossische.de/der-moralische-bankrott-von-blinden-kirchen-politischer-arroganz-und-der-kapitulation-vor-der-realitat/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Deutschlands Kirchen kämpfen laut gegen die AfD – und schweigen, wenn Christen verfolgt, Judenhass importiert und islamische Parallelgesellschaften verfestigt werden. Zugleich erklärt die Politik ihren Vertrauensverlust zum Kommunikationsproblem. Ein Land zwischen Doppelmoral und Realitätsflucht. _This post is for subscribers only._ ### AfD-Schock in Sachsen: Die wahre Ursache, die in Talkshows eiskalt verschwiegen wird! URL: https://dievossische.de/afd-schock-in-sachsen-die-wahre-ursache-die-in-talkshows-eiskalt-verschwiegen-wird/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Nach der Wahl in Sachsen sucht Berlin nach Erklärungen für den massiven AfD-Zuwachs. Doch der wahre Grund für den Frust der Bürger liegt nicht in abstrakten Polit-Debatten. Es sind Dauerbaustellen, kaputte Schulen, Inflation und der Rückzug des Staates, die das Vertrauen nachhaltig zerstören. _This post is for subscribers only._ ### AfD-Beben in Sachsen: Die wahren Gründe für den Wahl-Schock, die in TV-Talkshows eiskalt verschwiegen werden! URL: https://dievossische.de/afd-beben-in-sachsen-die-wahren-grunde-fur-den-wahl-schock-die-in-tv-talkshows-eiskalt-verschwiegen-werden/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Die Wahlergebnisse in Sachsen sind ein politisches Erdbeben. Die Ursachen für den AfD-Zuwachs gehen über das Versagen der Ampel hinaus. Neben maroder Infrastruktur und Wohnungsnot ist es oft ein tiefes Gefühl kultureller Entfremdung im Alltag, das den Frust der Wähler stetig weiter befeuert. _This post is for subscribers only._ ### REVOLUTION BEI RTL: KI-Richter übernehmen! Warum die echten Gerichte sofort nachziehen sollten URL: https://dievossische.de/revolution-bei-rtl-ki-richter-ubernehmen-warum-die-echten-gerichte-sofort-nachziehen-sollten/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z RTL experimentiert mit KI im Gerichtssaal – und zeigt damit unfreiwillig, wie groß das Potenzial für Deutschlands überlastete Justiz ist. Warum künstliche Intelligenz Aktenberge, Routineverfahren und jahrelange Wartezeiten drastisch reduzieren könnte, ohne Richter überflüssig zu machen. _This post is for subscribers only._ ### Der Ausverkauf des Kreuzes URL: https://dievossische.de/der-ausverkauf-des-kreuzes/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Die Kirchen in Deutschland bluten aus. Jährlich treten fast eine Million Menschen aus. Statt den eigenen Glauben selbstbewusst zu verteidigen, opfern katholische und evangelische Kirchenführer ihre Überzeugungen dem Zeitgeist und dem Islam. Ein historischer Ausverkauf mit fatalen Folgen. _This post is for subscribers only._ ### DER KANZLER-EKLAT: Machtrausch, Lügen und der Merkel-Triumph – Wie Friedrich Merz Deutschland sehenden Auges an die Wand fährt! URL: https://dievossische.de/der-kanzler-eklat-machtrausch-lugen-und-der-merkel-triumph-wie-friedrich-merz-deutschland-sehenden-auges-an-die-wand-fahrt/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Friedrich Merz eskaliert im Bundestag: Mit dem Begriff „ethnische Säuberung“ liefert der Kanzler der AfD eine Steilvorlage. Ein Leitartikel über Kontrollverlust, gebrochene Wahlversprechen und die Frage, ob Angela Merkel mit ihrer Skepsis gegenüber Merz am Ende recht behielt. _This post is for subscribers only._ ### Die Demaskierung der "Gutmenschen": Was Pro Asyl WIRKLICH plant! URL: https://dievossische.de/die-demaskierung-der-gutmenschen-was-pro-asyl-wirklich-plant/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Die Asyl-Lobby feiert sich selbst: 40 Jahre Pro Asyl. Während Medien und Politik im Frankfurter Römer applaudieren, zeigt der realpolitische Faktencheck ein erschreckendes Bild. Wer genau hinsieht, erkennt brisante Verstrickungen und eine Organisation, die unseren Sozialstaat aufs Spiel setzt. _This post is for subscribers only._ ### Jedes Kreuz für Die Linke ist ein Verrat am „Nie wieder!“ URL: https://dievossische.de/jedes-kreuz-fur-die-linke-ist-ein-verrat-am-nie-wieder/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Wer heute noch sein Kreuz bei der Linkspartei macht, verabschiedet sich von den Grundfesten unserer Republik. Unter dem Deckmantel von Anti-Kolonialismus wird Judenhass salonfähig gemacht. Ein Blick auf die Linksjugend und Berliner Spitzenkandidaten zeigt: Es ist ein Verrat per Wahlzettel. _This post is for subscribers only._ ### Der Joffe-Skandal: Was Leitmedien wie der „Stern“ beim Antisemitismus-Gipfel in Berlin gezielt verschweigen URL: https://dievossische.de/der-joffe-skandal-was-leitmedien-wie-der-stern-beim-antisemitismus-gipfel-in-berlin-gezielt-verschweigen/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Auf einer Podiumsdiskussion benannte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin, Gideon Joffe, den muslimischen Antisemitismus und griff Die Linke massiv an. Doch Leitmedien wie der Stern streichen genau diese Kritik konsequent aus ihrer Berichterstattung. Ein gefährliches mediales Framing. _This post is for subscribers only._ ### Einäugige Wachsamkeit: Doppelmoral bei AfD und Die Linke URL: https://dievossische.de/einaugige-wachsamkeit-doppelmoral-bei-afd-und-die-linke/ Last updated: 2026-09-21T14:58:38.000Z Wenn in Deutschland über Gefahren für die Demokratie debattiert wird, herrscht eine Asymmetrie. Während bei der AfD isolierte Aussagen zur Verfassungsfeindlichkeit der Partei erklärt werden, genießt Die Linke trotz extremistischer Netzwerke und Antisemitismus eine bemerkenswerte Nachsicht. _This post is for subscribers only._ ### Christina Blocks PR-Maschine: Zwei Ex-Springer-Profis kämpfen um ihr öffentliches Bild URL: https://dievossische.de/christina-blocks-pr-maschine-zwei-ex-springer-profis-kampfen-um-ihr-offentliches-bild/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Christina Block steht vor Gericht – doch parallel läuft ein Kampf um ihr öffentliches Bild. Mit Béla Anda und Kayhan Özgenç beraten zwei Ex-Springer-Profis ihre Litigation-PR. BILD und Hamburger Abendblatt liefern harte Prozessberichte – und zugleich emotionale Gegenbilder. _This post is for subscribers only._ ### Das Milliardengeschäft der Migrationslobby URL: https://dievossische.de/das-milliardengeschaft-der-migrationslobby/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Millionen fliehen bringen den orthodoxen Islam in den Westen. Während diese Migration die Sozialsysteme stark belastet, profitiert im Hintergrund die steuerfinanzierte Integrationsindustrie. Ein Blick auf dieses lukrative Geschäftsmodell und die Existenzangst der Verbände vor einem AfD-Wahlsieg. _This post is for subscribers only._ ### BEBEN in der Hauptstadt: Polizei stürmt Räume von SPD-Spitzenkandidat! Steht Berlin vor dem ultimativen Polit-Skandal? URL: https://dievossische.de/beben-in-der-hauptstadt-polizei-sturmt-raume-von-spd-spitzenkandidat-steht-berlin-vor-dem-ultimativen-polit-skandal/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Ein beispielloser Skandal erschüttert die Berliner Politik: Razzien an drei Orten richten sich gegen SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach. Der unfassbare Vorwurf lautet Bestechlichkeit! Steht der Hoffnungsträger vor dem politischen Aus? Lesen Sie alle Hintergründe zur Schock-Nachricht des Tages. _This post is for subscribers only._ ### SKANDAL-AUSSAGE IN BERLIN! Linken-Chefin gesteht Antisemitismus in den eigenen Reihen – Nach Horror-Auftritt in Neukölln! URL: https://dievossische.de/skandal-aussage-in-berlin-linken-chefin-gesteht-antisemitismus-in-den-eigenen-reihen-nach-horror-auftritt-in-neukolln/ Last updated: 2026-09-21T15:06:59.000Z Die Berliner Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, sorgt mit einem offenen Eingeständnis für ein politisches Beben: Antisemitismus sei auch in ihrer Partei existent. Hintergrund ist ein Skandal-Auftritt in Neukölln, bei dem ein Rapper zum Tod der IDF aufrief. Wie radikal ist die Linke? _This post is for subscribers only._ ### ALARMSTUFE ROT: Wie Deutschland zur Zensur-Republik wird – und wie linke NGOs jeden Kritiker jagen! URL: https://dievossische.de/alarmstufe-rot-wie-deutschland-zur-zensur-republik-wird-und-wie-linke-ngos-jeden-kritiker-jagen/ Last updated: 2026-09-09T04:00:40.000Z Meinungsfreiheit endet nicht erst beim Verbot. Wenn politische Gegner etikettiert, Arbeitgeber kontaktiert, Autoren durchleuchtet und juristische Druckmittel gesucht werden, verschiebt sich die Debatte vom Argument zur Person. Ein gefährlicher Wandel der politischen Kultur. _This post is for subscribers only._ ### Boykott gegen Israel: Fördert der Westen den nächsten Scharia-Staat? URL: https://dievossische.de/boykott-gegen-israel-fordert-der-westen-den-nachsten-scharia-staat/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Zwölf Staaten erhöhen den Druck auf Israel. Doch wer prüft, was für ein Palästinenserstaat entstehen soll? Menschenrechte, freie Wahlen, Schutz von Minderheiten, Anerkennung Israels und wirtschaftliche Tragfähigkeit müssten vor Sanktionen gegen Israel zur Bedingung werden. _This post is for subscribers only._ ### Der karibische Geschäfts-Albtraum: Warum der Barbados-Plan der Reimanns ein finanzielles Himmelfahrtskommando ist URL: https://dievossische.de/der-karibische-geschafts-albtraum-warum-der-barbados-plan-der-reimanns-ein-finanzielles-himmelfahrtskommando-ist/ Last updated: 2026-09-21T15:07:00.000Z Nach elf Jahren Hawaii wagen Konny und Manu Reimann den Neustart auf Barbados. Doch Manus Plan eines Kreuzfahrt-Cafés ist ein unternehmerisches Himmelfahrtskommando. Lokale Strohmänner, extreme Importkosten, strenge Devisenkontrollen und das Naturrisiko drohen das Projekt zu ruinieren. _This post is for subscribers only._ ### „Was habt ihr aus unserem Deutschland gemacht?“ URL: https://dievossische.de/was-habt-ihr-aus-unserem-deutschland-gemacht/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Adenauer, Wehner, Strauß und Erhard rechnen im fiktiven Gespräch mit CDU, SPD, Merkel, AfD, Migration, Islam, EU und kommunaler Pleite ab. Vier politische Schwergewichte blicken auf Deutschland 2026 – und fragen, was aus Republik, Parteien und politischer Verantwortung geworden ist. _This post is for subscribers only._ ### Das tödliche Paradoxon: Warum LGBTQ-Aktivisten für Regime demonstrieren, die sie jagen! URL: https://dievossische.de/das-todliche-paradoxon-warum-lgbtq-aktivisten-fur-regime-demonstrieren-die-sie-jagen/ Last updated: 2026-09-19T17:27:23.000Z Während Israel als einziges Land im Nahen Osten umfassende LGBTQ-Rechte garantiert, drohen queeren Menschen in Gaza und den Nachbarstaaten Verfolgung, Folter und Tod. Warum solidarisieren sich westliche Aktivisten dennoch mit palästinensischen Regimen? Eine Analyse des tödlichen Paradoxons. _This post is for subscribers only._ ### Der NGO-Moloch: Wie Linke Netzwerke Deutschlands Politik beeinflusst – ohne je gewählt worden zu sein URL: https://dievossische.de/der-ngo-moloch-wie-linke-netzwerke-deutschlands-politik-beeinflusst-ohne-je-gewahlt-worden-zu-sein/ Last updated: 2026-09-08T16:14:00.000Z Sie beraten Ministerien, organisieren Kampagnen, prägen Debatten und erhalten teils Millionen aus öffentlichen Kassen. Ein weitgehend links-progressives NGO-Netzwerk ist zu einem politischen Machtfaktor geworden. Warum Deutschland endlich Transparenz, Kontrolle und klare Regeln braucht. _This post is for subscribers only._ ### HateAid gehört zu einem Drittel Campact: Das Netzwerk hinter Deutschlands selbsternannten Hass-Wächtern URL: https://dievossische.de/hateaid-gehort-zu-einem-drittel-campact-das-netzwerk-hinter-deutschlands-selbsternannten-hass-wachtern/ Last updated: 2026-09-21T15:07:00.000Z Campact kämpft gegen Hass und Hetze – und hält zugleich 33,32 Prozent an HateAid. Doch der Verein selbst fährt aggressive Kampagnen gegen politische Gegner wie Theo Müller. Ein Blick auf Macht, Netzwerke und die Frage, wer eigentlich die selbsternannten Kontrolleure kontrolliert. _This post is for subscribers only._ ### ALARMSTUFE ROT: Steht uns das dunkelste Kapitel der 80er Jahre wieder bevor? URL: https://dievossische.de/alarmstufe-rot-steht-uns-das-dunkelste-kapitel-der-80er-jahre-wieder-bevor/ Last updated: 2026-09-21T15:07:00.000Z Die AIDS-Krise der 1980er brachte Zwangstests, Ausgrenzung und offene Stigmatisierung Homosexueller. Heute wächst an Schulen erneut der Druck auf Schwule und Lesben. Der Artikel zeigt, wie schnell Freiheit kippen kann – und warum radikale Ideologien erneut gefährlich werden können – mitten in Europa _This post is for subscribers only._ ### Harry Pauly: Die Nazis sperrten ihn ein – die Bundesrepublik später noch einmal URL: https://dievossische.de/harry-pauly-die-nazis-sperrten-ihn-ein-die-bundesrepublik-spater-noch-einmal/ Last updated: 2026-09-21T15:07:00.000Z Harry Pauly liebte Männer und das Theater. Dafür verhafteten ihn die Nazis, schickten ihn ins Lager und später in eine Einheit, aus der kaum jemand zurückkehrte. Er überlebte – und kehrte auf die Bühne zurück. Eine fast vergessene deutsche Geschichte. _This post is for subscribers only._ ### Skandal-Duo Wüst und Friedman fordern AfD-Verbot! Wollen sie Millionen Wählern die Stimme rauben? URL: https://dievossische.de/skandal-duo-wust-und-friedman-fordern-afd-verbot-wollen-sie-millionen-wahlern-die-stimme-rauben/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Nach den jüngsten Wahlerfolgen der AfD greifen die Altparteien zur letzten Waffe: Dem Parteiverbot. CDU-Ministerpräsident Wüst und der umstrittene Publizist Michel Friedman planen den Frontalangriff auf die Demokratie. Sollen Millionen Bürger pauschal zu Verfassungsfeinden erklärt werden? _This post is for subscribers only._ ### Demokratie-Skandal an unseren Schulen: Radikaler Blockade-Aktivist gibt Workshops vor Schülern – Kultusministerien schweigen eisern! URL: https://dievossische.de/demokratie-skandal-an-unseren-schulen-radikaler-blockade-aktivist-gibt-workshops-vor-schulern-kultusministerien-schweigen-eisern/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Suraj Mailitafi, Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, plant die Blockade des Landtags. Gleichzeitig hält der Grünen-Politiker unbehelligt Workshops an Schulen. Wie verträgt sich das mit dem Schutz unserer Kinder vor Indoktrination? Auf unsere Anfragen schweigen die Ministerien eisern. _This post is for subscribers only._ ### „Nazi mit Sunnyboy-Fassade“: Campacts Millionen-Maschine – und die Bosse kassieren mit URL: https://dievossische.de/schock-enthullung-die-26-millionen-euro-maschine-wie-campact-mit-ihrer-wut-kasse-macht/ Last updated: 2026-09-08T13:07:46.000Z Wenn Campact-Chef Christoph Bautz am Brandenburger Tor wettert, geht es nicht nur um Haltung, sondern um Millionen. Jede Petition bringt wertvolle Daten und spendenbereite Unterstützer. Mit einem Budget von 26 Millionen Euro und Spitzengehältern haben die Gründer eine Geldmaschine erschaffen. _This post is for subscribers only._ ### „Nazi mit Sunnyboy-Fassade“: Das Macht-Netzwerk hinter Campact-Chef Bautz URL: https://dievossische.de/nazi-mit-sunnyboy-fassade-wie-der-campact-chef-wutet-und-das-millionen-geschaft-hinter-der-linken-emporungsmaschine/ Last updated: 2026-09-08T13:16:22.000Z Wenn Campact-Chef Christoph Bautz auf der Bühne gegen rechts wettert und AfD-Politiker als Nazis beschimpft, jubeln die Massen. Doch hinter der Empörung steckt ein lukratives Geschäftsmodell. Wir _This post is for subscribers only._ ### Der PISA-Schock 3.0: Der Systemkollaps im städtischen Raum URL: https://dievossische.de/der-pisa-schock-3-0-der-systemkollaps-im-stadtischen-raum/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Der PISA-Schock 3.0 entlarvt die Lebenslüge der deutschen Bildungspolitik: Nicht unsere Kinder werden dümmer, sondern das System kollabiert unter der Last toxischer Heterogenität. Erfahren Sie, wie verfehlte Integration und die Abschaffung des Leistungsprinzips unsere Schulen zerstören. _This post is for subscribers only._ ### „Die CDU hat die Rechnung bekommen“ – Das große fiktive Adenauer-Interview am Tag nach der Sachsen-Anhalt-Wahl URL: https://dievossische.de/die-cdu-hat-die-rechnung-bekommen-das-grosse-fiktive-adenauer-interview-am-tag-nach-der-sachsen-anhalt-wahl/ Last updated: 2026-09-21T15:07:00.000Z Am Tag nach der Sachsen-Anhalt-Wahl stellt sich Konrad Adenauer im fiktiven Interview den Fragen unserer Zeit: AfD-Sieg, CDU-Absturz, Brandmauer, Migration, Wirtschaft und Merz. Was würde der erste Kanzler heute sagen – über Gewinner, Verlierer und den Zustand einer tief gespaltenen Republik? _This post is for subscribers only._ ### Eralps Antwort auf Sachsen-Anhalt: Noch mehr Migration, Islamisierung und Enteignung URL: https://dievossische.de/eralps-antwort-auf-sachsen-anhalt-noch-mehr-migration-islamisierung-und-enteignung/ Last updated: 2026-09-21T14:58:39.000Z Eralp nennt sich die „Antwort auf Sachsen-Anhalt“. Doch ihr Berliner Kurs steht für mehr Migration, Solidarity City, Vergesellschaftung und einen laxen Umgang mit orthodox-islamischen Milieus – ausgerechnet in einer Stadt mit Milliardenloch, Finanztransfers und hoher Insolvenzlast. _This post is for subscribers only._ ### Fratzschers nächstes Wirtschafts-Orakel: Warum wir diesen Alarmismus auch noch mit Steuergeld bezahle URL: https://dievossische.de/fratzschers-nachstes-wirtschafts-orakel-warum-wir-diesen-alarmismus-auch-noch-mit-steuergeld-bezahle/ Last updated: 2026-09-21T15:07:01.000Z Marcel Fratzscher warnt nach dem AfD-Sieg vor Firmenflucht aus Sachsen-Anhalt. Doch die Bilanz seiner Prognosen ist ernüchternd: Aufschwünge blieben aus, Berlin verzeichnete eine extreme Pleitewelle. Warum finanzieren Steuerzahler ein Institut, dessen Präsident so politisch auftritt? Fragen bleiben. _This post is for subscribers only._ ### Steuergeld für Islamisten: Die Berliner Chronik staatlicher Naivität und politischer Verantwortungslosigkeit URL: https://dievossische.de/steuergeld-fur-islamisten-die-berliner-chronik-staatlicher-naivitat-und-politischer-verantwortungslosigkeit/ Last updated: 2026-09-21T14:58:40.000Z Berlin zahlt 675.000 Euro an ein Projekt von Islamic Relief, das enge Verbindungen zur Muslimbruderschaft pflegt. Während der Bund die Förderung wegen mangelnder Kontrolle und „erschreckender Naivität“ bereits vor Jahren stoppte, finanziert der Berliner Senat die islamistischen Strukturen weiter. _This post is for subscribers only._ ### Briefwahl-Schock: Sachsen-Anhalt zeigt das Problem URL: https://dievossische.de/briefwahl-schock-sachsen-anhalt-zeigt-das-problem/ Last updated: 2026-09-21T14:58:40.000Z 51,2 Prozent für die AfD an der Urne, nur 24,3 Prozent per Briefwahl: Sachsen-Anhalt zeigt drastische Unterschiede. Kein Beweis für Manipulation – aber ein starkes Argument für eine neue Debatte über Wahlgeheimnis, Kontrolle und Vertrauen in die Briefwahl. _This post is for subscribers only._ ### Skandal in Magdeburg: Wie das Bündnis „Widersetzen“ die Landtagswahl aushebeln will URL: https://dievossische.de/skandal-in-magdeburg-wie-das-bundnis-widersetzen-die-landtagswahl-aushebeln-will/ Last updated: 2026-09-21T15:07:01.000Z Mit der geplanten Umstellung des Landtags in Magdeburg will das Antifa-Bündnis „Widersetzen“ die Wahl von Ulrich Siegmund verhindern. Eine Recherche zeigt die Akteure hinter der Bewegung, von Grünen-Politiker Suraj Mailitafi bis hin zur logistischen Schützenhilfe durch Die Linke. _This post is for subscribers only._ ### Wahl-Skandal: Wie uns steuerfinanzierte NGOs manipulieren wollen URL: https://dievossische.de/wahl-skandal-wie-uns-steuerfinanzierte-ngos-manipulieren-wollen/ Last updated: 2026-09-08T14:13:50.000Z Warnungen vor russischen Bots beherrschen die Schlagzeilen zur Sachsen-Anhalt-Wahl. Doch die "Plattform Wahlen" ist nicht neutral. Unsere Analyse enthüllt ein Netzwerk aus Steuergeldern und NGO-Karrieren, das linke Desinformation ignoriert und Panikmache als reines Geschäftsmodell betreibt. _This post is for subscribers only._ ### Die Selbstenthauptung des Geistes URL: https://dievossische.de/die-selbstenthauptung-des-geistes/ Last updated: 2026-09-21T15:07:01.000Z Die Vertreibung jüdischer Gelehrter ab 1933 war die „Selbstenthauptung“ der deutschen Wissenschaft. Ganze Disziplinen wie die Quantenphysik oder Psychoanalyse wurden zerschlagen. Der Verlust von Genies wie Einstein oder Meitner verschob die weltweite intellektuelle Vormachtstellung dauerhaft. _This post is for subscribers only._ ### Demokratie-Skandal: taz fordert AfD-Verbot nach Wahlpleite URL: https://dievossische.de/demokratie-skandal-taz-fordert-afd-verbot-nach-wahlpleite/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z Wenn linke Argumente beim Wähler nicht mehr verfangen, muss eben die Konkurrenz verboten werden. Der aktuelle Kommentar des taz-Journalisten Gereon Asmuth offenbart eine politische Bankrotterklärung. Wer Wahlergebnisse juristisch annullieren will, gefährdet die freiheitliche Gesellschaft selbst. _This post is for subscribers only._ ### Warum Ulrich Siegmunds radikales Ultimatum die CDU zerstört und ein politisches Beben auslöst URL: https://dievossische.de/warum-ulrich-siegmunds-radikales-ultimatum-die-cdu-zerstort-und-ein-politisches-beben-auslost/ Last updated: 2026-09-21T15:07:02.000Z Trotz eines klaren Wahlsiegs vor der CDU in Sachsen-Anhalt erteilt AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund herkömmlichen Koalitionen eine radikale Absage. Statt fauler Kompromisse zieht er Neuwahlen vor. Ein kompromissloser Schritt, der das ewige politische Rumgewurstel der Altparteien beenden soll. _This post is for subscribers only._ ### Gad Beck: Der schwule jüdische Widerstandskämpfer, den „Queers for Palestine“ lieber vergessen würden URL: https://dievossische.de/gad-beck-der-schwule-judische-widerstandskampfer-den-queers-for-palestine-lieber-vergessen-wurden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:02.000Z Er war schwul. Er war Jude. Er rettete Verfolgte vor den Nazis und ging später nach Israel. Gad Becks Leben stellt „Queers for Palestine“ eine Frage, der sich viele Aktivisten lieber nicht stellen: Was ist ihre Solidarität wert, wenn sie ausgerechnet bei Juden endet? _This post is for subscribers only._ ### AfD triumphiert mit 44 Prozent – CDU halbiert sich URL: https://dievossische.de/afd-triumphiert-mit-44-prozent-cdu-halbiert-sich/ Last updated: 2026-09-21T15:07:02.000Z Sachsen-Anhalts Wahlabend endet mit einem politischen Erdrutsch: Bei 95 Prozent ausgezählten Bezirken sieht die letzte ARD-Hochrechnung die AfD bei 44,0 Prozent, die CDU nur bei 17,4 Prozent. Das BSW hält sich mit 5,1 Prozent knapp im Landtag. _This post is for subscribers only._ ### Das Phantom der Ericusspitze URL: https://dievossische.de/das-phantom-der-ericusspitze/ Last updated: 2026-09-21T15:07:03.000Z Der Spiegel ist nicht gestorben – er wurde zum gläsernen Sarg umgebaut. Augstein kehrt 2026 zurück und findet statt des ‚Sturmgeschützes der Demokratie‘ nur noch Promi-Quizzes, Heizkosten-Ratgeber und ein Milieu, das sich selbst schützt statt die Wahrheit zu sagen. Früher hatte das Haus Rückgrat. _This post is for subscribers only._ ### AfD bleibt bei 44 Prozent – BSW hält sich jetzt im Landtag URL: https://dievossische.de/afd-bleibt-bei-44-prozent-bsw-halt-sich-jetzt-im-landtag/ Last updated: 2026-09-21T15:07:03.000Z Die jüngste Hochrechnung stabilisiert das Ergebnis: Die AfD erreicht 44,0 Prozent, die CDU nur 17,8 Prozent. Das BSW liegt mit 5,1 Prozent nun knapp über der entscheidenden Hürde. SPD, Linke und Grüne ziehen ebenfalls in den Landtag ein. _This post is for subscribers only._ ### 73 Prozent ausgezählt: AfD-Wahlsieg verfestigt sich – BSW bleibt der große Wackelkandidat URL: https://dievossische.de/73-prozent-ausgezahlt-afd-wahlsieg-verfestigt-sich-bsw-bleibt-der-grosse-wackelkandidat/ Last updated: 2026-09-21T15:07:03.000Z Jetzt sind 73 Prozent der Bereiche ausgezählt. Der AfD-Wahlsieg verfestigt sich: Die aktuelle ARD-Hochrechnung sieht 44,4 Prozent. Die CDU kommt nur auf 18,2 Prozent. Das BSW hängt weiter exakt an der Fünf-Prozent-Hürde. _This post is for subscribers only._ ### AfD bleibt bei 44,4 Prozent – jetzt sind erste echte Stimmen ausgezählt URL: https://dievossische.de/afd-bleibt-bei-44-4-prozent-jetzt-sind-erste-echte-stimmen-ausgezahlt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:04.000Z Die Auszählung läuft: 445 von 2.660 Bereichen sind offiziell erfasst. Die aktuelle ARD-Hochrechnung sieht die AfD bei 44,4 Prozent, die CDU bei 18,4 Prozent. Das BSW bleibt mit 5,0 Prozent auf der Kippe. _This post is for subscribers only._ ### Erste Hochrechnung: AfD gewinnt Sachsen-Anhalt klar – CDU stürzt auf 18,5 Prozent URL: https://dievossische.de/erste-hochrechnung-afd-gewinnt-sachsen-anhalt-klar-cdu-sturzt-auf-18-5-prozent/ Last updated: 2026-09-21T15:07:04.000Z Die erste Hochrechnung bestätigt das Wahlbeben in Sachsen-Anhalt: Die AfD erreicht 44,5 Prozent, die CDU nur 18,5 Prozent. Das BSW liegt exakt bei fünf Prozent. Eine AfD-Alleinregierung zeichnet sich derzeit nicht ab. _This post is for subscribers only._ ### Sachsen-Anhalt-Wahl: AfD triumphiert – CDU erlebt historischen Absturz URL: https://dievossische.de/sachsen-anhalt-wahl-afd-triumphiert-cdu-erlebt-historischen-absturz/ Last updated: 2026-09-21T15:07:04.000Z Die erste Prognose bestätigt ein politisches Beben: Die AfD erreicht in Sachsen-Anhalt 44,5 Prozent, die CDU nur 18,5 Prozent. Linke, Grüne und SPD liegen sicher über fünf Prozent, beim BSW entscheidet sich der Einzug offenbar an der Fünf-Prozent-Hürde. _This post is for subscribers only._ ### Wahl-Hammer in Sachsen-Anhalt: AfD bei 44,5 Prozent – CDU stürzt ab URL: https://dievossische.de/wahl-hammer-in-sachsen-anhalt-afd-bei-44-5-prozent-cdu-sturzt-ab/ Last updated: 2026-09-21T15:07:04.000Z Wahl-Hammer in Sachsen-Anhalt: AfD bei 44,5 Prozent – CDU stürzt ab _This post is for subscribers only._ ### Sachsen-Anhalt vor der Entscheidung: Noch keine 18-Uhr-Prognose URL: https://dievossische.de/sachsen-anhalt-vor-der-entscheidung-noch-keine-18-uhr-prognose/ Last updated: 2026-09-21T15:07:04.000Z Noch gibt es keine belastbare Prognose zur Sachsen-Anhalt-Wahl. Sicher ist bereits: Die Wahlbeteiligung ist außergewöhnlich hoch. Bis 16 Uhr hatten rund 65 Prozent abgestimmt – mehr als bei der gesamten Landtagswahl 2021. _This post is for subscribers only._ ### Rekord-Wahlbeteiligung macht AfD-Ergebnis völlig offen: Wer wurde hier mobilisiert? URL: https://dievossische.de/rekord-wahlbeteiligung-macht-afd-ergebnis-vollig-offen-wer-wurde-hier-mobilisiert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:04.000Z Sachsen-Anhalt erlebt eine Rekordwahlbeteiligung. Doch wer hat die zusätzlichen Wähler mobilisiert – die AfD oder ihre Gegner? Genau diese Frage entscheidet darüber, wie stark die AfD am Ende wirklich abschneidet und ob aus einem klaren Wahlsieg sogar eine absolute Mehrheit werden kann. _This post is for subscribers only._ ### Drei Kandidaten, drei Lebensläufe – und heute entscheidet der Wähler, welchem er vertraut URL: https://dievossische.de/drei-kandidaten-drei-lebenslaufe-und-heute-entscheidet-der-wahler-welchem-er-vertraut/ Last updated: 2026-09-21T15:07:05.000Z Siegmund verspricht Veränderung, Schulze Kontinuität, von Angern einen linken Staatskurs. Drei Kandidaten, drei Risiken – und heute entscheidet allein der Wähler. _This post is for subscribers only._ ### Eva von Angern: Seit 24 Jahren im Landtag – und seit Jugendtagen in der SED-Nachfolgepartei URL: https://dievossische.de/eva-von-angern-seit-24-jahren-im-landtag-und-seit-jugendtagen-in-der-sed-nachfolgepartei/ Last updated: 2026-09-21T15:07:05.000Z PDS mit 19, Landtag mit 25: Eva von Angern sitzt seit 24 Jahren im Parlament. Ihr Vater war Kriminalist, ihre Mutter Lehrerin. Ein kritisches Porträt über Karriere, Familie und die SED-Kontinuität ihrer Partei. _This post is for subscribers only._ ### Sven Schulze: Der CDU-Mann, der Sachsen-Anhalt halten soll URL: https://dievossische.de/sven-schulze-der-cdu-mann-der-sachsen-anhalt-halten-soll/ Last updated: 2026-09-21T15:07:05.000Z Vom Dorf Heteborn über Maschinenbau und Brüssel bis in die Staatskanzlei: Wer ist Sven Schulze? Familie, Beruf, Ausbildung und der erstaunlich frühe Aufstieg des CDU-Spitzenkandidaten. _This post is for subscribers only._ ### Ulrich Siegmund: Familie, Karriere und AfD-Aufstieg URL: https://dievossische.de/ulrich-siegmund-familie-karriere-und-afd-aufstieg/ Last updated: 2026-09-21T15:07:05.000Z Wer ist Ulrich Siegmund wirklich? Vom Kaufmann aus Tangermünde über den Unternehmer und Familienvater bis zum AfD-Spitzenkandidaten: Herkunft, Frau, Tochter, Familie, Karriere, Kontroversen und der Weg zur möglichen Staatskanzlei. _This post is for subscribers only._ ### Sachsen-Anhalt-Wahl heute: AfD vor historischem Sieg – jetzt explodiert die Wahlbeteiligung URL: https://dievossische.de/sachsen-anhalt-wahl-heute-afd-vor-historischem-sieg-jetzt-explodiert-die-wahlbeteiligung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:06.000Z Sachsen-Anhalt wählt – und die Beteiligung schießt nach oben. Die AfD liegt klar vor der CDU. Doch reicht es sogar zur absoluten Mehrheit? Um 18 Uhr kommt die erste Prognose, danach beginnt der Kampf um Mehrheiten und die Staatskanzlei. _This post is for subscribers only._ ### Warum Deutschland kinderarm wird – und niemand über die unbequemen Gründe reden will URL: https://dievossische.de/warum-deutschland-kinderarm-wird-und-niemand-uber-die-unbequemen-grunde-reden-will/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z Immer mehr Deutsche entscheiden sich gegen ein zweites Kind. Hohe Mieten, knapper Wohnraum, Sorgen um Schulen, Sicherheit und Integration prägen vor allem in Großstädten die Familienplanung. Wer nicht wohlhabend ist, kann sich Privatschule, bessere Wohnlage oder Ausweichmöglichkeiten kaum leisten. _This post is for subscribers only._ ### Berlin unter der Linken? Dann wirkt selbst dieses Chaos harmlos URL: https://dievossische.de/berlin-unter-der-linken-dann-wirkt-selbst-dieses-chaos-harmlos/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z Berlin versinkt bereits im Verwaltungs- und Sicherheitschaos. Doch was passiert erst, wenn Elif Eralp und die Linke regieren? Ihr Moschee-Auftritt, der Umgang mit Islamismus und die Antisemitismus-Debatte zeigen einen politischen Spagat, der für Berlin noch brisanter werden könnte. _This post is for subscribers only._ ### Die Kontrollverlust-Wahl: Darum explodiert die AfD jetzt auf über 40 Prozent URL: https://dievossische.de/die-kontrollverlust-wahl-darum-explodiert-die-afd-jetzt-auf-uber-40-prozent/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z AfD über 40 Prozent, Migration, Sicherheitsängste, Sabotage und Hackerangriffe: In Sachsen-Anhalt verdichten sich viele Krisen zu einem Gefühl des Kontrollverlusts. Warum ausgerechnet diese Stimmung Ulrich Siegmund helfen könnte – und die Brandmauer plötzlich an ihre Grenzen stößt. _This post is for subscribers only._ ### Der 5-Prozent-Krimi: So könnte die AfD morgen plötzlich allein regieren URL: https://dievossische.de/der-5-prozent-krimi-so-konnte-die-afd-morgen-plotzlich-allein-regieren/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z Nicht 50 Prozent könnten am Sonntag über die Macht entscheiden, sondern die Fünf-Prozent-Hürde. Scheitern Grüne, BSW und FDP am Einzug, könnten rund 43 Prozent der Stimmen für eine absolute AfD-Mehrheit im Landtag reichen. Der Wahlabend wird zum politischen Thriller. _This post is for subscribers only._ ### Der Wähler darf wählen – aber wehe, er wählt AfD! URL: https://dievossische.de/der-wahler-darf-wahlen-aber-wehe-er-wahlt-afd/ Last updated: 2026-09-21T15:07:06.000Z AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt? Teile der radikalen Linken planen bereits Proteste, Blockaden und Widerstand gegen das Wahlergebnis. _This post is for subscribers only._ ### Wie die TAZ den linken Antisemitismus vertuscht, um Elif Eralp an die Macht zu putschen! URL: https://dievossische.de/wie-die-taz-den-linken-antisemitismus-vertuscht-um-elif-eralp-an-die-macht-zu-putschen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z Ein Rapper fordert auf einer Linken-Bühne „Death to the IDF“, doch die TAZ redet den Eklat klein. Der Kommentar von Erik Peter entpuppt sich als gezielte Wahlkampfhilfe für Elif Eralp. Dahinter steckt eine gefährliche ideologische Achse von New Yorks Mayor Zohran Mamdani bis nach Neukölln. _This post is for subscribers only._ ### Sachsen-Anhalt vor der Wahl: Die eigentliche Entscheidung fällt erst nach 18 Uhr URL: https://dievossische.de/sachsen-anhalt-vor-der-wahl-die-eigentliche-entscheidung-fallt-erst-nach-18-uhr/ Last updated: 2026-09-05T14:30:34.000Z Sachsen-Anhalt steht vor einer Richtungswahl: Die AfD dürfte klar stärkste Kraft werden. Doch die eigentliche Entscheidung fällt danach. Koaliert die CDU lieber indirekt mit der Linken, nur um die AfD zu verhindern, könnte sie damit ihren konservativen Markenkern endgültig verspielen. _This post is for subscribers only._ ### Tattoos, Bärte, Clan-Risiko: Verliert Deutschland die Kontrolle über seine Polizei? URL: https://dievossische.de/tattoos-barte-clan-risiko-verliert-deutschland-die-kontrolle-uber-seine-polizei/ Last updated: 2026-09-05T14:30:55.000Z Tattoos, Vollbärte und immer mehr Individualität in Uniform sorgen für Streit. Doch dahinter lauert eine viel brisantere Frage: Prüft Deutschland eigentlich genau genug, wem es Waffen, Polizeidaten und staatliche Macht anvertraut? Es geht um Loyalität, Erpressbarkeit und Vertrauen. _This post is for subscribers only._ ### SECHS TOTE – DANN TRITT DER SPD-MANN ZURÜCK: Die explosive Spur im Blutbad von Stade URL: https://dievossische.de/sechs-tote-dann-tritt-der-spd-mann-zuruck-die-explosive-spur-im-blutbad-von-stade/ Last updated: 2026-09-21T15:05:10.000Z Sechs Tote, eine illegal beschaffte Waffe, ein 400-PS-Fluchtwagen und eine familiäre Spur bis in die SPD: Der Fall Stade wird immer brisanter. Dann stirbt der Haupttäter in Haft und ein prominenter Migrationspolitiker tritt zurück. Welche Verbindungen gab es wirklich vor dem Blutbad? _This post is for subscribers only._ ### Blackout-Vertuschung vor den Wahlen?! URL: https://dievossische.de/blackout-vertuschung-vor-den-wahlen/ Last updated: 2026-09-04T12:51:56.000Z Nach der Sabotage-Serie an Umspannwerken in NRW und Brandenburg stellt sich eine brisante Frage: Ist das Bekennerschreiben des flüchtigen Daniel V. inszeniert? Alles deutet darauf hin, dass die linke Szene kurz vor den Wahlen in Berlin und Sachsen-Anhalt dringend ein Bauernopfer brauchte. _This post is for subscribers only._ ### SPIEGEL-Falle: So treiben linke Medien die CDU in den Ruin URL: https://dievossische.de/spiegel-falle-so-treiben-linke-medien-die-cdu-in-den-ruin/ Last updated: 2026-09-21T15:05:11.000Z Wenn SPIEGEL-Journalisten der CDU raten, mit der Linkspartei zu koalieren, ist das kein Akt der Demokratierettung, sondern eine perfide Falle. Dieser Artikel deckt auf, wie linke Medien die Union in den politischen Selbstmord treiben wollen, um bürgerliche Mehrheiten für immer zu brechen. _This post is for subscribers only._ ### Ohne Massenmigration keine Wohnungsnot: Der Faktencheck URL: https://dievossische.de/ohne-massenmigration-keine-wohnungsnot-der-faktencheck/ Last updated: 2026-09-21T15:07:06.000Z Leitmedien erklären den Geburtenrückgang ernsthaft mit "Klimaangst". Dabei wird der wahre Auslöser ideologisch tabuisiert: Ohne den ungesteuerten Zuzug von Millionen Migranten gäbe es in Deutschland keinen echten Mangel an bezahlbarem Wohnraum für junge Familien. Ein harter Faktencheck. _This post is for subscribers only._ ### Die Empörungs-Industrie: Wie der Influencer Marcant den Kulturkampf monetarisiert URL: https://dievossische.de/die-emporungs-industrie-wie-der-influencer-marcant-den-kulturkampf-monetarisiert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:06.000Z Ist der lautstarke Kampf gegen Rechts auf der Straße reine ideologische Überzeugung – oder schlichtweg das lukrativste Geschäftsmodell der Creator Economy? Der Influencer Marcant spaltet die Gemüter: demokratischer Aufklärer der Gen Z oder hochbezahlter Profiteur einer gespaltenen Gesellschaft? _This post is for subscribers only._ ### Luxusunterkünfte auf Steuerzahlerkosten URL: https://dievossische.de/luxusunterkunfte-auf-steuerzahlerkosten/ Last updated: 2026-09-02T18:34:36.000Z Die Hamburger Flüchtlingspolitik sorgt für massiven Unmut: Während arbeitende Leistungsträger, Pflegekräfte und Rentner sich die Stadt kaum noch leisten können, mietet der Senat für 340 ukrainische Geflüchtete das neue Designer-Hotel „The Niu Quay“ an. Eine soziale Schieflage auf Staatskosten. _This post is for subscribers only._ ### Justizskandal Stade: Waffendeal und das SPD-Schweigen URL: https://dievossische.de/justizskandal-stade-waffendeal-und-das-spd-schweigen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:11.000Z Zwei Monate nach dem Sechsfachmord in Stade ist der mutmaßliche Waffenlieferant in Berlin gefasst worden. Doch während die Herkunft der Tatwaffe geklärt scheint, droht ein Justizskandal: Die Fluchthelferin Sylvia S., Schwiegermutter eines SPD-Politikers, bleibt weiterhin von der Justiz verschont. _This post is for subscribers only._ ### Wie die BILD-Zeitung unsere Gesellschaft mit Trash vergiftet URL: https://dievossische.de/wie-die-bild-zeitung-unsere-gesellschaft-mit-trash-vergiftet/ Last updated: 2026-09-21T15:07:06.000Z Medienkritik, BILD-Zeitung, Clickbait, Boulevardjournalismus, Trash-Promis, Toxischer Journalismus, Gesellschaft, Medienanalyse _This post is for subscribers only._ ### Timing, Bias und Methodenschwächen URL: https://dievossische.de/timing-bias-und-methodenschwachen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:11.000Z Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nutzt die taz ein fragwürdiges Interview, um Stimmung gegen die Polizei zu machen. Beamte werden unter Antisemitismus-Generalverdacht gestellt. Eine Analyse zeigt: Die zugrundeliegende Studie ist methodisch unbrauchbar und politisch motiviert. _This post is for subscribers only._ ### Das trojanische Schwein am Bosporus URL: https://dievossische.de/das-trojanische-schwein-am-bosporus/ Last updated: 2026-09-21T15:05:11.000Z Erdoğans Schaukelpolitik zwischen Westen und Russland stellt die NATO auf die Probe. Die Kontrolle der Dardanellen gilt zwar als geopolitischer Schlüssel, doch das Bündnis darf sich nicht erpressen lassen. Eine Neuausrichtung zeigt, wie die Südostflanke auch ohne Ankara verlässlich geschützt wird. _This post is for subscribers only._ ### Feindbild AfD – Demokratie auf dem Prüfstand URL: https://dievossische.de/feindbild-afd-demokratie-auf-dem-prufstand/ Last updated: 2026-09-21T15:07:06.000Z Wann wird aus politischer Gegnerschaft ein Fall für den Staat? Feindbild AfD untersucht Verfassungsschutz, Medienmacht und gesellschaftliche Ausgrenzung – eine demokratische Prüfung über Macht, Opposition und die Belastbarkeit der deutschen Demokratie. _This post is for subscribers only._ ### 100 eBooks gewinnen: „Feindbild AfD“ von Jonathan Falk URL: https://dievossische.de/100-ebooks-gewinnen-feindbild-afd-von-jonathan-falk/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Am 3. September erscheint Jonathan Falks vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe „Feindbild AfD – Wenn die Opposition zum Staatsfeind wird“. Die Vossische verlost 100 eBooks. Kostenlos als Free Member registrieren und automatisch teilnehmen. _This post is for subscribers only._ ### Mamdani vor Amtsenthebung: Eine düstere Warnung für Berlin URL: https://dievossische.de/mamdani-vor-amtsenthebung-eine-dustere-warnung-fur-berlin/ Last updated: 2026-09-21T15:05:11.000Z In New York fordert eine Petition die Amtsenthebung von Bürgermeister Mamdani wegen seines Versagens beim Schutz jüdischer Bürger. Diese dramatische Entwicklung ist eine düstere Warnung für Berlin: Sollte die Linken-Politikerin Erin Eralp Bürgermeisterin werden, droht ein ähnliches Szenario. _This post is for subscribers only._ ### Metas Inhaltsmoderation: Zweierlei Maß auf Threads URL: https://dievossische.de/metas-inhaltsmoderation-zweierlei-mass-auf-threads/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Ein erfundener Täter und politische Hetze: Bewusste Desinformation zur Bluttat in Gosen-Neu Zittau bleibt auf Threads ohne Konsequenzen. Während Metas Algorithmen sonst streng filtern, werden gezielte Fake News gegen konservative Parteien toleriert. Die Standards verkommen so zur reinen Farce. _This post is for subscribers only._ ### Braunschweig: DER JUSTIZ-SKANDAL DES JAHRHUNDERTS URL: https://dievossische.de/braunschweig-der-justiz-skandal-des-jahrhunderts/ Last updated: 2026-09-01T12:27:57.000Z 684 Tage saßen zwei unschuldige Eltern in Haft, verurteilt wegen der grotesken Lügen ihrer Tochter. Der Skandal markiert ein beispielloses Staatsversagen am Landgericht Braunschweig. Während Existenzen vernichtet wurden, schützt das System seine Juristen: Sie bleiben straffrei _This post is for subscribers only._ ### In Norwegen Staatsmotto, in Deutschland Straftat? Der absurde Streit um „Alles für Deutschland“ URL: https://dievossische.de/in-norwegen-staatsmotto-in-deutschland-straftat-der-absurde-streit-um-alles-fur-deutschland/ Last updated: 2026-08-31T13:21:46.000Z König Haakon VIII. wählt das Motto „Alles für Norwegen“. Während dies dort demokratische Tradition ist, gilt „Alles für Deutschland“ hier als Straftat. Ein kritischer Blick auf § 86a StGB, den Fall Höcke und die Frage, wie viel Macht wir der NS-Diktatur noch über unsere Sprache geben wollen. _This post is for subscribers only._ ### Islands mutiges Nein URL: https://dievossische.de/islands-mutiges-nein/ Last updated: 2026-09-21T15:05:11.000Z Islands klares Nein zur EU ist ein Triumph der Selbstbestimmung über Brüsseler Arroganz, Bürokratie und Massenmigrationszwang. Die stolze Inselnation entlarvt die EU-Illusionen und zeigt, dass Souveränität die beste Antwort auf globale Krisen ist. Deutschland muss aus diesem Mut endlich lernen. _This post is for subscribers only._ ### Judenhass im Wahlkampf: Die gefährliche Doppelmoral der Berliner Linken URL: https://dievossische.de/judenhass-im-wahlkampf-die-gefahrliche-doppelmoral-der-berliner-linken/ Last updated: 2026-09-21T15:05:12.000Z Kurz vor der Berlin-Wahl gerät die Linkspartei durch einen Antisemitismus-Eklat massiv unter Druck. Was als entgleister Rapper-Auftritt verharmlost wird, entpuppt sich als gezielte politische Strategie: die systematische Anbiederung an radikale Strömungen für Wählerstimmen. _This post is for subscribers only._ ### Der Fall Max Schneller: Wer macht aus einem 17-Jährigen eine politische Medienmarke? URL: https://dievossische.de/der-fall-max-schneller-wer-macht-aus-einem-17-jahrigen-eine-politische-medienmarke/ Last updated: 2026-09-21T15:05:12.000Z Mit 16 war Max Schneller Realschüler, wenig später folgten 70.000 Instagram-Follower, Preise, re:publica, Die Linke, Allianz Foundation und Crowdfunding. Unsere Recherche zeigt, wie „maximal.demokratisch“ vom viralen Schüler zum professionell vernetzten politischen Akteur wurde. _This post is for subscribers only._ ### Angela, halt einfach den Mund! URL: https://dievossische.de/angela-halt-einfach-den-mund/ Last updated: 2026-09-21T15:05:12.000Z Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt meldet sich ausgerechnet Angela Merkel zu Wort und fordert Mut im Kampf gegen die AfD. Doch es war ihre Politik der offenen Grenzen von 2015, die Deutschland in eine tiefe Krise stürzte. Wer für Kommunen-Pleiten und Chaos verantwortlich ist, sollte schweigen. _This post is for subscribers only._ ### 78 Prozent würden bleiben URL: https://dievossische.de/78-prozent-wurden-bleiben/ Last updated: 2026-09-21T15:05:12.000Z Eine aktuelle Umfrage zeigt: Knapp vier Fünftel der Bürger schließen eine Auswanderung bei einer AfD-Regierung aus. Trotzdem beschwören politische Gegner einen Exodus. Diese alarmistische Kommunikationsstrategie nutzt sich ab und stärkt letztlich nur die AfD im Kampf um die Deutungshoheit. _This post is for subscribers only._ ### Eklat in der Skandal-Moschee: Die gefährliche Islam-Anbiederung der Linken-Kandidatin Elif Eralp URL: https://dievossische.de/eklat-in-der-skandal-moschee-die-gefahrliche-islam-anbiederung-der-linken-kandidatin-elif-eralp/ Last updated: 2026-08-28T23:00:28.000Z Eine Podiumsdiskussion in der Neuköllner Dar-Assalam-Moschee eskaliert: Als FDP-Kandidat Christoph Meyer mutmaßliche Hamas-Verbindungen des Imams aufdeckt, eilen SPD und Grüne zur Hilfe. Linken-Kandidatin Elif Eralp würgt die Terror-Debatte aggressiv ab. Meyer muss vor einem Mob fliehen _This post is for subscribers only._ ### Billig aus China, teuer für Deutschland: Wie wir unseren Wohlstand selbst abschaffen URL: https://dievossische.de/billig-aus-china-teuer-fur-deutschland-wie-wir-unseren-wohlstand-selbst-abschaffen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Billig aus China, teuer für Deutschland: Wie wir unseren Wohlstand selbst abschaffen. Paul Fisher fragt in dieser Folge von „Ungefiltert“, wie lange dieses Kunststück noch funktionieren soll. _This post is for subscribers only._ ### Habe fertig, Deutschland? URL: https://dievossische.de/habe-fertig-deutschland/ Last updated: 2026-09-21T15:05:12.000Z Die Erzählung der demografischen Rettung durch Massenmigration ist an der Realität zerschellt. Statt wirtschaftlicher Stabilisierung erleben wir flächendeckende Schulkapitulationen, marode Pleitekommunen und einen ökonomischen Mismatch. Eine Analyse der fiskalischen Abwärtsspirale Deutschlands. _This post is for subscribers only._ ### Wenn man die Wahl verliert, soll der Gewinner verboten werden URL: https://dievossische.de/wenn-man-die-wahl-verliert-soll-der-gewinner-verboten-werden/ Last updated: 2026-08-28T19:06:38.000Z Kurz vor der Sachsen-Anhalt-Wahl fordern Pistorius und Özdemir ein AfD-Verbotsverfahren. Während SPD und Grüne schwächeln, wächst die AfD. Statt eigener Fehler bei Migration, Bürokratie und Wirtschaftspolitik zu korrigieren, wird erneut über ein Verbot des Gegners gesprochen. _This post is for subscribers only._ ### Mut zur Strenge: Was Deutschlands Bildungspolitik von Katharine Birbalsingh lernen muss URL: https://dievossische.de/mut-zur-strenge-was-deutschlands-bildungspolitik-von-katharine-birbalsingh-lernen-muss/ Last updated: 2026-09-21T15:05:13.000Z Deutschlands Schulen verlieren Leistung, Autorität und Konzentration. Die Michaela Community School in London zeigt einen Gegenentwurf: strikte Regeln, Wissen, Lehrerautorität, Smartphone-Verbot und hohe Erwartungen – gerade für sozial benachteiligte Kinder. _This post is for subscribers only._ ### Doppelstandard der taz: Aktivismus statt Journalismu URL: https://dievossische.de/doppelstandard-der-taz-aktivismus-statt-journalismu/ Last updated: 2026-08-28T19:07:08.000Z Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt nutzt die taz Razzien im rechten Milieu für einen Frontalangriff auf die AfD. Die Analyse zeigt die Schwächen dieses Haltungsjournalismus: Kontaktschuld, politischer Aktivismus und das systematische Ausblenden von Linksextremismus und religiösem Fundamentalismus. _This post is for subscribers only._ ### Der linke Systemkampf im Osten URL: https://dievossische.de/der-linke-systemkampf-im-osten/ Last updated: 2026-08-28T19:07:20.000Z Unter dem Deckmantel der Sorge um die Demokratie liefert die TAZ eine aktivistische Blaupause. Reale Ängste wie das drohende VW-Aus in Zwickau werden schamlos für den antikapitalistischen Klassenkampf gekapert. Eine Abrechnung mit linker Ideologie und der Ignoranz gegenüber der Mitte. _This post is for subscribers only._ ### Die Illusion der Unverzichtbarkeit: Wie Haltungsjournalismus der AfD den Weg ebnet URL: https://dievossische.de/die-illusion-der-unverzichtbarkeit-wie-haltungsjournalismus-der-afd-den-weg-ebnet/ Last updated: 2026-08-28T19:08:05.000Z Diese plumpe moralische Erpressung an der Imbisstheke, flankiert vom Applaus eines realitätsblinden Haltungsjournalismus, ist das beste Wahlkampfgeschenk, das man der AfD in diesen Tagen machen konnte. _This post is for subscribers only._ ### Schockierende Bluttat an Schule in Gosen-Neu Zittau - 2 Tote URL: https://dievossische.de/schockierende-bluttat-an-schule-in-gosen-neu-zittau-2-tote/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Der 19-jährige Tatverdächtige, laut Polizei ein deutscher Staatsbürger, soll am frühen Nachmittag mit einem „messerähnlichen Gegenstand“ auf die 18-jährige Schülerin eingestochen haben. _This post is for subscribers only._ ### Razzia vor der Wahl: Der Verdacht wird zur politischen Waffe URL: https://dievossische.de/razzia-vor-der-wahl-der-verdacht-wird-zur-politischen-waffe/ Last updated: 2026-09-21T15:05:13.000Z Zehn Tage vor der Landtagswahl geraten zwei AfD-Kandidaten durch eine Razzia in den Fokus. Der Vergleich mit linker Gewalt in Erfurt wirft die Frage auf: Warum stellen Medien bei der AfD eine Parteiverbindung her, während sie linke Angriffe Einzelnen zurechnen? _This post is for subscribers only._ ### Die Demokratie der Wölfe: Warum die Handlanger der Diktatur uns heute wieder belehren URL: https://dievossische.de/die-demokratie-der-wolfe-warum-die-handlanger-der-diktatur-uns-heute-wieder-belehren/ Last updated: 2026-09-21T15:05:13.000Z Dass DDR-Politoffizier Sven Hüber GdP-Vize wurde, ist kein Einzelfall. Nach 1945 und 1990 wurden linientreue Stützen der Diktaturen nahtlos in die Demokratie übernommen. Die Justiz schützte Schreibtischtäter durch perfide Amnestie. Das Signal bleibt fatal: Opportunismus siegt, Opfer zahlen. _This post is for subscribers only._ ### Wie Reichinnek, Eralp und Die Linke die Fehler der SED wiederholen URL: https://dievossische.de/wie-reichinnek-eralp-und-die-linke-die-fehler-der-sed-wiederholen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:13.000Z Drei Jahrzehnte nach dem DDR-Ende spielt die Linke noch immer eine Rolle. Mit Gesichtern wie Heidi Reichinnek und Elif Eralp verpackt die SED-Nachfolgepartei alte Utopien neu. Doch wer auf Enteignung setzt, ignoriert die Historie: Diese Politik führt in den Ruin und nützt nur den Funktionären. _This post is for subscribers only._ ### Wahlkampfhilfe für die AfD URL: https://dievossische.de/wahlkampfhilfe-fur-die-afd/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Wenn Gastronomen ohne deutschen Pass die Wähler erziehen wollen, schlägt das ins Gegenteil um. Wie die taz und ihr Haltungsjournalismus unfreiwillig Wahlkampf für die AfD machen. _This post is for subscribers only._ ### Was hat Polyamorie mit meinem Schwulsein zu tun? URL: https://dievossische.de/was-hat-polyamorie-mit-meinem-schwulsein-zu-tun/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Polyamorie, Fetische und sexuelle Praktiken sind nicht mit Homosexualität gleichzusetzen. Werden sie dennoch unter der Regenbogenflagge vereint, drohen Vorurteile und Fremdzuschreibungen. Ein schwuler Mann erklärt, wie der CSD nun den Kampf für gleiche Bürgerrechte in den Mittelpunkt stellen sollte. _This post is for subscribers only._ ### Die Schlepper-Lobby im Medienpelz URL: https://dievossische.de/die-schlepper-lobby-im-medienpelz/ Last updated: 2026-09-21T15:05:13.000Z Ein aktueller Artikel der taz zur GEAS-Reform und Seenotrettung entlarvt sich als Haltungsjournalismus. Wie das Blatt die Kooperation von NGOs und Menschenschmugglern vertuscht. _This post is for subscribers only._ ### Zuckerstreuer - wo bleiben die NGO- und Massenmigrationssteuer? URL: https://dievossische.de/zuckerstreuer-wo-bleiben-die-ngo-und-massenmigrationssteuer/ Last updated: 2026-09-21T15:05:13.000Z Die geplante Zuckersteuer für 2027 umfasst deutlich mehr Produkte als bisher gedacht. Neben Limonaden sollen auch Säfte, Pflanzendrinks und zuckerfreie Zero-Getränke besteuert werden. Ein Drei-Stufen-Modell sorgt für massive Preisaufschläge, was Kritiker als reine Geldbeschaffung sehen. _This post is for subscribers only._ ### Wahlkampf auf Beitragskosten: Der MDR überschreitet eine Grenze URL: https://dievossische.de/wahlkampf-auf-beitragskosten-der-mdr-uberschreitet-eine-grenze/ Last updated: 2026-09-21T15:05:14.000Z Der MDR unterbricht sein Programm, um vor den Folgen einer AfD-Regierung zu warnen. Der Kommentar erklärt, warum eine solche Kampagne mit politischer Neutralität kollidiert, wie der Rundfunkrat reagieren sollte und welche Konsequenzen für die Verantwortlichen angemessen wären. _This post is for subscribers only._ ### Gegen die Queer-Ideologie: Verrat an der Homosexualität URL: https://dievossische.de/gegen-die-queer-ideologie-verrat-an-der-homosexualitat/ Last updated: 2026-09-21T15:07:07.000Z Die mediale Vermischung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen unter dem diffusen Sammelbegriff „queer“ ist ein fataler Irrtum. Dieser Text ist die schonungslose Abrechnung eines homosexuellen Mannes mit der wütenden Identitätspolitik, die unsere Gesellschaft nur noch weiter radikal spaltet. _This post is for subscribers only._ ### taz und AfD: Wenn politische Haltung Journalismus verdrängt URL: https://dievossische.de/taz-und-afd-wenn-politische-haltung-journalismus-verdrangt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z Die taz präsentiert sich als linke Nachrichtenseite. Doch ihre Startseite zur Sachsen-Anhalt-Wahl zeigt mehr als Haltung: Abwertende Überschriften, einseitig gewählte Stimmen und offene Kampagnen gegen die AfD verwischen die Grenze zwischen unabhängiger Berichterstattung und politischem Aktivismus. _This post is for subscribers only._ ### taz macht Wahlkampf für Die Linke statt Kassensturz im Land! URL: https://dievossische.de/taz-macht-wahlkampf-fur-die-linke-statt-kassensturz-im-land/ Last updated: 2026-09-21T15:05:14.000Z Die Linke verspricht Sachsen-Anhalt neue Fonds, Sozial-Tickets und weitere Staatsleistungen. Doch Kosten und Finanzierung bleiben offen. Statt kritisch nachzurechnen, beschreibt die taz das Programm als pragmatisch und konstruktiv. Das wirkt eher wie Wahlkampfhilfe als unabhängige Berichterstattung. _This post is for subscribers only._ ### Wirtschaftskrise und Deindustrialisierung URL: https://dievossische.de/wirtschaftskrise-und-deindustrialisierung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z Deutschlands Wirtschaftskrise verschärft sich: Autoindustrie, Stellenabbau, chinesische Elektroautos und ein wachsender Staat bedrohen Wohlstand und Sozialstaat. _This post is for subscribers only._ ### Baerbock bei Columbia: So verspielt die Elite-Uni ihren Ruf! URL: https://dievossische.de/baerbock-bei-columbia-so-verspielt-die-elite-uni-ihren-ruf/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z Baerbock bei Columbia: Praxiswissen oder Prestige? Die Ex-Außenministerin bringt politische Erfahrung mit, aber weder Promotion noch wissenschaftliche Lehrbilanz. Fehler und umstrittene Amtsführung werfen die Frage auf, ob Elite-Unis heute Erkenntnis vermitteln oder vor allem große Namen verkaufen! _This post is for subscribers only._ ### Die Linke als Verdachtsfall? Argumente für eine bundesweite Prüfung URL: https://dievossische.de/die-linke-als-verdachtsfall-argumente-fur-eine-bundesweite-prufung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z Radikale Strömungen, Systemopposition und außenpolitische Konflikte: Warum eine bundesweite Prüfung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz gefordert wird. _This post is for subscribers only._ ### Ungefiltert | Laschets Brandmauer-Debatte URL: https://dievossische.de/ungefiltert-laschets-brandmauer-debatte/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z In dieser Folge von „Ungefiltert mit Paul Fisher“ geht es um die Grenzen der bisherigen Strategie. Denn eine Brandmauer ersetzt weder überzeugende Argumente noch eine Politik, die konkrete Probleme löst. _This post is for subscribers only._ ### Elif Eralp und die „rote Metropole“ URL: https://dievossische.de/elif-eralp-und-die-rote-metropole/ Last updated: 2026-09-21T15:05:14.000Z Elif Eralp will Berlin regieren. Doch ihre Karriere verlief nur im Politikbetrieb. Ihr Programm verspricht Enteignungen, Mehrausgaben und Wahlrecht ohne Pass – trotz Berlin Schulden und Rechtsrisiken. _This post is for subscribers only._ ### Heuchelei der Brandmauer: Berliner Wahlkampf mit Islamisten URL: https://dievossische.de/heuchelei-der-brandmauer-berliner-wahlkampf-mit-islamisten/ Last updated: 2026-09-21T15:05:14.000Z Am 28. August 2026 treffen sich Berlins linksliberale Spitzenpolitiker in der umstrittenen Dar-as-Salam-Moschee. Während täglich ein AfD-Verbot gefordert wird, hofiert man hier Akteure aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft. Ein gefährlicher politischer Kotau vor dem legalistischen Islamismus. _This post is for subscribers only._ ### Laschets Brandmauer-Debatte: Endlich begreift die CDU, dass Ausgrenzung die AfD nicht stoppt URL: https://dievossische.de/laschets-brandmauer-debatte-endlich-begreift-die-cdu-dass-ausgrenzung-die-afd-nicht-stoppt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z Armin Laschet räumt ein, dass die formelle Ausgrenzung der AfD gescheitert ist. Die Brandmauer ersetzt weder überzeugende Argumente noch eine Politik, die Probleme löst. Warum die CDU jetzt klare rote Linien, parlamentarische Fairness und einen glaubwürdigen eigenen Kurs braucht. Eine klare Analyse. _This post is for subscribers only._ ### Demografie und Macht: Der Islam im Westen URL: https://dievossische.de/demografie-und-macht-der-islam-im-westen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:08.000Z Erreicht eine Minderheit eine kritische demografische Masse, entstehen autarke Parallelökonomien und politische Machtansprüche durch orthodox-islamische Verbände. Zum Schutz der Demokratie braucht es harte ökonomische Hebel und eine restriktive Einbürgerung mit 20 Jahren Wartezeit. _This post is for subscribers only._ ### München-Schwabing, die Softair-Waffe und die taz URL: https://dievossische.de/munchen-schwabing-die-softair-waffe-und-die-taz/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Ein angeblich 14-jähriger Kurde läuft mit einer echt aussehenden Waffe durch Schwabing – die Polizei schießt. Statt das Motiv oder fehlende Integration zu hinterfragen, betreiben Medien wie die taz und der BR sofort Täter-Opfer-Umkehr. Ein Kommentar über Faktenverweigerung und Haltungsjournalismus. _This post is for subscribers only._ ### Ungefiltert | Die 72 Geschlechter Lüge URL: https://dievossische.de/ungefiltert-die-72-geschlechter-luge/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Willkommen in der Realität. In einer Zeit, in der das Aussprechen unumstößlicher Fakten bereits als Provokation gilt, räumt Paul Fisher in dieser Episode mit dem wohl größten aktivistischen Märchen unseres Jahrzehnts auf: der absurden Behauptung, es gäbe 72 Geschlechter. _This post is for subscribers only._ ### Kontrollverlust, Clans und das Kindergeld-Kartell URL: https://dievossische.de/kontrollverlust-clans-und-das-kindergeld-kartell/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Der deutsche Rechtsstaat steht vor einer Zerreißprobe. Syrische Clans dominieren Metropolen wie Leipzig und nutzen Sozialleistungen wie das Kindergeld systematisch aus. Historiker Adrian Kerr zieht in seinem Essay drastische Parallelen zum Untergang Roms und fordert ein hartes Durchgreifen. _This post is for subscribers only._ ### Enteignung auf Pump URL: https://dievossische.de/enteignung-auf-pump/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Die Berliner Linke will große Wohnungskonzerne enteignen und die Entschädigung über Milliardenkredite finanzieren. Doch niedrige Mieten, Schuldendienst und Sanierungen lassen sich kaum zugleich stemmen. Am Ende drohen höhere Mieten, Sanierungsstau oder neue Belastungen für die Berliner Steuerzahler. _This post is for subscribers only._ ### Ungefiltert - AfD-Schulpläne: Warum die Panik? URL: https://dievossische.de/ungefiltert-afd-schulplane-warum-die-panik/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Besonders die Vorstellung, Hans-Thomas Tillschneider könnte Kultusminister werden und die Schulen grundlegend verändern, sorgt bei Politik und Medien für Alarmstimmung. Paul Fisher fragt: Ist diese Sorge berechtigt oder erleben wir politische Panikmache? _This post is for subscribers only._ ### Ungefiltert | Gefeuert für Fakten: Der Quoten-Professor und der Tod der Wahrheit URL: https://dievossische.de/ungefiltert-gefeuert-fur-fakten-der-quoten-professor-und-der-tod-der-wahrheit/ Last updated: 2026-09-21T15:05:14.000Z In dieser Episode von Ungefiltert knöpft sich Paul Fisher den wohl größten intellektuellen Skandal des modernen Universitätssystems vor: Den Fall Jason Arday und die unfassbare Reaktion der Universität Gent auf den Forscher Nathan Cofnas. _This post is for subscribers only._ ### Der Verrat an den Studierenden URL: https://dievossische.de/der-verrat-an-den-studierenden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Im Skandal um Jason Arday und Whistleblower Nathan Cofnas zeigt sich der Verfall der Unis. DEI-Quoten schützen Plagiatoren, während Kritiker fliegen. Historische Genies wie Faraday beweisen: Wahrer Intellekt besiegt Armut. Statt Standards zu senken, müssen Unis zahlende Studenten entschädigen. _This post is for subscribers only._ ### Die GdP-Krise – Wenn die Demokratie-Wächter selbst zum Problem werden URL: https://dievossische.de/die-gdp-krise-wenn-die-demokratie-wachter-selbst-zum-problem-werden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:09.000Z Morgengrauen mit Alvan Bovay Wie neutral darf, kann und muss die Polizei in Deutschland sein? Was geschieht, wenn diejenigen, die den Rechtsstaat eigentlich schützen sollen, anfangen, ihre eigenen politischen Maßstäbe über das Gesetz zu stellen und Gehorsamsverweigerung zu propagieren? _This post is for subscribers only._ ### Das Marxloh-Protokoll: Sittenwächter, verheimlichte Gewalt und das Staatsversagen URL: https://dievossische.de/das-marxloh-protokoll-sittenwachter-verheimlichte-gewalt-und-das-staatsversagen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:10.000Z Was passiert wirklich hinter den Kulissen von Marxloh? Das Marxloh-Protokoll spricht über Sittenwächter, verheimlichte Gewalt und schockierendes Staatsversagen – ungefiltert, direkt und nichts für schwache Nerven. _This post is for subscribers only._ ### Die Romantisierung der Risikolosigkeit URL: https://dievossische.de/die-romantisierung-der-risikolosigkeit/ Last updated: 2026-09-21T15:07:10.000Z Ist unternehmerischer Gewinn nur unbezahlte Arbeit? Die Replik auf Sabine Nuss’ taz-Artikel „Riskante Geschäfte“ prüft die marxistische Arbeitswertlehre, erklärt die ökonomische Funktion von Kapital und Innovation und zeigt, warum Beschäftigte und Unternehmer unterschiedliche Risiken tragen müssen. _This post is for subscribers only._ ### Wenn politische Abweichung zur Diagnose wird: Robert Misiks kranker Wähler URL: https://dievossische.de/wenn-politische-abweichung-zur-diagnose-wird-robert-misiks-kranker-wahler/ Last updated: 2026-09-21T15:07:10.000Z Robert Misik beschreibt rechte Weltbilder als Ergebnis von Ansteckung, Kränkung und Konformismus. Doch sein Modell bleibt einseitig: Die Linke, Grüne, NGOs und Antifa unterzieht er nicht denselben Maßstäben. Eine Kritik an politischer Pathologisierung und an asymmetrischer Gesellschaftsanalyse. _This post is for subscribers only._ ### Justiz-Skandal in NRW: Wenn die Staatsanwaltschaft Politik statt Recht macht URL: https://dievossische.de/justiz-skandal-in-nrw-wenn-die-staatsanwaltschaft-politik-statt-recht-macht/ Last updated: 2026-09-21T15:05:14.000Z Der Fall einer 76-jährigen Rentnerin vor dem Landgericht Düsseldorf sorgt für Schockwellen. Trotz Freispruches geht die Staatsanwaltschaft in Revision. Der Streit um politisch kritische Aussagen legt tiefe Mängel bei der Unabhängigkeit der Justiz und dem Wahren der Meinungsfreiheit offen. _This post is for subscribers only._ ### Staatliche Souveränität & Asylrecht: Die Krise des Staates URL: https://dievossische.de/staatliche-souveranitat-asylrecht-die-krise-des-staates/ Last updated: 2026-09-21T15:05:15.000Z Ein Staat, der seine Grenzen nicht kontrolliert, verliert seine Souveränität. Der Konflikt zwischen ungesteuerter Migration und dem Erhalt des Sozialstaates erfordert eine fundamentale Umkehr: Die Rückbesinnung auf das Grundgesetz, wirksame Grenzkontrollen und den Schutz des Gemeinwesens. _This post is for subscribers only._ ### Wegsehen aus Staatsräson? Warum die ARD die Wahrheit über queerfeindliche Gewalt verschweigt URL: https://dievossische.de/wegsehen-aus-staatsrason-warum-die-ard-die-wahrheit-uber-queerfeindliche-gewalt-verschweigt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:10.000Z Früher war Hamburg für mich ein sicherer Hafen. Doch seit 2010 erlebe ich eine Zunahme von Gewalt gegen Schwule, die fast ausschließlich von muslimischen Jugendgruppen ausgeht. Die ARD-Doku „Jagd auf Schwule“ verschweigt diese Realität und fokussiert sich nur auf rechtsradikale Täter. Ein Kommentar. _This post is for subscribers only._ ### Die Festung des Rechts – Warum der Staat seine Souveränität zurückholen muss URL: https://dievossische.de/die-festung-des-rechts-warum-der-staat-seine-souveranitat-zuruckholen-muss/ Last updated: 2026-09-21T15:07:10.000Z Feueralarme an Schulen und kriminelle Clanstrukturen zeigen den Zerfall staatlicher Durchsetzungskraft. Wer die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaats sichern will, muss das Völkerrecht anpassen, unregulierte Zuwanderung _This post is for subscribers only._ ### Schulleitung bestraft, Täter bleiben: Ludwigshafens Irrweg URL: https://dievossische.de/schulleitung-bestraft-tater-bleiben-ludwigshafens-irrweg/ Last updated: 2026-09-21T15:07:11.000Z An der Karolina-Burger-Realschule plus eskaliert die Gewalt, doch statt konsequent gegen Intensivtäter vorzugehen, wird die Schulleitung ausgetauscht. Der Fall zeigt eine gefährliche Schieflage: Der Staat sanktioniert Verantwortliche, während Lehrer und Schüler weiter Schutz vor Tätern brauchen. _This post is for subscribers only._ ### Fall Block: Wenn Experten aus der Ferne über fremde Kinder urteilen URL: https://dievossische.de/fall-block-wenn-experten-aus-der-ferne-uber-fremde-kinder-urteilen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:15.000Z Im Fall Block urteilte Inés Brock-Harder öffentlich über den Lebensmittelpunkt der Kinder, obwohl sie nur Medienberichte kannte. Spätere Gerichtsentscheidungen und ein psychiatrisches Gutachten zeigen nun, wie problematisch solche Ferneinschätzungen bei hochsensiblen Familienfällen tatsächlich sind. _This post is for subscribers only._ ### Fall Jason Arday: Wie Ideologie und DEI-Quoten die Wissenschaft gefährden URL: https://dievossische.de/fall-jason-arday-wie-ideologie-und-dei-quoten-die-wissenschaft-gefahrden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:11.000Z Der Freitod des Cambridge-Professors Jason Arday erschüttert die akademische Welt. Doch hinter der Tragödie steht eine fundamentale Debatte über Leistung, Plagiate und Identitätspolitik. Warum wissenschaftliche Standards für alle gelten müssen und Symbolpolitik den Betroffenen schadet. _This post is for subscribers only._ ### Erst wählen, dann Recht bekommen? URL: https://dievossische.de/erst-wahlen-dann-recht-bekommen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:11.000Z Vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen wurden zwei AfD-Kandidaten von den Wahlausschüssen abgelehnt. Die Gerichte verweisen für die Hauptprüfung auf die Zeit nach der Wahl. Doch ein nachträglicher Rechtsschutz kann verlorenen Wahlkampf nicht ersetzen – ein Problem für die Demokratie. _This post is for subscribers only._ ### 7,2-Milliarden-Klatsche für Berlin URL: https://dievossische.de/7-2-milliarden-klatsche-fur-berlin/ Last updated: 2026-09-21T15:07:11.000Z Das Bundesverfassungsgericht stellt Berlin für jahrelangen Verfassungsbruch bei der Beamtenbesoldung eine Rechnung von bis zu 7,2 Milliarden Euro aus. Statt zu sparen, schiebt der Senat die Altlasten vor sich her – in der festen Erwartung, dass Bayern und Hessen im Finanzausgleich einspringen. _This post is for subscribers only._ ### Das strategische Bündnis mit dem Islam URL: https://dievossische.de/das-strategische-bundnis-mit-dem-islam/ Last updated: 2026-09-21T15:07:11.000Z Eine Analyse: In Frankreich, Spanien und Deutschland setzen Parteien wie LFI, Podemos und Die Linke verstärkt auf Bündnisse mit migrantischen und pro-palästinensischen Milieus. Dabei leben in Deutschland auch historische Antiamerikanismus-Muster der SED wieder auf. _This post is for subscribers only._ ### Der blinde Fleck der Linken URL: https://dievossische.de/der-blinde-fleck-der-linken-2/ Last updated: 2026-09-21T15:07:11.000Z Antisemitismus gilt oft als rechtes Phänomen. Doch auch Kommunisten, SED, Teile der radikalen Linken und antiimperialistische Milieus entwickelten antisemitische Denkmuster. Das Essay verfolgt diese Linie bis zu heutigen Debatten um Die Linke, Antifa, Grüne und Postkolonialismus. _This post is for subscribers only._ ### Journalismus oder Wahlkampfhilfe? URL: https://dievossische.de/journalismus-oder-wahlkampfhilfe/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Die Berliner Wohnungskrise wird oft als Kampf gegen Spekulanten inszeniert. Ein taz-Essay von Mitsuo Iwamoto fordert Enteignungen. Doch Ideologie baut keine Wohnungen: Bürokratie, Baupreise, leere Kassen und hohe Zuwanderung verknappen den Wohnraum. Ein Plädoyer für ökonomische Realität. _This post is for subscribers only._ ### Campact: Die Kampagne als Geschäftsmodell URL: https://dievossische.de/campact-die-kampagne-als-geschaftsmodell/ Last updated: 2026-08-19T19:19:25.000Z Campact inszeniert sich als Bürgerbewegung, verfügt dabei aber über einen millionenschweren Kampagnenapparat, den nur zwölf Vereinsmitglieder kontrollieren. Der Artikel untersucht Spendenzahlen, Gehälter und Aktionen gegen Müller, Merz und die AfD – sowie die fehlende Abrechnung einzelner Kampagnen. _This post is for subscribers only._ ### Die ewige Flamme der Heuchelei URL: https://dievossische.de/die-ewige-flamme-der-heuchelei/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Ein Gedenken von UN-Chef Guterres und Annalena Baerbock sorgt für scharfe Kritik: Unter den geehrten UNRWA-Mitarbeitern befand sich ein Hamas-Kämpfer. Die Enthüllungen von UN Watch befeuern die Debatte um die deutsche Mitfinanzierung der umstrittenen Behörde und fordern direkte Konsequenzen. _This post is for subscribers only._ ### ’Ismah: Mythos der Makellosigkeit im Frühislam | Analyse URL: https://dievossische.de/vom-mythos-der-makellosigkeit-eine-historisch-kritische-demontage-der-fruhzeit-des-islam-2/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Ein historisch-kritischer Blick auf die 'Ismah: Was verraten die Primärquellen wirklich über die Frühzeit des Islam? Eine Analyse zu kriegerischer Expansion, Machtkämpfen und dem Wandel vom 7. Jahrhundert zur dogmatisierten Orthodoxie. _This post is for subscribers only._ ### GdP-Krise: Wie Jochen Kopelke und Sven Hüber die Gewerkschaft spalten URL: https://dievossische.de/gdp-krise-wie-jochen-kopelke-und-sven-huber-die-gewerkschaft-spalten/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Ein Magazinbeitrag zur AfD bringt die GdP-Führung in Bedrängnis: Vize-Chef Sven Hüber gerät wegen seiner DDR-Politoffiziers-Vergangenheit in die Kritik, während ein gelöschter Wikipedia-Eintrag Fragen aufwirft. Bundeschef Jochen Kopelke reagiert mit Attacken – und spaltet die eigene Gewerkschaft. _This post is for subscribers only._ ### Die Rückkehr der Rassentrennung als „Progressivismus“ – Eine Demontage URL: https://dievossische.de/die-ruckkehr-der-rassentrennung-als-progressivismus-eine-demontage/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Ein exklusiver Badetag nach Hautfarbe am Berliner Volksbad sorgt für Streit. Politik und Medien witterten rechte Hetze. Doch das eigentliche Skandalon liegt woanders: Die Rückkehr ethnischer Zutrittsschranken im öffentlichen Raum unter dem Deckmantel des Progressivismus zersetzt den Rechtsstaat. _This post is for subscribers only._ ### Die Anatomie einer medialen Hinrichtung URL: https://dievossische.de/die-anatomie-einer-medialen-hinrichtung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Ein SPIEGEL-Cover im Fahndungs-Stil inszeniert Ulrich Siegmund als Gefahr. Hinter dem Artikel steht ein Autoren-Trio mit taz- und ND-Vergangenheit. Diese mediale Dämonisierung entpuppt sich als Ablenkung vom eigentlichen Problem: dem staatlichen Versagen bei Asylpolitik und Wirtschaft. _This post is for subscribers only._ ### Der Salzburger Kopftuch-Eklat und der verhängnisvolle Verfall unserer europäischen Gastkultur URL: https://dievossische.de/der-salzburger-kopftuch-eklat-und-der-verhangnisvolle-verfall-unserer-europaischen-gastkultur/ Last updated: 2026-09-21T15:07:12.000Z Ein Salzburger Hotel setzt sein Hausrecht beim Frühstücksdresscode durch – trotz Kritik. Der Fall zeigt das Spannungsfeld zwischen heimischen Hausordnungen und religiösen Sonderansprüchen. Ein Blick auf München zeigt, wie Traditionen in der Luxushotellerie schleichend zurückgedrängt werden. _This post is for subscribers only._ ### Digitale Brandstifterinnen vs. echte Erfüllung: Die Psychologie der dauerempörten Online-Agitatorinnen URL: https://dievossische.de/digitale-brandstifterinnen-vs-echte-erfullung-die-psychologie-der-daueremporten-online-agitatorinnen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Ausgehend von aggressiven Threads-Debatten beleuchtet dieser Artikel die Psychologie hinter dauerempörten linken Online-Aktivistinnen. Zwischen Großstadt-Kiez, Provinz-Komplexen und dem Verlust traditioneller Lebensentwürfe zeigt sich: Das digitale Getöse ist oft nur das Echo eigener Entfremdung. _This post is for subscribers only._ ### Israel: Pflicht zur Wehrhaftigkeit URL: https://dievossische.de/israel-pflicht-zur-wehrhaftigkeit/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Seit 1949 führen Israelis einen täglichen Existenzkampf. Terroristen wie Hamas und Hisbollah missbrauchen Zivilisten als Schutzschilde, während westliche Medien Israel einseitig verurteilen. Die Sicherheit Israels ist nicht verhandelbar – für eine Demokratie im Nahen Osten. _This post is for subscribers only._ ### Der Mekka-Pakt als geopolitisches Risiko und islamistisches Machtkalkül URL: https://dievossische.de/der-mekka-pakt-als-geopolitisches-risiko-und-islamistisches-machtkalkul/ Last updated: 2026-08-14T11:19:20.000Z Der Mekka-Pakt vereint Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan zu einem neuen Militärblock. Was der Westen als Lastenteilung feiert, ist in Wahrheit eine brandgefährliche, islamistisch geprägte Gegenarchitektur, die globale Konflikte schürt und westlichen Einfluss systematisch aushebelt. _This post is for subscribers only._ ### Millionen für woke Weltverbesserung URL: https://dievossische.de/millionen-fur-woke-weltverbesserung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Millionen für woke Weltverbesserung: Während deutsche Bibliotheken schließen und Kommunen pleite sind, fließen hunderte Millionen Euro Steuergeld in fragwürdige Gender-Projekte im Ausland. Ein skandalöser Kontrast zwischen heimischem Infrastrukturverfall und dem Export ideologischer Nischen-Dogmen. _This post is for subscribers only._ ### Die politisch induzierte Immobilien-Rezession URL: https://dievossische.de/die-politisch-induzierte-immobilien-rezession/ Last updated: 2026-09-21T15:05:15.000Z Während Münchens grüne Stadtpolitik durch Überregulierung den Wohnungsbau abwürgt, droht Berlin bei einem Wahlsieg der Linken der totale Stillstand durch planwirtschaftliche Eingriffe. Eine ökonomische Abrechnung mit Ideologien. _This post is for subscribers only._ ### Unter dem Deckmantel der Toleranz: Wer hinter IslamiQ steckt URL: https://dievossische.de/unter-dem-deckmantel-der-toleranz-wer-hinter-islamiq-steckt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Das Portal IslamiQ gibt sich unabhängig, ist aber das Sprachrohr der IGMG. Unsere Recherche zeigt: Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit agiert eine homophobe Ideologie, während Kritik als rassistisch diffamiert wird. Zeit, den Biedermann-Mythos und staatliche Fördermittel zu beenden. _This post is for subscribers only._ ### Die AfD kann eine Partei der bürgerlichen Mitte werden URL: https://dievossische.de/die-afd-kann-eine-partei-der-burgerlichen-mitte-werden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Die AfD ist nun zu einer starken politischen Kraft geworden. Sie greift Themen auf, die viele Bürger bewegen, fordert etablierte Parteien heraus und verändert die politische Landschaft. Der Artikel beleuchtet, welche Chancen sich daraus ergeben und wie ihr Weg in die bürgerliche Mitte aussehen kann. _This post is for subscribers only._ ### 160 Zeichen bis zum Schauprozess URL: https://dievossische.de/160-zeichen-bis-zum-schauprozess/ Last updated: 2026-09-20T21:30:04.000Z Keine Wahlempfehlung für die AfD: Der Autor kritisiert homophobe Positionen, orthodox-islamische Milieus und linke Ausgrenzung. Er fordert gleiche Maßstäbe gegen jede Form von Extremismus, eine offene Debatte und Respekt für Andersdenkende. _This post is for subscribers only._ ### Wenn Exklusion zur Solidarität verklärt wird: Das linke Schaumschlagen der taz-Volontärin URL: https://dievossische.de/wenn-exklusion-zur-solidaritat-verklart-wird-das-linke-schaumschlagen-der-taz-volontarin/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Warum der taz-Kommentar über die Exklusion im Berliner Volksbad ein Paradebeispiel für defensiven Blasen-Journalismus ist. Eine scharfe Analyse darüber, wie identitätspolitische Ausschlussverfahren als vermeintliche Solidarität verkauft und Kritik reflexartig in die rechte Ecke gestellt wird. _This post is for subscribers only._ ### Mohamed Hisham: Ein schwuler Ex-Muslim widersetzt sich dem religiösen Zwang URL: https://dievossische.de/mohamed-hisham-ein-schwuler-ex-muslim-widersetzt-sich-dem-religiosen-zwang/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Mohamed Hisham bekannte sich im ägyptischen Fernsehen zum Atheismus – und bezahlte mit Verfolgung und Flucht. Der Beitrag zeigt, wie der schwule Ex-Muslim religiösem Zwang und Homophobie widerstand, weshalb er in Deutschland bedroht wurde und warum sein Mut heute hohe Anerkennung verdient. _This post is for subscribers only._ ### SED, PDS und Die Linke: Die Kontinuität der alten Kader URL: https://dievossische.de/sed-pds-und-die-linke-die-kontinuitat-der-alten-kader/ Last updated: 2026-09-21T15:07:13.000Z Von der SED über die PDS zur Partei Die Linke: Diese Recherche zeigt personelle Kontinuitäten, das verschwundene Parteivermögen und aktuelle Verflechtungen mit islamistischen Kräften. _This post is for subscribers only._ ### Vom strammen SED-Kader zum Ober-Verfassungsschützer URL: https://dievossische.de/vom-strammen-sed-kader-zum-ober-verfassungsschutzer/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z Die Biografie von GdP-Vize Sven Hüber wirft Fragen auf: Einst als Politoffizier bei den DDR-Grenztruppen SED-Kader, fordert er heute im geeinten Deutschland von Polizisten absolute Verfassungstreue und das „Recht zum Widerstand“. Ein symbolisches Zeugnis des unvollendeten Umgangs mit Totalitarismus. _This post is for subscribers only._ ### Zwischen Ideologie, Einheitsschule und Elfenbeinturm URL: https://dievossische.de/zwischen-ideologie-einheitsschule-und-elfenbeinturm/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z Eine vernichtende Analyse des Berliner Linken-Wahlprogramms 2026: Warum die ideologische Schulpolitik Leistungsträger ausbremst und wer die akademisierten Kandidaten ohne freiwirtschaftliche Praxis sind. _This post is for subscribers only._ ### Millionen-Business mit dem Islamismus-Alarm: Wie CLAIM mit fragwürdigen Zahlen Kasse macht URL: https://dievossische.de/millionen-business-mit-dem-islamismus-alarm-wie-claim-mit-fragwurdigen-zahlen-kasse-macht/ Last updated: 2026-09-12T11:51:13.000Z Ein Urteil offenbart: gGmbH CLAIM kassiert Hunderttausende Euro vom Steuerzahler für alarmistische Berichte. Ein Blick auf die dubiosen Meldezahlen, die Chefs Hanano und Ceyhan sowie das lukrative Geschäftsmodell mit der Angst. _This post is for subscribers only._ ### Tante Voß im digitalen Zeitalter URL: https://dievossische.de/tante-voss-im-digitalen-zeitalter/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z KI-Karikaturen eröffnen unabhängigen Medien neue publizistische Möglichkeiten. Der Artikel zeigt, warum der Einsatz künstlicher Intelligenz kein Beleg für mangelnde Qualität ist, persönliche Angriffe keine Argumente ersetzen und transparente Kennzeichnung Vertrauen in digitalen Journalismus schafft. _This post is for subscribers only._ ### Warum Georg Restle nicht mehr tragbar ist URL: https://dievossische.de/warum-georg-restle-nicht-mehr-tragbar-ist/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z Der Fall Georg Restle zeigt die Schieflage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Während die taz versucht, die Vorwürfe zu verharmlosen, wird deutlich: Unbelegte, israelfeindliche Verschwörungserzählungen dürfen nicht länger durch Rundfunkgebühren finanziert werden. Ein Kommentar zur Debatte. _This post is for subscribers only._ ### Ungefiltert - Podcast mit Paul Fisher URL: https://dievossische.de/ungefiltert-podcast-mit-paul-fisher/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z Paul Fisher erklärt, warum er als schwuler Mann keine Angst vor der AfD hat. Die größere Gefahr sieht er in islamistischem Extremismus und religiös begründeter Homophobie. Ein persönlicher Podcast über politische Schubladen, verdrängte Bedrohungen, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung und Haltung. _This post is for subscribers only._ ### Ich bin schwul – und habe keine Angst vor der AfD URL: https://dievossische.de/ich-bin-schwul-und-habe-keine-angst-vor-der-afd/ Last updated: 2026-08-19T19:22:35.000Z Ich bin schwul und konservativ. Die Angst gilt nicht der AfD, sondern der Islamisierung und aggressivem Islamismus auf unseren Straßen. Der queere Identitäts-Psychoquatsch schadet klassischer Homosexualität. Medien betreiben billige Propaganda statt echte Probleme zu lösen. _This post is for subscribers only._ ### Volksbad Berlin & EOTO: 300.000€ für Ausgrenzung URL: https://dievossische.de/volksbad-berlin-eoto-300-000eur-fur-ausgrenzung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z 300.000-Euro-Volksbad in Berlin: Statt Inklusion gibt es Exklusion durch exklusive Badetage für Communities. Finanziert mit Steuergeldern und in Kooperation mit der NGO EOTO zeigt das Projekt eine bedenkliche Ausuferung von Identitätspolitik und staatlicher Verschwendung auf Kosten der Bürger. _This post is for subscribers only._ ### Berliner Integrationspolitik: Warum das linke Wahlprogramm Berlins Kieze überfordert URL: https://dievossische.de/berliner-integrationspolitik-warum-das-linke-wahlprogramm-berlins-kieze-uberfordert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z Berlins soziale Infrastruktur kollabiert unter Dauerlast. Während Die Linke im Wahlprogramm unkonditionierte Zuwanderung und Vollversorgung fordert, warnen Experten vor der Überlastung von Schulen, Kizen und Haushalt. Ein realistischer Blick auf die Folgen ideologischer Integrationspolitik. _This post is for subscribers only._ ### Die Linke und ihr Wahlprogramm: Bremse für den Wirtschaftsstandort Berlin? URL: https://dievossische.de/die-linke-und-ihr-wahlprogramm-bremse-fur-den-wirtschaftsstandort-berlin/ Last updated: 2026-09-21T15:07:14.000Z Das Wahlprogramm der Linken fordert für Berlin massive staatliche Eingriffe und Vergesellschaftungen. Während Metropolen auf Innovation setzen, warnt die Wirtschaft vor Abwanderung und Investitionsstopps. Ideologische Blockaden gefährden Startups und Mittelstand in der Hauptstadt dauerhaft. _This post is for subscribers only._ ### Vom Alster-Glamour zum Steuer-Fiasko: Wie Hamburgs Unterbringungspolitik ein Viertel kippt URL: https://dievossische.de/vom-alster-glamour-zum-steuer-fiasko-wie-hamburgs-unterbringungspolitik-ein-viertel-kippt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Teure Fehlplanung in Hamburg: Die Nutzung der Mundsburg-Towers als Asylunterkunft kostet den Steuerzahler pro Wohnung unfassbare 8.510 € im Monat. Der einstige Luxusturm wird zum Symbol für Steuerverschwendung und zieht den Handel sowie angrenzende Nobelviertel wie die Uhlenhorst mit nach unten. _This post is for subscribers only._ ### Das Magdeburger Dilemma URL: https://dievossische.de/das-magdeburger-dilemma/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Der aktuelle Sachsen-AnhaltTREND zeigt eine parlamentarische Sackgasse: Mit 41 % dominiert die AfD, während die CDU auf 24 % fällt. Da eine Koalition ohne die AfD nur unter Beteiligung oder Duldung der Linkspartei möglich ist, steht die Brandmauer der Union vor einer Zerreißprobe. _This post is for subscribers only._ ### Das Ende der Naivität: Warum der unreformierte Islam nicht zur westlichen Welt gehört URL: https://dievossische.de/das-ende-der-naivitat-warum-der-unreformierte-islam-nicht-zur-westlichen-welt-gehort/ Last updated: 2026-09-20T19:02:08.000Z Der unreformierte Islam ist unvereinbar mit der westlichen Welt. Wer Grundrechte, Frauenrechte und Freiheit ablehnt, darf keine staatlichen Privilegien genießen. Ein konsequentes Umkehrprinzip muss her: Kooperation nur für reformierte Kräfte. Es ist Zeit, unsere Demokratie zu schützen. _This post is for subscribers only._ ### Boy George bricht Konzert in Frankfurt nach 15 Minuten ab – Sabotage-Vorwürfe im Raum URL: https://dievossische.de/boy-george-bricht-konzert-in-frankfurt-nach-15-minuten-ab-sabotage-vorwurfe-im-raum/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Pop-Ikone Boy George sorgt für ein Beben beim „Die 80er Live“-Festival in Frankfurt: Nach nur 15 Minuten brach der Sänger seinen Auftritt wegen massiver Tonprobleme ab. Auf X warf er der Crew absichtliche Sabotage vor. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie aktueller Debatten um Zensur. _This post is for subscribers only._ ### Collien Fernandez Medienspiel auf dem Rücken der Tochter URL: https://dievossische.de/collien-fernandez-medienspiel-auf-dem-rucken-der-tochter/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Der Kontaktabruch der 14-jährigen Tochter entlarvt Collien Fernandes' egozentrische Selbstdarstellung. Experten kritisieren ihr egoistisches Verhalten im Medienstreit scharf als schädlich für das Kindeswohl. Ein Blick auf die Ursprünge ihrer Karriere zeigt den unstillbaren Drang ins Rampenlicht. _This post is for subscribers only._ ### Tod im leeren Schwimmbad URL: https://dievossische.de/tod-im-leeren-schwimmbad/ Last updated: 2026-08-10T05:16:18.000Z Im trockenen Becken des Jesteburger Freibads wird die Badleiterin tot aufgefunden. Kuhlmann und Wrede stoßen auf eine tödliche Mischung aus unterschlagenen Geldern und dunklen Geheimnissen. _This post is for subscribers only._ ### Das Ende des Schulsystems: Wenn Sittenwächter regieren URL: https://dievossische.de/das-ende-des-schulsystems-wenn-sittenwachter-regieren/ Last updated: 2026-09-21T11:33:02.000Z Schlägereien, Sittenwächter und Angst: Ein Lehrer bricht das Schweigen über den Alltag an einer Gesamtschule in Duisburg-Marxloh. Eine kompromisslose Reportage über das Versagen des Staates, verheimlichte Gewalt, homophobe Hölle und den schleichenden Zusammenbruch der Integration. _This post is for subscribers only._ ### Warum das Berliner Linken-Programm beim ÖPNV scheitert URL: https://dievossische.de/warum-das-berliner-linken-programm-beim-opnv-scheitert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Eine faktenbasierte Analyse zur Berliner Verkehrspolitik: Warum der Traum vom Nulltarif und staatlichen Dauersubventionen den Nahverkehr zerstört, den Investitionsstau verschärft, die Berliner Finanzen sprengt und die Mobilität langfristig blockiert. _This post is for subscribers only._ ### Nackt, selbstgerecht und grenzenlos – Wenn Aktivismus zur Zumutung wird URL: https://dievossische.de/nackt-selbstgerecht-und-grenzenlos-wenn-aktivismus-zur-zumutung-wird/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Ein siebenjähriger Junge nannte es eklig: Hunderte Radler demonstrieren nackt in Berlin. Cilla Zielinski blickt bei Die Vossische hinter die Kulissen der Inszenierung, hinterfragt die angebliche Klimabotschaft und zeigt, warum moralische Selbstüberhebung oft zur Zumutung für Unbeteiligte wird. _This post is for subscribers only._ ### Der Traum vom Mietendeckel – Warum Linke-Wohnungspolitik das Bauen stoppt statt Probleme zu lösen URL: https://dievossische.de/der-traum-vom-mietendeckel-warum-linke-wohnungspolitik-das-bauen-stoppt-statt-probleme-zu-losen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:15.000Z Eine faktenbasierte Analyse zur Berliner Wohnungspolitik: Warum der Traum vom Mietenstopp und staatlichen Enteignungen den Immobilienmarkt zerstört, den Neubau stoppt, Investoren abschreckt und die Wohnungsnot für Wohnungssuchende langfristig massiv verschärft. _This post is for subscribers only._ ### Nackter Wahnsinn in Berlin URL: https://dievossische.de/nackter-wahnsinn-in-berlin/ Last updated: 2026-09-21T15:07:15.000Z Wenn hunderte hüllenlose Gestalten durch Berlin radeln, hilft nur noch Sarkasmus. Eine scharfe Analyse über den vermeintlichen Klimaschutz auf dem Fahrrad, narzisstische Dauerschreie nach Aufmerksamkeit und die juristische Gratwanderung zwischen politischer Demo und öffentlichem Ärgernis. _This post is for subscribers only._ ### Biologie, Wokeness und das Cis-Brötchen – Die taz verliert den Faden URL: https://dievossische.de/biologie-wokeness-und-das-cis-brotchen-die-taz-verliert-den-faden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Wer beim Bäcker ein „Cis-Brötchen“ bestellt, liest vermutlich die taz. In dieser Episode von Klartext am Freitag nimmt sich Alvan Bovay die woke Sprachakrobatik vor und zeigt anhand von Paul Fishers Kolumne in der Vossischen, warum die Natur am Ende jede Ideologie schlägt. _This post is for subscribers only._ ### Subventionierter Aktivismus unter dem Deckmantel der Zivilgesellschaft URL: https://dievossische.de/subventionierter-aktivismus-unter-dem-deckmantel-der-zivilgesellschaft/ Last updated: 2026-08-19T19:21:33.000Z Eine kritische Untersuchung der taz-Berichterstattung über Sachsen-Anhalt zeigt, wie stark zivilgesellschaftliche Projekte wie die Zora finanziell von staatlichen Subventionen abhängen und warum die Sorge vor einem Regierungswechsel vor allem ein Kampf um den Erhalt dieser Förderstrukturen ist. _This post is for subscribers only._ ### Beugehaft für Lina E. bestätigt: Rechtsstaat zeigt Kante URL: https://dievossische.de/beugehaft-fur-lina-e-bestatigt-rechtsstaat-zeigt-kante/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Der BGH bestätigt die Beugehaft für Lina E. Doch während die Justiz hart durchgreift, verharmlosen Medien wie die taz die Taten und betreiben gefährliche Normalisierung. Ein Blick auf linksextreme Gewalt, fehlende Einsicht und die Doppelmoral im Journalismus. _This post is for subscribers only._ ### Drohen Europa Tropenstürme? Hitze im Mittelmeer URL: https://dievossische.de/drohen-europa-tropensturme-hitze-im-mittelmeer/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Extrem heisses Mittelmeerwasser birgt neue Gefahren: Wenn Rekordtemperaturen auf kühle Herbstluft treffen, drohen Südeuropa vermehrt zerstörerische Medicanes. Erfahren Sie, wie sich das Binnenmeer in ein potenzielles Tropensturm-Revier verwandelt und welche Küsten besonders gefährdet sind. _This post is for subscribers only._ ### Hitze in Europa & Atlantik-Hurrikane: Der Zusammenhang URL: https://dievossische.de/hitze-in-europa-atlantik-hurrikane-der-zusammenhang/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Europäische Hitzewellen und die überraschende Ruhe im Atlantik-Hurrikangebiet sind zwei Seiten derselben Medaille. Erfahren Sie, wie stationäre Hochdruckgebiete, Blockaden des Jetstreams und globale Zirkulationsmuster wie El Niño das Wettergeschehen auf beiden Seiten des Ozeans maßgeblich steuern. _This post is for subscribers only._ ### Georg Seeßlens taz-Debatte: Die Entmündigung der Bürger URL: https://dievossische.de/georg-seesslens-taz-debatte-die-entmundigung-der-burger/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Georg Seeßlens taz-Debatte offenbart die Entfremdung des linken Feuilletons. Anstatt echte Missstände zu analysieren, diffamiert der Autor kritische Wähler als gekränkte Störenfriede. Zeit, diese ideologische Doppelmoral und verbrauchte Betroffenheitsrhetorik entschieden zu entlarven. _This post is for subscribers only._ ### Biologie schlägt Ideologie: Die taz und das Abstammungsrecht URL: https://dievossische.de/biologie-schlagt-ideologie-die-taz-und-das-abstammungsrecht/ Last updated: 2026-08-19T19:20:39.000Z Die taz schimpft über das Abstammungsrecht und verstrickt sich in woke Begriffe. Doch ohne Mann und Frau gibt es keine Fortpflanzung. Ein bissiger Blick auf Sprachakrobatik und Biologie. _This post is for subscribers only._ ### Ukrainekrieg: Wächst die Kriegsmüdigkeit in Deutschland wirklich? URL: https://dievossische.de/ukrainekrieg-wachst-die-kriegsmudigkeit-in-deutschland-wirklich/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Die Debatte über Waffenlieferungen spaltet Deutschland. Während Milliarden für die Ukraine bereitstehen, wächst der Ruf nach Verhandlungen. Doch Umfragen zeigen kein einfaches Ja oder Nein. Zahlen, Fakten und Hintergründe erklären, wie tief die Kriegsmüdigkeit wirklich reicht. Was folgt daraus also? _This post is for subscribers only._ ### Das Zimmer über der Apotheke URL: https://dievossische.de/das-zimmer-uber-der-apotheke/ Last updated: 2026-09-21T15:05:15.000Z Vera sitzt tot im Sessel, der Fernseher läuft. Kommissar Kuhlmann findet Digitalis im Tee. Brüder und ein Erpresser geraten ins Visier. Ein raffiniertes Versteckspiel um Lügen, ein altes Testament und eine geheime Kamera enthüllt schließlich einen perfiden Mörder. _This post is for subscribers only._ ### Berliner Wohnungsmarkt: Die Risiken der Linken-Politik URL: https://dievossische.de/berliner-wohnungsmarkt-die-risiken-der-linken-politik/ Last updated: 2026-09-21T15:07:16.000Z Die Linke fordert in Berlin Mietenstopp und Enteignungen, um die Wohnungsnot zu lindern. Ökonomen warnen jedoch: Staatliche Eingriffe und Enteignungsdebatten verschärfen den Mangel, blockieren privates Kapital für dringend benötigten Neubau und belasten Steuerzahler massiv. _This post is for subscribers only._ ### Ausbildungskrise durch Migration: Fakten statt Illusionen URL: https://dievossische.de/ausbildungskrise-durch-migration-fakten-statt-illusionen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Warum das duale System scheitert: Echte Biografien von Ahmed bis Fatma zeigen, wie Kulturkonflikte, der Drang nach Statussymbolen, religiöse Symbole wie der Hijab und ein entwertetes Schulsystem mit geschenkten Abiturs den Arbeitsmarkt belasten. Hier zählt Klarheit statt falscher Toleranz. _This post is for subscribers only._ ### Aufgewärmte Suppe statt echter Reformen URL: https://dievossische.de/aufgewarmte-suppe-statt-echter-reformen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Während die AfD dominiert und Umfragen für die SPD ein historisches Tief bei 12% zeigen, setzt die Parteispitze auf Manuela Schwesig. Kritiker sprechen von „Mrs. Gazprom“ und einer Politik ohne echte Zukunftskonzepte für Deutschland, die stattdessen auf alte Reflexe wie Brandmauern vertraut. _This post is for subscribers only._ ### Mehr Ausländer in Brandenburg – aber nicht automatisch mehr Fachkräfte URL: https://dievossische.de/mehr-auslander-in-brandenburg-aber-nicht-automatisch-mehr-fachkrafte/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Brandenburg hat inzwischen deutlich mehr ausländische Einwohner als 2013. Doch Zuwanderung bedeutet nicht automatisch Fachkräftegewinn: Ausländer sind häufiger arbeitslos, und viele Syrer beziehen Bürgergeld. Gleichzeitig sanken Arbeitslosigkeit und SGB-II-Bezug im Land seit 2015 insgesamt deutlich. _This post is for subscribers only._ ### 100 Millionen Euro für Panzerproduktion: Wie die neue Rüstungsfabrik die Oberlausitz verändert URL: https://dievossische.de/100-millionen-euro-fur-panzerproduktion-wie-die-neue-rustungsfabrik-die-oberlausitz-verandert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z KNDS baut das frühere Alstom-Werk in Görlitz zu einem Zentrum der Panzerproduktion um. Rund 100 Millionen Euro fließen in den Standort, mehr als 400 Arbeitsplätze sind geplant. Auch neue Firmen in Bautzen und der Oberlausitz könnten als Zulieferer von der Rüstungsinvestition profitieren und wachsen. _This post is for subscribers only._ ### Tödlicher Busunfall bei Aschersleben: Ein Mensch stirbt, mehrere werden verletzt URL: https://dievossische.de/todlicher-busunfall-bei-aschersleben-ein-mensch-stirbt-mehrere-werden-verletzt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Schwerer Unfall mit einem Linienbus bei Aschersleben: Ein Mensch kommt ums Leben, mehrere weitere werden verletzt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Die Unfallursache ist noch unklar; die Ermittlungen laufen. _This post is for subscribers only._ ### Prozess gegen mutmaßlichen Clan-Boss: Sammy Miri wegen Kokainhandels vor Gericht URL: https://dievossische.de/prozess-gegen-mutmasslichen-clan-boss-sammy-miri-wegen-kokainhandels-vor-gericht/ Last updated: 2026-08-13T14:04:48.000Z Der Prozess gegen den mutmaßlichen Clan-Boss Sammy Miri hat begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm umfangreichen Kokainhandel und die Einfuhr großer Drogenmengen vor. Verschlüsselte EncroChat-Nachrichten sollen zentrale Beweise liefern. Bei einer Verurteilung droht ihm nun eine lange Haftstrafe. _This post is for subscribers only._ ### Schluss mit der Brandmauer: Warum Parteien wieder für die Bürger da sein müssen URL: https://dievossische.de/schluss-mit-der-brandmauer-warum-parteien-wieder-fur-die-burger-da-sein-mussen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Schluss mit Ausgrenzung: Erfahren Sie, warum Brandmauern und die 5-Prozent-Hürde scheitern. Zeit für echten Wettbewerb und Politik für die Bürger Deutschlands. _This post is for subscribers only._ ### Der Staat darf Gegner haben, aber keine Feinde URL: https://dievossische.de/der-staat-darf-gegner-haben-aber-keine-feinde/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z AfD-Kandidaten dürfen in Niedersachsen nicht antreten. Warum Jonathan Falks Buch über Staat, Opposition und Rechtsstaat so aktuell ist wie nie. _This post is for subscribers only._ ### Michigan: Droht den US-Demokraten jetzt die große Spaltung?! URL: https://dievossische.de/michigan-droht-den-us-demokraten-jetzt-die-grosse-spaltung/ Last updated: 2026-08-06T12:39:08.000Z Die Vorwahl in Michigan wird zur Richtungsentscheidung für die US-Demokraten. Moderate und progressive Kräfte kämpfen um Einfluss, Nahostpolitik und Sozialreformen. Der wachsende Konflikt könnte die Partei lähmen, Wähler vertreiben und das politische System der USA langfristig grundlegend verändern. _This post is for subscribers only._ ### Liberalität gehört verteidigt URL: https://dievossische.de/liberalitat-gehort-verteidigt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Europas Asylpolitik braucht einen radikalen Kurswechsel: Konsequenter Schutz der Aussengrenzen, Asylverfahren in sicheren Drittstaaten und eine klare Trennung von Schutz und Arbeitsmigration sollen Schlepper stoppen, Kommunen entlasten und Rechtsstaat, Freiheit sowie Wohlstand sichern. _This post is for subscribers only._ ### Wohnungsnot 2026 URL: https://dievossische.de/wohnungsnot-2026/ Last updated: 2026-08-14T14:48:04.000Z Deutschlands Wohnungsnot verschärft sich: Angebotsmieten steigen, 2025 wurden nur 206.600 Wohnungen fertig, und der Neubau erholt sich quälend langsam. Der Städte-Index zeigt die teuersten Metropolen. Warum Mietpreisbremse und Bau-Turbo allein die Krise 2026 nicht lösen können – und was jetzt hilft. _This post is for subscribers only._ ### Energiepreise explodieren – Verbraucher zwischen Verzweiflung und Politikversagen URL: https://dievossische.de/energiepreise-explodieren-verbraucher-zwischen-verzweiflung-und-politikversagen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:17.000Z Benzinpreise auf Rekordniveau, hohe Stromkosten und nur begrenzte Entlastungen: Deutschlands Verbraucher stehen weiter unter Druck. Der Text zeigt neue Zahlen, erklärt politische Maßnahmen und untersucht, warum Energie trotz staatlicher Milliardenhilfen teurer bleibt – inklusive konkreter Spartipps. _This post is for subscribers only._ ### Die Rechnung ohne den Wirt: URL: https://dievossische.de/die-rechnung-ohne-den-wirt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Berlin profitiert seit Jahrzehnten vom bundesstaatlichen Finanzausgleich. Angesichts neuer politischer Experimente stellt sich die Frage, wie lange Geberländer dafür zahlen sollen. Der Beitrag fordert mehr finanzielle Eigenverantwortung und ein Ende dauerhafter Subventionen für die Hauptstadt. _This post is for subscribers only._ ### IWH-Studie im Faktencheck: Wissenschaft als Wahlkampf URL: https://dievossische.de/iwh-studie-im-faktencheck-wissenschaft-als-wahlkampf/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Eine Studie des Leibniz-Instituts IWH prangert ein Milliardenloch im AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt an. Doch wie neutral sind solche Gutachten? Ein genauer Blick auf die Finanzierung, p, Nic Dorsch und Alexander Reifschneider sowie den krassen Kontrast zum überschuldeten Berlin. _This post is for subscribers only._ ### Die Brandmauer-Illusion: Wenn "Die Zeit" zur Parteizentrale wird URL: https://dievossische.de/die-brandmauer-illusion-wenn-die-zeit-zur-parteizentrale-wird/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Ein beispielloser Skandal: Wenn Regierungsmitglieder in renommierten Medienblättern Plattformen für politische Verbotsforderungen erhalten. Ein scharfzüngiger Kommentar über den Vertrauensverlust der Volksparteien, die Entfremdung von den Bürgern und die Auflösung echter demokratischer Prinzipien. _This post is for subscribers only._ ### Der Skandal von Gnarrenburg eskaliert URL: https://dievossische.de/der-skandal-von-gnarrenburg-eskaliert/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Ein 14-jähriges Mädchen wird Opfer einer grausamen Gruppenvergewaltigung in Gnarrenburg. Doch statt harter Strafen stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein, weil das Opfer in Schreckstarre verfiel. Ein fatales Signal, denn nun steht der Verdacht einer weiteren Tat im Raum. _This post is for subscribers only._ ### Der Vorstoß der Gesinnungsjustiz URL: https://dievossische.de/der-vorstoss-der-gesinnungsjustiz/ Last updated: 2026-09-02T19:44:54.000Z Mehr als 1.100 Juristen fordern ein AfD-Verbotsverfahren. Der Beitrag beleuchtet, warum besonders die Beteiligung amtierender Richter und Staatsanwälte Fragen nach Neutralität, Befangenheit und Gewaltenteilung aufwirft – und weshalb dadurch das Vertrauen in den Rechtsstaat stark Schaden nehmen kann. _This post is for subscribers only._ ### EU-Sanktionen gegen Israel verfehlen die Realität völlig URL: https://dievossische.de/eu-sanktionen-gegen-israel-verfehlen-die-realitat-vollig/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Die Pläne der EU für ein Importverbot von Siedlungswaren sind reine Symbolpolitik. Wer den Konflikt verstehen will, darf den permanenten Terror gegen Israel nicht ausblenden. Ein Blick auf Jordanien, Ägypten und den zerstörten Libanon zeigt, warum die Nachbarstaaten heute konsequent schweigen. _This post is for subscribers only._ ### Asyl und Loyalität: Warum Ibrahims taz-Text Fragen aufwirft URL: https://dievossische.de/asyl-und-loyalitat-warum-ibrahims-taz-text-fragen-aufwirft/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Der taz-Beitrag von Mohamed Ibrahim offenbart das Versagen deutscher Asylpolitik: Jahrelang vom Steuerzahler finanziert und im Staatsdienst tätig, legt er das „Deutsch“ ab. Eine Streitschrift über fehlende Loyalität, die Kosten der Duldung und die Notwendigkeit echter Integrationspflichten. _This post is for subscribers only._ ### Polen überholt Deutschland: Wirtschaftswunder und Sicherheit URL: https://dievossische.de/polen-uberholt-deutschland-wirtschaftswunder-und-sicherheit/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Polen hat sich zu einer der dynamischsten Exportnationen Europas entwickelt. Während Deutschland in der Stagnation feststeckt, wächst Polens Wirtschaft kontinuierlich stark. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die konsequente Politik der Sicherheit, die ungesteuerte Massenmigration wirksam stoppt. _This post is for subscribers only._ ### Haftwarnung ohne Folgen: Gilt in Hamburg für Millionäre ein anderer Maßstab? URL: https://dievossische.de/haftwarnung-ohne-folgen-gilt-in-hamburg-fur-millionare-ein-anderer-massstab/ Last updated: 2026-09-21T15:07:18.000Z Im Block-Prozess bleibt eine mutmaßliche Verdunklungshandlung ohne Folgen. Trotz früherer Haftwarnung, möglicher Zeugenbeeinflussung, hoher Straferwartung und großer finanzieller Mittel erlässt das Landgericht Hamburg keine Maßnahmen. Entsteht hier der Eindruck einer Zwei-Klassen-Justiz? Ist das so? _This post is for subscribers only._ ### Die große Täuschung: Wie die taz die Zeche für Sánchez’ EU-Sonderweg schönredet URL: https://dievossische.de/die-grosse-tauschung-wie-die-taz-die-zeche-fur-sanchez-eu-sonderweg-schonredet/ Last updated: 2026-09-21T15:07:19.000Z Der taz-Kommentar zu Ceuta verdreht die Tatsachen: Nicht die EU ist unsolidarisch, sondern Sánchez’ Kurssprung. Seine Politik aus Massenlegalisierungen und teuren Sozialgeschenken basiert auf einem Prinzip: Nationale Wohltaten verteilen, die Zeche europäisieren. Zeit für eine Entlarvung. _This post is for subscribers only._ ### Das lähmende Schweigen: Wie die bürgerliche Mitte ihre Wehrhaftigkeit verliert URL: https://dievossische.de/das-lahmende-schweigen-wie-die-burgerliche-mitte-ihre-wehrhaftigkeit-verliert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:19.000Z Nach extremistischen Vorfällen verharrt die bürgerliche Mitte in Deutschland in einer gefährlichen Schockstarre. Während radikale Ränder die öffentlichen Debatten dominieren und BKA-Zahlen Rekordstände erreichen, braucht es dringend den Mut der vernünftigen Mehrheit zur aktiven Gegenrede. _This post is for subscribers only._ ### Lückenhafte Fahndung in Nürtingen URL: https://dievossische.de/luckenhafte-fahndung-in-nurtingen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:19.000Z Nach einem mutmaßlichen Sexualdelikt an einer 13-Jährigen im Freibad Nürtingen sucht die Kriminalpolizei nach einem Unbekannten. Doch die lückenhafte Täterbeschreibung sorgt für Kritik: Werden relevante Merkmale verschwiegen? Ein Kommentar über Behördenkommunikation und notwendige Prävention. _This post is for subscribers only._ ### Liv von Boetticher: Warum die kritische RTL-Journalistin jetzt für Diskussionen sorgt URL: https://dievossische.de/liv-von-boetticher-warum-die-kritische-rtl-journalistin-jetzt-fur-diskussionen-sorgt/ Last updated: 2026-08-03T14:00:35.000Z Wer ist Liv von Boetticher? Die RTL-Investigativjournalistin recherchierte bei den Taliban, im Fall Tengelmann und zu Behördenversagen. Ihr Bestseller „Wir verlieren dieses Land“ bringt kritische Polizeistimmen in die Öffentlichkeit – und sorgt damit für eine kontroverse Debatte. _This post is for subscribers only._ ### Terror bekämpfen durch Einwanderung? Udo Knapps Denkfehler URL: https://dievossische.de/terror-bekampfen-durch-einwanderung-udo-knapps-denkfehler/ Last updated: 2026-08-03T13:43:59.000Z Die Antwort auf islamistischen Terror soll mehr Einwanderung sein? In der taz fordert Udo Knapp die Flucht nach vorn. Doch seine Argumente halten der Realität nicht stand: Der Versuch, religiösen Fanatismus durch demografische Utopien aufzulösen, ist kein Debattenbeitrag, sondern Naivität. _This post is for subscribers only._ ### Medienkritik: Wie die WELT die reale Gefahrenlage verzerrt URL: https://dievossische.de/medienkritik-wie-die-welt-die-reale-gefahrenlage-verzerrt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:19.000Z Nach einem islamistischen Anschlag versucht ein WELT-Artikel des ex-taz-Redakteurs Nicholas Potter, rhetorisch eine Symmetrie zum Rechtsextremismus herzustellen. Diese Medienkritik beleuchtet methodische Verfälschungen der PMK-Statistik, die reale BKA-Datenlage sowie das ideologische Framing. _This post is for subscribers only._ ### Migration & Kommunen: Das System am Limit URL: https://dievossische.de/migration-kommunen-das-system-am-limit/ Last updated: 2026-09-21T15:07:19.000Z Kultureller Wandel im Klassenzimmer, erosion westlicher Werte und finanzielle Überlastung der Kommunen: Die ungesteuerte Migration bringt das System an seine Belastungsgrenzen. Ein Bericht über die Folgen für Schulen, Infrastruktur und den sozialen Frieden vor Ort. _This post is for subscribers only._ ### „Wir verlieren dieses Land“ von Liv von Boetticher: Ein aufrüttelnder Blick hinter die Kulissen der Polizei URL: https://dievossische.de/wir-verlieren-dieses-land-von-liv-von-boetticher-ein-aufruttelnder-blick-hinter-die-kulissen-der-polizei/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Wer ist Liv von Boetticher? Die RTL-Investigativjournalistin recherchierte bei den Taliban, zum Fall Tengelmann und zu Behördenversagen. Ihr Bestseller „Wir verlieren dieses Land“ macht Polizeistimmen öffentlich – und sie selbst zu einer streitbaren Stimme im Journalismus. _This post is for subscribers only._ ### Invasion in Ceuta: Wenn der Staat vor der Krise kapituliert URL: https://dievossische.de/invasion-in-ceuta-wenn-der-staat-vor-der-krise-kapituliert/ Last updated: 2026-08-13T14:05:11.000Z Zehntausende überrennen die Grenzen in Ceuta und Tarifa. Geschlossene Läden, Bürgerwehren und ein Staat, der die Kontrolle verliert: Während Politiker in Madrid die Lage beschönigen, erleben die Menschen an den Stränden Spaniens die harte Realität einer ungebremsten Migration auf europäischem Boden. _This post is for subscribers only._ ### Deutschland 2026: Die Anatomie des Kontrollverlusts im Land URL: https://dievossische.de/deutschland-2026-die-anatomie-des-kontrollverlusts-im-land/ Last updated: 2026-09-21T15:07:19.000Z Ein unvoreingenommener Blick auf die Polizeimeldungen einer einzigen Sommerwoche offenbart ein verstörendes Bild: Messerangriffe bei Nichtigkeiten, Massenschlägereien an Flughäfen und Gewalt in Wohngebieten. Zusammengenommen zeigen die Fäll _This post is for subscribers only._ ### AfD-Kandidaten ausgeschlossen: Wie Behrens die Demokratie gefährdet URL: https://dievossische.de/afd-kandidaten-ausgeschlossen-wie-behrens-die-demokratie-gefahrdet/ Last updated: 2026-08-03T06:15:47.000Z Niedersachsens Innenministerin Behrens erklärt den Ausschluss mehrerer AfD-Kandidaten zum Beweis eines funktionierenden Systems. Doch wenn staatlich beeinflusste Gremien den politischen Wettbewerb vorab begrenzen, geraten freie Wahl und Parteienprivileg gefährlich unter Druck – mit Folgen für alle. _This post is for subscribers only._ ### Der Ansturm auf Ceuta: Warum wir von einer islamischen Invasion sprechen müssen URL: https://dievossische.de/der-ansturm-auf-ceuta-warum-wir-von-einer-islamischen-invasion-sprechen-mussen/ Last updated: 2026-08-03T05:30:42.000Z Der Ansturm auf Ceuta zeigt das Scheitern der EU-Migrationspolitik. Tausende stürmen die Grenze, während Kulturkonflikte und religiöser Fundamentalismus Europa bedrohen. Warum wir von einer islamischen Invasion sprechen müssen und was die Al-Fātiḥa damit zu tun hat. Eine Analyse der Lage. _This post is for subscribers only._ ### Der letzte Zug nach Sprötze URL: https://dievossische.de/der-letzte-zug-nach-sprotze/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Ein Toter sitzt im letzten Zug nach Sprötze. Was zunächst wie ein natürlicher Tod wirkt, führt Hinnerk Kuhlmann zu Erpressung, gefälschten Akten und einem alten Familiengeheimnis. Doch je klarer die Spur erscheint, desto raffinierter entpuppt sich der Plan, der Ralf Degen selbst zum Verhängnis wird. _This post is for subscribers only._ ### Kanzler Merz vor dem Aus? Die politische Wette des Jahres 2026 URL: https://dievossische.de/kanzler-merz-vor-dem-aus-die-politische-wette-des-jahres-2026/ Last updated: 2026-09-21T15:07:20.000Z Die Spekulationen verdichten sich: Friedrich Merz könnte Ende 2026 Geschichte als Bundeskanzler sein. Historische Tiefwerte bei den Wählern, eine aufbegehrende Junge Union und offener Unmut der ostdeutschen Landesfürsten bringen das Kanzleramt ins Wanken. _This post is for subscribers only._ ### Islamismus & Schweigen: Wie sich Deutschland verändert hat URL: https://dievossische.de/islamismus-schweigen-wie-sich-deutschland-verandert-hat/ Last updated: 2026-08-03T04:00:38.000Z Weihnachtsmärkte hinter Betonpollern und Polizeischutz vor Synagogen gehören in Deutschland längst zum Alltag. Doch der Grund dafür liegt nicht nur im Islamismus, sondern auch im Schweigen der bürgerlichen Mehrheit. Wer in den sozialen Medien stumm bleibt, überlässt Extremisten die Deutungshoheit. _This post is for subscribers only._ ### Im Schatten des Terrors URL: https://dievossische.de/im-schatten-des-terrors/ Last updated: 2026-09-21T15:07:20.000Z Ein ausreisepflichtiger Intensivtäter aus dem Iran wurde nach dem CSD-Terroranschlag in Berlin festgenommen – und wieder freigelassen. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Der Fall offenbart ein alarmierendes Versagen von Polizei, Justiz und Berliner Behördenstrukturen im Umgang mit Gefährdern. _This post is for subscribers only._ ### Ceuta-Krise & Pedro Sánchez: Die Illusion linker Asylpolitik URL: https://dievossische.de/ceuta-krise-pedro-sanchez-die-illusion-linker-asylpolitik/ Last updated: 2026-09-21T15:07:20.000Z Der Massenansturm auf Ceuta offenbart das Scheitern der spanischen Asylpolitik unter Pedro Sánchez. Statt die Folgen von Kettenmigration und Familiennachzug einzuräumen, flüchten sich linke Medien in abenteuerliche Verschwörungsmythen. Eine Analyse der echten Ursachen und ideologischen Ausflüchte. _This post is for subscribers only._ ### TikTok löscht Israel-Video: Doppelmoral bei Moderation? URL: https://dievossische.de/tiktok-loscht-israel-video-doppelmoral-bei-moderation/ Last updated: 2026-09-21T15:07:20.000Z Die Band taktGEFLECHT kritisiert, dass ihr Song „Israel will leben“ auf TikTok gelöscht wurde. Gleichzeitig erzielen radikale und antisemitische Inhalte millionenfache Reichweiten. Der Fall wirft eine zentrale Frage auf: Gelten bei der Moderation der Plattform unterschiedliche Maßstäbe? _This post is for subscribers only._ ### Die große Auto-Illusion URL: https://dievossische.de/die-grosse-auto-illusion/ Last updated: 2026-09-21T15:07:20.000Z Erstmals importiert Europa mehr Autos aus China als umgekehrt. Was über Jahrzehnte als unumstößliches Fundament unseres Wohlstands galt, bröckelt in Rekordgeschwindigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Grenzkrise Ceuta: Sánchez & Linke hebeln Asylrecht aus URL: https://dievossische.de/grenzkrise-ceuta-sanchez-linke-hebeln-asylrecht-aus/ Last updated: 2026-09-21T15:07:21.000Z Die dramatischen Ereignisse in Ceuta offenbaren das Versagen der europäischen Migrationspolitik. Durch Nachgiebigkeit und gefährliche Fehlanreize wird das Asylrecht von der Linken und der spanischen Regierung ad absurdum geführt. Ein Weckruf für die Rückkehr zu Rechtsstaatlichkeit und Grenzschutz. _This post is for subscribers only._ ### 41 Prozent sind keine Mehrheit – aber auch keine politische Nebensache URL: https://dievossische.de/41-prozent-sind-keine-mehrheit-aber-auch-keine-politische-nebensache/ Last updated: 2026-09-21T15:07:21.000Z 41 Prozent für die AfD sind keine Mehrheit, aber ein unübersehbares Signal. Die Reaktionen auf meinen Artikel zeigen, wie schnell Analyse mit Zustimmung verwechselt wird. Warum ich die AfD nicht wähle, Verbote dennoch ablehne und eine reine Verhinderungskoalition auf Dauer für sehr gefährlich halte. _This post is for subscribers only._ ### Ceuta-Kollaps: Berlin und Brüssel versagen im Grenzsturm URL: https://dievossische.de/ceuta-kollaps-berlin-und-brussel-versagen-im-grenzsturm/ Last updated: 2026-09-21T15:07:21.000Z Der Ansturm von 60.000 illegalen Migranten auf Ceuta legt das Totalversagen der EU offen. Während Roms Schengen-Ultimatum Härte zeigt, flüchten sich Bundeskanzler Merz und Kommissionschefin von der Leyen in lächerliche Worthülsen und bürokratische Hilflosigkeit. Europa steht vor dem Ruin. _This post is for subscribers only._ ### Spanien-Kollaps in Ceuta: Roms Schengen-Ultimatum entlarvt das tödliche Zaudern in Berlin und Paris URL: https://dievossische.de/spanien-kollaps-in-ceuta-roms-schengen-ultimatum-entlarvt-das-todliche-zaudern-in-berlin-und-paris/ Last updated: 2026-09-21T15:07:21.000Z Der historische Migranten-Ansturm auf Ceuta legt das Totalversagen der spanischen Asylpolitik offen. Roms kompromisslose Schengen-Drohung zeigt, wie echter Grenzschutz aussieht – während Berlin und Paris der hybriden Invasion tatenlos zuschauen. Europa steht vor der Zerreißprobe. _This post is for subscribers only._ ### taktGEFLECHT antwortet mit neuem Song: „Israel will leben“ URL: https://dievossische.de/taktgeflecht-antwortet-mit-neuem-song-israel-will-leben/ Last updated: 2026-09-21T15:07:21.000Z Mit dem neuen Song „Israel will leben“ reagiert taktGEFLECHT auf ein Video aus dem Umfeld der Linken. Die Gruppe erinnert an den Terror des 7. Oktober, fordert Freiheit für die Geiseln und wendet sich gegen Antisemitismus, Terrorverharmlosung und einseitige Schuldzuweisungen im Diskurs. – ganz klar. _This post is for subscribers only._ ### Wenn der Rechtsstaat zur Parteiwaffe wird URL: https://dievossische.de/wenn-der-rechtsstaat-zur-parteiwaffe-wird/ Last updated: 2026-09-21T15:07:21.000Z Von Dakar über Caracas bis Phnom Penh: Wenn Machthaber Spielregeln verdrehen und Gegner per Vorab-Prüfung streichen, weicht Demokratie der Verwaltung. Warum deutsche Wahlausschlüsse und Hürden-Debatten an Methoden autoritärer Regime erinnern und das Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben. _This post is for subscribers only._ ### CDU-Austritt: Laura Strohschneider setzt ein starkes Zeichen URL: https://dievossische.de/cdu-austritt-laura-strohschneider-setzt-ein-starkes-zeichen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:22.000Z JU-Chef-Rücktritt: Laura Strohschneider verlässt die CDU und rechnet ab. Als Geschäftsführerin steht sie im echten Leben – ganz im Gegensatz zur typischen Karriere von Schule über Hörsaal in den Plenarsaal. Ein mutiger Schritt gegen Wortbruch, Schuldenpolitik und Parteiblindheit. _This post is for subscribers only._ ### CDU in Sachsen-Anhalt: Wer Union wählt, bekommt die Linke URL: https://dievossische.de/cdu-in-sachsen-anhalt-wer-union-wahlt-bekommt-die-linke/ Last updated: 2026-09-21T15:07:22.000Z Die Umfragewerte in Sachsen-Anhalt offenbaren ein mathematisches Paradoxon: Da die CDU eine Koalition mit der AfD ausschließt, bleibt ihr rechnerisch nur die Duldung durch die Linkspartei. Wer die Union wählt, verhilft linken Kräften zur Macht. Das verweigert den Wählerwillen von über 40 Prozent. _This post is for subscribers only._ ### Blinder Fleck nach dem CSD-Anschlag: Wie die Pantisano-Brüder den Islamismus verharmlosen URL: https://dievossische.de/blinder-fleck-nach-dem-csd-anschlag-wie-die-pantisano-bruder-den-islamismus-verharmlosen/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Der CSD-Anschlag offenbart den blinden Fleck der Linken: Die Brüder Luigi und Alfonso Pantisano verharmlosen die islamistische Gefahr und erklären stattdessen die Union zum Hauptfeind. Eine kritische Analyse über ideologische Scheuklappen und das Versagen, reale Bedrohungen beim Namen zu nennen. _This post is for subscribers only._ ### Das System DİTİB: Warum der deutsche Staat mit einem Verband unter Ankaras Einfluss kooperiert URL: https://dievossische.de/das-system-ditib-warum-der-deutsche-staat-mit-einem-verband-unter-ankaras-einfluss-kooperiert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:22.000Z Über 900 Moscheen in Deutschland und Österreich stehen unter der Kontrolle der türkischen Diyanet. Woche für Woche werden 900.000 Menschen mit einem orthodoxen, staatsgelenkten und offen homophoben Weltbild beschallt. Dennoch halten Politik und Behörden stur an der Kooperation mit DİTİB fest. _This post is for subscribers only._ ### DITIB reagiert spät auf Berliner Anschlag URL: https://dievossische.de/ditib-reagiert-spat-auf-berliner-anschlag/ Last updated: 2026-09-21T15:07:22.000Z DITIB verurteilt den Berliner Anschlag erst nach zwei Tagen und bleibt bei Islamismus sowie Homophobie auffallend vage. Der Vergleich mit einer Erklärung gegen antimuslimischen Rassismus stellt Fragen nach doppelten Maßstäben, dem Einfluss der Diyanet und der Rolle des Verbandes auf. Kritik hält an. _This post is for subscribers only._ ### Zwischen Täterpsychologie und Rechtsstaatskritik URL: https://dievossische.de/zwischen-taterpsychologie-und-rechtsstaatskritik/ Last updated: 2026-09-21T15:07:22.000Z Lamya Kaddor benennt den islamistischen Hass hinter dem Anschlag auf den Berliner CSD, verweist dann aber auf familiäre Konflikte des Täters. Die Analyse zeigt, warum solche Deutungen die Ideologie überlagern – und weshalb vor allem das Handeln von Justiz und Sicherheitsbehörden geprüft werden muss. _This post is for subscribers only._ ### Zwei Seiten derselben Medaille URL: https://dievossische.de/zwei-seiten-derselben-medaille/ Last updated: 2026-09-21T15:07:22.000Z Der Fall Abdul B. zeigt, wie salafistische Online-Propaganda, Opfermythen und Straßenmissionierung ineinandergreifen können. Reichweitenstarke Akteure liefern Feindbilder und religiöse Legitimationsmuster, während gefährdete Anhänger das radikale Weltbild übernehmen und in reale Gewalt übersetzen. _This post is for subscribers only._ ### Jonathan Falk: Freiheit, Islam und Europas Krise im Gespräch URL: https://dievossische.de/jonathan-falk-freiheit-islam-und-europas-krise-im-gesprach/ Last updated: 2026-09-21T15:07:23.000Z Sechs Bücher, eine große Frage: Wie verliert eine liberale Demokratie ihre eigenen Maßstäbe? Im literarischen Werkstattgespräch spricht Alvan Bovay mit Jonathan Falk über Freiheit, Antisemitismus, Migration, Islam, Medien, Institutionen, Opposition und Europas Zukunft im Umbruch. _This post is for subscribers only._ ### Schluss mit dem Maulkorb URL: https://dievossische.de/schluss-mit-dem-maulkorb/ Last updated: 2026-07-29T14:02:49.000Z Das Unbehagen wächst: Wenn sachliche Kritik an Integrationsproblemen und religiösen Sonderrechten pauschal stigmatisiert wird, verliert der Diskurs seine Ehrlichkeit. Es wird Zeit für eine Debatte, die Säkularismus, Rechtsstaatlichkeit und klare Regeln einfordert – ohne Denkverbote. _This post is for subscribers only._ ### Die Mythen des linken Antifaschismus: Warum Robert Misiks Kritik am Autoritarismus scheitert URL: https://dievossische.de/die-mythen-des-linken-antifaschismus-warum-robert-misiks-kritik-am-autoritarismus-scheitert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:23.000Z In seiner taz-Kolumne erklärt Robert Misik den Autoritarismus zum reinen Produkt des Kapitalismus. Doch seine Analyse zeigt gravierende Lücken: Das Streben nach Eigentum ist anthropologisch tief verankert, während die Intoleranz gegenüber Ambivalenzen auch im eigenen linken Lager blüht. _This post is for subscribers only._ ### Nach CSD-Anschlag: Scheindebatten kaschieren Staatsversagen URL: https://dievossische.de/nach-csd-anschlag-scheindebatten-kaschieren-staatsversagen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:23.000Z Nach dem CSD-Anschlag setzt reflexartig das alte Drehbuch ein: Statt behördliche Fehler und die verfehlte Asylpolitik schonungslos aufzuarbeiten, lenkt die Politik mit Debatten über „Islamophobie“ ab. Zeit fuer eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem orthodoxen Islam und dem Rechtsstaat. _This post is for subscribers only._ ### Kai Wegners Islamunterricht: Politische Naivität? URL: https://dievossische.de/kai-wegners-islamunterricht-politische-naivitat/ Last updated: 2026-09-21T15:07:23.000Z Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner will Islamunterricht an Schulen als Schutzwall gegen Radikalisierung. Doch die Kritik von Cem Özdemir an den Islamverbänden entlarvt den Plan: Solange orthodoxe Strukturen ohne Reformen eingebunden werden, droht staatliche Legitimation statt Prävention. _This post is for subscribers only._ ### Amin al-Husseini, das NS-Regime und die Kontinuitäten des Antizionismus URL: https://dievossische.de/amin-al-husseini-das-ns-regime-und-die-kontinuitaten-des-antizionismus/ Last updated: 2026-09-21T15:07:24.000Z Die NS-Kollaboration des Großmuftis von Jerusalem, Amin al-Husseini, zeigt die historische Verflechtung von Antikolonialismus und Judenhass. Ein Blick auf seine Flucht ins Kairoer Asyl sowie die beunruhigenden Parallelen zum heutigen Antizionismus in Teilen der politischen Linken und des Islamismus. _This post is for subscribers only._ ### Täter im Fokus, Opfer vergessen URL: https://dievossische.de/tater-im-fokus-opfer-vergessen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:24.000Z Ein Anschlag erschüttert Berlin, doch der deutsche Mediendiskurs sucht Ausreden für den Attentäter: abwesende Väter, Vereinsamung, Algorithmen. Während der Täter zum Opfer gesellschaftlicher Umstände stilisiert wird, geraten die Opfer zur Randnotiz. Polen zeigt, wie Täterverharmlosung wirkt. _This post is for subscribers only._ ### Die Illusion vom „unislamischen“ Islamismus: Warum die Apologetik der Al-Azhar an der Realität vorbeigeht URL: https://dievossische.de/die-illusion-vom-unislamischen-islamismus-warum-die-apologetik-der-al-azhar-an-der-realitat-vorbeigeht/ Last updated: 2026-09-21T15:07:24.000Z Die Behauptung der Al-Azhar-Universität, Islamismus handle gegen den Koran, verkennt die Realität. Von Koranversen bis zur Verfolgung Salman Rushdies zeigt sich: Extremismus speist sich aus orthodoxen Schriften. Die fundamentale Lehre bleibt ein Integrationshemmnis für freie Gesellschaften. _This post is for subscribers only._ ### Deutschland zahlt doppelt: Milliarden für Syrer hier – Hunderte Millionen für den Wiederaufbau Syriens URL: https://dievossische.de/deutschland-zahlt-doppelt-milliarden-fur-syrer-hier-hunderte-millionen-fur-den-wiederaufbau-syriens/ Last updated: 2026-09-21T15:07:24.000Z Die Bundesregierung wirbt in Damaskus für den Wiederaufbau Syriens und die Rückkehr syrischer Flüchtlinge. Gleichzeitig leben Hunderttausende Syrer dauerhaft in Deutschland, viele erhalten staatliche Leistungen. Entsteht hier eine doppelte finanzielle Belastung für den Steuerzahler? _This post is for subscribers only._ ### Tatort Berlin: Das kriminelle Netzwerk hinter dem Waffen-Eskalationsniveau URL: https://dievossische.de/tatort-berlin-das-kriminelle-netzwerk-hinter-dem-waffen-eskalationsniveau/ Last updated: 2026-09-21T15:07:24.000Z Maschinenpistolen in Lichtenberg, Schüsse in Neukölln und Messergewalt in Mitte: Die Berliner Polizeimeldungen zeigen eine gefährliche Aufrüstung auf den Straßen. Eine Analyse der LKA-Daten enthüllt die Wege des illegalen Waffenschmuggels und das Ausmaß des behördlichen Kontrollverlusts. _This post is for subscribers only._ ### Wie konnte der mutmaßliche Täter von Stade ohne Aufenthaltstitel heiraten? URL: https://dievossische.de/wie-konnte-der-mutmassliche-tater-von-stade-ohne-aufenthaltstitel-heiraten/ Last updated: 2026-09-21T15:07:24.000Z Der Sechsfachmord von Stade wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie kann ein Mensch ohne Aufenthaltstitel in Deutschland heiraten, eine Familie gründen und jahrelang mit Behörden in Kontakt stehen? Eine Analyse der Rechtslage und möglicher Schwachstellen im Verwaltungssystem. _This post is for subscribers only._ ### Zara Rahman in der taz URL: https://dievossische.de/zara-rahman-in-der-taz/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z In der taz rechnet die NGO-Elitärin Zara Rahman mit Deutschland ab: „Ihr habt uns nicht verdient.“ Doch ihr larmoyantes Abschiedsschreiben entlarvt vor allem die eigene Heuchelei einer hochprivilegierten Stiftungs-Klasse. Eine Abrechnung mit anmaßender moralischer Erpressung. _This post is for subscribers only._ ### CSD-Terror in Berlin: Der fatale Gleichklang der Verdrängung URL: https://dievossische.de/csd-terror-in-berlin-der-fatale-gleichklang-der-verdrangung/ Last updated: 2026-09-21T15:07:25.000Z Nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner CSD fällt auf, wie Hanna Hansen, Die Linke Neukölln und Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano das Tatmotiv aus dem Blick rücken. Eine Analyse über politische Verdrängung, verschwimmende Grenzen und die Sicherheit queerer Menschen und Demokratie. _This post is for subscribers only._ ### Der Nährboden des Hasses: Wie aus orthodoxer Abschottung Attentäter werden URL: https://dievossische.de/der-nahrboden-des-hasses-wie-aus-orthodoxer-abschottung-attentater-werden/ Last updated: 2026-09-21T15:07:25.000Z Abdul Ballout wuchs in einem orthodoxen Milieu auf, das die westliche Gesellschaft verachtet. Der Fall zeigt: Asyl ist ein Schutz auf Zeit auf Widerruf, kein automatisches Ticket zur Einbürgerung ohne Integration. Wer unsere Werte ablehnt, darf kein dauerhaftes Gastrecht erhalten. _This post is for subscribers only._ ### Das Dogma der Folgenlosigkeit URL: https://dievossische.de/das-dogma-der-folgenlosigkeit/ Last updated: 2026-09-21T15:07:25.000Z Der Berliner CSD-Anschlag offenbart eine gefährliche Schwäche des Staates: Ein verurteilter Extremist kam trotz bekannter Risiken frei. Richterliche Unabhängigkeit darf jedoch nicht institutionelle Folgenlosigkeit bedeuten. Der Rechtsstaat schuldet den Opfern Aufklärung und Konsequenzen. _This post is for subscribers only._ ### Die Asymmetrie der Brandmauer: Warum Die Linke vom Verfassungsschutz verschont bleibt URL: https://dievossische.de/die-asymmetrie-der-brandmauer-warum-die-linke-vom-verfassungsschutz-verschont/ Last updated: 2026-09-21T15:07:25.000Z Anhand von Medienberichten, Originalpostings und öffentlichen Stellungnahmen untersucht der Artikel Äußerungen von Dara Marc Sasmaz und Reaktionen von Linken, SPD und CDU – im Zentrum stehen politische Häme, der Umgang mit Terror und die Frage, wie ideologische Narrative öffentliche Debatten prägen. _This post is for subscribers only._ ### Islamismus und die schweigende Mehrheit: Warum Passivität zum Sicherheitsrisiko wird URL: https://dievossische.de/islamismus-und-die-schweigende-mehrheit-warum-passivitat-zum-sicherheitsrisiko-wird/ Last updated: 2026-09-21T15:07:25.000Z Nach islamistischen Anschlägen schweigen viele muslimische Verbände. Der Debattenbeitrag fragt, wie diese Passivität Extremismus begünstigt, warum Integration aktive Distanzierung verlangt und weshalb Politik und Gesellschaft auch die Verantwortung der schweigenden Mehrheit klarer einfordern müssen. _This post is for subscribers only._ ### Politischer Islam und wehrhafte Demokratie: Wo Toleranz enden muss URL: https://dievossische.de/politischer-islam-und-wehrhafte-demokratie-wo-toleranz-enden-muss/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Der Artikel warnt vor einer falsch verstandenen Toleranz gegenüber religiös begründeten Forderungen. An Beispielen aus Schulen, Kantinen und öffentlichem Raum plädiert er für staatliche Neutralität, klare verfassungsrechtliche Grenzen und eine wehrhafte Demokratie zum Schutz der nächsten Generation. _This post is for subscribers only._ ### Verfassungstreue nach Parteibuch URL: https://dievossische.de/verfassungstreue-nach-parteibuch/ Last updated: 2026-07-27T08:00:34.000Z AfD-Politiker Martin Sichert ist von der Landratswahl in Friesland ausgeschlossen. Der Beitrag kritisiert die Begründung des Wahlausschusses, hinterfragt die Maßstäbe bei der Prüfung der Verfassungstreue und sieht im Umgang mit Bewerbern von AfD und Linken eine politische Doppelmoral in diesem Fall. _This post is for subscribers only._ ### Zwischen Grundrechten und Kontrollverlust URL: https://dievossische.de/zwischen-grundrechten-und-kontrollverlust/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Der „Save Europe Act“ wurde aus rechtlichen Gründen gestoppt. Doch die Entscheidung legt einen tieferen Konflikt offen: zwischen EU-Recht, wachsender Belastung durch Migration und schwindendem Vertrauen in staatliche Handlungsfähigkeit. Europa steht vor einer entscheidenden Richtungswahl. Im Wandel. _This post is for subscribers only._ ### Die blockierte Mehrheit URL: https://dievossische.de/die-blockierte-mehrheit/ Last updated: 2026-07-27T11:05:21.000Z Deutschlands Parteienlandschaft hat sich verschoben: Union und AfD vereinen rechnerisch fast die Hälfte der Stimmen, doch ihre Mehrheit bleibt politisch blockiert. Der Beitrag analysiert Wählermilieus, kulturelle Macht und den wachsenden Frust über die Kluft zwischen Wahlergebnis und Regierungskurs. _This post is for subscribers only._ ### Das Licht im Moor URL: https://dievossische.de/das-licht-im-moor/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Um 2.17 Uhr leuchtet plötzlich eine Lampe in einer verlassenen Kate im Moor. Dort findet Hinnerk Kuhlmann den Steuerberater Robert Mahler – tot, ohne sichtbare Verletzungen. Ein rätselhafter Zettel und alte Familienspuren führen den Ermittler nun zu einem Verbrechen, das nie ans Licht kommen sollte. _This post is for subscribers only._ ### Deutschlands Abstiegskampf: Das Ende des Wohlfühl-Kapitalismus URL: https://dievossische.de/deutschlands-abstiegskampf-das-ende-des-wohlfuhl-kapitalismus/ Last updated: 2026-07-27T05:00:09.000Z Der deutsche Arbeitsmarkt bricht ein. Während Konzerne im Akkord Stellen abbauen, platzen die Mythen vom Fachkräftemangel und gelungener Arbeitsmarktintegration. Eine Bestandsaufnahme aus der Praxis. _This post is for subscribers only._ ### CSD-Anschlag im Berliner Tiergarten: Terror mit Ansage URL: https://dievossische.de/csd-anschlag-im-berliner-tiergarten-terror-mit-ansage/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Der CSD-Anschlag im Berliner Tiergarten erschüttert die Hauptstadt: Ein Lieferwagen rast in die Menge, anschließend greift der Täter mit einer Machete an. Der Artikel rekonstruiert die Tat, die Fahndung nach Abdul Ballout und stellt Fragen zu Behördenversagen, Islamismus und politischer Verdrängung. _This post is for subscribers only._ ### Eilmeldung: CSD-Terrorist Ballout bei Zugriff getötet URL: https://dievossische.de/eilmeldung-csd-terrorist-ballout-bei-zugriff-getotet/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Zugriff in Berlin-Spandau: Bei einem SEK-Einsatz in einer Kleingartenkolonie wurde der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout (21) nach einem Schusswechsel getötet. Während die Ermittlungen zur Herkunft seiner Waffe laufen, wächst die Kritik an der Berliner Sicherheits- und Islamismuspolitik. _This post is for subscribers only._ ### Polizeieinsatz in Spandau: Zugriff auf mutmaßlichen CSD-Attentäter URL: https://dievossische.de/polizeieinsatz-in-spandau-zugriff-auf-mutmasslichen-csd-attentater/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Großeinsatz in Berlin-Spandau: Bei der intensiven Fahndung nach dem mutmaßlichen islamistischen CSD-Terroristen Abdul Ballout (21) haben Spezialeinsatzkräfte eine Gartenlaube umstellt und gestürmt. Ob der Gesuchte gefasst werden konnte, ist noch offen. Die Vossische berichtet laufend aktuell. _This post is for subscribers only._ ### CSD-Anschlag: Die ideologische Flucht vor dem Islamismus URL: https://dievossische.de/csd-anschlag-die-ideologische-flucht-vor-dem-islamismus/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Nach dem Terroranschlag auf den Berliner CSD versuchen linke Akteure und Berlins Queer-Beauftragter, das islamistische Motiv umzudeuten. Wer Dschihadismus zu „Konservatismus“ verzerrt und die Täter unsichtbar macht, betreibt gefährliche Realitätsverweigerung auf dem Rücken der Opfer des Terrors. _This post is for subscribers only._ ### Anatomie eines Staatsversagens: Wer finanzierte den Terror vom CSD? URL: https://dievossische.de/anatomie-eines-staatsversagens-wer-finanzierte-den-terror-vom-csd/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Der Fall Abdul Ballout offenbart das Versagen der Behörden: Wie konnte ein IS-Anhänger legal einen Lkw mieten? Wer finanziert seine Flucht? Während der Täter abtaucht, bleiben die Fragen nach den Helfern offen. _This post is for subscribers only._ ### CSD-Anschlag in Berlin: Stefan Evers warnt vor Islamismus – Terrorist auf der Flucht URL: https://dievossische.de/csd-anschlag-in-berlin-stefan-evers-warnt-vor-islamismus-terrorist-auf-der-flucht/ Last updated: 2026-09-21T15:07:26.000Z Mit drastischen Worten bricht Stefan Evers nach dem CSD-Anschlag das Schweigen: Islamismus sei die größte Gefahr für die Community. Während die Großfahndung nach dem mutmaßlichen Macheten-Angreifer Abdul Ballout läuft, hüllen sich die großen islamischen Dachverbände weiter in Schweigen. _This post is for subscribers only._ ### Philipp Amthor im Kanzleramt: Aufstieg nach Parteibuch URL: https://dievossische.de/philipp-amthor-im-kanzleramt-aufstieg-nach-parteibuch/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Philipp Amthors Weg ins Kanzleramt zeigt, wie politische Karrieren im Parteiapparat funktionieren. Die Kolumne beleuchtet seinen Aufstieg, frühere Affären und die Frage, warum Loyalität, Anpassung und Selbsterhaltung bisweilen schwerer wiegen als Erfahrung und fachliche Expertise. _This post is for subscribers only._ ### Politischer Zynismus: Die Heuchelei nach dem CSD-Terror URL: https://dievossische.de/politischer-zynismus-die-heuchelei-nach-dem-csd-terror/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Nach dem CSD-Terror in Berlin und der Tat in Trier zeigt sich politische Heuchelei. Verbände schweigen, die Politik trauert öffentlich, doch echte Konsequenzen fehlen. Unkontrollierte Migration wird hingenommen. Ein Staat, der seine Bürger nicht schützt, verliert seine Legitimität. _This post is for subscribers only._ ### Terror-Akte Abdul Ballout: Wer ist der flüchtige CSD-Attentäter? URL: https://dievossische.de/terror-akte-abdul-ballout-wer-ist-der-fluchtige-csd-attentater/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Er raste in eine Menschenmenge, tötete eine Frau und verletzte 25 Personen z.T. lebensgefährlich. Jetzt jagt die Polizei den 21-jährigen IS-Anhänger Abd _This post is for subscribers only._ ### CSD-Anschlag Berlin: Terrorist Abdul Ballout & das Behördenversagen URL: https://dievossische.de/csd-anschlag-berlin-terrorist-abdul-ballout-das-behordenversagen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Terror auf dem Berliner CSD: Wie konnte der IS-Anhänger Abdul Ballout trotz Verurteilung frei herumlaufen? Der Anschlag offenbart fatales Justizversagen – und die Heuchelei linker Aktivisten, die reflexartig Rechte beschuldigen, statt die reale islamistische Gefahr zu benennen. _This post is for subscribers only._ ### Brennpunkt Strafvollzug: Das Tabu der Demografie hinter Gittern URL: https://dievossische.de/brennpunkt-strafvollzug-das-tabu-der-demografie-hinter-gittern/ Last updated: 2026-07-24T20:02:10.000Z Laut Experten haben 70 bis 80 % der Häftlinge eine Migrationsbiografie. Neben akuten Sprachbarrieren und logistischen Mehrkosten für Halal-Verpflegung warnt die Gewerkschaft vor unkontrollierten Imamen und islamischer Radikalisierung. _This post is for subscribers only._ ### Verfassungskrise in Niedersachsen: Wie das Innenministerium das Wahlrecht entwertet URL: https://dievossische.de/verfassungskrise-in-niedersachsen-wie-das-innenministerium-das-wahlrecht-entwertet/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Der Ausschluss von Martin Sichert in Friesland zeigt eine gefährliche Machtverschiebung: Das SPD-Innenministerium hebelt mit Unterstützung der Grünen das Parteienprivileg aus. Warum dieser Vorstoß das Grundgesetz untergräbt, die Ministerin zurücktreten muss und Wahlausschüsse reformiert gehören. _This post is for subscribers only._ ### Der Ökonom, der immer danebenliegt – und trotzdem Wahlkampf macht URL: https://dievossische.de/der-okonom-der-immer-danebenliegt-und-trotzdem-wahlkampf-macht/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Marcel Fratzscher bleibt an der DIW‑Spitze, weil politische Anschlussfähigkeit wichtiger ist als Prognosequalität. Seine Studie ist ein politisches Szenario, das Wissenschaft nur imitiert. Öffentliches Geld finanziert politisch gewünschte Narrative ohne empirische Substanz. _This post is for subscribers only._ ### Die Brandmauer, die SPD‑Krise und das strategische Versagen der deutschen Politik URL: https://dievossische.de/die-brandmauer-die-spd-krise-und-das-strategische-versagen-der-deutschen-politik/ Last updated: 2026-09-21T15:07:27.000Z Die SPD verliert in Sachsen-Anhalt massiv an Rückhalt, während die AfD profitiert. Die Brandmauer gegen die AfD erweist sich als strategischer Fehler, während Migration und Islamdebatten die Wähler entfremden. _This post is for subscribers only._ ### Demokratische Schieflage: Blindheit gegenüber Linken & AfD‑Debatten URL: https://dievossische.de/demokratische-schieflage-blindheit-gegenuber-linken-afd-debatten/ Last updated: 2026-09-21T15:07:28.000Z Die Demokratie gerät in Schieflage: Während die AfD mit Ausschlussdebatten überzogen wird, bleiben antisemitische Entgleisungen der Linken folgenarm. Zugleich treiben Migration, Integrationsprobleme und die gefühlte Islamisierung viele Bürger in die Arme der politischen Ränder. _This post is for subscribers only._ ### Terrorverdacht in Zwickau: Asyl und Kriminalität im Fokus URL: https://dievossische.de/terrorverdacht-in-zwickau-asyl-und-kriminalitat-im-fokus/ Last updated: 2026-07-23T20:03:38.000Z Der SEK-Zugriff auf einen 13-jährigen Syrer in Zwickau zeigt die Schärfe der Sicherheitsdebatte. Während Zuwanderer in BKA-Statistiken bei Gewalt- und Messerdelikten überrepräsentiert sind, fordert die Öffentlichkeit eine konsequente Durchsetzung des Asylrechts und den Schutz der Bürger. _This post is for subscribers only._ ### Washingtons historischer Kniefall vor Riad URL: https://dievossische.de/washingtons-historischer-kniefall-vor-riad/ Last updated: 2026-07-23T14:09:22.000Z Das US-saudische Nuklearabkommen ist eine historische Kapitulation: Washington ebnet Riad den Weg zur Urananreicherung, bricht mit dem VAE-Goldstandard und verrät Israel. Ein brandgefährlicher Pakt, der die globale Sicherheitsarchitektur und den Frieden im Nahen Osten massiv gefährdet. _This post is for subscribers only._ ### Das Moralin-Kartell: Wie der öffentlich-rechtliche Komplex sich seine eigene Haltung finanziert URL: https://dievossische.de/das-moralin-kartell-wie-der-offentlich-rechtliche-komplex-sich-seine-eigene-haltung-finanziert/ Last updated: 2026-07-23T06:00:01.000Z Eine Kinodokumentation über angeblichen TV-Sexismus der 90er entlarvt das geschlossene ÖRR-System: Mit Gebührengeldern und WDR-Unterstützung inszenieren sich Show-Veteraninnen wie Hella von Sinnen als Opfer einer Unterhaltungskultur, von der sie selbst einst finanziell profitierten. _This post is for subscribers only._ ### Die Maske runter: Warum wir über linke Gewalt reden müssen URL: https://dievossische.de/die-maske-runter-warum-wir-uber-linke-gewalt-reden-mussen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:28.000Z Die Maske ist gefallen: Der ZDF-Eklat um Danger Dan offenbart die Verharmlosung linker Gewalt im Kulturbetrieb. Statt einseitiger Debatten brauchen wir einen kompromisslosen Rechtsstaat gegen jeden Extremismus. _This post is for subscribers only._ ### Rauswurf fürs „Anstalt“-Team? Warum das ZDF handeln muss URL: https://dievossische.de/rauswurf-furs-anstalt-team-warum-das-zdf-handeln-muss/ Last updated: 2026-07-22T15:18:19.000Z Der Skandal um Danger Dans Gewalt-Song im ZDF offenbart ein Systemproblem. Das „Anstalt“-Team betreibt einseitigen Aktivismus und verharmlost linke Gewalt. Für den Erhalt der Glaubwürdigkeit ist der Rauswurf überfällig. _This post is for subscribers only._ ### Wenn die Moralmaske fällt: Der Hass der angeblich Toleranten URL: https://dievossische.de/wenn-die-moralmaske-fallt-der-hass-der-angeblich-toleranten/ Last updated: 2026-09-21T15:07:28.000Z „Rassist“, „Faschist“, „Schwurbler“: Wer widerspricht, wird im Netz zunehmend moralisch aussortiert. Bei schwulen Vätern kippt die angebliche Toleranz sogar in Pädophilie-Anspielungen und offene Homophobie. Eine Analyse des Hasses, der sich selbst für moralisch überlegen hält. _This post is for subscribers only._ ### Sechsfachmord von Stade: Der Staat kannte ihn – und ließ ihn gewähren URL: https://dievossische.de/sechsfachmord-von-stade-der-staat-kannte-ihn-und-liess-ihn-gewahren/ Last updated: 2026-07-22T14:00:59.000Z Der mutmaßliche Sechsfachmörder von Stade hatte keinen Aufenthaltstitel, war den Behörden aber bekannt. Polizei, Jugendamt und Justiz befassten sich mit ihm. Ein türkischer Haftbefehl blieb unentdeckt. Nach seinem Tod in der JVA steht der Rechtsstaat vor einem Scherbenhaufen. _This post is for subscribers only._ ### Das Tribunal der Vergessenen: Als die C-Prominenz den Samstagsabend anklagte URL: https://dievossische.de/das-tribunal-der-vergessenen-als-die-c-prominenz-den-samstagsabend-anklagte/ Last updated: 2026-09-21T15:07:28.000Z Im Jahr 2046 blickt die Mediengeschichte auf den bizarrsten Kulturkampf des Sommers 2026 zurück: Ausgerechnet jene TV-Stars, deren Karrieren vom schrillen Fernsehen der 90er lebten, erklärten Gottschalk, Nuhr und den Samstagsabend nachträglich zum moralischen Tatort. _This post is for subscribers only._ ### Telegraph warnt vor deutscher Meinungsfreiheit-Krise URL: https://dievossische.de/telegraph-warnt-vor-deutscher-meinungsfreiheit-krise/ Last updated: 2026-07-22T11:25:28.000Z Der Telegraph zeichnet ein düsteres Bild der Meinungsfreiheit in Deutschland: Hausdurchsuchungen, Meldeportale und Ermittlungen wegen Memes. Unsere Recherche bestätigt zentrale Vorwürfe – deckt aber auch eine falsche Behauptung im Fall Stefan Niehoff auf. _This post is for subscribers only._ ### Dieter Nuhr: Was seine Kritiker bewusst verschweigen URL: https://dievossische.de/dieter-nuhr-was-seine-kritiker-bewusst-verschweigen/ Last updated: 2026-07-22T07:00:24.000Z Dieter Nuhr machte keine Witze über ermordete Frauen. Er kritisierte den pauschalen Generalverdacht gegen Männer – und geriet dafür vor ein moralisches Tribunal. Wie Medien aus einer groben Pointe Frauenhass und Victim Blaming konstruierten und was die Kriminalstatistik wirklich belegt. _This post is for subscribers only._ ### Der Mann im letzten Abteil URL: https://dievossische.de/der-mann-im-letzten-abteil/ Last updated: 2026-09-21T15:05:16.000Z Ein Toter sitzt im letzten Abteil, der Kaffee neben ihm ist noch warm. Alles deutet auf Mord – bis eine verschwundene Ledertasche, eine verkleidete alte Frau und ein Junge mit einer Fahrkarte Hinnerk Kuhlmann zu einer Wahrheit führen, die weit größer ist als der Tod eines Mannes. _This post is for subscribers only._ ### Zohran Mamdanis gefährlicher Anti-Israel-Kurs URL: https://dievossische.de/zohran-mamdanis-gefahrlicher-anti-israel-kurs/ Last updated: 2026-07-22T05:00:37.000Z New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani fordert erneut die Festnahme des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu. Der Vorstoß offenbart nicht nur rechtliche Ahnungslosigkeit, sondern schürt Spannungen in der Stadt. Statt Kommunalpolitik zu machen, nutzt Mamdani das Amt für ideologische Feldzüge. _This post is for subscribers only._ ### Polit-Labor Berlin: Warum Rot-Rot-Grün zu scheitern droht URL: https://dievossische.de/polit-labor-berlin-warum-rot-rot-grun-zu-scheitern-droht/ Last updated: 2026-07-22T04:00:02.000Z Berlin ist ein politisches Versuchslabor, das verlässlich wiederholt, was anderswo längst gescheitert ist. Nun liegt Die Linke in Prognosen vorn. Doch ein neues Bündnis mit Grünen und SPD droht die Stadt erneut in Ideologie und Misswirtschaft zu stürzen – finanziert auf Kosten der Geberländer. _This post is for subscribers only._ ### Der Abschied im Morgengrauen – Wenn der Mittelstand kapituliert URL: https://dievossische.de/der-abschied-im-morgengrauen-wenn-der-mittelstand-kapituliert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:28.000Z Mittelstand kapituliert: Zwischen Bürokratie und Kulturkonflikten wandern Leistungsträger ab. Während Frankreichs Institut Montaigne Reibungen und Frauenfeindlichkeit belegt, herrscht in Deutschland und Österreich ein statistisches Vakuum. _This post is for subscribers only._ ### Wenn ein Iraker über das Bleiberecht entscheidet URL: https://dievossische.de/wenn-ein-iraker-uber-das-bleiberecht-entscheidet/ Last updated: 2026-07-21T11:27:37.000Z Eine HR-Reportage zeigt: In Darmstadts Behörde entscheidet ein Mann aus dem Irak über den Aufenthalt anderer, obwohl er selbst nur eine befristete Erlaubnis hat. Warum besetzt man solche hoheitlichen Stellen nicht mit eigenen Fachkräften, während viele Menschen in Deutschland arbeitslos sind? _This post is for subscribers only._ ### Dobrindts Geheimdienstgesetz bedroht freie Presse URL: https://dievossische.de/dobrindts-geheimdienstgesetz-bedroht-freie-presse/ Last updated: 2026-07-21T10:59:26.000Z Ein 707 Seiten starker Gesetzentwurf soll BND und Verfassungsschutz neue operative Befugnisse geben. Journalisten bleiben dabei schlechter geschützt als Anwälte oder Abgeordnete. Besonders gefährlich: Informanten könnten heimlich enttarnt werden, ohne dass Redaktionen davon erfahren. _This post is for subscribers only._ ### Tom Köning: Der minderjährige Agitator der Linksjugend URL: https://dievossische.de/tom-koning-der-minderjahrige-agitator-der-linksjugend/ Last updated: 2026-08-06T14:30:39.000Z Tom Köning ist 17, Landessprecher der Linksjugend Rheinland-Pfalz und politischer Agitator. Er verbindet persönliche Verletzungen, sexualisierte Selbstinszenierung und Angriffe auf Journalisten. Warum sein Verband ihn gewähren lässt – und ihm damit möglicherweise selbst schadet. _This post is for subscribers only._ ### Die Uhr im Schaufenster URL: https://dievossische.de/die-uhr-im-schaufenster/ Last updated: 2026-09-21T15:05:17.000Z Als die Standuhr Punkt Mitternacht schlägt, fällt Uhrmacher Friedrich Mertens tot vom Stuhl. Herzversagen? Hinnerk Kuhlmann zweifelt. Denn alle Uhren im Laden zeigen 23.47 Uhr – nur eine behauptet, es sei zwölf. Eine falsch gestellte Uhr, ein vergiftetes Erbstück und zwei Kinder alter Lügen. _This post is for subscribers only._ ### Das Ende der Normalität URL: https://dievossische.de/das-ende-der-normalitat-warum-aktivismus-die-freiheit-unserer-community-gefahrdet/ Last updated: 2026-09-21T15:05:17.000Z Conrads Kolumne in der taz ist keine journalistische Arbeit, sondern parteipolitische PR eines grünen Funktionärs. Dass seine Biografie verschwiegen wird, entlarvt die taz als Echokammer. Wir wehren uns: Unsere Normalität als Gays ist kein ideologisches Projekt – wir lassen uns nicht länger spalten. _This post is for subscribers only._ ### USA 2026: Trump, Mamdani und ein Imperium im Leerlauf URL: https://dievossische.de/usa-2026-trump-mamdani-und-ein-imperium-im-leerlauf/ Last updated: 2026-07-20T20:32:47.000Z Trump führt einen Krieg ohne klares Ziel. Mamdani verbindet Sozialismus, muslimische Identität und antiisraelische Politik. Newsom wartet auf 2028. Während Amerikas politische Lager um Inszenierungen kämpfen, verliert die Weltmacht ihre Richtung – und zunehmend ihre Glaubwürdigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Jens Spahn, Leihmutterschaft und der moralische Absturz Deutschlands URL: https://dievossische.de/jens-spahn-leihmutterschaft-und-der-moralische-absturz-deutschlands/ Last updated: 2026-09-21T15:07:28.000Z Ein Kind wird geboren, ein Spitzenpolitiker tritt zurück – und Deutschland macht eine Familie zum Tribunal. Der Fall Jens Spahn zeigt die Doppelmoral der Leihmutterschaftsdebatte: zwischen berechtigter Kritik, sozialer Ungleichheit, Homophobie und einem Gesetz, das Realität ins Ausland verdrängt. _This post is for subscribers only._ ### Wenn die Filterblase den Anstand frisst: Das moralische Waterloo der Renate Künast URL: https://dievossische.de/wenn-die-filterblase-den-anstand-frisst-das-moralische-waterloo-der-renate-kunast/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Renate Künast (Grüne) steht in der Kritik, da sie auf X eine Verschwörungstheorie verbreitete, wonach Jens Spahn und andere durch Leihmutterschaft eine „eigene Elite“ aus „ihren Genen“ schaffen wollten. Die Verbreitung dieser unbelegten, biologistischen Narrative sorgt für heftige Empörung. _This post is for subscribers only._ ### Die moralische Bühne: Wenn Gedenken zur Ego-Show wird URL: https://dievossische.de/die-moralische-buhne-wenn-gedenken-zur-ego-show-wird/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Der Eklat um Tobias Korenke im Bendlerblock entlarvt eine gefährliche Fehlentwicklung: Die Instrumentalisierung des Widerstands als moralische Bühne. Wer Gedenken zur Zensur macht und nur gegen rechts statt für Werte streitet, betreibt bloße Selbstdarstellung statt Erinnerungskultur. _This post is for subscribers only._ ### Der minderjährige Agitator URL: https://dievossische.de/der-minderjahrige-agitator/ Last updated: 2026-09-21T15:05:17.000Z Tom Köning ist minderjähriger Landessprecher der Linksjugend – und ein rücksichtsloser Agitator. Die Langfassung dokumentiert seinen unbelegten Rekord, sexualisierte Inszenierungen, Angriffe auf Constantin Schreiber und das Versagen der Erwachsenen, die ihm Amt und Reichweite geben. _This post is for subscribers only._ ### Spahns Familienglück: Die Doppelmoral bei Leihmutterschaft URL: https://dievossische.de/spahns-familiengluck-die-doppelmoral-bei-leihmutterschaft/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Jens Spahn und Daniel Funke feiern die Geburt ihres Sohnes in den USA. Doch ihr privates Glück wird politisch, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleibt. Der Fall offenbart eine soziale und moralische Schieflage: Was Wohlhabende im Ausland nutzen, bleibt anderen verwehrt. _This post is for subscribers only._ ### Das Licht im Königsmoor URL: https://dievossische.de/das-licht-im-konigsmoor/ Last updated: 2026-09-21T15:05:18.000Z Ein wanderndes Licht über dem Königsmoor führt Hinnerk Kuhlmann zu einem Toten im Schilf. Doch der Pächter starb nicht dort. Zwischen Altöl, alten Feindschaften und einer verängstigten Tochter entdeckt Hinnerk eine Lüge, die ein ganzes Dorf beinahe verschluckt hätte. _This post is for subscribers only._ ### Widerwärtiger Hetz-Post nach Tod von US-Senator: Wo bleibt der Aufschrei gegen Hanna Hansen? URL: https://dievossische.de/widerwartiger-hetz-post-nach-tod-von-us-senator-wo-bleibt-der-aufschrei-gegen-hanna-hansen/ Last updated: 2026-08-13T12:57:25.000Z Toter US-Senator als Kadaver verhöhnt: Warum schweigt HateAid bei diesem Islamisten-Hass? Aktivistin Hanna Hansen schockiert auf X mit Hetze gegen Lindsey Graham. Ist das strafbar? Und warum messen NGOs bei islamistischem Extremismus mit zweierlei Maß? Die Akte Hansen im Check. _This post is for subscribers only._ ### „Tagsüber Gott, nachts der Teufel“: Das eiskalte System hinter dem chinesischen Vergewaltigungs-Netzwerk in Deutschland URL: https://dievossische.de/tagsuber-gott-nachts-der-teufel-das-eiskalte-system-hinter-dem-chinesischen-vergewaltigungs-netzwerk-in-deutschland/ Last updated: 2026-07-16T15:01:02.000Z Elite-Akademiker betäuben, vergewaltigen und filmen Frauen systematisch in Deutschland. Während China fassungslos hinschaut, bietet die deutsche Justiz den Tätern durch „Geständnis-Rabatte“ mildere Strafen – ein Schlag ins Gesicht für die Opfer. Eine investigative Rekonstruktion. _This post is for subscribers only._ ### Kontroverse um New Yorks neue Einwanderer-Karte: Wird die Geschichte der Stadt umgeschrieben? URL: https://dievossische.de/kontroverse-um-new-yorks-neue-einwanderer-karte-wird-die-geschichte-der-stadt-umgeschrieben/ Last updated: 2026-07-16T14:09:05.000Z Großer Aufruhr im Rathaus von New York City: Eine neue offizielle Tourismus-Karte der Einwandererviertel lässt weltberühmte historische Gemeinschaften wie Little Italy oder das jüdische Viertel komplett vermissen. Kritiker werfen Bürgermeister Zohran Mamdani gezielte Geschichtsklitterung vor. _This post is for subscribers only._ ### Weg zum Drittweltland? Wie Massenmigration uns ruiniert URL: https://dievossische.de/weg-zum-drittweltland-wie-massenmigration-uns-ruiniert/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Mathearbeiten auf Arabisch? Der Bildungsverfall offenbart das Scheitern der Migrationspolitik. Während Schulen kapitulieren und Kosten explodieren, zahlt der Bürger die Zeche. R. T. Maddox über eine Politik der Ausreden, die Deutschland geradewegs in den Abgrund treibt. _This post is for subscribers only._ ### Wie eine Salafistin? Die absurde Doppelmoral der AfD-Abgeordneten Vanessa Behrendt URL: https://dievossische.de/wie-eine-salafistin-die-absurde-doppelmoral-der-afd-abgeordneten-vanessa-behrendt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Mit homophoben Attacken gegen Jens Spahn und einer Anklage wegen Volksverhetzung im Gepäck sprengt AfD-Abgeordnete Vanessa Behrendt die bürgerliche Fassade ihrer Partei. Warum die Hundetherapeutin mit ihrem radikalen Kulturkampf der AfD massiv schadet und sich kaum noch von Islamisten unterscheidet. _This post is for subscribers only._ ### Verrat am Stonewall-Erbe? Warum der moderne CSD seine wahren Pioniere vergisst URL: https://dievossische.de/verrat-am-stonewall-erbe-warum-der-moderne-csd-seine-wahren-pioniere-vergisst/ Last updated: 2026-07-16T07:00:44.000Z Der moderne CSD verliert seine Wurzeln: Statt um die Bürgerrechte der Stonewall-Pioniere geht es heute oft um Gender-Ideologie und Kommerz. Ein Blick auf wahre Vorkämpfer wie Magnus Hirschfeld zeigt, dass echte Akzeptanz Mut, Wissenschaft und Verstand braucht – keinen schrillen Woke-Zirkus. _This post is for subscribers only._ ### Daniel Bax & die TAZ: Die Anatomie einer ideologischen Geisterfahrt URL: https://dievossische.de/daniel-bax-die-taz-die-anatomie-einer-ideologischen-geisterfahrt/ Last updated: 2026-07-16T06:00:33.000Z Daniel Bax’ TAZ-Kommentar offenbart puren geopolitischen Realitätsverlust. Seine Forderung nach dem Bruch mit den USA entspringt einer ideologischen Verengung, die auch seine Bücher prägt. Ein Paradebeispiel für linken Haltungsjournalismus, bei dem Ideologie über nackte Vernunft triumphiert. _This post is for subscribers only._ ### Der Schlüssel im Briefkasten URL: https://dievossische.de/der-schlussel-im-briefkasten/ Last updated: 2026-09-21T15:05:18.000Z Ein Toter im Wintergarten, ein gelber Umschlag und ein alter Schlüssel zum Gartenhaus: Hinnerk Kuhlmann stößt in der Villa Voss auf ein verdrängtes Familiengeheimnis. Doch: Je tiefer er gräbt, desto deutlicher wird: Der Mord begann lange vor dem Tod von Malte Rixen. Die Wahrheit fordert ihren Preis. _This post is for subscribers only._ ### Die Verharmloser: Wie die taz den transnationalen Linksterrorismus zum Phantom erklärt URL: https://dievossische.de/die-verharmloser-wie-die-taz-den-transnationalen-linksterrorismus-zum-phantom-erklart/ Last updated: 2026-08-06T14:31:23.000Z Die taz verklärt die US-Sicherheitskonferenz zum „Propagandaspektakel“. Doch Ermittlungsakten zeigen: Die Bedrohung durch transnationalen linken Terrorismus ist real. Ein Report über ideologische Scheuklappen, die „Hammerbande“ und die Notwendigkeit internationaler Gefahrenabwehr. _This post is for subscribers only._ ### Die erschreckende Ahnungslosigkeit der selbsternannten Anständigen URL: https://dievossische.de/die-erschreckende-ahnungslosigkeit-der-selbsternannten-anstandigen/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Wenn Haltung Wissen ersetzt, Zahlen zu Gefühlen werden und jeder Widerspruch als Hetze gilt, endet die Debatte. Eine Kolumne über moralische Überheblichkeit, statistische Ahnungslosigkeit und eine linke Kommentarwelt, die ihre Gegner lieber beschimpft als ihnen sachlich zu widersprechen. _This post is for subscribers only._ ### Nach den Angriffen der Threads-Bubble: Warum ich als Frau meinen Badeanzug verteidige URL: https://dievossische.de/nach-den-angriffen-der-threads-bubble-warum-ich-als-frau-meinen-badeanzug-verteidige/ Last updated: 2026-07-15T15:36:22.000Z Nach den heftigen Angriffen der linken Threads-Bubble auf unseren letzten Artikel ist es Zeit für Klartext. Als Frau, die im klassischen Badeanzug schwimmt, wehre ich mich gegen die Verharmlosung des Burkinis und die schleichende Zerstörung unserer westlichen Baderegeln durch falsche Toleranz. _This post is for subscribers only._ ### Über 55 Prozent aller Arbeitslosen haben Migrationshintergrund URL: https://dievossische.de/uber-55-prozent-aller-arbeitslosen-haben-migrationshintergrund/ Last updated: 2026-07-15T14:47:52.000Z Über 55% der Arbeitslosen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Während der Steuerzahler schuftet, ist die einheimische Bevölkerung in der eigenen Statistik zur Minderheit geworden. Warum greift der Staat nicht durch, wo andere Länder arbeitslose Nicht-Bürger sofort ausweisen? _This post is for subscribers only._ ### Freispruch trotz Spurenvernichtung: Das unbegreifliche Urteil im Fall Tamar Boes (14) URL: https://dievossische.de/freispruch-trotz-spurenvernichtung-das-unbegreifliche-urteil-im-fall-tamar-boes-14/ Last updated: 2026-09-21T15:07:29.000Z Der Freispruch für den irakischen Asylbewerber Jamal T., der die 14-jährige Tamar in den Niederlanden totfuhr, sorgt für Entsetzen. Trotz illegaler Ausreise, Handynutzung und eiligem Autoverkauf folgte das Gericht seinen Schutzbehauptungen. Ein Bericht über ein Urteil gegen jede Logik. _This post is for subscribers only._ ### Erziehen statt informieren: Wie ARD und ZDF mit Fakes und Framing ihre Glaubwürdigkeit ruinieren URL: https://dievossische.de/erziehen-statt-informieren-wie-ard-und-zdf-mit-fakes-und-framing-ihre-glaubwurdigkeit-ruinieren/ Last updated: 2026-09-21T15:07:30.000Z Ob manipulierter Merkel-Applaus in der ARD, ungekennzeichnete KI-Bilder im ZDF-heute journal oder suggestives Framing gegen die AfD: Die öffentlich-rechtlichen Medien stecken in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Dieser Artikel zeigt, wie Haltungsjournalismus die Fakten verdrängt. _This post is for subscribers only._ ### Der Tote im Bienenhaus URL: https://dievossische.de/der-tote-im-bienenhaus/ Last updated: 2026-07-15T15:53:24.000Z Ein Toter hängt zwischen den Bienenstöcken, doch Hinnerk Kuhlmann glaubt nicht an Selbstmord. Insulin, vergiftete Bienenvölker, ein Millionengrundstück und zwei verfeindete Brüder führen ihn zu einer Wahrheit, die raffinierter und verstörender ist als jeder gewöhnliche Mord. _This post is for subscribers only._ ### Die unbefleckte Empfängnis der Moderne URL: https://dievossische.de/die-unbefleckte-empfangnis-der-moderne/ Last updated: 2026-09-21T15:07:30.000Z Das ZDF erklärt den Humor der 90er nachträglich zum moralischen Problem. Diese Satire denkt die Entwicklung konsequent weiter: bis zur kontaktlosen Fortpflanzung, zum staatlich geprüften Dating und zu einer sterilen Zukunft, in der niemand mehr aneckt – aber auch niemand mehr lacht oder frei liebt. _This post is for subscribers only._ ### taz in der Kritik: Doppelmoral bei linker Gewalt URL: https://dievossische.de/taz-in-der-kritik-doppelmoral-bei-linker-gewalt/ Last updated: 2026-09-21T15:07:30.000Z taz-Autoren wie Litschko, Speit und Kühn verharmlosen brutale linksextreme Gewalt und betreiben Täter-Opfer-Umkehr. Diese Analyse entlarvt die gefährliche Doppelmoral im Düsseldorfer Prozess und fordert die kompromisslose Härte des bürgerlichen Rechtsstaats gegen jeden Terrorismus. _This post is for subscribers only._ ### VW-Krise in Osnabrück: Wie Katar den Israel-Rüstungsdeal blockiert und Jobs vernichtet URL: https://dievossische.de/vw-krise-in-osnabruck-wie-katar-den-israel-rustungsdeal-blockiert-und-jobs-vernichtet/ Last updated: 2026-07-14T16:56:44.000Z Exklusiver Wirtschaftsbericht: Der katarische Staatsfonds blockiert die Rettung des VW-Werks Osnabrück durch ein Veto gegen den israelischen Rüstungskonzern Rafael. Warum Deutschland jetzt die Notbremse ziehen muss. _This post is for subscribers only._ _Includes the latest 500 public posts. Use `/sitemap.xml` for the complete archive of public content._