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Mut zur Strenge: Was Deutschlands Bildungspolitik von Katharine Birbalsingh lernen muss

Deutschlands Schulen verlieren Leistung, Autorität und Konzentration. Die Michaela Community School in London zeigt einen Gegenentwurf: strikte Regeln, Wissen, Lehrerautorität, Smartphone-Verbot und hohe Erwartungen – gerade für sozial benachteiligte Kinder.

Mut zur Strenge: Was Deutschlands Bildungspolitik von Katharine Birbalsingh lernen muss
Mut zur Strenge: Was Deutschland von Michaela lernen muss

Deutschlands Schulen haben kein Erkenntnisproblem mehr. Sie haben ein Umsetzungsproblem. Seit Jahren dokumentieren Studien sinkende Leistungen, wachsende soziale Unterschiede, Gewalt gegen Lehrkräfte und Schwierigkeiten bei elementaren Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Trotzdem wird über Unterricht häufig so diskutiert, als müsse vor allem die nächste pädagogische Innovation gefunden werden.

Vielleicht liegt ein Teil der Lösung genau in der entgegengesetzten Richtung: weniger Experiment, mehr Klarheit. Weniger pädagogische Mode, mehr Unterricht. Weniger Angst vor Autorität, mehr Mut zu Erwartungen.

Dafür lohnt ein Blick nach Wembley im Nordwesten Londons.

Dort führt Katharine Birbalsingh die Michaela Community School. Ihre Schule gilt als eine der strengsten Großbritanniens. Auf den Fluren wird nicht herumgeschrien, Unterrichtsstörungen werden nicht als unvermeidbares Begleitgeräusch jugendlicher Selbstverwirklichung hingenommen, Wissen gilt nicht als überholtes Konzept und Lehrer verstehen sich ausdrücklich als Autoritäten im Klassenzimmer.

Das Bemerkenswerte daran sind nicht die Provokationen Birbalsinghs. Es sind die Ergebnisse.