Bürgerlich-liberale Zeitung

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Schwesigs Gazprom-Stiftung: Was hinter dem grünen Etikett wirklich geschah

Schwesig sagt, beim Nord-Stream-Ausschuss sei „nichts rausgekommen“. Doch Sondervoten dokumentieren Gazprom-Einfluss, einen Umsatz von mehr als 160 Millionen Euro und Lücken bei Akten und Nachrichten. Was hinter der Klimastiftung wirklich geschah.

Schwesigs Gazprom-Stiftung: Was hinter dem grünen Etikett wirklich geschah
Gazprom-Geld, fehlende Akten, 160 Millionen Euro Umsatz: Was Schwesigs Satz, im Nord-Stream-Ausschuss sei nichts herausgekommen, ausblendet. Mit KI generierte Illustration

18. September 2026 | Teil 1 der „Schwesig-Akte 2026“

Manuela Schwesig sagt, der Nord-Stream-Untersuchungsausschuss habe sie entlastet. Doch die Akten erzählen eine kompliziertere Geschichte: Eine Gazprom-Tochter lieferte nach den Feststellungen eines Sondervotums Idee und Satzungsentwurf für eine angebliche Klimastiftung, die den Bau der Pipeline absichern sollte. Millionen flossen, Kommunikation blieb undokumentiert, E-Mails und Nachrichten fehlten. Zwei Tage vor der Landtagswahl stellt sich deshalb die Frage: Wie sauber ist Schwesigs politische Bilanz wirklich?

Am 3. September 2026 formulierte die Ministerpräsidentin ihre Version der Geschichte mit maximaler Eindeutigkeit. „Es ist nichts rausgekommen, keine Vorwürfe haben sich bestätigt“, sagte Schwesig im WELT-TV-Interview über die jahrelange parlamentarische Untersuchung zur Klimastiftung Mecklenburg-Vorpommern. Alles habe von Anfang an transparent vorgelegen. Nord Stream 2 sei unterstützt worden, weil es um niedrige Energiepreise, Wirtschaft und Arbeitsplätze gegangen sei. Quelle: WELT-Interview vom 3. September 2026

Dieser Satz ist der ideale Ausgangspunkt für eine Bilanz. Denn er enthält einen wahren Kern – und blendet zugleich die entscheidenden Befunde aus.