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Stammestest #5: Claudia Engelmann

Ausbildung, GmbH-Geschäftsführung, Sozialarbeit und Projektarbeit: Claudia Engelmann bringt echte Berufspraxis mit. Doch seit 2016 fließt Einkommen aus Parlament und Fraktion. Der Stammestest prüft, wo praktische Erfahrung endet und der politische Apparat beginnt.

Stammestest #5: Claudia Engelmann
Claudia Engelmann im Stammestest: Ausbildung, Geschäftsführung und Sozialarbeit – und der Wechsel ab 2016 in Parlament und Fraktion. Symbolbild

Vom Bio-Betrieb in die Fraktion: Wann wurde Politik Claudia Engelmanns Beruf?

Bei Claudia Engelmann funktioniert eine einfache Pointe nicht. Wer ihr vorwerfen wollte, sie habe vor der Politik „nie richtig gearbeitet“, würde an den belegbaren Fakten scheitern. Engelmann hat eine kaufmännische Berufsausbildung abgeschlossen, war förmlich eingetragene Geschäftsführerin einer GmbH, hat Sozialarbeit studiert, wissenschaftlich gearbeitet, Jugend- und Kulturprojekte koordiniert und zumindest zeitweise freiberuflich Trainings angeboten. Erst danach verschiebt sich ihr Berufsleben immer deutlicher in Richtung Parlament und Partei.

Gerade deshalb ist ihr Lebenslauf für den Stammestest interessanter als ein weiterer Fall „Studium – Partei – Mandat“. Bei Engelmann lässt sich ziemlich genau beobachten, wann eine durchaus praktische Erwerbsbiografie in eine politische Erwerbsbiografie übergeht.

Aktuell gehört sie der Berliner Linksfraktion an und ist dort Sprecherin für feministische Politik, Gleichstellung und Sport. Seit dem 1. März 2026 sitzt sie erneut im Abgeordnetenhaus. Bei der Berliner Wahl vom 20. September 2026 gewann sie den Wahlkreis Lichtenberg 3 mit 32,9 Prozent der Erststimmen und sicherte sich damit auch für die kommende Wahlperiode ein Direktmandat. Die Linke Berlin