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Meinung

Vier Namen, viele Netzwerke – wie Macht in der Linksjugend organisiert ist

Wer führt die Linksjugend wirklich? Teil 2 untersucht Bundessprecher, Arbeitskreise, Delegiertenmacht und Verbindungen zur Partei Die Linke. Im Zentrum steht die Frage, welche Strömungen den Kurs prägen – und wie groß der Einfluss einzelner Netzwerke tatsächlich ist.

Vier Namen, viele Netzwerke – wie Macht in der Linksjugend organisiert ist
Vier Spitzenfunktionäre, starke Arbeitskreise und Parteiverbindungen: So sind Macht und Einfluss in der Linksjugend organisiert. Illustration by Richard Bergsirk

Wer nach einem Vorsitzenden der Linksjugend sucht, findet keinen. Wer wissen will, wer tatsächlich Einfluss besitzt, muss tiefer graben: in Bundeskongresse, Landesverbände, Arbeitskreise, Geschäftsstellen und personelle Verbindungen zur Partei Die Linke. Dabei fällt nicht nur die starke Stellung einzelner innerverbandlicher Strömungen auf. Auch die eigenen Internetseiten des Jugendverbandes ergeben beim Blick auf seine gegenwärtige Führung kein vollständig widerspruchsfreies Bild.

Nach dem Berliner Auftritt, bei dem die Linksjugend die Polizei als „kriminellen Clan“ bezeichnete, stellt sich für den zweiten Teil dieser Serie eine naheliegende Frage: Wer entscheidet eigentlich, was bei diesem Jugendverband politische Linie ist – und wer kann diese Linie beeinflussen?