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Wirtschaft

VW und der China-Code: Wer kontrolliert künftig unsere Autos?

Volkswagen erwägt, seine nächste Fahrzeuggeneration in Europa mit einer in China entwickelten Elektronikarchitektur auszustatten. Der VW-Plan soll Milliarden sparen. Doch Sicherheitsbehörden warnen vor Risiken vernetzter Autos. Die eigentliche Frage: Wer kontrolliert künftig Code, Daten und Updates?

VW und der China-Code: Wer kontrolliert künftig unsere Autos?
Photo by Cesar Salazar / Unsplash

Volkswagen erwägt, die digitale Architektur seiner europäischen Zukunftsmodelle aus China zu übernehmen. Milliarden sollen eingespart werden. Doch während amerikanische Sicherheitsbehörden vor chinesisch kontrollierter Fahrzeugsoftware warnen, könnte Wolfsburg eine neue Abhängigkeit schaffen. Und das ausgerechnet nach Jahrzehnten einer verhängnisvollen Konzentration auf den chinesischen Markt.

Es wäre eine Entscheidung von historischer Tragweite.

Ein deutscher Automobilkonzern, der über Jahrzehnte zu den mächtigsten Industrieunternehmen Europas gehörte, denkt darüber nach, das digitale Nervensystem seiner künftigen europäischen Fahrzeuge auf einer Architektur aufzubauen, die vollständig in China entwickelt wurde.

Ausgerechnet China.

Ausgerechnet Volkswagen.

Und ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem westliche Sicherheitsbehörden vor den Risiken vernetzter Fahrzeuge und potenzieller staatlicher Einflussnahme warnen.

Was zunächst nach einer nüchternen Entscheidung zur Kostensenkung aussieht, wirft eine weit größere Frage auf:

Wie viel Kontrolle über seine eigenen Autos darf ein deutscher Hersteller aus der Hand geben, bevor daraus ein Problem für Europas Sicherheit wird?

Vier bis fünf Milliarden Euro – der Preis der Abhängigkeit?