Bürgerlich-liberale Zeitung

AfD bleibt bei 44 Prozent – BSW hält sich jetzt im Landtag

Die jüngste Hochrechnung stabilisiert das Ergebnis: Die AfD erreicht 44,0 Prozent, die CDU nur 17,8 Prozent. Das BSW liegt mit 5,1 Prozent nun knapp über der entscheidenden Hürde. SPD, Linke und Grüne ziehen ebenfalls in den Landtag ein.

Status: aktuelle ARD-Hochrechnung von Infratest dimap. Datenstand: 6. September 2026, 22:06 Uhr MESZ. Ein vorläufiges amtliches Landesergebnis liegt noch nicht vor. Der MDR bestätigt in seinem jüngsten Nachrichtenstand die Hochrechnung mit AfD 44,0 und CDU 17,8 Prozent.

Magdeburg – Der historische Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt stabilisiert sich, während sich zugleich eine der wichtigsten offenen Fragen des Wahlabends zugunsten des BSW zu entscheiden scheint. Nach der jüngsten ARD-Hochrechnung von Infratest dimap erreicht die Alternative für Deutschland 44,0 Prozent. Die Christlich Demokratische Union Deutschlands kommt lediglich auf 17,8 Prozent. Der MDR bestätigte diese Zahlen mit Datenstand 22:06 Uhr.

Die weiteren Werte lauten: SPD 9,1 Prozent, Linke 8,8 Prozent, Grüne 8,7 Prozent, BSW 5,1 Prozent und FDP 2,4 Prozent. Damit würden sechs Parteien in den neuen Landtag einziehen; die FDP wäre nicht mehr vertreten.

Gegenüber dem vorherigen Update gibt es bei den Prozentwerten praktisch keine Veränderung. Das ist angesichts der inzwischen weit fortgeschrittenen Auszählung selbst eine wichtige Nachricht: AfD 44,0, CDU 17,8, SPD 9,1, Linke 8,8, Grüne 8,7, BSW 5,1 und FDP 2,4 Prozent bleiben stabil. Auch die Tagesschau berichtet inzwischen, dass das BSW die Fünf-Prozent-Hürde nach der Hochrechnung voraussichtlich bewältigt.

Damit bleibt auch die Mehrheitslage schwierig. Solange das BSW im Landtag vertreten ist, wird die Sitzverteilung auf sechs Parteien verteilt. Die AfD liegt zwar mit gewaltigem Abstand vorne, erreicht nach den zuletzt veröffentlichten Sitzprojektionen aber keine absolute Mandatsmehrheit. Eine Alleinregierung ist damit nach aktuellem Hochrechnungsstand nicht möglich.

Gegenüber 2021 ist die Verschiebung dennoch historisch: Die AfD steigt von 20,8 auf 44,0 Prozent, ein Plus von 23,2 Prozentpunkten. Die CDU fällt von 37,1 auf 17,8 Prozent und verliert 19,3 Punkte. Die SPD verbessert sich gegenüber 8,4 Prozent leicht auf 9,1 Prozent, die Linke fällt von 11,0 auf 8,8 Prozent und die Grünen steigen von 5,9 auf 8,7 Prozent. Die FDP stürzt von 6,4 auf 2,4 Prozent und verliert ihre Landtagsmandate.

Die politischen Konsequenzen beginnen bereits: Ministerpräsident Sven Schulze gratulierte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Wahlsieg und bezeichnete das CDU-Ergebnis als Niederlage. Persönliche Konsequenzen ließ Schulze zunächst offen. FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens kündigte dagegen bereits ihren Rücktritt als Landesvorsitzende an.

Wichtigste Veränderung seit dem vorherigen Update: Die Zahlen bewegen sich kaum noch. Entscheidend ist vielmehr die zunehmende Stabilisierung des BSW bei 5,1 Prozent. Die Partei liegt damit nicht mehr exakt auf der Fünf-Prozent-Linie, sondern knapp darüber. Noch handelt es sich jedoch um eine Hochrechnung und nicht um das v

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Geschrieben von

Leon Berger
Leon Berger
Leon Berger ist Journalist mit handwerklicher Ausbildung und internationaler Perspektive. Nach Abitur und Volontariat prägten journalistische Stationen in Washington und Tel Aviv seinen Blick auf Politik und Gesellschaft.

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