Berlin-Wahl 2026: Eralps Schweigen entlarvt das Führungsproblem der Linken
Zwei Tage vor der Berlin-Wahl führt die Linke in der jüngsten Umfrage. Doch Elif Eralp lässt die entscheidende Frage offen: Welche Konsequenzen zieht ihre Partei nach einem Auftritt mit Gewaltparolen? Wer regieren will, muss mehr liefern als Distanzierung, Umarmungsrhetorik und zu teure Versprechen.
Zwei Tage vor der Berlin-Wahl führt die Linke in der jüngsten Umfrage – und ausgerechnet jetzt verweigert ihre Spitzenkandidatin die entscheidende Antwort. Elif Eralp verurteilt einen Auftritt, bei dem in einem Linke-Umfeld „Death to the IDF“ und „Yallah Intifada“ gerufen worden sein sollen. Gefragt nach konkreten Konsequenzen für Verantwortliche, antworten sie und ihr Büro laut Euronews jedoch nicht: „aus zeitlichen Gründen“. Das ist kein Terminproblem. Das ist ein Führungsproblem.
Wer Regierende Bürgermeisterin werden will, kann sich nicht mit einer Distanzierungsformel aus der Verantwortung verabschieden. Gerade weil Eralp persönlich nicht unterstellt werden kann, antisemitische Parolen zu teilen, zählt nun ihr Handeln. Eine Parteiführung beweist sich nicht daran, dass sie einen Eklat missbilligt, nachdem er öffentlich geworden ist. Sie beweist sich daran, ob sie Verantwortlichkeiten klärt, Grenzen durchsetzt und Wiederholungen verhindert.