Berliner zu dumm zum Zählen – aber warum immer, wenn es um die AfD geht?
Wahlchaos in Berlin! Nach einer heftigen Panne im Bezirk Spandau steht fest: Die CDU verliert durch Falschzählungen einen sicheren Sitz im Abgeordnetenhaus an die AfD. Das Parlament schrumpft auf 153 Sitze, und mögliche Regierungsbündnisse wie die Kenia-Koalition wackeln gewaltig.
Berlin – Unfassbare Zustände in der deutschen Hauptstadt! Schon wieder sorgt eine gigantische Wahlpanne für blanken Entsetzen und spürbare Fassungslosigkeit. Wer glaubte, nach den chaotischen Pannen der Vergangenheit sei das Ende der Peinlichkeiten erreicht, wird jetzt eines Besseren belehrt. In einem sensiblen Wahlkreis im Berliner Bezirk Spandau wurden Stimmen schlichtweg falsch übermittelt. Die Folge dieses unerträglichen Skandals: Die CDU muss ihren sicher geglaubten Sitz im Abgeordnetenhaus abgeben. Und ausgerechnet die AfD profitiert von diesem Rechnen-Desaster!
Vom vermeintlichen CDU-Triumph zum AfD-Coup
Was war passiert? Nach der mit Spannung verfolgten Abgeordnetenhauswahl am 20. September hatte die zuständige Berliner Wahlleitung zunächst verkündet, dass die CDU-Kandidatin Bettina Meißner (56) das Rennen im Wahlkreis gemacht habe. Mit einem angeblichen Vorsprung von 80 Stimmen wurde sie als stolze Siegerin präsentiert. Doch dieser vermeintliche Wahlerfolg entpuppte sich als absolute Luftnummer.
Nach einer öffentlichen Nachzählung steht die erschreckende Wahrheit fest: Nicht die CDU hat gewonnen, sondern der AfD-Kandidat Tommy Tabor (44)! Mit einem Vorsprung von 34 Stimmen holte er sich das umkämpfte Direktmandat. Rechnet man die Differenzen zusammen, wurden bei der Übermittlung unfassbare 118 Stimmen falsch verbucht. Ein Fehler von solchem Ausmaß wirft verheerende Fragen über die Professionalität der Berliner Auszählungsprozesse auf.
Dramatische Folgen für das Berliner Abgeordnetenhaus
Die fehlerhafte Stimmabgabe und die nun erfolgte Neuauszählung erschüttern das politische Parkett der Hauptstadt bis in die Grundmauern. Das Parlament schrumpft durch die komplexen Mechanismen von Ausgleichs- und Überhangmandaten von bisher 158 auf nunmehr 153 Sitze. Gleich fünf Abgeordnete der etablierten Parteien CDU, SPD, Grüne und Linke verlieren über Nacht ihre Mandate und müssen ihre Büros räumen.
Besonders brenzlig wird die Situation für mögliche Regierungsbündnisse:
- Eine von vielen favorisierte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen gerät in extreme Schieflage. Sie verfügt nur noch über eine ultradünne Mehrheit von 79 der 153 Sitze. Damit schrumpft der ohnehin magere Vorsprung auf gerade einmal zwei Stimmen zusammen.
- Das rot-grün-rote Bündnis hält zwar seine Mehrheit, muss jedoch ebenfalls Federn lassen und fällt von 16 auf 14 Stimmen Puffer.
- Selbst der Jubel der Linken wird gedämpft, da auch sie zwei wertvolle Parlamentssitze einbüßen.
Ungewöhnliche Diskrepanzen in Hakenfelde
Besonders der Ortsteil Hakenfelde stand im Fokus der Ermittler und Wahlhelfer. Hier waren massive Auffälligkeiten zutage getreten: Die AfD verzeichnete dort laut erster offizieller Meldung 130 Erst-, aber gleich 202 Zweitstimmen. Eine Diskrepanz von 72 Stimmen zwischen Partei und Direktkandidat ist hochgradig ungewöhnlich. Bei der CDU-Konkurrenz sah es mit einem Unterschied von 55 Stimmen kaum besser aus. Die Ergebnisse der Donnerstag-Nachzählung sollen am heutigen Freitag noch einmal penibel überprüft werden, um endgültige Sicherheit zu schaffen.
Landeswahlleiter wehrt sich gegen den Vorwurf des Chaos
Angesichts dieser peinlichen Pannenserie schlägt Landeswahlleiter Stephan Bröchler (64) in BILD versuchende Töne an: „Die neuen Zahlen kann ich bestätigen. Aber es ist kein neues Wahlchaos! Es greifen die Kontrollmechanismen, die rechtlich vorgesehen sind. Wir sind in der Prüfphase, die zeigt, wie sorgfältig vorgegangen ist.“
Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack. Das endgültige, unumstößliche Wahlergebnis wird erst am 12. Oktober im Landeswahlausschuss offiziell verkündet. Erst dann erhalten die erfolgreichen Parlamentarier ihre finalen Ernennungsschreiben. Bis dahin bleibt bei den Bürgern vor allem eins hängen: Das Gefühl, dass in Berlin bei Wahlen einfach nichts reibungslos funktioniert – besonders dann nicht, wenn es am Ende der AfD in die Hände spielt.
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