CSD-Anschlag in Berlin: Stefan Evers warnt vor Islamismus – Terrorist auf der Flucht
Mit drastischen Worten bricht Stefan Evers nach dem CSD-Anschlag das Schweigen: Islamismus sei die größte Gefahr für die Community. Während die Großfahndung nach dem mutmaßlichen Macheten-Angreifer Abdul Ballout läuft, hüllen sich die großen islamischen Dachverbände weiter in Schweigen.
Nach CSD-Anschlag: „Größte Gefahr für die Community“ – Wer beschützt die Hauptstadt vor dem flüchtigen Terroristen?
Mit drastischen Worten bricht Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers das gesellschaftliche Schweigen nach dem Attentat auf den Christopher Street Day. Während der polizeibekannte IS-Anhänger Abdul Ballout (21) nach seiner Macheten-Attacke mutmaßlich mit Hilfe extremistischer Netzwerke untergetaucht ist, hüllen sich die großen islamischen Dachverbände weiter in Schweigen.
„In meinen Augen ist der Islamismus gegenwärtig die größte Gefahr für die Community“, findet Stefan Evers im Gespräch klare Worte. Evers, der selbst als schwuler Mann in der Hauptstadt lebt, spricht aus, was viele nach dem Blutbad vom Samstagabend nur hinter vorgehaltener Hand diskutieren. „Hass und Extremismus haben viele Gesichter. Doch islamistischer Terror und islamistisch motivierte Gewalt zählen zu den größten und tödlichsten Bedrohungen für die Sicherheit und Freiheit unseres Landes. Diese Gefahr ist real.“ Wer diese Realität aus falscher Rücksicht ausblende oder nicht benenne, so Evers, „wird seiner Verantwortung nicht gerecht.“
Die Worte des Politikers treffen den Nerv einer erschütterten Stadt – denn die Details der Tat zeigen die unerbittliche Entschlossenheit des Täters.
Machete und Kastenwagen: Eine Spur der Verwüstung
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler fuhr der mutmaßliche IS-Anhänger Abdul Ballout am Samstagabend gezielt mit einem Kastenwagen in die feiernde Menge des Berliner CSD. Eine Frau verlor dabei ihr Leben, mindestens 29 weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.
Doch das Fahrzeug war nur die erste Tatwaffe: Nach dem Zusammenstoß stieg Ballout aus dem Wrack und ging unverzüglich mit einer Machete auf Passanten und Schockierte los. Die Kombination aus gezieltem Überfahren und dem blanken Exzess mit der Hiebwaffe unterstreicht das Ausmaß des Hasses, mit dem der 21-Jährige vorgegangen ist.
Großfahndung: Helfer im Schatten vermutet
Seit der Tat läuft die Fahndung nach Abdul Ballout auf höchster Intensitätsstufe. Hubschrauber, Spezialeinheiten und hunderte Einsatzkräfte durchkämmen die Metropole.
Sicherheitsbehörden schließen nicht aus, dass der 21-Jährige nicht alleine agiert: Es besteht der dringende Verdacht, dass Ballout Unterstützung aus islamistischen Kreisen erhält. Sowohl bei der Flucht als auch bei der Vorbereitung möglicher weiterer Taten könnte der Verdächtige auf ein funktionierendes Netzwerk im Untergrund zurückgreifen. Die Warnung vor Folgetaten hält die Hauptstadt in Atem.
Beredtes Schweigen der Verbände
Während Politiker die Gefahrenlage offen benennen und die Polizei im Großaufgebot ermittelt, fällt ein anderes Phänomen ins Auge: Das fast vollständige Ausbleiben öffentlicher Reaktionen aus den großen islamischen Organisationsstrukturen.
Weder der Koordinationsrat der Muslime (KRM) noch die prägenden Einzelverbände – wie DITIB, der Zentralrat der Muslime (ZMD) oder die IGMG – haben bislang eine explizite Stellungnahme, Pressemitteilung oder Trauerbekundung zum Anschlag auf den CSD veröffentlicht. Auch auf den offiziellen Social-Media-Kanälen herrscht vollkommenes Schweigen.
Dass ausgerechnet nach einem Anschlag auf eine sexuelle Minderheit mitten in Berlin jede klare Abgrenzung fehlt, sorgt für erhebliche politische Brisanz. Es hinterlässt ein gefährliches Vakuum in der Debatte und verstärkt bei vielen Bürgern Zweifel am Integrations- und Abgrenzungswillen verbandsislamischer Strukturen, wenn es um das Existenzrecht der queeren Community geht.
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