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Doppelmoral im Roten Rathaus

Auf dem Weg zur Macht in Berlin offenbaren Linke, SPD und Grüne eine gefährliche Doppelmoral. Während man sich öffentlich bürgerlich gibt, werden im Hintergrund radikale Islamisten hofiert, Clan-Bosse geduldet und Kritiker kaltgestellt. Ein politisches Desaster für die Hauptstadt.

Doppelmoral im Roten Rathaus
Berlins Doppelmoral: SPD, Linke & Islamisten

Wie Berlins Linkspartei ihre radikalsten Genossen wäscht – und warum das zum Problem wird

Es ist ein politisches Schauspiel, das an Heuchelei kaum zu überbieten ist: Berlins Linkspartei, angeführt von Elif Eralp, träumt vom Einzug in die Regierung und dem Posten der Regierenden Bürgermeisterin. Doch die Geister, die sie im Wahlkampf rief, drohen den Weg ins Rote Rathaus in letzter Minute zu versperren. Plötzlich, kurz vor den entscheidenden Koalitionsgesprächen mit SPD und Grünen, möchte man mit den extremen Auswüchsen der eigenen Partei nichts mehr zu tun haben. Doch ein genauerer Blick hinter die Kulissen zeigt: Die Distanzierung ist oftmals nur Kosmetik – und die Verbindungen ins israelfeindliche und sogar kriminelle Milieu sind weitaus tiefer, als die Parteiführung zugeben will.

Elif Eralps Wahlkampf-Flirt mit radikalen Kräften

Elif Eralp inszeniert sich gerne als bodenständige Macherin. Doch ihr Auftreten vor der Wahl zeichnet ein anderes Bild. Während die CDU ein Wahlkampfforum im August 2026 boykottierte, weil es in der umstrittenen „Neuköllner Begegnungsstätte“ – einer Moschee mit bekannten Verbindungen ins radikale islamistische Milieu – stattfand, hatte Eralp keine Berührungsängste. Sie nutzte die Bühne für ihren Wahlkampf, Seite an Seite mit Kandidaten von SPD, Grünen und FDP, und legitimierte damit faktisch eine Einrichtung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Dieser Flirt mit radikalen Kräften passt nahtlos zu einer anderen, äußerst brisanten politischen Forderung der Linken: Ein rigoroser Abschiebestopp. Die Linke in Berlin weigert sich vehement, Abschiebungen durchzuführen – und das gilt explizit auch für kriminelle Straftäter. In einer Stadt, die massiv unter Clankriminalität leidet, ist das ein fatales Signal. Es ist eine Politik, die Gewalttätern und organisierten Kriminellen quasi einen Freifahrtschein auf Berliner Boden ausstellt.

Der Remmo-Skandal auf der Wahlparty

Wie nah die Linke diesen kriminellen Milieus tatsächlich steht, zeigte sich auf schockierende Weise direkt am Wahlabend: Ausgerechnet Issa Remmo, das Oberhaupt eines der berüchtigtsten arabischen Clans Berlins, tauchte auf der Wahlparty der Linken im Festsaal Kreuzberg auf. Die Partei beeilte sich, zu erklären, er sei „nicht eingeladen“ gewesen und Eralp betonte hastig, man bekämpfe organisierte Kriminalität. Doch wie glaubwürdig ist das?

Besonders absurd wurde die Situation durch einen kurz darauf geleakten Chatverlauf. Firas Remmo, der Sohn des Clan-Chefs, veröffentlichte eine Instagram-Nachricht aus dem Februar 2026. Darin schrieb der Neuköllner Linken-Abgeordnete Ferat Koçak ungeniert: „Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater“ und bat den Clan-Spross um Hilfe bei der Verbreitung eines Videos. „Respekt“ für einen Clan-Chef von einem Abgeordneten der Linken? Es ist ein offener Schulterschluss, der die nachträglichen Distanzierungen von Eralp wie puren Hohn wirken lässt.

Der Fall Ferat Koçak: Ein chronischer „Gedächtnisverlust“

Ferat Koçak ist ohnehin die Reizfigur dieser Tage. Nicht nur seine Clan-Verbindungen sorgen für Entsetzen. Er fiel auch in der Vergangenheit durch Kontakte in ein Milieu auf, das den Terror der Hamas gegen Israel verharmlost. Als er kürzlich wegen Fotos von einer Party mit einem Mann aus der israelfeindlichen Szene unter Druck geriet, lautete seine Verteidigung: Er habe ihn nicht gekannt. Ein schwacher Erklärungsversuch, der sofort aufflog, da er bereits 2025 mit genau diesem Mann bei Veranstaltungen auftrat.

Nun, nach dem Leak der Remmo-Chats, rudert die Partei hastig zurück. Fraktionschef Sören Pellmann verkündete, Koçak werde sich „bis auf Weiteres“ zurückziehen, um „Transparenz herzustellen“. Ein durchsichtiges Manöver, um Eralp in den Koalitionsverhandlungen den Rücken freizuhalten. Doch der politische Schaden ist immens.

Angst in der Jüdischen Gemeinde

Die Wahl von Elif Eralp zur Fraktionschefin und ihr möglicher Aufstieg ins Rote Rathaus lösen in weiten Teilen der Stadt tiefe Besorgnis aus – allen voran in der Jüdischen Gemeinde. Deren Vorsitzender Gideon Joffe warnte unmissverständlich vor den Folgen dieses Wahlsiegs für das Zusammenleben in Berlin und sprach davon, dass „die Geis zur Gärtnerin gemacht“ werde. Er warnt explizit vor der Nähe der Linken zu Islamisten.

Während Eralp offiziell behauptet, jeden Antisemitismus abzulehnen, weigert sich ihre Partei an der Basis, konsequent gegen israelfeindliche Strömungen vorzugehen. Beschlüsse der Berliner Linken gegen Antisemitismus erweisen sich oft als Papiertiger, wenn es darum geht, die eigenen, radikalen Anhänger in die Schranken zu weisen.

Ein riskantes Spiel für Berlin

Die Linkspartei in Berlin spielt ein gefährliches Spiel. Auf dem Weg zur Macht versucht sie, eine bürgerliche, regierungsfähige Fassade aufrechtzuerhalten, während sie gleichzeitig duldet – und teilweise sogar aktiv umwirbt – dass in ihren Reihen radikale, israelfeindliche und clan-affine Narrative gepflegt werden. Die Forderung nach einem Abschiebestopp für Kriminelle ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

SPD und Grüne müssen sich nun sehr genau überlegen, mit wem sie sich ins Bett legen. Der scheidende SPD-Fraktionschef Raed Saleh machte bereits deutlich, dass ein Bündnis mit der Linken kein Automatismus ist, und die SPD-Bürgermeister machen mobil, um Eralp zu verhindern. Wenn die Linke tatsächlich Regierungsverantwortung in Berlin übernehmen will, reicht es nicht, radikale Genossen wie Ferat Koçak nur kurzzeitig zu verstecken und Clan-Bosse hastig von Partys auszuladen. Elif Eralp muss beweisen, dass ihre Partei in der Lage ist, sich von Extremisten jeglicher Couleur glaubhaft zu trennen. Bislang deutet nichts darauf hin.Raed Saleh und der Vorwurf der Unterwanderung

Wer nun aber glaubt, die SPD sei das rettende Ufer der Vernunft, irrt gewaltig. Der Strippenzieher Raed Saleh stand selbst wiederholt wegen seiner Kontakte ins islamistische Milieu in der Kritik. Die Vorwürfe gipfelten Ende 2025 in Aussagen der Neuköllner Integrationsbeauftragten Güner Balci, die Teilen der SPD vorwarf, von Islamisten „unterwandert“ zu sein. Die Kritik richtete sich auch gegen Saleh, dem unter anderem vorgeworfen wurde, den Kampf gegen "antimuslimischen Rassismus" in die Verfassung schreiben zu wollen, während er gleichzeitig die islamistische Bedrohungslage verharmlose.

Salehs Verbindungen sind seit Jahren brisant: Laut Recherchen unterhielt er jahrelang Kontakte zu einem Imam, der 2016 vom Berliner Verfassungsschutz als Teil des Geflechts der radikalislamischen Muslimbruderschaft gelistet wurde. Zwar wies die SPD die Vorwürfe der Unterwanderung als "eindeutig falsch" zurück und verwies auf Salehs Unterstützung für das jüdische Leben in Berlin, doch der Eindruck einer gefährlichen Zweigleisigkeit bleibt bestehen.

Der Fall Martin Hikel: Abgestraft für harte Kante

Wie gespalten die SPD in dieser Frage tatsächlich ist, zeigte das unwürdige parteiinterne Drama um den Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Hikel profilierte sich über Jahre als derjenige, der Clankriminalität, Islamismus und Hamas-Netzwerken unerschrocken den Kampf ansagte. Er ließ Shisha-Bars wegen des Verdachts auf illegale Machenschaften durchsuchen und stellte sich schützend vor säkulare Muslime, die von Radikalen bedroht wurden.

Doch genau dieser klare Kurs, der ihm bei den Bürgern Respekt einbrachte, wurde ihm parteiintern zum Verhängnis. Der linke Parteiflügel und die Jusos ließen Hikel bei der Nominierung als Spitzenkandidat im November 2025 mit nur 68,5 Prozent der Stimmen auflaufen. Der Vorwurf aus den eigenen Reihen: Hikel gehe beim Kampf gegen Clankriminalität zu pauschal vor, bediene rassistische Narrative und verwende den Begriff „antimuslimischer Rassismus“ nicht. Wer in Teilen der Berliner SPD von "Clankriminalität" spricht, gilt als Aussätziger. Hikel zog daraufhin konsequent die Reißleine und verzichtete auf die Spitzenkandidatur.

Ein Pakt der Wegseher

Der Fall Hikel entlarvt die SPD-Spitze: Während ein Bürgermeister, der gegen mafiöse Strukturen und religiösen Extremismus durchgreift, von den eigenen Leuten fallengelassen wird, hofieren andere Teile der Partei weiterhin umstrittene Moscheevereine und streiten über Begrifflichkeiten.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Linkspartei und maßgebliche Teile der SPD ein ungeschriebenes Gesetz teilen: Radikaler Islamismus und Clankriminalität werden, wenn schon nicht toleriert, so doch zumindest verharmlost, mit "antirassistischen" Argumenten relativiert oder strategisch ignoriert.

Die Grünen: Sprachpolizei statt Kriminalitätsbekämpfung

Komplettiert wird dieses Trio der Wegseher durch die Berliner Grünen. Anstatt sich den sicherheitspolitischen Herausforderungen der Stadt zu stellen, verliert man sich dort lieber in bizarren Sprachdebatten. Symbolhaft dafür steht der Auftritt der Alt-Grünen Renate Künast, die allen Ernstes forderte, den Begriff „Clan-Kriminalität“ nicht mehr zu verwenden, da er diskriminierend sei.

Während der Görlitzer Park bundesweit zum Symbol für ausufernden, von migrantischen Banden kontrollierten Drogenhandel geworden ist, sorgt sich die grüne Führungsriege mehr um verletzte Gefühle von Straftätern als um die Sicherheit der Bürger. Der Islam-Experte Ahmad Mansour brachte es auf den Punkt: Statt über echte Probleme zu sprechen, führen die Grünen Scheindebatten über Begriffe und blockieren damit jede ernsthafte Lösung.

Zwar gibt es auch bei den Grünen pragmatischere Stimmen, doch der linke, realitätsfremde Flügel, dominiert den Berliner Landesverband. Für diesen Flügel ist ein Linksbündnis das Maß aller Dinge – selbst wenn das bedeutet, Antisemitismus und Clan-Nähe bei der Linkspartei zähneknirschend hinzunehmen.

Ein sicherheitspolitischer Offenbarungseid

Es drängt sich der Eindruck auf, dass Linkspartei, SPD und Grüne ein ungeschriebenes Gesetz teilen: Radikaler Islamismus und Clankriminalität werden, wenn schon nicht toleriert, so doch zumindest verharmlost, mit "antirassistischen" Argumenten relativiert oder durch Sprachpolizei unsichtbar gemacht.

Wenn diese drei Parteien nun über eine Regierungskoalition verhandeln, stellt sich eine drängende Frage: Wer in diesem Bündnis hat eigentlich noch die politische Kraft und den Willen, konsequent für die Sicherheit der Berliner einzustehen? Ein rot-grün-rotes Bündnis, das Extremisten hofiert, Aufklärer wie Martin Hikel kaltstellt und sich lieber um diskriminierungsfreie Sprache sorgt als um die Zerschlagung mafiöser Strukturen, wäre ein sicherheitspolitisches Desaster für die Hauptstadt.

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Geschrieben von

Leon Berger
Leon Berger ist Journalist mit handwerklicher Ausbildung und internationaler Perspektive. Nach Abitur und Volontariat prägten journalistische Stationen in Washington und Tel Aviv seinen Blick auf Politik und Gesellschaft.

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