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Briefing

Eiskalte Distanz statt Solidarität:

Am Jahrestag des Hamas-Massakers distanziert sich die Juso-Spitze ausgerechnet von einer Israel-Reise eigener Mitglieder. Während Israels Präsident die Delegation empfängt, wächst der Eindruck: In Teilen der SPD-Jugend wird Solidarität mit Israel zur Belastungsprobe.

Eiskalte Distanz statt Solidarität:
Juso-Spitze gegen Israel-Reise: Am 7. Oktober sorgt die Distanzierung für Empörung und neue Zweifel am Wertekompass der SPD-Jugend. Symbolbild

Wenn der linke Parteinachwuchs Israel die kalte Schulter zeigt

Drei Jahre nach dem brutalen Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 reisten junge Politiker verschiedener demokratischer Jugendorganisationen nach Israel, um den Opfern des Terrors zu gedenken. Ein starkes Zeichen der Verbundenheit, könnte man meinen. Doch während Israels Präsident Isaac Herzog die Delegation persönlich empfing und seine Dankbarkeit ausdrückte, glänzte die Spitze des SPD-Nachwuchses durch peinliche Distanzierung: Der Juso-Bundesvorstand erklärte just zum Jahrestag via X, sich „aktiv gegen die Teilnahme“ ausgesprochen zu haben. Wer trotzdem geflogen sei, tue dies „ausschließlich in privater Eigenschaft“. Ein Vorgang, der das tief gesunkene Wertefundament in Teilen der deutschen Linken offenbart – und der im perfekten Einklang steht mit der fragwürdigen Performance der gesamten Parteispitze.

Eine Ohrfeige für Israel und die eigenen Mitglieder