Hanning in U-Haft: Wer bremste die Block-Ermittlungen?
August Hanning sitzt jetzt in U-Haft. Zugleich wird die Vorgeschichte des Block-Komplexes immer erklärungsbedürftiger: elf Tage bis zur Razzia, eine nicht erfolgte Grote-Vernehmung, begrenzte Aussagen der Hauptermittlerin und Monate bis Karlsruhe den BND-Fall übernahm.
Elf Tage, sieben Monate, kein Haftbefehl
Jetzt sitzt auch Ex-BND-Präsident August Hanning in Untersuchungshaft. Der Fall, der mit der gewaltsamen Entführung zweier Kinder begann, reicht inzwischen bis in die Spitze des deutschen Nachrichtendienstes. Doch die Hamburger Chronologie wird immer erklärungsbedürftiger: elf Tage bis zur ersten großen Block-Razzia, kein öffentlich bekannter deutscher Haftbefehl gegen Christina Block, eine Hauptermittlerin, die Innensenator Andy Grote vernehmen wollte und gestoppt wurde – und Monate, bis die bei Hanning entdeckten BND-Geheimnisse Karlsruhe erreichten.
Hamburg/Karlsruhe, 7. Oktober 2026. Jetzt ist aus dem Verdacht Untersuchungshaft geworden.