Gefährliche Einäugigkeit: Feldman, Menasse und der Berliner Irrweg in Richtung Linkspartei
Ein jüdischer Aufruf für Die Linke in Berlin wird von Parteimitgliedern mitgetragen. Die TAZ nennt diese Nähe nicht. So entsteht der Eindruck eines unabhängigen Bürgerprotests – während zugleich die Antisemitismuswarnungen des Zentralrats relativiert werden.
Der Berliner Links-Irrtum: TAZ-Täuschung entlarvt
Die Berliner Abgeordnetenhauswahl hat weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus eine tiefe Risslinie offengelegt. Wenn die taz nun exklusiv über einen offenen Brief von 150 jüdischen Berlinerinnen und Berlinern berichtet – darunter prominente Stimmen wie Deborah Feldman, Eva Menasse und Susan Neiman –, die vehement eine rot-rot-grüne Koalition fordern, wird dies als unabhängige Bewegung jüdischer Bürger inszeniert.
Was der Aufruf und die Berichterstattung jedoch gezielt verschweigen: Hier protestiert keineswegs eine unbefangene Zivilgesellschaft. Unter den Unterzeichnern befinden sich aktive Parteimitglieder der Linkspartei wie der Historiker Ben Miller sowie langjährige Partei-Aktivisten, die in Wahrheit ihre eigene politische Heimat vor den gravierenden Antisemitismusvorwürfen des Zentralrats der Juden verteidigen. Dass eine parteipolitisch organisierte PR-Aktion als unideologischer Bürgerprotest getarnt wird, offenbart nicht nur eine gezielte Täuschung der Öffentlichkeit, sondern eine erschütternde historische und politische Blindheit.