IGBD: 81 Gemeinden, Imame mit Dekret aus Sarajevo – und Mitsprache im deutschen Religionsunterricht
Die IGBD umfasst aktuell 81 Gemeinden, ihre religiöse Hierarchie reicht bis Sarajevo und Zakat-Gelder fließen nach Bosnien. Gleichzeitig gestaltet der Verband in Deutschland staatlichen Religionsunterricht mit. Beim Umgang mit Christen fällt der Herkunftslandvergleich jedoch deutlich anders aus.
Die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland unterscheidet sich deutlich von DITIB, ATIB oder der DMG. Eine Steuerung durch einen ausländischen Staat ist nicht belegt. Organisatorisch bezeichnet sich die IGBD jedoch selbst als integralen Bestandteil der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina. Der Reis-ul-ulema in Sarajevo ernennt religiöses Führungspersonal, ein erheblicher Teil des in Deutschland gesammelten Zakat fließt in den bosnischen Bejt-ul-mal – während die IGBD in Baden-Württemberg zugleich über Lehrpläne, Schulbücher und Lehrerlaubnisse für staatlichen islamischen Religionsunterricht mitentscheidet. Der Religionsfreiheitsvergleich mit Bosnien fällt allerdings überraschend anders aus als bei der Türkei oder Iran: Christen und Juden besitzen dort weitreichende institutionelle Rechte.

Noch vor wenigen Tagen trafen sich in Eschborn Imame aus den Gemeinden der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, IGBD. Vom 20. bis 22. September 2026 ging es bei einem verbandsweiten Fachseminar unter anderem um moderne Schariafragen, Seelsorge und die berufliche Weiterentwicklung der Imame. Nach Verbandsangaben nahmen Geistliche aus den deutschen IGBD-Gemeinden teil. IGBD
