Wirecard-Serie, Teil 7
Nach mehr als dreieinhalb Jahren will das Gericht den Wirecard-Prozess beenden. Gleichzeitig entstehen neue Ermittlungen um Marsalek und „Operation Chargeback“. Wann ist ein Verfahren entscheidungsreif – und wann wird Prozessökonomie zur Gefahr für die vollständige Beweiswürdigung?
Ausermittelt – oder nur bereit fürs Urteil?
Der Wirecard-Prozess nähert sich seinem Ende. Nach mehr als dreieinhalb Jahren Hauptverhandlung und weit über 270 Sitzungstagen hatte der Vorsitzende Richter Markus Födisch im Juli einen Fahrplan skizziert: letzte Zeugen im September, anschließend eine Frist für weitere Beweisanträge und ab dem 19. Oktober möglicherweise die Plädoyers. Ein Urteil wäre danach noch 2026 denkbar. Zugleich sagte Födisch über dasselbe Verfahren, er habe so etwas noch nicht erlebt: Man werde „ständig mit neuen Sachverhalten konfrontiert“.
Genau darin liegt das Problem.