Das Block-Kartell der Inszenierung
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder zeigt sich eine drastische Schieflage: Während normale Angeklagte unter der Justiz zerbrächen, steuert eine hochbezahlte PR-Maschinerie um Béla Anda und Spitzenjuristen die öffentliche Wahrnehmung.
Wie PR, Springer-Schlagzeilen und die Täter-Opfer-Umkehr im Gerichtssaal Hand in Hand gehen
Es gibt mediale Inszenierungen, die so durchschaubar und zugleich so aggressiv auf emotionale Manipulation ausgelegt sind, dass man sie beim Namen nennen muss. Im laufenden Strafprozess um die gewaltsame Entführung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 erleben wir derzeit ein Lehrstück darüber, wie eine hochbezahlte Maschinerie versucht, Fakten zu verwischen, Täter zu Opfern zu stilisieren und die tatsächlichen Opfer – zwei traumatisierte Kinder – aus dem Zentrum der Wahrnehmung zu drängen.

Besonders tief blickt man in diesen Abgrund, wenn man die jüngsten Manöver der Verteidigung vor dem Landgericht Hamburg mit der medialen Begleitung und der industriellen PR-Arbeit abgleicht.
Die Profis im Hintergrund: Litigation-PR für betuchte Verdächtige
Wer glaubt, ein solcher Prozess wird ausschließlich im Gerichtssaal verhandelt, der irrt gewaltig. Die eigentliche Schlacht findet auf der Meta-Ebene der Öffentlichkeit statt – und dafür holt man sich Kaliber ins Boot, von denen normale Bürger nicht einmal träumen können.
Christina Block engagierte für die kommunikative Begleitung keinen Geringeren als Béla Anda, den ehemaligen Regierungssprecher von Gerhard Schröder und früheren Bild-Vize, der heute eine auf „Litigation-PR“ spezialisierte Agentur leitet. Unter dem zynischen Motto seiner Agentur – „You can win in the courtroom but lose in public. So don’t.“ (Du kannst vor Gericht gewinnen, aber in der Öffentlichkeit verlieren. Also tu es nicht) – wird hier professionell an der Verschiebung der Wahrnehmung gearbeitet.
