Wie Reichinnek, Eralp und Die Linke die Fehler der SED wiederholen
Drei Jahrzehnte nach dem DDR-Ende spielt die Linke noch immer eine Rolle. Mit Gesichtern wie Heidi Reichinnek und Elif Eralp verpackt die SED-Nachfolgepartei alte Utopien neu. Doch wer auf Enteignung setzt, ignoriert die Historie: Diese Politik führt in den Ruin und nützt nur den Funktionären.
Enteignung, Ruin und schwaches Gedächtnis
Es entbehrt nicht einer gewissen historischen Ironie: Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der SED-Diktatur und dem Fall der Berliner Mauer spielt die politische Nachfolgeorganisation der Staatspartei in genau jenen Regionen eine tragende Rolle, die am stärksten unter ihr gelitten haben. Für Zeitzeugen ist es ein „Albtraum“. Für politische Beobachter stellt sich die drängende Frage: Wie kann man gerade als Ostdeutscher oder Berliner sein Kreuz bei der Partei Die Linke machen?
Die Antwort auf diese Frage liegt in einer komplexen Mischung aus historischer Kontinuität, ideologischer Umdeutung, einem gesellschaftlichen Gedächtnisverlust – und der kollektiven Verdrängung darüber, in welchen Ruin diese Politik einst führte und wieder führen wird.
Das Erbe der Linientreuen: Juristische und personelle Kontinuität
Um die heutige Linkspartei zu verstehen, muss man ihre Wurzeln betrachten. Rechtlich gesehen ist Die Linke kein bloßer ideologischer Erbe, sondern die rechtsidentische Fortsetzung der SED. Nach der Wende 1989 profitierte die Partei massiv von den alten Strukturen. Es waren die sogenannten Linientreuen – ehemalige Funktionäre, Staatsangestellte, Angehörige von Polizei, Armee und Stasi sowie überzeugte Kader –, die das Überleben der Partei in den 1990er Jahren sicherten.
Diese Wählergruppe fühlte sich durch den Systemwechsel biografisch entwertet. Die Wahl der PDS (und später der Linken) war für viele eine Trotzreaktion, ein Festhalten an der eigenen ostdeutschen Identität und eine Verteidigung ihres Lebenswerks. Diese Linientreuen bildeten über Jahrzehnte das verlässliche Rückgrat der Partei.