Ansichten eines Unbequemen: Der wöchentliche Wahnsinn

Einblicke in das Kuriositätenkabinett der Moderne: Wo profillose Aktivisten ohne Berufsabschluss uns die Welt erklären. Eine scharfe Kabarett-Serie über den grassierenden Wahnsinn in Politik und NGOs – im unbarmherzigen Stil von Karl Valentin und Dieter Nuhr. Zeit für einen Realitäts-Check.

Teilen
Ansichten eines Unbequemen: Der wöchentliche Wahnsinn
Ansichten eines Unbequemen: Der wöchentliche WahnsinnAnsichten eines Unbequemen: Der wöchentliche Wahnsinn

Folge 1: Die Erklärbären aus dem Zeltlager – Wer nichts wird, wird Aktivist

Hörzt zu, ihr Leit, es ist ja im Jahr 2026 nicht mehr zum Aushalten auf der politischen Schaubühne! Ein bayerischer Grandseigneur wie der Valentin Karl hätte gesagt: „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem, der noch nie gearbeitet hat.“ Gehen wir doch mal gedanklich aufs Schafott der zeitgenössischen Realsatire und schauen uns das Spitzenpersonal an, das uns Tag für Tag die Welt erklärt.

Man schaue sich nur die Chefetage der Grünen Jugend an. Früher brauchte man für eine politische Karriere wenigstens ein gebügeltes Hemd und ein Quäntchen bürgerliche Contenance. Heute reicht es völlig, wenn man wie Luis Bobga im Netz wutentbrannt fordert, die „scheiß Deutschland-Flaggen“ nach dem EM-Aus abzuhängen, und den politischen Gegner geschmeidig als „Hurensohn“ tituliert. Stil? Fehlanzeige. Berufserfahrung? Warum denn auch? Wer braucht schon ein abgeschlossenes Studium der Soziologie oder ehrliche Arbeit, wenn man stattdessen im flauschigen Kokon der steuerfinanzierten Funktionärsblase direkt vom Hörsaal in den Vorstandssessel plumpst? Die einzige Schicht, die diese Herrschaften je geschoben haben, ist die Internetschicht beim Verfassen neuer Verbotslisten.

Und diese optische wie intellektuelle Verweigerungshaltung hat System! Da haben wir die heroische Initiative „Widersetzen“, die gerade frisch aus den Krawall-Zelten vor dem Erfurter Messegelände gekrochen kommt. Da stellt sich dann ein Sprecher wie Suraj Mailitafi oder das nicht-binäre Medien-Aushängeschild Noa Sander vor die Kameras – stolz im verwaschenen Flanellhemd, die Baseballkappe tief ins Gesicht gezogen, damit man die absolute Ernsthaftigkeit des studentischen Klassenkampfs auch ja nicht übersieht. Noa Sander, qua Definition im Dauerkonflikt mit den biologischen Realitäten, erklärt uns – dem arbeitenden Volk, das diesen Zirkus mit seinen Abgaben überhaupt erst am Kacken hält – was „demokratischer Widerstand“ ist. Dass das Bündnis sein Geld klammheimlich über die Konten der linksextremen „Roten Hilfe“ schleust, geschenkt! Hauptsache, das Vokabular sitzt: „Massenblockade“, „Ziviler Ungehorsam“, „Faschismus“. Wenn man sonst nichts gelernt hat, muss man eben laut schreien und sich auf den Asphalt hocken.

Und mittendrin im ideologischen Filterkaffee-Dunst: die unvermeidliche Fridays for Future-Bewegung. Heilige Greta im Himmel! Da reisen sie aus sechzig Städten in gemieteten Bussen nach Erfurt, um die Welt zu retten, während sie gleichzeitig die einfachsten Gesetze der Logik blockieren. Das sind Menschen, die scheinbar aus einer tiefen inneren wie äußeren Disharmonie heraus agieren. Es hat fast den Anschein, als sei das demonstrative Pflegen einer gewissen... optischen und rhetorischen Unworteilhaftigkeit die absolute Kernkompetenz, um in diesen NGOs nach oben gespült zu werden. Je verstrahlter der Blick, je wirrer die Frisur, desto höher die moralische Deutungshoheit.

Wir haben hier eine Armada von chronisch Unterbeschäftigten, die sich im Dschungel der mittlerweile gefühlten 72 erfundenen Geschlechter komplett verlaufen haben. Sie wissen morgens beim Aufstehen nicht, welches Pronomen sie heute beanspruchen sollen, aber sie wissen ganz genau, wie der Handwerker in Thüringen zu leben, zu heizen und zu wählen hat. Sie haben noch keinen Cent Steuern erwirtschaftet, erklären uns aber mit staatsmännischer Arroganz die Weltwirtschaft.

Es ist ein pures Kabarett. Früher ging man für solche skurrilen Gestalten ins Kuriositätenkabinett oder zum Starkbieranstich, heute wählt man sie in den Bundestag oder erträgt sie als Dauergäste in den Talkshows von ARD und ZDF. Man kann über so viel Unbedarftheit und Dreistigkeit eigentlich nur noch laut lachen – wenn es uns am Ende des Tages nicht so verdammt teuer zu stehen käme!

In diesem Sinne: Bleibt’s geschmeidig, aber lasst euch von den flaggenhasserischen Teilzeit-Aktivisten nicht den Verstand vernebeln! Prost!

Weiterlesen