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Kapitulation der Werte: Wie die Anglikanische Kirche mit radikalen Islamisten paktiert

Ein Bild der Orientierungslosigkeit: Erzbischöfin Sarah Mullally ehrt im Lambeth Palace einen pakistanischen Kleriker, der Blasphemiegesetze verteidigt und Osama bin Laden lobte. Nach Protesten folgte die rasche Aberkennung – ein Debakel, das die naive Bündnispolitik der Kirche entlarvt.

Kapitulation der Werte: Wie die Anglikanische Kirche mit radikalen Islamisten paktiert
Anglikanische Erzbischöfin Sarah Mullally (2. v. l.) und Hafiz Tahir Ashrafi (r.): Alles für Verständigung? Foto: Neil Turner / Lambeth Palace

Es ist ein Bild, das die politische und moralische Orientierungslosigkeit westlicher Institutionen auf den Punkt bringt: Im traditionsreichen Lambeth Palace steht Erzbischöfin Sarah Mullally lächelnd zwischen vollverschleierten Frauen und verleiht einen Preis für interreligiöse Versöhnung. Der Empfänger: Hafiz Muhammad Tahir Mehmood Ashrafi. Ein pakistanischer Kleriker, der die brutalsten Blasphemiegesetze seines Landes verteidigt und Al-Qaida-Gründer Osama bin Laden einst als „Schwert Allahs“ feierte.

Ein Skandal mit Ansage

Dass diese Ehrung ausgerechnet am 11. September stattfand – dem Jahrestag der schlimmsten islamistischen Terroranschläge der Geschichte –, setzt dem Ganzen die Krone auf. Während Opfer des Dschihadismus geehrt werden sollten, empfing die oberste Geistliche der Church of England einen Mann, der Selbstmordattentate rechtfertigte und das Todesurteil für angebliche Gotteslästerer unterstützt.

Dass der Preis nach massiven Protesten am 17. September im Eiltempo wieder aberkannt werden musste, rettet die Institution nicht. Es entlarvt vielmehr das vollständige Versagen jeglicher Überprüfung und die schockierende Naivität der Verantwortlichen.

Das Paradokson der falschen Toleranz

Besonders bizarr wirkt der Anblick der Erzbischöfin im Kreis von Frauen im Ganzkörper-Niqab. Eine Kirchenführerin, die sich nach außen hin für Frauenrechte und fortschrittliche Werte inszeniert, lässt sich unkritisch als Statistin für eine Ideologie einspannen, die Frauen zur Unkenntlichkeit verhüllt und ihnen Grundrechte abspricht.

Der Fall legt den strukturellen Selbstbetrug der westlichen Progressiven offen:

  • Blindheit gegenüber Extremismus: Im Bestreben, um jeden Preis „Interkulturalität“ und „Toleranz“ zu demonstrieren, werden die brutalsten Akteure des religiösen Fundamentalismus als Dialogpartner hofiert.
  • Verrat an den echten Opfern: Die Leidtragenden dieser Kuschelpolitik sind die religiösen Minderheiten und säkularen Kräfte in Ländern wie Pakistan, die unter der Fuchtel der Blasphemiegesetze und des Patriarchats um ihr Überleben kämpfen.
  • Moralische Bankrotterklärung: Wer Männer auszeichnet, die Terroristen huldigen, verspielt jede Glaubwürdigkeit als ethische Autorität.

Aufwachen vor dem Verlust aller Werte

Das Desaster von Lambeth Palace ist kein Einzelfall, sondern das Symptom einer Kultur, die verlorengelaufen ist. Wer die Augen vor der Realität des orthodoxen Islamismus verschließt und sich im Namen des Multikulturalismus vor Intoleranz verneigt, schafft nicht Frieden, sondern schafft die eigene Freiheit ab. Es ist Zeit, dass westliche Institutionen aufhören, sich den Wegbereichern des Fundamentalismus anzudienen.


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Geschrieben von

Paul Fisher
Paul Fisher
Paul Fisher ist Ökonom, Journalist und konservativer schwuler Autor mit internationaler Perspektive. Er schreibt liberal, unabhängig und kritisch über Politik, Gesellschaft und Freiheit – faktenorientiert, pointiert und ohne Denkverbote.
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