AfD bleibt bei 44,4 Prozent – jetzt sind erste echte Stimmen ausgezählt
Die Auszählung läuft: 445 von 2.660 Bereichen sind offiziell erfasst. Die aktuelle ARD-Hochrechnung sieht die AfD bei 44,4 Prozent, die CDU bei 18,4 Prozent. Das BSW bleibt mit 5,0 Prozent auf der Kippe.
Status: Hochrechnung plus amtlicher Teilauszählungsstand. Datenstand: 6. September 2026, ca. 19:30 Uhr MESZ. Der offizielle Ergebnisdienst Sachsen-Anhalts meldet inzwischen 445 von 2.660 ausgezählten Bereichen – 16 Prozent. Das ist noch kein vorläufiges Landesergebnis.
Magdeburg – Die ersten tatsächlich ausgezählten Stimmen bestätigen bislang das politische Beben in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben des offiziellen Ergebnisdienstes sind inzwischen 445 von insgesamt 2.660 Bereichen ausgezählt. Das entspricht 16 Prozent.
Die aktuelle Hochrechnung von Infratest dimap für die ARD sieht die Alternative für Deutschland weiterhin mit riesigem Abstand an der Spitze. Die AfD erreicht jetzt 44,4 Prozent, die Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,4 Prozent.
Dahinter folgen Linke 9,3 Prozent, Grüne 8,7 Prozent, SPD 8,4 Prozent, BSW 5,0 Prozent und FDP 2,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung wird mit 76,5 Prozent angegeben.
Gegenüber der ersten Hochrechnung gibt es damit nur leichte Verschiebungen: Die AfD fällt von 44,5 auf 44,4 Prozent, die CDU von 18,5 auf 18,4 Prozent. Die Linke sinkt von 9,4 auf 9,3 Prozent, die Grünen von 8,9 auf 8,7 Prozent. Die SPD steigt dagegen von 8,2 auf 8,4 Prozent, die FDP von 2,1 auf 2,2 Prozent. Das BSW verharrt bei den entscheidenden 5,0 Prozent.
Die Dimension des Wahlergebnisses bleibt damit unverändert. Gegenüber 2021, als die AfD 20,8 Prozent erreichte, hat sie ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelt. Die CDU fällt von 37,1 Prozent im Jahr 2021 auf derzeit 18,4 Prozent und verliert damit nahezu die Hälfte ihres damaligen Stimmenanteils.
Eine AfD-Alleinregierung zeichnet sich nach den aktuellen Hochrechnungen nicht ab. Für die absolute Mehrheit der Parlamentssitze reicht es derzeit nicht. Gleichzeitig schließen die anderen voraussichtlich im Landtag vertretenen Parteien eine Koalition mit der AfD aus. Die Regierungsbildung dürfte deshalb äußerst schwierig werden.
Der weiterhin politisch brisanteste Wert lautet 5,0 Prozent: Das BSW steht exakt an der Sperrklausel. Schon wenige Zehntel können darüber entscheiden, ob die Partei in den Landtag einzieht – und dadurch auch die gesamte Sitzarithmetik verändern.
Wichtigster neuer Stand gegenüber dem vorherigen Update: Es liegen inzwischen nicht mehr nur Hochrechnungen vor. Der amtliche Ergebnisdienst bestätigt, dass 16 Prozent beziehungsweise 445 von 2.660 Bereichen tatsächlich ausgezählt sind. Ein vorläufiges amtliches Landesergebnis liegt allerdings noch nicht vor.
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