Die Blindheit der Eliten
Der SPIEGEL debattiert am 25. Juni brav über rechts. Die Realität kollabiert derweil an anderer Front: Der linke Antisemitismus in Berlin und die Expansion des politischen Islams gefährden die Freiheit massiv. Wer diese Bedrohungen verschweigt, betreibt keine Demokratierettung, sondern Feigheit.
Warum unsere „wehrhafte Demokratie“ auf einem Auge kollabiert
Wenn der SPIEGEL im Hamburger Thalia Theater zur prominenten Podiumsdiskussion lädt, ist das Establishment unter sich. Auf dem Programm steht das Lieblingsthema der Berliner Blase: „Wie soll eine wehrhafte Demokratie auf das Erstarken des rechten Randes reagieren?“ Auf dem Podium sitzen die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt und der Schriftsteller Lukas Rietzschel, moderiert von Chefredakteur Dirk Kurbjuweit. Das Ergebnis steht fest, bevor das erste Wort gesprochen ist: Die Gefahr steht rechts, und die moralische Gewissheit sitzt im Saal.
Es ist eine Inszenierung der organisierten Betriebsblindheit. Während sich die mediale und politische Elite in ritueller Abgrenzung gegen die AfD erschöpft, kollabiert die gesellschaftliche Realität an einer ganz anderen Front. Der intellektuelle und physische Terror gegen die Grundpfeiler unserer westlichen Gesellschaft speist sich längst aus einer unheiligen Allianz: dem radikalen linken Antisemitismus und der unaufhaltsamen, aggressiven Expansion des politischen Islams.
Wer die Augen davor verschließt, betreibt keine Demokratierettung. Er betreibt Arbeitsverweigerung.
Der linke Antisemitismus: Vom akademischen Hörsaal auf die Straße
Nirgendwo zeigt sich diese Schieflage drastischer als in der Bundeshauptstadt. Berlin ist das Epizentrum eines neuen, entfesselten Judenhasses, der moralisch sauber getarnt aus der postkolonialen und linksradikalen Ecke kommt.