Die Statistik der Symbole: Wenn das Ritzmesser zum Staatsfall wird
Ein Hakenkreuz am Schultisch macht noch keinen Umsturz – oft ist es nur die hohle Rebellion eines Dummkopfs. Doch während der Staatsschutz Symbole jagt, leben Islamkritiker unter Polizeischutz. Wir verwechseln Statistik-Kosmetik mit echter Sicherheit. Zeit für Ehrlichkeit!
Von der Hybris der Zahlen und der Realität auf unseren Straßen.
Wir lesen es fast täglich: Die „Gefahr von Rechts“ steige unaufhörlich, die Statistiken zur Politisch Motivierten Kriminalität (PMK) eilen von Rekord zu Rekord. Doch wer mit offenen Augen durch unsere Städte geht, reibt sich verwundert die Augen. Wo sind die brennenden Straßenzüge, wo die Belagerungen von Moscheen? Wer heute Schutz braucht, sind oft jene, die es wagen, den politischen Islam zu kritisieren – Menschen wie Ahmad Mansour leben unter permanentem Polizeischutz. Die Bedrohung für sie ist physisch, real und lebensgefährlich.
Warum also klafft die Schere zwischen der gefühlten Sicherheit und der amtlichen Statistik so weit auseinander?
Die Magie der „Propagandadelikte“
Der Teufel steckt im Detail der Erfassung. Ein Großteil der „rechten Straftaten“ entfällt auf sogenannte Propagandadelikte. Das sind Hakenkreuze an Autobahnbrücken, verbotene Parolen in Chatgruppen oder das Tattoo auf der Wade eines Unbelehrbaren. Rechtlich gesehen sind das Straftaten, ja. Aber sind sie Ausdruck einer organisierten Umsturzgefahr?