Aktivismus statt Journalismus: Die ZEIT und der Papst

Die ZEIT feiert den neuen Bischof von West Virginia als moralischen Sieg gegen Trump. Doch die rührselige Story vom „illegalen“ Migranten blendet die Realität aus: Der Vatikan nutzt Personalpolitik als billige Provokation, während linke Medien Ideologie über journalistische Sorgfalt stellen.

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Aktivismus statt Journalismus: Die ZEIT und der Papst
Die Schlagzeile „Papst ernennt illegal Eingewanderten zum Bischof“ ist journalistisch gesehen eine bewusste Irreführung durch Auslassung.

Die Story könnte kaum dramatischer sein: Ein Mann flüchtet im Kofferraum über die Grenze, arbeitet sich hoch und wird nun vom Papst persönlich als Speerspitze in eine Trump-Hochburg geschickt. Es ist das Stoffgewebe, aus dem Hollywood-Träume oder eben Schlagzeilen der ZEIT gestrickt sind. Doch hinter der rührseligen Erzählung vom „Bischof mit dem Rucksack voller Träume“ verbirgt sich eine kalkulierte kirchenpolitische Provokation, die auf dem Rücken einer ohnehin gespaltenen Gesellschaft ausgetragen wird.

Die mediale Täuschung: Wenn das „Illegale“ zum Prädikat wird

Die Berichterstattung der ZEIT liest sich weniger wie ein nüchterner Bericht als vielmehr wie eine moralische Siegesmeldung für das linksliberale Milieu. Die Schlagzeile „Papst ernennt illegal Eingewanderten zum Bischof“ ist journalistisch gesehen eine bewusste Irreführung durch Auslassung. Evelio Menjivar-Ayala ist seit fast vier Jahren Weihbischof in der US-Hauptstadt Washington D.C. Wer das kirchenrechtliche und staatliche Prozedere in den USA kennt, weiß: Niemand wird ohne regulierten Aufenthaltsstatus, gründliche Sicherheitsüberprüfungen (Background Checks) und staatliche Anerkennung in ein solches Amt gehoben.