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Teil 5: Ostersonntag – Das Licht der Freiheit und die Finsternis der Verfolgung

Ostern ist das Fest des Sieges des Lichts über die Finsternis. Die Milliarden, die heute weltweit trotz Lebensgefahr das Kreuz hochhalten, sind unser Spiegel. Sie zeigen uns, was wir zu verlieren haben.
Teil 5: Ostersonntag – Das Licht der Freiheit und die Finsternis der Verfolgung

Von der Redaktion | Berlin, Ostersonntag, 2026

„Der Herr ist auferstanden!“ – Dieser Ruf hallt heute durch die Kathedralen Europas, durch die Dorfkirchen des ländlichen Raums und durch die Herzen von Millionen Menschen. Doch während wir in der Sicherheit unserer säkularen Rechtsstaaten die Osterkerzen entzünden, findet das eigentliche Osterwunder an Orten statt, die von der Weltöffentlichkeit oft schamhaft verschwiegen werden. Der Ostersonntag 2026 ist nicht nur ein kirchlicher Feiertag; er ist der Tag der zivilisatorischen Entscheidung.

Der Blick zurück: Ein Erbe aus Blut und Vernunft

In der langen Geschichte der Vossischen Zeitung war Ostern stets der Moment der bürgerlichen Selbstvergewisserung. Unsere Freiheit ist kein Zufallsprodukt der Geschichte, sondern das Resultat einer 2000-jährigen Ringerfahrung.

  • Antike und Byzanz: Das Christentum entstand in den Katakomben Roms als Akt radikaler individueller Freiheit gegenüber dem totalitären Staatsanspruch. Später, in Byzanz, bewahrte es das antike Wissen, bevor es dem unerbittlichen Expansionsdrang eines Kalifats erlag, das keinen Pluralismus kannte. Die Ruinen von Konstantinopel und die entweihten Kirchen Kleinasiens sind steinerne Mahnmale dafür, was geschieht, wenn eine Hochkultur ihren inneren Kompass verliert.
  • Das Joch der Osmanen: Über Jahrhunderte litten Christen in Griechenland und auf dem Balkan unter einer Herrschaft, die sie zu Bürgern zweiter Klasse degradierte. Wer heute leichtfertig die „Bereicherung“ durch den politischen Islam feiert, verhöhnt das Blut jener, die unter der Knabenlese und der Scharia-Willkür ihre Identität bewahrten.
  • Die preußische Aufklärung: Die „Tante Voss“ begleitete den Aufstieg eines Bürgertums, das die Trennung von Staat und Kirche erkämpfte. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ – dieser Satz schuf das Betriebssystem der Moderne. Er ermöglichte die Wissenschaft, die Frauenrechte und die Gewissensfreiheit.

Die Geografie der Qual: Wenn das Bekenntnis zum Tod führt

Während wir in Deutschland darüber debattieren, ob Ramadan-Beleuchtung in unsere Innenstädte gehört, erleben Milliarden von Menschen weltweit ein Osterfest der Angst. Wir müssen die Relationen geraderücken: Das Christentum ist die am stärksten verfolgte Religion der Welt.

  1. Islamische Länder: In Pakistan, Nigeria oder Ägypten ist Ostern ein Hochrisiko-Tag. Während wir hierzulande den Kampfbegriff der „Islamophobie“ nutzen, um jede Kritik im Keim zu ersticken, brennen dort Kirchen unter dem Vorwurf der Blasphemie. Es gibt keine brennenden Moscheen in Europa, aber es gibt eine systematische Vertreibung von Christen aus der Wiege ihrer Kultur im Nahen Osten.
  2. Nordkorea & China: In der absoluten Finsternis des Pjöngjanger Gulags oder unter dem digitalen Totalitarismus Pekings ist ein Gebet eine Provokation gegen den Allmachtsanspruch des Staates. Kreuze werden von Dächern gerissen, Bibeln konfisziert. Hier zeigt sich das exakte Gegenteil der abendländischen Freiheit: Die totale Unterwerfung des Individuums unter ein gottloses Kollektiv.

Das Paradoxon der Toleranz

Wir erleben in Europa eine groteske Täter-Opfer-Umkehr. Wir verstecken das Kreuz, um den Halbmond nicht zu beleidigen. Wir passen Schulrhythmen an Fastenzeiten an, die einer rituellen Nacht-Völlerei huldigen und unsere rationale Arbeitsethik untergraben.

Wer heute die Verteidigung unserer christlich-liberalen Dominanzkultur fordert, ist nicht „phobisch“ – er ist Realist. Eine Gesellschaft, die alles toleriert, am Ende aber nichts mehr besitzt, das ihr heilig ist, wird weggespült werden vom Strom der Geschichte. Toleranz gegenüber der Intoleranz ist kein Zeichen von Größe, sondern von zivilisatorischem Suizid.

Das Manifest: Die Auferstehung des Rückgrats

Wir fordern an diesem Ostersonntag ein Ende der moralischen Selbstgeißelung.

  • Vorrang der Vernunft: Unsere Gesetze stehen über jedem religiösen Dogma. Wer hier leben will, passt sich an – nicht umgekehrt.
  • Schluss mit dem Schweigen: Wir erwarten von unseren Politikern, dass sie die Verfolgung von Milliarden Christen weltweit beim Namen nennen, anstatt sich in vorauseilender Unterwürfigkeit vor dem politischen Islam zu verneigen.
  • Stolz auf das Erbe: Das Abendland ist das erfolgreichste Projekt der Menschheitsgeschichte. Wir sind die Erben von Rom, Griechenland und der Aufklärung. Dieses Licht werden wir nicht unter den Scheffel einer falsch verstandenen Vielfalt stellen.

Fazit

Ostern ist das Fest des Sieges des Lichts über die Finsternis. Die Milliarden, die heute weltweit trotz Lebensgefahr das Kreuz hochhalten, sind unser Spiegel. Sie zeigen uns, was wir zu verlieren haben.

Wir in der Redaktion der Vossischen Zeitung ziehen heute die Linie. Das Abendland ist kein Auslaufmodell. Es besinnt sich neu. Der Stein vor dem Grab unserer Identität ist weggerollt. Es ist Zeit, mit erhobenem Haupt ins Licht zu treten.

Der Herr ist auferstanden – und mit ihm hoffentlich unser Mut zur Wahrheit.


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