Wie eine Salafistin? Die absurde Doppelmoral der AfD-Abgeordneten Vanessa Behrendt

Mit homophoben Attacken gegen Jens Spahn und einer Anklage wegen Volksverhetzung im Gepäck sprengt AfD-Abgeordnete Vanessa Behrendt die bürgerliche Fassade ihrer Partei. Warum die Hundetherapeutin mit ihrem radikalen Kulturkampf der AfD massiv schadet und sich kaum noch von Islamisten unterscheidet.

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Wie eine Salafistin? Die absurde Doppelmoral der AfD-Abgeordneten Vanessa Behrendt
AfD-Abgeordnete Vanessa Behrendt: Volksverhetzungs-Anklage

Hundetherapie statt Weltpolitik: Wie Sektierer wie Vanessa Behrendt die AfD als Volkspartei unmöglich machen

Wer als konservativer oder bürgerlicher Wähler heute nach einer echten politischen Alternative zum verbrauchten Parteien-Etablissement sucht, steht fassungslos vor den Trümmern des politischen Diskurses. Man sehnt sich nach einer seriösen Kraft, die pragmatische Wirtschaftskonzepte, eine geordnete Migrationswende und den Mut zur echten Opposition mitbringt. Doch stattdessen bekommt man einen unerträglichen, von schrillem Moralismus und persönlicher Obsession getriebenen Kulturkampf geliefert.

Das beste Exempel für diese selbstzerstörerische Unart liefert die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Während das Lager um Alice Weidel mühsam versucht, der Partei das Image einer regierungsfähigen, bürgerlichen Kraft zu verpassen, reißen Akteure wie Behrendt diese Fassade mit einer fast schon manischen Social-Media-Fixierung auf die Intimsphäre und die Familienplanung anderer Menschen wieder ein.

Der Lebenslauf: Wenn der Hochmut die Kompetenz überholt

Bevor sich eine Abgeordnete zur ethischen und juristischen Chef-Zensorin der Republik aufschwingt, sollte ein Blick auf das Fundament ihrer angeblichen Expertise erlaubt sein. In Behrendts offiziellem Abgeordnetenprofil sucht man vergeblich nach juristischen Staatsexamina, Politikwissenschaft oder tiefen Einblicken in bioethische Debatten:

  • Ausbildung & Beruf: Nach der Realschule absolvierte die 1984 geborene Helmstedterin eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten. Es folgten eine Ausbildung zur Hundetherapeutin und ein Fernkurs zur Kinderernährungsberaterin.
  • Die Fachsprecherin: Mit dieser bemerkenswerten akademischen Tiefe besetzt sie nun den Posten der familien- und frauenpolitischen Sprecherin der AfD-Fraktion in Niedersachsen.

Es ist also eine selbstständige Hundetherapeutin, die meint, hochkomplexe transatlantische Rechtsfragen zur Leihmutterschaft, dem Völkerrecht und dem privaten Familienglück anderer Menschen mit drastischer Stammtischpolemik abkanzeln zu müssen.

Der Fall Spahn & Streeck: Grenzenloser Hass statt sachlicher Opposition

Wie dieser Mangel an Anstand und Professionalität in der Praxis aussieht, zeigte sich unlängst in Behrendts hasserfüllter Kampagne gegen die CDU-Politiker Jens Spahn und Hendrik Streeck. Anstatt deren tatsächliche politische Fehlentscheidungen sachlich zu kritisieren, stürzt sich Behrendt mit beispielloser Niedertracht auf das Privatleben der beiden homosexuellen Männer und deren Partner.

Auf ihren Social-Media-Kanälen teilt sie Bilder der beiden Paare, versehen mit der rhetorischen Giftpfeil-Frage:

„Ist Menschenhandel erlaubt, wenn man CDU-Politiker ist? Hendrik Streeck und Jens Spahn haben sich mit ihren Partnern Babys in den USA gekauft!“

In einem weiteren, vor moralischer Selbsterhöhung triefenden Post auf X (@MdlBehrendt) legt sie nach:

„Gesetze gelten fürs Volk, aber wer Geld hat, kauft sich sein Kind im Ausland. Auch das ist ein moralischer Offenbarungseid. Frauen werden zu Brutkästen degradiert und Kinder zu einer Ware, die man bestellen kann – eine Praxis, die EU und UN als Ausbeutung und Menschenhandel verurteilen. Wer die Schöpfung zum Konsumgut macht und die Würde von Frauen und Kindern der eigenen Sehnsucht opfert, hat jeden christlichen Kompass verloren.“

Mit dieser infamen Gleichsetzung von legaler, hochregulierter Leihmutterschaft in den USA mit echtem, brutalem „Menschenhandel“ und „Sklaverei“ verlässt Behrendt jeden Boden des anständigen Diskurses. Sie spricht den betroffenen Frauen, die sich in den USA vollkommen selbstbestimmt und rechtlich abgesichert für diesen Weg entscheiden, jegliche eigene Handlungsfähigkeit (Agency) ab und degradiert gewollte, geliebte Kinder zu bloßer „Ware“, nur um billige Klicks am rechten Rand abzugreifen.

Schrei nach Aufmerksamkeit: Projektion als Schutzschild?

Wer diese aggressive, fast schon besessene Fixierung auf queere Themen verfolgt, dem drängt sich unweigerlich eine psychologische Frage auf: Was treibt eine verheiratete Mutter aus der niedersächsischen Provinz dazu, sich tagtäglich so hasserfüllt und verbissen an homosexuellen Männern, dem Regenbogen und alternativen Lebensentwürfen abzuarbeiten?

In der Psychologie ist das Phänomen der Projektion bestens bekannt. Oft ist die lauteste, schrillste Homophobie ein unbewusster Abwehrmechanismus, um von eigenen inneren Konflikten, Zweifeln oder der eigenen, mühsam unterdrückten Identität abzulenken. Man könnte glatt glauben, hier soll mit einer besonders lauten Anti-Regenbogen-Fassade ein persönliches Schutzschild aufgebaut werden. Doch dieser private Kreuzzug schadet der politischen Glaubwürdigkeit einer angeblichen „Alternative“ massiv.

Wer an der Wahlurne eine sachliche Alternative sucht, wird bei Behrendt stattdessen mit quasi-theokratischen Absolutheitsansprüchen konfrontiert:

„Du kannst nicht pro LGBTQ sein, wenn du Christ bist. Glaube ist kein Wunschkonzert und Gott macht keine Fehler. Wer behauptet, sein Geschlecht nach eigenem Ermessen wechseln zu können, erklärt die göttliche Schöpfung für mangelhaft und stellt das eigene Ego über den Schöpfer.“

Vanessa Behrendt MdL auf X

Die absurde Ironie: Wann folgt das Treffen zum „Schwestern-Picknick“?

Es grenzt an politische Realsatire: Während die AfD und Akteure wie Behrendt unentwegt vor einer vermeintlichen „Islamisierung“ warnen und im selben Atemzug die radikale Abschiebung („Remigration“) von Muslimen fordern, unterscheidet sich ihr eigenes Weltbild in gesellschaftspolitischen Kernfragen um keinen Deut vom fundamentalistischen Islam.

  • Gleicher Hass, anderes Buch: Die aggressive Ablehnung von LGBTQ-Rechten, die Verteufelung moderner Familienbilder und die paranoide Vorstellung einer „moralschädigenden Lobby“ eint Behrendt eins zu eins mit orthodox-islamischen Kräften.
  • Ideologische Seelenverwandtschaft: Man sieht es förmlich vor sich: Eigentlich müsste sich Vanessa Behrendt demnächst auf einer Picknickdecke mit der berüchtigten Salafisten-Influencerin Hanna Hansen bei einem von deren radikalen „Schwestern-Picknicks“ treffen. Inhaltlich gäbe es absolut keine Reibungspunkte. Beim gemeinsamen Lästern über Homosexuelle, die vermeintlich sündhafte Moderne und die gottlose Verderbtheit des Westens würde man blitzschnell zueinanderfinden. Am Ende könnte Hansen auf TikTok stolz verkünden: „Alhamdulillah, wir haben eine neue Schwester im Geiste hinzugewonnen.“

Wer fordert, dass religiöse Dogmen über den Grundrechten des Individuums und der freien Selbstbestimmung stehen müssen, betreibt exakt denselben illiberalen Kulturkampf wie radikale Islamisten. Behrendt bekämpft nicht den religiösen Extremismus – sie will lediglich ihren eigenen an dessen Stelle setzen.

Die Quittung: Auf der Anklagebank statt im Plenarsaal

Dass dieses ungefilterte Zündeln im Netz nicht mehr unter die freie Meinungsäußerung fällt, hat inzwischen auch die Justiz festgestellt. Behrendts verbale Grenzüberschreitungen – darunter die Behauptung, die Regenbogenfahne stehe für die „Machenschaften pädophiler Lobbygruppen“ und queere Menschen seien „perverse Psychopathen“ – führten zu harten Konsequenzen:

  1. Aufhebung der Immunität: Der niedersächsische Landtag machte den Weg für die Strafverfolgung frei.
  2. Die Anklage: Die Staatsanwaltschaft Göttingen erhob vor dem Landgericht Braunschweig offiziell Anklage wegen Volksverhetzung, verhetzender Beleidigung und dem gefährdenden Verbreiten personenbezogener Daten (da sie auch noch die privaten Daten von Anzeigenerstattern leakte).

Wer politische Gegner und unbescholtene Mitbürger im Netz systematisch verunglimpft und private Daten im Netz teilt, steht am Ende völlig zurecht nicht als Gestalter im Plenarsaal, sondern als Angeklagte vor Gericht.

Die gläserne Decke der AfD

Eine echte Volkspartei muss die Lebensrealität der breiten Bevölkerung abbilden. Dazu gehören im Jahr 2026 längst auch moderne, vielfältige Familienmodelle und die selbstverständliche Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Wer die Sehnsucht von Paaren nach eigenen Kindern – wie im Fall von Jens Spahn oder Hendrik Streeck – für billigen, homophoben Krawall missbraucht, offenbart einen erschreckenden Mangel an Empathie, Anstand und politischer Weitsicht.

Solange Personen wie Vanessa Behrendt für die AfD mandatiert sind und die bürgerliche Fassade mit hasserfülltem, quasi-salafistischem Sektierertum einreißen, bleibt diese Partei für die Mehrheit der Deutschen absolut unwählbar. Wer den moralischen Zeigefinger so hoch streckt wie Behrendt, sollte aufpassen, dass er nicht über die eigenen, juristischen Fallstricke stolpert.

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