Der Ausverkauf des Kreuzes
Die Kirchen in Deutschland bluten aus. Jährlich treten fast eine Million Menschen aus. Statt den eigenen Glauben selbstbewusst zu verteidigen, opfern katholische und evangelische Kirchenführer ihre Überzeugungen dem Zeitgeist und dem Islam. Ein historischer Ausverkauf mit fatalen Folgen.
Wie die großen Kirchen sich selbst abschaffen und dem Muezzin Platz machen
Es ist ein Bild, das vor wenigen Jahren noch als dystopische Provokation abgetan worden wäre, heute aber längst eine greifbare demografische und architektonische Realität darstellt: Wenn in nicht allzu ferner Zukunft der Ruf des Muezzins von den Türmen einstiger christlicher Kirchen erschallt, darf das kirchliche Bodenpersonal nicht überrascht tun. Es ist die logische, unausweichliche Konsequenz einer beispiellosen historischen Selbstaufgabe.
Sowohl die katholische Kirche unter dem aktuellen Pontifikat als auch – und das in noch weitaus radikalerem Maße – die evangelische Kirche in Deutschland haben ihren spirituellen Markenkern verraten. An die Stelle eines selbstbewussten, wahrheitsbeanspruchenden Glaubens ist eine theologische Beliebigkeit getreten, die sich dem politischen Zeitgeist und insbesondere dem Islam geradezu unterwirft. Die nackten Zahlen und die Taten der Kirchenführer belegen diesen beispiellosen Niedergang.
Die nackten Zahlen: Der Exodus der Gläubigen
Die Kirchen bluten aus, und das in einem historisch beispiellosen Tempo. Werfen wir einen Blick auf die harten Fakten: Mittlerweile gehören weniger als die Hälfte der Menschen in Deutschland (unter 48 Prozent) einer der beiden großen Kirchen an. Allein im Jahr 2022 traten in Deutschland über 522.000 Menschen aus der katholischen und 380.000 aus der evangelischen Kirche aus – ein dramatischer Rekord, der sich in den Folgejahren auf ähnlich katastrophalem Niveau stabilisiert hat. Jedes Jahr verlieren die Kirchen fast eine Million Mitglieder durch Austritt und Tod.
Die Konsequenz: Tausende Kirchengebäude können nicht mehr unterhalten werden. Sie werden profaniert, verkauft, zu Kletterhallen umgebaut – oder abgerissen. Gleichzeitig wächst der Islam durch Demografie und Migration rasant, baut repräsentative Großmoscheen und erobert den öffentlichen Raum, wie etwa durch die Erlaubnis des Muezzinrufs in Städten wie Köln (seit 2021). Die Lücke, die das Christentum hinterlässt, wird nahtlos gefüllt.
Papst Franziskus und die Relativierung des Eigenen
Wie soll ein Gläubiger seine Kirche ernst nehmen, wenn deren oberster Hirte signalisiert, dass der christliche Weg nur einer von vielen ist? Ein Schlüsseldokument dieser theologischen Kapitulation ist das von Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb, 2019 in Abu Dhabi unterzeichnete "Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen".
Darin findet sich ein Satz, der das Rückgrat der katholischen Lehre bricht:
"Der Pluralismus und die Verschiedenheit der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rassen und der Sprachen sind ein weiser göttlicher Wille, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat."
Man muss diesen Satz in seiner ganzen Tragweite begreifen: Wenn Papst Franziskus offiziell unterschreibt, dass Gott die Verschiedenheit der Religionen – und damit auch den Islam, der die Gottessohnschaft Jesu und die Kreuzigung strikt leugnet – aktiv will, wozu braucht es dann noch die katholische Kirche? Wozu Mission? Wozu überhaupt Christ sein, wenn Allah laut päpstlicher Aussage genauso Gottes Wille ist? Diese theologische Aufweichung signalisiert dem Gläubigen: Es ist völlig egal, woran ihr glaubt.
Das verleugnete Kreuz: Die deutschen Bischöfe kapitulieren
Was in Rom philosophisch grundgelegt wird, treiben die deutschen Kirchenvertreter in der Praxis auf die Spitze. Ein Bild, das sich unauslöschlich in das historische Gedächtnis eingebrannt hat, lieferten der damalige EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der katholische Kardinal Reinhard Marx im Oktober 2016.
Beim Besuch des Felsendoms auf dem Tempelberg in Jerusalem legten die beiden höchsten Repräsentanten des deutschen Christentums ihre Brustkreuze ab. Aus angeblichem "Respekt" vor den muslimischen Gastgebern versteckten sie das zentrale Symbol ihres Glaubens. Der Islam fordert bedingungslose Unterwerfung (genau das bedeutet das Wort „Islam“ wörtlich), und die deutschen Bischöfe lieferten sie. Ein Glaube, dessen oberste Repräsentanten nicht einmal den Mut haben, das eigene Kreuz in der Öffentlichkeit zu tragen, strahlt keine Kraft aus – er verströmt nur noch Schwäche und Verfall.
Die evangelische Kirche: Vom Gotteshaus zur politischen NGO
Besonders die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich in weiten Teilen von der Verkündigung des Evangeliums verabschiedet und fungiert stattdessen als Vorfeldorganisation linker und grüner Parteipolitik.
Man predigt Klimaschutz, offene Grenzen, Gender-Theorien und finanziert mit Kirchensteuern "Seenotrettungs"-Schiffe, die weitere Migration aus dem islamischen Raum nach Europa bringen. Der theologische Kern ist längst einem woken Moralismus gewichen. Wenn der Pfarrer am Sonntag nur noch das Leitartikel-Niveau der linksliberalen Tagespresse nachbetet, braucht der Bürger dafür keine Kirchensteuer mehr zu zahlen.
Fazit: Wer sich nicht verteidigt, wird ersetzt
Die Geschichte lehrt uns ein unerbittliches Gesetz: Kulturelle und religiöse Vakuen bleiben niemals lange leer. Eine selbstbewusste, vitale und expandierende Religion wie der Islam trifft in Europa auf ein Christentum, das sich selbst hasst, seine eigenen Traditionen schleift und in vorauseilendem Gehorsam kapituliert.
Wenn Kirchenvertreter Toleranz mit Selbstaufgabe verwechseln, wenn sie im interreligiösen Dialog jeden Wahrheitsanspruch opfern und das eigene Kreuz ablegen, unterschreiben sie ihr eigenes historisches Todesurteil. Sie müssen sich wahrlich nicht wundern, wenn aus ihren einstigen Gotteshäusern bald der Ruf "Allahu Akbar" schallt. Sie haben ihm schließlich selbst die Tür geöffnet.
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