Der Tote unter der Heidebrücke

Unter der Heidebrücke liegt ein toter Architekt. In seiner Tasche steckt ein Zettel: „Dreh dich nicht um.“ Alles deutet auf den Bruder der Witwe. Doch Hinnerk Kuhlmann erkennt, dass die Spur zu sauber ist – und dass die Botschaft nicht dem Toten galt.

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Der Tote unter der Heidebrücke
Der Tote unter der Heidebrücke | Kuhlmann-KrimiDer Tote unter der Heidebrücke | Kuhlmann-Krimi

Ein Hinnerk-Kuhlmann-Krimi von Terry Simon

Der erste Zug kam um 6.17 Uhr.

Hinnerk Kuhlmann wusste das, weil er unter der Heidebrücke stand und der Kaffee in seinem Pappbecher kleine Kreise zog, als oben die Waggons über die Schienen donnerten.

„Schöner Morgen“, sagte Meier.

Kuhlmann sah in den Graben.

Dort lag ein Mann im nassen Heidekraut. Dunkler Mantel, feiner Schal, Lederschuhe, die sauberer waren als der Rest der Welt.

„Für ihn nicht“, sagte Kuhlmann.

Kriminalhauptkommissarin Jana Wrede stand bei der Spurensicherung. Ihr Mantel war nass, ihre Laune offenbar auch.

„Name?“, fragte Kuhlmann.

Meier blätterte in seinem Notizblock. „Johannes Reimers. Architekt. Achtundvierzig. Buchholz.“

„Verheiratet?“

„Laut Ausweis ja.“

Kuhlmann nickte. „Laut Ausweis bin ich auch Organspender. Heißt nicht, dass ich heute Lust dazu habe.“

Meier hielt ihm einen Beutel hin.

„Das war in der Manteltasche.“

Ein Zettel. Einmal gefaltet. Sauber. Keine Erde. Kein Blut.

Kuhlmann las.

Dreh dich nicht um.

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