Die unheilige Allianz
Es sind gezielt Teile der AfD wie Vanessa Behrendt, die einen fatalen Fehler begehen. Aus berechtigter Kritik an der Gender-Theorie wird bei ihnen blinde Homophobie. Damit spielen sie NGOs in die Hände, die Homosexualität künstlich mit Ideologie verknüpfen, um Gelder zu sichern.
Warum Teile der AfD den Unterschied zwischen Biologie und Ideologie verkennen
Es ist ein politisches Paradoxon unserer Zeit: Während die Kritik an der sogenannten „Gender-Ideologie“ – also der Vorstellung, Geschlecht sei ein rein soziales Konstrukt jenseits biologischer Fakten – in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, verlieren sich Teile der AfD zunehmend in einer gefährlichen Pauschalisierung. Der Fall der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Vanessa Behrendt verdeutlicht dieses Problem wie unter einem Brennglas.
Das Geschäft mit der Identität: Die Rolle der NGOs
Um zu verstehen, wie wir an diesen Punkt gelangt sind, muss man den Blick auf die institutionelle Ebene richten. Über Jahrzehnte war die Beratung Homosexueller ein klar umrissenes Feld, das auf Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung zielte. Mit dem Erfolg dieser Bewegung – von der Ehe für alle bis zur gesellschaftlichen Normalität – drohte vielen NGOs und pseudowissenschaftlichen Instituten die Geschäftsgrundlage: Wenn Homosexualität kein „Problem“ mehr darstellt, fließen auch keine Fördermittel mehr.