Trump-Iran-Deal: Verrat oder historischer Friedens-Coup?
Kapitulation oder genialer Schachzug? Der vorläufige Friedens-Deal zwischen den USA und dem Iran lässt die Märkte jubeln, hinterlässt jedoch im Nahen Osten ein Trümmerfeld der Glaubwürdigkeit. Während Israel und die iranische Opposition sich verraten fühlen, kassieren die Mullahs künftig Wegegeld.
Der Hormus-Ausverkauf: Vom vermeintlichen Dealmaker zum nützlichen Idioten der Mullahs
Es ist ein geopolitischer Offenbarungseid epischen Ausmaßes. Was Donald Trump hier als historischen „Friedens-Deal“ feiert, ist nichts anderes als eine bedingungslose Kapitulation des Westens vor einem wackelnden Terrorregime. Für das Versprechen eines kurzfristigen Wirtschaftshypes und fallender Ölpreise opfert der US-Präsident die Glaubwürdigkeit der freien Welt und hinterlässt einen Scherbenhaufen, der den Nahen Osten auf Jahre hinaus destabilisieren wird.
Man muss sich die Absurdität dieses Abkommens vor Augen führen: Zuerst bricht Trump einen pseudo-militärischen Konflikt vom Zaun, der Milliarden verschlingt, um Stärke zu demonstrieren. Doch statt den historischen Moment zu nutzen und das Teheraner Regime – das durch monatelangen Druck innenpolitisch und ökonomisch mit dem Rücken zur Wand stand – final in die Schranken zu weisen, knickt der selbsternannte Meister des Deal-Making im entscheidenden Moment ein. Er erweist sich einmal mehr als das, was er schon in seiner ersten Amtszeit allzu oft war: Ein rhetorischer Maulheld, dessen „Klartext“ wie Seifenblasen zerplatzt, sobald echtes strategisches Durchhaltevermögen gefragt ist.
Der Verrat an den Werten der Freiheit
Dieser Deal ist ein dreifacher Dolchstoß:
- Verrat an der iranischen Bevölkerung: Die mutigen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens auf den Straßen für Freiheit und das Ende der Tyrannei demonstriert haben, werden eiskalt fallengelassen. Statt des versprochenen Beistands erhalten ihre Unterdrücker eine 25-Milliarden-Dollar-Spritze zur Existenzsicherung.
- Verrat an Israel: Das existentielle Sicherheitsinteresse des jüdischen Staates wird für billigen Applaus in Washington geopfert. Das iranische Atomprogramm wird nicht zurückgebaut, sondern darf im Land „verdünnt“ werden – eine Farce, die Teheran das Know-how und die Infrastruktur belässt.
- Verrat an der freien Welt: Die USA und Europa legitimieren ein Regime, das den globalen Terror finanziert.
Wegelagerei mit US-Segen
Der absolute Gipfel der Demütigung ist jedoch die Last-Minute-Klausel zur Straße von Hormus. Es ist kaum fassbar: Nach einer 60-tägigen Schamfrist erlaubt die Supermacht USA der Islamischen Republik, an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt wie Raubritter Schutzgeld und Durchfahrtsgebühren zu erpressen. Unter dem Deckmantel „maritimer Dienstleistungen“ wird die maritime Erpressung international legalisiert. Der Iran kontrolliert nun offiziell die Halsschlagader der Weltwirtschaft und lässt sich dafür vom Westen bezahlen.
Wer geglaubt hat, Trump würde die USA wieder zu alter Stärke führen, sieht sich bitter enttäuscht. Dieser Deal schwächt den Westen nachhaltig, belohnt den Terror und zeigt den Autokraten dieser Welt, dass man die USA nur lange genug herausfordern muss, bis sie am Ende doch einknicken. Es ist ein Desaster, dessen Quittung wir alle noch teuer bezahlen werden.
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